Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Di, 18 Mai 2021 03:19:19 +0200 Di, 18 Mai 2021 03:19:19 +0200 TYPO3 EXT:news Keine Tickets mehr im Zug /reise-news/detail/keine-tickets-mehr-im-zug.html Solveig Michelsen 5729 20210224T100200 So bequem geht das nur bei der Deutschen Bahn: spontan in den Zug steigen, Zugbegleiter aufsuchen und das Ticket an Bord nachlösen. Diese Option soll nun abgeschafft werden – die einzige Alternative für Spontanreisende ist eine digitale Lösung: Fahrkartenkauf per App.

Bislang ist es noch möglich, eine Fahrkarte im Zug nachzulösen, wenn es für einen Kauf am Automaten (der war vielleicht defekt) oder an einem Schalter (mit vielleicht zu langer Schlange) nicht gereicht hat. Zwar für einen deftigen Aufpreis von 17 Euro, aber immerhin wird man damit nicht gleich zum Schwarzfahrer.

Diese Option, die ursprünglich schon zum 1. Oktober diesen Jahres abgeschafft werden sollte, soll nun ab 1. Januar 2022 entfallen. Damit möchte die Deutsche Bahn die Kontakte im Zug reduzieren und den Fahrkartenkauf digitaler machen. Die Alternative nämlich lautet: eigener Fahrkartenkauf per App. Dieser soll bereits ab 1. April 2021 im Fernverkehr bis zu zehn Minuten nach Fahrtbeginn getätigt werden können – was denjenigen entgegenkäme, die buchstäblich in letzter Sekunden auf den Zug aufspringen mussten. Auch die lästige Zusatzgebühr würde damit entfallen.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG sieht dabei allerdings eine Menge Konfliktpotenzial zwischen Fahrgast und Zugbegleiter, zumal Letztere angeblich mit 3 Euro an jeder Fahrpreisnacherhebung beteiligt sein sollen. Außerdem setzt der Erwerb einer Fahrkarte über die Bahn-App den Besitz eines Smartphones voraus – und den versierten Umgang damit.

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© Aleksandar Malivuk, Shutterstock Wer zukünftig die Fahrkarte erst an Bord kaufen möchte muss schnell sein – und digital. Wer zukünftig die Fahrkarte erst an Bord kaufen möchte muss schnell sein – und digital.
Ort am Polarkreis bewirbt sich um olympische Sommerspiele /reise-news/detail/ort-am-polarkreis-bewirbt-sich-um-olympische-sommerspiele.html Solveig Michelsen 5728 20210217T102100 Die Austragungsorte der olympischen Sommerspiele: 2024 Paris, 2028 Los Angeles – 2032 dann Salla, ein Ort nördlich des Polarkreises? Zumindest die Bewerbung wurde dafür eingereicht. Die zwar nicht ganz ernst gemeint war, aber auf eine noch viel ernstere Sache aufmerksam machen möchte. Sehenswert und mit Humor.

Salla ist ein kleiner finnischer Ort nördlich des Polarkreises, was so viel heißt wie: Minus 50°C können es an knackigen Wintertagen schon mal werden. Die knapp 3.500 Einwohner haben ihn deshalb kurzerhand zum kältesten Ort Finnlands erklärt. Aber nicht deshalb ist Salla seit kurzem in aller Munde. Und auch nicht wegen der Bar mit dem längsten Namen: Äteritsiputeritsipuolilautatsi-Baari. Salla hat sich um die olympischen Sommerspiele 2032 beworben – mit einem Video, das es in sich hat.

„Warm heart – we have it. Warm place – coming soon.“ ist dabei aber nicht nur ein (nicht ganz ernst gemeinter) Bewerbungsslogan, sondern vor allem eine Warnung: Das Jahr der olympischen Sommerspiele 2032 stellt einen klimatischen Wendepunkt dar. „Wenn wir es bis dahin nicht geschafft haben, den Klimawandel aufzuhalten, ist es zu spät“, mahnt der Bürgermeister von Salla, Erkki Parkkinen. Deshalb versucht er, mit seiner scherzhaften Bewerbung auf ernste Folgen aufmerksam zu machen. „Save Salla. Save the planet“ heißt es in dem sehr sehenswerten Clip.

Details und Video auf: www.savesalla.com

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© Oleg Bakhirev, Shutterstock Salla in Lappland: Austragungsort für die olympischen Sommerspiele 2032? Salla in Lappland: Austragungsort für die olympischen Sommerspiele 2032?
High Tech auf dem Wasser: selbstfahrende Fähren /reise-news/detail/high-tech-auf-dem-wasser-selbstfahrende-faehren.html Solveig Michelsen 5717 20210122T111600 Die Norweger sind ein Volk der Seefahrer. Nicht nur aus diesem Grund setzen sie gerne Fähren ein. Ab 2021 sogar solche, die autonom unterwegs sind und damit teure Brücken ersetzen können. Wie zum Beispiel in Trondheim.

Norwegen mit seinen Fjorden, Meeresarmen und unzähligen Gewässern stellt Verkehrsplaner vor Herausforderungen: Brücken sind teuer und behindern den Schiffsverkehr. Trotzdem steigt der Bedarf an Fluss- und Kanalübergängen mit dem Wachstum der Bevölkerung. Was also tun? Forscher der Norwegischen Technischen Universität (NTNU) in Trondheim haben eine spannende Alternative entwickelt: Zeabuz, eine selbstfahrende Passagierfähre, die mit Hilfe vier verschiedener Sensor-Systeme Kajakfahrer und Boote „sehen“ und darauf reagieren kann.

Ihr erster Einsatz wird in Trondheim selbst sein, als Alternative zu einer geplanten Brücke über den Hafenkanal. „Dies ist ein High-Tech-Coup, um Verbindungen über das Wasser herzustellen. Wir glauben, dass emissionsfreie Fähren dazu beitragen können, die Lebensqualität der Stadtbewohner zu verbessern“, meint dazu Egil Eide, Privatdozent an der NTNU und für den Einsatz der selbstfahrenden Fähren zuständig. „Autonome Fähren können dazu beitragen, Regionen zu entwickeln, die zum Beispiel bisher aufgrund mangelnder Infrastruktur nicht mit Städten verbunden waren.“

Auch in anderen norwegischen Städten sowie entlang der Küste soll der Zeabuz-Wasserverkehr 2021 eingeführt werden.

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© www.Zeabuz.com Wasserfahrzeuge statt Brücken: hier die autonome Fähre Zeabuz Wasserfahrzeuge statt Brücken: hier die autonome Fähre Zeabuz
Wann können wir wieder reisen? /reise-news/detail/wann-koennen-wir-wieder-reisen.html Solveig Michelsen 5716 20210118T110000 Die Aussagen des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung Thomas Bareiß sind nicht gerade aufbauend: Erst ab den Pfingstferien hält er Reisen wieder für möglich, Urlaube im Ausland gar erst ab den Sommerferien. Tourismusexperten hingegen setzen auf einen deutlichen Aufschwung ab Anfang Mai.

Die Aussicht, erst ab Pfingsten wieder reisen zu können, ist nicht nur für Urlaubswillige eine harte Geduldsprobe. Auch die Reisebranche sieht wenig Möglichkeiten, so lange ohne Einkommen durchzuhalten. Jeder zehnte Job weltweit ist mit dem Tourismus verknüpft; viele Länder sind zu einem großen Teil davon abhängig.

Experten möchten deshalb das internationale Reisen stärker koordinieren. Bislang verfolgt jedes Land seine eigene Strategie, doch mit vereinten Kräften könnten Voraussetzungen geschaffen werden, die einen früheren Reisestart ermöglichen würden. Zunächst einmal sollen die langen Quarantäne-Zeiten, die Urlauber vom Reisen abhalten, eliminiert werden. Zum Beispiel mit Hilfe einer Teststrategie, wie sie in einigen Ländern bereits in Kraft ist: Der erste Test muss 72 Stunden vor Abflug erfolgen, der zweite wird vor Ort gleich nach Ankunft durchgeführt. Das erspart einem die Quarantänepflicht und somit wertvolle Urlaubstage.

Außerdem muss die Vergleichbarkeit von Dokumenten gewährleistet werden. Papierausdrucke von Testergebnissen oder Impfungen in fremden Sprachen tragen nicht gerade zu einer leichten Beurteilung bei und sind anfällig für Fälschungen. An diese Stelle muss ein internationaler Gesundheitspass treten.

Länder wie Island und Ungarn setzen auf so genannte Immunitätsnachweise, die ehemals Infizierte ohne Quarantäne ins Land lassen. Dieses Vorgehen ist allerdings nicht unumstritten, weil Genesene bevorzugt werden – ohne wissenschaftliche Belege, dass eine Weitergabe des Covid-19-Virus nicht mehr möglich ist.

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© MaszaS, iStock Wann können wir wieder Urlaub im Ausland machen? Wann können wir wieder Urlaub im Ausland machen?
Fliegen soll bis 2050 klimaneutral werden /reise-news/detail/fliegen-soll-bis-2050-klimaneutral-werden.html Solveig Michelsen 5714 20210127T111900 Die Pläne der Luftfahrtbranche stehen und klingen großartig: Fliegen soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Allerdings: Das sind noch fast 30 Jahre. Haben wir wirklich so lange Zeit?

Ende 2020 überraschte die Luftfahrtbranche mit grünen Nachrichten: Bis zum Jahr 2050 soll klimaneutral geflogen werden. Sprich, die Flugzeuge sollen bis dahin mit alternativen Antriebsarten zurechtkommen, zum Beispiel mit Wasserstoff oder synthetischen Kraftstoffen, die mit Hilfe von Strom gewonnen werden. Auch der Verbrauch der Flugzeuge soll weiter gesenkt und der EU-Luftraum neu organisiert werden. Damit ließen sich unnötige Warteschleifen vermeiden, heißt es. Solche und weitere Maßnahmen werden im Übrigen seit über 20 Jahren vom Umweltbundesamt empfohlen.

Was sich nachhaltig und umweltbewusst anhört, ist allerdings unter massivem Druck entstanden: Der Luftverkehr zeichnet für einen nicht unerheblichen Anteil der Kohlendioxidemissionen verantwortlich, was das wachsende grüne Gewissen der Bevölkerung – und damit der Politik – zunehmend besorgt. Darüber hinaus schreibt das europäische Klimagesetz insbesondere die Klimaneutralität der Europäischen Union bis 2050 rechtlich verbindlich fest.

Die Luftfahrtbranche muss also reagieren. Und zwar möglichst schnell. Derzeit ist die Technik für alternative Antriebsarten noch nicht einsatzfähig. Von Airbus zum Beispiel gibt es Ankündigungen, bis 2035 Flugzeuge mit Wasserstoff-Antrieb zu entwickeln. Danach folgt noch ein langer Weg bis zur Serienreife. Wollen wir hoffen, dass die Branche ihre kühnsten Entwicklungserwartungen übertrifft.

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© shironosov, iStock Emissionsfrei fliegen – da bleibt es leider beim Träumen. Emissionsfrei fliegen – da bleibt es leider beim Träumen.
Extra-Sitze im Flugzeug für Maskenverweigerer /reise-news/detail/extra-sitze-im-flugzeug-fuer-maskenverweigerer.html Solveig Michelsen 5708 20210111T112700 Was macht man mit Flugpassagieren, die nach dem Start ihren Mund-Nasen-Schutz abnehmen und sich weigern, ihn weiter zu tragen? Solche und ähnliche Situationen haben schon zu ernsthaften Zwischenfällen geführt, unter denen auch die restlichen Passagiere zu leiden haben. Die russische Fluggesellschaft Aeroflot hat ein pragmatisches Vorgehen entwickelt.

Die Problematik hat besonders auf US-amerikanischen Flügen schon zu zahlreichen Reiseabbrüchen geführt: Menschen, die an Bord das Tragen einer Maske verweigern, bringen das Flugpersonal in eine missliche Lage. Oft sind diese dazu verpflichtet, den Flug sofort abzubrechen bzw. wieder umzudrehen, insbesondere, wenn daraus schon ein handfester Streit entstanden ist, der weitere Gefährdungen nach sich zieht.

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot begegnet diesem Dilemma ganz pragmatisch: Sie hat laut CNN angekündigt, spezielle Sitze für solche Personen bereitzuhalten, die sich gegen die Maskenpflicht sträuben. Damit möchte man weitere Eskalationen verhindern, gleichzeitig die restlichen Fluggäste schützen. Die Pressesprecherin der Airline betonte aber, dass diese Maßnahme nicht bedeute, dass keine weiteren Konsequenzen gezogen würden. Den Maskenverweigerern drohen trotz des pragmatischen Umgangs an Bord hohe Strafen.

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© Rich Legg, iStock Was macht man mit Maskenverweigerern im Flugzeug? Aeroflot hat eine mögliche Antwort gefunden ... Was macht man mit Maskenverweigerern im Flugzeug? Aeroflot hat eine mögliche Antwort gefunden ...
Taxifahrer auf Mallorca müssen Deutsch lernen /reise-news/detail/taxifahrer-auf-mallorca-muessen-deutsch-lernen.html Solveig Michelsen 5707 20201223T091200 Auf die Taxifahrer der mallorquinischen Gemeinde Calvià kommen ab der kommenden Saison etliche Neuerungen zu. Profitieren sollen durch die Maßnahmen nicht nur die Touristen, sondern auch die Chauffeure selbst, die sich dadurch von den inoffiziellen Fahrdiensten deutlicher unterscheiden lassen.

Die Gemeinde Calvià im Südwesten von Mallorca ist ein beliebtes Ziel für Touristen, allen voran deutschen. Diesen kommt die neue Regelung der Taxifahrer besonders zugute: Ab der kommenden Saison müssen Taxifahrer dort deutsche sowie englische Sprachkenntnisse nachweisen, um eine Lizenz zu er- bzw. behalten. Dabei ginge es nur um einfache Sätze wie eine Begrüßung oder die Klärung des Fahrtziels, betonte Vizebürgermeister Juan Recasens. Kostenlose Sprachkurse sollen den Fahrern den Zugang dazu erleichtern.

Das neue Regelwerk der Taxifahrer-Vereinigung, die 200 Chauffeure vertritt, enthält noch weitere Neuerungen: Die Fahrer sollen ebenfalls über Basiswissen zu kulturellen Hotspots der Gegend verfügen und eine einheitliche Uniform tragen. Das erleichtert das Identifizieren offizieller Fahrer – und das Aussortieren der schwarzen Schafe, die ohne Lizenz Touristen befördern möchten. Außerdem soll es in künftig in jedem Taxi möglich sein, per Kreditkarte zu bezahlen. Weiterhin wird es in Zukunft erlaubt sein, Gegenstände ohne menschliche Begleitung zu befördern, sodass vergessene Koffer beispielsweise schnell an den Flughafen gebracht werden können.

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© VICTOR PELAEZ TORRES, iStock Die mallorquinische Gemeinde Calvià führt neue Regelungen für Taxifahrer ein. Die mallorquinische Gemeinde Calvià führt neue Regelungen für Taxifahrer ein.
Das Comeback der Nachtzüge /reise-news/detail/das-comeback-der-nachtzuege.html Solveig Michelsen 5703 20201215T130300 Überraschend hat die Deutsche Bahn ihren Wiedereinstieg ins Nachtzug-Netz verkündet. Ab Ende 2021 sollen wichtige europäische Städte miteinander verbunden werden und attraktive Alternativen schaffen zu Flugverbindungen. Auch ÖBB, SBB und SNCF sind beteiligt.

2016 verkündete die Deutsche Bahn ihren endgültigen Ausstieg aus dem Nachtzug-Geschäft: zu wenig lukrativ, zu wenige Passagiere. Nur vier Jahre später hat sich das Blatt gewendet. Die Klimakrise, die Folgen der Corona-Epidemie für die Fluggesellschaften und nicht zuletzt der Druck der Politik sorgten für eine überraschende Entwicklung: Vier große europäische Bahnen – die Deutsche Bahn, die österreichische ÖBB, die Schweizer SBB sowie der französische SNCF – kündigten Anfang Dezember an, ein gemeinsames Nachtzug-Netz auf die Beine zu stellen, um 13 europäische Metropolen miteinander zu verbinden. Auch für Europa ist das ein starkes Zeichen.

Ab Dezember 2021 sollen zunächst zwei Nightjet-Linien starten. Die erste verbindet Wien über München mit Paris, die zweite führt von Zürich über Köln nach Amsterdam. Ende 2022 soll Letztere über Mailand nach Rom erweitert werden; im Dezember 2023 möchte man Berlin mit Brüssel und Paris verbinden. Ende 2024 ist die Verbindung Zürich – Barcelona angepeilt. Richard Lutz, DB-Vorstandsvorsitzender, äußerte sich dazu: „Europas führende Bahnen vereinen ihre Kräfte für den Nachtzug. Das ist ein guter Tag für das Klima, unsere Kunden und das Zusammenwachsen Europas auf der Schiene.“ Auch auf das moderne Design der neuen Nightjets darf man gespannt sein.

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© Deutsche Bahn AG Die neuen Nachtzug-Verbindungen der Bahn Die neuen Nachtzug-Verbindungen der Bahn
Quarantänefrei nach Island /reise-news/detail/quarantaenefrei-nach-island.html Solveig Michelsen 5701 20201215T125900 Auch wenn wir vernünftigerweise erst einmal alle Zuhause bleiben: Reisen sind allen Einschränkungen zum Trotz noch nicht unmöglich. Nur ziemlich unattraktiv, wenn man die lokalen Quarantäneregelungen befolgen muss. Für Island gibt es ab 10. Dezember 2020 nun eine Sonderregelung – für alle, die bereits mit Covid-19 infiziert waren.

Die Immunität nach einer überstandenen Covid-19-Krankheit ist zwar umstritten; trotzdem baut Island offensichtlich genau darauf und hat neue Einreiseregelungen ab 10. Dezember 2020 erlassen: Wer ab diesem Zeitpunkt ins Land reisen möchte und bereits mit Covid-19 infiziert war, braucht sich nicht den üblichen Quarantänevorschriften zu unterwerfen. Sprich, man spart sich als Ex-Infizierter mindestens fünf wertvolle Urlaubstage, sofern man ein entsprechendes Zertifikat darüber vorlegen kann (z.B. einen positiven PCR-Test, der über 14 Tage zurückliegt und in englischer Sprache Auskunft gibt).

Für allen anderen Reisewilligen gilt in Island: 14 Tage Quarantäne nach Ankunft oder ein PCR-Test plus 5-6 Tage Quarantäne und ein weiterer PCR-Test im Anschluss. Vom 1. Dezember 2020 bis 31. Januar 2021 ist der PCR-Test bei der Einreise immerhin kostenfrei. Kinder, die nach 2005 geboren worden sind, sind ebenfalls von der Quarantäne und den Tests befreit – werden aber wohl oder übel doch bei ihren Eltern bleiben müssen.

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© HannamariaH, iStock Island erleichtert ehemaligen Covid-19-Infizierten die Einreise. Island erleichtert ehemaligen Covid-19-Infizierten die Einreise.
Ab auf die Kanarischen Inseln? /reise-news/detail/ab-auf-die-kanarischen-inseln.html Solveig Michelsen 5696 20201125T121000 Die Kanarischen Inseln gelten seit Ende Oktober nicht mehr als Risikogebiet. Das macht sie umso interessanter, weil nicht nur die Corona-Fallzahlen niedrig sind, sondern auch die Rückreise nach Deutschland erleichtert wird: Urlauber müssen nach ihrer Heimkehr nicht in Quarantäne.

Die Kanarischen Inseln erfreuen sich niedriger Corona-Fallzahlen – im Gegensatz zum spanischen Festland. Dadurch sind sie vom Status eines Risikogebiets ausgenommen und für Urlauber wieder interessant. Denn mit dieser Einstufung muss nach der Rückkehr in die Heimat keine Quarantäne abgesessen werden. Einen kleinen Haken gibt es dabei trotzdem: Ein negativer PCR-Corona-Test muss für die Einreise vorgelegt werden.

Diese Regelung gilt ab 23.11.2020 für ganz Spanien; für die Kanarischen Inseln waren bisher auch Antigen-Schnelltests erlaubt, die schneller und günstiger zu haben waren und in vielen Fällen auch vor Ort durchgeführt werden konnten. Die etwas aufwändigeren PCR-Tests sind in der Regel selbst zu bezahlen (rund 150 Euro), gelten aber als zuverlässiger. Der Test darf dabei nicht älter als 72 Stunden sein; sein Ergebnis muss auf Englisch oder Spanisch vorliegen. Wer ohne Test einreist, muss mit einer vierstelligen Geldbuße rechnen und in Quarantäne auf eine selbst finanzierte Analyse warten.

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© virga8, iStock Jetzt wieder möglich: Urlaub auf den Kanarischen Inseln Jetzt wieder möglich: Urlaub auf den Kanarischen Inseln
Die neue digitale Einreiseanmeldung /reise-news/detail/die-neue-digitale-einreiseanmeldung.html Solveig Michelsen 5695 20201116T131800 Seit 8. November 2020 müssen sich Reisende vor ihrer Einreise nach Deutschland elektronisch registrieren lassen. Das gilt für alle, die sich die letzten 10 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sprich derzeit das gesamte Ausland. Damit soll die Kontrolle über die Quarantänepflicht erleichtert werden.

Die Regeln, wie man sich während der Corona-Epidemie zu verhalten hat, werden immer wieder den Gegebenheiten angepasst. Seit 8. November 2020 ist nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet (= derzeit das gesamte Ausland) eine Einreiseanmeldung vorgeschrieben, um den Behörden die Kontrolle der Quarantänepflicht zu erleichtern. Die nun ausschließlich digitale Anmeldung ersetzt die die Aussteigekarte in Papierform, wie man sie aus dem Flugverkehr vielleicht noch kennt.

Dazu gibt man die einzelnen Regionen an, in denen man sich während der letzten zehn Tage aufgehalten hat. Die Daten werden bei der Übertragung verschlüsselt und ausschließlich dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt zugänglich gemacht. 14 Tage später werden sie automatisch gelöscht. Für Berufspendler existieren Ausnahmeregelungen; alle anderen Einreisenden sollen sich über die in 13 Sprachen verfügbare Webanwendung unter www.einreiseanmeldung.de registrieren.

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© Paha_L, iStock Vor der Einreise nach Deutschland muss man die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Vor der Einreise nach Deutschland muss man die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen.
Was macht Sehenswürdigkeiten attraktiv? /reise-news/detail/was-macht-sehenswuerdigkeiten-attraktiv.html Solveig Michelsen 5692 20201203T125600 Es ist schon merkwürdig: Da gibt es so viele bezaubernde Orte auf der Welt – und trotzdem tummeln sich die Menschen oft an einem einzigen Fleck. Ist ein solcher Fleck mal als Sehenswürdigkeit bekannt, werden es immer mehr. Ungeachtet seiner tatsächlichen Attraktivität, so scheint es zumindest. Was aber genau ist es, das Sehenswürdigkeiten so interessant macht?

Über die Frage, was einen Ort, eine Stätte oder ein Gebäude zur Sehenswürdigkeit macht, haben sich schon viele Touristiker und Psychologen den Kopf zerbrochen. Relativ einig sind sie sich bei den Zutaten, die es dafür braucht. Man nehme zunächst eine attraktive Kulisse, ein schönes Bauwerk oder einen malerischen Ort – davon gibt es etliche in der näheren und weiteren Umgebung. Der Oberknaller ist natürlich eine Kombination aus schönem Bauwerk und toller Kulisse. Oder malerischem Ort mit fantastischem Panorama.

Nun braucht es noch die geeignete Infrastruktur. Denn Menschen statten in der Regel nur den Orten einen Besuch ab, die leicht mit ihren Reiseplänen zu verbinden sind. Eine einfache Erreichbarkeit, die zudem erschwinglich ist, ebnet hier den Weg zur Sehenswürdigkeit. Zuletzt braucht es noch etwas Werbung – der betreffende Ort muss möglichst oft im Kopf des potenziellen Besuchers landen, damit er ihn als „sehenswert“ wahrnimmt. Ein medialer Hype in der Zeitung oder via Instagram befeuert die Neugier: Was ist wirklich dran an den tollen Geschichten?

Apropos Geschichten: Auch das verhilft so einigen belanglosen Stätten zu unglaublichem Ruhm. Sobald es eine Story zu dem betreffenden Ort gibt, sich eine Legende um ihn rankt, wirkt das wie ein Brandbeschleuniger. Als Beispiel sei nur mal der angebliche Balkon von Romeo und Julia in Verona genannt, ein kleiner, schlichter Anhang eines steinernen Hauses. Dass es in Shakespeares Theaterstück gar keinen Balkon gab (der zu seinen Zeiten auch völlig unüblich gewesen wäre), stört die Besucher kaum. Allein der romantischen Geschichte wegen sind sie bereit, Eintritt zu zahlen und sich einen Balkon anzusehen, wie er überall sonst in der Stadt zu sehen sein könnte.

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© outcast85, iStock Der angebliche Balkon von Romeo und Julia in Verona Der angebliche Balkon von Romeo und Julia in Verona
Mauro Morandi: der Eremit vom rosa Strand /reise-news/detail/mauro-morandi-der-eremit-vom-rosa-strand.html Solveig Michelsen 5689 20201109T101700 Mauro Morandi lebt seit 31 Jahren als einziger Mensch auf einer kleinen Insel vor Sardinien und schützt dort aktiv die Natur. Weil diese aber zum Nationalpark erklärt wurde, darf die Insel nicht mehr bewohnt werden. Mit einer Petition wehrt sich der Einsiedler nun gegen seinen Rauswurf.

Budelli ist eine winzigkleine Insel nördlich von Sardinien. Nur zwei Kilometer lang, eineinhalb Kilometer breit. Trotzdem ist Budelli vielen Menschen ein Begriff. Und das liegt nicht nur am rosa Sandstrand, der als Seltenheit im Mittelmeerraum gilt. Sein einziger Bewohner, Mauro Morandi, setzt sich seit über 30 Jahren für den Naturschutz vor Ort ein. Besucher klärt er zum Beispiel über die Fragilität dieses Paradieses auf oder pfeift sie zurück, wenn sie die Absperrung zum rosa Sandstrand ignorieren oder ein wenig davon nach Hause mitnehmen wollen. Das ist wesentlich effektiver und nachhaltiger als etwa eine Überwachung per Videokamera.

Trotzdem soll der 81-jährige Eremit sein Paradies verlassen. Seit die Insel dem Nationalpark des Maddalena-Archipels zugeschlagen wurde, gilt das Gesetz, wonach in streng geschützten Gebieten niemand dauerhaft wohnen darf. Bislang wurde Morandi geduldet, da er aktiv zum Erhalt dieses Kleinods beigetragen hat. Doch damit soll nun endgültig Schluss sein. Vorerst wurde er wegen Umbaumaßnahmen des einzigen Gebäudes aufs Festland ausquartiert; seine Sorge ist allerdings, dass man ihn danach nicht mehr zurücklässt und dies nur als Vorwand benutzt. Während sich die einen aufs Nationalpark-Gesetz stützen, werfen ihm andere vor, als Nicht-Sarde auf einer sardischen Insel nichts zu suchen zu haben. Der Umweltschützer wehrt sich nun in Form einer Petition, die bis dato schon über 70.000 Unterschriften hat.

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© salva.tours, Shutterstock Der rosa Sandstrand ist eine Besonderheit der sardischen Insel Budelli. Der rosa Sandstrand ist eine Besonderheit der sardischen Insel Budelli.
Essenziell und kostenlos: Lawinenschulungen /reise-news/detail/essenziell-und-kostenlos-lawinenschulungen.html Solveig Michelsen 5680 20201028T085900 Die Risiken abseits der Piste werden noch immer von zahlreichen Freeridern und Tourengehern unterschätzt. Selbst für Experten ist die Einschätzung der Lawinengefahr keine einfache Sache. Unabdingbar ist deshalb eine Lawinenschulung, die Interessierte mit dem nötigen, im Ernstfall überlebensnotwendigen Wissen ausstattet.

Immer mehr Menschen reizt die Abfahrt abseits der Piste. Was gleichbedeutend ist mit: abseits des Trubels, mitten in der Natur, auf sich allein gestellt. Aber eben auch ein großes Risiko beinhaltet, das von vielen vernachlässigt wird, weil es nicht sichtbar ist. Bzw. erst dann, wenn es zu spät ist: die Lawinengefahr.

Da ihre Beurteilung sehr komplex ist, reicht es nicht, die aktuell ausgegebene Lawinenwarnstufe zu kennen. Auch ein aufblasbarer Lawinen-Rucksack bietet nur ein kleines Plus an Sicherheit. Relevant ist das Urteilsvermögen der jeweiligen Situation vor Ort.

Das Angebot an Lawinenschulungen ist dennoch eher dünn gesät. Der Bergsport-Ausstatter Ortovox möchte mit seinen Avalanche Nights Wissenslücken füllen und bietet zwischen Oktober und Januar 2021 in zahlreichen deutschen, österreichischen und Schweizer Orten kostenlose Workshops in teilnehmenden Sportgeschäften an. Dort schulen Bergführer in interaktiven dreistündigen Kursen und vermitteln den Teilnehmenden Grundlagen der Lawinen- und Schneekunde sowie die richtige Tourenplanung – selbstverständlich mit speziellem Hygienekonzept.

Termine und Orte gibt es hier.

Update 30.10.:

Die Avalanche Nights mussten aufgrund der neuen Corona-Verordnungen leider abgesagt werden. Wer sich trotzdem in Sachen Sicherheit und Lawinenkunde auf den Winter vorbereiten möchte, kann dies über die digitale Lernplattform SAFETY ACADEMY LAB SNOW tun oder sich – ebenfalls kostenlos – hier das Buch downloaden.

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© Hansi Heckmair, Ortovox Beim Freeriden fährt immer die Lawinengefahr mit. Beim Freeriden fährt immer die Lawinengefahr mit.
Welche sind die „guten“ Länder? /reise-news/detail/welche-sind-die-guten-laender.html Solveig Michelsen 5677 20201016T102000 Der Good Country Index nimmt die einzelnen Staaten nicht für einzelne Leistungen ins Visier, sondern blickt auf ein Gesamtergebnis: Wie viel tragen sie zum globalen Wohlergehen bei? Wie selbstlos agieren sie dabei und haben damit einen positiven Effekt auf andere Länder? Deutschland ist unter den Top Ten dabei.

Auch 2020 wieder wurde der Good Country Index für alle Staaten dieser Erde erstellt. Er misst, wie viel ein Land zum Wohlergehen der gesamten Menschheit und des Planeten beiträgt – fairerweise abhängig von seinem relativen Wohlstand. 35 Messgrößen aus sieben Kategorien werden dafür berücksichtigt: Wissenschaft und Technologie, Kultur, internationaler Frieden und Sicherheit, Weltordnung, Planet und Klima, Wohlstand und Gleichheit sowie Gesundheit und Wohlbefinden. Punkte gibt es dann zum Beispiel für die Anzahl der publizierten wissenschaftlichen Artikeln im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, Punktabzug für Waffen- und Munitionsexporte. Die Anzahl der Nationalitäten, denen eine visafreie Einreise gewährt wird, sorgt für Pluspunkte, während die Anzahl der ins Ausland geflohenen Personen den Index nach unten ziehen. Auch der ökologische Fußabdruck, die Größe des Fair-Trade-Marktes und humanitäre Hilfsbeiträge tragen zum Ranking bei.

Auf Platz eins steht dieses Jahr Finnland, gefolgt von den Niederlanden, Irland und Schweden. Deutschland findet sich auf Platz fünf wieder, danach freuen sich Dänemark, die Schweiz, Norwegen, Frankreich und Spanien über gute Plätze. Wer sich über jede einzelne Beurteilung informieren möchte, kann dies auf www.goodcountry.org tun.

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© Rawpixel.com, Shutterstock Einige Länder tragen wesentlich mehr zum globalen Wohlergehen bei als andere. Einige Länder tragen wesentlich mehr zum globalen Wohlergehen bei als andere.
Should I stay or should I go? /reise-news/detail/should-i-stay-or-should-i-go.html Solveig Michelsen 5676 20201013T112600 Keine leichte Frage: Soll und kann man einen Urlaub fürs nächste Jahr überhaupt planen in diesen Zeiten? Ist es sogar ratsam, möglichst früh zu buchen, um neben den „Nachholern“ geplatzter Urlaube aus diesem Jahr noch einen Platz zu bekommen? Oder heißt die Devise abwarten und Tee trinken?

Die Unsicherheit bezüglich der Urlaubsplanung 2021 ist groß. Im Netz kursieren Gerüchte, dass aufgrund der verschobenen Urlaube aus dem Jahr 2020 die guten Plätze rar werden. Oder ist das nur ein Marketing-Trick der Reisebranche, um alle Urlaubsreifen zum Abschluss einer Buchung zu bringen? Wirft man einen Blick auf die steigenden Infektionszahlen und die Anzahl der ausgewiesenen Risikogebiete, verliert man schnell den Mut, sich mit konkreter Planung zu beschäftigen.

Fest steht nur eines: „Nix Genaues weiß man nicht.“ Auch die Touristiker haben keine Kristallkugel, um künftige Entwicklungen vorauszusehen. Trotzdem versuchen sie, mit flexiblen Angeboten den Urlaubern entgegenzukommen. So erlauben etliche große Pauschalreise-Anbieter eine unkomplizierte Umbuchung bis kurz vor knapp. Dazu kommt die seit 1. Oktober 2020 geltende Regelung, dass Risikogebiete nun automatisch mit einer Reisewarnung belegt werden, ergo dem Verbraucher damit ein Stornierungsrecht zusteht. (Achtung: Bei Individualbuchungen gilt das Recht des jeweiligen Anbieters!) Das macht es einfacher, ins Blaue hinein zu planen und zu hoffen. Zumindest wenn man nicht auf Fernreisen setzt. Im schlimmsten Fall bleibt immer noch die Option: Fahrrad aus dem Schuppen und die Gegend vor der Haustüre erkunden.

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© JayKay57, istock Wer 2021 auf Fernreisen setzt, geht ein großes Risiko ein. Wer 2021 auf Fernreisen setzt, geht ein großes Risiko ein.
"Essbare Städte" /reise-news/detail/essbare-staedte.html Solveig Michelsen 5672 20201005T112600 Der Platz- und Grünmangel in den Städten macht erfinderisch: Urbaner Raum wird vermehrt für den Anbau von Lebensmitteln genutzt. Nach Großbritannien erobert das Projekt „essbare Stadt“ auch Deutschland. Über 40 Städte nehmen inzwischen an der weiterhin wachsenden Idee teil. Auch die soziale Komponente, die dabei entsteht, ist willkommen.

Im „Incredible Edible Network“ Großbritanniens sind bereits mehr als 100 Gruppen vernetzt. In Deutschland sind es immerhin schon über 40 Städte, die an dem deutschen Ableger davon teilnehmen. „Essbare Stadt“ nennt sich das Projekt, das urbane Flächen für den Anbau von Lebensmitteln bestmöglich nutzen will. Diese Flächen umfassen übrigens auch vertikale Elemente wie Wände oder Dachflächen. Aber auch bereits vorhandene öffentliche Quellen werden integriert. So kartografierte die teilnehmende Stadt Ulm zum Beispiel über 1.500 Obstbäume im Stadtgebiet, deren Früchte von jedermann geerntet werden dürfen. Veröffentlicht werden die Standorte auf Karten der Organisation Mundraub.org, die ähnliche Ziele verfolgt.

In Andernach wirbt das Stadtmarketing mit „Pflücken erlaubt“. Mit dem Projekt „essbare Stadt“ werden Ziele verfolgt wie die Vielfalt von Kulturpflanzen und Agrobiodiversität, die Schaffung neuer Lebensräume, die Gestaltung multifunktionaler Grünflächen, die stadtklimatische Aufwertung durch Begrünung und die Aktivierung der Bürger für die Gestaltung der eigenen Stadt. Auch der soziale Aspekt einer gemeinsamen, unbeschränkten Nutzung ist also willkommen.

Und Lüneburg twitterte im September: „Leckere Äpfel und Birnen! Mitnehmen unbedingt erwünscht!! Überall im Stadtgebiet stehen alte Obstbäume und tragen viele Früchte. Die dürft ihr gerne aufsammeln.“ Manche veranstalten gemeinsame Ernte-Aktionen. Wer wissen möchte, ob sich in der näheren Umgebung eine „essbare“ Stadt befindet, kann sich unter www.essbare-stadt.net informieren.

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© topseller, Shutterstock Nicht nur in Lüneburg gibt es reife Äpfel zu pflücken ... Nicht nur in Lüneburg gibt es reife Äpfel zu pflücken ...
Reisen fördert die kindliche Entwicklung /reise-news/detail/reisen-foerdert-die-kindliche-entwicklung.html Solveig Michelsen 5667 20200928T093300 Reisen erweitert den Horizont, stößt neue Türen auf und öffnet frische Kraftquellen. Dieses oft zu hörende Mantra begeisterter Globetrotter gilt jedoch nicht nur für Erwachsene. Auch Kinder profitieren vom Unterwegssein. Verhaltensbiologin Dr. Gabriele Haug-Schnabel hat dies im Gespräch mit dem Ferienunterkunftsportal HomeToGo erläutert.

Es gibt zahlreiche Eltern, die Bedenken haben, ihr Kind aus einem geregelten Alltag herauszureißen, es mit unbekannten und ungewohnten Dingen zu konfrontieren, wie es auf Reisen nun einmal unumgänglich ist. Dabei fördert der Kontakt mit neuen Situationen – solange er kindgerecht dosiert wird – die kindliche Entwicklung sogar. Die Verhaltensbiologin Dr. Haug-Schnabel hat in Zusammenarbeit mit HomeToGo eine ganze Reihe von Vorteilen erläutert:

  • Aktivierung des Gehirns: Durch die Modi Spielen und Suchen werden bei Kindern Gehirnstrukturen im limbischen System aktiviert, die Oxytocin, Dopamin und Opioide ausschütten – Stoffe, die den Stress abbauen und das Wohlbefinden steigern.
  • Entspannung: „Bis auf wenige Ankomm-, Weiter- und Rückreisezeiten werden eher erholsame Abschnitte – ohne Blick auf die Uhr – den Tagesablauf dominieren, was viele Babys und Kleinkinder sofort spüren und durch ebenfalls ruhigeres Verhalten spiegeln.“
  • Kreativität und Offenheit: Neue Eindrücke und Situationen aktivieren auch die geistige Mobiliät.
  • Verstärkte Bindung: „Wenn weniger Alltagsroutinen den Tag diktieren, können sich Eltern leichter auf das Spiel und die Aktivitätswünsche der Kinder einlassen. Sie beeinflussen durch ihre Gelassenheit und durch sanfte Rhythmisierung die Ausdauer und das Wohlbefinden der Kinder.“ Das stärkt auch die familiäre Bindung.

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© Andrew Rich, iStock Auf Reisen gibt es für alle Altersstufen viel zu entdecken. Auf Reisen gibt es für alle Altersstufen viel zu entdecken.
Rom: Flughafen für Corona-Konzept ausgezeichnet /reise-news/detail/rom-flughafen-fuer-corona-konzept-ausgezeichnet.html Solveig Michelsen 5666 20200921T093100 Als erster Flughafen wurde Rom Fiumicino für seine Corona-Sicherheitsmaßnahmen mit dem Fünf-Sterne-Rating der Luftfahrt-Agentur Skytrax ausgezeichnet. Untersucht wurde unter anderem die Effizienz der Covid-19-Schutzmaßnahmen, aber auch die Verständlichkeit spezieller Hinweisschilder.

Dass der Flughafen Rom Fiumicino, auch bekannt unter dem Namen „Leonardo da Vinci Airport“, seine Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen sehr ernst nimmt, merken auch die Besucher. Rund 40 Beschäftigte kümmern sich ausschließlich darum, dass Sicherheitsstandards wie das Abstandsgebot und das Tragen der Masken eingehalten werden. Das Reinigungspersonal ist gehäuft anzutreffen; zudem kommen spezielle UV-Desinfektionsmethoden zum Einsatz. Die Effizienz der Maßnahmen wurden mit so genannten ATP-Tests nachgewiesen. Überall sind Schilder in etlichen Sprachen zu entdecken, die einfache und unmissverständliche Hinweise geben. Ankommende und abfliegende Passagiere werden nun noch stärker voneinander getrennt.

Sämtliche Maßnahmen zusammengenommen haben dem Flughafen in Rom nun die Fünf-Sterne-Auszeichung eingebracht. Zum Vergleich: London Heathrow wurde lediglich mit drei Sternen ausgezeichnet.

Hier können Sie selbst die Ratings der einzelnen Flughäfen einsehen (wird nach und nach vervollständigt): www.skytraxratings.com/about-covid-19-airport-ratings

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© ambrozinio, Shutterstock Der Flughafen in Rom wurde für seine Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen mit 5 Sternen ausgezeichnet. Der Flughafen in Rom wurde für seine Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen mit 5 Sternen ausgezeichnet.
Formationsflüge: fliegen wie die Vögel /reise-news/detail/formationsfluege-fliegen-wie-die-voegel.html Solveig Michelsen 5665 20200917T082400 Es klingt so logisch, dass man sich wundert, nicht schon früher auf die Idee gekommen zu sein: Würden sich Flugzeuge die aerodynamischen Vorteile eines Vogelschwarms zunutze machen, könnte man den Spritverbrauch deutlich senken. Leider sind die Testbedingungen nicht ganz so einfach.

Haben Sie schon einmal wilden Gänsen beim Fliegen zugesehen? Sie bilden eine perfekte V-Formation – und das nicht, um unser Auge zu erfreuen, sondern weil es deutliche aerodynamische Vorteile hat: Die hinterherfliegenden Vögel nutzen den Aufwind der so genannten Wirbelschleppen, den die vorausfliegenden Gänse verursachen.

Solche zopfartigen, gegenläufig drehenden Luftverwirbelungen verursachen auch Flugzeuge. Je nach Gewicht größere oder kleinere. Da große Verwirbelungen kleinere Flugzeuge bis zum Absturz bringen können, muss beim Starten und Landen jeweils gewartet werden, bis sich diese abgeschwächt haben oder verblasen wurden; während des Reiseflugs muss auf einen Abstand von 9,3 Kilometern geachtet werden.

Die Vögel hingegen nutzen den entstandenen spiralförmigen Aufwind, um Kraft zu sparen. Dieser Gedanke steckt auch hinter dem Projekt "fello’fly", mit dem Airbus die Machbarkeit der so genannten „Wirbelschleppen-Energie-Rückgewinnung“ in der kommerziellen Luftfahrt beweisen will. Dafür sollen zwei A350-Modelle im Abstand von rund drei Kilometern hintereinander her fliegen. Für eine Umsetzbarkeit müssen unter anderem Themen wie rechtliche Neuregulierung oder Verfahren in Notfällen geklärt werden. Auch die Wirbelschleppen-Vorhersagemodelle müssen für diesen Zweck noch verfeinert werden. Eine kommerzielle Einführung hält Airbus deshalb vor 2025 für nicht möglich.

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© Giancarlo Liguori, Shutterstock Von den Vögel lässt sich auch für die kommerzielle Luftfahrt noch einiges abschauen. Von den Vögel lässt sich auch für die kommerzielle Luftfahrt noch einiges abschauen.
Sightseeing unter Corona-Bedingungen /reise-news/detail/sightseeing-unter-corona-bedingungen.html Solveig Michelsen 5664 20200915T155900 Seit Anbeginn des Tourismus wie wir ihn heute kennen hat noch nichts die Reisewelt so erschüttert wie die Auswirkungen von Covid-19. Die meisten Menschen haben ihren Bewegungs- und Urlaubsradius deutlich eingeschränkt. Das macht einige stark besuchte Hot Spots um ein paar tausend Besucher ärmer – und für einige damit doppelt so attraktiv.

Neuschwanstein

Neuschwanstein und das Oktoberfest – das sind zwei Begriffe, die man auch im außereuropäischen Ausland gut kennt. Neuschwanstein als Inbegriff einer Märchenburg, die auf einem spitzen Felsen thront, ist nicht erst seit Walt Disney's Cinderella-Schloss beliebt bei US-Amerikanern; bei den meisten Asiaten steht es sowieso auf der Bucket List. Von den sonst jährlich 1,5 Millionen Besuchern kommt nur die Hälfte aus Europa. Das reduziert die Besuchermassen während Corona deutlich. Obendrein sorgen die Corona-Auflagen für stark reduzierte Führungsgruppen: Nur mehr 10 Personen dürfen daran teilnehmen; vor Ausbruch der Pandemie waren es 58. Auch die Taktung ist geschrumpft, sodass seit 2. Juni, dem Tag der Wiedereröffnung, nur noch 10% der bisherigen Besucher durch die Gemächer geführt werden. Eine einmalige Chance, diese einzigartige Sehenswürdigkeit unter ruhigeren Vorzeichen kennen zu lernen.

Rothenburg ob der Tauber

Ähnlich verhält es sich mit der lieblichen Fachwerk-Stadt Rothenburg. Normalerweise ein Touristenmagnet für Amerikaner und Japaner, verzeichnet sie dieses Jahr nur rund 10% der Touristen. Was für Gaststätten, Hotels und Geschäfte, die auf viele tausend Besucher eingestellt sind, ein Fiasko ist, bedeutet für andere eine einmalige Gelegenheit: einsam durch historische Gassen schlendern oder kurzfristig ein gutes Zimmer bekommen.

Berliner Mauer

Ein Minus von fast 60% der Besucherzahlen musste die Bundeshauptstadt Berlin im ersten Halbjahr hinnehmen. Das zieht immerhin noch ein paar zusätzliche Deutsche an, die sich die Reste der Berliner Mauer, das Brandenburger Tor oder andere Sehenswürdigkeiten in Ruhe ansehen wollen. So wenige Touristen hatte es zuletzt im Jahr 2004 gegeben.

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© btrenkel, iStock So „einsam“ bekommt man Schloss Neuschwanstein selten zu Gesicht. So „einsam“ bekommt man Schloss Neuschwanstein selten zu Gesicht.
App „Sicher Reisen“ erleichtert den Durchblick /reise-news/detail/app-sicher-reisen-erleichtert-den-durchblick.html Solveig Michelsen 5643 20200720T094700 Die Einreise- und Quarantänebestimmungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Noch dazu ändern sich diese Regelungen, da auf die aktuelle Lage reagiert wird – manches wird wieder verschärft, anderes gelockert. Um den Überblick zu behalten, hat das Auswärtige Amt eine nützliche App herausgegeben: „Sicher Reisen“ heißt sie.

Für die konkrete Urlaubsplanung 2020 fehlt vielen Menschen der Überblick: In welches Land komme ich ohne Quarantänepflicht? Wo besteht Maskenpflicht? Für welche Region existiert eine Reisewarnung, die mir die Rückkehr nach Deutschland erschwert? Um bei all diesen Fragen auf dem aktuellsten Stand zu sein, empfiehlt sich die App des Auswärtigen Amtes „Sicher Reisen“ (für Android und iOS).

Darin kann man gewünschte Länder mit einem Pin versehen. Ändert sich der Reise- und Sicherheitshinweis für den zuvor ausgewählten Favoriten, wird man via Push-Nachricht darüber informiert. Darüber hinaus sind die weltweiten Länderinformationen des Auswärtigen Amtes schnell abrufbar, die Adressen der deutschen Vertretungen im Ausland und der Vertretungen des Reiselands in Deutschland hinterlegt. Ergänzt wird die App durch eine Checkliste für die Reisevorbereitung sowie Hinweise für das Verhalten in Notfällen (z.B. was tun bei Passverlust).

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© cherezoff, iStock Mit der App vom Auswärtigen Amt ist man sicher unterwegs. Mit der App vom Auswärtigen Amt ist man sicher unterwegs.
Legal campen in wilder Natur /reise-news/detail/legal-campen-in-wilder-natur.html Solveig Michelsen 5636 20200727T094900 Den Gedanken teilen viele: Campen ist die ideale Urlaubsform in Zeiten von Corona. Aber nicht auf überfüllten Zeltplätzen. Am liebsten in freier Natur. Nur ist das nicht erlaubt in Deutschland. Oder vielleicht doch? „Hinterland“ hat einen möglichen Weg gefunden.

Die Mission von Hinterland lautet „Sommer 2020 retten“. Gemeint ist damit das Urlaubsgefühl in Zeiten von Corona. Das einen zu privateren, abgeschiedeneren Urlaubsformen veranlasst, die nur leider nicht immer erlaubt sind in Deutschland. Zum Beispiel das wilde Campen in freier Natur. Aus dieser Sehnsucht hat Hinterland eine Vermittlungsplattform geschaffen, die Menschen mit Wald- und Wiesengrundstücken mit Campern zusammenbringt.

Noch finden sich nur wenige Angebote auf der Webseite www.hinterland.camp, doch die Idee ist so einfach wie genial und kostet weder den Anbieter noch den Interessenten etwas. Besitzer eines Gartens oder eines freien Grundstücks können auf der Plattform ihr Angebot mit Foto(s) hochladen – zu ihren Bedingungen und Preisen. Der Zelter oder Wohnmobilist kann dann über eine Deutschlandkarte oder direkt über die Angebote suchen, was ihm zusagt. So lassen sich vielleicht nicht nur schöne private Flecken zum Zelten finden, sondern auch noch nette Gastgeber. Denn die wahre Würze eines Urlaubs ist doch immer wieder eine schöne Begegnung mit Menschen vor Ort.

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© Ina Peter, iStock Privat zelten im fremden Garten? Kein Problem mit Hinterland.camp Privat zelten im fremden Garten? Kein Problem mit Hinterland.camp
Die sichersten Urlaubsländer in Zeiten von Covid-19 /reise-news/detail/die-sichersten-urlaubslaender-in-zeiten-von-covid-19.html Solveig Michelsen 5635 20200707T082900 Corona alias Covid-19 beeinflusst unser Urlaubsverhalten gehörig. Schließlich gibt es etliche Lieblingsdestinationen, die momentan nicht gerade zu den sicheren Reiseländern zählen. Doch wo lässt es sich entspannt urlauben? Wir haben ein paar Oasen ausfindig gemacht.

Die Wahl des Urlaubslands läuft dieses Jahr ganz anders ab als sonst: Die reine Attraktivität tritt zurück hinter Faktoren wie vertretbare Anreise, medizinischer Standard vor Ort und Infektionszahlen im Land. Dies führt natürlich zu ganz anderen Ergebnissen – und vielleicht auch überraschenden Destinationen, denen man unter anderen Umständen keinen zweiten Gedanken geschenkt hätte.

Corona-frei: Island

Als erstes europäisches Land konnte Island Ende Mai den Status „coronafrei“ vermelden; am 4. Juli 2020 gab es nur drei neue Infektionsfälle im ganzen Land. Damit dies so bleibt, wird die Einreise streng gehandhabt: Der Besucher hat die Wahl zwischen einer zweiwöchigen Quarantäne – was wohl die wenigsten Urlauber in Betracht ziehen – und einem Corona-Test, der seit 1. Juli kostenpflichtig ist (9000 SEK, knapp 60 Euro). Dafür kann man sich dann vor Ort maskenfrei bewegen, mit einem Sicherheitsabstand von zwei Metern. Darüber hinaus wird sich der Island-Urlauber ohnehin vorwiegend draußen aufhalten: Dank einer überwältigenden Natur stehen Outdoor-Sportarten an erster Stelle. Eine Ansteckung erscheint damit extrem unwahrscheinlich.

Ohne Maskenpflicht: Dänemark

Für viele bedeutet Urlaub Entspannung. Die für manche von der lästigen Maskenpflicht vereitelt wird. Warum also nicht nach Dänemark fahren? Dort kann man sich komplett maskenfrei bewegen (außer am Flughafen) – mit der Begründung, dass der Nutzen nicht einwandfrei bewiesen sei. Lediglich die Abstandsregel von einem Meter gilt es hier einzuhalten. Auch die Möglichkeit zur Autoanreise mag für viele ein positives Argument sein. Die Zahl der Neuinfektionen lag zuletzt (Stand 3. Juli 2020) bei 17 fürs gesamte Land.

Einsamkeit statt Massenauflauf: Baltikum

Auf viele wirken die Bilder von überfüllten Stränden – ob in Italien oder England – abschreckend. Was viele nicht wissen: Auch im Baltikum – den Ländern Estland, Lettland und Litauen – kann man im Sommer hervorragend in der Ostsee baden. Und noch vieles mehr. Die Hauptstädte Riga, das Jugendstilzentrum von Lettland, das mittelalterliche Tallinn in Estland und die Kirchenstadt Vilnius in Litauen sind unbedingt einen Besuch wert. Die Zahlen der Neuinfektionen waren zuletzt (4. Juli 2020) ebenfalls sehr niedrig: Estland 1, Lettland 0, Litauen 3.

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© anshar73, iStock Auch Tallinn, Hauptstadt von Estland, hat einiges zu bieten. Auch Tallinn, Hauptstadt von Estland, hat einiges zu bieten.
Grüne Strände gegen den Klimawandel /reise-news/detail/gruene-straende-gegen-den-klimawandel.html Solveig Michelsen 5634 20200713T094100 Die Non-Profit-Organisation „Project Vesta“ will den Klimawandel auf ungewöhnliche Weise bekämpfen: mit grünen Stränden. Mithilfe des grünen Minerals Olivin soll der Luft Kohlendioxid entzogen werden. Diese „Negativ-Emissions-Strategie“ ist kostengünstig und nachhaltig.

Grüne Strände sind nicht etwa der letzte Instagram-Schrei, sondern ein ehrgeiziges Projekt im Kampf gegen den Klimawandel: Sie sollen der Luft bis zu einer Billion Tonnen Kohlendioxid entziehen. Die Vision von Project Vesta stützt sich dabei auf das grüne Mineral Olivin, das einen natürlichen Prozess um ein Vielfaches beschleunigen soll.

Fällt Regen auf vulkanisches Gestein, wird dieses ein wenig aufgelöst und eine chemische Reaktion getriggert, bei der Kohlendioxid in Form von Bikarbonat ins Wasser gezogen wird. Viele Meerestiere verwenden dieses Bikarbonat, um Schalen zu bilden, die nach und nach zu Kalk auf dem Meeresboden werden.

Project Vesta will nun Olivin, ein günstiges und weit verbreitetes Mineral, großzügig an vielen Stränden verteilen, um die Bindung von Kohlendioxid zu beschleunigen. Studien haben die Wirksamkeit schon belegen können – nun muss die Praxis erprobt werden. Herausforderungen reichen dabei von der Finanzierung bis hin zum Durchdenken etwaiger ökologischer Konsequenzen.

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© Project Vesta Könnte den Klimawandel deutlich verlangsamen: grüner Sand Könnte den Klimawandel deutlich verlangsamen: grüner Sand
Einreise nach Island: Test statt Quarantäne /reise-news/detail/einreise-nach-island-test-statt-quarantaene.html Solveig Michelsen 5627 20200625T125200 Statt einer Quarantäne bietet Island bei einer Einreise eine Alternative an: Wer sich einem Corona-Schnelltest unterzieht (und diesen mit negativem Ergebnis besteht), darf ohne Auflagen einreisen. Hier die Details dazu.

Island war eines der ersten Länder weltweit, die sich Ende Mai die Errungenschaft „coronafrei“ auf die Fahnen schreiben konnten. Dank einer schnellen Reaktion auf das Virus – Rückkehrer aus Tirol wurden zum Beispiel bereits ab Ende Februar in Quarantäne gesteckt, obwohl erst am 7. März der erste offizielle Ischgl-Corona-Fall bestätigt wurde – und einer umfangreichen Testung (17% der Bevölkerung unterzogen sich Covid-19-Tests) konnte die Ausbreitung früh eingegrenzt werden – sogar ohne dabei Grundschulen oder Restaurants zu schließen.

Um sich diesen Status zu bewahren, werden die Grenzen nicht geschlossen, aber Einreisende vor die Wahl gestellt: zweiwöchige Quarantäne oder Corona-Schnelltest. Um das Testverfahren zu beschleunigen, wird Flugpassagieren das Ausfüllen eines Voranmeldeformulars empfohlen. Dies umfasst persönliche Kontakt- und Fluginformationen sowie Reisedaten und Adressen während des Aufenthaltes in Island und ist auf www.covid.is abrufbar.

Bis zum 30. Juni werden diese Tests kostenlos angeboten; danach wird eine Gebühr von 15.000 ISK (knapp 100 Euro) fällig. Kinder der Jahrgänge 2005 und jünger sind von dem Prozedere befreit.

App mit wichtigen Informationen zur aktuellen Covid-19-Situation auf Island soiwie Kontaktdaten zu den Gesundheitsbehörden: www.covid.is/app/de

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© HannamariaH, iStock Seit Ende Mai bereits coronafrei: Island Seit Ende Mai bereits coronafrei: Island
Skurrile Museen – endlich wieder geöffnet /reise-news/detail/skurrile-museen-endlich-wieder-geoeffnet.html Solveig Michelsen 5626 20200622T124500 Post Corona: Langsam kehrt das kulturelle Leben wieder zurück. Unter Auflagen geöffnet werden dürfen zum Beispiel die Museen. Wer bislang an verstaubte Ausstellungsstücke gedacht hat, hat die Chance, sich endlich eines Besseren belehren zu lassen. Zum Beispiel bei einem Besuch des Dackelmuseums in Passau. Oder dem Schweinemuseum in Stuttgart.

Attraktive Museen lassen sich sehr oft in zwei Sparten unterteilen: Die einen überzeugen durch Interaktivität, also Einbeziehung der Besucher. Die anderen besetzen eine extreme Nische, die ihnen einen begeisterten Fanclub beschert. Skurrile Museen tummeln sich auf dem zweiten Feld und versprühen damit einen ganz besonderen Charme, dem sich auch Menschen jenseits der eingefleischten Fangemeinde nicht entziehen können.

Beispiel gefällig? Der Dackel – neben dem Schäferhund der Deutschen liebstes Hundehaustier – hat in Passau 2018 ein eigenes Museum bekommen. Mehrere tausend Exponate sind in den Räumen am Residenzplatz zu bewundern. Die beiden Gründer Josef Küblbeck und Oliver Storz, selbst Dackelbesitzer, haben die Stücke über Jahrzehnte zusammengetragen, von Flohmärkten und Antiquariaten, sogar eine umfangreiche Schenkung eines Dackelfans ist dabei. Seit der Barockzeit sei der Dackel vor allem bei Adelsfamilien beliebt, erzählen die Initiatoren. Auch heute noch gilt der „Wursthund“, wie er im Englischen genannt wird, als Inbegriff bayerischer Gemütlichkeit.

Einem anderen Tier ist das Museum in Stuttgart gewidmet: dem Schwein. Hier geht es nicht nur um Devotionalien, sondern auch um Schweinerassen, die Wildschweinjagd oder Glücksschweine. 45.000 Objekte sind in insgesamt 27 Räumen zu besichtigen; für Sonderausstellungen werden immer wieder bekannte Künstler gewonnen. Der Untertitel „Kunst, Kultur und Kitsch“ verspricht mit einem Augenzwinkern: Hier hier darf voyeuristisch gegafft, gelacht, aber auch gelernt werden.

Mehr skurrile Museen finden Sie im DuMont Geschenkbuch „Schräge Museen“.

Informationen zu aktuellen Öffnungszeiten und mehr finden Sie unter www.dackelmuseum.de und www.schweinemuseum.de

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© Schweinemuseum Stuttgart Die beiden Gründer des Dackelmuseums, Josef Küblbeck und Oliver Storz, statten dem Schweinemuseum einen Besuch ab. Die beiden Gründer des Dackelmuseums, Josef Küblbeck und Oliver Storz, statten dem Schweinemuseum einen Besuch ab.
Zero Real Estate: Hotel-Biwak in den Schweizer Bergen /reise-news/detail/zero-real-estate-hotel-biwak-in-den-schweizer-bergen.html Solveig Michelsen 5625 20200629T125400 Ist das noch Übernachtung oder ist das schon Kunst? Die Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin sowie der Hotelexperte Daniel Charbonnier stellen mit ihrem Projekt die Frage: Was ist Luxus eigentlich? Ihre eigene Antwort darauf gibt es ab 1. Juli in sechs Schweizer und einer Liechtensteiner Destination zu bewundern und auszuprobieren.

Was heißt Luxus, insbesondere in puncto Übernachtung? Können unsere Hotelstandards diesem Anspruch überhaupt genügen? Solche und ähnliche Fragen führten die Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben und den Hotelexperten Daniel Charbonnier, Minds in Motion SA, zum Konzept der „konsequenten Immobilienbefreiung“. „Die Landschaft der Schweiz wird zur Tapete“, erklären die Künstler. Damit wachse die Region zu einem imaginären Gebäude zusammen. Was 2016 als Kunstinstallation begann, ist heute ein heiß begehrtes Übernachtungskonzept: Drei der sieben Natur-Suiten, die ab 1. Juli 2020 in der Ostschweiz sowie Liechtenstein zu haben sind, sind bereits ausgebucht.

Auch für das aktuelle Hygiene- und Sicherheitskonzept ist diese Übernachtungsform bestens geeignet. Die einzige Kontaktperson ist der persönliche Butler, dessen Dienste im Übernachtungspreis von 295 Franken/Doppelbett inbegriffen sind und der den Gästen auf künstlerisch-kreative Art gegenübertritt. Zum Beispiel als Wettermoderator durch ein ausgedientes Fernsehgerät. Sollte das Wetter die Traumnacht vereiteln, stehen übrigens Backup-Räume zur Verfügung.

Weitere Infos unter www.zerorealestate.ch

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© Appenzellerland Tourism Switzerland 2020 Neue Formen der Übernachtung: Komfort im Freien Neue Formen der Übernachtung: Komfort im Freien
Neuerungen bei Pass und Personalausweis /reise-news/detail/neuerungen-bei-pass-und-personalausweis.html Solveig Michelsen 5623 20200616T110000 Um die neuen Ausweisdokumente sicherer zu machen, hat das Bundesinnenministerium einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Digitale Bilder, um das so genannte Morphing zu verhindern, sowie Fingerabdrücke gehören dazu. Weitere Neuerungen gibt es beim Eintrag „Geschlecht“ und den Kinderausweisen.

Um die neuen Ausweisdokumente sicherer zu machen, hat das Bundesinnenministerium am 3. Juni 2020 einen Gesetzesentwurf beschlossen, der nun im Bundestag verabschiedet werden soll. Darin enthalten sind eine ganze Reihe an Neuerungen, die das Risiko von Fälschungen minimieren sollen.

Bilder nur noch digital

Da das so genannte Morphing – die Fotos zweier Menschen werden hier zu einem Bild verschmolzen – unkompliziert möglich ist, sollen Ausweisporträts in Zukunft nur noch von der zuständigen Behörde vor Ort aufgenommen werden dürfen. Auch Fotografen, die eine sichere Übermittlung an die Passbehörde garantieren können, dürfen aufgesucht werden.

Fingerabdrücke und Seriennummer

Mit der Beantragung eines Personalausweises werden in Zukunft auch zwei Fingerabdrücke genommen, die in der Ausweiskarte gespeichert werden. Außerdem werden die Ermittlungsbefugnisse der Polizei erweitert: Im Fahndungsfall soll es dann Polizisten gestattet sein, die zu einer Seriennummer gehörigen Daten bei den ausstellenden Behörden zu erfragen.

Geschlecht

Wer im Personenstandsregister weder als männlich noch als weiblich geführt wird, kann sich zukünftig im Reisepass-Feld „Geschlecht“ ein X eintragen lassen. Da in einigen Ländern deswegen Diskriminierung zu befürchten ist, darf aber ebenso „weiblich“ oder „männlich“ ausgewählt werden.

Kinderausweis

Der Kinderausweis wird in Zukunft statt sechs nur noch ein Jahr Gültigkeit besitzen. Alternative dazu ist der biometrische Reisepass, der nach wie vor sechs Jahre gültig bleiben soll.

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© Raffael Alexander, Shutterstock Sollen in Zukunft noch sicherer werden: unsere Reisepässe und Personalausweise. Sollen in Zukunft noch sicherer werden: unsere Reisepässe und Personalausweise.
Schwarzwald: Mountainbiken trotz Corona /reise-news/detail/schwarzwald-mountainbiken-trotz-corona.html Solveig Michelsen 5602 20200512T080300 Die Urlaubsaussichten sind derzeit sehr beschränkt – nämlich auf Deutschland. Zeit, ein paar Gebiete genauer unter die Lupe zu nehmen, die man sonst links liegen gelassen hat. Zum Beispiel den Schwarzwald. Dass der viel mehr kann als Kuckucksuhren, erzählt Patrick Schreib (45), Tourismus-Chef von Baiersbronn und begeisterter Mountainbiker, in einem Interview über den Stand der Dinge.

Normalerweise startet in Baiersbronn die Bike-Saison traditionell im April. Wie sieht es derzeit im Nordschwarzwald aus?

Sehr ruhig. Unsere Hotels haben gerade alle geschlossen und bereiten sich auf die Zeit vor, wenn sich die Tourismuswelt wieder zu drehen beginnt. Dann erwartet unsere Gäste ein bestens gepflegtes Streckennetz von 440 Kilometer Länge. Übrigens: Bei uns in Baiersbronn sind alle beschilderten Trails zu 100 Prozent legal!

Wie sehen Sie die Zukunft nach Corona?

Ich hoffe, dass sich die Menschen neu besinnen. Und merken, wie schön, abwechslungsreich – aber auch anspruchsvoll – es bei uns im Nordschwarzwald ist. „Urlaub in der Heimat" könnte ein neues Erfolgsmodell werden. Baiersbronn liegt weniger als eineinhalb Autostunden von Stuttgart, Karlsruhe und Straßburg entfernt. Und bietet auf kleinstem Raum überraschend viel Erlebnis – und das direkt in der Nachbarschaft.

Baiersbronn hat in Sachen Mountainbiken Leuchtturmcharakter für ganz Baden- Württemberg. Wie wichtig ist denn das Thema E-Biken und E-Mountainbiken für die Region?

E-Biken und E-Mountainbiken wird für uns natürlich immer wichtiger. Der Nordschwarzwald rund um Baiersbronn ist schließlich prädestiniert für E-Mountainbiker. Wir haben keine Liftanlagen, aber dafür kurze und knackige Anstiege, die man mit Elektrohilfe regelrecht hochfliegen kann. Oben angekommen, warten dann schöne Einkehrhütten wie z.B. die „Sattelei“ – und anschließend superflowige Singletrails, die alle sternförmig wieder nach Baiersbronn hinunter führen. E-Mountainbiker sind meist auch Genießertypen. Und Baiersbronn ist bekannt für seine vielen Top-Restaurants. Nirgendwo in Deutschland leuchten so viele Sterne am Gourmethimmel wie bei uns. Die perfekte Selbstbelohnung nach einem erlebnisreichen E-Bike-Tag!

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© Andreas Kern, Baiersbronn Bike-Spaß in Deutschland, genauer gesagt im Nordschwarzwald Bike-Spaß in Deutschland, genauer gesagt im Nordschwarzwald
Lissabon: European Green Capital 2020 /reise-news/detail/lissabon-european-green-capital-2020.html Solveig Michelsen 5593 20200326T081600 Mit dem Titel „European Green Capital“ werden Städte ausgezeichnet, die trotz wirtschaftlichem Wachstum signifikante Beiträge zum Umweltschutz leisten – und damit zur Lebensqualität der Bewohner. Während bislang die „grünen Hauptstädte“ vor allem im nördlichen Europa zu finden waren, wurde für das Jahr 2020 erstmalig eine südeuropäische Hauptstadt ausgewählt: Lissabon.

Nicht, dass Lissabon touristischer Aufmerksamkeit bedürfte. Wie viele andere Städte leidet auch die portugiesische Hauptstadt unter Overtourism. Doch bei dem Titel der Umwelthauptstadt Europas geht es vielmehr darum, ein leuchtendes Beispiel zu küren, wie wirtschaftliches Wachstum und Umweltschutz miteinander harmonieren können – zugunsten der Lebensqualität der Einwohner.

Die Grüne Hauptstadt Europas hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen um 60% zu senken, bis 2025 ein Verteilungsnetzwerk zur Wiederverwertung von Wasser zu installieren und in die Entwässerungsanlagen der Stadt zu investieren, um Überschwemmungsschäden zu verhindern, und bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury, Lissabon den Titel der „Umwelthauptstadt Europas“ zu verleihen, waren vorbildliche Praktiken in Sachen intelligenter Bürgerbeteiligung, grünes Wachstum, Öko-Innovation, alternative Mobilität, nachhaltige Bodennutzung, Anpassung an den Klimawandel und kommunale Abfallentsorgung.

Für das Jahr 2021 wurde das finnische Lahti zur European Green Capital auserkoren.

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© andriybozhok, iStock European Green Capital 2020: Lissabon European Green Capital 2020: Lissabon
Reiseziele für virtuelle Reisen /reise-news/detail/reiseziele-fuer-virtuelle-reisen.html Solveig Michelsen 5592 20200323T080100 Erstmal ist Sofa angesagt statt Urlaub. Wer trotzdem auf Reisen gehen möchte, braucht darauf dank moderner Technik nicht zu verzichten: Zahlreiche Sehenswürdigkeiten präsentieren sich virtuell im 360-Grad-Modus. Und das gilt längst nicht nur für Museen. Wie zeigen Ihnen, was sich in Österreich alles genießen lässt.

Wonach sehnt man sich am meisten, wenn man sich auf die eigenen vier Wände beschränken soll? Bei vielen heißt die Antwort: nach Weite und Natur. Wie wäre es deshalb, die Krimmler Wasserfälle zu besuchen, die Weißseeer Gletscherwelt zu erkunden oder putzigen Murmeltieren einen Besuch abzustatten? Virtuell, versteht sich. Hier kommt man zu den virtuellen Nationalpark-Welten Österreichs. Um die 360-Grad-Projekte zu realisieren, wurden eigens Aufnahmegeräte mit zwölf Kameras auf einem Ring angefertigt. Was ursprünglich den Menschen dienen sollte, die nicht mehr selbst auf Reisen gehen können, leistet momentan allen Fernwehgeplagten gute Dienste.

Auch das Salzkammergut, der Wörther See oder die Eisriesenwelt in Werfen lassen sich auf diese Weise entdecken – und inspirieren vielleicht für den nächsten Urlaub.

Kulturinteressierte statten der Albertina oder dem Kunsthistorischen Museum in Wien einen virtuellen Besuch ab, Schloss oder Tiergarten Schönbrunn. Für Sisi-Fans gibt es ebenso einen Rundgang durch ihr Leben wie für Mozart-Anhänger. Die virtuellen Reiseerlebnisse Österreichs finden Sie unter dieser Adresse: www.austria.info/de/virtuelle-erlebnisse-in-oesterreich

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© coehm, iStock Mögliches Ziel virtueller Reisen: die Krimmler Wasserfälle Mögliches Ziel virtueller Reisen: die Krimmler Wasserfälle
Allgemeine Reisewarnung des Auswärtigen Amts /reise-news/detail/allgemeine-reisewarnung-des-auswaertigen-amts.html Solveig Michelsen 5591 20200319T092700 Erstmalig in der Geschichte des Auswärtigen Amts wird eine Reisewarnung für die ganze Welt ausgesprochen. Was für die wenigstens als Überraschung kommt, hat für viele enttäuschte Urlaubsplaner einen kleinen positiven Nebeneffekt: Sie bekommen ihr Geld zurück.

Von internationalen Reisen wird seit Ausbruch des Corona-Virus in Europa ganz allgemein abgeraten. Dabei geht es nicht nur um die unkontrollierte Ausbreitung des Erregers, sondern auch darum, dass Urlauber unter Umständen die Heimreise nicht mehr antreten können. Viele Fluglinien haben ihren Betrieb eingestellt, etliche Länder haben ihre Grenzen dicht gemacht und stellen Einreisende unter Quarantäne. Auch innerhalb von Deutschland dürfen – je nach Bundesland – keine touristischen Nächtigungen mehr stattfinden.

Viele Urlauber haben deshalb schon vor langer Zeit ihre Reiseplanung über den Haufen geworfen – mit zum Teil erheblichen finanziellen Folgen. Denn solange keine explizite Reisewarnung für ein Land besteht, bekommt der Urlauber bei eigeninitiativen Stornierungen auch kein Geld zurück. Nach der weltweiten Reisewarnung des Auswärtigen Amts präsentiert sich die Lage nun anders: Reisen, die aufgrund der Warnung storniert werden, bekommt man von den Veranstaltern voll erstattet. Alternativ können sie eine Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt anbieten. Wer der Touristik-Branche in diesen Zeiten unter die Arme greifen möchte, sollte dies ernsthaft in Betracht ziehen.

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© Stephen Marques, Shutterstock Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts gilt weltweit. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts gilt weltweit.
5 Tipps gegen den Lagerkoller zu Hause /reise-news/detail/5-tipps-gegen-den-lagerkoller-zu-hause.html Solveig Michelsen 5590 20200330T080400 Der gut vernetzte und allzeit mobile Mensch ist das nicht mehr gewohnt: Zu Hause in seinen vier Wänden zu bleiben. Selbst bei maximalem Zerstreuungsangebot – Internet, Skype, Netflix, Kindle & Co.– kann sich da schnell einmal ein Lagerkoller einstellen. So entkommt man ihm:

Tag strukturieren

Für die Stimmung sehr förderlich ist es, einen geregelten Tagesablauf beizubehalten oder zu etablieren. Erst das Home Office, dann die Zerstreuung. Oder im Urlaub: erst den Keller aufräumen, dann in ein Buch vertiefen. Das steigert die Vorfreude und gibt uns Halt. Deshalb auch nie im Pyjama die Arbeit erledigen, sondern sich am besten genau so sorgfältig kleiden, als würde man ausgehen.

Einflüsse minimieren

An Einflüssen von außen mangelt es in Ausnahmesituationen nie. Besonders die negativen Schlagzeilen breiten sich schnell aus und drücken aufs Gemüt. Auch wenn man sich für immun gegen Panikmache hält, bleibt ein unangenehmer Rest hängen und verdichtet sich. Deshalb: Nur in ausgewählten Zeitfenstern Nachrichten an sich heranlassen.

Frische Luft schnappen

Für Kreislauf, Immunsystem und die Stimmung ganz wichtig: raus an die frische Luft! Egal, ob bei einem Spaziergang, einer Wanderung oder Radtour – oft kann man damit eine Art Reset-Taste drücken und fühlt sich erfrischt.

Mentale Simulation

Leuten mit viel Fantasie fällt es leicht: sich vorzustellen, man nehme als Held einer Geschichte an einem Test teil und müsse nun die Aufgaben mit Bravour bestehen. Das schafft Distanz zum Geschehen und verleiht neue Kräfte. Man denke nur an die Mars-Simulationen, bei denen Wissenschaftler zum Teil über ein Jahr auf engstem Raum zusammen leben. Mit der Überzeugung der Sinnhaftigkeit begeben sich etliche Menschen freiwillig in eine solche Situation.

Vom nächsten Urlaub träumen

Und nicht zuletzt tröstet der Gedanke, dass es hoffentlich nur eine Frage der Zeit ist, bis wieder alles in gewohnten Bahnen verlaufen kann. Der nächste Urlaub wird dafür umso intensiver ausfallen, weil man die alten Freiheiten wieder zu schätzen weiß. Deshalb schadet es nicht, sich auch mit positiven Ausblicken auf die nächste Urlaubsplanung zu beschäftigen: Wohin möchte ich reisen, wenn alles wieder „normal“ ist?

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© Fly_dragonfly, iStock Auch Reiseplanung darf sein: positive Ausblicke für die Zeit danach. Auch Reiseplanung darf sein: positive Ausblicke für die Zeit danach.
Paris ohne Autos /reise-news/detail/paris-ohne-autos.html Solveig Michelsen 5579 20200226T091700 Das Auto soll das langsamste Fortbewegungsmittel werden. Straßen sollen auf ihre ursprüngliche Breite zurückgebaut werden. Und an Stelle der Parkplätze sollen Grünflächen und Spielplätze entstehen. Sollte die amtierende Bürgermeisterin Anne Hidalgo wieder gewählt werden, könnte Paris zum Vorbild für viele Städte werden.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat in Sachen Innenstadtverkehr bereits einiges erreicht: In nur einem Jahr ist die Anzahl der Pendler, die aufs Rad umgestiegen sind, um 50% gestiegen. Da mögen durchaus die wiederholten Streiks öffentlicher Verkehrsmittel mit hineingespielt haben. Aber eben auch der konsequente Ausbau neuer Radwege und die Sperrung eines Seine-Ufers für Autos. Die Nutzung der Pkws ist erstmals seit dem Jahr 1940 (!) rückläufig gewesen.

Sollte Anne Hidalgo eine weitere Amtszeit antreten dürfen, verspricht sie Zukunftsweisendes: Autos sollen nach und nach aus der Innenstadt verbannt werden, indem Parkplätze zu Grünflächen und Spielplätzen umgebaut, große Avenuen zu Spielstraßen werden. Fußgänger haben hier Vorrang und erlauben dann kein schnelles Durchkommen mehr.

Ursprünglicher Grund dieser Maßnahmen war die starke Luftverschmutzung; inzwischen geht es mehr um die Lebensqualität der Bewohner. Auch ohne Auto sollen alle nötigen Einrichtungen und Geschäfte innerhalb von 15 Minuten erreichbar sein. Mit dem E-Bike oder einem Roller ist das kein Problem. Auf den Illustrationen der Kommune ist viel Grün zu sehen – und ein gemütliches Leben auf der Straße, das sicher auch das soziale Miteinander stärken wird. Vielleicht schafft es Paris, diese Utopie eines lebenswerten Stadtlebens wirklich umzusetzen.

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© dennisvdw, iStock Die Champs-Élysées: bald Spielstraße statt verstopfte Verkehrsader? Die Champs-Élysées: bald Spielstraße statt verstopfte Verkehrsader?
Neues aus Oslo /reise-news/detail/neues-aus-oslo.html Solveig Michelsen 5574 20200212T090600 2020 ist in Oslo das Jahr der großen Eröffnungen. Gleich vier kulturelle Highlights in und um die norwegische Hauptstadt werden erstmals für Besucher zugänglich sein – darunter ein Museum, eine Bibliothek und ein Klimahaus.

Munch-Museum

Im Sommer 2020 eröffnet das neue Munch-Museum auf sage und schreibe 13 Stockwerken – eines der größten Museen der Welt, das einem einzigen Künstler gewidmet ist. Drei Dauerausstellungen widmen sich seinen 28.000 Werken; dazu kommen temporäre Ausstellungen und Werkschauen anderer Künstler, die einen Bezug zu Munch aufweisen. Vier der Stockwerke sind übrigens vorgesehen für Konzerte, Lesungen und kulturelle Veranstaltungen wie Kunstworkshops. Das Restaurant im 13. Stock bietet eine spektakuläre Aussicht über den Oslofjord.

Stadtbibliothek „Deichmanske Bibliotek“

Die Neue Osloer Stadtbibliothek „Deichmanske Bibliotek“ gehört definitiv zu den außergewöhnlichsten Bibliotheken Norwegens und tritt damit in die Fußstapfen der finnischen Bibliothek Oodi. Ab 28. März 2020 soll das moderne Gebäude mit zahlreichen Gemeinschaftsräumen für Diskussionen, Workshops, oder Filmvorführungen eröffnet werden.

Klimahaus

Das edukative Klimahaus im Botanischen Garten beschäftigt sich mit allen Fragen rund um den Klimawandel. Ab dem Frühjahr 2020 können sich Interessierte dort informieren – Hauptzielgruppe sind die jüngeren Generationen. Praktisch ist auch seine zentrale Lage: Vom Hauptbahnhof in Oslo ist es nur 20 Gehminuten entfernt.

Kulturdestination Ramme

Etwas weiter weg, nämlich 40 Autominuten von Oslo entfernt, eröffnet im Frühjahr 2020 mit einer großen Munch-Ausstellung die Kulturdestination Ramme. Dort, wo Munch einst einige seiner berühmtesten Werke malte, dreht sich nun alles um Kunstausstellungen, Theaterstücke, Konzerte und andere kulturelle Aktivitäten. Ein offener Bauernhof bietet Hofladen und Gartentage, die malerische Umgebung zahlreiche Spazier-Optionen.

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© Estudios Herreros Das neue Munch-Museum mit 13 Stockwerken Das neue Munch-Museum mit 13 Stockwerken
El Hierro will zu 100% nachhaltig werden /reise-news/detail/el-hierro-will-zu-100-nachhaltig-werden.html Solveig Michelsen 5572 20200219T091000 Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt im Sommer 2019 beschließt die kanarische Insel El Hierro, in Zukunft zu 100% nachhaltig zu werden. Das bedeutet konkret: ausschließliche Nutzung erneuerbarer Energien, Zero-Waste-Programm, biologische Landwirtschaft und naturverträglicher Tourismus.

Die Pläne, möglichst umweltfreundlich zu arbeiten und zu wirtschaften, gibt es auf der kanarischen Insel El Hierro nicht erst seit gestern. Sie sind also keine Antwort auf die immer größer werdende globale Sorge um das weltweit schwankende Klima und seine Folgen, aber dafür ein leuchtendes Beispiel in Zeiten wie diesen. Bereits 1997 beschloss die Inselverwaltung, energieautark zu werden, möglichst wenig Abfall zu produzieren, biologisch zu landwirtschaften und nachhaltigen Tourismus zu fördern. Nicht so einfach. Selbst das ehrgeizige Windwasserkraftwerk „Gorona del Viento (GdV)“ brachte es nur auf eine Substitutions-Quote von 50%; der restliche Strom musste mit Dieselgeneratoren produziert werden.

Im Sommer 2019 gelang El Hierro nun ein einzigartiges Pilotprojekt: 24 Tage lang bezogen die Insulaner ihren gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Ressourcen. Das spornte die zweitkleinste kanarische Insel an, ihr ehrgeiziges Umweltprojekt weiterzuführen. El Hierro möchte die erste, vollständig nachhaltige Insel der Welt werden. Dazu gehört auch ein umweltverträglicher Tourismus, denn auf zwei Millionen Einwohner kommen jährlich bis zu 15 Millionen Touristen. Als UNESCO-Biosphärenreservat fühlt man sich doppelt verpflichtet. Dazu gehören zum Beispiel strenge Regeln im Tauchreservat, kleine Pensionen statt große Hotels und die Förderung lokaler Produkte und Handwerke. Beim Transport setzt man auf die Biodieselstrategie – altes Pflanzenöl wird als Kraftstoff genutzt – oder auf Elektromobilität. Für Touristen soll die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie die Benutzung von Sammeltaxen gefördert werden.

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© Charles03, iStock El Hierro möchte die erste, vollständig nachhaltige Insel der Welt werden. El Hierro möchte die erste, vollständig nachhaltige Insel der Welt werden.
Humorvollster Staat der Welt: die Conch Republic /reise-news/detail/humorvollster-staat-der-welt-die-conch-republic.html Solveig Michelsen 5571 20200205T084900 Aus Protest gegen eine Grenzkontrollstelle in Florida auf dem Weg nach Key West wurde am 23. April 1982 ein eigener Staat gegründet: die Conch Republic. Ihr Staatsmotto „We seceded where others failed“ (Wir haben uns abgespalten, wo andere versagt haben) verweist auf ihre Geschichte – und auf ihren Humor.

Die Conch Republic in Florida ist ein ausgesprochen humorvoller und friedliebender Staat und wurde 1982 als Abspaltung von Key West gegründet. Und zwar als Antwort auf eine von den US-Behörden eingerichtete Grenzkontrollstelle am Highway Nr. 1, die damit illegale Einwanderer aufspüren wollte, aber durch massive Staus große touristische Einbußen nach sich zog. Nachdem eine Klage dagegen gescheitert war, erklärte Key West kurzerhand seine Unabhängigkeit und rief die Conch Republic aus. Sie erklärte der USA den Krieg, kapitulierte eine Minute später wieder und ersuchte um eine Milliarde Dollar für den Wiederaufbau – die natürlich nie gezahlt wurden. Doch dies brachte ihnen so viel mediale Aufmerksamkeit ein, dass die Kontrollstelle schließlich aufgegeben wurde.

Ihren größten Coup landeten sie 1995, als sie die US-Armee, die auf Key West die Invasion eines Eilands proben sollte, mit trockenem Baguette und Wasserpistolen tatsächlich zum Rückzug bewegten. Außerdem gibt es die "Conch Special Forces": Wenn die US-Küstenwache den Inselbewohnern zu nahe kommt, wird sie bombardiert – mit Klopapierrollen.

Laut einem Gutachten der Universität Wien handelt es sich übrigens tatsächlich um einen Staat im völkerrechtlichen Sinne, sodass die Conch Republic bereits mehr als eine halbe Million Reisepässe ausstellen konnte. Als offizielles Reisedokument sind sie aber trotzdem nicht anerkannt – aber beliebt bei Menschen mit Humor. Wer Interesse daran hat (100 US-Dollar für einen Pass auf www.conchrepublic.com, in Deutschland gibt es sogar ein Konsulat) braucht keine Angst vor Verpflichtungen zu haben: Statt Steuereinnahmen werden in der Conch Republic Partys geschmissen, um an Geld zu kommen.

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© Lukasz Stefanski, Shutterstock Die Flagge der Conch Republic Die Flagge der Conch Republic
Reisebuchung: online oder im Reisebüro? /reise-news/detail/reisebuchung-online-oder-im-reisebuero.html Solveig Michelsen 5557 20200122T082400 „Reisebüro war gestern – heute ist online Buchen angesagt!“ Wirklich? Laut den Zahlen des Deutschen Reiseverbands hat die Zahl der Reisebüros 2019 nicht weiter abgenommen. Im Gegenteil: Etliche Urlaubswillige kehren zu dieser Form der Reisebuchung zurück. Wir verraten warum.

„Online“ ist nicht immer gleichbedeutend mit „besser“. Diese Erfahrung mussten auch etliche Urlaubsaspiranten machen, die nun zu den wieder steigenden Kundenzahlen der stationären Reisebüros gehören. 2018 hatte die Zahl der Online-Buchungen die Zahl der im Reisebüro getätigten Buchungen erstmals überschritten (für mindestens fünftägige Reisen). Nun ist ein leiser Gegentrend zu spüren. Warum?

Viele Online-Bucher sind enttäuscht über die Unzuverlässigkeit der Angaben: Kaum hat man sich für eine Reise entschieden und alle Daten für eine abschließende Buchung endlich eingegeben, heißt es: „Leider ist diese Reise nicht mehr verfügbar.“ Oder: „Leider hat sich der Reisepreis in der Zwischenzeit geändert.“ Natürlich nach oben. Das ärgert den Kunden, lässt sich aber seitens der Suchmaschinen nicht so einfach beheben. Denn bei einer Masse von rund 35 Milliarden Reiseangeboten, die parallel im World Wide Web angeboten werden, können die Daten nicht minütlich aktualisiert werden. In der Regel geschieht das nur ein bis zwei Mal täglich. Da kommt es schon mal vor, dass man veraltete Daten angezeigt bekommt – ohne böse Absicht seitens der Veranstalter. Genau gesagt machen diese „Versehen“ inzwischen 48 Prozent aller Buchungsanfragen aus. Dagegen hilft nur eines: der Gang in ein altbewährtes Reisebüro. Dort erfolgt die Vakanzprüfung in der Regel vor dem Angebot an den Kunden – und beugt Enttäuschungen vor.

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© Daxus, iStock Reisebuchung: lieber online oder im Reisebüro? Reisebuchung: lieber online oder im Reisebüro?
"Holland" gibt es nicht mehr /reise-news/detail/holland-gibt-es-nicht-mehr.html Solveig Michelsen 5555 20200116T121000 Waren Sie auch schon mal in Holland? Verzeihung, in den Niederlanden? Seit 1. Januar 2020 nimmt man es mit der offiziellen Länderbezeichnung ganz genau. Neben dem Wunsch nach der korrekten Bezeichnung haben noch weitere Gründe für ein konsequentes Umdenken gesorgt.

Wurden zuvor die beiden Begriffe „Holland“ und die „Niederlande“ gleichermaßen benutzt, um das kleine Königreich im Nordwesten Europas zu benennen, soll ab sofort klar differenziert werden: Das eigentliche Holland, aus einer ehemaligen Grafschaft hervorgegangen, macht gerade einmal zwei der zwölf Provinzen der Niederlande aus. Der Großteil des Landes bleibt also unberücksichtigt bei dem Begriff, der sich nicht nur im Ausland als Synonym für die Niederlande eingeprägt hat.

Schuld daran sind unter anderem Marketing-Maßnahmen, die die Bezeichnung „Holland“ mit sehr touristischen Assoziationen wie Tulpen und Windmühlen aufgeladen haben. Inzwischen fühlt man sich allerdings auf genau diese Klischees reduziert. Und in Zeiten des Overtourism sollen Besucher auch auf den Rest des Landes aufmerksam gemacht werden.

Deshalb werden ab sofort in sämtlichen offiziellen Dokumenten nur noch „Die Niederlande“ benutzt. Auch die niederländische Tourismusbehörde wird sich einen neuen Namen geben müssen – sie läuft derzeit noch unter www.holland.com.

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© Jag_cz, iStock Die Niederlande wollen nicht mehr mit Klischees assoziiert werden und verbitten sich nun das Synonym „Holland“. Die Niederlande wollen nicht mehr mit Klischees assoziiert werden und verbitten sich nun das Synonym „Holland“.
Drei Wege auf die Riegersburg /reise-news/detail/drei-wege-auf-die-riegersburg.html Solveig Michelsen 5553 20200130T083300 Als „stärkste Feste der Christenheit“ wurde die Riegersburg einst bezeichnet. Imposant thront sie auf einem 200 Meter hohen Basaltkegel im Südosten der Steiermark und zieht die unterschiedlichsten Besucher an. Zu bieten hat sie neben historischen Mauern drei Museen, mehrere Klettersteige und eine Greifvogelwarte.

Nicht von ungefähr gehört die Riegersburg zu den bekanntesten Touristenattraktionen der Steiermark. Schon von Weitem zieht sie alle Blicke auf sich – erhaben thront sie auf einem 200 Meter hohen Basaltfelsen, der aus der lieblichen steirischen Hügellandschaft ragt. Und für Besucher hat sie einiges zu bieten, sodass der Tagesausflügler entscheiden muss: die alten Gemäuer durchstreifen oder eines der Museen besuchen? Burgmuseum, Waffenmuseum oder gar das Hexenmuseum, das Einblick in die schaurigen Hexen- und Zaubererprozesse im 17. und 18. Jahrhundert gibt.

Das Spannendste aber bleiben die unterschiedlichen Wege auf die Riegersburg. Wer es bequem mag oder mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs ist, benutzt den Panorama-Schrägaufzug. Zu Fuß steigt man einen 20-minütigen Felsenweg bergan. Alternativ hat die Riegersburg aber noch mehrere Klettersteige zu bieten. Zwei von ihnen enden direkt im Gastgarten der Burgtaverne, wo man mit einer Glocke sein Kommen ankündigen kann und somit nicht lange auf sein Bier warten muss.

Die Schwierigkeit des Leopold-Klettersteigs (ca. 45 Minuten) bewegen sich bis zu Grad C, eine Variante (+10 Minuten) enthält D/E-Stellen. Kurz vorm Ausstieg ist noch eine einstündige Verlängerung über den Heinrich-Klettersteig (C/D) möglich. Der Jungfernsteig, ein weiterer Klettersteige der Klasse C, ist nur geführt begehbar. Und für Kinder gibt es den kurzen Rittersteig.

Weitere Infos unter www.dieriegersburg.at

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© Thermen- & Vulkanland Steiermark/Eisenberger Imposant thront die Riegersburg auf einem Basaltmonolith. Imposant thront die Riegersburg auf einem Basaltmonolith.
Wo es die Berliner Mauer noch zu sehen gibt /reise-news/detail/wo-es-die-berliner-mauer-noch-zu-sehen-gibt.html Solveig Michelsen 5547 20191228T084800 Genau 30 Jahre ist es her, dass die Berliner Mauer zu Fall gebracht wurde. Viele Menschen haben sich ein Stück als Erinnerung herausgebrochen; etliche Teile wurden in die ganze Welt verkauft oder verschenkt. In Berlin selbst ist es heute schwierig, überhaupt noch einen Blick auf das einstige Grenzbauwerk zu erhaschen. Hier ein paar Tipps.

In 40 Ländern rund um den Globus kann ein Stück der Berliner Mauer besichtigt werden. Zahlreiche Länder und Institutionen hatten sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 darum bemüht, einen Teil des Mauerkuchens abzubekommen. Wer nicht nach Südafrika oder Argentinien reisen möchte, um ein Stück deutscher Geschichte zu begreifen – im wörtlichsten Sinn –, sollte sich vorab gut informieren, wo in Berlin noch Teile davon zu sehen sind.

Insgesamt sind nur drei am Originalstandort erhalten gebliebene Teilstücke bekannt. Das längste davon befindet sich an der Bernauer Straße, ist aber sehr lückenhaft. Ein Teil des erhaltenen Mauerstücks wurde in die dortige Gedenkstätte integriert. Der mit rund 200 Metern fast ebenso lange Abschnitt an der Niederkirchnerstraße beim Ausstellungsgelände der „Topographie des Terrors“ steht heute unter Denkmalschutz. Ebenfalls denkmalgeschützt ist der kurze Abschnitt an der Liesenstraße.

Im Hinterland gibt es mit der „East Side Gallery“ rund 100 Murals zu bewundern – großflächige Graffiti, die nach dem Fall der Mauer aufgesprüht wurden und die Wiedervereinigung visuell kommentieren. Auch am Potsdamer Platz und am Checkpoint Charlie, einem der wichtigsten damaligen Grenzübergänge, sind Teile der Mauer ausgestellt. Eine vollständige Übersicht aller Mauerreste findet sich auf Wikipedia.

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© umut rosa, Shutterstock Von der Berliner Mauer ist nicht mehr allzu viel zu sehen in Berlin. Von der Berliner Mauer ist nicht mehr allzu viel zu sehen in Berlin.
"Landschaftskinowege" in Bayern /reise-news/detail/landschaftskinowege-in-bayern.html Solveig Michelsen 5546 20191218T085300 Landschaftskinowege sind Premiumwanderwege, die entlang der schönsten Landschaften Oberbayerns führen – versteckt und ruhig gelegen, gut geschützt vor Stress und Lärm. So heißt es in der Beschreibung der Touren. Neben dem „Kino für den Kopf“ auf den Logenplätzen und Sonnenlichtpunkten wird mit gemütlichen Einkehrmöglichkeiten auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Landschaftskino – was darf man sich darunter nun vorstellen? Nehmen wir an, Sie spazieren in tief verschneiten Winterwäldern vor sich hin. Plötzlich tut sich eine helle Lichtung auf und gibt den Blick frei auf ein Panorama, das postkartentauglich ist. Das ist dann “Landschaftskino“. Die so genannten Landschaftskinowege können aber noch mehr. Für eine Auszeichnung mit diesem Prädikat muss es mindestens eine ansprechende Einkehrmöglichkeit auf der Tour geben, die Wege sind gut präpariert und einfach erreichbar, die Streckenführung abwechslungsreich. Beispiele dafür sind der Premium-Winterwanderweg Panorama bei Reit im Winkl im Chiemgau, der sechs Kilometer auf der tief verschneiten Hemmersuppenalm entlangführt, oder der Burghausener Panoramaweg entlang der weltlängsten Burg und durch die mittelalterliche Altstadt der bayerisch-österreichischen Grenzstadt.

Das Gleiche gibt es noch einmal für Langläufer und heißt dann Landschaftskinoloipen. Auch hier stehen lichte Aussichtspunkte, Bergpanorama, ursprüngliche Dörfer, gemütliche Stuben und warmherzige Gastgeber im Vordergrund. Eine gute Präparierung, eine vorbildliche Ausschilderung und nur leichte Steigungen sorgen für den Premiumcharakter. Sanft eingebettet in eine Hügellandschaft ist zum Beispiel die Langlaufloipe Hohenpeißenberg im Pfaffenwinkel, die auf sieben Kilometern an Bergen und einem malerischen See vorbeiführt. Als besonders schneesicher gilt die Kloo-Ascher-Runde in Bayrischzell.

Mehr Infos zu Landschaftskinowegen und -loipen unter www.oberbayern.de/winter/.

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© Peter von Felbert, Tourismus Oberbayern München e.V. Ein „Logenplatz“ eines Landschaftskinowegs Ein „Logenplatz“ eines Landschaftskinowegs
Parma: italienische Kulturhauptstadt 2020 /reise-news/detail/parma-italienische-kulturhauptstadt-2020.html Solveig Michelsen 5541 20191211T084200 Parma kann weitaus mehr als Parmesan und Parmaschinken. Die Stadt des guten Geschmacks ist zur italienischen Kulturhauptstadt 2020 gewählt worden und lässt den Besucher mit über 400 Veranstaltungen an ihren kulturellen Schätzen teilhaben.

270 Kilometer Spaghetti werden in der größten und ältesten Pastafabrik in Parma hergestellt – wohlgemerkt pro Stunde! Daneben rund 340 Parmesan-Käsereien und die berühmte Kochschule Alma und Barilla – kein Wunder, dass Parma als einzige Stadt des Landes von der UNESCO die Auszeichnung „Creative City for Gastronomy“ erhielt. Doch das Kulinarische soll nicht von den kulturellen Schätzen ablenken, die die oberitalienische Großstadt mit knapp 200.000 Einwohnern zu bieten hat. Der prächtige Dom mit seinem Platz, der Palazzo della Pilotta und das Baptisterium in zartrosa und cremeweißem Verona-Marmor sind nur einige der sehenswerten Gebäude.

Im Kulturhauptstadtjahr 2020 dominieren jedoch Events und Veranstaltungen, die einen neuen Blickwinkel auf die alten Schätze bieten. Die Ausstellung „Die Zukunft des Gedächtnisses“ (24.04.-10.10.2020, Ospedale Vecchio) erinnert an das ehemalige Krankenhaus, das dort untergebracht war. Die Ausstellung „Time Machine“ (12.01.-03.05.2020, Palazzo del Governatore) widmet sich der Frage, wie Kino, Fernsehen und Videoinstallationen unsere Wahrnehmung der Zeit verändert haben. In Zusammenarbeit mit jungen italienischen Künstlern entstehen in den Vororten neue Begegnungsorte zwischen Menschen: „Temporary Signs“ (01.04.-30.09.2020). Und in der Abtei von Valserena ist die Installation „Design! Objekte, Prozesse, Erfahrungen“ (28.05.-06.09.2020) zu sehen. Zum Jahresende lädt die Ausstellung „Das Unsichtbare sehen“ (03.10.-20.12.2020) ins APE Parma Museum ein.

Wie schwärmte schon der deutsche Romantiker Ludwig Tieck: „Niemand sage, er habe Italien gesehen, wenn er nicht dich besucht hat, Parma, und deinen Dom.“

Mehr Infos zum Programm der Kulturhauptstadt 2020 unter www.parma2020.it (leider nicht auf Deutsch).

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© APT Servizi Regione Emilia Romagna Parma hat weitaus mehr zu bieten als nur Parmesan und Schinken. Parma hat weitaus mehr zu bieten als nur Parmesan und Schinken.
Was Sie im Urlaub nicht fotografieren dürfen /reise-news/detail/was-sie-im-urlaub-nicht-fotografieren-duerfen.html Solveig Michelsen 5534 20191204T143700 „Ist ja bloß für meinen privaten Blog, dem sowieso nur wenige folgen.“ – Mit solchen und ähnlichen Begründungen glauben viele Urlauber im (Foto-)Recht zu sein, wenn sie Gebäude oder andere Personen ablichten. Doch die Trennlinie zwischen „gerade noch erlaubt“ und „kann rechtliche Konsequenzen haben“ ist leider sehr dünn.

Sobald ein Bild öffentlich sichtbar ist – auf Facebook, Instagram oder einem Blog –, gelten verschärfte Regelungen, was das Motiv betrifft. Personen dürfen zum Beispiel nur dann in erkennbarer Form darauf zu sehen sein, wenn eine Einverständniserklärung der Betreffenden vorliegt – in Zweifelsfällen am besten in schriftlicher Form. Minderjährige dürfen auch für private Zwecke nur mit Einverständnis der Eltern fotografiert werden.

Da konzentriert man sich doch lieber auf Landschaften und Gebäude. Doch selbst hier gibt es Tücken. Bei Gebäuden sind in der Regel lediglich Außenaufnahmen erlaubt – von einem öffentlich zugänglichen Platz. Stative oder Drohnen sind nicht zulässig. Und manche Bauwerke unterliegen einem Urheberrecht. Beim Eiffelturm ist es inzwischen erloschen, doch seine nächtliche Beleuchtung – als Lichtershow kreiert 1985 von Pierre Bideau – erfordert das Einholen einer Erlaubnis von der „Société d'Exploitation de la tour Eiffel“. Nur solange der nächtliche Eiffelturm Teil einer umfangreicheren Skyline ist, ist ein publiziertes Foto legal: Dann greift nämlich das Recht auf Panoramafreiheit.

Bei Kunstwerken im Freien kommt es darauf an, ob es sich um eine dauerhafte Installation handelt. Falls nicht, sollte auch hier von einer Veröffentlichung des Bildes Abstand genommen werden. So dürfen Aufnahmen vom Berliner Reichstag zwar zugänglich gemacht werden – aber nur, wenn er beispielsweise nicht gerade vom Künstlerpaar Christo verhüllt worden ist. Hier greift dann wieder das Urheberrecht.

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© interlight, iStock Fotografieren nur bei Tag erlaubt! Fotografieren nur bei Tag erlaubt!
So viel Zeit verbringen wir mit Urlaubs-Tagträumen /reise-news/detail/so-viel-zeit-verbringen-wir-mit-urlaubs-tagtraeumen.html Solveig Michelsen 5529 20191127T085000 Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Wer kennt das nicht? Kaum wieder im Alltag angekommen, träumt man von den nächsten Reisezielen. Selbst wenn wir sie uns nicht leisten können. Wie viel Zeit genau wir mit Urlaubs-Tagträumen verbringen, hat eine Studie nun ans Licht gebracht.

2000 Menschen wurden bei einer Studie von OnePoll und Apple Vacations befragt – mit interessanten Ergebnissen. 82% aller Befragten gaben an, mit offenen Augen vom nächsten Urlaub zu träumen, und zwar durchschnittlich 200 Stunden pro Jahr. Das ergibt 24 volle Arbeitstage. 37 Minuten pro Tag werden durchschnittlich damit verbracht, im Internet auf Urlaubswebseiten zu surfen, und rund die Hälfte tut dies, während sie isst.

65% aller Befragten gaben dabei zu, dass sie sich über Reisen informieren würden, für die sie nicht genug Geld aufbringen könnten. Das passt zur Statistik, dass 79% aller Urlaubsinteressierten auf der Jagd nach Schnäppchen sind. Sieben von zehn Reisewilligen lassen sich dabei von Freunden oder Bekannten inspirieren. 62% der Interviewten gaben an, dass eine Flugbuchung für sie Stress bedeute und die schwerste Frage die nach dem „Wann“ sei. Und unglaubliche 73% gestanden ein, einen Teil ihrer Reise bei der Buchung schon mal vergessen zu haben.

» Beliebtes Tagtraum-Reiseziel: Thailand

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© HBRH, Shutterstock 200 Stunden pro Jahr verbringen wir mit Urlaubs-Tagträumen. 200 Stunden pro Jahr verbringen wir mit Urlaubs-Tagträumen.
Gigantisches Lichterfest in Lyon /reise-news/detail/gigantisches-lichterfest-in-lyon.html Solveig Michelsen 5527 20191119T084500 Vom 5. bis 8. Dezember 2019 findet in Lyon wieder die „Fête des Lumières“ statt, ein gigantisches Lichterfest, das Besucher aus aller Welt anzieht. Häuser- und Kirchenfassaden werden mit bunten Lichtershows bespielt; die Einwohner tragen mit Kerzen und Windlichtern in den Fenstern zum einzigartigen Ambiente bei. Nirgendwo anders strahlt der Advent so hell.

Die „Fête des Lumières“, Lyons einzigartiges Lichterfest, das dieses Jahr vom 5. bis zum 8. Dezember stattfindet, rühmt sich, das weltweit drittgrößte nicht-religiöse Festival zu sein – nach dem Karneval in Rio und dem Oktoberfest. Mehrere Millionen Besucher strömen an dem langen Wochenende um Mariä Empfängnis in die Stadt, um ein wahrlich eindrucksvolles Lichterspektakel zu erleben. Maria ist es auch zu verdanken, dass es dieses Fest überhaupt gibt: Im 17. Jahrhundert erhörte sie die Bitten der Lyoner, sie vor der Pest zu bewahren. Im 19. Jahrhundert erinnerte man sich dieses Ereignisses und begann, ihr an Mariä Lichtmess mit Kerzen und Windlichtern in den Fenstern zu huldigen. Ab 1989 nahm das Fest größere Ausmaße an – Häuser- und Kirchenfronten werden seitdem mit Lichtershows bespielt, die sich jedes Jahr zu übertreffen scheinen.

Der „Ball der Lichter“ entführt in eine magische Welt, wenn Wände lebendig werden und zu tanzen beginnen – allein mithilfe von Lichtanimationen und musikalischer Untermalung. Pro Tag gibt es rund zehn Animationen zu bestaunen. Auf dem Place des Terreaux, am Brunnen Bartholdi, findet außerdem ein Wasserballett statt. Die Fassaden der Kathedrale Saint-Jean spielen mit der Geschichte: 3D-Animationen lassen verschiedene Jahrhunderte fließend ineinander übergehen.

Wer Lyon in dieser Zeit einen Besuch abstatten möchte, sollte sich baldmöglichst um eine Unterkunft bemühen. Die französische Eisenbahngesellschaft SNCF bietet während des Festes in Regionalzügen übrigens 50% Ermäßigung bei allen Hin- und Rückfahrkarten nach Lyon.

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© Brice Robert, ONLY LYON Lichter-Spektakel auf dem Place des Terreaux Lichter-Spektakel auf dem Place des Terreaux
Elefanten pflegen im Nature Park /reise-news/detail/elefanten-pflegen-im-nature-park.html Solveig Michelsen 5521 20191114T072700 Sinnstiftende Urlaube hinterlassen große Zufriedenheit. Und Elefanten sind unglaublich intelligente und warmherzige Tiere. Zwei Gründe, um als Freiwilliger beim Rettungs- und Rehabilitationszentrum Elephant Nature Park im Norden Thailands ein wenig mitzuhelfen. Bleibende Eindrücke können garantiert werden.

Elefanten haben es in Thailand nicht leicht: Die einen fristen ihr Dasein angekettet als Tempelelefant, die anderen müssen schwere Baumstämme schleppen oder für touristische Reitversuche herhalten. Gleichzeitig sorgen der schwindende Lebensraum und die Wilderei für eine verminderte Population: Nicht einmal mehr 7000 Elefanten gibt es heute noch in Thailand; nur die Hälfte davon lebt in freier Natur. Das Rettungs- und Rehabilitationszentrum Elephant Nature Park bei Chiang Mai versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Denn Auswildern ist hier schon lange keine Option mehr. Zum einen sind die Tiere durch die Menschen traumatisiert, zum anderen gibt es keine Herden mehr, denen sie sich anschließen können. So werden ausgediente Tiere im Elephant Nature Park liebevoll gepflegt. Dazu gehört auch, sie vor zu viel Kontakt mit Menschen zu schützen. Touristenkontakt gibt es nur noch mittags zur Fütterung.

Weil trotzdem viele Menschen den Dickhäutern nahe kommen möchten, hat das Camp ein Freiwilligenprogramm im Angebot: Zwischen einem und sieben Tagen kann hier ausgeholfen werden. Ganz günstig ist es allerdings nicht: Rund 75 Euro kostet ein Tag mit den Elefanten. Immerhin kann man davon ausgehen, dass die Einnahmen den Tieren wieder zugute kommen. Denn der Unterhalt von rund 4000 Euro pro Elefant und Monat ist ebenfalls keine Kleinigkeit.

» Das Land des Lächelns entdecken und gewinnen

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© Suphalak Rueksanthitiwong, Shutterstock Elefanten sind intelligente und warmherzige Tiere. Elefanten sind intelligente und warmherzige Tiere.
Slow Winter in Südtirol /reise-news/detail/slow-winter-in-suedtirol.html Solveig Michelsen 5520 20191107T092300 Alles mal langsam, heißt es in Südtirol im Rahmen des „Slow Winter“-Mottos. Wer keine Lust auf großen Skizirkus hat, findet hier genügend Orte der Stille – beim Winterwandern, Eislaufen, auf Schneeschuhtour oder in Mikro-Skigebieten, die aus der hektischen Zeit gefallen zu sein scheinen.

Große Skigebiete sind nicht jedermanns oder -fraus Sache. Viele möchten im Winterurlaub einfach abschalten und die weiße Jahreszeit ganz bewusst erleben: die Stille des Schnees, der alle Geräusche dämpft – in einer Zeit, in der man traditionell zur Ruhe kommt nach einem arbeitsamen Sommer. Einem solchen natürlichen Rhythmus lässt es sich zum Beispiel am Reschenpass nachspüren, auf 60 Kilometern gewalzter oder gespurter Winterwanderwege. Auch Eislaufen lässt es sich dort hervorragend auf dem zugefrorenen Reschensee. Das Gsieser Tal sowie das Villnösstal, die Heimat Reinhold Messners, bieten Möglichkeiten zum Schneeschuhwandern vor beeindruckender Dolomiten-Kulisse. Im Nationalpark Stilfser Joch kann man bei geführten Vollmond-Touren auch nachts durch den Schnee stapfen.

Wem das alles noch zu viel Action ist: Am 15. Dezember 2019 gibt es im Nationalpark den ersten Waldadvent. In Ulten stimmt man sich ab 14:30 Uhr mit Geschichten am Lagerfeuer, Hirtenspielen und adventlicher Musik auf das Weihnachtsfest ein. Und im März 2020 werden an der Bergstation Ratschings-Jaufen mehrere Termine angeboten, um sich bei Schalenfeuer, Atemmeditation und Tee auf seine fünf Sinne zu besinnen. Auch hier heißt es wieder: abschalten und auftanken.

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© IDM Südtirol, Frieder Blickle Winterwandern am verschneiten und zugefrorenen Reschensee Winterwandern am verschneiten und zugefrorenen Reschensee
Macht Fliegen überhaupt noch Spaß? /reise-news/detail/macht-fliegen-ueberhaupt-noch-spass.html Solveig Michelsen 5513 20191028T084900 Die Sitze in der Economy Class werden immer enger, die Flughäfen immer voller. Immer öfter randalieren Passagiere und zwingen zur Notlandung – oder das Flugzeug hat einen Defekt. Der Umgangston vieler Angestellter ist deutlich von Stress geprägt. Und das schlechte grüne Gewissen hat noch gar nicht mitgeredet. Macht Fliegen wirklich noch Spaß?

Immer mehr Menschen verzichten bewusst auf eine Flugreise. Nicht aus Flugangst oder schlechtem Gewissen, dass der CO2-Fußabdruck zu hoch werden könnte. Sondern allein aus dem Wunsch heraus, entspannter in den Urlaub zu gelangen. Die Anspannung fängt bei der Anreise zum Flughafen schon an: Der eingeplante Zeitpuffer schmilzt im Stau dahin, der Adrenalin-Pegel steigt, wenn nichts vorwärts geht. Vor Ort erschlägt einen die Parkgebühr – man wusste, dass es teuer werden würde, aber so viel? Die nächste Hürde: der Check-in-Schalter. Selbst für schlaue Online-Einchecker gibt es noch den Baggage Drop-off. Entweder automatisiert und dann bei Sonderfällen zum Haareraufen oder mit einer langen Schlange versehen. Das Gleiche kann noch einmal bei der Sicherheitskontrolle passieren. Schuhe und Gürtel ausziehen, sich abtasten lassen – auch das ist nicht jedermanns Sache.

Sitzt man endlich am Gate, hat man kurz Zeit sich zu erholen. Am besten schaut man sich seine Mit-Passagiere schon einmal genau an. Denn immer öfter kommt es vor, dass sich betrunkene oder aggressive Fluggäste an Bord daneben benehmen oder gar randalieren. Selbst mit anständigen Nachbarn fühlt man sich als normalwüchsiger Mensch schon eingezwängt zwischen den immer näher rückenden Sitzreihen. Aggressionen sind vorprogrammiert, wenn sich der Vordermann erlaubt, auch noch die Lehne zurückzustellen, und damit die letzte Hoffnung auf Laptop-Arbeit vereitelt – zu steil der Winkel. Nach der Landung braucht es oft Geduld, bis das Gepäckstück wieder ausgespuckt wird – falls überhaupt. Wer schon einmal eine fremdsprachige Verlusterklärung ausfüllen musste, wird deutliche Erinnerungen daran haben. Wenn dazu noch unfreundliche Flughafenmitarbeiter kommen oder Zollbeamte, für die es ein Akt höchster Gnade zu sein scheint, den Besucher ins Land zu lassen, ist der Vorsatz gefasst: Nächstes Mal geht es mit einem anderen Verkehrsmittel in den Urlaub!

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© Song_about_summer, Shutterstock Immer mehr Menschen fühlen sich durch Flugreisen gestresst. Immer mehr Menschen fühlen sich durch Flugreisen gestresst. | © Song_about_summer, Shutterstock
Überraschungen im Ticket-Dschungel /reise-news/detail/ueberraschungen-im-ticket-dschungel.html Solveig Michelsen 5512 20191021T083600 Das Tarifsystem der Deutschen Bahn ist nicht gerade für seine Einfachheit bekannt. Schnäppchenjäger auf der Suche nach dem günstigsten Preis müssen sich dafür schon mal durch viele verschiedene Optionen klicken. Doch dabei tut sich auch die eine oder andere Überraschung auf: Schon mal was vom EgroNet-Ticket gehört oder dem Herbst-Spar-Tarif?

Die Deutsche Bahn ist immer wieder für Überraschungen gut – selbst für eingefleischte Bahnfahrer. Denn wer sich durch die Vielzahl an Sonderticket-Angeboten klickt, wird schnell feststellen: Von manchen hat man noch nie gehört. Allein im Bundesland Bayern wartet die Deutsche Bahn derzeit mit 27 unterschiedlichen Regionaltickets auf. Da gibt es zum Beispiel das Bayern-Böhmen-Ticket, das auch in Tschechien gilt, oder das Happy-Hour-Ticket Niederbayern, das Hopper-Ticket für einen Umkreis von bis zu 50 Kilometern oder das Oberstdorfer Ski-Ticket. Und dann noch das ominöse EgroNet-Ticket. Dieses beinhaltet Bahn, Straßenbahn und Busverkehr in Bayern, Sachsen,Thüringen und Tschechien und kostet kaum mehr als ein Bayern-Ticket, ist dafür aber nicht online zu bekommen.

Da greifen wir doch lieber beim Herbst-Spar-Ticket zu, das noch bis zum 30. November gültig ist: Zwischen 9 und 15 Uhr lässt es sich damit für 14,90 Euro durch Rheinland-Pfalz und Saarland reisen. Wer jetzt noch wissen möchte, was ein Bernsteinticket beinhaltet oder ein Stadt-Land-Meer-Ticket ist – einfach unter www.bahn.de nachschauen und dann ab zum Bahnhof, um auf den Schienen das Land zu erkunden!

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© coco194, iStock Die Deutsche Bahn überrascht mit vielseitigen Angeboten. Die Deutsche Bahn überrascht mit vielseitigen Angeboten. | © coco194, iStock
Smart Cities: Auszeichnung für zukunftsweisenden Tourismus /reise-news/detail/smart-cities-auszeichnung-fuer-zukunftsweisenden-tourismus.html Solveig Michelsen 5507 20191014T161900 Seit 2019 gibt es eine neue Auszeichnung für europäische Städte, die sich digital, nachhaltig und zugänglich zeigen: den EU Capitals of Smart Tourism Award. Was bekommt der Besucher dabei geboten? Einladende Städte, die sich ihm öffnen und einfach zu bereisen sind.

Was macht eine Stadt „smart“? Was macht intelligenten Tourismus aus? Eine EU-Kommission hat sich auf vier tragende Säulen geeinigt: Digitalisierung, Zugänglichkeit, Nachhaltigkeit sowie Kreativität und Bewahrung des kulturellen Erbes. Bezogen auf den Tourismus ergeben sich ganz unterschiedliche Konzepte. Insbesondere die beiden 2019 als „EU Capitals of Smart Tourism“ gekürten Städte – Helsinki und Lyon – sind sehr verschieden in ihren Ansätzen. Helsinki setzt stark auf Digitalisierung und Innovation, bietet dem Besucher zum Beispiel die Meta-Transport-App Whim, die die Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel, der Fähren, der Mieträder, der Taxis und sogar von Mietwägen bündelt und damit viel Zeit spart. „Wie komme ich von A nach B?“ ist im Nu beantwortet und mit neuen, interessanten Optionen verbunden: Warum nicht einmal eine Etappe mit dem City Bike zurücklegen?

Lyon ist sich seiner kulturellen Schätze sehr bewusst und lässt den Besucher behutsam daran teilhaben. So etwa in den UNESCO-geschützten „Traboules“ – schmale Passagen, die von einer Straße zur anderen führen und einst für einen gemeinschaftlichen Zugang zu einem Brunnen gebaut wurden. So genannte City Helpers sorgen dafür, dass das Verhältnis zu den Anwohnern entspannt bleibt, versorgen die Besucher außerdem mit weiteren Informationen und befragen diese nach ihren Wünschen und Erfahrungen.

Auch in den Einzelkategorien wird jeweils eine Sieger-Stadt gekürt. So stach 2019 Ljubljana beim Thema Nachhaltigkeit hervor, Málaga beim Thema Zugänglichkeit. Kopenhagen bekam die Auszeichnung für Digitalisierung und Linz für die Säule „kulturelles Erbe und Kreativität“.

Seit 9. Oktober stehen auch schon die Gewinner für 2020 fest. Über alle Bereiche hinweg als herausragend wurden befunden: Göteborg (Schweden) und Málaga (Spanien). Die Einzelsieger sind diesmal: noch einmal Göteborg (Nachhaltigkeit), Breda (Zugänglichkeit), Ljubljana (Digitalisierung) und Karlsruhe (kulturelles Erbe und Kreativität). Städte unter einem ganz bestimmten Gesichtspunkt zu bereisen, kann eine spannende Erfahrung sein – probieren Sie es aus!

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© Quentin Lafont, ONLY LYON Das Musée des Confluences in Lyon: innovativ und barrierefrei Das Musée des Confluences in Lyon: innovativ und barrierefrei | © Quentin Lafont, ONLY LYON
Oodi – Helsinkis neuester Hot Spot /reise-news/detail/oodi-helsinkis-neuester-hot-spot.html Solveig Michelsen 5502 20191002T124100 Hinter dem Namen „Oodi“ verbirgt sich eigentlich eine Bibliothek – aber was für eine! Hier treffen Architekturfreunde auf Gaming-Experten, Künstler auf Handwerker und Familien auf Individualisten. Möglich macht's ein spannendes Konzept, das als Wunschkonzert der Bibliotheksbesucher geboren wurde.

Show-Küchen, Gaming Rooms und 3D-Drucker, Kino, Café und Aufnahmestudio – was hat das alles mit einer öffentlichen Bibliothek zu tun? Helsinkis „Oodi“ versteht sich nicht als bloße Bücherei, sondern als kultureller Treffpunkt, als Einladung zum Kreativ-Werden und Sich-Weiterbilden, quer durch alle Bevölkerungsschichten. Neben den zu erwartenden rund 100.000 Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, Noten und Filmen – allesamt präsentiert in einem modernen und hellen Bau aus Holz und Glas – überrascht der Kreativbereich: Hier proben Bands und nehmen ihre erste CD auf, handwerklich Interessierte bedienen den Lasercutter oder die Stanzmaschinen, Spielefreunde erproben sich im Virtual-Reality-Raum. Alles völlig kostenfrei.

Experimentierfreudige drucken auf A0-Größe, auf Stoff oder gar mit dem 3D-Drucker aus. Eine Küche kann für Vorführungen oder Kurse genutzt werden, ein Programmkino sorgt für Unterhaltung. Für Kinder gibt’s einen eigens gestalteten Bereich mit Spielteppich und einen Märchenraum hinter einer geheimen Tür; Erwachsene freuen sich über das Café, das sich bei schönem Wetter bis auf die Dachterrasse erstreckt und dann auf das gegenüberliegende Parlamentsgebäude blicken lässt – auf Augenhöhe, das ist den Finnen wichtig. Dazwischen: viel Raum zum Arbeiten, so einladend gestaltet, dass man am liebsten gleich loslegen möchte. Schuld daran ist sicher auch die ansprechende Einrichtung: viel Licht, echte Pflanzen und originelles Design. Wer Helsinki verlässt, ohne Oodi gesehen zu haben, ist selbst schuld.

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© Kuvio Oodi, Vorzeigeobjekt der Architektengruppe ALA Architects Oodi, Vorzeigeobjekt der Architektengruppe ALA Architects
Öko-Steuer für Flugtickets ab 2020 /reise-news/detail/oeko-steuer-fuer-flugtickets-ab-2020.html Solveig Michelsen 5481 20190726T081300 Frankreich macht Nägel mit Köpfen und führt ab 2020 eine Öko-Steuer auf Flugtickets ein. Auch europaweit wird über eine Umweltsteuer in puncto Fliegen diskutiert. Ein erster Schritt, um den Problemen des Klimawandels entgegenzutreten oder ein Tropfen auf den heißen Stein?

Die französische Regierung geht mit gutem Beispiel voran: Ab nächstem Jahr werden Tickets für Flüge, die von französischen Flughäfen aus starten, mit einer Öko-Steuer belegt – zwischen 1,50 und 18 Euro. Die jährlichen Einnahmen von rund 180 Millionen Euro sollen anschließend ins Bahnnetz investiert werden.

Ein lobenswerter Ansatz, der trotzdem das altbekannte Dilemma nicht lösen wird: Zum Teil werden Flüge günstiger als die entsprechenden Bahntickets angeboten. Da juckt auch ein 10-Euro-Aufschlag nicht. Dem Verbraucher aber erschwert man damit ein umweltfreundliches Handeln. Denn wer steigt schon gerne auf öffentliche Verkehrsmittel um, wenn es mit dem Flugzeug schneller und sogar billiger geht?

Hier ist also das Handeln der Politik gefragt. Erst wenn Umweltsünden an den Geldbeutel gehen, ist ein großflächigeres Umdenken möglich. Bis dahin können wir nur hoffen, dass Daniel Düsentrieb bald einen umweltfreundlichen Flugzeugantrieb entwickelt, um wieder mit gutem Gewissen die schöne bunte Welt um uns herum bereisen zu können.

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© shironosov, iStock Mit der Ökosteuer wieder unbeschwert fliegen? Mit der Ökosteuer wieder unbeschwert fliegen?
Als Greeter kann man was erleben ... /reise-news/detail/als-greeter-kann-man-was-erleben.html Solveig Michelsen 5473 20190712T082100 Greeter sind ehrenamtliche Stadtführer, die einzelnen Gästen ihre Stadt auf ganz persönliche Art und Weise nahe bringen: Mal gibt es einen Spaziergang zu den schönsten Plätzen und Winkeln, mal ist Kaffeehaus-Hopping angesagt. Je nach Wünschen der Gäste wird ein individuelles Programm gestrickt – das oft auf beiden Seiten starken Eindruck hinterlässt. Ein paar Anekdoten ausgewählter Greeter erzählen davon.

Ein Greeter aus Bonn erzählt:

„Die Familie war noch nie weiter als 100 Kilometer von ihrem Dorf am Lago di Bolsena (Mittelitalien) entfernt gewesen. Wir sind von Beuel Süd Richtung Innenstadt spaziert, und sie waren schwer beeindruckt. Dann mit der Personenfähre rüber auf die andere Rheinseite. Der italienische Familienvater begrüßte den Schiffsführer Herrn Schmitz und seine Frau mit Handschlag, wohl weil er meinte, das sei hier ein Dorf wie bei ihnen zu Hause und jeder kennt jeden und zwar richtig gut. So ähnlich wie in 'Crocodile Dundee in New York'.“

Ein Greeter aus Hamburg erzählt:

„Ich machte einen Rundgang durch St. Pauli – mit einem Blinden und seiner Begleiterin. Das war sehr interessant für mich, ganz anders zu denken und zu erzählen – zu beschreiben. Eine tolle Erfahrung für mich. (…) Die unaufgeregte Zone des ehemaligen Brauereiviertels und dann plötzlich die Reeperbahn – laut, Hektik. Ich beschrieb die Reeperbahn und den Spielbudenplatz und berichtete über den jetzigen Leerraum der ehemaligen Esso-Tankstelle. Ich fand es jedenfalls faszinierend zu erleben, wie ein Blinder hört, Eindrücke fühlt und einsortiert.“

Ein Greeter aus Kassel erzählt:

„Eine junge Polin hat, um sich und ihren Vater durchzubringen, eine Betreuungsstelle bei einem demenzkranken Herrn in Kassel angenommen. Sie hat so gut wie keine Freizeit und wenn doch, geht sie zum Bahnhof – nur um mal unter Menschen zu sein. Irgendwie wird sie auf die Greeter aufmerksam und fragt für ihren letzten Tag einen Greet an. Zu zweit zeigen wir ihr die Stadt. Sie fasst zunehmend Vertrauen und man merkt ihr an, dass es ihr im Grunde weniger um die Stadt als um menschliches Verständnis geht. Bei einer Pause lehnt sie zunächst eine Einladung ab, bestellt sich aber auf unser Drängen doch ein kleines Getränk. Bevor wir weitergehen, überreicht sie uns ein winziges Gläschen mit Marmelade als Dankeschön für den Greet.“

Wer selbst an einem Greet interessiert ist oder als Greeter arbeiten möchte, kann sich unter www.deutschland-greeter.de und www.internationalgreeter.org informieren.

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© Chicago Greeters Ein Greet: als würde man seinem besten Freund die Stadt zeigen Ein Greet: als würde man seinem besten Freund die Stadt zeigen
McDonalds als Außenstellen für die US-Botschaft /reise-news/detail/mcdonalds-als-aussenstellen-fuer-die-us-botschaft.html Solveig Michelsen 5469 20190705T074400 Was zunächst wie ein schlechter Witz anmutet, ist in Wahrheit eine neue Kooperation zwischen der US-Botschaft und der Fastfood-Kette. US-amerikanische Bürger können sich ab sofort bei Passverlust an eine österreichische McDonalds-Filiale wenden – ganz gemütlich bei Burger und Pommes.

Österreichische McDonalds-Filialen fungieren seit 15. Mai 2019 quasi als Außenstellen der US-Botschaft. Das Personal der 194 Fastfood-Filialen ist damit verpflichtet, in Not geratenen US-Amerikanern ihre Hilfe anzubieten, insbesondere bei Passverlust oder ähnlichen Widrigkeiten. Allerdings werden keine Kompetenzen des Konsulats übernommen, nur der Kontakt zu einer Auslandsvertretung soll über eine 24-Stunden-Hotline hergestellt werden. Für Notpässe und ähnliche Dienstleistungen muss der Weg zum Konsulat weiterhin eingeschlagen werden. Ebensowenig werden die Filialen nun zum US-amerikanischen Hoheitsgebiet, wie manche mutmaßen mögen.

Der Grund für die Wahl der amerikanischen Fastfood-Kette sei ihre Bekanntheit und ihre flächendeckende Präsenz, heißt es. "Die Bitte wurde vom US-Konsulat an uns herangetragen", bestätigte McDonald's-Sprecher Wilhelm Baldia dem „Standard“. Im Netz wird fleißig über „McPassport“ gewitzelt, was den Betroffenen im Fall des Falles aber sicher entgegenkommen wird.

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© cookelma, iStock Ein Burger und ein Pass bitte? Über die neue Kooperation wird viel gewitzelt. Ein Burger und ein Pass bitte? Über die neue Kooperation wird viel gewitzelt.
Der neue Liechtenstein-Weg /reise-news/detail/der-neue-liechtenstein-weg.html Solveig Michelsen 5464 20190628T084000 Liechtenstein ist ein Land, aus dem man nur selten etwas hört. Ende Mai 2019 wurde dort ein neuer Weitwanderweg eröffnet, der auf 75 Kilometern alle Gemeinden und viele historische Stätten miteinander verbindet. Ein Grund mehr, dem kleinen Staat einen Besuch abzustatten.

Wer Liechtenstein und seine 300-jährige Geschichte kennenlernen möchte, sollte das am besten zu Fuß tun. Seit 26. Mai 2019 verbindet der neue Liechtenstein-Weg 147 ausgewählte historische Stätten und Ereignisse miteinander. Das summiert sich zu einer Strecke von 75 Kilometern und rund 2000 Höhenmetern, die bequem in fünf Tagesetappen erwandert werden können. Sogar mit Gepäcktransport, wenn einem der Rucksack zu schwer wird. Die Streckenwanderung führt dabei einmal quer durchs 160 Quadratkilometer große Fürstentum – in etwa halb so groß wie München.

Herzstück des Wanderwegs sind die so genannten Erlebnisstationen, die durch die begleitende App "LIstory" digital ergänzt werden. Diese erzählt Geschichten, die die Vergangenheit aufleben lassen und erweckt historische Stätten mittels Inszenierungen zu neuem Leben. Um alle Altersgruppen anzusprechen, arbeitet die App mit Augmented-Reality-Inhalten, die die unmittelbare Umgebung miteinbeziehen und ein spannendes Geschichtserlebnis vermitteln. Selbstverständlich kann der Wanderweg auch ohne Benutzung der App erwandert werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Tourismus-Website des Fürstentums Liechtenstein.

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© Liechtenstein Marketing Auch am Schloss Vaduz führt der Liechtenstein-Weg vorbei. Auch am Schloss Vaduz führt der Liechtenstein-Weg vorbei.
Österreichs schönste Plätze – laut CNN /reise-news/detail/oesterreichs-schoenste-plaetze-laut-cnn.html Solveig Michelsen 5452 20190607T085800 Internationale Touristen haben oft wenig Zeit für die einzelnen Stationen in Europa. Da kommen Best-of-Listen sehr gelegen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzuhaken. CNN hat eine solche für Österreich erstellt – und überrascht mit seiner Auswahl von Altbekanntem und Noch-nie-Gehörtem.

Unter den Highlights, die CNN seinen Lesern empfiehlt, sind etliche Städte. Darunter die üblichen Verdächtigen wie Wien, Salzburg, Graz und Innsbruck, aber auch Alpbach und Rattenberg. Noch nie gehört? Alpbach ist ein kleines, schmuckes Dorf in den Kitzbüheler Alpen, in dem sich vor allem niederländische Skitouristen gerne vergnügen. Es gilt als ursprünglich und authentisch. Und Rattenberg ist mit etwas über 400 Einwohnern die kleinste Stadt Österreichs mit einem historischen Zentrum im Inn-Salzach-Stil.

Als Ausflugsziel darf Hallstatt auf der Liste natürlich nicht fehlen; auch die Großglockner-Hochalpenstraße wird einem ans Herz gelegt. Doch Dürnstein in der Wachau ist nicht jedem ein Begriff – neben der historischen Stadt mit Stift und Burg lockt auch der Wachauer Wein hierher. Die Semmeringbahn, seit 1854 im Einsatz und damit älteste Gebirgsbahn weltweit, gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe und weckt nostalgische Gefühle bei der Fahrt über den landschaftlich sehenswerten Semmering.

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© Pratchaya, iStock Für viele Touristen ein Erlebnis: die Großglockner-Hochalpenstraße Für viele Touristen ein Erlebnis: die Großglockner-Hochalpenstraße
Die friedlichsten Länder unseres Planeten /reise-news/detail/die-friedlichsten-laender-unseres-planeten.html Solveig Michelsen 5451 20190531T085200 Die Welt ist voll von schlechten Nachrichten: Krieg, Terrorismus, Kriminalität. Dabei gibt es etliche Länder, die sich einen sehr friedfertigen Zustand bewahrt haben. Der Global Peace Index vergleicht diese seit 2007 miteinander und erstellt ein Ranking: Wo lässt es sich am friedlichsten leben?

Der Global Peace Index, zu deutsch Weltfriedensindex, macht es sich nicht leicht. Er untersucht 162 Länder nach 24 unterschiedlichen Kriterien. Diese reichen von der Anzahl der geführten Kriege über die Anzahl der Berufssoldaten bis hin zur vorrätigen Waffenmenge. Von der Beziehung zu den Nachbarländern über die Kriminalitätsrate bis hin zum Respekt vor Menschenrechten. Aus all diesen Fakten wird errechnet, in welchem der fünfstufigen Felder sich ein Land befindet. Deutschland übrigens muss mit der zweiten Kategorie vorlieb nehmen. Die friedlichsten Länder unseres Planeten (erste Kategorie) tragen andere Namen:

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© HannamariaH, iStock Laut Global Peace Index das friedlichste Land unseres Planeten: Island Laut Global Peace Index das friedlichste Land unseres Planeten: Island
Die begehrtesten Auswanderziele der Deutschen /reise-news/detail/die-begehrtesten-auswanderziele-der-deutschen.html Solveig Michelsen 5449 20190524T084800 Zahlreiche Deutsche zieht es aus den unterschiedlichsten Gründen ins Ausland. Manche finden dort, wonach sie gesucht haben, andere kehren enttäuscht zurück. Hier sind die Länder, die die Auswanderungs-Hitliste anführen – und solche, die sich langfristig bewährt haben.

„The grass is always greener on the other side.“ – „Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite.“ sagt man im Englischen sehr treffend. Zahlreiche Deutsche zieht es ins Ausland. Bei manchen lockt ein aufregender Job, bei anderen sorgt die Liebe für einen Wegzug. Einige sind mit dem deutschen System unzufrieden oder sehen sich ihren Träumen näher an einem anderen Ort. Das Statistische Bundesamt führt Buch über alle Zu- und Wegzüge und verrät uns damit, welche Länder am beliebtesten sind:

Ganz oben auf der Hitliste steht die Schweiz – mit deutlich besseren Verdienstmöglichkeiten als zu Hause. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die USA und Österreich. Weitaus interessanter als die bloßen Auswanderungszahlen sind jedoch die Statistiken zur Zufriedenheit im Auswanderungsland. Hier hat das Bundesamt Zahlen gesammelt, die angeben, wie viele Deutsche zurückgekommen sind im Vergleich zum Hinzug. Am längsten bleiben demnach die Auswanderer in der Schweiz, dicht gefolgt von Schweden, Slowenien und Norwegen. Auf den nächsten Plätzen folgen Liechtenstein, Österreich und Kanada.

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© MatteoCozzi, iStock Der Deutschen liebstes Auswanderland: die Schweiz Der Deutschen liebstes Auswanderland: die Schweiz
Urlaubstrend: die neue Langsamkeit /reise-news/detail/urlaubstrend-die-neue-langsamkeit.html Solveig Michelsen 5448 20190916T153000 Zahlreiche Menschen leiden – besonders im Urlaub – an FOMO: Fear of Missing Out. Diese Angst, etwas zu verpassen, befällt beileibe nicht nur Millennials, wie einen die Medien oft glauben lassen. Die beste Medizin dagegen? Slow Travel: bewusst langsam genießen statt die Erholungszeit mit Actionprogramm vollzustopfen.

Urlaub sollte sein: Tapetenwechsel vom Alltag. Frische Inspiration und Kraftquelle. Nachhaltiges Erleben, das zu bleibenden Erinnerungen wird. Das wissen wir. Gleichzeitig sorgt eine deutlich vernehmbare Stimme im Hinterkopf für Unruhe: „Ich will was Spektakuläres erleben! Ich will die Urlaubszeit so gut wie möglich nutzen!“ Und schon laden wir FOMO ein – die „Fear of Missing Out“, wie das Phänomen neuerdings genannt wird, obwohl es natürlich schon viel länger existiert.

Vielleicht trifft es die Deutschen, die weltweit für ihre Effizienz geschätzt werden, besonders hart: Auch der Urlaub muss schließlich optimal genutzt werden. Denn man hat einen teuren Flug bezahlt und ist ja nicht jeden Tag vor Ort. Es gäbe x Sehenswürdigkeiten … und schwupp, ist der Terminkalender schon wieder gefüllt.

Da hilft nur eines: aktives Gegensteuern, um das Rädchen, das sich im Alltag schnell genug dreht, auch mal anzuhalten. Genau dafür ist er ja da, der Urlaub. Aber wir müssen ein wenig nachhelfen und uns bewusst dafür entscheiden, alles ein wenig langsamer und entspannter anzugehen. Nur so kann Abstand vom Alltag wirklich gelingen. Also: Überraschen Sie sich selbst mit einer neuen Gelassenheit und fahren Sie einmal völlig unverplant in den Urlaub.

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© mihtiander, iStock Lesen statt Sightseeing: je langsamer, desto nachhaltiger der Urlaub Lesen statt Sightseeing: je langsamer, desto nachhaltiger der Urlaub
Kurioses aus Österreichs Hauptstadt /reise-news/detail/kurioses-aus-oesterreichs-hauptstadt.html Solveig Michelsen 5428 20190408T115500 Kennen Sie die „Wiener Null“? Wir sprechen hier weder von einer Bar noch von einer gänzlich untalentierten Person. Und wie wär's mit den Besonderheiten des Jörgerbads? Wissen Sie den Namen des Flusses, der mitten durch Wien fließt? Wir hätten da ein paar interessante Fakten rund um Wien, mit denen Sie selbst Einheimische noch überraschen können.

Die „Wiener Null“ ist ein eigenes Höhenbezugssystem in Wien, das bis heute noch gültig ist. Es basiert auf dem Mittelwasser des Donaukanal-Pegels bei der Schwedenbrücke und entspricht damit einer Höhe von 156,68 Metern über der Adria.

Das Jörgerbad ist nicht nur das älteste noch bestehende Hallenbad in Wien, sondern auch das erste ohne Geschlechtertrennung. Als Premiere wurde dort zum ersten Mal auch ein Kinderbecken eingebaut, sodass das Schwimmen familientauglich wurde. Sehenswert ist es von innen wie von außen.

Die Universität von Wien besaß bis 1783 ein eigenes Universitätsgericht samt eigener Rechtsprechung. Auch der Nachlass der Mitglieder wurde hier geregelt.

In vielen Kreuzworträtseln gilt die Antwort: Wien liegt an der Donau. Aber wenn man genauer hinsieht, stellt man fest, dass sich das meiste Stadtleben südwestlich davon abspielt. Dennoch gibt es einen kleinen Fluss, der mitten durch die Stadt fließt und anschließen in den Donaukanal mündet: Er heißt – ebenso wie die Stadt – Wien und bringt Wasser aus dem Wienerwald.

Auch ein paar Superlative hat Wien zu verzeichnen: In vielen Rankings gilt Wien als eine der lebenswertesten Städte der Welt. Mit 1,9 Millionen Einwohner ist Wien nicht nur die größte Stadt Österreichs, sondern auch die einzige Millionenmetropole. Und die meisten Übernachtungsgäste kommen nicht etwa aus dem eigenen Land, sondern aus Deutschland. Einer der Anziehungspunkte ist der berühmte Prater mit dem zweithöchsten Kettenkarussell der Welt, dem 120 Meter hohen Praterturm.

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© josefkubes, shutterstock 120 Meter hoch ist der Praterturm, das Kettenkarussell am Wiener Prater. 120 Meter hoch ist der Praterturm, das Kettenkarussell am Wiener Prater.
Indonesische Waran-Insel soll gesperrt werden /reise-news/detail/indonesische-waran-insel-soll-gesperrt-werden0.html Solveig Michelsen 5426 20190415T080200 Komodowarane sind schuppige Echsen von bis zu drei Metern, die der Vorstellung eines Drachens schon ziemlich nahe kommen. Leider gehören sie auch zu den gefährdeten Arten, weshalb die indonesische Insel Komodo – wo die Tiere zu Hause sind – voraussichtlich eine einjährige Besucherpause einlegen will. Danach soll der Eintritt in den eigens geschaffenen Nationalpark verfünfzigfacht werden …

Östlich von Bali sind die Komodowarane auf der Insel Komodo zu Hause. Um die gefährdete Art zu schützen, wurde bereits 1980 ein Nationalpark eingerichtet. Trotzdem dezimiert sich ihre Anzahl stetig. Erst kürzlich wurden Schmuggler dabei erwischt, 41 Tiere außer Landes bringen zu wollen. Und bei der lokalen Bevölkerung sind die Warane nicht sonderlich beliebt: Sie reißen auch größere Nutztiere und sollen schon frisch bestattete Leichen ausgegraben und gefressen haben.

Um die „letzten Drachen der Welt“ nun zu erhalten bzw. aus ihnen erst richtig Profit zu schlagen, wird der Park für das Jahr 2020 geschlossen bleiben. Einerseits möchte man Bäume pflanzen under Natur eine Chance zur Regenerierung geben, andererseits die touristische Infrastruktur weiter ausbauen. Und dann die Preise kräftig anheben. Bisher lag der Eintrittspreis für den Nationalpark bei rund 9 Euro. Nach der Neueröffnung sollen Besucher mindestens 500 US$ (etwa 445 Euro) zahlen, wenn sie die Warane zu Gesicht bekommen möchten. "Das ist ein ganz besonderer Ort, also nur für Leute, die genug Geld haben", sagte dazu der Gouverneur der dortigen Provinz Viktor Laiskodat. "Wer nicht genug Geld hat, braucht nicht zu kommen."

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© pius99, iStock Warane sind wahre Urzeittiere und deshalb ein Touristenmagnet. Warane sind wahre Urzeittiere und deshalb ein Touristenmagnet.
Machu Picchu jetzt barrierefrei /reise-news/detail/machu-picchu-jetzt-barrierefrei.html Solveig Michelsen 5403 20190322T085300 Die peruanische Inkastadt Machu Picchu ist über 600 Jahre alt. Seit wenigen Monaten ist sie nun barrierefrei – unter gewissen Voraussetzungen. Denn die Ruinen liegen in 2430 Metern Höhe auf einem Bergrücken. Kein Gelände, um einfach Rollstuhl-Rampen zu installieren.

Bislang war eine Rollstuhl-Reise nach Machu Picchu in Peru äußerst beschwerlich und voller Einschränkungen: Die Anreise per Inka-Rail, einer Bahn, die vom Heiligen Tal hinauf ins Machu-Picchu-Dorf fährt, ist zwar möglich, der anschließende Bus kann mit einem normalen Rollstuhl aber schon nicht mehr bestiegen werden. Hier heißt es sich umständlich durch enge Türen hieven lassen. Die Erkundung der Stadt selbst endete bis dato am Aussichtspunkt – alle anderen Wege sind zu steil, schmal oder gefährlich.

Das ärgerte Alvaro Silberstein, selbst Rolli-Fahrer, und seinen Unternehmenspartner Camilo Navarro. Zusammen betreiben sie die Reiseplattform „Wheel the World“, die Reisen für Menschen mit Behinderungen ermöglicht. Sie ließen einen speziellen einrädrigen Rollstuhl bauen, ähnlich einer Schubkarre, mit der auch steilere Bergwege befahren werden können. Und bieten damit nun auch Reisen nach Machu Picchu an – um denselben Preis wie für Menschen ohne Behinderung: 1500 US-Dollar kostet ein viertägiger Trip (exkl. Flug).

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© alexeys, iStock Ab sofort auch für Rollstuhlfahrer zu besichtigen: Machu Picchu Ab sofort auch für Rollstuhlfahrer zu besichtigen: Machu Picchu
Der bunteste Ort Europas /reise-news/detail/der-bunteste-ort-europas.html Solveig Michelsen 5400 20190315T084800 Bunt macht fröhlich. Das allein sollte Grund genug sein, sich die kleine Fischerinsel Burano anzusehen, eine halbe Bootsstunde von Venedig entfernt. Die Häuser dort sind in knalligen Farben kunterbunt gestrichen – aus einem witzigen Grund.

Venedig kennt jeder, Murano ist dank seiner Glaskunst und der Nähe zu Venedig fast ebenso bekannt. Aber wer hat schon einmal von Burano gehört? Die kleine Insel nordöstlich von Venedig wird vor allem für ihre bunten Häuser und die Kunst des Spitzenklöppelns besucht. Während vom alten Handwerk nicht mehr allzu viel übrig geblieben ist, können die quietschbunten Fischerhäuser bis heute bewundert werden.

Eine Legende besagt, dass die Fischer, die nach einem gelungenen Fang gelegentlich noch einkehrten und dann bei Nacht und Nebel nach Hause zu finden versuchten, ihre eigene Anlegestelle nicht immer fanden. Mit den knallbunten Anstrichen wollte man ihnen die Heimkehr erleichtern – und sie vor einigen Peinlichkeiten bewahren. Heute haben sie vor allem auf Touristen eine magische Anziehungskraft. Und eigentlich fragt man sich, wieso es nicht mehr solcher Städtchen gibt mit fröhlichen farbigen Häusern.

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© Adisa, Shutterstock Die bunten Fischerhäuser von Burano Die bunten Fischerhäuser von Burano
Ein Drittel aller Himalaya-Gletscher schmilzt bis 2100 /reise-news/detail/ein-drittel-aller-himalaya-gletscher-schmelzen-bis-2100.html Solveig Michelsen 5399 20190308T083100 Die bisher umfangreichste Studie über die Zukunft des Himalaya und des Hindukush hat alarmierende Ergebnisse hervorgebracht: Selbst bei Einhaltung des ehrgeizigen Ziels, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken, wäre bis ins Jahr 2100 ein Drittel aller Gletscher in den beiden Gebirgen abgeschmolzen.

Über 300 Wissenschaftler haben fünf Jahre lang die beiden Gebirge Himalaya und Hindukush genauer unter die Lupe genommen, insbesondere unter dem Aspekt des Klimawandels. Der Auftrag des International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) hat allerdings wenig Erfreuliches hervorgebracht. Selbst bei einer schon fast unrealistischen Einhaltung der 1,5-Grad-Celsius-Grenze bezüglich des globalen Temperaturanstiegs würde ein Drittel aller Gletscher im Himalaya und im Hindukush bis 2100 abschmelzen. Geht man von einem allgemeinen Temperaturanstieg von fünf Grad aus, werden sogar zwei Drittel aller Gletscher in Wasser verwandelt.

Die Folgen für die sehr armen Länder (Afghanistan, Pakistan, Indien, China, Nepal, Bhutan, Myanmar) fangen beim ausbleibendem Expeditionstourismus an und reichen bis zur völlig veränderten Nahrungsmittel- und Energieproduktion. Der prognostizierte Rückgang der Vor-Monsun-Wassermenge in den Flüssen würde dem bereits bestehenden Problem der Unterernährung weiter den Weg bereiten. Existenzielle Bedrohungen können auch schnell zu Konflikten zwischen den einzelnen Regionen führen.

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© AlexBrylov, iStock Was wäre der Himalaya ohne seine Gletscher? Was wäre der Himalaya ohne seine Gletscher?
Innsbruck: auf den Spuren von Zaha Hadid /reise-news/detail/innsbruck-auf-den-spuren-von-zaha-hadid.html Solveig Michelsen 5395 20190226T092600 Wer von Innsbrucks Architektur schwärmt, hat sicher nicht nur das Goldene Dachl im Kopf. Die gesamte Stadt besteht aus einer gelungenen Verbindung zwischen historischen Altbauten und mutigen, modernen Gebäuden, die einen spannenden Kontrast bilden und der Alpenstadt etwas Großstädtisches verleihen. Doch über allem thronen zwei Meisterwerke der Stararchitektin Zaha Hadid.

Bergiselschanze

Zum neuen Wahrzeichen der Stadt avanciert ist die Bergiselschanze, die 2002 von der Architektin Zaha Hadid neu errichtet wurde. Besondere Herausforderung bei einer Skisprungschanze sind die strengen Gestaltungsvorgaben, die der Sport und seine notwendigen Bewegungsabläufe mit sich bringen: 90 Meter Anlauflänge bei einer Neigung von exakt 35 Grad. Trotzdem ist es Zaha Hadid gelungen, die Dynamik des Springens in der Gebäudeform einzufangen: Anlauframpe und Turm wurden durch eine fließende Stahlverkleidung miteinander verschmolzen. Von einigen wird die Schanze deshalb mit einer lauernden Cobra in Hab-Acht-Stellung verglichen.

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Staatspreis für Architektur, gilt die Sprungschanze als eines der bedeutendsten Sportbauwerke Österreichs und weckt nicht nur bei Sportlern großes Interesse. Die Formschönheit zieht auch Architekturbanausen in den Bann, und die fantastische Aussicht vom 43 Meter hoch gelegenen Restaurant reicht vom Stadtpanorama bis hin zu den umliegenden Bergen.

Hungerburgbahn

Gegenüber, auf der anderen Talseite, fährt die Hungerburgbahn von der Innenstadt zum Stadtteil Hungerburg hinauf. Die 2007 neu errichtete und neu trassierte Standseilbahn verbindet die Stationen Congress, Löwenhaus, Alpenzoo und Hungerburg miteinander. Auch hier ist deutlich die Handschrift der 2016 verstorbenen Architektin Zaha Hadid zu sehen: Über den einzelnen Stationen wölben sich organisch geformte weiße Glasschalen, die an Gletscherbewegungen erinnern sollen. Diese fließenden Schalenformen kontrastieren mit dem grauen Sichtbeton, der den fluiden Dächern Bodenhaftung verleiht.

Obwohl der Neubau der alten, bereits 1906 erbauten Hungerburgbahn höchst umstritten war, gehört die Bahn mit ihren Stationen und der S-förmig geschwundenen Schrägkabelbrücke heute zu den touristischen Highlights der Stadt.

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© Innsbruck Tourismus Gletscherformen nachempfunden: die neue Bergstation der Hungerburgbahn Gletscherformen nachempfunden: die neue Bergstation der Hungerburgbahn
Die umweltfreundlichsten Hauptstädte /reise-news/detail/die-umweltfreundlichsten-hauptstaedte.html Solveig Michelsen 5373 20190205T090500 Auf den ersten Blick scheint es ein Widerspruch in sich zu sein: Hauptstädte sind groß, dicht, voller Verkehr und Smog – aber nicht umweltfreundlich. Oder doch? Eine britisches Unternehmen hat Europas Hauptstädte untersucht und miteinander verglichen: Welche Stadt ist die grünste?

Um es gleich vorwegzunehmen: Klarer Sieger der europäischen Hauptstädte, die das britische Unternehmen Compare the Market genau unter die Lupe genommen hat, ist Wien. Und zwar sowohl im Gesamtranking als auch in mehreren Einzelkategorien, die dafür untersucht wurden. So punktet Wien nicht nur mit der höchsten Trinkwasserqualität, sondern auch mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß, der weniger als die Hälfte der zweitplatzierten Hauptstadt beträgt (309 kg pro Person). Auch bei der Kilometer-Anzahl der zur Verfügung stehenden Radwege spielt Wien mit 1300 Kilometern ganz vorne mit.

Über Platz 2 freut sich Bern, das trotz eines CO2-Ausstoßes von 780 kg/Person und nur 400 Kilometer Radwegen eine grüne Lunge hat: Sowohl die Wasser- als auch die allgemeine Lebensqualität sind sehr hoch. Außerdem benutzen 71% aller Arbeitnehmer öffentliche Verkehrsmittel, das Rad oder gehen zu Fuß; die Staurate beträgt deshalb moderate 20 Prozent.

Platz 3 nimmt Helsinki ein, das 1200 Kilometer Radwege aufzuweisen hat und eine CO2-Ausstoß von 422 Kilogramm pro Person. Berlin landete auf Platz 9. Dazwischen finden sich auffällig viele skandinavische Hauptstädte: Stockholm auf Platz 4, Kopenhagen auf Platz 5, Amsterdam auf Platz 6, Oslo auf Platz 7 und Luxembourg auf Platz 8.

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© pressdigital, iStock Die umweltfreundlichste Hauptstadt Europas: Wien Die umweltfreundlichste Hauptstadt Europas: Wien
St. Lucia: So feiern die Schweden das Lichterfest /reise-news/detail/st-lucia-so-feiern-die-schweden-das-lichterfest.html Sinja Stiefel 5066 20171213T102600 Kurze Tage, lange Nächte, klirrende Kälte: Ein Winter in Schweden kann recht dunkel und ungemütlich wirken. Verständlich also, dass sich eines der wichtigsten Feste im schwedischen Kalenderjahr um die Feier des Lichts dreht.

Das Luciafest findet jedes Jahr am 13. Dezember statt, und obwohl es sich dabei um keinen offiziellen Feiertag handelt, gewinnen die Feierlichkeiten in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Der Festtag beginnt meistens schon früh am Morgen in den Häusern der schwedischen Familien. Mädchen und junge Frauen bringen das Frühstück ans Bett ihrer Eltern, gekleidet in weiße Roben, mit rotem Schleifenband um die Taille und einem Lichterkranz auf dem Kopf.

Traditionell wird das Safran-Gebäck „lussekatter“ (Luciakatzen) gereicht, dazu gibt es Kaffee und zu etwas späterer Stunde „glögg“, eine Art Glühwein, der mit Mandeln und Rosinen verfeinert wird. Anschließend verlagern sich die Feierlichkeiten in die Kindergärten und Schulen und sogar bis an den Arbeitsplatz. Gemeinsam wird hier das bekannte „Sankta-Lucia-Lied“ gesungen, es gibt Theateraufführungen, und weitere „lussekatter“ finden den Weg vom Teller in hungrige Bäuche.

Der Höhepunkt

Gegen Abend steuern die Feierlichkeiten schließlich ihrem Höhepunkt entgegen. Die zuvor von der jeweiligen Gemeinde gewählte Lucia, meist ein Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren, führt einen festlichen Lichterumzug an, der durch die ganze Stadt bis zur jeweiligen Kirche führt. Begleitet wird die Lichterkönigin von einem Gefolge, das zum einen aus weiteren jungen Damen, den sogenannten „tärnor“, und zum anderen aus verkleideten Pfefferkuchenmännchen („pepparkaksgubbar“), Wichten und Sternknaben („stjärngossar“) besteht.

Auf ihrem Weg zur Kirche verteilen die Kinder und Jugendlichen Gebäck an die umstehenden Zuschauer und erleuchten mit den Kerzen, die sie tragen, die abendlichen Straßen. In der Kirche angekommen werden auch die dort vorbereiteten Kerzen an den Bänken und am Altar feierlich entzündet, sodass die vorher dunkle Kirche nun festlich erhellt ist. Anschließend werden gemeinsam mit der Gemeinde bekannte Weihnachtslieder gesungen.

Ursprung des Lichterfestes

Gerade diese Geste macht deutlich, dass das Lucia-Fest für die Schweden die eigentliche Weihnachtszeit einläutet und den Anfangspunkt der nun folgenden Festtage bildet. Seinen Ursprung hat das Lichterfest bereits im Mittelalter. Bis zum Jahr 1583 war die Nacht des 13. Dezembers dank der julianischen Zeitrechnung die längste des Jahres, weshalb an diesem Tag die Feierlichkeiten zur Wintersonnwende stattfanden. Eine andere Legende besagt, dass der 13. Dezember der Namenstag der Heiligen Lucia von Sizilien ist und das Fest deshalb ihren Namen trägt.

Mitte des achtzehnten Jahrhunderts berichteten schließlich die ersten Tageszeitung von weiß verkleideten Mädchen in Westschweden. Woher der heutige Brauch und das Fest an sich jedoch letztendlich stammen, kann nicht mehr genau rekonstruiert werden. Sicher ist jedoch, dass das Fest seit 1927, als eine schwedische Zeitung die Krönung einer Lucia öffentlich ausschrieb, von Jahr zu Jahr immer beliebter wurde und mittlerweile aus dem Brauchtum Schwedens nicht mehr wegzudenken ist.

Die bekannteste Krönung einer der vielen Lichterköniginnen findet übrigens jedes Jahr im Stockholmer Freilichtmuseum Skansen statt.

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Von Sinja Stiefel

Lucia und ihr Gefolge beim traditionellen Singen des Lucia-Liedes ©klug-photo Lucia und ihr Gefolge beim traditionellen Singen des Lucia-Liedes ©klug-photo
Hätten Sie das gewusst? 10 kuriose Fakten zur Toskana /reise-news/detail/haetten-sie-das-gewusst-10-kuriose-fakten-zur-toskana.html Dorothea Neu 4979 20190918T152800 „Die Toskana liegt nicht in Italien, sondern Italien liegt in der Toskana." - Schon Goethe war überzeugt, die Toskana vereine all die schönen Seiten Italiens. Wir wollen ihm da auch gar nicht widersprechen. Und haben 10 interessante und überraschende Fakten zur Toskana zusammengetragen, die garantiert noch mehr Lust darauf machen, dieses wunderschöne Fleckchen Erde einmal näher zu erkunden.

Wussten Sie, dass...

... die Toskana mehr als 300 Küstenkilometer hat?

Toskana, das verbinden viele in erster Linie mit Museen, architektonischen Highlights, kulinarischen Gaumenfreuden und natürlich den grünen welligen Hügel, durchzogen von piniengesäumten Straßen. Aber die Toskana bietet auch alles für einen abwechslungsreichen Strand- und Badeurlaub. Die Mittelmeerküste lockt mit hellem Sand, feinem Kies oder beeindruckenden Klippen und für Familien gibt es zahlreiche Strandbäder, „bagni“ genannt. Die Strände der Naturparks mit ihren angrenzenden Pinien- und Kiefernwäldern hingegen sind ein beliebtes Ziel bei Naturliebhabern und Romantikern. Neben dem Festland gehört übrigens auch der Toskanische Archipel mit der Insel Elba zur Toskana. Zusammen mit diesen Inseln verfügt die Region sogar über 600 Kilometern Küstenlinie.

... die Toskana ungefähr so groß ist wie Mecklenburg-Vorpommern?

Und etwa halb so groß wie die Schweiz. Etwas mehr als 3,7 Millionen Menschen leben in der Toskana. Hauptstadt und gleichzeitig auch größte Stadt ist Florenz, gefolgt von Livorno und Prato. Berühmte Städte sind auch die Städte Pisa und Siena.

... es in der Toskana die älteste Geldbank der Welt gibt?

Die „Banca Monte dei Paschi di Siena“ in Sienna gilt als älteste noch existente Geldbank der Welt und ist auch heutzutage noch eines der größten Kreditinstitute Italiens. Sie wurde im Jahre 1472 gegründet und ist damit rund 400 Jahre älter als die erste Bank, die in den USA gegründet wurde.

... die Toskana als Ursprung der italienischen Sprache gilt?

Genauer gesagt ist es Florenz: Das heutige Italienisch soll angeblich auf die Aussprache des gebürtigen Florentieners Dante Aligheri zurückgehen.

... die bekannte Designer-Marke Gucci aus der Toskana stammt?

Sie wurde in Florenz gegründet. Überhaupt ist Florenz die Geburtststätte oder Wahlheimat zahlreicher bekannter Persönlichkeiten wie bspw. Michelangelo, Galileo Galilei, Niccolò oder Donatello.

... Pinocchio aus der Toskana stammt?

Nicht nur bekannte Wissenschaftler oder Künstler sind mit der toskanischen Hauptstadt eng verbunden – auch die kleine Holzfigur Pinocchio hat ihre Ursprünge in der Toskana: Pinocchio wurde ursprünglich von Carlo Collodi erfunden, einem Schriftsteller aus Florenz. Im Jahre 1883 schrieb er das Buch „The Adventures of Pinocchio“. 1940 wurde die Geschichte von Disney animiert und erlangte so ihre weltweite Berühmtheit.

... es nicht nur einen schiefen Turm von Pisa gibt?

Auch wenn es DER Schiefe Turm von Pisa zur weltweiten Berühmtheit gebracht hat – er ist nicht der einzige schiefe Turm in Pisa. So haben beispielsweise die Glockentürme der Kirchen San Michele degli Scalzi und San Nicola ebenfalls eine leichte Schieflage.

... Florenz die erste Stadt mit gepflasterten Straßen war?

Was für uns heute eine Selbstverständlichkeit ist, war damals eine kleine Sensation: Im Jahre 1339 war Florenz die erste Stadt in ganz Europa mit gepflasterten Straßen.

... die Toskana vor Kunst und Kultur nur so strotzt?

Toskana war Inspiration und Muße für zahlreiche Künstler. Das zeigt sich auch in den UNESCO-Welterbestätten: In der Toskana gibt es mehr Sehenswürdigkeiten, die zum UNESCO-Welterbe gehören, als bspw. in ganz Argentinien, Südafrika oder Australien. Und auch in Ägypten gibt es zahlenmäßig nur eine von der UNESCO ausgezeichnete Sehenswürdigkeit mehr.

... in der Toskana die drittgrößte Kirche der Welt steht?

Und zwar die Kathedrale Santa Maria del Fiore in Florenz. Sie ist die größte Kirche in Florenz und drittgrößte Kirche der Welt. Größer sind nur der Petersdom in Rom und die St Paul’s Cathedral in London.

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Von Dorothea Neu

© Shaiith, iStock.com Sonnenuntergang in der Toskana. Sonnenuntergang in der Toskana.
10 Bücher, die Ihre Reisesehnsucht wecken /reise-news/detail/10-buecher-die-ihre-reisesehnsucht-wecken.html Solveig Michelsen 4709 20161216T111500 Bücher können keine Reisen ersetzen. Aber sie können eine unbändige Sehnsucht danach auslösen, selbst fortzufahren und sich all den Dingen zu stellen, die eine Reise vom Urlaub unterscheiden. Dabei kommt es weniger auf das Ziel als auf die ganz eigene Perspektive an. So wie Marcel Proust es ausdrückte: „Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, dass man neue Landschaften sucht, sondern dass man mit neuen Augen sieht.“ Wir stellen zehn Bücher vor, bei denen dies meisterhaft gelungen ist.

Cees Noteboom: Die Kunst des Reisens

Cees Noteboom ist ein gewichtiger Autor. Trotzdem schreibt er leicht und fließend, den Blick auf scheinbar Nebensächliches lenkend. Der Leser folgt seinem beschreibenden Blick, der Autor wählt die Details für ihn aus, lenkt sanft und philosophiert damit, ohne übermäßig zu reflektieren. Als wäre das nicht genug, bereichern die tiefgehenden Fotografien Eddy Posthuma de Boers den literarischen Text um eine optische Komponente, die aus dem Buch einen wahren Glücksfall machen. Was für den Autor den Charme des Reisens ausmacht? „Dass sämtliche Erhaltungssysteme, über die man normalerweise verfügt, versagen. Man wird zu dem, was man wirklich ist ...“

Joachim Otte, Rainer Groothuis (Hrsg.): Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben

Mit diesem Tucholsky-Zitat betitelt sich eine Anthologie von rund 60 namhaften Autorinnen und Autoren. Auf völlig unterschiedliche Art und Weise führen sie die Leser an Städte und Metropolen heran. Subjektiv, voreingenommen und meist treffend in ihren Beschreibungen. Auch wenn Brigitte Kronauer schreibt: „Ich versage im Grunde genommen schriftstellerisch vor den Fußgängerzonen.“, ist es auch oder gerade im Banalen eine Freude, den Betrachtungen der Literaten zu folgen, den Blickwinkel zu wechseln und den Fokus zu schärfen.

Jack Kerouac: Unterwegs

„Unterwegs“ heißt der deutsche Titel des amerikanischen Klassikers „On the road“. 1957 erschienen, gilt er als Wegbereiter aller folgenden Road Novels und formte für alle Rast- und Ruhelosen erstmals einen eigenen literarischen Sound. Die so genannte Beat Generation lebte unkonventionell, chaotisch und kreativ, aber auch getrieben, berauscht und besessen. Diese Zutaten machen den Roman auch 60 Jahre nach seiner Entstehung noch lesenswert. Doch Vorsicht, das Suchtpotenzial ist dabei nicht zu unterschätzen!

Bruce Chatwin: Traumpfade

Ebenfalls ein Klassiker der Reiseliteratur ist Bruce Chatwins wohl bekanntestes Buch, auf Englisch „The Songlines“. Neben den Songlines der Aborigines philosophiert Chatwin darin über das Nomadentum und seine Qualitäten und schaffte es, in knappen, kurz skizzierten Anekdoten die schillerndsten Charaktere vor dem inneren Auge der Leser lebendig werden zu lassen. Interessant ist auch der Aufbau: Zwischendurch finden sich viele Zitate und gesammelte Gedanken Chatwins, eine wahre Fundgrube an Aphorismen. Wer es sich zutraut, sollte das Buch unbedingt im englischen Original lesen.

Zé do Rock: Fom Winde ferfeelt

Oder „welt-strolch macht links-shreibreform“. Der brasilianische Weltenbummler Zé do Rock erlebt nicht nur auf Reisen so manches Missgeschick, sondern muss sich auch noch über die deutsche Sprache so ärgern, dass er schrittweise eine neue Kunstsprache erfindet ein „ferainfactes Doitsh“. Was zur Folge hat, dass man das letzte Kapitel wirklich erst dann lesen kann, wenn man alle vorherigen durchgearbeitet hat. Ein durch und durch origineller Reisebericht.

Tiziano Terzani: Fliegen ohne Flügel

Tiziano Terzani, Asienkorrespondent für den Spiegel, entscheidet sich, die Warnung eines chinesischen Wahrsagers ernst zu nehmen und verzichtet in Folge ein Jahr lang auf Flugreisen – was nicht nur seine Arbeit deutlich erschwert, sondern auch die Perspektive verändert. Besonders unterhaltsam ist das parallel laufende Experiment: In jeder asiatischen Stadt, in der er landet, sucht er einen bekannten Wahrsager, Astrologen oder Seher auf, um sich seine Zukunft voraussagen zu lassen. Bei einer solchen Häufung an prophezeienden Erlebnissen lassen sich amüsante Vergleiche anstellen, Scharlatane entlarven – und nebenbei kann man eine Menge über Asien lernen.

Jan Weiler: In meinem kleinen Land

Jan Weiler, der (Bestseller-)Autor von „Maria, ihm schmeckt's nicht“, tourt auf seiner neunmonatigen Lesereise durch Deutschland. Und bringt aus jedem noch so kleinen Ort eine amüsante Geschichte mit – unter anderem aus Borgholzhausen „wo die Züge bremsen, indem sie einer Kuh gegen das pralle Euter fahren“. Das ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern macht auch große Lust, das eigene Land (neu) zu entdecken. Reiseerlebnisse gibt es schließlich gleich vor der Haustüre, da braucht es keine Fernreisen.

Johannes Klaus (Hrsg.): The Travel Episodes

„Geschichten von Fernweh und Freiheit“ heißt es im Untertitel der Travel Episodes, die mittlerweile schon als Bände I bis II zu haben sind. Im Mittelpunkt stehen erlebte Abenteuer aus nur wenig bereisten Ländern wie Somalia, Bangladesch und Pakistan. Nicht jede Reise lädt zum Nachmachen ein, denn die unterschiedlichen Autoren – allesamt aktive Reiseblogger – beschönigen nichts, poetisieren nur gelegentlich. Das macht die Episoden doppelt lesenswert: Völlig entspannt kann man auf dem Sofa pakistanische Grenzkontrollen überstehen, sich zu den „Menschenfressern“ aufmachen und dem gelebten Fernweh hingeben.

Hape Kerkerling: Ich bin dann mal weg

Der Jakobsweg ist schon hundertfach beschrieben worden. Warum also ist dieses Buch zum Bestseller geworden? Natürlich liegt es zum einen am Autor, dem bekannten Komiker und Moderator. Seinem Ruf wird er auch beim Schreiben gerecht: Mit einem feinen Gespür für die komischen Momente, viel Selbstironie und absoluter Ehrlichkeit beschreibt Hape Kerkerling den Durchschnittspilger mit seinen Sorgen und Nöten entlang des Wegs. Dass er sich selbst dabei nicht ausschließt, macht den Bericht umso glaubwürdiger und lesenswerter.

Jon Krakauer: In die Wildnis

Mehr Aussteiger- als Reisebuch nimmt uns dieser bewegende Bericht mit auf das Abenteuer eines jungen Mannes, der es sich zum Ziel gesetzt hat, allein in der Wildnis Alaskas zu überleben. Wie fatal dort kleinste Fehler sein können, kennt man von den Erzählungen Jack Londons. Doch Krakauer taucht noch tiefer in die Gedankenwelt seines Protagonisten ein und lässt die Leser verstehen, staunen und, ja, auch mitleiden.

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von Solveig Michelsen

© blnd, iStock Bücher können eine unbändige Sehnsucht danach auslösen, selbst fortzufahren. Bücher können eine unbändige Sehnsucht danach auslösen, selbst fortzufahren.
Myanmar verweist Tourist mit Buddha-Tattoo des Landes /reise-news/detail/myanmar-verweist-tourist-mit-buddha-tattoo-des-landes.html Hannah Sommer 4708 20161128T004300 Hierzulande gelten Buddha-Tattoos als trendiger Körperschmuck – der religiöse Aspekt spielt für viele Träger jedoch eine untergeordnete bis gar keine Rolle. Anders sieht es in buddhistischen Ländern wie Myanmar aus.

Erneut ist ein Tourist aufgrund einer Buddha-Tätowierung in Myanmar des Landes verwiesen worden. Im Norden des Landes riefen Einwohner die Polizei, nachdem sie ein Tattoo auf dem Bein eines Besuchers aus Italien entdeckten und dieses als religiöse Beleidigung auffassten.

Es drohen empfindliche Strafen

Dem 34-Jährigen blieb keine andere Wahl, als das Land zu verlassen. Wer dort buddhistische Symbole ohne religiösen Hintergrund zur Schau stellt, muss sich dem Vorwurf der Religionsbeleidigung stellen. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein Mann aus Neuseeland zu zehn Monaten Zwangsarbeit in einem Gefängnis verurteilt. Er hatte ein Buddha-Foto zu Werbezwecken genutzt – darauf trug der Religionsstifter Kopfhörer.

Vorsicht ist geboten

Was viele Touristen nicht wissen: Auch in Ländern wie Thailand oder Sri Lanka sind buddhistische Tattoos nicht gern gesehen. Die Symbole, dazu zählt im Übrigen auch die Lotusblüte, haben religiösen Anhängern zufolge nichts auf der als unrein empfundenen Haut zu suchen. Daher sollten Reisende ihre Tätowierungen aus Respekt gegenüber den Bürgern verdecken. Ebenfalls ungern gesehen sind buddhistische Symbole auf der Kleidung sowie Dekorationsstücke – auch wenn diese überall angeboten werden.

© Thinkstock Im buddhistisch geprägten Myanmar gilt die Darstellung von Buddha als heilig. Im buddhistisch geprägten Myanmar gilt die Darstellung von Buddha als heilig.
Thailandurlaub: Besonderheiten nach dem Tod von König Bhumibol /reise-news/detail/thailandurlaub-besonderheiten-nach-dem-tod-von-koenig-bhumibol.html Solveig Michelsen 4655 20161110T164000 Nach dem Tod von König Bhumibol Adulyadej herrscht in Thailand nach wie vor Staatstrauer. Viele Events und Konzerte wurden abgesagt, Geschäfte geschlossen. Auch Touristen wird empfohlen, sich angemessen zu kleiden. Dafür können nationale Museen und Tempel bis Ende Januar 2017 kostenlos besichtigt werden.

Die einjährige Staatstrauer, die in Thailand nach dem Tod des Königs Bhumibol ausgerufen wurde, bleibt auch für Touristen nicht ohne Folgen. Das Veranstaltungsverbot der ersten 30 Tage wird ab 14. November 2016 allerdings wieder gelockert, sodass die meisten Events und Konzerte ab diesem Zeitpunkt wieder stattfinden – oder nur etwas verschoben werden. Genaue Informationen zu den einzelnen Ereignissen finden sich auf der Webseite der Tourismusbehörde “Tourism Authority of Thailand (TAT)”.

Um ausländische Besucher nicht abzuschrecken, sondern einzuladen, sich gerade jetzt mit der thailändischen Kultur vertraut zu machen, können nationale Museen sowie historische Parks und Tempel bis einschließlich 31. Januar 2017 kostenlos besichtigt werden. Touristen werden aber angehalten, die Trauer der Bevölkerung zu respektieren und sich ebenfalls angemessen zu kleiden: Das bedeutet bedeckte Schultern und mindestens knielange Röcke oder Hosen. Die thailändische Bevölkerung selbst trägt zum Zeichen ihrer Trauer Kleidung in den Farben schwarz und weiß. Witze über den verstorbenen König oder geäußertes Unverständnis für die Art der Trauerbewältigung werden in Thailand nicht nur als höchst unangemessen empfunden, sondern auch mit hohen (Gefängnis-)Strafen belegt.

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von Solveig Michelsen

© Beboy_ltd, iStock Bis Ende Januar 2017 können zahlreiche Tempel, Museen und Parks kostenlos besichtigt werden. Bis Ende Januar 2017 können zahlreiche Tempel, Museen und Parks kostenlos besichtigt werden.
Tipps für alleinreisende Frauen /reise-news/detail/tipps-fuer-alleinreisende-frauen.html Jonathan Berg 4646 20161205T001200 Als Frau allein in den Urlaub zu fahren, erfordert Selbstvertrauen und auch ein wenig Mut. Tatsächlich ist eine Solo-Reise eine herrliche Erfahrung, wenn Sie vor und während Ihres Urlaubs ein paar einfache Tipps beherzigen.

Frauen haben vor einem Single-Abenteuer oft mit Zweifeln zu kämpfen. Doch ein Urlaub allein lohnt sich. Wer allein unterwegs ist, erlebt mehr. Gerade, weil keine Kompromisse eingegangen werden müssen. Alleinreisende sind frei, unabhängig und können ihren Urlaub nach dem eigenen Rhythmus gestalten.

Allein reisen heißt nicht einsam sein

Frauen, die zum ersten Mal allein verreisen möchten, sollten sich überlegen, mit wie viel Zeit für sich sie umgehen können. In weniger erschlossenen Gebieten findet man möglicherweise nur kaum Anschluss. Auch sprachliche Schwierigkeiten oder kulturelle Differenzen können Heimwehattacken auslösen.

Für die erste Alleinreise bieten sich insbesondere europäische Ziele an. Denn hier ist der Kulturschock wesentlich geringer als zum Beispiel in asiatischen Ländern wie China oder Indien. Überlegen Sie vor Reiseantritt genau, worauf Sie bei Ihrer Reise besonderen Wert legen. Ob Hostel, Hotel oder einsame Berghütte – jede Unterkunft bietet ein anderes Maß an Ruhe und Gemeinschaft.

Risiken minimieren

Prinzipiell ist ein Urlaub für Single-Frauen in touristisch gut erschlossenen Regionen wie der Toskana oder Madeira weniger risikoreich als etwa im Nahen Osten.

Alleinreisende Frauen sollten sich zudem über die gesellschaftliche Rolle der Frau im jeweiligen Urlaubsland, die politische Lage vor Ort, die Kriminalitätsrate sowie das Risiko von Naturkatastrophen informieren. Das Auswärtige Amt bietet hierbei einen ausführlichen und aktuellen Überblick. So können zwar keine Risiken ganz ausgeschlossen, zumindest aber vorab gründlich abgewägt werden.

Aufdringlichkeiten sofort abwehren

Wer allein reist, muss auch „Nein“ sagen können. Wehren Sie sich selbstbewusst gegen ungewollte Aufmerksamkeiten und beziehen Sie in unangenehmen Situationen auch Ihr Umfeld, etwa durch lautes Rufen, mit ein. Machen Sie sich vor der Reise bewusst, welche kulturellen Unterschiede das Reiseziel prägen. So ist das Einhalten von Kleiderordnungen und Kopfbedeckungen mitunter nicht nur in muslimischen Ländern wichtiger Bestandteil eines ungetrübten Aufenthalts.

Allgemein gilt: Es gibt keine Ziele, die Sie nicht alleine bereisen können. Frauen, die erst wenig Erfahrungen damit gesammelt haben, sollten jedoch zunächst etwas konservativer planen. Hören Sie in sich hinein, bevor Sie Ihre Solo-Reise starten. Ein etwas mulmiges Gefühl vor einem Urlaub ist ganz normal. Wenn Sie großes Unbehagen oder echte Angst verspüren, sind Sie vielleicht noch nicht so weit.

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Von Jonathan Berg

Alleinreisende Frauen sollten ihren Urlaub gut planen © Thinkstock Alleinreisende Frauen sollten ihren Urlaub gut planen © Thinkstock
10 ausgefallene Reiseblogs – von Film- bis Luxusreisen /reise-news/detail/10-ausgefallene-reiseblogs-von-film-bis-luxusreisen.html Solveig Michelsen 4612 20161121T164100 Reiseblogs gibt es beinahe so viele wie Autos in einer Stadt. Schließlich hat die Reisesehnsucht die meisten schon mal gepackt. Bei manchen entwickelt sie ganz besondere Züge. Und das ist gut so. So bekommen wir immer wieder originelle Reiseberichte zu lesen, abseits des Mainstreams. Bei einigen davon haben wir genauer hingesehen.

Reisen zu Drehorten: filmtourismus.de

„Die Welt der Drehorte“ verspricht der Blog filmtourismus.de in ansprechendem Design – und das nicht zu knapp: Über 300 Filme und Serien wurden mit detaillierten Drehortinfos versehen und bebloggt. Durchsuchen kann man das Archiv wahlweise nach Filmen oder nach Orten – alphabetisch oder auf der Karte. Auch werden aktuelle Produktionen behandelt, Buchtipps gegeben sowie Reiseveranstalter mit Filmreisen vorgestellt. Ein rundes Sammelsurium rund um eine Drehort-Leidenschaft.

Outdoor und Sport: lebedraussen.de

Mountainbiken am Loch Ness, Angeln in Norwegen oder Kanuwandern im Saarland – Bianca, Gade, die Autorin des Outdoor-Reiseblogs lebedraussen.de, hat viel zu erzählen. Die Berichte lassen sich nach Sportart oder alternativ nach Reiseland suchen. Allgemeine Empfehlungen, Testberichte, Interviews und Reflexionen runden den Aktiv-Blog ab.

Reisen mit Hund: hunde-reisen-mehr.com

Der Name des Blogs gibt zunächst Rätsel auf: Warum reisen Hunde mehr (als Menschen)? Dabei geht es hier nur um eine Zusammenfassung der Thematik: Um Hunde, Reisen und mehr soll es in dem Blog von Martina Züngel-Hein gehen. Das ist ihr auch gut gelungen. Neben Reiseberichten mit Schwerpunkt im Norden Deutschlands finden sich auch ausführliche Hotel- und Produkttests. Nur schade, dass sich die Artikel nur etwas umständlich auffinden lassen.

Poetische Reiseerfahrungen: weltreisender.in

„Reisen, um vom Leben zu erzählen“ lautet der Untertitel zu diesem Blog. Markus Steiner ist als Poet unterwegs und berichtet in literarischen Bildern von seinen Begegnungen und Erlebnissen. Auch die Fotografien haben atmosphärischen Charakter und ziehen den Leser hinein in die oft philosophischen Geschichten – Reiseberichte jenseits aller oberflächlichen Erlebnisschilderungen.

Alleinreisende Frauen: pinkcompass.de

Von der Packliste für Frauen über Weltenbummeln ab 40 bis hin zu Sicherheitsbedenken und Reintegration nach der großen Reise – alle Fragen, die frau rund ums Globetrotten haben kann, werden beantwortet. Natürlich gibt es auch klassische Reiseberichte von unterwegs. Die ehemalige Kinderkrankenschwester Carina ist seit vielen Jahren unterwegs und gerät darüber immer noch ins Schwärmen.

Kreuzfahrten: fernwehblog.net

Als „reisesüchtiger DJ mit einem ausgeprägten Hang zu Kreuzfahrten“ bezeichnet sich der Autor des Fernwehblogs. Über 50 ausführliche Berichte und Ratgeber findet der Interessierte auf seiner Seite – von „Arbeiten auf einem Kreuzschiff“ bis hin zu „Flitterwochen für jeden Geldbeutel“. Daneben wird aber auch von „normalen“ Reisen und Pauschalurlauben berichtet – mit überwiegendem Bildanteil.

Welt- und Langzeitreisen: rapunzel-will-raus.ch

30 Urlaubstage plus ein paar Überstunden – vielen Menschen reicht dies nicht mehr aus. Wer sich auf eine Langzeitreise aufmachen möchte, sollte unbedingt bei Sarah Althaus alias Rapunzel vorbeischauen: Hier gibt es eine Anleitung für Weltreisen mit sämtlichen dafür benötigten Infos: Finanzierbarkeit, Administratives, Technisches und Ausrüstung. Das „Warum“ wird natürlich auch beantwortet.

Luxuriöse Yoga-Reisen: follow-your-trolley.com

Flashpacking ist die Bezeichnung für Backpacking im gehobenen Stil. Jeanette Fuchs ist mit ihrem Blog Follow your trolley auf ebendiese Weise unterwegs und erkundet Yoga Retreats, Kraftorte, Inseln und „Urban Spots“, sprich Städte. Schon das Vokabular – Hideaways, Private Retreats und Boutique Hotels – verrät, dass es sich hier um eine gehobene Art des Reisens handelt, man für die Geheimtipps also etwas Kleingeld mitbringen sollte. Auch die besten Adressen für Yoga Retreats werden verraten.

Nachhaltiges Reisen mit der Familie: reisemeisterei.de

Dass auch mit Kind(ern) das Fernweh gelebt werden kann, zeigt der Familienreiseblog reisemeisterei.de. Besonderes Augenmerk wird hier auf Nachhaltigkeit gelegt – eine gelungene Kombination. Die Artikel mit Schwerpunkt Europa sind gut sortiert und humorvoll geschrieben. Ratgeber für das Reisen mit (Klein-)Kindern kommen auch nicht zu kurz.

Fliegen und Schlafen auf Reisen: reise-wahnsinn.de

„Aviation Geek“ nennt sich Blogger Ingo Busch, der auf seinen Reisen natürlich auch schlafen möchte – möglichst erholsam. So vereint er diese beiden Themen unter reise-wahnsinn.de und berichtet von seinen Erlebnissen mit Fluggesellschaften und Hotels – ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Unter den praktischen Tipps rund ums Reisen und Fliegen finden sich einige besonders originelle.

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von Solveig Michelsen

© Bart Sadowski, iStock Amüsant und informativ: Blogs über die besondere Art zu reisen Amüsant und informativ: Blogs über die besondere Art zu reisen
So meistern Sie sämtliche Sprachbarrieren im Ausland /reise-news/detail/so-meistern-sie-saemtliche-sprachbarrieren-im-ausland.html Solveig Michelsen 4587 20161009T215900 Sie sprechen Englisch? Sehr gut, damit kommt man schon sehr weit auf Reisen. Trotzdem gibt es zahlreiche Länder, in denen sämtliche europäischen Sprachen nichts nützen. Weil man komplexe oder sehr konkrete Dinge aber auch schlecht mit Händen und Füßen erklären kann, hier unsere Tipps für den Umgang mit großen sprachlichen Hürden.

Der Zettel-Trick

Chinesische oder arabische Schriftzeichen lassen sich nun einmal schlecht mit einem europäischen Namen abgleichen. Bevor Sie also einen ganzen Urlaubstag in die Hotel- oder Sehenswürdigkeitensuche investieren, lassen Sie sich den gewünschten Ort vorher auf einen Zettel schreiben. Damit funktioniert der Abgleich besser – und es beugt auch Missverständnissen zum Beispiel bei der Taxifahrt vor. Funktioniert natürlich ebenso mit einem Handy-Foto, das bei Gelegenheit dann gezückt werden kann. Achten Sie auch beim Kauf des Reiseführers darauf, dass sämtliche Orte zweisprachig erwähnt werden!

Übersetzungsprogramme

Google Translate gibt’s zum Glück auch als kostenlose App und lässt sich damit auch offline bedienen. Zumindest bei 52 von 103 Sprachen. Für 29 Sprachen gibt es sogar eine Bild-Funktion: Gewünschten Text einfach fotografieren, und schon bekommt man das übersetzte Ergebnis. Das – zugegeben – oft ein rechter Kauderwelsch ist, aber in den meisten Fällen schon ein gehöriges Stück weiterhilft. Besonders, wenn man die Worte einzeln eingibt.

Point it

Im Restaurant, beim Arzt oder in der Werkstatt in China: Ihnen fehlt das nötige Vokabular und Google Translate ist einfach zu mühsam oder der Akku leer? Dafür gibt es das bestens durchdachte Reisehandbuch „Point it“, das aus lauter Bildern besteht, die thematisch aufgebaut sind. Zeigen Sie einfach auf das von Ihnen gewünschte Objekt – das anvisierte Transportmittel, die erhoffte Speise oder die gewünschte Hotelausstattung. Bilder sind universal verständlich!

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von Solveig Michelsen

© Mountains Creative, iStock Mit ein paar Tricks können Sie große Sprachbarrieren im Ausland spielend überwinden. Mit ein paar Tricks können Sie große Sprachbarrieren im Ausland spielend überwinden.
Einfache Rezepte für nachhaltiges Reisen /reise-news/detail/einfache-rezepte-fuer-nachhaltiges-reisen.html Solveig Michelsen 4564 20160916T054200 Nachhaltigkeit ist eines der am häufigsten missverstandenen Schlagworte unserer Zeit. Besonders in Bezug auf Reisen. Denn umwelt- und sozialverträgliches Reisen bedeutet nicht, auf Komfort zu verzichten oder gar tief in die Tasche greifen zu müssen. Mit ein paar einfachen „Rezepten“ sichern Sie sich ein gutes Gewissen – und beweisen Verantwortung der bereisten Region und der nächsten Generation gegenüber.

Sozial gerecht, kulturell angepasst und ökologisch tragfähig soll das Reisen sein. Puh, eine ganz schöne Menge Anforderungen. Zum Glück gibt es inzwischen einige Reiseanbieter, die auf die Erfüllung nachstehender Kriterien achten, sodass einem die Überprüfung jedes einzelnen Punkts erspart bleibt. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, was nachhaltiges Reisen überhaupt ausmacht. Und warum es immer wichtiger wird.

Nachhaltig anreisen

Egal wie umweltbewusst Sie leben – eine einzige Flugreise wird Ihnen den ökologischen Fußabdruck wieder zunichte machen. Oberste Priorität ist es deshalb, auf Fernreisen zu verzichten und die näheren Regionen zu erkunden. Wer auf ferne Ziele nicht verzichten möchte, sollte auf ein angemessenes Verhältnis von der Anreise zur Urlaubsdauer achten (also möglichst lange im Urlaub bleiben!) und einen klimatischen Ausgleich für die Flugreise in Betracht ziehen. Die gemeinnützige Klimaschutzorganisation Atmosfair bietet zum Beispiel eine unkomplizierte Kompensation der CO2-Emissionen an: Für einen Flug oder eine Kreuzfahrt werden die verursachten CO2-Belastungen berechnet, die dann anschließend als Geldwert gespendet werden können – an ein Klimaschutzprojekt, das diesen Wert wieder hereinholt.

Umweltverträgliche Unterkunft aussuchen

Wann ist eine Unterkunft umweltverträglich? Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Für eine Beurteilung sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Ist die Unterkunft in ihrer Größe der Region angemessen, sprich stimmt das Verhältnis von Einwohnern zu Touristenbetten? Fügt sie sich harmonisch ins Landschaftsbild ein? Wurde sie unter ökologischen Gesichtspunkten errichtet? Wird sie sozialverträglich betrieben, sprich herrschen dort faire Arbeitsbedingungen? Nutzt die Unterkunft lokale Dienstleister und regionale Produkte? Wird auch beim Essen Wert auf hochwertige und fair gehandelte Ware gelegt? Nicht immer können Sie alles selbst beantworten, weshalb es auch hier Auszeichnungen unterschiedlichster Art gibt, die Ihnen das richtige Hotel aufzeigen können. Aber Vorsicht: Auch hier gibt es schwarze Schafe, die sich unter einem grünen Deckmantel ökologische Unbedenklichkeit bescheinigen lassen und doch nur den Schein wahren wollen. Da die Seriosität mancher Nachhaltigkeitslabels schwer einzuschätzen ist, sollten Sie sich an die etablierten Siegel halten, zum Beispiel das Green-Key-Zertifikat, die Zertifizierung ISO 14001 oder das Label Biosphere. Hilfe im Dschungel der grünen Unterkünfte bietet die Webseite www.bookdifferent.com.

Auf faire Arbeitsbedingungen achten

Nicht immer können Sie als Gast die Arbeitsbedingungen in einer Unterkunft wirklich beurteilen. Doch ein Gradmesser ist die allgemeine Stimmung unter der Belegschaft: Wird hier respektvoll, freundlich und freudig miteinander umgegangen? Falls nicht, mag dies ein Indiz für schlechte Arbeitsbedingungen sein. Denn Unmut wird zumeist von oben nach unten weitergereicht und lässt sich nur schwer hinter einer Maske verstecken. Vertrauen Sie hier Ihrem Bauchgefühl und fragen Sie ruhig einmal nach, ob die Mitarbeiter mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden sind. Für eine objektive Einschätzung müssen Sie sich in dem Punkt wieder auf eines der Zertifizierung-Labels verlassen.

Lokale Dienstleistungen nutzen

Nicht nur das Hotel selbst, auch Sie als Gast sollten anstreben, Dienstleistungen vor Ort zu nutzen. Taxifahrer, Barkeeper und Reiseleiter sind oftmals auf die touristischen Einnahmen angewiesen und möchten auch von den Besuchern ihrer Region profitieren. Natürlich steht Ihr eigenes Bedürfnis hier im Vordergrund, doch lohnt sich manchmal ein Gedanke über Alternativen: Kaufe ich eine Dienstleistung von einer florierenden Hotelkette oder gebe ich lieber dem lokalen Händler den Zuschlag? Auch hier können Sie mit wenig Aufwand Ihre Bequemlichkeit überwinden und für einzelne Menschen einen großen Unterschied machen.

Sportliche Aktivitäten der Umgebung anpassen

Die sportlichen Aktivitäten im Urlaub sollten der Umgebung angepasst werden, das heißt Jetskifahren in Mangrovenwälden oder Skifahren in Dubai sollten gar nicht erst in Betracht gezogen werden. Zu viel Energie und Ressourcen werden für die Schaffung solch künstlicher Fun-Sportarten verwendet. In die Wüste fährt man doch auch, um die Einzigartigkeit der Landschaft kennen zu lernen – da kann man ruhig mal für die Dauer des Urlaubs aufs Skifahren und Golfspielen verzichten. Selbst der Angeber-Faktor („Hey, ich war Skifahren in Dubai …!“) hält sich in Grenzen, wird man auf sein umweltschädliches Handeln angesprochen.

Nur tierfreundliche Ausflüge buchen

Delfin-Schwimmen in Ägypten, Elefanten-Reiten in Thailand – das alles klingt exotisch und nach einmaligem Abenteuer. Nur: Wissen Sie, ob es den Tieren dabei gut geht? Delfine werden in ihren Ruhe- und Rückzugsgebieten „überfallen“, damit Touristen eine faire Chance bekommen, mit ihnen zu schwimmen, bevor sie sich aus dem Staub machen. Und Elefanten werden in Gefangenschaft gehalten und gewaltsam abgerichtet, um den menschlichen Bedürfnissen zu genügen. Selbst wenn in einem Camp liebevoll mit den Tieren umgegangen wird – angekettet und ihrer Freiheit beraubt fühlt sich keines der intelligenten Tiere wohl. Wer auf eine Begegnung mit den Rüsseltieren nicht verzichten möchte, sollte sich lieber eines der Elefanten-Schutzgebiete aussuchen, in denen ehemalige Arbeitstiere in Frieden leben dürfen. Diese lassen allerdings nur wenige Menschen zu Besuch kommen und bewegen sich im hochpreisigen Segment.

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von Solveig Michelsen

weitere Informationen:

ein Verband von kleinen und mittelständischen ökologischen Reiseanbietern: www.forumandersreisen.de

Reisemagazin mit Tipps für klimaschonenden Urlaub: www.wirsindanderswo.de

© 4FR, iStock Auch das gehört zum nachhaltigen Reisen: Achten auf artgerechte Haltung der Tiere. Auch das gehört zum nachhaltigen Reisen: Achten auf artgerechte Haltung der Tiere.
Die lebenswertesten Städte weltweit /reise-news/detail/die-lebenswertesten-staedte-weltweit.html Solveig Michelsen 4563 20160904T003300 Mit Reisestudien ist es so eine Sache: Je nach Kriterien gewinnt mal der eine, mal der andere Ort. Genau so ist es auch mit den angeblich lebenswertesten Städten der Welt. Je nach Auftraggeber der Studie variiert auch das Ranking. Trotzdem schaffen es manche Metropolen unter alle Top Ten. Da muss ja doch was dran sein ...

Das britische Wirtschaftsmagazin The Economist hat auch dieses Jahr wieder die Lebensqualität in Großstädten auf der ganzen Welt unter die Lupe genommen. Aus den Kriterien Gesundheitsversorgung, politische Stabilität, Infrastruktur, Kultur und Bildung wird dabei folgendes Ranking berechnet:

1. Melbourne

2. Wien

3. Vancouver

4. Toronto

5. Calgary

6. Adelaide

7. Perth

8. Auckland

9. Helsinki

10. Hamburg

Sehr auffällig ist hier die australisch-kanadische Häufung.

Das Schweizer Beratungsunternehmen Mercer legt bei ihrem Ranking viel Wert auf die persönliche Sicherheit und kommt zu folgendem Schluss:

1. Wien

2. Zürich

3. Auckland

4. München

5. Vancouver

6. Düsseldorf

7. Frankfurt

8. Genf

9. Kopenhagen

10. Sydney

Das britische Magazin Monocle zieht dagegen Faktoren wie Kriminalität, Gesundheitsversorgung, Natur, Möglichkeiten für Kinder und die Flexibilität der öffentlichen Verkehrsmittel in seine Berechnungen mit ein und kommt auf folgende Hitliste:

1. Tokio

2. Berlin

3. Wien

4. Kopenhagen

5. München

6. Melbourne

7. Fukoka

8. Sydney

9. Kyoto

10. Stockholm

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von Solveig Michelsen

© pressdigital, iStock Bei fast allen Rankings unter den Top Ten der lebenswertesten Städte: Wien Bei fast allen Rankings unter den Top Ten der lebenswertesten Städte: Wien
Island limitiert Airbnb-Angebote /reise-news/detail/island-limitiert-airbnb-angebote.html Solveig Michelsen 4558 20160908T054500 Alle wollen nach Island, das Geschäft mit dem Tourismus explodiert – zum Leidwesen mancher Einwohner, die kaum mehr bezahlbaren Wohnraum finden. Erst kürzlich wurde deshalb ein neues Gesetz verabschiedet, das die private Vermietung durch Airbnb auf 90 Tage im Jahre limitiert.

Im Jahr 2015 zählte die Insel 1,3 Millionen Touristen – das sind vier Mal so viel wie Einwohner. Nach der Fußball-Europameisterschaft hat Island an Attraktivität noch gewonnen, die Gäste-Zahlen für 2016 und die kommenden Jahre werden ungleich höher ausfallen. Die Folge: Immer mehr Wohnungen werden privat vermietet – eine willkommene Einkommensquelle. Aber immer wenig Einwohner finden dadurch noch bezahlbaren Wohnraum. Vor allem in der Hauptstadt Reykjavik ist dieser Mangelware.

Aus diesem Grund ist ein neues Gesetz verabschiedet worden, das eine steuerfreie Vermietung durch Airbnb auf 90 Tage bzw. 1 Million Isländische Kronen (rund 7.600 Euro) im Jahr beschränkt. Wird diese Grenze unangemeldet überschritten, drohen Strafen zwischen 10.000 und 1 Millionen ISK. Nicht nur die Hauptstadt, auch kleinere Orte wie zum Beispiel Vík í Mýrdal sollen damit für Einheimische wieder bezahlbarer werden. Der südlichste Ort Islands zählte zuletzt 1300 Touristenbetten auf 300 Einwohner.

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© HannamariaH, iStock Nicht nur in der Hauptstadt Islands ist der Wohnraum knapp geworden. Nicht nur in der Hauptstadt Islands ist der Wohnraum knapp geworden.
Mit „Buch an Bord“ mehr Freigepäck bei Condor /reise-news/detail/mit-buch-an-bord-mehr-freigepaeck-bei-condor.html Solveig Michelsen 4528 20160718T000100 Nehmen Sie Bücher mit auf die Flugreise diesen Sommer? Dann dürfen Sie bei Condor ein extra Kilo mit in den Urlaub nehmen. Voraussetzung ist nur ein kleiner Aufkleber „Buch an Bord“, der Ihr Gepäck schmücken muss. Mit dieser Aktion will Condor zusammen mit der deutschen Buchbranche einen zusätzlichen Leseanreiz geben.

Die zulässige Gewichtsobergrenze beim Fluggepäck ist schnell erreicht, da müssen schwere Gegenstände oft mal zu Hause bleiben – zum Beispiel Bücher. Schade, finden der deutsche Buchhandel und Condor und haben die Initiative „Buch an Bord“ ins Leben gerufen. Mit einem gleich lautenden Aufkleber, der in stationären Buchhandlungen bundesweit erhältlich ist, darf vom 1. Juli bis zum 31. August 2016 das Limit beim Fluggepäck nun um ein Kilo überschritten werden – alles um des Lesestoffs Willen.

Denn wo lässt es sich genüsslicher lesen als im Urlaub, im Liegestuhl oder schon bei der Anreise im Flugzeug? Lokalen Autorinnen oder regionale Schriftsteller stimmen auf die Atmosphäre eines Landes jenseits aller touristischen Klischees ein und bringen den Leser meilenweit weg vom Alltag. Also, schnell zur nächsten Buchhandlung laufen und Aufkleber für den Urlaub sichern!

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Guten Flug wünscht Solveig Michelsen

© mihtiander, iStock Lesen im Urlaub ist ein besonderer Genuss. Lesen im Urlaub ist ein besonderer Genuss.
Rom zerfällt – bitte spenden! /reise-news/detail/rom-zerfaellt-bitte-spenden.html Solveig Michelsen 4527 20160716T104700 Rom ist eine Schatzkiste aus steinernen Denkmälern, Theatern, Kirchen und Brunnen. Doch diese zerbröckeln langsam – und Rom ist finanziell überfordert. Deshalb wird nun die Öffentlichkeit dazu aufgefordert, für den Erhalt der historischen Bauten zu spenden.

An alle „Dagobert Ducks“ dieser Welt richtete sich der offene Aufruf von Roms ehemaligem Interimsbürgermeister Francesco Paolo Tronca: "Um das historische Erbe unserer Stadt zu erhalten, brauchen wir 500 Millionen Euro." Das hoch verschuldete Rom sieht sich nicht in der Lage, selbst dafür aufzukommen, bangt aber um seine Kulturgüter. 574 archäologische Stätten, fünf historische Plätze sowie 80 Brunnen stehen unter anderem auf der To-do-Liste der notwendigen Sanierungen.

Bislang sind dafür bekannte italienische Modefirmen in die Bresche gesprungen wie zum Beispiel das Unternehmen Fendi, das die Sanierung des berühmten Trevi-Brunnens übernommen hat. Nun sollen auch private Mäzene dazu beitragen, Roms Kulturstätten vor dem Verfall zu bewahren – eine Mammutaufgabe. Roms neue Bürgermeisterin Virginia Raggi hat nicht nur deshalb ein schweres Erbe angetreten.

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© IakovKalinin, iStock Der Schuhhersteller Tod's finanzierte die Restaurierung des Kolosseums. Der Schuhhersteller Tod's finanzierte die Restaurierung des Kolosseums.
Neue Kleiderordnung für Angkor Wat /reise-news/detail/neue-kleiderordnung-fuer-angkor-wat.html Solveig Michelsen 4481 20160715T104700 Die Tempelanlage Angkor Wat ist das wichtigste religiöse, kulturelle und architektonische Denkmal Kambodschas, es ist Nationalsymbol für ganz Kambodscha. Da verwundert es kaum, wenn auf skandalöse Nacktfotos in der Anlage scharf reagiert wird: Ab 4. August tritt eine strenge Kleiderordnung in Kraft.

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, sich an heiligen Stätten an die dort herrschenden Regeln zu halten. Trotzdem reizt es manche Touristen immer wieder, an verbotenen Orten Nacktfotos aufzunehmen oder in sehr knapper Kleidung durch Tempel zu spazieren. Kambodschas Regierung hat nach einigen Skandalen nun entsprechend reagiert: Am 4. August 2016 tritt eine verschärfte Kleiderordnung in Kraft, die Besucher*innen mit allzu freizügiger Kleidung wieder nach Hause schickt. Sehr kurze Hosen oder Röcke und rückenfreie T-Shirts sind ab diesem Zeitpunkt tabu. Frauen müssen sogar einen BH tragen, heißt es.

Damit soll ein Mindestmaß an Respekt gegenüber Angkor Wat, dem „heiligen Ort der nationalen und kulturellen Seele“ wiederhergestellt werden, meint Behördensprecher Long Kosal. Touristen, die gerne in ärmellosen T-Shirts oder rückenfreien Tops reisen, sei deshalb ein luftiges Tuch zum Umlegen empfohlen. Das lässt sich in der humiden Hitze gut verkraften und erspart einem moralische Diskussionen.

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© MasterLu, iStock In der Tempelanlage Angkor Wat gilt ab August eine verschärfte Kleiderordnung. In der Tempelanlage Angkor Wat gilt ab August eine verschärfte Kleiderordnung.
Urlaub während des Ramadan: Was muss ich beachten? /reise-news/detail/urlaub-waehrend-des-ramadan-was-muss-ich-beachten.html Solveig Michelsen 4374 20170526T100700 Haben Sie einen Urlaub in ein muslimisch geprägtes Land geplant? Dann sollten Sie beachten, dass dieses Jahr von 26.Mai bis 24.Juni der Ramadan stattfindet, während dessen tagsüber gefastet wird. Doch was heißt das für Sie als Urlauber?

Planen Sie eine Reise nach Marokko, Tunesien, Ägypten oder in ein anderes islamisch geprägtes Land? Dann sollten Sie sich bewusst sein, dass dieses Jahr der Fastenmonat Ramadan in den frühen Sommer fällt. Das heißt für die vielen Gläubigen: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, in der sie nichts essen oder trinken dürfen, ist besonders lang. Für Sie als Gast in diesem Land heißt es, sich mit möglichst viel Taktgefühl unter den Fastenden zu bewegen. Überlegen Sie also zweimal, ob Essen und Trinken in der Öffentlichkeit angebracht ist – je nach Situation.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist das öffentliche Essen und Trinken sogar bei Strafe verboten – und das auch für Nicht-Muslime! Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass diese Regelung unbedingt eingehalten werden sollte; auch das Rauchen und das Kaugummi-Kauen stehen dort unter Strafe während des Ramadan. Frauen sollten während dieser Zeit möglichst dezente und langärmelige Kleidung tragen, Männer auf das Tragen kurzer Freizeitkleidung verzichten.

In anderen muslimischen Ländern wird dies nicht so streng gehandhabt. Trotzdem muss man wissen, dass viele Restaurants und Imbissbuden nicht geöffnet sind, sodass es außerhalb der touristischen Ferienanlage schwer sein kann, seinen Hunger oder Durst zu stillen.

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© Nikada, iStock In Dubai sind öffentliches Essen und Trinken während des Ramadan auch für Nicht-Muslime verboten. In Dubai sind öffentliches Essen und Trinken während des Ramadan auch für Nicht-Muslime verboten.
Private Vermietung von Ferienwohnungen in Berlin verboten /reise-news/detail/private-vermietung-von-ferienwohnungen-in-berlin-verboten.html Solveig Michelsen 4371 20160615T165000 Nun ist es amtlich: Das Berliner Verwaltungsgericht bestätigte das kürzlich erlassene Verbot, in Berlin ganze Wohnungen privat an Touristen zu vermieten. Begründet wurde dies mit dem Zweckentfremdungsverbotsgesetz. Hintergrund ist die zunehmende Wohnungsknappheit in der Hauptstadt, die durch private touristische Vermietungen nicht weiter gesteigert werden soll.

Touristification heißt das Schlagwort, das zu diesem Verbot in Berlin geführt hat: eine Verdrängung der angestammten Bevölkerung aus den attraktiven Vierteln. Denn in keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele inoffizielle Übernachtungsangebote im Verhältnis zur Bewohnerzahl. Auf 5000 neu gebaute Wohnungen (im Jahr 2014) kamen 9500 illegale Ferienapartments. Ein studentisches Projekt der Fachhochschule Potsdam zählte allein auf Airbnb 34.418 privat vermietete Schlafplätze in Berlin. Reiner Wild, der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, bekräftigte: „Gerade in den innerstädtischen Quartieren, wo die Mietpreisentwicklung in den letzten Jahren ohnehin jede Bodenhaftung verloren hat, wird das Angebot durch die Ferienwohnungen zusätzlich verknappt.“ Wohnungssuchende in der Hauptstadt müssen nun also auch noch mit zahlungskräftigen Gästen konkurrieren.

Dem wurde nun ein Riegel vorgeschoben: Wer ohne Ausnahmegenehmigung ganze Wohnungen als Feriendomizil auf Vermietungsportalen einstellt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro. Vier Ferienwohnungsbesitzer, die die Rechtmäßigkeit dieser Regelung gerichtlich angezweifelt hatten, wurden vom Verwaltungsgericht nun in ihre Schranken verwiesen.

Ähnliche Regelungen gelten übrigens in München und Hamburg. Auch hier ist es nicht gestattet, seine Wohnung ohne Genehmigung als Ferienwohnung anzubieten. Erlaubt ist hingegen das Vermieten eines einzelnen Zimmers in der eigenen Wohnung, wenn dieses nicht mehr als die Hälfte der Wohnfläche ausmacht. Weiterhin legal bleibt natürlich auch die kostenlose Unterbringung von Gästen à la Couchsurfing.

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© SeanPavonePhoto, iStock In Berlin darf die Privatwohnung nicht mehr an Touristen vermietet werden. In Berlin darf die Privatwohnung nicht mehr an Touristen vermietet werden.
Urlaubs-Abenteuer Nordkorea /reise-news/detail/urlaubs-abenteuer-nordkorea.html Solveig Michelsen 4289 20160523T101300 Kein Fleckchen Erde, auf dem nicht schon ein Tourist gewesen ist = kein Abenteuer übrig für diese Generation? Weit gefehlt. Den Thrill holen sich Extrem-Reisende heute bei Fahrten in nuklear verseuchte Gebiete oder Orte im Ausnahmezustand. Auch Nordkorea hält einen besonderen „Kick“ für manche bereit, gilt es doch als weltweit restriktivstes politisches System.

Die wenigsten Touristen, die nach Nordkorea reisen, können sich mit dem dortigen politischen System identifizieren – meist ist das Gegenteil der Fall. Was sie dann nach Nordkorea treibt? Die Neugier und der Nervenkitzel. Je wilder die Gerüchte um Dos und Don'ts im Netz werden, desto faszinierender scheint die Sache für manche zu werden. Da Journalisten (ebenso wie Südkoreaner) in der Regel kein Visum bewilligt bekommen, muss man sich hierbei auf die Erfahrungen anderer Reisender verlassen. Das heißt: Foren und Reiseberichte wälzen, damit man vor Ort auch keine Faux-pas begeht. Denn die können nicht nur teuer werden, sondern einen ganz schnell seiner Freiheit berauben. So statuierte Nordkorea erst kürzlich ein Exempel an einem jungen amerikanischen Studenten, der ein Banner mit einem politischen Slogan aus einem Hotel mitgehen ließ: Er wurde zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Doch wer sich an die Regeln hält und diese respektiert, hat in dem Land die Möglichkeit, eine für uns völlig fremde Welt kennen zu lernen. Natürlich werden die obligatorischen Reisebegleiter nicht gleich aus dem Nähkästchen plaudern, und dem Touristen wird mit ziemlicher Sicherheit eine heilere Welt vorgegaukelt, als sich erahnen lässt. Denn wozu sonst könnte eine Bodenmarkierung um das Hotel dienen, die genau anzeigt, wie weit man sich als Fremder maximal von seinem Hotelbett entfernen darf? Trotzdem darf man nicht vergessen: Die meisten Menschen, die hier leben, leiden selbst unter der Diktatur und freuen sich über einen Besuch von Ausländern, denen der Besuch des Landes so lange verwehrt gewesen ist.

Deshalb: Nicht verwirren lassen von der neuen nordkoreanischen Zeit (eine halbe Stunde hinter der Südkoreas) und frischen Mutes auf zu den für Ausländer zugänglichen Sehenswürdigkeiten. Die obligatorische Begleitung eines „Dolmetschers“ oder „Reiseführers“ sollten Sie gelassen sehen – schließlich werden Sie dadurch auch überall hingefahren, ersparen sich Verständigungsprobleme und brauchen sich vor nichts zu fürchten. Diese Begleitperson ist übrigens auch verantwortlich für Ihr Verhalten vor Ort und muss dafür gerade stehen, wenn Sie sich nicht an vorgeschriebene Regeln halten. Also: Lieber zweimal nachfragen, bevor man fotografiert oder einen „Prospekt“ mitnehmen möchte. Und zwar ausschließlich diesen Begleiter, denn wie das Auswärtige Amt schreibt: „Spontane Unterhaltungen mit Nordkoreanern können die Angesprochenen in Schwierigkeiten bringen.“

Nordkorea-Reisende vermuten auch, dass ihr Hotelzimmer abgehört wurde, und empfehlen, sogar auf Wikipedia-Ausdrucke über Nordkorea zu verzichten. Ausländische Medien sind im Land generell verboten. Bereits bei der Einreise erfolgen „aus Gründen der nationalen Sicherheit“ strenge Kontrollen, ob der Besucher Dateien auf seinem Handy oder Computer besitzt, die staatskritische Aussagen über Nordkorea beinhalten. Im Zweifelsfall werden die Geräte konfisziert oder neu formatiert. (Also auch diesen Artikel nicht ausdrucken und mitnehmen!) Mobiltelefone können vom Zoll sowieso einbehalten oder versiegelt werden, sofern vor Ort kein nordkoreanischer Mobilfunkvertrag abgeschlossen bzw. keine nordkoreanische SIM-Karte gekauft wird.

Das Auswärtige Amt weist außerdem darauf hin, dass „eine Respektierung des herrschenden Personenkults“ erwartet wird. Propagandamaterial im Hotelzimmer also bitte nicht abhängen oder umdrehen und bloß keine Kritik äußern bezüglich Land oder gar Politik.

Abenteuergeist braucht man wohl auch in kulinarischer Hinsicht. Mehrere Reisende rätseln über das ihnen vorgesetzte Essen und mutmaßen sogar, zum Frühstück Hund serviert bekommen zu haben. Die schweren Versorgungsmängel des Landes machen auch vor Strom und Wasser nicht Halt: Mit häufigen Ausfällen ist hier zu rechnen. Nordkorea-Erfahrene empfehlen, auf den Fahrstuhl wo möglich zu verzichten und sich bei Ankunft gleich die Badewanne voll Wasser laufen zu lassen – wer weiß, wann es wieder welches gibt … Gleiches gilt für die medizinische Versorgung, die als völlig unzureichend beschrieben wird. Eine Reiseapotheke wird deshalb jedem Nordkorea-Reisenden nahe gelegt.

Wer trotz aller Widrigkeiten – oder genau deshalb – Interesse hat, Nordkorea einen Besuch abzustatten, benötigt für die Einreise ein Visum, das eine persönliche Vorsprache in der Botschaft des Landes in Berlin erfordert. Auch eine Einladung von koreanischer Seite wird verlangt, was aber in der Regel von den Reisebüros erledigt wird. Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens vier Wochen; eine Änderung der Einreisebestimmungen kann sich jederzeit ergeben, ohne dass das Auswärtige Amt davon unterrichtet wird. Auch in dieser Angelegenheit also: ein echtes Abenteuer.

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von Solveig Michelsen

© alexkuehni, iStock Kommunistisches Denkmal in Pjöngjang, Nordkoreas Hauptstadt Kommunistisches Denkmal in Pjöngjang, Nordkoreas Hauptstadt
Wie ökologisch korrekt sind „grüne“ Reisen? /reise-news/detail/wie-oekologisch-korrekt-sind-gruene-reisen.html Hannah Sommer 4227 20160513T164100 „Öko“, „sanft“, „grün“ – diese Schlagwörter versprechen einen besonders umweltbewussten Urlaub. Immer mehr Verbraucher achten neben der Ernährung auch bei der Reiseplanung auf Nachhaltigkeit. Doch was bringt „grüner“ Urlaub der Umwelt tatsächlich?

Unberührte Natur vor dem Fenster, Solarzellen auf dem Dach und Delikatessen von den Bio-Bauern um die Ecke – so idyllisch stellen sich viele Menschen ökologisch korrekte Ferien vor. Es ist ja nur naheliegend: Wer daheim bei Ernährung, Kleidung und Nahverkehr auf Nachhaltigkeit achtet, möchte natürlich bei der schönsten Zeit des Jahres ebenfalls mit gutem Gewissen unterwegs sein. Dafür geben Verbraucher auch mal gern etwas mehr Geld aus. Doch wahrhaft „grünes“ Reisen, ob in Europa oder weiter weg, ist gar nicht so einfach.

Die Probleme fangen bereits bei der Vielzahl der angeblichen Öko-Siegel in der Tourismusbranche an. Mehr als 140 sollen weltweit für diese Art des Reisens werben, eine Vielzahl wird allerdings von Experten unter dem Stichwort „Etikettenschwindel“ geführt. Etliche Siegel decken auch nur wenige Aspekte der Reise ab, etwa die Ausstattung der Herberge und ignorieren wichtige Faktoren wie die faire Bezahlung von Angestellten. Das CSR-Siegel der gemeinnützigen Gesellschaft Tour Cert nimmt hingegen auch die Länge des Urlaubs und die Entfernung zum Wohnort in Betracht.

Bahn statt Flugzeug

Den wichtigsten Beitrag zum Klimaschutz leisten Reisende aber bereits bei der Wahl ihres Urlaubziels. Flugreisen stellen unter den Transportmitteln mit Abstand die größte CO2-Belastung dar. Wer es mit dem sanften Tourismus also sehr ernst meint, sollte auf jeden Fall mit der Bahn in Urlaub fahren – am besten mit einem Unternehmen, das auf Strom aus alternativen Energien setzt.

Ist ein Flug unvermeidbar oder die Destination doch einfach zu verlockend, kann der ökologisch bewusste Reisende die Schäden für die Umwelt wenigstens ansatzweise in Grenzen halten. Wählen Sie eine Fluggesellschaft mit einer möglichst modernen Flotte. Einige Unternehmen bieten zudem die Möglichkeit, die Emissionen einer Flugreise oder auch Kreuzfahrt zu ermitteln und sie durch Spenden für erneuerbare-Energie-Projekte zu „kompensieren“.

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Von Hannah Sommer

© Thinkstock Umweltbewusstes Reisen ist nicht immer einfach. Umweltbewusstes Reisen ist nicht immer einfach.
So verwöhnen Luxus-Hotels ihre Gäste /reise-news/detail/so-verwoehnen-luxus-hotels-ihre-gaeste.html Solveig Michelsen 4209 20160501T101400 Was unterscheidet ein Luxushotel von einem durchschnittlichen Hotel? Das Ambiente? Ist auch bei einigen Drei-Sterne-Hotels schon ansprechend und modern. Selbst in Sachen Ausstattung übertreffen manche Hotels unsere Erwartungen bei Weitem, ohne dass sich ein Gefühl von Luxus einstellt. Was ist es also, das besondere Etwas, das die Herzen von Gästen jauchzen lässt?

Ein pompöser Empfang ist für den Gast ein schmeichelnder Auftakt und überzeugt ihn innerhalb kurzer Zeit von den Qualitäten des Hotels. Also heißen einige Hotels ihre Gäste willkommen, indem sie ihre Namen auf Schiefertafeln schreiben oder anderweitige personalisierte Überraschungen vorbereiten – bis hin zum Fressnapf für den Hund, beschriftet mit seinem Namen. Andere setzen auf kulinarische Genüsse und servieren Sekt oder Cocktails oder verwöhnen den Besucher mit einer Massage. Der Gast fühlt sich wichtig und als Individuum wahrgenommen.

Der Trend zur Individualisierung setzt sich auch im Hotelzimmer fort. In gehobenen Unterkünften kann der Gast zum Beispiel die Art der Bettdecken und Kopfkissen wählen und sich zwischen verschiedenen Füllungsarten oder nach gesundheitlichen Kriterien entscheiden. Einige Luxushotels gehen sogar so weit, die persönlichen Interessen des Gasts vorab in Erfahrung zu bringen – und warten dann mit den passenden Düften oder Blumen, der bevorzugten Musik oder dem passenden Kinoprogramm auf.

Auch beim Abschied lassen sich Luxus-Hotels nicht lumpen: Kleine Geschenke wie regionale Köstlichkeiten oder Spielzeug für die Kinder, Kosmetikprodukte oder Erinnerungsfotos runden den Verwöhn-Aufenthalt ab und hinterlassen beim Gast eine sehr angenehme und möglichst lang andauernde Erinnerung an seinen Aufenthalt.

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von Solveig Michelsen

© Dan Barnes, iStock Wahre Luxushotels haben noch mehr zu bieten als nur schönes Ambiente. Wahre Luxushotels haben noch mehr zu bieten als nur schönes Ambiente.
Diese einfachen Tricks machen den Urlaub noch sorgloser /reise-news/detail/diese-einfachen-tricks-machen-den-urlaub-noch-sorgloser.html Jonathan Berg 4049 20170616T090000 Mit ganz simplen Kniffen lässt sich das Reiseerlebnis auf einen Schlag verbessern. Mehr Beinfreiheit im Flugzeug, knitterfreie Hemden oder der Schutz fürs Smartphone am Strand: Bei diesen Reise-Hacks können selbst erfahrene Urlauber noch etwas lernen.

Mehr Beinfreiheit im Flugzeug

Fliegen Sie zu zweit in die Ferne? Dann ist es ratsam, die Plätze am Fenster und am Gang zu buchen. Auf diese Weise stehen die Chancen sehr gut, dass der mittlere Sitz frei bleibt und Ihnen zusätzliche Beinfreiheit garantiert. Sollte der Flieger doch ausgebucht sein, bitten Sie ihren Nachbarn einfach freundlich darum, mit einem von ihnen den Platz zu tauschen. Den ungeliebten Mittelsitz wird er vermutlich sehr gern räumen.

Tadelloser Hemdkragen

Besonders Geschäftsleute können davon ein Lied singen. Das gebügelte Hemd ist sorgsam verstaut und kommt dann doch mit zerknautschtem Kragen im Hotel an. Hier erweist sich ein Gürtel als hilfreicher Reise-Hack. Er wird zur Schnecke zusammengerollt in den Hemdkragen gelegt. Das steife Leder verhindert, dass das Kleidungsstück plattgedrückt wird.

Rollen statt falten

Egal, ob Sie mit kleinem Gepäck oder großem Koffer reisen: Stauraum ist immer knapp bemessen. Um jeden Quadratzentimeter optimal auszunutzen, sollte man sich von herkömmlichen Packmethoden verabschieden. Kleidungsstücke werden am besten fest zusammengerollt und dicht an dicht im Koffer gepackt. Einige Reisende schwören auch auf Vakuumbeutel, die das Volumen von Pullovern und Jacken massiv schrumpfen lassen. Seien Sie aber sicher, dass es am Reiseziel auch einen Staubsauger gibt, um die Luft abzusaugen. Andernfalls haben Sie bei der Rückreise kaum zu lösende Platzprobleme.

Vorausschauend Surfen

Datenvolumen im Ausland ist oft teuer und nicht jeder Urlauber hat schon bei der Ankunft eine Sim-Karte für sein Reiseland im Gepäck. Und auch jetzt, da die Kosten für das EU-weite Roaming abgeschafft wurden, lauern hin und wieder versteckte Gebührenfallen. Gerade in den ersten Stunden aber ist das Smartphone ein oft unerlässlicher Helfer, um sich vor Ort zurechtzufinden. Planen Sie daher vor und laden etwa den betreffenden Stadtplan bereits zuhause auf ihr Telefon herunter. Auch Busverbindungen oder die Buchungsbestätigung für das Hotel auf dem Handy können bei einer reibungslosen Ankunft ohne horrende Telefongebühren helfen.

Schutzhülle für das Handy

Sand, Sonnencreme und Salzwasser sind natürliche Feinde unserer hochgerüsteten Smartphones. Ein ebenso eleganter wie billiger Reise-Hack schützt die empfindliche Elektronik. Packen Sie das Handy einfach in einen klaren Ziplock-Beutel, durch den hindurch sich weiterhin der Touchscreen bedienen lässt. Der festverschließbare Beutel ist auch eine gute Zusatzversicherung, wenn Sie den angeblich wasserdichten Qualitäten ihres Telefons nicht ganz vertrauen, aber trotzdem gern Unterwasserfotos in der Dominikanischen Republik knipsen würden.

Von Jonathan Berg

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© g-stockstudio Thinkstock Reise-Hacks erhöhen den Entspannungs-Faktor im Urlaub. Reise-Hacks erhöhen den Entspannungs-Faktor im Urlaub.
10 politisch und ethisch korrekte Urlaubsziele /reise-news/detail/10-politisch-und-ethisch-korrekte-urlaubsziele.html Solveig Michelsen 3975 20160212T101700 Wer fährt schon gerne in ein Urlaubsland, in dem Tiere gequält, die Umwelt verschmutzt und die Menschenrechte mit Füßen getreten werden? Allerdings bekommt man als Tourist davon nur selten etwas mit, weil einem oft eine perfekte Kulisse vorgegaukelt wird. Mit der Liste der Non-Profit-Organisation Ethical Traveler gehen Sie auf Nummer sicher: In diesen Ländern lässt es sich guten Gewissens urlauben.

Jedes Jahr veröffentlicht die amerikanische Non-Profit-Organisation Ethical Traveler eine Liste mit zehn Entwicklungsländern, die in Bezug auf Umweltschutz, Sozialfürsorge, Umgang mit Menschenrechten und dem Tierschutz eine langfristig vorbildliche Haltung an den Tag legen. Auch das Urlaubskriterium, also inwieweit sich ein Land für den Tourismus eignet, wird hinzugezogen: Gibt es beeindruckende Landschaften und Möglichkeiten, diese sportlich zu nutzen oder Kontakt zu Einheimischen zu knüpfen? Bei jeder Kategorie wird darauf geachtet, dass es sich hier nicht nur um eine kurzfristige Verbesserung handelt, sondern um eine Entwicklung, die sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat. Reporter ohne Grenzen, Unicef, Freedom House und die Weltbank liefern dazu zahlreiche Daten für die Auswertung.

Ziel dieser Hitliste von Ethical Traveler ist es, die sehr bemühten, meist recht armen Länder zu unterstützen und durch Urlaubsmehreinnahmen zu „belohnen“. Da der wirtschaftliche Einfluss der Touristen ein sehr großes Gewicht hat, kann hier jeder einzelne sein Scherflein beitragen und sich entscheiden: günstiger Urlaub von der Stange auf Kosten der Umwelt und der Menschen – oder etwas Neues wagen und bewusster und mit gutem Gewissen reisen?

Dominica: Sechs der zehn ethisch korrekten Reiseziele sind dieses Jahr Inselstaaten, darunter auch Dominica in der Karibik. Während Dominica im Sozialwesen und der (kostenlosen!) medizinischen Versorgung Vorbild für die umliegenden Inselstaaten der Kleinen Antillen ist, hapert es noch ein wenig bei den Menschenrechten: Gleichgeschlechtliche Paare werden hier immer noch diskriminiert. Trotzdem hat sich Ethical Traveler entschieden, das Land auf die Liste zu nehmen – vielleicht weil sich die Insel bald nur noch mit erneuerbaren Energien versorgen und diese auch ihren Nachbarn anbieten will, vielleicht auch als Ansporn, diese letzte Hürde zu einem wirklich politisch korrekten Reiseziel niederzureißen? Auf jeden Fall hat das Land ein neues „Walfach“ etabliert: In Grundschulen wird der Respekt vor diesen und anderen Meerestieren nun verpflichtend unterrichtet.

Grenada: Auch Grenada ist ein kleiner karibischer Inselstaat, der zu den Kleinen Antillen gehört. Besonderer Pluspunkt ist die üppige und reichhaltige Natur, die das Land zu schützen weiß: Korallenzuchtprogramme arbeiten an der Wiederherstellung der durch Erwärmung, Übersäuerung und Verschmutzung zerstörten Korallenriffe. Diese Ökosysteme sind nicht nur wichtige Barrieren gegen Sturmwellen, sondern tragen auch zur Ernährungssicherheit der Bevölkerung bei – direkt durch Fischfang, indirekt durch den Tourismus.

Kap Verde: Die Kapverdischen Inseln vor der Westküste Afrikas bilden den Inselstaat Kap Verde. Auch dieser legt den Fokus auf Natur- und Tierschutz: Als wichtiger Brutplatz für die bedrohte Karettschildkröte bedarf es hier besonderer Umsicht, die gelegten Eier vor Jägern, Feinden und der Verschmutzung zu schützen. Gleichzeitig glänzt das Land in Sachen Gleichberechtigung: In Führungspositionen findet man genauso viele Frauen wie Männer, und Homosexuelle brauchen sich nicht zu verstecken.

Mikronesien: Die föderierten Staaten von Mikronesien im westlichen Teil des pazifischen Ozeans punkten vor allem mit Korrektheit in Sachen Menschenrechte. Auch um die Umwelt haben sie sich verdient gemacht und ein großes Stück Regenwald als Schutzgebiet ausgewiesen, um eine Zerstörung oder bedenkliche Nutzung zu verhindern.

Mongolei: Fast 15 Prozent des Landes stehen unter Naturschutz. 70 Prozent aller mongolischen Hirten erzeugen den benötigten Strom durch Solaranlagen. Solche Zahlen beeindrucken, trösten aber nicht ganz über die Tatsache hinweg, dass die großen Kupfer- und Goldvorkommen einen Minenboom fördern, der auch fragile Landschaften bedroht. Die Regierung hat bereits erste Maßnahmen dagegen ergriffen.

Panama: Ein neues Tierschutzgesetz verbietet Stier-, Hunde- und Hahnenkämpfe. Für Zirkusauftritte gelten strenge Regeln für den Einsatz von Tieren. In Sachen Naturschutz steht Panama an zweiter Stelle der zehn korrekten Reiseziele: Große Gebiete werden wieder aufgeforstet, nachhaltige Ökosysteme gefördert. Außerdem punktet das Land mit einer niedrigen Arbeitslosenrate (unter 5%) und eine hohen Lebenserwartung, die US-Amerikanern und Europäern in nichts nachsteht (79 Jahre). Auf dem „Happy Planet Index“, einem Maßstab aus Zufriedenheit, Lebenserwartung und ökologischem Fußabdruck, landete Panama auf Platz sieben (Deutschland liegt auf Platz 46!).

Samoa: Im Jahr 2015 wurden zahlreiche Solaranlagen in Samoa installiert, die bereits 2017 den kompletten Inselstaat nördlich von Neuseeland zu 100 Prozent mit sauberem Strom versorgen sollen. Bezüglich der Einhaltung der Menschenrechte gilt Samoa als vorbildlich. Besonderer Wert wird hier auf den Schutz von Frauen, Kindern, Behinderten und Gefangenen gelegt.

Tonga: Für die Fauna und Flora tut Tonga viel und kreiert zum Beispiel neue Meeresschutzgebiete. Auch der Strom soll sauberer werden – man stellt auf Solar um und möchte bis 2020 möglichst 50 Prozent des Bedarfs aus erneuerbaren Energien decken. Nur um die Erfüllung der Menschenrechte steht es noch nicht ganz so gut: Weil sie die Vorgaben der UN-Frauenrechtskonvention nicht in allen Punkten erfüllen, wäre das Land beinahe nicht in die Liste mitaufgenommen. Dafür ist die Alphabetisierungsrate mit 99 Prozent erfreulich hoch (weltweiter Durchschnitt: 84 Prozent).

Tuvalu: Der Inselstaat im Pazifik ist vor allem wegen seiner problematischen Lage im Zuge der Klimaerwärmung bekannt: An seinem höchsten Punkt liegt er nur fünf Meter über dem momentanen Meeresspiegel. Der viertkleinste Staat der Welt legt sich aber gehörig ins Zeug beim Umweltschutz: Solaranlagen sollen Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen bringen. Ende 2014 wurde auch endlich ein Gesetz gegen häusliche Gewalt erlassen.

Uruguay: Das südamerikanische Land ist Vorreiter in Sachen grüne Energie: 90 Prozent der Elektrizität wurden im vergangenen Jahr aus erneuerbaren Energien bezogen. Derzeit ist der weltweit erste nachhaltige Flughafen in Planung. Etwas nachlässiger geht man mit dem Schutz von Savannen um, die durch die groß angelegte Landwirtschaft bedroht sind. Beim Human Development Index belegt Uruguay momentan den höchsten Rang der zehn ethisch korrekten Reiseziele.

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von Solveig Michelsen

© Patryk Kosmider, iStock Meeresschildkröten werden nicht überall so gut geschützt wie auf den Kapverdischen Inseln. Meeresschildkröten werden nicht überall so gut geschützt wie auf den Kapverdischen Inseln.
Einreise USA: ESTA-Verfahren verschärft /reise-news/detail/einreise-usa-esta-verfahren-verschaerft.html Solveig Michelsen 3969 20160128T105000 Nun ist es amtlich: Was man bereits Ende letzten Jahres angekündigt hat, ist in den USA nun umgesetzt worden – eine weitere Verschärfung der Einreisebedingungen. Auch Deutsche sind davon betroffen, sofern sie sich nach dem 1. März 2011 in einem der gelisteten arabischen Länder aufgehalten haben.

Laut Informationen des Auswärtigen Amts gelten ab sofort folgende geänderte Bedingungen für die Erlangung einer elektronischen Einreiseerlaubnis:

  • Doppelstaater, die auch die Staatsangehörigkeit von Iran, Irak, Syrien oder Sudan besitzen, sind von der Teilnahme am Visa Waiver Programm ausgeschlossen.
  • Reisende, die sich nach dem 1. März 2011 in Iran, Irak, Syrien oder Sudan aufgehalten haben, sind ebenfalls von der Teilnahme am Visa Waiver Programm ausgeschlossen. Ausgenommen sind lediglich Reisende, die sich in einem dieser Länder im öffentlichen Auftrag als Vollzeit-Bedienstete der Bundesregierung oder als Streitkräfteangehörige aufgehalten haben.

Bereits erteilte ESTA-Genehmigungen sind für diesen Personenkreis ab sofort ungültig. Sie müssen ein reguläres Visum beantragen, um einreisen zu dürfen. Ob in Einzelfällen – zum Beispiel bei Journalisten oder Geschäftsreisenden – Ausnahmegenehmigungen erteilt werden können, wird derzeit noch geprüft. In jedem Fall empfiehlt das Auswärtige Amt den Kontakt mit der zuständigen US-amerikanischen Auslandsvertretung in Deutschland.

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von Solveig Michelsen

© gyn9038, iStock Die visumfreie Einreise in die USA wird ab sofort noch strenger gehandhabt. Die visumfreie Einreise in die USA wird ab sofort noch strenger gehandhabt.
Neue Einreiseerlaubnis für Kanada erforderlich /reise-news/detail/neue-einreiseerlaubnis-fuer-kanada-erforderlich.html Solveig Michelsen 3959 20160125T135100 Seit 2009 verlangen die USA eine elektronische Einreiseerlaubnis für die visumsfreie Einreise. Nun zieht auch Kanada nach: Ab 15. März 2016 müssen Reisende, die kein Visum benötigen, vorab eine elektronische Erlaubnis zur Einreise eingeholt haben.

Für Reisende, die ab dem 15. März 2016 Kanada entdecken wollen und dafür den Flieger nutzen, heißt es: Vorab die Erlaubnis einholen! Die elektronische Einreiseerlaubnis (eTA) kann übers Internet erlangt werden und kostet mit 7 kanadischen Dollar nur ungefähr die Hälfte der amerikanischen Einreiseerlaubnis (14 US-Dollar). Im Regelfall wird diese innerhalb von wenigen Minuten nach vollständiger Eingabe aller erforderlichen Informationen erteilt. Um jedoch im Falle einer Ablehnung noch ein Visum beantragen zu können, sollten Sie sich rechtzeitig vor der Abreise um diese Angelegenheit kümmern.

Wenn man die Erlaubnis bekommen hat, ist sie fünf Jahre gültig. Allerdings bezieht sich diese Gültigkeit auf das angegebene Reisedokument. Das heißt: Bei einer Passerneuerung muss auch eine neue Genehmigung angefordert werden.

Nicht nötig ist die eTA bei der Einreise über Land oder bei einem Aufenthalt über sechs Monate – dann nämlich muss ein Visum für Kanada vorliegen.

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von Solveig Michelsen

Offizielle Infos zur eTA (auf Englisch und Französisch): www.cic.gc.ca

© Veni, iStock Für die touristische Einreise nach Kanada ist ab 15. März 2016 eine elektronische Erlaubnis erforderlich. Für die touristische Einreise nach Kanada ist ab 15. März 2016 eine elektronische Erlaubnis erforderlich.
Reisestudie: Deutsche in Kroatien /reise-news/detail/reisestudie-deutsche-in-kroatien.html Solveig Michelsen 3924 20160124T135500 Die Kroatische Zentrale für Tourismus untersuchte jüngst die Urlaubsvorlieben der unterschiedlichen Nationen. 11.000 Urlauber aus 11 Ländern befragte sie dazu, darunter auch rund 1.000 Deutsche. Das Ergebnis bestätigt nicht alle Klischees, die den Deutschen so anhaften.

Wie sieht ein gelungener Urlaub für den Durchschnitts-Deutschen aus? Laut der Kroatischen Zentrale für Tourismus folgendermaßen: Die richtige Reisebegleitung macht das A und O aus, dazu muss die Urlaubsdestination sicher sein. Wenn sich hierzu noch echte Gastfreundschaft und ein paar neue Erfahrungen dazugesellen, ist der Urlaub perfekt. Entgegen der üblichen Klischees wollen die meisten Deutschen im Urlaub übrigens keinen genauen Plan verfolgen, sondern sich ein wenig treiben lassen. Auch in anderen Belangen scheint die deutsche Nation wesentlich gemütlicher veranlagt zu sein als so manch anderer Europäer: Während Norweger tendenziell nach dem ultimativen Nervenkitzel suchen und Franzosen kräftig feiern wollen, ist den Deutschen nur eines ganz wichtig: Chillen am Strand.

Kategorisiert man die Urlauber in verschiedene Profiltypen, dominiert bei den Deutschen vor allem der Typ „Lokal-Experte“. Die meisten der befragten Landmänner und -frauen möchten das authentische Leben vor Ort kennen lernen und lokale Spezialitäten probieren. Typ zwei ist der Romantiker, der ruhige abgelegene Plätze zu schätzen weiß, wohin er sich mit seinem Partner oder seiner Partnerin zurückziehen kann. Dicht dahinter kommt der Abenteurer, der im Urlaub gerne neue, möglichst spannende Dinge erlebt. Auch Aktivurlaub ist bei den Deutschen überdurchschnittlich angesagt.

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von Solveig Michelsen

© hjklio, iStock Hier fühlt sich der Deutsche wohl: zum Beispiel am Strand in Punta Rata, Kroatien Hier fühlt sich der Deutsche wohl: zum Beispiel am Strand in Punta Rata, Kroatien
T-rex Skelett "Tristan Otto" wird im Berliner Naturkundemuseum ausgestellt /reise-news/detail/t-rex-skelett-tristan-otto-wird-im-berliner-naturkundemuseum-ausgestellt.html Dr. Gesine Steiner / Museum für Naturkunde Berlin 3899 20151217T133900 Berlin ist um einen Publikumsmagneten und ein einmaliges Forschungsobjekt reicher. Mit Tristan Otto ist ab 17. Dezember 2015 eines der weltweit am besten erhaltenen Exemplare des Tyrannosaurus rex in einer eigenen Ausstellung für jeden zugänglich.

Der Superdino gilt unter internationalen Experten als einzigartiger Fund. Am Museum für Naturkunde, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, wird das Skelett die kommenden Jahre durch ein eigenes Forscher-Team, mit modernster Technik und im engen Schulterschluss mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung, Industrie und Gesellschaft beforscht. Das Museum für Naturkunde Berlin setzt damit einen neuen Meilenstein: Es zeigt das zu diesem Zeitpunkt einzige Originalskelett eines T. rex in Europa und lässt die Ergebnisse der Forschungsteams nach und nach in die Ausstellung einfließen.

Ausgestellt sind das zwölf Meter lange Skelett und der nahezu vollständige Schädel des Raubsauriers. Medieninstallationen und spannende Geschichten eröffnen dem Besucher einen Einblick in die Forschung rund um Tristan. Welche neuen Erkenntnisse erhoffen sich die Wissenschaftler aus den ca. 66 Millionen Jahre alten versteinerten Knochen? Was verraten sie über das Leben von Tristan, seine Krankheiten, Gewicht, Beweglichkeit, Geschwindigkeit und Beißkraft?

Die Ausstellung ist als Experiment konzipiert: Mit den Ergebnissen des Forschungsprogramms wird die Ausstellung über die kommenden Jahre wachsen, sich verändern und die Besucher auf dieser Unternehmung mitnehmen. Das Museum für Naturkunde Berlin ist nicht nur für seine Ausstellungen bekannt, sondern auch als Forschungsmuseum. "Wir widmen uns aktuellen Fragestellungen, indem wir die Vergangenheit erforschen und unser Wissen dazu verwenden, die Zukunft unseres Planeten mitzugestalten. Mit Tristan setzen wir diese Entwicklung konsequent fort", sagt Generaldirektor Prof. Johannes Vogel, "Tristan ist einzigartig und eine einmalige Chance: Für die Stadt Berlin, für Deutschland und die Naturforschung weltweit."

Quelle: ots / Dr. Gesine Steiner / Museum für Naturkunde Berlin

Mehr erfahren: www.naturkundemuseum-berlin.de

© Carola Radke / obs / Museum für Naturkunde Berlin Tristan Otto ist der neue Star im Naturkundemuseum Berlin Tristan Otto ist der neue Star im Naturkundemuseum Berlin
Griechenland erhöht Eintritte für archäologische Stätten /reise-news/detail/griechenland-erhoeht-eintritte-fuer-archaeologische-staetten.html Solveig Michelsen 3812 20151113T142900 Ab 2016 werden Touristen in Griechenland stärker zur Kasse gebeten: Um die immensen Staatsschulden zu minimieren, werden die Preise für archäologische Stätten um bis zu 433 Prozent steigen. In den Wintermonaten soll es aber deutliche Rabatte geben.

12 Euro kostete ein Kombiticket bisher für die Akropolis plus sechs weitere archäologische Stätten. Ab 2016 wird sich diese Gebühr auf 52 Euro erhöhen – eine Preissteigerung von satten 433 Prozent. Diese und weitere Preiserhöhungen wurden einstimmig von Griechenlands Archäologiebehörde Central Archaeological Council beschlossen. Mit den Einnahmen soll der schwer angeschlagene griechischen Haushalt aufgebessert werden.

Trotzdem gibt es die Möglichkeit, weiterhin günstig die archäologischen Stätten zu besichtigen: Von November bis März gelten jeweils die halben Eintrittspreise; an jedem ersten Sonntag der Wintermonate soll es außerdem einen kostenfreien Zugang zu vielen Stätten und Museen geben. Wer im Sommer verreist, muss ab 2016 mit den folgenden Eintrittsgebühren rechnen:

  • Einzelticket Akropolis 20 Euro (ehemals 12 Euro)
  • Knossos 15 Euro (statt 6 Euro)
  • Archäologische Museen in Epidaurus und Mykene 12 Euro (früher 6 bzw. 18 Euro)
  • Archäologisches Museum Athen 10 Euro (bisher 7 Euro)

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von Solveig Michelsen

© sborisov, iStock Viele historische Stätten in Griechenland erhöhen 2016 ihre Eintrittspreise. Viele historische Stätten in Griechenland erhöhen 2016 ihre Eintrittspreise.
Vegan reisen – so gelingt's /reise-news/detail/vegan-reisen-so-gelingts.html Solveig Michelsen 3787 20151030T112000 Veganer haben's schwer, besonders auf Reisen. Denn selbst wenn man sich längst auf Vegetarier eingestellt hat, heißt das noch lange nicht, dass man auch als Veganer satt wird. Doch langsam kommen die Reiseunternehmen in die Pötte: Immer mehr Veranstalter bieten spezielle Reisen für Veganer an, und immer mehr Internetportale listen Adressen, an die man sich als Veganer guten Gewissens wenden kann.

Käsespätzle und Kaiserschmarren – darauf beschränkt sich meist das vegetarische Angebot auf Berghütten oder in rustikalen Gasthöfen. Doch was soll man da als Veganer nur essen? Von ein paar Blättern Salat wird man sicher nicht satt. Zum Glück berücksichtigen immer mehr Gastwirte die besonderen Bedürfnisse ihrer Gäste und kochen mal gluten- und laktosefrei, rein vegetarisch oder auch vegan. Nur: Die Entwicklung geht langsam vonstatten. Und Hunger kann nicht warten.

Deshalb ist man besser damit beraten, eine der Webseiten zu konsultieren, die vegane Adressen herausfiltern lassen. Der Vegetarierbund Deutschland zum Beispiel lässt auf seiner Seite nach rein veganen Restaurants suchen, und auch die Tierrechtsorganisation PETA hat knapp 100 deutsche Adressen gelistet. Am weltweit umfangreichsten dürfte die Sammlung der „Happy Cow“ sein. Das Onlinemagazin „Deutschland is(s)t vegan“ bietet weitreichende Infos auch zu den Themen Kosmetik, Kleidung und Lifestyle. Denn Veganismus beschränkt sich ja nicht nur aufs Essen allein.

Ein überzeugter Veganer will auch nicht unter einer Daunendecke schlafen, mit an Tieren getesteten Produkten duschen oder auf einem Ledersofa sitzen. Einige wenige Hoteliers haben den Trend erkannt und bereits darauf reagiert. Die meisten davon sitzen in Berlin, der „Hauptstadt des Veganismus“. Und wenn man woanders Urlaub machen möchte? TUI hat seit diesem Jahr ein spezielles Angebot für Veganer im Programm. Und sie werden hoffentlich nicht lange allein damit bleiben.

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von Solveig Michelsen

© Lesyy, iStock Vegan reisen beschränkt sich nicht nur aufs Essen. Vegan reisen beschränkt sich nicht nur aufs Essen.
Neue Visumsregelungen für Thailand /reise-news/detail/neue-visumsregelungen-fuer-thailand.html Solveig Michelsen 3775 20151003T111800 Die Visumsregelungen in Thailand sind nicht einfach zu durchschauen. Es gibt etliche verschiedene Möglichkeiten, die sich immer wieder mal ändern. Selbst die Beamten vor Ort sind nicht immer auf dem aktuellsten Stand oder legen die Regelungen unterschiedlich aus. Wir geben eine kurze Übersicht für die derzeitige Einreise als Tourist.

Die einfachste Art, nach Thailand zu reisen, ist mit einer simplen Einreiseerlaubnis, die streng genommen kein Visum, sondern nur eine Aufenthaltserlaubnis darstellt. Urlauber, die nicht mehr als 30 Tage im Land bleiben wollen, können sich nach Ankunft diese Genehmigung in den Pass stempeln lassen. Achtung: Bitte nicht am Schalter „Visum on arrival“ anstellen – dies ist für Angehöriger anderer Nationen gedacht und für Deutsche nicht notwendig! Voraussetzungen für die Einreiseerlaubnis sind ein noch sechs Monate gültiger Reisepass, keine in Thailand nachgewiesenen Straftaten und ein gültiges Rückflugticket. Auch (geringe) Geldbeträge wurden schon als Sicherheit von den Schalterbeamten verlangt.

Wer sich entscheidet, länger zu bleiben, kann diese Aufenthaltserlaubnis in einem Immigration Office für rund 1900 Baht um weitere 30 Tage verlängern lassen. Nach Pattaya und in einige ländliche Provinzen scheint dieses offizielle Gesetz noch nicht vorgedrungen zu sein, weshalb es sich empfiehlt, hier ein anderes Büro aufzusuchen. Die bisherige Möglichkeit, kurz auszureisen, um auf dem Landweg wieder nach Thailand einzureisen (und eine weitere Aufenthaltserlaubnis zu ergattern), wird zwar oft noch toleriert, aber bei zu vielen Ein- und Ausreisen nicht mehr akzeptiert.

Für längere Aufenthalte bis 60 Tagen empfiehlt sich deshalb das offizielle Touristenvisum. Hier können ein- bis mehrmalige Ausreisen vorab vereinbart werden (ca. 30 Euro pro Wiedereinreise). Es kann in jedem thailändischen Konsulat ab drei Monate vor Reisebeginn beantragt werden. Auch eine Verlängerung vor Ort um 30 Tage (s.o.) ist möglich.

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von Solveig Michelsen

© davincidig, iStock Ein richtiges Visum brauchen nur Urlauber, die länger als 30 Tage in Thailand bleiben wollen. Ein richtiges Visum brauchen nur Urlauber, die länger als 30 Tage in Thailand bleiben wollen.
Jom Kippur – der wichtigste jüdische Festtag /reise-news/detail/jom-kippur-der-wichtigste-juedische-festtag.html Hannah Sommer 3772 20150922T101500 25 Stunden lang darf nicht gegessen, nicht getrunken und auch keine Körperpflege betrieben werden. Nur das Benetzen der Hände und der Augen mit Wasser ist erlaubt. Am Abend des 23. September hat für gläubige Juden Jom Kippur, der „Tag der Versöhnung“ begonnen.

Während Jom Kippur steht das Leben in Israel still. Cafés, Restaurants, Geschäfte und sogar der internationale Ben-Gurion-Flughafen bleiben geschlossen. Die Straßen sind weitestgehend leer, obwohl es kein behördliches Fahrverbot gibt. Dieser Tag dient allein der Reue, Buße und Einsicht. Der Versöhnungstag bildet den Höhepunkt der zehn Bußtage, die mit Rosch ha-Schana, dem jüdischen Neujahrstag, beginnen. Im Verlauf der Bußtage blicken Juden zurück auf das vergangene Jahr, versuchen Streitigkeiten zu begleichen und mit sich ins Reine zu kommen. An Jom Kippur haben sie dann die Möglichkeit, vor Gott von ihren Sühnetaten gereinigt zu werden.

Ein Versöhnungstag ganz in Weiß

Jom Kippur startet bei ausklingendem Tageslicht mit einem Abendgottesdienst. Und auch der folgende Tag ist ganz dem Gebet in Gemeinschaft gewidmet. Dabei wird vorwiegend weiße Kleidung getragen, denn in der Bibelstelle Jesaja 1,18 heißt es: „Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden“. Der Versöhnungstag endet mit dem rituellen Blasen des Widderhorns Schofar, das Gott als König, Richter und Beschützer anerkennt. Anschließend wird das Fastenbrechen begangen. Die erste Mahlzeit nach der Fastenzeit wird traditionell in Gemeinschaft eingenommen. Die Anwesenden wünschen sich während des Festessens ein gutes neues Jahr.

Jom Kippur und das islamische Opferfest finden zeitgleich statt

2015 fallen Jom Kippur und der höchste islamische Feiertag, das Opferfest Eid al-Adha auf denselben Tag. Während des islamischen Opferfestes, das vier Tage lang dauert, erinnern Muslime mit rituellen Tierschlachtungen daran, dass Abraham seinen eigenen Sohn opferte, um seinen Gottesglauben zu beweisen.

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Von Hannah Sommer

@ Thinkstock An Jom Kippur steht das Leben in Israel still. An Jom Kippur steht das Leben in Israel still.
Neues auf dem Oktoberfest: Bier-Eis und Mega-Schaukel /reise-news/detail/neues-auf-dem-oktoberfest-bier-eis-und-mega-schaukel.html Michaela Laux 3672 20150819T102800 Schneller, höher, weiter - das reicht auf dem Oktoberfest in München schon lange nicht mehr. Das größte Volksfest der Welt sucht nach neuen Sinneseindrücken und rüstet auf. Mit Hightech-Fahrgeschäften und kulinarischen Besonderheiten kommen unerschrockene sowie genussfreudige Besucher voll auf ihre Kosten.

Schwindelfreie Besucher dürfen sich dieses Jahr ganz besonders auf das höchste transportable Hochhaus der Welt freuen, denn mit dem „The Tower – Event Center“ geht es in luftige Höhen. Beim sogenannten „Sky Drive“, einem Laufparcours, der die Besucher nahe am Abgrund vorbei führt, sollte man besser keine Höhenangst haben.

Rasant geht es dagegen auf der Megaschaukel „Konga“ zu, die als die höchste und schnellste Schaukel der Welt gilt. Hier erwartet die Besucher einen rasantes Flugerlebnis über den Dschungel. Für Gänsehaut und Schocker auf dem Volksfest sorgt die größte mobile Geisterbahn der Welt „Daemonium“. Auf vier Etagen erleben die Besucher Gruselmomente en masse – der Weg ins Ungewisse ist hier wörtlich zu nehmen.

Doch auch im kulinarischen Bereich erweitert das vor allem für Bier, Brezn und Hendl bekannte Volksfest seine Angebotspalette. Die vegane Küche wird auf dem traditionell fleischlastigen Fest immer mehr salonfähig und bei den anderen Spezialitäten greifen Gastronomen und Standbesitzer tief in die Ideenkiste: Es gibt Weißwurst-Leberkäs, Biereis, Zuckerwatte in Blumenform - und für Diabetiker mit Birkenzucker gebrannte Cashew- und Macadamia-Nüsse, wie Wiesnchef Josef Schmid ankündigte.

Der Wirtschaftswert der Wiesn sei für dieses Jahr erneut mit einer Milliarde Euro prognostiziert, so hoch wie 2008. Schmid: »Das ist ein stabiler Wert«.

Das größte Volksfest der Welt beginnt in München am 19. September. Bis zum 4. Oktober werden sechs Millionen Besucher aus aller Welt erwartet. Die Maß Bier ist erstmals nicht unter zehn Euro zu haben. Die Preise liegen zwischen 10,00 und 10,40 Euro.

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von Michaela Laux

Neue Hightech-Fahrgeschäfte auf der Wiesn © mjbs / iStock.com Neue Hightech-Fahrgeschäfte auf der Wiesn © mjbs / iStock.com
Diese Dinge vermiesen einem den Urlaub am meisten /reise-news/detail/diese-dinge-vermiesen-einem-den-urlaub-am-meisten.html Jonathan Berg 3398 20170708T132400 Eine repräsentative Umfrage hat herausgefunden, was Urlauber an ihrem Reiseziel am meisten stört. Überraschung: Es sind nicht einmal die zu hohen Kosten.

Jeder kennt das: Man möchte entspannen, ausruhen, relaxen, einmal im Jahr einfach nur die Seele baumeln lassen. Nur blöd, wenn ausgerechnet in den Ferien was schief läuft. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Cint hat herausgefunden, was Urlauber am meisten auf die Nerven geht.

Das Schlimmste, was einem im Urlaub widerfahren kann, ist laut Umfrage dreiste Abzocke. 56 Prozent der Befragten empfinden Betrug als den Stimmungskiller schlechthin. Ebenfalls 56 Prozent sagen, dass schlechtes Essen einem die Erholung so richtig ruinieren kann. Wenn das Gastroerlebnis auf niederem Niveau empfunden wird, fällt auch der ganze Urlaub ins Wasser.

Bei schlechtem Wetter reagieren die meisten Befragten genauso empfindlich. 55 Prozent der Umfrageteilnehmer sind frustriert, wenn das Wetter an einem vermeintlichen sonnigen Urlaubsort wie beispielsweise Florida nicht den Erwartungen entspricht. Wesentlich höher ist die Toleranzgrenze überraschend bei einem anderen Thema: den Kosten. Zu hohe Preise verderben nur jedem Vierten die Urlaubsfreude.

Oft genannte Ärgernisse waren laut Umfrage auch zu hohe Erwartungen, die man an den Urlaubsort hatte (18 Prozent), eine schlechte Aussicht (15 Prozent) sowie kein Internetzugang (13 Prozent). Insgesamt wurden für die repräsentative Umfrage 1.000 Personen im Alter von 18 bis 65 in 15 Ländern befragt.

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Von Jonathan Berg

© Thinkstock Schlechtes Wetter vermiest vielen Urlaubern die Ferien. Schlechtes Wetter vermiest vielen Urlaubern die Ferien.
E-Zigaretten müssen ab sofort ins Handgepäck /reise-news/detail/e-zigaretten-muessen-ab-sofort-ins-handgepaeck.html Solveig Michelsen 3389 20150701T110700 Ab sofort dürfen elektrische Zigaretten auf Flugreisen nur noch im Handgepäck transportiert werden. Grund dafür: In der Vergangenheit hatten sich bereits mehrere E-Zigaretten im aufgegebenen Gepäck eingeschaltet und dadurch einen Brand verursacht.

Nach einigen Fällen, in denen sich E-Zigaretten im aufgegebenen Gepäck eingeschaltet und dadurch einen Brand verursacht hatten, erließ die in Kanada ansässige Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) nun eine neue Regelung: Fortan dürfen elektrische Zigaretten nur noch im Handgepäck mitgeführt werden. Bei der Entstehung eines Brandes könne so leichter eingegriffen werden.

Aus der Mitführungspflicht im Handgepäck ergebe sich allerdings nicht automatisch die Nutzungserlaubnis der E-Zigarette an Bord. Nur wenige Fluggesellschaften erlauben das „elektronische Rauchen“ während des Flugs. Auch das Laden der elektrischen Zigaretten darf fortan nicht mehr an Bord durchgeführt werden. Zu groß ist die Gefahr, die von den kleinen, aber sehr effektiven Heizelementen der Geräte ausgeht.

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von Solveig Michelsen

© scyther5, iStock E-Zigaretten müssen zwar an Bord gebracht, dürfen aber dort nicht benutzt werden. E-Zigaretten müssen zwar an Bord gebracht, dürfen aber dort nicht benutzt werden.
Helsinki: kostenloses WLAN in der gesamten Stadt /reise-news/detail/helsinki-kostenloses-wlan-in-der-gesamten-stadt.html Solveig Michelsen 3380 20150701T110000 „Helsinki City Open WLAN“ nennt sich das Projekt, das fast flächendeckend kostenfreies WLAN in der finnischen Hauptstadt anbietet – und das in einer Geschwindigkeit, die so manchen Privatzugang alt aussehen lässt. Außerdem: Registrierung ist keine erforderlich, es kann einfach losgesurft werden ...

WLAN-Hotspots haben sich mittlerweile in vielen Großstädten etabliert. Aber Helsinki kann noch einiges mehr: Das bereits 2006 gestartete Projekt „Helsinki City Open WLAN“ sorgt für eine fast flächendeckende Verfügbarkeit, da um jedes städtische Gebäude und auf jedem von der Stadt verwalteten Platz ein kostenfreier Zugang etabliert wurde. Dafür muss man nicht einmal seine E-Mail-Adresse oder andere persönliche Daten hinterlegen, auch kein Registrierungsprozess muss durchlaufen werden – man wird lediglich gewarnt, dass man sich ungesichert durchs Netz bewegt.

Dass das Ganze mehr als nur schöner Schein oder touristisches Aushängeschild ist, zeigt die Geschwindigkeit des WLAN, die sich wirklich sehen lassen kann: Bei 24 Megabits pro Sekunde im Download und beachtlichen 22 Megabits pro Sekunde im Upload wird so mancher Privatnutzer neidisch. Kein Problem also, wenn man zu einem Picknick mitten im Esplanadinpuisto-Park Videos streamen will.

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von Solveig Michelsen

© TanyaSv, iStock Nicht nur futuristisch, sondern auch zukunftsweisend: Helsinki bietet stadtweit kostenfreies WLAN Nicht nur futuristisch, sondern auch zukunftsweisend: Helsinki bietet stadtweit kostenfreies WLAN
Erdbebensichere Häuser für Nepal /reise-news/detail/erdbebensichere-haeuser-fuer-nepal.html 3377 20150610T143100 Das vom Erdbeben stark zerstörte Nepal steht vor der nächsten Katastrophe: Der bald einsetzende Monsunregen hängt wie ein Damoklesschwert über den vielen hunderttausend Obdachlosen. Blitzschnelle Hilfe ist da gefragt, für große Hilfsorganisationen aber nicht so einfach. Außerdem sind viele Straßen in entlegene Regionen zerstört. Ein Mainzer Architekt hat deshalb zusammen mit der Nepalhilfe der VHS Bhaktapur ein einzigartiges Projekt ins Leben gerufen, das innerhalb weniger Wochen Abhilfe schaffen will.

Schnell, effizient, günstig und pragmatisch – all diese Anforderungen erfüllt der ehrgeizige Plan des Mainzer Architekten Siegmar Weinz. Er entwirft erdbebensichere Häuser, die nicht nur kostengünstig sind, sondern auch noch schnell zu bauen – innerhalb einer Woche sei es zu schaffen, ein Hausskelett zu errichten, das vorerst mit einer Plane umspannt wird. Aus dieser regensicheren Unterkunft heraus können die Bewohner dann peu à peu die Bambus-Lehm-Wände einziehen und fertigstellen. Wichtiges Detail der Hauskonstruktion: Sämtliche Teile müssen per Hand tragbar sein, denn gerade in abgelegenen Bergregionen sind die Straßen oft nicht mehr intakt.

Als Partner konnte die Nepalhilfe der VHS Bhaktapur gewonnen werden, die mit ihrem internationalen Team vor Ort koordiniert und organisiert. Bauteile müssen verteilt werden, die Errichtung braucht Anleitung und Unterstützung. Außerdem müssen die bedürftigsten Familien ausgewählt werden, die in den Genuss der ersten Häuser kommen. In Haus Nummer eins soll der 19-jährige Badri ziehen, der durch das Erdbeben seine Großmutter verloren hat und nun seine vier jüngeren Geschwister alleine groß ziehen muss.

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von Solveig Michelsen

Baupläne und weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf der Seite www.vhsbhaktapur.org/nepalhilfe

© Baubüro S.Weinz Fotorealistische Bauanimation eines erdbebensicheren Hauses in Nepal Fotorealistische Bauanimation eines erdbebensicheren Hauses in Nepal
Kein Alkohol mehr in Indonesien? /reise-news/detail/kein-alkohol-mehr-in-indonesien.html Solveig Michelsen 3353 20150512T171400 Die indonesische Regierung hat den Alkoholverkauf weitgehend eingeschränkt: Kleine Geschäfte dürfen nun auch kein Bier mehr oder andere leicht alkoholische Getränke verkaufen. Von der Regelung ausgenommen ist nur die mehrheitlich hinduistisch geprägte Insel Bali.

Mit rund 200 Muslimen auf 240 Millionen Einwohner besitzt Indonesien die größte muslimische Bevölkerung der Welt. Diesen ist es schon lange ein Dorn im Auge, dass Alkohol produziert und konsumiert wird. Für den Verkauf von Hochprozentigem brauchte man deshalb eine Sondergenehmigung, die nur sehr schwer zu bekommen war. Nun werden auch leichte Alkoholika wie Bier noch aus den kleinen Läden verbannt. In Supermärkten, Einkaufszentren, Hotels, Bars und Restaurants ist der Gerstensaft aber weiterhin zu bekommen.

Auch Bali machte sich für eine Ausnahmeregelung stark. Hier darf Bier und ähnlich Niedrigprozentiges weiterhin am Strand verkauft werden. Unterdessen fordern islamische Parteien ein vollständiges Alkoholverbot, das die komplette Produktion, den Verkauf und den Konsum beinhalten soll. Hintergrund dessen sind nicht nur religiöse Motive, sondern auch die Tatsache, dass es immer wieder zu Massenvergiftungen durch gepanschten Alkohol kommt. Selbst das Auswärtige Amt warnt Touristen vor Alkoholkonsum in Indonesien, da zahlreiche Getränke mit Methanol verunreinigt sind.

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von Solveig Michelsen

© Arand, iStock Vorsicht vor Alkoholkonsum in Indonesien! Vorsicht vor Alkoholkonsum in Indonesien!
„Glamping“: Die neue Art glamourös zu campen /reise-news/detail/glamping-die-neue-art-glamouroes-zu-campen.html Jonathan Berg 3341 20150506T140600 Ungeziefer im Zelt, feuchte Liegen, dürftige Hygiene – Camping ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Für die, die es ein wenig komfortabler mögen, ist der Reisetrend „Glamping“ genau das Richtige. Hier erfahren sie, wo das behagliche Zelten ganz besonders viel Spaß macht.

Glamouröses Camping, auch Glamping genannt, erfreut sich bereits seit geraumer Zeit wachsender Beliebtheit. Sauberer, komfortabler und doch romantisch und naturverbunden – beim Glamping werden Ferienträume wahr und scheinbare Gegensätze vereint. Ob Block- oder Baumhaus, Iglu oder Luxus-Zelt, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das Reiseziel will trotzdem gut gewählt sein. Diese drei Glamping-Hotspots haben einiges zu bieten.

Alpenromantik in der Schweiz

Modern und cool Glampen lässt es sich vor allem in der Schweiz. Hier verlebt man den Luxus-Camping-Urlaub in sogenannten Whitepods. Höchster Komfort auf 40 Quadratmetern garantieren dabei wahre Campingfreuden. Ein offener Kamin, eine eigene Terrasse mit Alpenblick und komfortablen Betten werden selbst den höchsten Glamping-Ansprüchen gerecht. Eine Skipiste im Winter und ein eigenes Spa auf der Anlage bieten Freizeit- und Wellnessangebote, die sich sehen lassen können.

Campen in italienischen Baumwipfeln

In Italien gibt es Glamping-Angebote, die das innere Kind in uns wiedererwecken. Das Baumhaus, von dem man früher immer träumte, findet sich hier in Form von über 80 Quadratmeter großen, holzigen vier Wänden und das hoch in den Bäumen Italiens. Auch die Aussicht ist dem heimischen Garten mit Sicherheit vorzuziehen: Beim Genuss des ersten Morgenkaffees, der standesgemäß im Baumhaus serviert wird, blickt der geneigte Glamper auf Olivenhaine und Lavendelfelder im Glanze des mediterranen Sonnenaufgangs. Mehr Glamping geht nicht.

Abenteuer im Eis

Auch für exzentrische Luxus-Camper gibt es aufregende und ausgefallene Möglichkeiten echte Abenteuer zu erleben. Im nördlichen Schweden können wetterfeste Glamper in echten Iglus übernachten. Kunstvolle Verzierungen an den Wänden und ein aus Eis geschlagenes und schmuckvoll gezimmertes Bett sind das absolute Highlight dieser kühlen Urlaubsunterkunft. Geschlafen wird in dicken Expeditionsschlafsäcken und auf Rentierfellen bei ungefähr minus fünf Grad Innen- und minus 30 Grad Außentemperatur. Wie exklusiv diese Glamping-Möglichkeit tatsächlich ist, wird spätestens ab April auch dem verwöhntesten Luxus-Camper klar, denn dann schmilzt das eisige Camping-Paradies langsam aber sicher hinweg.

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Von Jonathan Berg

© Machine Headz, iStock Warum unbequem, wenn’s auch komfortabel geht – Reisetrend Glamping. Warum unbequem, wenn’s auch komfortabel geht – Reisetrend Glamping.
Deutsche stellen Europarekord für Kreuzfahrt-Urlaub auf /reise-news/detail/deutsche-stellen-europarekord-fuer-kreuzfahrt-urlaub-auf.html Jonathan Berg 3254 20150412T141500 Für immer mehr Deutsche führt offenbar eine klassische Kreuzfahrt häufiger ins Urlaubsglück. Die Zahlen haben sich innerhalb von 10 Jahren sogar verdreifacht.

In komfortabler Kabine, mit Drink an Deck und einer neuen Ortsentdeckung an mindestens jedem zweiten Tag lässt sich die Welt am schönsten auskundschaften finden zumindest die Deutschen. Dass die Zukunft des Volkes der Dichter und Denker auf dem Wasser liegt, wusste bereits Kaiser Wilhelm.

Erstaunlich jedoch ist, dass sich diese ursprünglich ökonomische Prognose aus dem Jahr 1898 auch auf die Urlaubs-Vorlieben der Deutschen im Jahr 2015 übertragen lässt. Kreuzfahrten waren noch nie so beliebt wie heute. Insgesamt erlebten 1,77 Millionen Deutsche im Jahr 2014 eine Kreuzfahrt.

Knapp 10 Tage verbringt der Deutsche auf hoher See

Wie der Branchenverband CLIA berichtet, stellt Deutschland damit einen neuen Rekord in Europa auf und löst Großbritannien somit ab. Auf internationaler Ebene führen jedoch immer noch die Amerikaner die Hitliste der Kreuzfahrt-Liebhaber an.

Besonders begehrt bei den reisefreudigen Deutschen Urlaubern sind Angebote von deutschen Anbietern wie AIDA und TUI Cruises. Eine durchschnittliche Kreuzfahrt dauert bei den Deutschen 8,83 Nächte, in denen die im Schnitt 50,4 Jahre alten Kreuzfahrer in ihren Kabinen ruhen, und bei Tag am liebsten Städte erkunden und Ausflüge unternehmen.

Beliebtestes Reiseziel bleibt das Mittelmeer. Das belegen in der Statistik die 32,1 Prozent der Kreuzfahrten, die insgesamt gebucht werden. Ausflüge an Bord führen am zweithäufigsten nach Westeuropa (14,6 Prozent), dicht gefolgt von Norwegen (12,5 Prozent).

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Von Jonathan Berg

© hsvrs, iStock Bis 2017 soll es weltweit noch bis zu 27 neue Kreuzfahrtschiffe geben. Bis 2017 soll es weltweit noch bis zu 27 neue Kreuzfahrtschiffe geben.
Lissabon erhebt Touristen-Steuer ab April /reise-news/detail/lissabon-erhebt-touristen-steuer-ab-april.html Solveig Michelsen 3143 20150220T093000 Die ursprünglich ab dem 01.01.2015 vorgesehene Touristen-Steuer für Lissabon wird nun erst ab dem 01.04.2015 erhoben. Die Abgabe von einem Euro pro Aufenthalt gilt zunächst nur für Besucher, die mit dem internationalen Flugzeug oder Schiff anreisen. Ab 2016 soll zusätzlich die Bettensteuer eingeführt werden – diese kostet dann einen Euro pro Nacht.

Lissabon kostet ab 1. April 2015 „Eintritt“ für international anreisende Gäste per Flugzeug oder Schiff. Doch der eine Euro pro Aufenthalt wird für viele zu verschmerzen sein; Reisende per Auto, Zug oder Bus sowie Kinder sind von der Steuer sogar ausgenommen. Der Stadt aber bringt die neue Kurtaxe willkommene Mehreinnahmen von bis zu sieben Millionen Euro.

Deshalb setzt Lissabon noch eines oben drauf und führt ab 2016 eine neue Bettensteuer ein. Hier wird von Reisenden ein weiterer Euro abgerechnet – allerdings pro Nacht. Als Maximalgrenze für den gesamten Aufenthalt wurde ein Betrag von sieben Euro festgelegt. Die zusätzlichen Einnahmen sollen für touristische Projekte verwendet werden. Dennoch sorgt das Vorhaben für Unstimmigkeiten.

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von Solveig Michelsen

© andriybozhok, iStock Lissabon führt neue Tourismusabgaben ein. Lissabon führt neue Tourismusabgaben ein.
Minarett der Blauen Moschee bröckelt /reise-news/detail/minarett-der-blauen-moschee-broeckelt.html Solveig Michelsen 3118 20150218T182000 Die Sultan-Ahmed-Moschee in Istanbul, vielen unter dem Namen Blaue Moschee geläufig, gilt als Prachtwerk osmanischer Architektur aus dem 17. Jahrhundert. Ihre Besonderheit: Sie besitzt sechs Minarette. Doch nun beginnt eines davon zu bröckeln. Um die Gefahr zu minimieren, wurde die Spitze des Turms bereits abgebaut.

Mehrere Millionen Touristen besuchen Istanbuls Hauptmoschee, die ihren Namen „Blaue Moschee“ aufgrund der zahlreichen blau-weißen Fliesen in ihrem Inneren bekam. Aber auch ihr Äußeres ist sehr eindrucksvoll: Sechs Minarette recken sich in den Himmel und rahmen das architektonisch gelungene Bauwerk ein. Doch nun scheint einer der mehr als 60 Meter hohen Türme zu wackeln. Steine hätten sich bereits aus dem Turm gelöst und seien nach unten gefallen – eine große Gefahr für alle Besucher der Moschee. Deshalb, so berichtete die Zeitung „Hürriyet“, wurde die marode Spitze des Minaretts vorsorglich abgebaut. Eine Stabilisierung des gesamten Turms ist in Arbeit.

Glaubt man der Legende, bekam die Moschee ihre sechs Minarette übrigens nur aufgrund eines Budgetproblems: Hofchronisten berichteten, dass der Sultan den Architekten Mehmet Aga angewiesen hatte, die Minarette zu vergolden. Dieser Wunsch brachte ihn gehörig in die Bredouille, denn das ihm zur Verfügung stehende Geld hätte niemals dafür ausgereicht. Also beschloss der findige Architekt, sich zu „verhören“ und machte aus dem türkischen Wort altin („Gold“) die Zahl alti („sechs“).

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von Solveig Michelsen

© Nikada, iStock Eines der Minarette der Blauen Moschee beginnt zu bröckeln. Eines der Minarette der Blauen Moschee beginnt zu bröckeln.