Toskana

Toscana, das sind Zypressenalleen, die auf kleine Bauernhäuser mit dem Aufsatz für die frühere Taubenzucht zuführen, silberglänzende Blätter von Olivenbäumen und herbstlich rot verfärbte Weingärten.

Anreise

… mit dem Flugzeug

Pisa und Florenz sind die international angeflogenen Flughäfen der Toscana, u. a. regelmäßig von Air Dolomiti (in Zusammenarbeit mit der Deutschen Lufthansa) und Alitalia, mehrmals täglich. Immer häufiger wird auch die Toscana von Billiganbietern angeflogen. Auskunft unterwww.pisa-airport.com sowie www.aeroporto.firenze.it.

… mit der Bahn

Täglich werden gute Bahnverbindungen nach Florenz und zu anderen toscanischen Städten angeboten, z. B. München–Florenz direkt tagsüber und nachts mit Schlaf- und Liegewagen; mit Kurswagen ab Köln im Schlafwagen. Weitere Verbindungen: Vom Westen bzw. aus der Schweiz über Chiasso, Mailand, Genua, La Spezia und an die toscanische Küste Richtung Rom/Latium mit Halt in größeren Städten wie Viaréggio, Pisa, Livorno und Grosseto.

… mit dem Bus

Immer mehr Busunternehmer bieten Toscana-Reisen an. Als Rundreisen, aber auch Fahrt ohne Aufenthalt (fast wie Liniendienste). Oder man bucht die Busanreise nur mit dem Hotelzimmer.

… mit dem Auto

Autobahnen aus Deutschland und Österreich via Innsbruck und Brenner, nach Verona und Bologna bis Florenz (A1 mit Fortsetzung nach Arezzo etc. Richtung Rom) oder in Verona abzweigend nach Brescia, Parma und über die A15 nach La Spezia und an die Küste. Die Autobahnen sind gebührenpflichtig, dafür meist sehr gut befahrbar. Kurvenreich, aber reizvoll sind die Pässe des Tosco-Emilianischen Apennins, über die man in die Toscana gelangt, von West nach Ost: Passo della Cisa, Passo del Cereto, Abetone, Passo di Porretta, Passo di Raticosa, Passo della Futa, Passo del Muraglione.

Unterkunft

Generell hat die Toscana den Ruf, besonders teuer zu sein. Das stimmt und stimmt doch wieder nicht. Am teuersten ist jedenfalls die Hochsaison, ganz gleich, für welche Unterkunftsart man sich entscheidet. Daher sollte sie meiden, wer kann, also nicht auf Schulferien angewiesen ist. Je länger man eine Unterkunft mietet, das gilt im Allgemeinen auch für Hotels, desto günstiger wird der Einzeltag. Italiener buchen Ferienwohnungen und -häuser normalerweise gleich für den ganzen Sommer, bestimmt aber für einen ganzen Monat.

Hotels und Pensionen

Jede größere toscanische Stadt besitzt eine hervorragende Infrastruktur der Unterkünfte. Doch tendieren die Preise immer mehr nach oben. In den kleineren Ortschaften ist es unter Umständen schwierig, ein freies Hotelzimmer zu finden.Wichtig ist in jedem Fall die Vorausbuchung, vor allem in der Hauptreisezeit um Ostern, im Juli und August sowie September bis Oktober.

Während Messen und Ausstellungen, etwa den Modewochen, ist in Florenz kein freies Bett zu finden, was sich auf ein Gebiet im Umkreis von 50 oder 60 km auswirken kann. Das gilt auch für die Zeit des Maggio Musicale (Mai/Juni) in Florenz und zum Palio in Siena. Preisnachlässe sind bei Ferienhäusern im Winter selten, weil die Energiekosten für die dann notwendige Heizung sehr hoch sind. Überraschend günstig sind vielfach Hotelpreise, die über ausländische Agenturen bzw. Reiseveranstalter verlangt werden: bis zu 30 % niedriger.

Hotelkategorien und Preise
Von fünf Sternen für Luxus über vier Sterne (1. Kategorie), drei (2. Kategorie bzw. Mittelklasse) bis zu zwei Sternen (3. Kategorie) und einem Stern (4. Kategorie). Ein Doppelzimmer kostet für zwei Personen inklusive Steuern und Frühstück in der Luxusklasse ab ca. 400 €, ca. 250 € in der 1. Kategorie, ca. 150 € in der Mittelklasse, ca. 80 € in der 3. Kategorie und ca. 40–50 € in der immer selteneren 4. Kategorie. Einzelzimmer sind in den besseren Hotels den Doppelzimmern in Größe und Ausstattung fast gleichzusetzen und kosten immerhin ca. 40 % weniger.

Preise gelten in vielen Ferienorten für einen Mindestaufenthalt von drei Tagen, sonst wird oft Zuschlag verlangt. Das Frühstück ist in den Hotels, soweit nicht im Zimmerpreis enthalten, teuer, in den höheren Kategorien ab 20 € pro Person und mehr! Toscana- Kenner wie Italiener frühstücken bzw. trinken lieber einen caffè oder cappuccino in der nächsten Bar.

Ferienhäuser und Ferienwohnungen

Sie können in der Hauptreisezeit bis zum Vierfachen des Nebensaisonpreises kosten. Die Mietpreise orientieren sich letztlich am Geschmack, die Preisskala ist nach oben nahezu offen: im Durchschnitt je Woche ab 400–2000 €.

Jugendherbergen

Mehr als 20 ostelli, Jugendherbergen, gibt es in der Region, u. a. in Abetone, Arezzo, Castelfiorentino, Cavriglia, Cortona, auf Elba, drei in Florenz, Greve in Chianti, Livorno, Lucca, zwei in Marina di Massa, Montaione, San Gimignano, San Giugliano, Siena, Tavernelle Val di Pesa und Volterra. Informationen unter www.ostellidellagioventu.org (auch andere preiswerte Unterkünfte).

Agriturismo

Hierunter findet man privat vermietete, ländliche Ferienwohnungen und -häuser, einsam stehend oder auf einem Landgut, das in Betrieb ist und dessen Erzeugnisse man für den täglichen Bedarf kaufen kann. Aber auch Burgen und Schlösser bieten sich gerne unter dem verlockenden Namen Agriturismo an, haben sie doch meist auch Verkauf und Verkostung von Wein und Olivenöl im Programm. Vielfach bezeichnet der Begriff jedoch auch Landgüter, die lediglich Produzenten mit Direktverkauf sind, aber über keine Ferienquartiere verfügen.

Terranostra Toscana: Via della Villa Demidoff 64/D, 50127 Firenze, Tel. 05 53 24 50 11, Fax 05 53 24 66 12, www.terranostra.it oderwww.campagnamica.it

Agriturist: Associazione Regionale Toscana, Piazza San Firenze 3, 50121 Firenze, Tel. 055 28 78 38, Fax 055 230 22 85, www.agriturist.it mit Link in die Toscana.

Turismo Verde: Via Verdi 5, 50122 Firenze, Tel. 05 52 00 22, Fax 05 52 34 50 39, www.turismoverde.it.

Vermieterorganisation der CIA (Confederazione Italiana Agricoltori), Via Iacopo Nardi 41, 50132 Firenze, Tel. 05 52 33 89 11, Fax 05 52 33 89 88,www.cia.it.

Weitere Tipps im Internet unter www.turismointoscana.it.

Campingplätze

Campingplätze, ital. campeggi, darunter die schönsten Anlagen in typisch toscanischer Landschaft, gibt es tatsächlich zahlreiche. Der ADAC-Campingführer Südeuropa nimmt sie alljährlich unter die Lupe. Einen hohen Standard unter italienischer Kontrolle garantieren die Campingplätze und Feriendörfer der FAITA (Federazione Associazione Italiane per il Turismo all’Area Aperta). Der Prospekt ist kostenlos bei den ENIT-Stellen erhältlich oder direkt bei FAITA Toscana, Via Santa Caterina d´Alessandria 4, 50122 Firenze, Tel. 05 54 27 41, www.faita.it; eine Auflistung der Mitglieds- Campingplätze findet sich unterwww.campeggi.com auch in deutscher Sprache, Link zur Toscana.

Freizeit

Baden und Tauchen

Das Typische an den langen, feinsandigen und tiefen Stränden der nördlichen Toscana sind die langen Reihen der bagni, der Strandbäder mit ihren bunten Kabinen und Restaurants. Man kann hier einen ganzen Tag problemlos verbringen, ohne zu verhungern und zu verdursten – und ohne sich zu langweilen. Denn am Strand gibt es alle Wassersportmöglichkeiten, man kann auf jeden Fall Paddelboote mieten. An den Sporthäfen stehen Surfbretter und Segelboote zur Verfügung, so man nicht mit den eigenen anreist.

Die schönsten und folgerichtig berühmtesten Strände sind diejenigen der Versilia (Forte dei Marmi und Viaréggio), gefolgt von Tirrénia weiter südlich bzw. jenseits der Arno-Mündung. Danach gibt es erst einmal kleinere Buchten mit bagni, besonders hübsch in Castiglioncello; von einer herrlichen Lagunenlandschaft geprägt wird Castiglione della Pescáia. Dazwischen der wundervoll dichte Pinienwald vor Punta Ala mit seinem edlen Yachthafen und der Luxushotellerie. Dann folgen wieder dichte Pinienwälder, vor denen sich schmale, aber lange Sandstrände erstrecken, bis hinunter an die Regionalgrenze mit Latium, z. B. Marina di Grosseto, die Strände des Maremma-Naturparks sowie der Lagune von Orbetello.

Im Norden muss man für einen schönen Strandurlaub häufig tiefer in die Urlaubskasse greifen, im Süden findet man in jeder Kategorie Strände und Hotellerie. Nicht zu vergessen sind die toscanischen Inseln, ein Paradies für Wasserratten und Taucher. Ein ähnlich schönes Tauchrevier finden die Erforscher der Meerestiefen im Golfo di Barátti zu Füßen von Populónia. Nähere Angaben bei den Ortsbeschreibungen.

Radwandern und Mountainbiking

Rund um den Monte Amiata bzw. zu seinen Füßen sowie nördlich von Pistóia und Lucca Richtung Abetone finden Radsportler besonders geeignete Strecken. Freilich müssen sie sich diese vor allem an den Wochenenden mit den Toscanern teilen, die diesen Sport wie viele Italiener ebenfalls lieben. Aber auch im weniger anstrengenden Chianti und im Mugello werden Radtouren angeboten.

Wandern

Wanderer finden in der Toscana immer mehr markierte Wege. Überwiegend zeichnet dafür der Italienische Alpinclub CAI verantwortlich. Die schönsten Wanderreviere findet man im südlichen Chianti zwischen den zahlreichen Burgen und Weingütern, in der waldgrünen Garfagnana nördlich von Lucca, in der grossetanischen Maremma, im Casentino nördlich von Arezzo und rund um den Monte Amiata, den höchsten Berg innerhalb der Toscana (1738 m). Aber auch im Mugello nördlich von Florenz, in der Sommerfrische der Florentiner, kann man auf markierten Wegen wandern. Der italienische Alpinclub organisiert geführte Wander- und Trekkingtouren. Auskunft: CAI Club Alpino Italiano, Via del Mezzetta 2/m, 50135 Firenze (FI), Tel. 05 56 12 04 67, Fax 05 56 12 31 26,www.caitoscana.it.

Wellness

Oft auch kleinste Hotels, sogar Agriturismi, schreiben sich die Wellness-Welle auf die Fahne. Bei der Buchung ist deshalb genaue Nachfrage angesagt, wie das Angebot tatsächlich aussieht. Wunderschöne Wellness-Hotels findet man in Kombination mit Thermalkuren bzw. in den Thermalorten der Toscana, so in Montecatini Terme und Chianciano Terme, modernstes Design in historischem Ambiente in San Giuliano Terme, Monsummano Terme sowie in San Casciano dei Bagni ganz weit im Südosten der Region und auf den guten Webseiten der Region:www.turismo.intoscana.it, Link zu den Thermen (Terme) sowiewww.termetoscane.com. Neuerdings findet man immer mehr Wellness-Center in den größeren Städten, z. B. in Florenz im wunderschönen Ambiente historischer Palazzi.

Einkaufen

Zu den toscanischen Souvenirs gehören Lederwaren aus Florenz, woher auch modische Kleidung bester Qualität kommt und – neben Gold- und Silberschmuck – hochwertiger Modeschmuck. Aus Arezzo und dem Chianti stammen Korbwaren und Arbeiten aus Schmiede eisen, aus Impruneta und Umgebung Keramikartikel (Fliesen, Haushaltswaren), aus Empoli Glaswaren. Der berühmteste, durchsichtigste Alabaster kommt aus Volterra.

Die Toscana ist ein Paradies für Antiquitätensammler, die gute Geschäfte finden, vor allem in Florenz und Arezzo (monatlicher Markt und Antiquitätenmesse im September) sowie in Cortona (ebenfalls mit Markt) und überhaupt in der gesamten Val di Chiana.

Die beliebtesten toscanischen Souvenirs dürften die hervorragenden Lebensmittel sein, die man als haltbare Mitbringsel einkaufen kann: pecorino (Schafskäse, möglichst lange gelagert) aus Pienza oder der Maremma; kalt gepresstes Olivenöl aus Lucca, Vinci, Pienza oder dem Chianti-Land; aus Péscia stammen die besten biscotti di Prato (Mandelplätzchen) und panforte, das schwere, gewürzereiche weihnachtliche Gebäck kommt traditionell aus Siena. Und natürlich die Weine wie Chianti, Nobile di Montepulciano und Brunello di Montalcino, Bianco di Pitigliano, Vernaccia di San Gimignano, Morellino di Sansano u. v. m.

Reisewetter

Generell herrscht in der Toscana ein subtropisches Klima: Im Sommer ist es warm und trocken, in den Flussebenen und insbesondere in den Städten dieser flachen Gebiete heiß und schwül. Klimatisch angenehm sind dagegen auch im Hochsommer die höher gelegenen Städte wie Siena, Montepulciano, Volterra, San Gimignano sowie die küstennahen und auch weiter im Land liegenden Ortschaften, die der Meerwind direkt erreicht, wie Vetulonia oder Vinci, Certaldo oder San Miniato. Die Wintermonate sind meist mediterran-mild, nur auf den höchsten Gipfeln kommt es zu Schneefall. Die höchste Niederschlagsmenge fällt zwischen Oktober und März. Die Tagestemperaturen liegen in Florenz zwischen 8 °C (Januar) und 31 °C (Juli).

Die beste Reisezeit

Für Strandurlauber sind die Sommermonate ab Juni bis September die schönste Reisezeit; für Reisende, die Natur genießen wollen, Frühjahr (März bis Mai/Juni) und Herbst (September bis Mitte November, also Weinlese bis Olivenernte!), ebenso für Kulturreisende. Das gilt vor allem in Florenz und den anderen Städten am Arno, wo die Sommermonate unerträglich heiß und schwül sein können.

Toskana: Klima

Tagestemperaturen in °C

  1. Jan 10
  2. Feb 12
  3. März 15
  4. April 19
  5. Mai 23
  6. Juni 27
  7. Juli 31
  8. Aug 31
  9. Sept 27
  10. Okt 21
  11. Nov 15
  12. Dez 10

Nachttemperaturen in °C

  1. Jan 1
  2. Feb 3
  3. März 5
  4. April 8
  5. Mai 11
  6. Juni 15
  7. Juli 17
  8. Aug 17
  9. Sept 14
  10. Okt 10
  11. Nov 6
  12. Dez 2

Sonnenschein Stunden/Tag

  1. Jan 4
  2. Feb 5
  3. März 5
  4. April 7
  5. Mai 10
  6. Juni 10
  7. Juli 11
  8. Aug 10
  9. Sept 7
  10. Okt 6
  11. Nov 3
  12. Dez 3

Niederschlag Tage/Monat

  1. Jan 9
  2. Feb 8
  3. März 9
  4. April 9
  5. Mai 9
  6. Juni 6
  7. Juli 4
  8. Aug 6
  9. Sept 6
  10. Okt 7
  11. Nov 10
  12. Dez 9

Gesundheit

Apotheken

Sie heißen auf Italienisch farmacie und führen praktisch alle international gebräuchlichen Medikamente. Diensthabende Apotheken (an den Apotheken angeschlagen) bleiben turnusmäßig 24 Std. geöffnet, allerdings muss man außerhalb der Dienstzeit z. T. mit einem Aufpreis rechnen.

Ärztliche Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in der Toscana in etwa der mitteleuropäischen gleichzusetzen, selbst in kleineren Orten gibt es Ambulatorien, in denen auch Touristen bei Bedarf geholfen wird. Auch die Hotelrezeptionen vermitteln medizinische Hilfe. Gesetzlich versicherte Deutsche und Österreicher können in den meisten Fällen mit ihrer EU-Krankenkarte ins Krankenhaus und ins ambolatorio gehen. Privatpatienten können den Arzt ihrer Wahl aufsuchen und später mit ihrer Kasse abrechnen. Pflichtversicherte sollten besser eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen, um ebenso vorgehen zu können.

Sicherheit

Leider gilt es auch in der Toscana, und zwar speziell zu den Hauptreisezeiten in den touristischen Zentren: niemals viel Bargeld mit sich führen, die Handtasche nicht auf der Fahrbahnseite locker über die Schulter hängen lassen, um vor (im Wagen oder auf Mofas) vorbeifahrenden Dieben sicher zu sein. Autoradios sollte man beim Parken aus dem Fahrzeug mitnehmen können oder sie sollten codiert sein. Den Wagen auf keinen Fall über Nacht einsam stehen lassen, am besten sind Hotelgaragen oder solche, die der Hotelier empfiehlt.

Notruf

Polizei und Krankennotruf: 113
Pannenhilfe (ACI): 80 31 16
Sperrung von Bank- und Kreditkarten sowie Handys: +49 116 116.

Essen und Trinken

Generell gilt: Die Preise in den toscanischen Restaurants sind im Vergleich zur Preissituation in deutschen Gaststätten höher. Doch kann man auch sehr preisgünstige Menüs finden, vor allem in kleinen Städten und in Nebengassen – selbst in Florenz. Die Qualität ist immer gut bis sehr gut. Schicke Moderestaurants sollte meiden, wer sein Reisebudget schonen will.

Ein normales Restaurantessen mit Vorspeise (antipasto) oder erstem Gang (primo piatto), z. B. ein Pasta-Gericht oder Gemüsesuppe, Hauptgang (secondo piatto), Fleisch oder Fisch (carne, pesce) mit Beilage (contorno), und eventuell Nachtisch (dolce), Käse (formaggio), Obst (frutta) oder Eis (gelato) kostet pro Person ca. 25–40 €. Für eine Pizza muss man 6–12 € zahlen. 1 l offener, guter Chianti kostet im Restaurant ab 12 €, ebenso eine Flasche einfacher Tischwein (0,75 l); nach oben sind weder in der Qualität noch im Preis Grenzen gesetzt. 

Die toscanische Küche

Sie ist eine bäuerliche Küche und baut auf der Frische und Qualität ihrer landwirtschaftlichen Produkte auf: Olivenöl, Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse, Obst, Käse und Wein. So wird beispielsweise viel und gern Gemüse gegessen, ob roh, zart gedünstet oder gegrillt, immer mit einem Hauch Olivenöl beträufelt: als Vorspeise oder Beilage, z. B. gebackene Auberginen (melanzane), Artischocken (carciofi), Fenchel (finocchio), grüner Spargel (asparagi verdi).

Wenn auch heutzutage allerorten Pasta, also Teigwaren, und auch Reisgerichte als primo piatto auf dem Speiseplan stehen, so bevorzugen die Toscaner selbst in fast allen Provinzen Gemüse- oder Getreidesuppen (Dinkel!).

Als secondi, die zweiten, d. h. die eigentlichen Hauptgänge, werden Fisch, Geflügel oder Fleisch serviert. Hervorragend und teuer, aber ein Muss ist in der Toscana die bistecca fiorentina, ein T-Bonesteak am Knochen mitsamt dem Filetstück, auf Holzkohle gegrillt, dazu kleine weiße Bohnen mit einem Hauch Olivenöl, Salz und Pfeffer. Mindestgewicht pro Person 600 g, man bestellt am besten ein größeres Stück zu zweit, so kann es saftiger gegrillt werden. Das Fleisch darf nur von einem Chianina- Rind stammen. Nur ganz kurz gegrillt und dann in Scheiben geschnitten, wird das Rindssteak als tagliata serviert. Mit Rosmarin und frisch geschrotetem Pfeffer gewürzt und gutem Olivenöl beträufelt. Oder man bestellt trippa fiorentina, in Wein gekochte Kutteln, für die es sogar spezielle Garküchen (z. B. die trippaioli in Florenz) gibt.

Geflügel wird, vor allem Perlhuhn (faraona), gerne gegessen, zartes Lammfleisch (agnello) oder Zicklein (capretto) ebenso wie Kaninchen (coniglio) und im Herbst generell Wild (selvaggina).

Auch Pilze gehören auf den toscanischen Speisezettel: Die Region ist sehr reich an Steinpilzen (funghi porcini), sehr beliebt, jedoch so teuer wie ein gutes Stück Fleisch. Noch teurer, weil begehrter: die Trüffel (tarfufo), speziell aus der Gegend um San Miniato.

An der Küste werden Fisch und Meeresfrüchte bevorzugt, in den Bergen der Garfagnana und des Casentino z.B. Forellen aus den Wildbächen, an den Flussmündungen Jungaale (anguille).

Zum Nachtisch gibt es Gebäck mit Mandeln und/oder Orangeat und Zitronat, ob die mandelduftenden ricciarelli oder den panforte aus Siena, die biscotti oder cantucci di Prato, Trockengebäck mit ganzen Mandeln – unerlässlich zum Eintunken in den trockenen toscanischen Desertwein Vinsanto.

Wurst, Käse, Brot und Olivenöl

Typisch toscanisch ist die mit Fenchel gewürzte, grobe Wurst (finocchiona), aber auch der würzige Schinken (prosciutto aromático) aus Siena. Porchetta, ein mit Kräutern, Knoblauch und Gewürzen gefülltes, knusprig gebratenes Jungschwein, wird auf den Samstagsmärkten und auf volkstümlichen Festen in Scheiben verkauft.

Schafskäse aus Pienza und Umgebung genießt einen sehr guten Ruf, ähnlich der Pecorino aus der küstennahen Maremma. Grundsätzlich gilt: Je länger der Pecorino gelagert wurde, desto würziger schmeckt er und desto mehr muss man auch für ihn zahlen.

Das toscanische Brot, ein kräftig gebackenes Weißbrot, ist traditionell ungesalzen und eignet sich hervorragend zum Rösten und Würzen nach Belieben, etwa als bruschetta: geröstet, mit Knoblauch abgerieben und Olivenöl beträufelt. Beliebt sind die crostini, kleine Brote z. B. mit Leberaufstrich.

Das Olivenöl sollte naturtrüb sein und grünlich schimmern, wenn es extra vergine, also jungfräulich, kalt gepresst und ungefiltert von der ersten Pressung stammt.

Toscanische Weine

Rotweine
Das Chianti-Gebiet, grob platziert zwischen Florenz im Norden und Siena im Süden, umfasst mehrere Weinanbaugebiete, von denen der meist schwere, dunkelrote Chianti Classico aus dem ursprünglichen Kerngebiet zwischen Florenz und Siena am bekanntesten ist. Meist trägt er als Emblem den schwarzen Hahn des Consorzio del Marchio Storico, dem viele Erzeuger angeschlossen sind. Ihm folgen die vielfach leichteren Weine des Chianti Putto aus dem Florentinischen nördlich des eigentlichen Kerngebietes. Von besonderer Qualität sind die Weine aus dem Rúfina-Anbaugebiet östlich von Florenz.

Schwer ist der Vino Nobile di Montepulciano, tiefrot und preislich oft schier unerschwinglich der Brunello di Montalcino. Auch der rote Morellino di Scansano, wie der Brunello aus Sangiovese- Trauben gekeltert, hat in der Maremma erstaunliche Qualität, was auch für manch andere kleine Lagen Richtung Maremma-Küste gilt.

Weißweine
Unter den Weißen begegnet man am häufigsten dem Vernaccia di San Gimignano, doch meist von besserer Qualität dürften der außerhalb der Toscana kaum bekannte Montecarlo sein, der südlich von Montecatini Terme gedeiht, sowie der Bianco di Pitigliano. Ein richtiger Modewein ist der weiße, leichte Galestro aus dem Chianti.

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