Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Do, 22 Aug 2019 19:43:29 +0200 Do, 22 Aug 2019 19:43:29 +0200 TYPO3 EXT:news Öko-Steuer für Flugtickets ab 2020 https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/oeko-steuer-fuer-flugtickets-ab-2020.html Solveig Michelsen 5481 20190726T081300 Frankreich macht Nägel mit Köpfen und führt ab 2020 eine Öko-Steuer auf Flugtickets ein. Auch europaweit wird über eine Umweltsteuer in puncto Fliegen diskutiert. Ein erster Schritt, um den Problemen des Klimawandels entgegenzutreten oder ein Tropfen auf den heißen Stein?

Die französische Regierung geht mit gutem Beispiel voran: Ab nächstem Jahr werden Tickets für Flüge, die von französischen Flughäfen aus starten, mit einer Öko-Steuer belegt – zwischen 1,50 und 18 Euro. Die jährlichen Einnahmen von rund 180 Millionen Euro sollen anschließend ins Bahnnetz investiert werden.

Ein lobenswerter Ansatz, der trotzdem das altbekannte Dilemma nicht lösen wird: Zum Teil werden Flüge günstiger als die entsprechenden Bahntickets angeboten. Da juckt auch ein 10-Euro-Aufschlag nicht. Dem Verbraucher aber erschwert man damit ein umweltfreundliches Handeln. Denn wer steigt schon gerne auf öffentliche Verkehrsmittel um, wenn es mit dem Flugzeug schneller und sogar billiger geht?

Hier ist also das Handeln der Politik gefragt. Erst wenn Umweltsünden an den Geldbeutel gehen, ist ein großflächigeres Umdenken möglich. Bis dahin können wir nur hoffen, dass Daniel Düsentrieb bald einen umweltfreundlichen Flugzeugantrieb entwickelt, um wieder mit gutem Gewissen die schöne bunte Welt um uns herum bereisen zu können.

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© shironosov, iStock Mit der Ökosteuer wieder unbeschwert fliegen?
Als Greeter kann man was erleben ... https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/als-greeter-kann-man-was-erleben.html Solveig Michelsen 5473 20190712T082100 Greeter sind ehrenamtliche Stadtführer, die einzelnen Gästen ihre Stadt auf ganz persönliche Art und Weise nahe bringen: Mal gibt es einen Spaziergang zu den schönsten Plätzen und Winkeln, mal ist Kaffeehaus-Hopping angesagt. Je nach Wünschen der Gäste wird ein individuelles Programm gestrickt – das oft auf beiden Seiten starken Eindruck hinterlässt. Ein paar Anekdoten ausgewählter Greeter erzählen davon.

Ein Greeter aus Bonn erzählt:

„Die Familie war noch nie weiter als 100 Kilometer von ihrem Dorf am Lago di Bolsena (Mittelitalien) entfernt gewesen. Wir sind von Beuel Süd Richtung Innenstadt spaziert, und sie waren schwer beeindruckt. Dann mit der Personenfähre rüber auf die andere Rheinseite. Der italienische Familienvater begrüßte den Schiffsführer Herrn Schmitz und seine Frau mit Handschlag, wohl weil er meinte, das sei hier ein Dorf wie bei ihnen zu Hause und jeder kennt jeden und zwar richtig gut. So ähnlich wie in 'Crocodile Dundee in New York'.“

Ein Greeter aus Hamburg erzählt:

„Ich machte einen Rundgang durch St. Pauli – mit einem Blinden und seiner Begleiterin. Das war sehr interessant für mich, ganz anders zu denken und zu erzählen – zu beschreiben. Eine tolle Erfahrung für mich. (…) Die unaufgeregte Zone des ehemaligen Brauereiviertels und dann plötzlich die Reeperbahn – laut, Hektik. Ich beschrieb die Reeperbahn und den Spielbudenplatz und berichtete über den jetzigen Leerraum der ehemaligen Esso-Tankstelle. Ich fand es jedenfalls faszinierend zu erleben, wie ein Blinder hört, Eindrücke fühlt und einsortiert.“

Ein Greeter aus Kassel erzählt:

„Eine junge Polin hat, um sich und ihren Vater durchzubringen, eine Betreuungsstelle bei einem demenzkranken Herrn in Kassel angenommen. Sie hat so gut wie keine Freizeit und wenn doch, geht sie zum Bahnhof – nur um mal unter Menschen zu sein. Irgendwie wird sie auf die Greeter aufmerksam und fragt für ihren letzten Tag einen Greet an. Zu zweit zeigen wir ihr die Stadt. Sie fasst zunehmend Vertrauen und man merkt ihr an, dass es ihr im Grunde weniger um die Stadt als um menschliches Verständnis geht. Bei einer Pause lehnt sie zunächst eine Einladung ab, bestellt sich aber auf unser Drängen doch ein kleines Getränk. Bevor wir weitergehen, überreicht sie uns ein winziges Gläschen mit Marmelade als Dankeschön für den Greet.“

Wer selbst an einem Greet interessiert ist oder als Greeter arbeiten möchte, kann sich unter www.deutschland-greeter.de und www.internationalgreeter.org informieren.

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© Chicago Greeters Ein Greet: als würde man seinem besten Freund die Stadt zeigen
McDonalds als Außenstellen für die US-Botschaft https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/mcdonalds-als-aussenstellen-fuer-die-us-botschaft.html Solveig Michelsen 5469 20190705T074400 Was zunächst wie ein schlechter Witz anmutet, ist in Wahrheit eine neue Kooperation zwischen der US-Botschaft und der Fastfood-Kette. US-amerikanische Bürger können sich ab sofort bei Passverlust an eine österreichische McDonalds-Filiale wenden – ganz gemütlich bei Burger und Pommes.

Österreichische McDonalds-Filialen fungieren seit 15. Mai 2019 quasi als Außenstellen der US-Botschaft. Das Personal der 194 Fastfood-Filialen ist damit verpflichtet, in Not geratenen US-Amerikanern ihre Hilfe anzubieten, insbesondere bei Passverlust oder ähnlichen Widrigkeiten. Allerdings werden keine Kompetenzen des Konsulats übernommen, nur der Kontakt zu einer Auslandsvertretung soll über eine 24-Stunden-Hotline hergestellt werden. Für Notpässe und ähnliche Dienstleistungen muss der Weg zum Konsulat weiterhin eingeschlagen werden. Ebensowenig werden die Filialen nun zum US-amerikanischen Hoheitsgebiet, wie manche mutmaßen mögen.

Der Grund für die Wahl der amerikanischen Fastfood-Kette sei ihre Bekanntheit und ihre flächendeckende Präsenz, heißt es. "Die Bitte wurde vom US-Konsulat an uns herangetragen", bestätigte McDonald's-Sprecher Wilhelm Baldia dem „Standard“. Im Netz wird fleißig über „McPassport“ gewitzelt, was den Betroffenen im Fall des Falles aber sicher entgegenkommen wird.

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© cookelma, iStock Ein Burger und ein Pass bitte? Über die neue Kooperation wird viel gewitzelt.
Der neue Liechtenstein-Weg https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/der-neue-liechtenstein-weg.html Solveig Michelsen 5464 20190628T084000 Liechtenstein ist ein Land, aus dem man nur selten etwas hört. Ende Mai 2019 wurde dort ein neuer Weitwanderweg eröffnet, der auf 75 Kilometern alle Gemeinden und viele historische Stätten miteinander verbindet. Ein Grund mehr, dem kleinen Staat einen Besuch abzustatten.

Wer Liechtenstein und seine 300-jährige Geschichte kennenlernen möchte, sollte das am besten zu Fuß tun. Seit 26. Mai 2019 verbindet der neue Liechtenstein-Weg 147 ausgewählte historische Stätten und Ereignisse miteinander. Das summiert sich zu einer Strecke von 75 Kilometern und rund 2000 Höhenmetern, die bequem in fünf Tagesetappen erwandert werden können. Sogar mit Gepäcktransport, wenn einem der Rucksack zu schwer wird. Die Streckenwanderung führt dabei einmal quer durchs 160 Quadratkilometer große Fürstentum – in etwa halb so groß wie München.

Herzstück des Wanderwegs sind die so genannten Erlebnisstationen, die durch die begleitende App "LIstory" digital ergänzt werden. Diese erzählt Geschichten, die die Vergangenheit aufleben lassen und erweckt historische Stätten mittels Inszenierungen zu neuem Leben. Um alle Altersgruppen anzusprechen, arbeitet die App mit Augmented-Reality-Inhalten, die die unmittelbare Umgebung miteinbeziehen und ein spannendes Geschichtserlebnis vermitteln. Selbstverständlich kann der Wanderweg auch ohne Benutzung der App erwandert werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Tourismus-Website des Fürstentums Liechtenstein.

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© Liechtenstein Marketing Auch am Schloss Vaduz führt der Liechtenstein-Weg vorbei.
Österreichs schönste Plätze – laut CNN https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/oesterreichs-schoenste-plaetze-laut-cnn.html Solveig Michelsen 5452 20190607T085800 Internationale Touristen haben oft wenig Zeit für die einzelnen Stationen in Europa. Da kommen Best-of-Listen sehr gelegen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzuhaken. CNN hat eine solche für Österreich erstellt – und überrascht mit seiner Auswahl von Altbekanntem und Noch-nie-Gehörtem.

Unter den Highlights, die CNN seinen Lesern empfiehlt, sind etliche Städte. Darunter die üblichen Verdächtigen wie Wien, Salzburg, Graz und Innsbruck, aber auch Alpbach und Rattenberg. Noch nie gehört? Alpbach ist ein kleines, schmuckes Dorf in den Kitzbüheler Alpen, in dem sich vor allem niederländische Skitouristen gerne vergnügen. Es gilt als ursprünglich und authentisch. Und Rattenberg ist mit etwas über 400 Einwohnern die kleinste Stadt Österreichs mit einem historischen Zentrum im Inn-Salzach-Stil.

Als Ausflugsziel darf Hallstatt auf der Liste natürlich nicht fehlen; auch die Großglockner-Hochalpenstraße wird einem ans Herz gelegt. Doch Dürnstein in der Wachau ist nicht jedem ein Begriff – neben der historischen Stadt mit Stift und Burg lockt auch der Wachauer Wein hierher. Die Semmeringbahn, seit 1854 im Einsatz und damit älteste Gebirgsbahn weltweit, gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe und weckt nostalgische Gefühle bei der Fahrt über den landschaftlich sehenswerten Semmering.

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© Pratchaya, iStock Für viele Touristen ein Erlebnis: die Großglockner-Hochalpenstraße
Die friedlichsten Länder unseres Planeten https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/die-friedlichsten-laender-unseres-planeten.html Solveig Michelsen 5451 20190531T085200 Die Welt ist voll von schlechten Nachrichten: Krieg, Terrorismus, Kriminalität. Dabei gibt es etliche Länder, die sich einen sehr friedfertigen Zustand bewahrt haben. Der Global Peace Index vergleicht diese seit 2007 miteinander und erstellt ein Ranking: Wo lässt es sich am friedlichsten leben?

Der Global Peace Index, zu deutsch Weltfriedensindex, macht es sich nicht leicht. Er untersucht 162 Länder nach 24 unterschiedlichen Kriterien. Diese reichen von der Anzahl der geführten Kriege über die Anzahl der Berufssoldaten bis hin zur vorrätigen Waffenmenge. Von der Beziehung zu den Nachbarländern über die Kriminalitätsrate bis hin zum Respekt vor Menschenrechten. Aus all diesen Fakten wird errechnet, in welchem der fünfstufigen Felder sich ein Land befindet. Deutschland übrigens muss mit der zweiten Kategorie vorlieb nehmen. Die friedlichsten Länder unseres Planeten (erste Kategorie) tragen andere Namen:

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© HannamariaH, iStock Laut Global Peace Index das friedlichste Land unseres Planeten: Island
Die begehrtesten Auswanderziele der Deutschen https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/die-begehrtesten-auswanderziele-der-deutschen.html Solveig Michelsen 5449 20190524T084800 Zahlreiche Deutsche zieht es aus den unterschiedlichsten Gründen ins Ausland. Manche finden dort, wonach sie gesucht haben, andere kehren enttäuscht zurück. Hier sind die Länder, die die Auswanderungs-Hitliste anführen – und solche, die sich langfristig bewährt haben.

„The grass is always greener on the other side.“ – „Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite.“ sagt man im Englischen sehr treffend. Zahlreiche Deutsche zieht es ins Ausland. Bei manchen lockt ein aufregender Job, bei anderen sorgt die Liebe für einen Wegzug. Einige sind mit dem deutschen System unzufrieden oder sehen sich ihren Träumen näher an einem anderen Ort. Das Statistische Bundesamt führt Buch über alle Zu- und Wegzüge und verrät uns damit, welche Länder am beliebtesten sind:

Ganz oben auf der Hitliste steht die Schweiz – mit deutlich besseren Verdienstmöglichkeiten als zu Hause. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die USA und Österreich. Weitaus interessanter als die bloßen Auswanderungszahlen sind jedoch die Statistiken zur Zufriedenheit im Auswanderungsland. Hier hat das Bundesamt Zahlen gesammelt, die angeben, wie viele Deutsche zurückgekommen sind im Vergleich zum Hinzug. Am längsten bleiben demnach die Auswanderer in der Schweiz, dicht gefolgt von Schweden, Slowenien und Norwegen. Auf den nächsten Plätzen folgen Liechtenstein, Österreich und Kanada.

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© MatteoCozzi, iStock Der Deutschen liebstes Auswanderland: die Schweiz
Urlaubstrend: die neue Langsamkeit https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/urlaubstrend-die-neue-langsamkeit.html Solveig Michelsen 5448 20190517T083800 Zahlreiche Menschen leiden – besonders im Urlaub – an FOMO: Fear of Missing Out. Diese Angst, etwas zu verpassen, befällt beileibe nicht nur Millennials, wie einen die Medien oft glauben lassen. Die beste Medizin dagegen? Slow Travel: bewusst langsam genießen statt die Erholungszeit mit Actionprogramm vollzustopfen.

Urlaub sollte sein: Tapetenwechsel vom Alltag. Frische Inspiration und Kraftquelle. Nachhaltiges Erleben, das zu bleibenden Erinnerungen wird. Das wissen wir. Gleichzeitig sorgt eine deutlich vernehmbare Stimme im Hinterkopf für Unruhe: „Ich will was Spektakuläres erleben! Ich will die Urlaubszeit so gut wie möglich nutzen!“ Und schon laden wir FOMO ein – die „Fear of Missing Out“, wie das Phänomen neuerdings genannt wird, obwohl es natürlich schon viel länger existiert.

Vielleicht trifft es die Deutschen, die weltweit für ihre Effizienz geschätzt werden, besonders hart: Auch der Urlaub muss schließlich optimal genutzt werden. Denn man hat einen teuren Flug bezahlt und ist ja nicht jeden Tag vor Ort. Es gäbe x Sehenswürdigkeiten … und schwupp, ist der Terminkalender schon wieder gefüllt.

Da hilft nur eines: aktives Gegensteuern, um das Rädchen, das sich im Alltag schnell genug dreht, auch mal anzuhalten. Genau dafür ist er ja da, der Urlaub. Aber wir müssen ein wenig nachhelfen und uns bewusst dafür entscheiden, alles ein wenig langsamer und entspannter anzugehen. Nur so kann Abstand vom Alltag wirklich gelingen. Also: Überraschen Sie sich selbst mit einer neuen Gelassenheit und fahren Sie einmal völlig unverplant in den Urlaub.

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© mihtiander, iStock Lesen statt Sightseeing: je langsamer, desto nachhaltiger der Urlaub
Kurioses aus Österreichs Hauptstadt https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/kurioses-aus-oesterreichs-hauptstadt.html Solveig Michelsen 5428 20190408T115500 Kennen Sie die „Wiener Null“? Wir sprechen hier weder von einer Bar noch von einer gänzlich untalentierten Person. Und wie wär's mit den Besonderheiten des Jörgerbads? Wissen Sie den Namen des Flusses, der mitten durch Wien fließt? Wir hätten da ein paar interessante Fakten rund um Wien, mit denen Sie selbst Einheimische noch überraschen können.

Die „Wiener Null“ ist ein eigenes Höhenbezugssystem in Wien, das bis heute noch gültig ist. Es basiert auf dem Mittelwasser des Donaukanal-Pegels bei der Schwedenbrücke und entspricht damit einer Höhe von 156,68 Metern über der Adria.

Das Jörgerbad ist nicht nur das älteste noch bestehende Hallenbad in Wien, sondern auch das erste ohne Geschlechtertrennung. Als Premiere wurde dort zum ersten Mal auch ein Kinderbecken eingebaut, sodass das Schwimmen familientauglich wurde. Sehenswert ist es von innen wie von außen.

Die Universität von Wien besaß bis 1783 ein eigenes Universitätsgericht samt eigener Rechtsprechung. Auch der Nachlass der Mitglieder wurde hier geregelt.

In vielen Kreuzworträtseln gilt die Antwort: Wien liegt an der Donau. Aber wenn man genauer hinsieht, stellt man fest, dass sich das meiste Stadtleben südwestlich davon abspielt. Dennoch gibt es einen kleinen Fluss, der mitten durch die Stadt fließt und anschließen in den Donaukanal mündet: Er heißt – ebenso wie die Stadt – Wien und bringt Wasser aus dem Wienerwald.

Auch ein paar Superlative hat Wien zu verzeichnen: In vielen Rankings gilt Wien als eine der lebenswertesten Städte der Welt. Mit 1,9 Millionen Einwohner ist Wien nicht nur die größte Stadt Österreichs, sondern auch die einzige Millionenmetropole. Und die meisten Übernachtungsgäste kommen nicht etwa aus dem eigenen Land, sondern aus Deutschland. Einer der Anziehungspunkte ist der berühmte Prater mit dem zweithöchsten Kettenkarussell der Welt, dem 120 Meter hohen Praterturm.

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© josefkubes, shutterstock 120 Meter hoch ist der Praterturm, das Kettenkarussell am Wiener Prater.
Indonesische Waran-Insel soll gesperrt werden https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/indonesische-waran-insel-soll-gesperrt-werden-1.html Solveig Michelsen 5426 20190415T080200 Komodowarane sind schuppige Echsen von bis zu drei Metern, die der Vorstellung eines Drachens schon ziemlich nahe kommen. Leider gehören sie auch zu den gefährdeten Arten, weshalb die indonesische Insel Komodo – wo die Tiere zu Hause sind – voraussichtlich eine einjährige Besucherpause einlegen will. Danach soll der Eintritt in den eigens geschaffenen Nationalpark verfünfzigfacht werden …

Östlich von Bali sind die Komodowarane auf der Insel Komodo zu Hause. Um die gefährdete Art zu schützen, wurde bereits 1980 ein Nationalpark eingerichtet. Trotzdem dezimiert sich ihre Anzahl stetig. Erst kürzlich wurden Schmuggler dabei erwischt, 41 Tiere außer Landes bringen zu wollen. Und bei der lokalen Bevölkerung sind die Warane nicht sonderlich beliebt: Sie reißen auch größere Nutztiere und sollen schon frisch bestattete Leichen ausgegraben und gefressen haben.

Um die „letzten Drachen der Welt“ nun zu erhalten bzw. aus ihnen erst richtig Profit zu schlagen, wird der Park für das Jahr 2020 geschlossen bleiben. Einerseits möchte man Bäume pflanzen under Natur eine Chance zur Regenerierung geben, andererseits die touristische Infrastruktur weiter ausbauen. Und dann die Preise kräftig anheben. Bisher lag der Eintrittspreis für den Nationalpark bei rund 9 Euro. Nach der Neueröffnung sollen Besucher mindestens 500 US$ (etwa 445 Euro) zahlen, wenn sie die Warane zu Gesicht bekommen möchten. "Das ist ein ganz besonderer Ort, also nur für Leute, die genug Geld haben", sagte dazu der Gouverneur der dortigen Provinz Viktor Laiskodat. "Wer nicht genug Geld hat, braucht nicht zu kommen."

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© pius99, iStock Warane sind wahre Urzeittiere und deshalb ein Touristenmagnet.
Machu Picchu jetzt barrierefrei https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/machu-picchu-jetzt-barrierefrei.html Solveig Michelsen 5403 20190322T085300 Die peruanische Inkastadt Machu Picchu ist über 600 Jahre alt. Seit wenigen Monaten ist sie nun barrierefrei – unter gewissen Voraussetzungen. Denn die Ruinen liegen in 2430 Metern Höhe auf einem Bergrücken. Kein Gelände, um einfach Rollstuhl-Rampen zu installieren.

Bislang war eine Rollstuhl-Reise nach Machu Picchu in Peru äußerst beschwerlich und voller Einschränkungen: Die Anreise per Inka-Rail, einer Bahn, die vom Heiligen Tal hinauf ins Machu-Picchu-Dorf fährt, ist zwar möglich, der anschließende Bus kann mit einem normalen Rollstuhl aber schon nicht mehr bestiegen werden. Hier heißt es sich umständlich durch enge Türen hieven lassen. Die Erkundung der Stadt selbst endete bis dato am Aussichtspunkt – alle anderen Wege sind zu steil, schmal oder gefährlich.

Das ärgerte Alvaro Silberstein, selbst Rolli-Fahrer, und seinen Unternehmenspartner Camilo Navarro. Zusammen betreiben sie die Reiseplattform „Wheel the World“, die Reisen für Menschen mit Behinderungen ermöglicht. Sie ließen einen speziellen einrädrigen Rollstuhl bauen, ähnlich einer Schubkarre, mit der auch steilere Bergwege befahren werden können. Und bieten damit nun auch Reisen nach Machu Picchu an – um denselben Preis wie für Menschen ohne Behinderung: 1500 US-Dollar kostet ein viertägiger Trip (exkl. Flug).

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© alexeys, iStock Ab sofort auch für Rollstuhlfahrer zu besichtigen: Machu Picchu
Der bunteste Ort Europas https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/der-bunteste-ort-europas.html Solveig Michelsen 5400 20190315T084800 Bunt macht fröhlich. Das allein sollte Grund genug sein, sich die kleine Fischerinsel Burano anzusehen, eine halbe Bootsstunde von Venedig entfernt. Die Häuser dort sind in knalligen Farben kunterbunt gestrichen – aus einem witzigen Grund.

Venedig kennt jeder, Murano ist dank seiner Glaskunst und der Nähe zu Venedig fast ebenso bekannt. Aber wer hat schon einmal von Burano gehört? Die kleine Insel nordöstlich von Venedig wird vor allem für ihre bunten Häuser und die Kunst des Spitzenklöppelns besucht. Während vom alten Handwerk nicht mehr allzu viel übrig geblieben ist, können die quietschbunten Fischerhäuser bis heute bewundert werden.

Eine Legende besagt, dass die Fischer, die nach einem gelungenen Fang gelegentlich noch einkehrten und dann bei Nacht und Nebel nach Hause zu finden versuchten, ihre eigene Anlegestelle nicht immer fanden. Mit den knallbunten Anstrichen wollte man ihnen die Heimkehr erleichtern – und sie vor einigen Peinlichkeiten bewahren. Heute haben sie vor allem auf Touristen eine magische Anziehungskraft. Und eigentlich fragt man sich, wieso es nicht mehr solcher Städtchen gibt mit fröhlichen farbigen Häusern.

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© Adisa, Shutterstock Die bunten Fischerhäuser von Burano
Ein Drittel aller Himalaya-Gletscher schmilzt bis 2100 https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/ein-drittel-aller-himalaya-gletscher-schmilzt-bis-2100.html Solveig Michelsen 5399 20190308T083100 Die bisher umfangreichste Studie über die Zukunft des Himalaya und des Hindukush hat alarmierende Ergebnisse hervorgebracht: Selbst bei Einhaltung des ehrgeizigen Ziels, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken, wäre bis ins Jahr 2100 ein Drittel aller Gletscher in den beiden Gebirgen abgeschmolzen.

Über 300 Wissenschaftler haben fünf Jahre lang die beiden Gebirge Himalaya und Hindukush genauer unter die Lupe genommen, insbesondere unter dem Aspekt des Klimawandels. Der Auftrag des International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) hat allerdings wenig Erfreuliches hervorgebracht. Selbst bei einer schon fast unrealistischen Einhaltung der 1,5-Grad-Celsius-Grenze bezüglich des globalen Temperaturanstiegs würde ein Drittel aller Gletscher im Himalaya und im Hindukush bis 2100 abschmelzen. Geht man von einem allgemeinen Temperaturanstieg von fünf Grad aus, werden sogar zwei Drittel aller Gletscher in Wasser verwandelt.

Die Folgen für die sehr armen Länder (Afghanistan, Pakistan, Indien, China, Nepal, Bhutan, Myanmar) fangen beim ausbleibendem Expeditionstourismus an und reichen bis zur völlig veränderten Nahrungsmittel- und Energieproduktion. Der prognostizierte Rückgang der Vor-Monsun-Wassermenge in den Flüssen würde dem bereits bestehenden Problem der Unterernährung weiter den Weg bereiten. Existenzielle Bedrohungen können auch schnell zu Konflikten zwischen den einzelnen Regionen führen.

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© AlexBrylov, iStock Was wäre der Himalaya ohne seine Gletscher?
Innsbruck: auf den Spuren von Zaha Hadid https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/innsbruck-auf-den-spuren-von-zaha-hadid.html Solveig Michelsen 5395 20190226T092600 Wer von Innsbrucks Architektur schwärmt, hat sicher nicht nur das Goldene Dachl im Kopf. Die gesamte Stadt besteht aus einer gelungenen Verbindung zwischen historischen Altbauten und mutigen, modernen Gebäuden, die einen spannenden Kontrast bilden und der Alpenstadt etwas Großstädtisches verleihen. Doch über allem thronen zwei Meisterwerke der Stararchitektin Zaha Hadid.

Bergiselschanze

Zum neuen Wahrzeichen der Stadt avanciert ist die Bergiselschanze, die 2002 von der Architektin Zaha Hadid neu errichtet wurde. Besondere Herausforderung bei einer Skisprungschanze sind die strengen Gestaltungsvorgaben, die der Sport und seine notwendigen Bewegungsabläufe mit sich bringen: 90 Meter Anlauflänge bei einer Neigung von exakt 35 Grad. Trotzdem ist es Zaha Hadid gelungen, die Dynamik des Springens in der Gebäudeform einzufangen: Anlauframpe und Turm wurden durch eine fließende Stahlverkleidung miteinander verschmolzen. Von einigen wird die Schanze deshalb mit einer lauernden Cobra in Hab-Acht-Stellung verglichen.

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Staatspreis für Architektur, gilt die Sprungschanze als eines der bedeutendsten Sportbauwerke Österreichs und weckt nicht nur bei Sportlern großes Interesse. Die Formschönheit zieht auch Architekturbanausen in den Bann, und die fantastische Aussicht vom 43 Meter hoch gelegenen Restaurant reicht vom Stadtpanorama bis hin zu den umliegenden Bergen.

Hungerburgbahn

Gegenüber, auf der anderen Talseite, fährt die Hungerburgbahn von der Innenstadt zum Stadtteil Hungerburg hinauf. Die 2007 neu errichtete und neu trassierte Standseilbahn verbindet die Stationen Congress, Löwenhaus, Alpenzoo und Hungerburg miteinander. Auch hier ist deutlich die Handschrift der 2016 verstorbenen Architektin Zaha Hadid zu sehen: Über den einzelnen Stationen wölben sich organisch geformte weiße Glasschalen, die an Gletscherbewegungen erinnern sollen. Diese fließenden Schalenformen kontrastieren mit dem grauen Sichtbeton, der den fluiden Dächern Bodenhaftung verleiht.

Obwohl der Neubau der alten, bereits 1906 erbauten Hungerburgbahn höchst umstritten war, gehört die Bahn mit ihren Stationen und der S-förmig geschwundenen Schrägkabelbrücke heute zu den touristischen Highlights der Stadt.

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© Innsbruck Tourismus Gletscherformen nachempfunden: die neue Bergstation der Hungerburgbahn
Die umweltfreundlichsten Hauptstädte https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/die-umweltfreundlichsten-hauptstaedte.html Solveig Michelsen 5373 20190205T090500 Auf den ersten Blick scheint es ein Widerspruch in sich zu sein: Hauptstädte sind groß, dicht, voller Verkehr und Smog – aber nicht umweltfreundlich. Oder doch? Eine britisches Unternehmen hat Europas Hauptstädte untersucht und miteinander verglichen: Welche Stadt ist die grünste?

Um es gleich vorwegzunehmen: Klarer Sieger der europäischen Hauptstädte, die das britische Unternehmen Compare the Market genau unter die Lupe genommen hat, ist Wien. Und zwar sowohl im Gesamtranking als auch in mehreren Einzelkategorien, die dafür untersucht wurden. So punktet Wien nicht nur mit der höchsten Trinkwasserqualität, sondern auch mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß, der weniger als die Hälfte der zweitplatzierten Hauptstadt beträgt (309 kg pro Person). Auch bei der Kilometer-Anzahl der zur Verfügung stehenden Radwege spielt Wien mit 1300 Kilometern ganz vorne mit.

Über Platz 2 freut sich Bern, das trotz eines CO2-Ausstoßes von 780 kg/Person und nur 400 Kilometer Radwegen eine grüne Lunge hat: Sowohl die Wasser- als auch die allgemeine Lebensqualität sind sehr hoch. Außerdem benutzen 71% aller Arbeitnehmer öffentliche Verkehrsmittel, das Rad oder gehen zu Fuß; die Staurate beträgt deshalb moderate 20 Prozent.

Platz 3 nimmt Helsinki ein, das 1200 Kilometer Radwege aufzuweisen hat und eine CO2-Ausstoß von 422 Kilogramm pro Person. Berlin landete auf Platz 9. Dazwischen finden sich auffällig viele skandinavische Hauptstädte: Stockholm auf Platz 4, Kopenhagen auf Platz 5, Amsterdam auf Platz 6, Oslo auf Platz 7 und Luxembourg auf Platz 8.

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© pressdigital, iStock Die umweltfreundlichste Hauptstadt Europas: Wien
St. Lucia: So feiern die Schweden das Lichterfest https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/st-lucia-so-feiern-die-schweden-das-lichterfest.html Sinja Stiefel 5066 20171213T102600 Kurze Tage, lange Nächte, klirrende Kälte: Ein Winter in Schweden kann recht dunkel und ungemütlich wirken. Verständlich also, dass sich eines der wichtigsten Feste im schwedischen Kalenderjahr um die Feier des Lichts dreht.

Das Luciafest findet jedes Jahr am 13. Dezember statt, und obwohl es sich dabei um keinen offiziellen Feiertag handelt, gewinnen die Feierlichkeiten in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Der Festtag beginnt meistens schon früh am Morgen in den Häusern der schwedischen Familien. Mädchen und junge Frauen bringen das Frühstück ans Bett ihrer Eltern, gekleidet in weiße Roben, mit rotem Schleifenband um die Taille und einem Lichterkranz auf dem Kopf.

Traditionell wird das Safran-Gebäck „lussekatter“ (Luciakatzen) gereicht, dazu gibt es Kaffee und zu etwas späterer Stunde „glögg“, eine Art Glühwein, der mit Mandeln und Rosinen verfeinert wird. Anschließend verlagern sich die Feierlichkeiten in die Kindergärten und Schulen und sogar bis an den Arbeitsplatz. Gemeinsam wird hier das bekannte „Sankta-Lucia-Lied“ gesungen, es gibt Theateraufführungen, und weitere „lussekatter“ finden den Weg vom Teller in hungrige Bäuche.

Der Höhepunkt

Gegen Abend steuern die Feierlichkeiten schließlich ihrem Höhepunkt entgegen. Die zuvor von der jeweiligen Gemeinde gewählte Lucia, meist ein Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren, führt einen festlichen Lichterumzug an, der durch die ganze Stadt bis zur jeweiligen Kirche führt. Begleitet wird die Lichterkönigin von einem Gefolge, das zum einen aus weiteren jungen Damen, den sogenannten „tärnor“, und zum anderen aus verkleideten Pfefferkuchenmännchen („pepparkaksgubbar“), Wichten und Sternknaben („stjärngossar“) besteht.

Auf ihrem Weg zur Kirche verteilen die Kinder und Jugendlichen Gebäck an die umstehenden Zuschauer und erleuchten mit den Kerzen, die sie tragen, die abendlichen Straßen. In der Kirche angekommen werden auch die dort vorbereiteten Kerzen an den Bänken und am Altar feierlich entzündet, sodass die vorher dunkle Kirche nun festlich erhellt ist. Anschließend werden gemeinsam mit der Gemeinde bekannte Weihnachtslieder gesungen.

Ursprung des Lichterfestes

Gerade diese Geste macht deutlich, dass das Lucia-Fest für die Schweden die eigentliche Weihnachtszeit einläutet und den Anfangspunkt der nun folgenden Festtage bildet. Seinen Ursprung hat das Lichterfest bereits im Mittelalter. Bis zum Jahr 1583 war die Nacht des 13. Dezembers dank der julianischen Zeitrechnung die längste des Jahres, weshalb an diesem Tag die Feierlichkeiten zur Wintersonnwende stattfanden. Eine andere Legende besagt, dass der 13. Dezember der Namenstag der Heiligen Lucia von Sizilien ist und das Fest deshalb ihren Namen trägt.

Mitte des achtzehnten Jahrhunderts berichteten schließlich die ersten Tageszeitung von weiß verkleideten Mädchen in Westschweden. Woher der heutige Brauch und das Fest an sich jedoch letztendlich stammen, kann nicht mehr genau rekonstruiert werden. Sicher ist jedoch, dass das Fest seit 1927, als eine schwedische Zeitung die Krönung einer Lucia öffentlich ausschrieb, von Jahr zu Jahr immer beliebter wurde und mittlerweile aus dem Brauchtum Schwedens nicht mehr wegzudenken ist.

Die bekannteste Krönung einer der vielen Lichterköniginnen findet übrigens jedes Jahr im Stockholmer Freilichtmuseum Skansen statt.

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Von Sinja Stiefel

Lucia und ihr Gefolge beim traditionellen Singen des Lucia-Liedes ©klug-photo Lucia und ihr Gefolge beim traditionellen Singen des Lucia-Liedes ©klug-photo
Hätten Sie das gewusst? 10 kuriose Fakten zur Toskana https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/haetten-sie-das-gewusst-10-kuriose-fakten-zur-toskana.html Dorothea Neu 4979 20170823T090000 „Die Toskana liegt nicht in Italien, sondern Italien liegt in der Toskana." - Schon Goethe war überzeugt, die Toskana vereine all die schönen Seiten Italiens. Wir wollen ihm da auch gar nicht widersprechen. Und haben 10 interessante und überraschende Fakten zur Toskana zusammengetragen, die garantiert noch mehr Lust darauf machen, dieses wunderschöne Fleckchen Erde einmal näher zu erkunden.

Wussten Sie, dass...

... die Toskana mehr als 300 Küstenkilometer hat?

Toskana, das verbinden viele in erster Linie mit Museen, architektonischen Highlights, kulinarischen Gaumenfreuden und natürlich den grünen welligen Hügel, durchzogen von piniengesäumten Straßen. Aber die Toskana bietet auch alles für einen abwechslungsreichen Strand- und Badeurlaub. Die Mittelmeerküste lockt mit hellem Sand, feinem Kies oder beeindruckenden Klippen und für Familien gibt es zahlreiche Strandbäder, „bagni“ genannt. Die Strände der Naturparks mit ihren angrenzenden Pinien- und Kiefernwäldern hingegen sind ein beliebtes Ziel bei Naturliebhabern und Romantikern. Neben dem Festland gehört übrigens auch der Toskanische Archipel mit der Insel Elba zur Toskana. Zusammen mit diesen Inseln verfügt die Region sogar über 600 Kilometern Küstenlinie.

» Die schönsten Strände der Toskana

... die Toskana ungefähr so groß ist wie Mecklenburg-Vorpommern?

Und etwa halb so groß wie die Schweiz. Etwas mehr als 3,7 Millionen Menschen leben in der Toskana. Hauptstadt und gleichzeitig auch größte Stadt ist Florenz, gefolgt von Livorno und Prato. Berühmte Städte sind auch die Städte Pisa und Siena.

» Die schönsten Orte der Toskana

... es in der Toskana die älteste Geldbank der Welt gibt?

Die „Banca Monte dei Paschi di Siena“ in Sienna gilt als älteste noch existente Geldbank der Welt und ist auch heutzutage noch eines der größten Kreditinstitute Italiens. Sie wurde im Jahre 1472 gegründet und ist damit rund 400 Jahre älter als die erste Bank, die in den USA gegründet wurde.

... die Toskana als Ursprung der italienischen Sprache gilt?

Genauer gesagt ist es Florenz: Das heutige Italienisch soll angeblich auf die Aussprache des gebürtigen Florentieners Dante Aligheri zurückgehen.

... die bekannte Designer-Marke Gucci aus der Toskana stammt?

Sie wurde in Florenz gegründet. Überhaupt ist Florenz die Geburtststätte oder Wahlheimat zahlreicher bekannter Persönlichkeiten wie bspw. Michelangelo, Galileo Galilei, Niccolò oder Donatello.

... Pinocchio aus der Toskana stammt?

Nicht nur bekannte Wissenschaftler oder Künstler sind mit der toskanischen Hauptstadt eng verbunden – auch die kleine Holzfigur Pinocchio hat ihre Ursprünge in der Toskana: Pinocchio wurde ursprünglich von Carlo Collodi erfunden, einem Schriftsteller aus Florenz. Im Jahre 1883 schrieb er das Buch „The Adventures of Pinocchio“. 1940 wurde die Geschichte von Disney animiert und erlangte so ihre weltweite Berühmtheit.

... es nicht nur einen schiefen Turm von Pisa gibt?

Auch wenn es DER Schiefe Turm von Pisa zur weltweiten Berühmtheit gebracht hat – er ist nicht der einzige schiefe Turm in Pisa. So haben beispielsweise die Glockentürme der Kirchen San Michele degli Scalzi und San Nicola ebenfalls eine leichte Schieflage.

... Florenz die erste Stadt mit gepflasterten Straßen war?

Was für uns heute eine Selbstverständlichkeit ist, war damals eine kleine Sensation: Im Jahre 1339 war Florenz die erste Stadt in ganz Europa mit gepflasterten Straßen.

... die Toskana vor Kunst und Kultur nur so strotzt?

Toskana war Inspiration und Muße für zahlreiche Künstler. Das zeigt sich auch in den UNESCO-Welterbestätten: In der Toskana gibt es mehr Sehenswürdigkeiten, die zum UNESCO-Welterbe gehören, als bspw. in ganz Argentinien, Südafrika oder Australien. Und auch in Ägypten gibt es zahlenmäßig nur eine von der UNESCO ausgezeichnete Sehenswürdigkeit mehr.

... in der Toskana die drittgrößte Kirche der Welt steht?

Und zwar die Kathedrale Santa Maria del Fiore in Florenz. Sie ist die größte Kirche in Florenz und drittgrößte Kirche der Welt. Größer sind nur der Petersdom in Rom und die St Paul’s Cathedral in London.

» Die besten Sehenswürdigkeiten in der Toskana

» Mehr spannende DuMont Reise News

Von Dorothea Neu

© Shaiith, iStock.com Sonnenuntergang in der Toskana.
10 Bücher, die Ihre Reisesehnsucht wecken https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/10-buecher-die-ihre-reisesehnsucht-wecken.html Solveig Michelsen 4709 20161216T111500 Bücher können keine Reisen ersetzen. Aber sie können eine unbändige Sehnsucht danach auslösen, selbst fortzufahren und sich all den Dingen zu stellen, die eine Reise vom Urlaub unterscheiden. Dabei kommt es weniger auf das Ziel als auf die ganz eigene Perspektive an. So wie Marcel Proust es ausdrückte: „Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, dass man neue Landschaften sucht, sondern dass man mit neuen Augen sieht.“ Wir stellen zehn Bücher vor, bei denen dies meisterhaft gelungen ist.

Cees Noteboom: Die Kunst des Reisens

Cees Noteboom ist ein gewichtiger Autor. Trotzdem schreibt er leicht und fließend, den Blick auf scheinbar Nebensächliches lenkend. Der Leser folgt seinem beschreibenden Blick, der Autor wählt die Details für ihn aus, lenkt sanft und philosophiert damit, ohne übermäßig zu reflektieren. Als wäre das nicht genug, bereichern die tiefgehenden Fotografien Eddy Posthuma de Boers den literarischen Text um eine optische Komponente, die aus dem Buch einen wahren Glücksfall machen. Was für den Autor den Charme des Reisens ausmacht? „Dass sämtliche Erhaltungssysteme, über die man normalerweise verfügt, versagen. Man wird zu dem, was man wirklich ist ...“

Joachim Otte, Rainer Groothuis (Hrsg.): Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben

Mit diesem Tucholsky-Zitat betitelt sich eine Anthologie von rund 60 namhaften Autorinnen und Autoren. Auf völlig unterschiedliche Art und Weise führen sie die Leser an Städte und Metropolen heran. Subjektiv, voreingenommen und meist treffend in ihren Beschreibungen. Auch wenn Brigitte Kronauer schreibt: „Ich versage im Grunde genommen schriftstellerisch vor den Fußgängerzonen.“, ist es auch oder gerade im Banalen eine Freude, den Betrachtungen der Literaten zu folgen, den Blickwinkel zu wechseln und den Fokus zu schärfen.

Jack Kerouac: Unterwegs

„Unterwegs“ heißt der deutsche Titel des amerikanischen Klassikers „On the road“. 1957 erschienen, gilt er als Wegbereiter aller folgenden Road Novels und formte für alle Rast- und Ruhelosen erstmals einen eigenen literarischen Sound. Die so genannte Beat Generation lebte unkonventionell, chaotisch und kreativ, aber auch getrieben, berauscht und besessen. Diese Zutaten machen den Roman auch 60 Jahre nach seiner Entstehung noch lesenswert. Doch Vorsicht, das Suchtpotenzial ist dabei nicht zu unterschätzen!

Bruce Chatwin: Traumpfade

Ebenfalls ein Klassiker der Reiseliteratur ist Bruce Chatwins wohl bekanntestes Buch, auf Englisch „The Songlines“. Neben den Songlines der Aborigines philosophiert Chatwin darin über das Nomadentum und seine Qualitäten und schaffte es, in knappen, kurz skizzierten Anekdoten die schillerndsten Charaktere vor dem inneren Auge der Leser lebendig werden zu lassen. Interessant ist auch der Aufbau: Zwischendurch finden sich viele Zitate und gesammelte Gedanken Chatwins, eine wahre Fundgrube an Aphorismen. Wer es sich zutraut, sollte das Buch unbedingt im englischen Original lesen.

Zé do Rock: Fom Winde ferfeelt

Oder „welt-strolch macht links-shreibreform“. Der brasilianische Weltenbummler Zé do Rock erlebt nicht nur auf Reisen so manches Missgeschick, sondern muss sich auch noch über die deutsche Sprache so ärgern, dass er schrittweise eine neue Kunstsprache erfindet ein „ferainfactes Doitsh“. Was zur Folge hat, dass man das letzte Kapitel wirklich erst dann lesen kann, wenn man alle vorherigen durchgearbeitet hat. Ein durch und durch origineller Reisebericht.

Tiziano Terzani: Fliegen ohne Flügel

Tiziano Terzani, Asienkorrespondent für den Spiegel, entscheidet sich, die Warnung eines chinesischen Wahrsagers ernst zu nehmen und verzichtet in Folge ein Jahr lang auf Flugreisen – was nicht nur seine Arbeit deutlich erschwert, sondern auch die Perspektive verändert. Besonders unterhaltsam ist das parallel laufende Experiment: In jeder asiatischen Stadt, in der er landet, sucht er einen bekannten Wahrsager, Astrologen oder Seher auf, um sich seine Zukunft voraussagen zu lassen. Bei einer solchen Häufung an prophezeienden Erlebnissen lassen sich amüsante Vergleiche anstellen, Scharlatane entlarven – und nebenbei kann man eine Menge über Asien lernen.

Jan Weiler: In meinem kleinen Land

Jan Weiler, der (Bestseller-)Autor von „Maria, ihm schmeckt's nicht“, tourt auf seiner neunmonatigen Lesereise durch Deutschland. Und bringt aus jedem noch so kleinen Ort eine amüsante Geschichte mit – unter anderem aus Borgholzhausen „wo die Züge bremsen, indem sie einer Kuh gegen das pralle Euter fahren“. Das ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern macht auch große Lust, das eigene Land (neu) zu entdecken. Reiseerlebnisse gibt es schließlich gleich vor der Haustüre, da braucht es keine Fernreisen.

Johannes Klaus (Hrsg.): The Travel Episodes

„Geschichten von Fernweh und Freiheit“ heißt es im Untertitel der Travel Episodes, die mittlerweile schon als Bände I bis II zu haben sind. Im Mittelpunkt stehen erlebte Abenteuer aus nur wenig bereisten Ländern wie Somalia, Bangladesch und Pakistan. Nicht jede Reise lädt zum Nachmachen ein, denn die unterschiedlichen Autoren – allesamt aktive Reiseblogger – beschönigen nichts, poetisieren nur gelegentlich. Das macht die Episoden doppelt lesenswert: Völlig entspannt kann man auf dem Sofa pakistanische Grenzkontrollen überstehen, sich zu den „Menschenfressern“ aufmachen und dem gelebten Fernweh hingeben.

Hape Kerkerling: Ich bin dann mal weg

Der Jakobsweg ist schon hundertfach beschrieben worden. Warum also ist dieses Buch zum Bestseller geworden? Natürlich liegt es zum einen am Autor, dem bekannten Komiker und Moderator. Seinem Ruf wird er auch beim Schreiben gerecht: Mit einem feinen Gespür für die komischen Momente, viel Selbstironie und absoluter Ehrlichkeit beschreibt Hape Kerkerling den Durchschnittspilger mit seinen Sorgen und Nöten entlang des Wegs. Dass er sich selbst dabei nicht ausschließt, macht den Bericht umso glaubwürdiger und lesenswerter.

Jon Krakauer: In die Wildnis

Mehr Aussteiger- als Reisebuch nimmt uns dieser bewegende Bericht mit auf das Abenteuer eines jungen Mannes, der es sich zum Ziel gesetzt hat, allein in der Wildnis Alaskas zu überleben. Wie fatal dort kleinste Fehler sein können, kennt man von den Erzählungen Jack Londons. Doch Krakauer taucht noch tiefer in die Gedankenwelt seines Protagonisten ein und lässt die Leser verstehen, staunen und, ja, auch mitleiden.

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von Solveig Michelsen

© blnd, iStock Bücher können eine unbändige Sehnsucht danach auslösen, selbst fortzufahren.
Myanmar verweist Tourist mit Buddha-Tattoo des Landes https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/myanmar-verweist-tourist-mit-buddha-tattoo-des-landes.html Hannah Sommer 4708 20161128T004300 Hierzulande gelten Buddha-Tattoos als trendiger Körperschmuck – der religiöse Aspekt spielt für viele Träger jedoch eine untergeordnete bis gar keine Rolle. Anders sieht es in buddhistischen Ländern wie Myanmar aus.

Erneut ist ein Tourist aufgrund einer Buddha-Tätowierung in Myanmar des Landes verwiesen worden. Im Norden des Landes riefen Einwohner die Polizei, nachdem sie ein Tattoo auf dem Bein eines Besuchers aus Italien entdeckten und dieses als religiöse Beleidigung auffassten.

Es drohen empfindliche Strafen

Dem 34-Jährigen blieb keine andere Wahl, als das Land zu verlassen. Wer dort buddhistische Symbole ohne religiösen Hintergrund zur Schau stellt, muss sich dem Vorwurf der Religionsbeleidigung stellen. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein Mann aus Neuseeland zu zehn Monaten Zwangsarbeit in einem Gefängnis verurteilt. Er hatte ein Buddha-Foto zu Werbezwecken genutzt – darauf trug der Religionsstifter Kopfhörer.

Vorsicht ist geboten

Was viele Touristen nicht wissen: Auch in Ländern wie Thailand oder Sri Lanka sind buddhistische Tattoos nicht gern gesehen. Die Symbole, dazu zählt im Übrigen auch die Lotusblüte, haben religiösen Anhängern zufolge nichts auf der als unrein empfundenen Haut zu suchen. Daher sollten Reisende ihre Tätowierungen aus Respekt gegenüber den Bürgern verdecken. Ebenfalls ungern gesehen sind buddhistische Symbole auf der Kleidung sowie Dekorationsstücke – auch wenn diese überall angeboten werden.

© Thinkstock Im buddhistisch geprägten Myanmar gilt die Darstellung von Buddha als heilig.
Thailandurlaub: Besonderheiten nach dem Tod von König Bhumibol https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/thailandurlaub-besonderheiten-nach-dem-tod-von-koenig-bhumibol.html Solveig Michelsen 4655 20161110T164000 Nach dem Tod von König Bhumibol Adulyadej herrscht in Thailand nach wie vor Staatstrauer. Viele Events und Konzerte wurden abgesagt, Geschäfte geschlossen. Auch Touristen wird empfohlen, sich angemessen zu kleiden. Dafür können nationale Museen und Tempel bis Ende Januar 2017 kostenlos besichtigt werden.

Die einjährige Staatstrauer, die in Thailand nach dem Tod des Königs Bhumibol ausgerufen wurde, bleibt auch für Touristen nicht ohne Folgen. Das Veranstaltungsverbot der ersten 30 Tage wird ab 14. November 2016 allerdings wieder gelockert, sodass die meisten Events und Konzerte ab diesem Zeitpunkt wieder stattfinden – oder nur etwas verschoben werden. Genaue Informationen zu den einzelnen Ereignissen finden sich auf der Webseite der Tourismusbehörde “Tourism Authority of Thailand (TAT)”.

Um ausländische Besucher nicht abzuschrecken, sondern einzuladen, sich gerade jetzt mit der thailändischen Kultur vertraut zu machen, können nationale Museen sowie historische Parks und Tempel bis einschließlich 31. Januar 2017 kostenlos besichtigt werden. Touristen werden aber angehalten, die Trauer der Bevölkerung zu respektieren und sich ebenfalls angemessen zu kleiden: Das bedeutet bedeckte Schultern und mindestens knielange Röcke oder Hosen. Die thailändische Bevölkerung selbst trägt zum Zeichen ihrer Trauer Kleidung in den Farben schwarz und weiß. Witze über den verstorbenen König oder geäußertes Unverständnis für die Art der Trauerbewältigung werden in Thailand nicht nur als höchst unangemessen empfunden, sondern auch mit hohen (Gefängnis-)Strafen belegt.

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von Solveig Michelsen

© Beboy_ltd, iStock Bis Ende Januar 2017 können zahlreiche Tempel, Museen und Parks kostenlos besichtigt werden.
Tipps für alleinreisende Frauen https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/tipps-fuer-alleinreisende-frauen.html Jonathan Berg 4646 20161205T001200 Als Frau allein in den Urlaub zu fahren, erfordert Selbstvertrauen und auch ein wenig Mut. Tatsächlich ist eine Solo-Reise eine herrliche Erfahrung, wenn Sie vor und während Ihres Urlaubs ein paar einfache Tipps beherzigen.

Frauen haben vor einem Single-Abenteuer oft mit Zweifeln zu kämpfen. Doch ein Urlaub allein lohnt sich. Wer allein unterwegs ist, erlebt mehr. Gerade, weil keine Kompromisse eingegangen werden müssen. Alleinreisende sind frei, unabhängig und können ihren Urlaub nach dem eigenen Rhythmus gestalten.

Allein reisen heißt nicht einsam sein

Frauen, die zum ersten Mal allein verreisen möchten, sollten sich überlegen, mit wie viel Zeit für sich sie umgehen können. In weniger erschlossenen Gebieten findet man möglicherweise nur kaum Anschluss. Auch sprachliche Schwierigkeiten oder kulturelle Differenzen können Heimwehattacken auslösen.

Für die erste Alleinreise bieten sich insbesondere europäische Ziele an. Denn hier ist der Kulturschock wesentlich geringer als zum Beispiel in asiatischen Ländern wie China oder Indien. Überlegen Sie vor Reiseantritt genau, worauf Sie bei Ihrer Reise besonderen Wert legen. Ob Hostel, Hotel oder einsame Berghütte – jede Unterkunft bietet ein anderes Maß an Ruhe und Gemeinschaft.

Risiken minimieren

Prinzipiell ist ein Urlaub für Single-Frauen in touristisch gut erschlossenen Regionen wie der Toskana oder Madeira weniger risikoreich als etwa im Nahen Osten.

Alleinreisende Frauen sollten sich zudem über die gesellschaftliche Rolle der Frau im jeweiligen Urlaubsland, die politische Lage vor Ort, die Kriminalitätsrate sowie das Risiko von Naturkatastrophen informieren. Das Auswärtige Amt bietet hierbei einen ausführlichen und aktuellen Überblick. So können zwar keine Risiken ganz ausgeschlossen, zumindest aber vorab gründlich abgewägt werden.

Aufdringlichkeiten sofort abwehren

Wer allein reist, muss auch „Nein“ sagen können. Wehren Sie sich selbstbewusst gegen ungewollte Aufmerksamkeiten und beziehen Sie in unangenehmen Situationen auch Ihr Umfeld, etwa durch lautes Rufen, mit ein. Machen Sie sich vor der Reise bewusst, welche kulturellen Unterschiede das Reiseziel prägen. So ist das Einhalten von Kleiderordnungen und Kopfbedeckungen mitunter nicht nur in muslimischen Ländern wichtiger Bestandteil eines ungetrübten Aufenthalts.

Allgemein gilt: Es gibt keine Ziele, die Sie nicht alleine bereisen können. Frauen, die erst wenig Erfahrungen damit gesammelt haben, sollten jedoch zunächst etwas konservativer planen. Hören Sie in sich hinein, bevor Sie Ihre Solo-Reise starten. Ein etwas mulmiges Gefühl vor einem Urlaub ist ganz normal. Wenn Sie großes Unbehagen oder echte Angst verspüren, sind Sie vielleicht noch nicht so weit.

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Von Jonathan Berg

Alleinreisende Frauen sollten ihren Urlaub gut planen © Thinkstock
10 ausgefallene Reiseblogs – von Film- bis Luxusreisen https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/10-ausgefallene-reiseblogs-von-film-bis-luxusreisen.html Solveig Michelsen 4612 20161121T164100 Reiseblogs gibt es beinahe so viele wie Autos in einer Stadt. Schließlich hat die Reisesehnsucht die meisten schon mal gepackt. Bei manchen entwickelt sie ganz besondere Züge. Und das ist gut so. So bekommen wir immer wieder originelle Reiseberichte zu lesen, abseits des Mainstreams. Bei einigen davon haben wir genauer hingesehen.

Reisen zu Drehorten: filmtourismus.de

„Die Welt der Drehorte“ verspricht der Blog filmtourismus.de in ansprechendem Design – und das nicht zu knapp: Über 300 Filme und Serien wurden mit detaillierten Drehortinfos versehen und bebloggt. Durchsuchen kann man das Archiv wahlweise nach Filmen oder nach Orten – alphabetisch oder auf der Karte. Auch werden aktuelle Produktionen behandelt, Buchtipps gegeben sowie Reiseveranstalter mit Filmreisen vorgestellt. Ein rundes Sammelsurium rund um eine Drehort-Leidenschaft.

Outdoor und Sport: lebedraussen.de

Mountainbiken am Loch Ness, Angeln in Norwegen oder Kanuwandern im Saarland – Bianca, Gade, die Autorin des Outdoor-Reiseblogs lebedraussen.de, hat viel zu erzählen. Die Berichte lassen sich nach Sportart oder alternativ nach Reiseland suchen. Allgemeine Empfehlungen, Testberichte, Interviews und Reflexionen runden den Aktiv-Blog ab.

Reisen mit Hund: hunde-reisen-mehr.com

Der Name des Blogs gibt zunächst Rätsel auf: Warum reisen Hunde mehr (als Menschen)? Dabei geht es hier nur um eine Zusammenfassung der Thematik: Um Hunde, Reisen und mehr soll es in dem Blog von Martina Züngel-Hein gehen. Das ist ihr auch gut gelungen. Neben Reiseberichten mit Schwerpunkt im Norden Deutschlands finden sich auch ausführliche Hotel- und Produkttests. Nur schade, dass sich die Artikel nur etwas umständlich auffinden lassen.

Poetische Reiseerfahrungen: weltreisender.in

„Reisen, um vom Leben zu erzählen“ lautet der Untertitel zu diesem Blog. Markus Steiner ist als Poet unterwegs und berichtet in literarischen Bildern von seinen Begegnungen und Erlebnissen. Auch die Fotografien haben atmosphärischen Charakter und ziehen den Leser hinein in die oft philosophischen Geschichten – Reiseberichte jenseits aller oberflächlichen Erlebnisschilderungen.

Alleinreisende Frauen: pinkcompass.de

Von der Packliste für Frauen über Weltenbummeln ab 40 bis hin zu Sicherheitsbedenken und Reintegration nach der großen Reise – alle Fragen, die frau rund ums Globetrotten haben kann, werden beantwortet. Natürlich gibt es auch klassische Reiseberichte von unterwegs. Die ehemalige Kinderkrankenschwester Carina ist seit vielen Jahren unterwegs und gerät darüber immer noch ins Schwärmen.

Kreuzfahrten: fernwehblog.net

Als „reisesüchtiger DJ mit einem ausgeprägten Hang zu Kreuzfahrten“ bezeichnet sich der Autor des Fernwehblogs. Über 50 ausführliche Berichte und Ratgeber findet der Interessierte auf seiner Seite – von „Arbeiten auf einem Kreuzschiff“ bis hin zu „Flitterwochen für jeden Geldbeutel“. Daneben wird aber auch von „normalen“ Reisen und Pauschalurlauben berichtet – mit überwiegendem Bildanteil.

Welt- und Langzeitreisen: rapunzel-will-raus.ch

30 Urlaubstage plus ein paar Überstunden – vielen Menschen reicht dies nicht mehr aus. Wer sich auf eine Langzeitreise aufmachen möchte, sollte unbedingt bei Sarah Althaus alias Rapunzel vorbeischauen: Hier gibt es eine Anleitung für Weltreisen mit sämtlichen dafür benötigten Infos: Finanzierbarkeit, Administratives, Technisches und Ausrüstung. Das „Warum“ wird natürlich auch beantwortet.

Luxuriöse Yoga-Reisen: follow-your-trolley.com

Flashpacking ist die Bezeichnung für Backpacking im gehobenen Stil. Jeanette Fuchs ist mit ihrem Blog Follow your trolley auf ebendiese Weise unterwegs und erkundet Yoga Retreats, Kraftorte, Inseln und „Urban Spots“, sprich Städte. Schon das Vokabular – Hideaways, Private Retreats und Boutique Hotels – verrät, dass es sich hier um eine gehobene Art des Reisens handelt, man für die Geheimtipps also etwas Kleingeld mitbringen sollte. Auch die besten Adressen für Yoga Retreats werden verraten.

Nachhaltiges Reisen mit der Familie: reisemeisterei.de

Dass auch mit Kind(ern) das Fernweh gelebt werden kann, zeigt der Familienreiseblog reisemeisterei.de. Besonderes Augenmerk wird hier auf Nachhaltigkeit gelegt – eine gelungene Kombination. Die Artikel mit Schwerpunkt Europa sind gut sortiert und humorvoll geschrieben. Ratgeber für das Reisen mit (Klein-)Kindern kommen auch nicht zu kurz.

Fliegen und Schlafen auf Reisen: reise-wahnsinn.de

„Aviation Geek“ nennt sich Blogger Ingo Busch, der auf seinen Reisen natürlich auch schlafen möchte – möglichst erholsam. So vereint er diese beiden Themen unter reise-wahnsinn.de und berichtet von seinen Erlebnissen mit Fluggesellschaften und Hotels – ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Unter den praktischen Tipps rund ums Reisen und Fliegen finden sich einige besonders originelle.

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von Solveig Michelsen

© Bart Sadowski, iStock Amüsant und informativ: Blogs über die besondere Art zu reisen
So meistern Sie sämtliche Sprachbarrieren im Ausland https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/so-meistern-sie-saemtliche-sprachbarrieren-im-ausland.html Solveig Michelsen 4587 20161009T215900 Sie sprechen Englisch? Sehr gut, damit kommt man schon sehr weit auf Reisen. Trotzdem gibt es zahlreiche Länder, in denen sämtliche europäischen Sprachen nichts nützen. Weil man komplexe oder sehr konkrete Dinge aber auch schlecht mit Händen und Füßen erklären kann, hier unsere Tipps für den Umgang mit großen sprachlichen Hürden.

Der Zettel-Trick

Chinesische oder arabische Schriftzeichen lassen sich nun einmal schlecht mit einem europäischen Namen abgleichen. Bevor Sie also einen ganzen Urlaubstag in die Hotel- oder Sehenswürdigkeitensuche investieren, lassen Sie sich den gewünschten Ort vorher auf einen Zettel schreiben. Damit funktioniert der Abgleich besser – und es beugt auch Missverständnissen zum Beispiel bei der Taxifahrt vor. Funktioniert natürlich ebenso mit einem Handy-Foto, das bei Gelegenheit dann gezückt werden kann. Achten Sie auch beim Kauf des Reiseführers darauf, dass sämtliche Orte zweisprachig erwähnt werden!

Übersetzungsprogramme

Google Translate gibt’s zum Glück auch als kostenlose App und lässt sich damit auch offline bedienen. Zumindest bei 52 von 103 Sprachen. Für 29 Sprachen gibt es sogar eine Bild-Funktion: Gewünschten Text einfach fotografieren, und schon bekommt man das übersetzte Ergebnis. Das – zugegeben – oft ein rechter Kauderwelsch ist, aber in den meisten Fällen schon ein gehöriges Stück weiterhilft. Besonders, wenn man die Worte einzeln eingibt.

Point it

Im Restaurant, beim Arzt oder in der Werkstatt in China: Ihnen fehlt das nötige Vokabular und Google Translate ist einfach zu mühsam oder der Akku leer? Dafür gibt es das bestens durchdachte Reisehandbuch „Point it“, das aus lauter Bildern besteht, die thematisch aufgebaut sind. Zeigen Sie einfach auf das von Ihnen gewünschte Objekt – das anvisierte Transportmittel, die erhoffte Speise oder die gewünschte Hotelausstattung. Bilder sind universal verständlich!

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von Solveig Michelsen

© Mountains Creative, iStock Mit ein paar Tricks können Sie große Sprachbarrieren im Ausland spielend überwinden.
Einfache Rezepte für nachhaltiges Reisen https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/einfache-rezepte-fuer-nachhaltiges-reisen.html Solveig Michelsen 4564 20160916T054200 Nachhaltigkeit ist eines der am häufigsten missverstandenen Schlagworte unserer Zeit. Besonders in Bezug auf Reisen. Denn umwelt- und sozialverträgliches Reisen bedeutet nicht, auf Komfort zu verzichten oder gar tief in die Tasche greifen zu müssen. Mit ein paar einfachen „Rezepten“ sichern Sie sich ein gutes Gewissen – und beweisen Verantwortung der bereisten Region und der nächsten Generation gegenüber.

Sozial gerecht, kulturell angepasst und ökologisch tragfähig soll das Reisen sein. Puh, eine ganz schöne Menge Anforderungen. Zum Glück gibt es inzwischen einige Reiseanbieter, die auf die Erfüllung nachstehender Kriterien achten, sodass einem die Überprüfung jedes einzelnen Punkts erspart bleibt. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, was nachhaltiges Reisen überhaupt ausmacht. Und warum es immer wichtiger wird.

Nachhaltig anreisen

Egal wie umweltbewusst Sie leben – eine einzige Flugreise wird Ihnen den ökologischen Fußabdruck wieder zunichte machen. Oberste Priorität ist es deshalb, auf Fernreisen zu verzichten und die näheren Regionen zu erkunden. Wer auf ferne Ziele nicht verzichten möchte, sollte auf ein angemessenes Verhältnis von der Anreise zur Urlaubsdauer achten (also möglichst lange im Urlaub bleiben!) und einen klimatischen Ausgleich für die Flugreise in Betracht ziehen. Die gemeinnützige Klimaschutzorganisation Atmosfair bietet zum Beispiel eine unkomplizierte Kompensation der CO2-Emissionen an: Für einen Flug oder eine Kreuzfahrt werden die verursachten CO2-Belastungen berechnet, die dann anschließend als Geldwert gespendet werden können – an ein Klimaschutzprojekt, das diesen Wert wieder hereinholt.

Umweltverträgliche Unterkunft aussuchen

Wann ist eine Unterkunft umweltverträglich? Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Für eine Beurteilung sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Ist die Unterkunft in ihrer Größe der Region angemessen, sprich stimmt das Verhältnis von Einwohnern zu Touristenbetten? Fügt sie sich harmonisch ins Landschaftsbild ein? Wurde sie unter ökologischen Gesichtspunkten errichtet? Wird sie sozialverträglich betrieben, sprich herrschen dort faire Arbeitsbedingungen? Nutzt die Unterkunft lokale Dienstleister und regionale Produkte? Wird auch beim Essen Wert auf hochwertige und fair gehandelte Ware gelegt? Nicht immer können Sie alles selbst beantworten, weshalb es auch hier Auszeichnungen unterschiedlichster Art gibt, die Ihnen das richtige Hotel aufzeigen können. Aber Vorsicht: Auch hier gibt es schwarze Schafe, die sich unter einem grünen Deckmantel ökologische Unbedenklichkeit bescheinigen lassen und doch nur den Schein wahren wollen. Da die Seriosität mancher Nachhaltigkeitslabels schwer einzuschätzen ist, sollten Sie sich an die etablierten Siegel halten, zum Beispiel das Green-Key-Zertifikat, die Zertifizierung ISO 14001 oder das Label Biosphere. Hilfe im Dschungel der grünen Unterkünfte bietet die Webseite www.bookdifferent.com.

Auf faire Arbeitsbedingungen achten

Nicht immer können Sie als Gast die Arbeitsbedingungen in einer Unterkunft wirklich beurteilen. Doch ein Gradmesser ist die allgemeine Stimmung unter der Belegschaft: Wird hier respektvoll, freundlich und freudig miteinander umgegangen? Falls nicht, mag dies ein Indiz für schlechte Arbeitsbedingungen sein. Denn Unmut wird zumeist von oben nach unten weitergereicht und lässt sich nur schwer hinter einer Maske verstecken. Vertrauen Sie hier Ihrem Bauchgefühl und fragen Sie ruhig einmal nach, ob die Mitarbeiter mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden sind. Für eine objektive Einschätzung müssen Sie sich in dem Punkt wieder auf eines der Zertifizierung-Labels verlassen.

Lokale Dienstleistungen nutzen

Nicht nur das Hotel selbst, auch Sie als Gast sollten anstreben, Dienstleistungen vor Ort zu nutzen. Taxifahrer, Barkeeper und Reiseleiter sind oftmals auf die touristischen Einnahmen angewiesen und möchten auch von den Besuchern ihrer Region profitieren. Natürlich steht Ihr eigenes Bedürfnis hier im Vordergrund, doch lohnt sich manchmal ein Gedanke über Alternativen: Kaufe ich eine Dienstleistung von einer florierenden Hotelkette oder gebe ich lieber dem lokalen Händler den Zuschlag? Auch hier können Sie mit wenig Aufwand Ihre Bequemlichkeit überwinden und für einzelne Menschen einen großen Unterschied machen.

Sportliche Aktivitäten der Umgebung anpassen

Die sportlichen Aktivitäten im Urlaub sollten der Umgebung angepasst werden, das heißt Jetskifahren in Mangrovenwälden oder Skifahren in Dubai sollten gar nicht erst in Betracht gezogen werden. Zu viel Energie und Ressourcen werden für die Schaffung solch künstlicher Fun-Sportarten verwendet. In die Wüste fährt man doch auch, um die Einzigartigkeit der Landschaft kennen zu lernen – da kann man ruhig mal für die Dauer des Urlaubs aufs Skifahren und Golfspielen verzichten. Selbst der Angeber-Faktor („Hey, ich war Skifahren in Dubai …!“) hält sich in Grenzen, wird man auf sein umweltschädliches Handeln angesprochen.

Nur tierfreundliche Ausflüge buchen

Delfin-Schwimmen in Ägypten, Elefanten-Reiten in Thailand – das alles klingt exotisch und nach einmaligem Abenteuer. Nur: Wissen Sie, ob es den Tieren dabei gut geht? Delfine werden in ihren Ruhe- und Rückzugsgebieten „überfallen“, damit Touristen eine faire Chance bekommen, mit ihnen zu schwimmen, bevor sie sich aus dem Staub machen. Und Elefanten werden in Gefangenschaft gehalten und gewaltsam abgerichtet, um den menschlichen Bedürfnissen zu genügen. Selbst wenn in einem Camp liebevoll mit den Tieren umgegangen wird – angekettet und ihrer Freiheit beraubt fühlt sich keines der intelligenten Tiere wohl. Wer auf eine Begegnung mit den Rüsseltieren nicht verzichten möchte, sollte sich lieber eines der Elefanten-Schutzgebiete aussuchen, in denen ehemalige Arbeitstiere in Frieden leben dürfen. Diese lassen allerdings nur wenige Menschen zu Besuch kommen und bewegen sich im hochpreisigen Segment.

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von Solveig Michelsen

weitere Informationen:

ein Verband von kleinen und mittelständischen ökologischen Reiseanbietern: www.forumandersreisen.de

Reisemagazin mit Tipps für klimaschonenden Urlaub: www.wirsindanderswo.de

© 4FR, iStock Auch das gehört zum nachhaltigen Reisen: Achten auf artgerechte Haltung der Tiere.
Die lebenswertesten Städte weltweit https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/die-lebenswertesten-staedte-weltweit.html Solveig Michelsen 4563 20160904T003300 Mit Reisestudien ist es so eine Sache: Je nach Kriterien gewinnt mal der eine, mal der andere Ort. Genau so ist es auch mit den angeblich lebenswertesten Städten der Welt. Je nach Auftraggeber der Studie variiert auch das Ranking. Trotzdem schaffen es manche Metropolen unter alle Top Ten. Da muss ja doch was dran sein ...

Das britische Wirtschaftsmagazin The Economist hat auch dieses Jahr wieder die Lebensqualität in Großstädten auf der ganzen Welt unter die Lupe genommen. Aus den Kriterien Gesundheitsversorgung, politische Stabilität, Infrastruktur, Kultur und Bildung wird dabei folgendes Ranking berechnet:

1. Melbourne

2. Wien

3. Vancouver

4. Toronto

5. Calgary

6. Adelaide

7. Perth

8. Auckland

9. Helsinki

10. Hamburg

Sehr auffällig ist hier die australisch-kanadische Häufung.

Das Schweizer Beratungsunternehmen Mercer legt bei ihrem Ranking viel Wert auf die persönliche Sicherheit und kommt zu folgendem Schluss:

1. Wien

2. Zürich

3. Auckland

4. München

5. Vancouver

6. Düsseldorf

7. Frankfurt

8. Genf

9. Kopenhagen

10. Sydney

Das britische Magazin Monocle zieht dagegen Faktoren wie Kriminalität, Gesundheitsversorgung, Natur, Möglichkeiten für Kinder und die Flexibilität der öffentlichen Verkehrsmittel in seine Berechnungen mit ein und kommt auf folgende Hitliste:

1. Tokio

2. Berlin

3. Wien

4. Kopenhagen

5. München

6. Melbourne

7. Fukoka

8. Sydney

9. Kyoto

10. Stockholm

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von Solveig Michelsen

© pressdigital, iStock Bei fast allen Rankings unter den Top Ten der lebenswertesten Städte: Wien
Island limitiert Airbnb-Angebote https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/island-limitiert-airbnb-angebote.html Solveig Michelsen 4558 20160908T054500 Alle wollen nach Island, das Geschäft mit dem Tourismus explodiert – zum Leidwesen mancher Einwohner, die kaum mehr bezahlbaren Wohnraum finden. Erst kürzlich wurde deshalb ein neues Gesetz verabschiedet, das die private Vermietung durch Airbnb auf 90 Tage im Jahre limitiert.

Im Jahr 2015 zählte die Insel 1,3 Millionen Touristen – das sind vier Mal so viel wie Einwohner. Nach der Fußball-Europameisterschaft hat Island an Attraktivität noch gewonnen, die Gäste-Zahlen für 2016 und die kommenden Jahre werden ungleich höher ausfallen. Die Folge: Immer mehr Wohnungen werden privat vermietet – eine willkommene Einkommensquelle. Aber immer wenig Einwohner finden dadurch noch bezahlbaren Wohnraum. Vor allem in der Hauptstadt Reykjavik ist dieser Mangelware.

Aus diesem Grund ist ein neues Gesetz verabschiedet worden, das eine steuerfreie Vermietung durch Airbnb auf 90 Tage bzw. 1 Million Isländische Kronen (rund 7.600 Euro) im Jahr beschränkt. Wird diese Grenze unangemeldet überschritten, drohen Strafen zwischen 10.000 und 1 Millionen ISK. Nicht nur die Hauptstadt, auch kleinere Orte wie zum Beispiel Vík í Mýrdal sollen damit für Einheimische wieder bezahlbarer werden. Der südlichste Ort Islands zählte zuletzt 1300 Touristenbetten auf 300 Einwohner.

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von Solveig Michelsen

© HannamariaH, iStock Nicht nur in der Hauptstadt Islands ist der Wohnraum knapp geworden.
Mit „Buch an Bord“ mehr Freigepäck bei Condor https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/mit-buch-an-bord-mehr-freigepaeck-bei-condor.html Solveig Michelsen 4528 20160718T000100 Nehmen Sie Bücher mit auf die Flugreise diesen Sommer? Dann dürfen Sie bei Condor ein extra Kilo mit in den Urlaub nehmen. Voraussetzung ist nur ein kleiner Aufkleber „Buch an Bord“, der Ihr Gepäck schmücken muss. Mit dieser Aktion will Condor zusammen mit der deutschen Buchbranche einen zusätzlichen Leseanreiz geben.

Die zulässige Gewichtsobergrenze beim Fluggepäck ist schnell erreicht, da müssen schwere Gegenstände oft mal zu Hause bleiben – zum Beispiel Bücher. Schade, finden der deutsche Buchhandel und Condor und haben die Initiative „Buch an Bord“ ins Leben gerufen. Mit einem gleich lautenden Aufkleber, der in stationären Buchhandlungen bundesweit erhältlich ist, darf vom 1. Juli bis zum 31. August 2016 das Limit beim Fluggepäck nun um ein Kilo überschritten werden – alles um des Lesestoffs Willen.

Denn wo lässt es sich genüsslicher lesen als im Urlaub, im Liegestuhl oder schon bei der Anreise im Flugzeug? Lokalen Autorinnen oder regionale Schriftsteller stimmen auf die Atmosphäre eines Landes jenseits aller touristischen Klischees ein und bringen den Leser meilenweit weg vom Alltag. Also, schnell zur nächsten Buchhandlung laufen und Aufkleber für den Urlaub sichern!

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Guten Flug wünscht Solveig Michelsen

© mihtiander, iStock Lesen im Urlaub ist ein besonderer Genuss.
Rom zerfällt – bitte spenden! https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/rom-zerfaellt-bitte-spenden.html Solveig Michelsen 4527 20160716T104700 Rom ist eine Schatzkiste aus steinernen Denkmälern, Theatern, Kirchen und Brunnen. Doch diese zerbröckeln langsam – und Rom ist finanziell überfordert. Deshalb wird nun die Öffentlichkeit dazu aufgefordert, für den Erhalt der historischen Bauten zu spenden.

An alle „Dagobert Ducks“ dieser Welt richtete sich der offene Aufruf von Roms ehemaligem Interimsbürgermeister Francesco Paolo Tronca: "Um das historische Erbe unserer Stadt zu erhalten, brauchen wir 500 Millionen Euro." Das hoch verschuldete Rom sieht sich nicht in der Lage, selbst dafür aufzukommen, bangt aber um seine Kulturgüter. 574 archäologische Stätten, fünf historische Plätze sowie 80 Brunnen stehen unter anderem auf der To-do-Liste der notwendigen Sanierungen.

Bislang sind dafür bekannte italienische Modefirmen in die Bresche gesprungen wie zum Beispiel das Unternehmen Fendi, das die Sanierung des berühmten Trevi-Brunnens übernommen hat. Nun sollen auch private Mäzene dazu beitragen, Roms Kulturstätten vor dem Verfall zu bewahren – eine Mammutaufgabe. Roms neue Bürgermeisterin Virginia Raggi hat nicht nur deshalb ein schweres Erbe angetreten.

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© IakovKalinin, iStock Der Schuhhersteller Tod's finanzierte die Restaurierung des Kolosseums.
Neue Kleiderordnung für Angkor Wat https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/neue-kleiderordnung-fuer-angkor-wat.html Solveig Michelsen 4481 20160715T104700 Die Tempelanlage Angkor Wat ist das wichtigste religiöse, kulturelle und architektonische Denkmal Kambodschas, es ist Nationalsymbol für ganz Kambodscha. Da verwundert es kaum, wenn auf skandalöse Nacktfotos in der Anlage scharf reagiert wird: Ab 4. August tritt eine strenge Kleiderordnung in Kraft.

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, sich an heiligen Stätten an die dort herrschenden Regeln zu halten. Trotzdem reizt es manche Touristen immer wieder, an verbotenen Orten Nacktfotos aufzunehmen oder in sehr knapper Kleidung durch Tempel zu spazieren. Kambodschas Regierung hat nach einigen Skandalen nun entsprechend reagiert: Am 4. August 2016 tritt eine verschärfte Kleiderordnung in Kraft, die Besucher*innen mit allzu freizügiger Kleidung wieder nach Hause schickt. Sehr kurze Hosen oder Röcke und rückenfreie T-Shirts sind ab diesem Zeitpunkt tabu. Frauen müssen sogar einen BH tragen, heißt es.

Damit soll ein Mindestmaß an Respekt gegenüber Angkor Wat, dem „heiligen Ort der nationalen und kulturellen Seele“ wiederhergestellt werden, meint Behördensprecher Long Kosal. Touristen, die gerne in ärmellosen T-Shirts oder rückenfreien Tops reisen, sei deshalb ein luftiges Tuch zum Umlegen empfohlen. Das lässt sich in der humiden Hitze gut verkraften und erspart einem moralische Diskussionen.

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© MasterLu, iStock In der Tempelanlage Angkor Wat gilt ab August eine verschärfte Kleiderordnung.
Urlaub während des Ramadan: Was muss ich beachten? https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/urlaub-waehrend-des-ramadan-was-muss-ich-beachten.html Solveig Michelsen 4374 20170526T100700 Haben Sie einen Urlaub in ein muslimisch geprägtes Land geplant? Dann sollten Sie beachten, dass dieses Jahr von 26.Mai bis 24.Juni der Ramadan stattfindet, während dessen tagsüber gefastet wird. Doch was heißt das für Sie als Urlauber?

Planen Sie eine Reise nach Marokko, Tunesien, Ägypten oder in ein anderes islamisch geprägtes Land? Dann sollten Sie sich bewusst sein, dass dieses Jahr der Fastenmonat Ramadan in den frühen Sommer fällt. Das heißt für die vielen Gläubigen: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, in der sie nichts essen oder trinken dürfen, ist besonders lang. Für Sie als Gast in diesem Land heißt es, sich mit möglichst viel Taktgefühl unter den Fastenden zu bewegen. Überlegen Sie also zweimal, ob Essen und Trinken in der Öffentlichkeit angebracht ist – je nach Situation.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist das öffentliche Essen und Trinken sogar bei Strafe verboten – und das auch für Nicht-Muslime! Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass diese Regelung unbedingt eingehalten werden sollte; auch das Rauchen und das Kaugummi-Kauen stehen dort unter Strafe während des Ramadan. Frauen sollten während dieser Zeit möglichst dezente und langärmelige Kleidung tragen, Männer auf das Tragen kurzer Freizeitkleidung verzichten.

In anderen muslimischen Ländern wird dies nicht so streng gehandhabt. Trotzdem muss man wissen, dass viele Restaurants und Imbissbuden nicht geöffnet sind, sodass es außerhalb der touristischen Ferienanlage schwer sein kann, seinen Hunger oder Durst zu stillen.

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© Nikada, iStock In Dubai sind öffentliches Essen und Trinken während des Ramadan auch für Nicht-Muslime verboten.
Private Vermietung von Ferienwohnungen in Berlin verboten https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/private-vermietung-von-ferienwohnungen-in-berlin-verboten.html Solveig Michelsen 4371 20160615T165000 Nun ist es amtlich: Das Berliner Verwaltungsgericht bestätigte das kürzlich erlassene Verbot, in Berlin ganze Wohnungen privat an Touristen zu vermieten. Begründet wurde dies mit dem Zweckentfremdungsverbotsgesetz. Hintergrund ist die zunehmende Wohnungsknappheit in der Hauptstadt, die durch private touristische Vermietungen nicht weiter gesteigert werden soll.

Touristification heißt das Schlagwort, das zu diesem Verbot in Berlin geführt hat: eine Verdrängung der angestammten Bevölkerung aus den attraktiven Vierteln. Denn in keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele inoffizielle Übernachtungsangebote im Verhältnis zur Bewohnerzahl. Auf 5000 neu gebaute Wohnungen (im Jahr 2014) kamen 9500 illegale Ferienapartments. Ein studentisches Projekt der Fachhochschule Potsdam zählte allein auf Airbnb 34.418 privat vermietete Schlafplätze in Berlin. Reiner Wild, der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, bekräftigte: „Gerade in den innerstädtischen Quartieren, wo die Mietpreisentwicklung in den letzten Jahren ohnehin jede Bodenhaftung verloren hat, wird das Angebot durch die Ferienwohnungen zusätzlich verknappt.“ Wohnungssuchende in der Hauptstadt müssen nun also auch noch mit zahlungskräftigen Gästen konkurrieren.

Dem wurde nun ein Riegel vorgeschoben: Wer ohne Ausnahmegenehmigung ganze Wohnungen als Feriendomizil auf Vermietungsportalen einstellt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro. Vier Ferienwohnungsbesitzer, die die Rechtmäßigkeit dieser Regelung gerichtlich angezweifelt hatten, wurden vom Verwaltungsgericht nun in ihre Schranken verwiesen.

Ähnliche Regelungen gelten übrigens in München und Hamburg. Auch hier ist es nicht gestattet, seine Wohnung ohne Genehmigung als Ferienwohnung anzubieten. Erlaubt ist hingegen das Vermieten eines einzelnen Zimmers in der eigenen Wohnung, wenn dieses nicht mehr als die Hälfte der Wohnfläche ausmacht. Weiterhin legal bleibt natürlich auch die kostenlose Unterbringung von Gästen à la Couchsurfing.

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© SeanPavonePhoto, iStock In Berlin darf die Privatwohnung nicht mehr an Touristen vermietet werden.
Urlaubs-Abenteuer Nordkorea https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/urlaubs-abenteuer-nordkorea.html Solveig Michelsen 4289 20160523T101300 Kein Fleckchen Erde, auf dem nicht schon ein Tourist gewesen ist = kein Abenteuer übrig für diese Generation? Weit gefehlt. Den Thrill holen sich Extrem-Reisende heute bei Fahrten in nuklear verseuchte Gebiete oder Orte im Ausnahmezustand. Auch Nordkorea hält einen besonderen „Kick“ für manche bereit, gilt es doch als weltweit restriktivstes politisches System.

Die wenigsten Touristen, die nach Nordkorea reisen, können sich mit dem dortigen politischen System identifizieren – meist ist das Gegenteil der Fall. Was sie dann nach Nordkorea treibt? Die Neugier und der Nervenkitzel. Je wilder die Gerüchte um Dos und Don'ts im Netz werden, desto faszinierender scheint die Sache für manche zu werden. Da Journalisten (ebenso wie Südkoreaner) in der Regel kein Visum bewilligt bekommen, muss man sich hierbei auf die Erfahrungen anderer Reisender verlassen. Das heißt: Foren und Reiseberichte wälzen, damit man vor Ort auch keine Faux-pas begeht. Denn die können nicht nur teuer werden, sondern einen ganz schnell seiner Freiheit berauben. So statuierte Nordkorea erst kürzlich ein Exempel an einem jungen amerikanischen Studenten, der ein Banner mit einem politischen Slogan aus einem Hotel mitgehen ließ: Er wurde zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Doch wer sich an die Regeln hält und diese respektiert, hat in dem Land die Möglichkeit, eine für uns völlig fremde Welt kennen zu lernen. Natürlich werden die obligatorischen Reisebegleiter nicht gleich aus dem Nähkästchen plaudern, und dem Touristen wird mit ziemlicher Sicherheit eine heilere Welt vorgegaukelt, als sich erahnen lässt. Denn wozu sonst könnte eine Bodenmarkierung um das Hotel dienen, die genau anzeigt, wie weit man sich als Fremder maximal von seinem Hotelbett entfernen darf? Trotzdem darf man nicht vergessen: Die meisten Menschen, die hier leben, leiden selbst unter der Diktatur und freuen sich über einen Besuch von Ausländern, denen der Besuch des Landes so lange verwehrt gewesen ist.

Deshalb: Nicht verwirren lassen von der neuen nordkoreanischen Zeit (eine halbe Stunde hinter der Südkoreas) und frischen Mutes auf zu den für Ausländer zugänglichen Sehenswürdigkeiten. Die obligatorische Begleitung eines „Dolmetschers“ oder „Reiseführers“ sollten Sie gelassen sehen – schließlich werden Sie dadurch auch überall hingefahren, ersparen sich Verständigungsprobleme und brauchen sich vor nichts zu fürchten. Diese Begleitperson ist übrigens auch verantwortlich für Ihr Verhalten vor Ort und muss dafür gerade stehen, wenn Sie sich nicht an vorgeschriebene Regeln halten. Also: Lieber zweimal nachfragen, bevor man fotografiert oder einen „Prospekt“ mitnehmen möchte. Und zwar ausschließlich diesen Begleiter, denn wie das Auswärtige Amt schreibt: „Spontane Unterhaltungen mit Nordkoreanern können die Angesprochenen in Schwierigkeiten bringen.“

Nordkorea-Reisende vermuten auch, dass ihr Hotelzimmer abgehört wurde, und empfehlen, sogar auf Wikipedia-Ausdrucke über Nordkorea zu verzichten. Ausländische Medien sind im Land generell verboten. Bereits bei der Einreise erfolgen „aus Gründen der nationalen Sicherheit“ strenge Kontrollen, ob der Besucher Dateien auf seinem Handy oder Computer besitzt, die staatskritische Aussagen über Nordkorea beinhalten. Im Zweifelsfall werden die Geräte konfisziert oder neu formatiert. (Also auch diesen Artikel nicht ausdrucken und mitnehmen!) Mobiltelefone können vom Zoll sowieso einbehalten oder versiegelt werden, sofern vor Ort kein nordkoreanischer Mobilfunkvertrag abgeschlossen bzw. keine nordkoreanische SIM-Karte gekauft wird.

Das Auswärtige Amt weist außerdem darauf hin, dass „eine Respektierung des herrschenden Personenkults“ erwartet wird. Propagandamaterial im Hotelzimmer also bitte nicht abhängen oder umdrehen und bloß keine Kritik äußern bezüglich Land oder gar Politik.

Abenteuergeist braucht man wohl auch in kulinarischer Hinsicht. Mehrere Reisende rätseln über das ihnen vorgesetzte Essen und mutmaßen sogar, zum Frühstück Hund serviert bekommen zu haben. Die schweren Versorgungsmängel des Landes machen auch vor Strom und Wasser nicht Halt: Mit häufigen Ausfällen ist hier zu rechnen. Nordkorea-Erfahrene empfehlen, auf den Fahrstuhl wo möglich zu verzichten und sich bei Ankunft gleich die Badewanne voll Wasser laufen zu lassen – wer weiß, wann es wieder welches gibt … Gleiches gilt für die medizinische Versorgung, die als völlig unzureichend beschrieben wird. Eine Reiseapotheke wird deshalb jedem Nordkorea-Reisenden nahe gelegt.

Wer trotz aller Widrigkeiten – oder genau deshalb – Interesse hat, Nordkorea einen Besuch abzustatten, benötigt für die Einreise ein Visum, das eine persönliche Vorsprache in der Botschaft des Landes in Berlin erfordert. Auch eine Einladung von koreanischer Seite wird verlangt, was aber in der Regel von den Reisebüros erledigt wird. Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens vier Wochen; eine Änderung der Einreisebestimmungen kann sich jederzeit ergeben, ohne dass das Auswärtige Amt davon unterrichtet wird. Auch in dieser Angelegenheit also: ein echtes Abenteuer.

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von Solveig Michelsen

© alexkuehni, iStock Kommunistisches Denkmal in Pjöngjang, Nordkoreas Hauptstadt
Wie ökologisch korrekt sind „grüne“ Reisen? https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/wie-oekologisch-korrekt-sind-gruene-reisen.html Hannah Sommer 4227 20160513T164100 „Öko“, „sanft“, „grün“ – diese Schlagwörter versprechen einen besonders umweltbewussten Urlaub. Immer mehr Verbraucher achten neben der Ernährung auch bei der Reiseplanung auf Nachhaltigkeit. Doch was bringt „grüner“ Urlaub der Umwelt tatsächlich?

Unberührte Natur vor dem Fenster, Solarzellen auf dem Dach und Delikatessen von den Bio-Bauern um die Ecke – so idyllisch stellen sich viele Menschen ökologisch korrekte Ferien vor. Es ist ja nur naheliegend: Wer daheim bei Ernährung, Kleidung und Nahverkehr auf Nachhaltigkeit achtet, möchte natürlich bei der schönsten Zeit des Jahres ebenfalls mit gutem Gewissen unterwegs sein. Dafür geben Verbraucher auch mal gern etwas mehr Geld aus. Doch wahrhaft „grünes“ Reisen, ob in Europa oder weiter weg, ist gar nicht so einfach.

Die Probleme fangen bereits bei der Vielzahl der angeblichen Öko-Siegel in der Tourismusbranche an. Mehr als 140 sollen weltweit für diese Art des Reisens werben, eine Vielzahl wird allerdings von Experten unter dem Stichwort „Etikettenschwindel“ geführt. Etliche Siegel decken auch nur wenige Aspekte der Reise ab, etwa die Ausstattung der Herberge und ignorieren wichtige Faktoren wie die faire Bezahlung von Angestellten. Das CSR-Siegel der gemeinnützigen Gesellschaft Tour Cert nimmt hingegen auch die Länge des Urlaubs und die Entfernung zum Wohnort in Betracht.

Bahn statt Flugzeug

Den wichtigsten Beitrag zum Klimaschutz leisten Reisende aber bereits bei der Wahl ihres Urlaubziels. Flugreisen stellen unter den Transportmitteln mit Abstand die größte CO2-Belastung dar. Wer es mit dem sanften Tourismus also sehr ernst meint, sollte auf jeden Fall mit der Bahn in Urlaub fahren – am besten mit einem Unternehmen, das auf Strom aus alternativen Energien setzt.

Ist ein Flug unvermeidbar oder die Destination doch einfach zu verlockend, kann der ökologisch bewusste Reisende die Schäden für die Umwelt wenigstens ansatzweise in Grenzen halten. Wählen Sie eine Fluggesellschaft mit einer möglichst modernen Flotte. Einige Unternehmen bieten zudem die Möglichkeit, die Emissionen einer Flugreise oder auch Kreuzfahrt zu ermitteln und sie durch Spenden für erneuerbare-Energie-Projekte zu „kompensieren“.

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Von Hannah Sommer

© Thinkstock Umweltbewusstes Reisen ist nicht immer einfach.
So verwöhnen Luxus-Hotels ihre Gäste https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/so-verwoehnen-luxus-hotels-ihre-gaeste.html Solveig Michelsen 4209 20160501T101400 Was unterscheidet ein Luxushotel von einem durchschnittlichen Hotel? Das Ambiente? Ist auch bei einigen Drei-Sterne-Hotels schon ansprechend und modern. Selbst in Sachen Ausstattung übertreffen manche Hotels unsere Erwartungen bei Weitem, ohne dass sich ein Gefühl von Luxus einstellt. Was ist es also, das besondere Etwas, das die Herzen von Gästen jauchzen lässt?

Ein pompöser Empfang ist für den Gast ein schmeichelnder Auftakt und überzeugt ihn innerhalb kurzer Zeit von den Qualitäten des Hotels. Also heißen einige Hotels ihre Gäste willkommen, indem sie ihre Namen auf Schiefertafeln schreiben oder anderweitige personalisierte Überraschungen vorbereiten – bis hin zum Fressnapf für den Hund, beschriftet mit seinem Namen. Andere setzen auf kulinarische Genüsse und servieren Sekt oder Cocktails oder verwöhnen den Besucher mit einer Massage. Der Gast fühlt sich wichtig und als Individuum wahrgenommen.

Der Trend zur Individualisierung setzt sich auch im Hotelzimmer fort. In gehobenen Unterkünften kann der Gast zum Beispiel die Art der Bettdecken und Kopfkissen wählen und sich zwischen verschiedenen Füllungsarten oder nach gesundheitlichen Kriterien entscheiden. Einige Luxushotels gehen sogar so weit, die persönlichen Interessen des Gasts vorab in Erfahrung zu bringen – und warten dann mit den passenden Düften oder Blumen, der bevorzugten Musik oder dem passenden Kinoprogramm auf.

Auch beim Abschied lassen sich Luxus-Hotels nicht lumpen: Kleine Geschenke wie regionale Köstlichkeiten oder Spielzeug für die Kinder, Kosmetikprodukte oder Erinnerungsfotos runden den Verwöhn-Aufenthalt ab und hinterlassen beim Gast eine sehr angenehme und möglichst lang andauernde Erinnerung an seinen Aufenthalt.

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von Solveig Michelsen

© Dan Barnes, iStock Wahre Luxushotels haben noch mehr zu bieten als nur schönes Ambiente.
Diese einfachen Tricks machen den Urlaub noch sorgloser https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/diese-einfachen-tricks-machen-den-urlaub-noch-sorgloser.html Jonathan Berg 4049 20170616T090000 Mit ganz simplen Kniffen lässt sich das Reiseerlebnis auf einen Schlag verbessern. Mehr Beinfreiheit im Flugzeug, knitterfreie Hemden oder der Schutz fürs Smartphone am Strand: Bei diesen Reise-Hacks können selbst erfahrene Urlauber noch etwas lernen.

Mehr Beinfreiheit im Flugzeug

Fliegen Sie zu zweit in die Ferne? Dann ist es ratsam, die Plätze am Fenster und am Gang zu buchen. Auf diese Weise stehen die Chancen sehr gut, dass der mittlere Sitz frei bleibt und Ihnen zusätzliche Beinfreiheit garantiert. Sollte der Flieger doch ausgebucht sein, bitten Sie ihren Nachbarn einfach freundlich darum, mit einem von ihnen den Platz zu tauschen. Den ungeliebten Mittelsitz wird er vermutlich sehr gern räumen.

Tadelloser Hemdkragen

Besonders Geschäftsleute können davon ein Lied singen. Das gebügelte Hemd ist sorgsam verstaut und kommt dann doch mit zerknautschtem Kragen im Hotel an. Hier erweist sich ein Gürtel als hilfreicher Reise-Hack. Er wird zur Schnecke zusammengerollt in den Hemdkragen gelegt. Das steife Leder verhindert, dass das Kleidungsstück plattgedrückt wird.

Rollen statt falten

Egal, ob Sie mit kleinem Gepäck oder großem Koffer reisen: Stauraum ist immer knapp bemessen. Um jeden Quadratzentimeter optimal auszunutzen, sollte man sich von herkömmlichen Packmethoden verabschieden. Kleidungsstücke werden am besten fest zusammengerollt und dicht an dicht im Koffer gepackt. Einige Reisende schwören auch auf Vakuumbeutel, die das Volumen von Pullovern und Jacken massiv schrumpfen lassen. Seien Sie aber sicher, dass es am Reiseziel auch einen Staubsauger gibt, um die Luft abzusaugen. Andernfalls haben Sie bei der Rückreise kaum zu lösende Platzprobleme.

Vorausschauend Surfen

Datenvolumen im Ausland ist oft teuer und nicht jeder Urlauber hat schon bei der Ankunft eine Sim-Karte für sein Reiseland im Gepäck. Und auch jetzt, da die Kosten für das EU-weite Roaming abgeschafft wurden, lauern hin und wieder versteckte Gebührenfallen. Gerade in den ersten Stunden aber ist das Smartphone ein oft unerlässlicher Helfer, um sich vor Ort zurechtzufinden. Planen Sie daher vor und laden etwa den betreffenden Stadtplan bereits zuhause auf ihr Telefon herunter. Auch Busverbindungen oder die Buchungsbestätigung für das Hotel auf dem Handy können bei einer reibungslosen Ankunft ohne horrende Telefongebühren helfen.

Schutzhülle für das Handy

Sand, Sonnencreme und Salzwasser sind natürliche Feinde unserer hochgerüsteten Smartphones. Ein ebenso eleganter wie billiger Reise-Hack schützt die empfindliche Elektronik. Packen Sie das Handy einfach in einen klaren Ziplock-Beutel, durch den hindurch sich weiterhin der Touchscreen bedienen lässt. Der festverschließbare Beutel ist auch eine gute Zusatzversicherung, wenn Sie den angeblich wasserdichten Qualitäten ihres Telefons nicht ganz vertrauen, aber trotzdem gern Unterwasserfotos in der Dominikanischen Republik knipsen würden.

Von Jonathan Berg

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© g-stockstudio Thinkstock Reise-Hacks erhöhen den Entspannungs-Faktor im Urlaub.
10 politisch und ethisch korrekte Urlaubsziele https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/10-politisch-und-ethisch-korrekte-urlaubsziele.html Solveig Michelsen 3975 20160212T101700 Wer fährt schon gerne in ein Urlaubsland, in dem Tiere gequält, die Umwelt verschmutzt und die Menschenrechte mit Füßen getreten werden? Allerdings bekommt man als Tourist davon nur selten etwas mit, weil einem oft eine perfekte Kulisse vorgegaukelt wird. Mit der Liste der Non-Profit-Organisation Ethical Traveler gehen Sie auf Nummer sicher: In diesen Ländern lässt es sich guten Gewissens urlauben.

Jedes Jahr veröffentlicht die amerikanische Non-Profit-Organisation Ethical Traveler eine Liste mit zehn Entwicklungsländern, die in Bezug auf Umweltschutz, Sozialfürsorge, Umgang mit Menschenrechten und dem Tierschutz eine langfristig vorbildliche Haltung an den Tag legen. Auch das Urlaubskriterium, also inwieweit sich ein Land für den Tourismus eignet, wird hinzugezogen: Gibt es beeindruckende Landschaften und Möglichkeiten, diese sportlich zu nutzen oder Kontakt zu Einheimischen zu knüpfen? Bei jeder Kategorie wird darauf geachtet, dass es sich hier nicht nur um eine kurzfristige Verbesserung handelt, sondern um eine Entwicklung, die sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat. Reporter ohne Grenzen, Unicef, Freedom House und die Weltbank liefern dazu zahlreiche Daten für die Auswertung.

Ziel dieser Hitliste von Ethical Traveler ist es, die sehr bemühten, meist recht armen Länder zu unterstützen und durch Urlaubsmehreinnahmen zu „belohnen“. Da der wirtschaftliche Einfluss der Touristen ein sehr großes Gewicht hat, kann hier jeder einzelne sein Scherflein beitragen und sich entscheiden: günstiger Urlaub von der Stange auf Kosten der Umwelt und der Menschen – oder etwas Neues wagen und bewusster und mit gutem Gewissen reisen?

Dominica: Sechs der zehn ethisch korrekten Reiseziele sind dieses Jahr Inselstaaten, darunter auch Dominica in der Karibik. Während Dominica im Sozialwesen und der (kostenlosen!) medizinischen Versorgung Vorbild für die umliegenden Inselstaaten der Kleinen Antillen ist, hapert es noch ein wenig bei den Menschenrechten: Gleichgeschlechtliche Paare werden hier immer noch diskriminiert. Trotzdem hat sich Ethical Traveler entschieden, das Land auf die Liste zu nehmen – vielleicht weil sich die Insel bald nur noch mit erneuerbaren Energien versorgen und diese auch ihren Nachbarn anbieten will, vielleicht auch als Ansporn, diese letzte Hürde zu einem wirklich politisch korrekten Reiseziel niederzureißen? Auf jeden Fall hat das Land ein neues „Walfach“ etabliert: In Grundschulen wird der Respekt vor diesen und anderen Meerestieren nun verpflichtend unterrichtet.

Grenada: Auch Grenada ist ein kleiner karibischer Inselstaat, der zu den Kleinen Antillen gehört. Besonderer Pluspunkt ist die üppige und reichhaltige Natur, die das Land zu schützen weiß: Korallenzuchtprogramme arbeiten an der Wiederherstellung der durch Erwärmung, Übersäuerung und Verschmutzung zerstörten Korallenriffe. Diese Ökosysteme sind nicht nur wichtige Barrieren gegen Sturmwellen, sondern tragen auch zur Ernährungssicherheit der Bevölkerung bei – direkt durch Fischfang, indirekt durch den Tourismus.

Kap Verde: Die Kapverdischen Inseln vor der Westküste Afrikas bilden den Inselstaat Kap Verde. Auch dieser legt den Fokus auf Natur- und Tierschutz: Als wichtiger Brutplatz für die bedrohte Karettschildkröte bedarf es hier besonderer Umsicht, die gelegten Eier vor Jägern, Feinden und der Verschmutzung zu schützen. Gleichzeitig glänzt das Land in Sachen Gleichberechtigung: In Führungspositionen findet man genauso viele Frauen wie Männer, und Homosexuelle brauchen sich nicht zu verstecken.

Mikronesien: Die föderierten Staaten von Mikronesien im westlichen Teil des pazifischen Ozeans punkten vor allem mit Korrektheit in Sachen Menschenrechte. Auch um die Umwelt haben sie sich verdient gemacht und ein großes Stück Regenwald als Schutzgebiet ausgewiesen, um eine Zerstörung oder bedenkliche Nutzung zu verhindern.

Mongolei: Fast 15 Prozent des Landes stehen unter Naturschutz. 70 Prozent aller mongolischen Hirten erzeugen den benötigten Strom durch Solaranlagen. Solche Zahlen beeindrucken, trösten aber nicht ganz über die Tatsache hinweg, dass die großen Kupfer- und Goldvorkommen einen Minenboom fördern, der auch fragile Landschaften bedroht. Die Regierung hat bereits erste Maßnahmen dagegen ergriffen.

Panama: Ein neues Tierschutzgesetz verbietet Stier-, Hunde- und Hahnenkämpfe. Für Zirkusauftritte gelten strenge Regeln für den Einsatz von Tieren. In Sachen Naturschutz steht Panama an zweiter Stelle der zehn korrekten Reiseziele: Große Gebiete werden wieder aufgeforstet, nachhaltige Ökosysteme gefördert. Außerdem punktet das Land mit einer niedrigen Arbeitslosenrate (unter 5%) und eine hohen Lebenserwartung, die US-Amerikanern und Europäern in nichts nachsteht (79 Jahre). Auf dem „Happy Planet Index“, einem Maßstab aus Zufriedenheit, Lebenserwartung und ökologischem Fußabdruck, landete Panama auf Platz sieben (Deutschland liegt auf Platz 46!).

Samoa: Im Jahr 2015 wurden zahlreiche Solaranlagen in Samoa installiert, die bereits 2017 den kompletten Inselstaat nördlich von Neuseeland zu 100 Prozent mit sauberem Strom versorgen sollen. Bezüglich der Einhaltung der Menschenrechte gilt Samoa als vorbildlich. Besonderer Wert wird hier auf den Schutz von Frauen, Kindern, Behinderten und Gefangenen gelegt.

Tonga: Für die Fauna und Flora tut Tonga viel und kreiert zum Beispiel neue Meeresschutzgebiete. Auch der Strom soll sauberer werden – man stellt auf Solar um und möchte bis 2020 möglichst 50 Prozent des Bedarfs aus erneuerbaren Energien decken. Nur um die Erfüllung der Menschenrechte steht es noch nicht ganz so gut: Weil sie die Vorgaben der UN-Frauenrechtskonvention nicht in allen Punkten erfüllen, wäre das Land beinahe nicht in die Liste mitaufgenommen. Dafür ist die Alphabetisierungsrate mit 99 Prozent erfreulich hoch (weltweiter Durchschnitt: 84 Prozent).

Tuvalu: Der Inselstaat im Pazifik ist vor allem wegen seiner problematischen Lage im Zuge der Klimaerwärmung bekannt: An seinem höchsten Punkt liegt er nur fünf Meter über dem momentanen Meeresspiegel. Der viertkleinste Staat der Welt legt sich aber gehörig ins Zeug beim Umweltschutz: Solaranlagen sollen Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen bringen. Ende 2014 wurde auch endlich ein Gesetz gegen häusliche Gewalt erlassen.

Uruguay: Das südamerikanische Land ist Vorreiter in Sachen grüne Energie: 90 Prozent der Elektrizität wurden im vergangenen Jahr aus erneuerbaren Energien bezogen. Derzeit ist der weltweit erste nachhaltige Flughafen in Planung. Etwas nachlässiger geht man mit dem Schutz von Savannen um, die durch die groß angelegte Landwirtschaft bedroht sind. Beim Human Development Index belegt Uruguay momentan den höchsten Rang der zehn ethisch korrekten Reiseziele.

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von Solveig Michelsen

© Patryk Kosmider, iStock Meeresschildkröten werden nicht überall so gut geschützt wie auf den Kapverdischen Inseln.
Einreise USA: ESTA-Verfahren verschärft https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/einreise-usa-esta-verfahren-verschaerft.html Solveig Michelsen 3969 20160128T105000 Nun ist es amtlich: Was man bereits Ende letzten Jahres angekündigt hat, ist in den USA nun umgesetzt worden – eine weitere Verschärfung der Einreisebedingungen. Auch Deutsche sind davon betroffen, sofern sie sich nach dem 1. März 2011 in einem der gelisteten arabischen Länder aufgehalten haben.

Laut Informationen des Auswärtigen Amts gelten ab sofort folgende geänderte Bedingungen für die Erlangung einer elektronischen Einreiseerlaubnis:

  • Doppelstaater, die auch die Staatsangehörigkeit von Iran, Irak, Syrien oder Sudan besitzen, sind von der Teilnahme am Visa Waiver Programm ausgeschlossen.
  • Reisende, die sich nach dem 1. März 2011 in Iran, Irak, Syrien oder Sudan aufgehalten haben, sind ebenfalls von der Teilnahme am Visa Waiver Programm ausgeschlossen. Ausgenommen sind lediglich Reisende, die sich in einem dieser Länder im öffentlichen Auftrag als Vollzeit-Bedienstete der Bundesregierung oder als Streitkräfteangehörige aufgehalten haben.

Bereits erteilte ESTA-Genehmigungen sind für diesen Personenkreis ab sofort ungültig. Sie müssen ein reguläres Visum beantragen, um einreisen zu dürfen. Ob in Einzelfällen – zum Beispiel bei Journalisten oder Geschäftsreisenden – Ausnahmegenehmigungen erteilt werden können, wird derzeit noch geprüft. In jedem Fall empfiehlt das Auswärtige Amt den Kontakt mit der zuständigen US-amerikanischen Auslandsvertretung in Deutschland.

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von Solveig Michelsen

© gyn9038, iStock Die visumfreie Einreise in die USA wird ab sofort noch strenger gehandhabt.
Neue Einreiseerlaubnis für Kanada erforderlich https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/neue-einreiseerlaubnis-fuer-kanada-erforderlich.html Solveig Michelsen 3959 20160125T135100 Seit 2009 verlangen die USA eine elektronische Einreiseerlaubnis für die visumsfreie Einreise. Nun zieht auch Kanada nach: Ab 15. März 2016 müssen Reisende, die kein Visum benötigen, vorab eine elektronische Erlaubnis zur Einreise eingeholt haben.

Für Reisende, die ab dem 15. März 2016 Kanada entdecken wollen und dafür den Flieger nutzen, heißt es: Vorab die Erlaubnis einholen! Die elektronische Einreiseerlaubnis (eTA) kann übers Internet erlangt werden und kostet mit 7 kanadischen Dollar nur ungefähr die Hälfte der amerikanischen Einreiseerlaubnis (14 US-Dollar). Im Regelfall wird diese innerhalb von wenigen Minuten nach vollständiger Eingabe aller erforderlichen Informationen erteilt. Um jedoch im Falle einer Ablehnung noch ein Visum beantragen zu können, sollten Sie sich rechtzeitig vor der Abreise um diese Angelegenheit kümmern.

Wenn man die Erlaubnis bekommen hat, ist sie fünf Jahre gültig. Allerdings bezieht sich diese Gültigkeit auf das angegebene Reisedokument. Das heißt: Bei einer Passerneuerung muss auch eine neue Genehmigung angefordert werden.

Nicht nötig ist die eTA bei der Einreise über Land oder bei einem Aufenthalt über sechs Monate – dann nämlich muss ein Visum für Kanada vorliegen.

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von Solveig Michelsen

Offizielle Infos zur eTA (auf Englisch und Französisch): www.cic.gc.ca

© Veni, iStock Für die touristische Einreise nach Kanada ist ab 15. März 2016 eine elektronische Erlaubnis erforderlich.
Reisestudie: Deutsche in Kroatien https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/reisestudie-deutsche-in-kroatien.html Solveig Michelsen 3924 20160124T135500 Die Kroatische Zentrale für Tourismus untersuchte jüngst die Urlaubsvorlieben der unterschiedlichen Nationen. 11.000 Urlauber aus 11 Ländern befragte sie dazu, darunter auch rund 1.000 Deutsche. Das Ergebnis bestätigt nicht alle Klischees, die den Deutschen so anhaften.

Wie sieht ein gelungener Urlaub für den Durchschnitts-Deutschen aus? Laut der Kroatischen Zentrale für Tourismus folgendermaßen: Die richtige Reisebegleitung macht das A und O aus, dazu muss die Urlaubsdestination sicher sein. Wenn sich hierzu noch echte Gastfreundschaft und ein paar neue Erfahrungen dazugesellen, ist der Urlaub perfekt. Entgegen der üblichen Klischees wollen die meisten Deutschen im Urlaub übrigens keinen genauen Plan verfolgen, sondern sich ein wenig treiben lassen. Auch in anderen Belangen scheint die deutsche Nation wesentlich gemütlicher veranlagt zu sein als so manch anderer Europäer: Während Norweger tendenziell nach dem ultimativen Nervenkitzel suchen und Franzosen kräftig feiern wollen, ist den Deutschen nur eines ganz wichtig: Chillen am Strand.

Kategorisiert man die Urlauber in verschiedene Profiltypen, dominiert bei den Deutschen vor allem der Typ „Lokal-Experte“. Die meisten der befragten Landmänner und -frauen möchten das authentische Leben vor Ort kennen lernen und lokale Spezialitäten probieren. Typ zwei ist der Romantiker, der ruhige abgelegene Plätze zu schätzen weiß, wohin er sich mit seinem Partner oder seiner Partnerin zurückziehen kann. Dicht dahinter kommt der Abenteurer, der im Urlaub gerne neue, möglichst spannende Dinge erlebt. Auch Aktivurlaub ist bei den Deutschen überdurchschnittlich angesagt.

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von Solveig Michelsen

© hjklio, iStock Hier fühlt sich der Deutsche wohl: zum Beispiel am Strand in Punta Rata, Kroatien
T-rex Skelett "Tristan Otto" wird im Berliner Naturkundemuseum ausgestellt https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/t-rex-skelett-tristan-otto-wird-im-berliner-naturkundemuseum-ausgestellt.html Dr. Gesine Steiner / Museum für Naturkunde Berlin 3899 20151217T133900 Berlin ist um einen Publikumsmagneten und ein einmaliges Forschungsobjekt reicher. Mit Tristan Otto ist ab 17. Dezember 2015 eines der weltweit am besten erhaltenen Exemplare des Tyrannosaurus rex in einer eigenen Ausstellung für jeden zugänglich.

Der Superdino gilt unter internationalen Experten als einzigartiger Fund. Am Museum für Naturkunde, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, wird das Skelett die kommenden Jahre durch ein eigenes Forscher-Team, mit modernster Technik und im engen Schulterschluss mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung, Industrie und Gesellschaft beforscht. Das Museum für Naturkunde Berlin setzt damit einen neuen Meilenstein: Es zeigt das zu diesem Zeitpunkt einzige Originalskelett eines T. rex in Europa und lässt die Ergebnisse der Forschungsteams nach und nach in die Ausstellung einfließen.

Ausgestellt sind das zwölf Meter lange Skelett und der nahezu vollständige Schädel des Raubsauriers. Medieninstallationen und spannende Geschichten eröffnen dem Besucher einen Einblick in die Forschung rund um Tristan. Welche neuen Erkenntnisse erhoffen sich die Wissenschaftler aus den ca. 66 Millionen Jahre alten versteinerten Knochen? Was verraten sie über das Leben von Tristan, seine Krankheiten, Gewicht, Beweglichkeit, Geschwindigkeit und Beißkraft?

Die Ausstellung ist als Experiment konzipiert: Mit den Ergebnissen des Forschungsprogramms wird die Ausstellung über die kommenden Jahre wachsen, sich verändern und die Besucher auf dieser Unternehmung mitnehmen. Das Museum für Naturkunde Berlin ist nicht nur für seine Ausstellungen bekannt, sondern auch als Forschungsmuseum. "Wir widmen uns aktuellen Fragestellungen, indem wir die Vergangenheit erforschen und unser Wissen dazu verwenden, die Zukunft unseres Planeten mitzugestalten. Mit Tristan setzen wir diese Entwicklung konsequent fort", sagt Generaldirektor Prof. Johannes Vogel, "Tristan ist einzigartig und eine einmalige Chance: Für die Stadt Berlin, für Deutschland und die Naturforschung weltweit."

Quelle: ots / Dr. Gesine Steiner / Museum für Naturkunde Berlin

Mehr erfahren: www.naturkundemuseum-berlin.de

© Carola Radke / obs / Museum für Naturkunde Berlin Tristan Otto ist der neue Star im Naturkundemuseum Berlin
Griechenland erhöht Eintritte für archäologische Stätten https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/griechenland-erhoeht-eintritte-fuer-archaeologische-staetten.html Solveig Michelsen 3812 20151113T142900 Ab 2016 werden Touristen in Griechenland stärker zur Kasse gebeten: Um die immensen Staatsschulden zu minimieren, werden die Preise für archäologische Stätten um bis zu 433 Prozent steigen. In den Wintermonaten soll es aber deutliche Rabatte geben.

12 Euro kostete ein Kombiticket bisher für die Akropolis plus sechs weitere archäologische Stätten. Ab 2016 wird sich diese Gebühr auf 52 Euro erhöhen – eine Preissteigerung von satten 433 Prozent. Diese und weitere Preiserhöhungen wurden einstimmig von Griechenlands Archäologiebehörde Central Archaeological Council beschlossen. Mit den Einnahmen soll der schwer angeschlagene griechischen Haushalt aufgebessert werden.

Trotzdem gibt es die Möglichkeit, weiterhin günstig die archäologischen Stätten zu besichtigen: Von November bis März gelten jeweils die halben Eintrittspreise; an jedem ersten Sonntag der Wintermonate soll es außerdem einen kostenfreien Zugang zu vielen Stätten und Museen geben. Wer im Sommer verreist, muss ab 2016 mit den folgenden Eintrittsgebühren rechnen:

  • Einzelticket Akropolis 20 Euro (ehemals 12 Euro)
  • Knossos 15 Euro (statt 6 Euro)
  • Archäologische Museen in Epidaurus und Mykene 12 Euro (früher 6 bzw. 18 Euro)
  • Archäologisches Museum Athen 10 Euro (bisher 7 Euro)

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© sborisov, iStock Viele historische Stätten in Griechenland erhöhen 2016 ihre Eintrittspreise.
Vegan reisen – so gelingt's https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/vegan-reisen-so-gelingts.html Solveig Michelsen 3787 20151030T112000 Veganer haben's schwer, besonders auf Reisen. Denn selbst wenn man sich längst auf Vegetarier eingestellt hat, heißt das noch lange nicht, dass man auch als Veganer satt wird. Doch langsam kommen die Reiseunternehmen in die Pötte: Immer mehr Veranstalter bieten spezielle Reisen für Veganer an, und immer mehr Internetportale listen Adressen, an die man sich als Veganer guten Gewissens wenden kann.

Käsespätzle und Kaiserschmarren – darauf beschränkt sich meist das vegetarische Angebot auf Berghütten oder in rustikalen Gasthöfen. Doch was soll man da als Veganer nur essen? Von ein paar Blättern Salat wird man sicher nicht satt. Zum Glück berücksichtigen immer mehr Gastwirte die besonderen Bedürfnisse ihrer Gäste und kochen mal gluten- und laktosefrei, rein vegetarisch oder auch vegan. Nur: Die Entwicklung geht langsam vonstatten. Und Hunger kann nicht warten.

Deshalb ist man besser damit beraten, eine der Webseiten zu konsultieren, die vegane Adressen herausfiltern lassen. Der Vegetarierbund Deutschland zum Beispiel lässt auf seiner Seite nach rein veganen Restaurants suchen, und auch die Tierrechtsorganisation PETA hat knapp 100 deutsche Adressen gelistet. Am weltweit umfangreichsten dürfte die Sammlung der „Happy Cow“ sein. Das Onlinemagazin „Deutschland is(s)t vegan“ bietet weitreichende Infos auch zu den Themen Kosmetik, Kleidung und Lifestyle. Denn Veganismus beschränkt sich ja nicht nur aufs Essen allein.

Ein überzeugter Veganer will auch nicht unter einer Daunendecke schlafen, mit an Tieren getesteten Produkten duschen oder auf einem Ledersofa sitzen. Einige wenige Hoteliers haben den Trend erkannt und bereits darauf reagiert. Die meisten davon sitzen in Berlin, der „Hauptstadt des Veganismus“. Und wenn man woanders Urlaub machen möchte? TUI hat seit diesem Jahr ein spezielles Angebot für Veganer im Programm. Und sie werden hoffentlich nicht lange allein damit bleiben.

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© Lesyy, iStock Vegan reisen beschränkt sich nicht nur aufs Essen.
Neue Visumsregelungen für Thailand https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/neue-visumsregelungen-fuer-thailand.html Solveig Michelsen 3775 20151003T111800 Die Visumsregelungen in Thailand sind nicht einfach zu durchschauen. Es gibt etliche verschiedene Möglichkeiten, die sich immer wieder mal ändern. Selbst die Beamten vor Ort sind nicht immer auf dem aktuellsten Stand oder legen die Regelungen unterschiedlich aus. Wir geben eine kurze Übersicht für die derzeitige Einreise als Tourist.

Die einfachste Art, nach Thailand zu reisen, ist mit einer simplen Einreiseerlaubnis, die streng genommen kein Visum, sondern nur eine Aufenthaltserlaubnis darstellt. Urlauber, die nicht mehr als 30 Tage im Land bleiben wollen, können sich nach Ankunft diese Genehmigung in den Pass stempeln lassen. Achtung: Bitte nicht am Schalter „Visum on arrival“ anstellen – dies ist für Angehöriger anderer Nationen gedacht und für Deutsche nicht notwendig! Voraussetzungen für die Einreiseerlaubnis sind ein noch sechs Monate gültiger Reisepass, keine in Thailand nachgewiesenen Straftaten und ein gültiges Rückflugticket. Auch (geringe) Geldbeträge wurden schon als Sicherheit von den Schalterbeamten verlangt.

Wer sich entscheidet, länger zu bleiben, kann diese Aufenthaltserlaubnis in einem Immigration Office für rund 1900 Baht um weitere 30 Tage verlängern lassen. Nach Pattaya und in einige ländliche Provinzen scheint dieses offizielle Gesetz noch nicht vorgedrungen zu sein, weshalb es sich empfiehlt, hier ein anderes Büro aufzusuchen. Die bisherige Möglichkeit, kurz auszureisen, um auf dem Landweg wieder nach Thailand einzureisen (und eine weitere Aufenthaltserlaubnis zu ergattern), wird zwar oft noch toleriert, aber bei zu vielen Ein- und Ausreisen nicht mehr akzeptiert.

Für längere Aufenthalte bis 60 Tagen empfiehlt sich deshalb das offizielle Touristenvisum. Hier können ein- bis mehrmalige Ausreisen vorab vereinbart werden (ca. 30 Euro pro Wiedereinreise). Es kann in jedem thailändischen Konsulat ab drei Monate vor Reisebeginn beantragt werden. Auch eine Verlängerung vor Ort um 30 Tage (s.o.) ist möglich.

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© davincidig, iStock Ein richtiges Visum brauchen nur Urlauber, die länger als 30 Tage in Thailand bleiben wollen.
Jom Kippur – der wichtigste jüdische Festtag https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/jom-kippur-der-wichtigste-juedische-festtag.html Hannah Sommer 3772 20150922T101500 25 Stunden lang darf nicht gegessen, nicht getrunken und auch keine Körperpflege betrieben werden. Nur das Benetzen der Hände und der Augen mit Wasser ist erlaubt. Am Abend des 23. September hat für gläubige Juden Jom Kippur, der „Tag der Versöhnung“ begonnen.

Während Jom Kippur steht das Leben in Israel still. Cafés, Restaurants, Geschäfte und sogar der internationale Ben-Gurion-Flughafen bleiben geschlossen. Die Straßen sind weitestgehend leer, obwohl es kein behördliches Fahrverbot gibt. Dieser Tag dient allein der Reue, Buße und Einsicht. Der Versöhnungstag bildet den Höhepunkt der zehn Bußtage, die mit Rosch ha-Schana, dem jüdischen Neujahrstag, beginnen. Im Verlauf der Bußtage blicken Juden zurück auf das vergangene Jahr, versuchen Streitigkeiten zu begleichen und mit sich ins Reine zu kommen. An Jom Kippur haben sie dann die Möglichkeit, vor Gott von ihren Sühnetaten gereinigt zu werden.

Ein Versöhnungstag ganz in Weiß

Jom Kippur startet bei ausklingendem Tageslicht mit einem Abendgottesdienst. Und auch der folgende Tag ist ganz dem Gebet in Gemeinschaft gewidmet. Dabei wird vorwiegend weiße Kleidung getragen, denn in der Bibelstelle Jesaja 1,18 heißt es: „Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden“. Der Versöhnungstag endet mit dem rituellen Blasen des Widderhorns Schofar, das Gott als König, Richter und Beschützer anerkennt. Anschließend wird das Fastenbrechen begangen. Die erste Mahlzeit nach der Fastenzeit wird traditionell in Gemeinschaft eingenommen. Die Anwesenden wünschen sich während des Festessens ein gutes neues Jahr.

Jom Kippur und das islamische Opferfest finden zeitgleich statt

2015 fallen Jom Kippur und der höchste islamische Feiertag, das Opferfest Eid al-Adha auf denselben Tag. Während des islamischen Opferfestes, das vier Tage lang dauert, erinnern Muslime mit rituellen Tierschlachtungen daran, dass Abraham seinen eigenen Sohn opferte, um seinen Gottesglauben zu beweisen.

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Von Hannah Sommer

@ Thinkstock An Jom Kippur steht das Leben in Israel still.
Neues auf dem Oktoberfest: Bier-Eis und Mega-Schaukel https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/neues-auf-dem-oktoberfest-bier-eis-und-mega-schaukel.html Michaela Laux 3672 20150819T102800 Schneller, höher, weiter - das reicht auf dem Oktoberfest in München schon lange nicht mehr. Das größte Volksfest der Welt sucht nach neuen Sinneseindrücken und rüstet auf. Mit Hightech-Fahrgeschäften und kulinarischen Besonderheiten kommen unerschrockene sowie genussfreudige Besucher voll auf ihre Kosten.

Schwindelfreie Besucher dürfen sich dieses Jahr ganz besonders auf das höchste transportable Hochhaus der Welt freuen, denn mit dem „The Tower – Event Center“ geht es in luftige Höhen. Beim sogenannten „Sky Drive“, einem Laufparcours, der die Besucher nahe am Abgrund vorbei führt, sollte man besser keine Höhenangst haben.

Rasant geht es dagegen auf der Megaschaukel „Konga“ zu, die als die höchste und schnellste Schaukel der Welt gilt. Hier erwartet die Besucher einen rasantes Flugerlebnis über den Dschungel. Für Gänsehaut und Schocker auf dem Volksfest sorgt die größte mobile Geisterbahn der Welt „Daemonium“. Auf vier Etagen erleben die Besucher Gruselmomente en masse – der Weg ins Ungewisse ist hier wörtlich zu nehmen.

Doch auch im kulinarischen Bereich erweitert das vor allem für Bier, Brezn und Hendl bekannte Volksfest seine Angebotspalette. Die vegane Küche wird auf dem traditionell fleischlastigen Fest immer mehr salonfähig und bei den anderen Spezialitäten greifen Gastronomen und Standbesitzer tief in die Ideenkiste: Es gibt Weißwurst-Leberkäs, Biereis, Zuckerwatte in Blumenform - und für Diabetiker mit Birkenzucker gebrannte Cashew- und Macadamia-Nüsse, wie Wiesnchef Josef Schmid ankündigte.

Der Wirtschaftswert der Wiesn sei für dieses Jahr erneut mit einer Milliarde Euro prognostiziert, so hoch wie 2008. Schmid: »Das ist ein stabiler Wert«.

Das größte Volksfest der Welt beginnt in München am 19. September. Bis zum 4. Oktober werden sechs Millionen Besucher aus aller Welt erwartet. Die Maß Bier ist erstmals nicht unter zehn Euro zu haben. Die Preise liegen zwischen 10,00 und 10,40 Euro.

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von Michaela Laux

Neue Hightech-Fahrgeschäfte auf der Wiesn © mjbs / iStock.com
Diese Dinge vermiesen einem den Urlaub am meisten https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/diese-dinge-vermiesen-einem-den-urlaub-am-meisten.html Jonathan Berg 3398 20170708T132400 Eine repräsentative Umfrage hat herausgefunden, was Urlauber an ihrem Reiseziel am meisten stört. Überraschung: Es sind nicht einmal die zu hohen Kosten.

Jeder kennt das: Man möchte entspannen, ausruhen, relaxen, einmal im Jahr einfach nur die Seele baumeln lassen. Nur blöd, wenn ausgerechnet in den Ferien was schief läuft. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Cint hat herausgefunden, was Urlauber am meisten auf die Nerven geht.

Das Schlimmste, was einem im Urlaub widerfahren kann, ist laut Umfrage dreiste Abzocke. 56 Prozent der Befragten empfinden Betrug als den Stimmungskiller schlechthin. Ebenfalls 56 Prozent sagen, dass schlechtes Essen einem die Erholung so richtig ruinieren kann. Wenn das Gastroerlebnis auf niederem Niveau empfunden wird, fällt auch der ganze Urlaub ins Wasser.

Bei schlechtem Wetter reagieren die meisten Befragten genauso empfindlich. 55 Prozent der Umfrageteilnehmer sind frustriert, wenn das Wetter an einem vermeintlichen sonnigen Urlaubsort wie beispielsweise Florida nicht den Erwartungen entspricht. Wesentlich höher ist die Toleranzgrenze überraschend bei einem anderen Thema: den Kosten. Zu hohe Preise verderben nur jedem Vierten die Urlaubsfreude.

Oft genannte Ärgernisse waren laut Umfrage auch zu hohe Erwartungen, die man an den Urlaubsort hatte (18 Prozent), eine schlechte Aussicht (15 Prozent) sowie kein Internetzugang (13 Prozent). Insgesamt wurden für die repräsentative Umfrage 1.000 Personen im Alter von 18 bis 65 in 15 Ländern befragt.

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Von Jonathan Berg

© Thinkstock Schlechtes Wetter vermiest vielen Urlaubern die Ferien.
E-Zigaretten müssen ab sofort ins Handgepäck https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/e-zigaretten-muessen-ab-sofort-ins-handgepaeck.html Solveig Michelsen 3389 20150701T110700 Ab sofort dürfen elektrische Zigaretten auf Flugreisen nur noch im Handgepäck transportiert werden. Grund dafür: In der Vergangenheit hatten sich bereits mehrere E-Zigaretten im aufgegebenen Gepäck eingeschaltet und dadurch einen Brand verursacht.

Nach einigen Fällen, in denen sich E-Zigaretten im aufgegebenen Gepäck eingeschaltet und dadurch einen Brand verursacht hatten, erließ die in Kanada ansässige Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) nun eine neue Regelung: Fortan dürfen elektrische Zigaretten nur noch im Handgepäck mitgeführt werden. Bei der Entstehung eines Brandes könne so leichter eingegriffen werden.

Aus der Mitführungspflicht im Handgepäck ergebe sich allerdings nicht automatisch die Nutzungserlaubnis der E-Zigarette an Bord. Nur wenige Fluggesellschaften erlauben das „elektronische Rauchen“ während des Flugs. Auch das Laden der elektrischen Zigaretten darf fortan nicht mehr an Bord durchgeführt werden. Zu groß ist die Gefahr, die von den kleinen, aber sehr effektiven Heizelementen der Geräte ausgeht.

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von Solveig Michelsen

© scyther5, iStock E-Zigaretten müssen zwar an Bord gebracht, dürfen aber dort nicht benutzt werden.
Helsinki: kostenloses WLAN in der gesamten Stadt https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/helsinki-kostenloses-wlan-in-der-gesamten-stadt.html Solveig Michelsen 3380 20150701T110000 „Helsinki City Open WLAN“ nennt sich das Projekt, das fast flächendeckend kostenfreies WLAN in der finnischen Hauptstadt anbietet – und das in einer Geschwindigkeit, die so manchen Privatzugang alt aussehen lässt. Außerdem: Registrierung ist keine erforderlich, es kann einfach losgesurft werden ...

WLAN-Hotspots haben sich mittlerweile in vielen Großstädten etabliert. Aber Helsinki kann noch einiges mehr: Das bereits 2006 gestartete Projekt „Helsinki City Open WLAN“ sorgt für eine fast flächendeckende Verfügbarkeit, da um jedes städtische Gebäude und auf jedem von der Stadt verwalteten Platz ein kostenfreier Zugang etabliert wurde. Dafür muss man nicht einmal seine E-Mail-Adresse oder andere persönliche Daten hinterlegen, auch kein Registrierungsprozess muss durchlaufen werden – man wird lediglich gewarnt, dass man sich ungesichert durchs Netz bewegt.

Dass das Ganze mehr als nur schöner Schein oder touristisches Aushängeschild ist, zeigt die Geschwindigkeit des WLAN, die sich wirklich sehen lassen kann: Bei 24 Megabits pro Sekunde im Download und beachtlichen 22 Megabits pro Sekunde im Upload wird so mancher Privatnutzer neidisch. Kein Problem also, wenn man zu einem Picknick mitten im Esplanadinpuisto-Park Videos streamen will.

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von Solveig Michelsen

© TanyaSv, iStock Nicht nur futuristisch, sondern auch zukunftsweisend: Helsinki bietet stadtweit kostenfreies WLAN
Erdbebensichere Häuser für Nepal https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/erdbebensichere-haeuser-fuer-nepal.html 3377 20150610T143100 Das vom Erdbeben stark zerstörte Nepal steht vor der nächsten Katastrophe: Der bald einsetzende Monsunregen hängt wie ein Damoklesschwert über den vielen hunderttausend Obdachlosen. Blitzschnelle Hilfe ist da gefragt, für große Hilfsorganisationen aber nicht so einfach. Außerdem sind viele Straßen in entlegene Regionen zerstört. Ein Mainzer Architekt hat deshalb zusammen mit der Nepalhilfe der VHS Bhaktapur ein einzigartiges Projekt ins Leben gerufen, das innerhalb weniger Wochen Abhilfe schaffen will.

Schnell, effizient, günstig und pragmatisch – all diese Anforderungen erfüllt der ehrgeizige Plan des Mainzer Architekten Siegmar Weinz. Er entwirft erdbebensichere Häuser, die nicht nur kostengünstig sind, sondern auch noch schnell zu bauen – innerhalb einer Woche sei es zu schaffen, ein Hausskelett zu errichten, das vorerst mit einer Plane umspannt wird. Aus dieser regensicheren Unterkunft heraus können die Bewohner dann peu à peu die Bambus-Lehm-Wände einziehen und fertigstellen. Wichtiges Detail der Hauskonstruktion: Sämtliche Teile müssen per Hand tragbar sein, denn gerade in abgelegenen Bergregionen sind die Straßen oft nicht mehr intakt.

Als Partner konnte die Nepalhilfe der VHS Bhaktapur gewonnen werden, die mit ihrem internationalen Team vor Ort koordiniert und organisiert. Bauteile müssen verteilt werden, die Errichtung braucht Anleitung und Unterstützung. Außerdem müssen die bedürftigsten Familien ausgewählt werden, die in den Genuss der ersten Häuser kommen. In Haus Nummer eins soll der 19-jährige Badri ziehen, der durch das Erdbeben seine Großmutter verloren hat und nun seine vier jüngeren Geschwister alleine groß ziehen muss.

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von Solveig Michelsen

Baupläne und weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf der Seite www.vhsbhaktapur.org/nepalhilfe

© Baubüro S.Weinz Fotorealistische Bauanimation eines erdbebensicheren Hauses in Nepal
Kein Alkohol mehr in Indonesien? https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/kein-alkohol-mehr-in-indonesien.html Solveig Michelsen 3353 20150512T171400 Die indonesische Regierung hat den Alkoholverkauf weitgehend eingeschränkt: Kleine Geschäfte dürfen nun auch kein Bier mehr oder andere leicht alkoholische Getränke verkaufen. Von der Regelung ausgenommen ist nur die mehrheitlich hinduistisch geprägte Insel Bali.

Mit rund 200 Muslimen auf 240 Millionen Einwohner besitzt Indonesien die größte muslimische Bevölkerung der Welt. Diesen ist es schon lange ein Dorn im Auge, dass Alkohol produziert und konsumiert wird. Für den Verkauf von Hochprozentigem brauchte man deshalb eine Sondergenehmigung, die nur sehr schwer zu bekommen war. Nun werden auch leichte Alkoholika wie Bier noch aus den kleinen Läden verbannt. In Supermärkten, Einkaufszentren, Hotels, Bars und Restaurants ist der Gerstensaft aber weiterhin zu bekommen.

Auch Bali machte sich für eine Ausnahmeregelung stark. Hier darf Bier und ähnlich Niedrigprozentiges weiterhin am Strand verkauft werden. Unterdessen fordern islamische Parteien ein vollständiges Alkoholverbot, das die komplette Produktion, den Verkauf und den Konsum beinhalten soll. Hintergrund dessen sind nicht nur religiöse Motive, sondern auch die Tatsache, dass es immer wieder zu Massenvergiftungen durch gepanschten Alkohol kommt. Selbst das Auswärtige Amt warnt Touristen vor Alkoholkonsum in Indonesien, da zahlreiche Getränke mit Methanol verunreinigt sind.

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© Arand, iStock Vorsicht vor Alkoholkonsum in Indonesien!
„Glamping“: Die neue Art glamourös zu campen https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/glamping-die-neue-art-glamouroes-zu-campen.html Jonathan Berg 3341 20150506T140600 Ungeziefer im Zelt, feuchte Liegen, dürftige Hygiene – Camping ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Für die, die es ein wenig komfortabler mögen, ist der Reisetrend „Glamping“ genau das Richtige. Hier erfahren sie, wo das behagliche Zelten ganz besonders viel Spaß macht.

Glamouröses Camping, auch Glamping genannt, erfreut sich bereits seit geraumer Zeit wachsender Beliebtheit. Sauberer, komfortabler und doch romantisch und naturverbunden – beim Glamping werden Ferienträume wahr und scheinbare Gegensätze vereint. Ob Block- oder Baumhaus, Iglu oder Luxus-Zelt, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das Reiseziel will trotzdem gut gewählt sein. Diese drei Glamping-Hotspots haben einiges zu bieten.

Alpenromantik in der Schweiz

Modern und cool Glampen lässt es sich vor allem in der Schweiz. Hier verlebt man den Luxus-Camping-Urlaub in sogenannten Whitepods. Höchster Komfort auf 40 Quadratmetern garantieren dabei wahre Campingfreuden. Ein offener Kamin, eine eigene Terrasse mit Alpenblick und komfortablen Betten werden selbst den höchsten Glamping-Ansprüchen gerecht. Eine Skipiste im Winter und ein eigenes Spa auf der Anlage bieten Freizeit- und Wellnessangebote, die sich sehen lassen können.

Campen in italienischen Baumwipfeln

In Italien gibt es Glamping-Angebote, die das innere Kind in uns wiedererwecken. Das Baumhaus, von dem man früher immer träumte, findet sich hier in Form von über 80 Quadratmeter großen, holzigen vier Wänden und das hoch in den Bäumen Italiens. Auch die Aussicht ist dem heimischen Garten mit Sicherheit vorzuziehen: Beim Genuss des ersten Morgenkaffees, der standesgemäß im Baumhaus serviert wird, blickt der geneigte Glamper auf Olivenhaine und Lavendelfelder im Glanze des mediterranen Sonnenaufgangs. Mehr Glamping geht nicht.

Abenteuer im Eis

Auch für exzentrische Luxus-Camper gibt es aufregende und ausgefallene Möglichkeiten echte Abenteuer zu erleben. Im nördlichen Schweden können wetterfeste Glamper in echten Iglus übernachten. Kunstvolle Verzierungen an den Wänden und ein aus Eis geschlagenes und schmuckvoll gezimmertes Bett sind das absolute Highlight dieser kühlen Urlaubsunterkunft. Geschlafen wird in dicken Expeditionsschlafsäcken und auf Rentierfellen bei ungefähr minus fünf Grad Innen- und minus 30 Grad Außentemperatur. Wie exklusiv diese Glamping-Möglichkeit tatsächlich ist, wird spätestens ab April auch dem verwöhntesten Luxus-Camper klar, denn dann schmilzt das eisige Camping-Paradies langsam aber sicher hinweg.

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Von Jonathan Berg

© Machine Headz, iStock Warum unbequem, wenn’s auch komfortabel geht – Reisetrend Glamping.
Deutsche stellen Europarekord für Kreuzfahrt-Urlaub auf https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/deutsche-stellen-europarekord-fuer-kreuzfahrt-urlaub-auf.html Jonathan Berg 3254 20150412T141500 Für immer mehr Deutsche führt offenbar eine klassische Kreuzfahrt häufiger ins Urlaubsglück. Die Zahlen haben sich innerhalb von 10 Jahren sogar verdreifacht.

In komfortabler Kabine, mit Drink an Deck und einer neuen Ortsentdeckung an mindestens jedem zweiten Tag lässt sich die Welt am schönsten auskundschaften finden zumindest die Deutschen. Dass die Zukunft des Volkes der Dichter und Denker auf dem Wasser liegt, wusste bereits Kaiser Wilhelm.

Erstaunlich jedoch ist, dass sich diese ursprünglich ökonomische Prognose aus dem Jahr 1898 auch auf die Urlaubs-Vorlieben der Deutschen im Jahr 2015 übertragen lässt. Kreuzfahrten waren noch nie so beliebt wie heute. Insgesamt erlebten 1,77 Millionen Deutsche im Jahr 2014 eine Kreuzfahrt.

Knapp 10 Tage verbringt der Deutsche auf hoher See

Wie der Branchenverband CLIA berichtet, stellt Deutschland damit einen neuen Rekord in Europa auf und löst Großbritannien somit ab. Auf internationaler Ebene führen jedoch immer noch die Amerikaner die Hitliste der Kreuzfahrt-Liebhaber an.

Besonders begehrt bei den reisefreudigen Deutschen Urlaubern sind Angebote von deutschen Anbietern wie AIDA und TUI Cruises. Eine durchschnittliche Kreuzfahrt dauert bei den Deutschen 8,83 Nächte, in denen die im Schnitt 50,4 Jahre alten Kreuzfahrer in ihren Kabinen ruhen, und bei Tag am liebsten Städte erkunden und Ausflüge unternehmen.

Beliebtestes Reiseziel bleibt das Mittelmeer. Das belegen in der Statistik die 32,1 Prozent der Kreuzfahrten, die insgesamt gebucht werden. Ausflüge an Bord führen am zweithäufigsten nach Westeuropa (14,6 Prozent), dicht gefolgt von Norwegen (12,5 Prozent).

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Von Jonathan Berg

© hsvrs, iStock Bis 2017 soll es weltweit noch bis zu 27 neue Kreuzfahrtschiffe geben.
Lissabon erhebt Touristen-Steuer ab April https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/lissabon-erhebt-touristen-steuer-ab-april.html Solveig Michelsen 3143 20150220T093000 Die ursprünglich ab dem 01.01.2015 vorgesehene Touristen-Steuer für Lissabon wird nun erst ab dem 01.04.2015 erhoben. Die Abgabe von einem Euro pro Aufenthalt gilt zunächst nur für Besucher, die mit dem internationalen Flugzeug oder Schiff anreisen. Ab 2016 soll zusätzlich die Bettensteuer eingeführt werden – diese kostet dann einen Euro pro Nacht.

Lissabon kostet ab 1. April 2015 „Eintritt“ für international anreisende Gäste per Flugzeug oder Schiff. Doch der eine Euro pro Aufenthalt wird für viele zu verschmerzen sein; Reisende per Auto, Zug oder Bus sowie Kinder sind von der Steuer sogar ausgenommen. Der Stadt aber bringt die neue Kurtaxe willkommene Mehreinnahmen von bis zu sieben Millionen Euro.

Deshalb setzt Lissabon noch eines oben drauf und führt ab 2016 eine neue Bettensteuer ein. Hier wird von Reisenden ein weiterer Euro abgerechnet – allerdings pro Nacht. Als Maximalgrenze für den gesamten Aufenthalt wurde ein Betrag von sieben Euro festgelegt. Die zusätzlichen Einnahmen sollen für touristische Projekte verwendet werden. Dennoch sorgt das Vorhaben für Unstimmigkeiten.

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von Solveig Michelsen

© andriybozhok, iStock Lissabon führt neue Tourismusabgaben ein.
Minarett der Blauen Moschee bröckelt https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/minarett-der-blauen-moschee-broeckelt.html Solveig Michelsen 3118 20150218T182000 Die Sultan-Ahmed-Moschee in Istanbul, vielen unter dem Namen Blaue Moschee geläufig, gilt als Prachtwerk osmanischer Architektur aus dem 17. Jahrhundert. Ihre Besonderheit: Sie besitzt sechs Minarette. Doch nun beginnt eines davon zu bröckeln. Um die Gefahr zu minimieren, wurde die Spitze des Turms bereits abgebaut.

Mehrere Millionen Touristen besuchen Istanbuls Hauptmoschee, die ihren Namen „Blaue Moschee“ aufgrund der zahlreichen blau-weißen Fliesen in ihrem Inneren bekam. Aber auch ihr Äußeres ist sehr eindrucksvoll: Sechs Minarette recken sich in den Himmel und rahmen das architektonisch gelungene Bauwerk ein. Doch nun scheint einer der mehr als 60 Meter hohen Türme zu wackeln. Steine hätten sich bereits aus dem Turm gelöst und seien nach unten gefallen – eine große Gefahr für alle Besucher der Moschee. Deshalb, so berichtete die Zeitung „Hürriyet“, wurde die marode Spitze des Minaretts vorsorglich abgebaut. Eine Stabilisierung des gesamten Turms ist in Arbeit.

Glaubt man der Legende, bekam die Moschee ihre sechs Minarette übrigens nur aufgrund eines Budgetproblems: Hofchronisten berichteten, dass der Sultan den Architekten Mehmet Aga angewiesen hatte, die Minarette zu vergolden. Dieser Wunsch brachte ihn gehörig in die Bredouille, denn das ihm zur Verfügung stehende Geld hätte niemals dafür ausgereicht. Also beschloss der findige Architekt, sich zu „verhören“ und machte aus dem türkischen Wort altin („Gold“) die Zahl alti („sechs“).

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von Solveig Michelsen

© Nikada, iStock Eines der Minarette der Blauen Moschee beginnt zu bröckeln.