Ägypten

Ägypten hat sich zur Ganzjahresdestination für Archäologie- und Kulturinteressierte, für Wüstenfans, Abenteuerurlauber und Mountainbiker gemausert. Sonne, Wüste, Meer, dazu Tempel, Gräber und Pyramiden – die Vielfalt ist Ägyptens besonderer Reiz, der sich mit dem Zauber des Orients paart.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Kairo wird tgl. von den Star-Alliance-Gesellschaften Lufthansa, AUA, Swiss und Turkish Airlines sowie u. a. AirFrance, KLM und BA angeflogen. Sharm el Sheikh, Hurghada, Marsa Alam, Luxor sowie Marsa Matruh sind Ziele für Charterflüge aus Europa, u. a. Air Berlin und Tuifly. Verfügbarkeit und Preise variieren je nach Jahreszeit und Saison; Linienflüge sind inzwischen oft günstiger als sogenannte Billigflieger. Infos und Buchung über das Internet.

Vom Flughafen zum Ziel: Transfers für Pauschaltouristen werden vom Veranstalter organisiert. Individualreisende können sich mit Taxis behelfen, die vor den Flughäfen parken. Eine Fahrt vom Kairoer Flughafen (Misr International Airport) in die City kostet etwa 90 LE. Fahrten bucht man in der Ankunftshalle. Tipp: Cairo Airport Shuttle, Tel. 02 0189 11 17 77, Mobil-Kurzwahl 199 70, Onlinebuchung www.cairoshuttlebus.com.

Mit dem Schiff

Die Schiffsverbindungen in den Nahen Osten werden von Saison zu Saison schlechter. Es sind fast nur Kreuzfahrtschiffe, die Ägypten für einen kurzen Stopp ansteuern. Individualisten können allerdings mit der Passage auf einem Frachtschiff eine spannende Anreisevariante wählen. Informationen erhält man bei Kapitän Peter Zylmann, Tel.04642 965 50, www.zylmann.de oder Neptunia Cruises, München Tel. 08989 66 47 35, www.grimaldi-lines.de (Frachtschiffe von Italien nach Alexandria und Port Said).

Mit dem Bus

Von Israel kommend, gibt es täglich außer am Shabbat (Fr Sonnenuntergang bis Sa Sonnenuntergang) Flüge und/oder Busse, die u. a. Tel Aviv, Haifa, Jerusalem mit Eilat / Taba verbinden. Tägliche Busverbindungen gibt es auch in Jordanien von Amman aus über Petra Richtung Aqaba. Von Aqaba und Eilat aus muss man sich mit dem Taxi und zu Fuß über die Grenzen bewegen.

Einreisebestimmungen

Für die Einreise ist ein am Einreisetag mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass erforderlich, notfalls ein Personalausweis mit zwei Passfotos (nur für EU-Bürger). EU-Bürger und Schweizer kaufen bei der Einreise an den Bankschaltern im Passbereich der Flughäfen eine Visamarke für ca. 15 €, mit der man vier Wochen im Land bleiben darf. Man kann sein Visum beim Passamt (maktab al jawazad) verlängern lassen.

Unterkunft

Vielfältige Hotellerie

Die Egyptian Hotel Association (www.egyptianhotels.org) verzeichnet 220.000 Betten. Im Vergleich zum europäischen Standard entsprechen z. B. 5-Sterne-Häuser häufig nicht der oberen Luxusklasse in Europa, der Service ist nur selten wirklich erstklassig. Dafür bieten moderne Hotels großzügig geschnittene Zimmer, wie man sie in anderen Urlaubsländern nur selten findet. Der anhaltende Wellnesstrend setzt sich rasch durch. Auch immer mehr 4-Sterne-Häuser bieten u. a. Thai-Massagen an. Hotels der gehobenen Klasse legen Wert auf eine gute Küche. All-inclusive-Angebote gibt es immer häufiger. Sehen Sie sich genau an, welche Getränke und Speisen zu welchen Tageszeiten inbegriffen sind. Die Einschränkungen im Kleingedruckten auf bestimmte Getränke und Restaurants sind oft aberwitzig.

Hotelpreise

Ägypten wird oft als Schnäppchen einschließlich Flug und einer Woche Halbpension ab 300 € angeboten. Dem niedrigen Preis passe man seine Erwartungen an. Die hier angegebenen Zimmerpreise sind Anhaltspunkte für zwei Personen im Doppelzimmer inkl. Frühstück und Steuern. Es handelt sich dabei nicht um die oft astronomisch hohen rack rates, die Sie im Schrank des Hotelzimmers finden; vielmehr sind es marktgängige Preise. Am teuersten sind die Hotels in der Hauptstadt Kairo und dort in der Innenstadt wiederum etwa 20–30 % teurer als Hotels in Heliopolis.

Pensionen

Pensionen, wie wir sie kennen, gibt es in Ägypten nur selten, am ehesten in Kairo und Alexandria. Es sind meist alteingesesseneFamilienbetriebe unterschiedlichsterQualität.

Bed & Breakfastin Kairo

Marianne Morsi, seit Jahrzehnten in Ägypten lebend, bietet EZ für 35 €, DZ für 50 € (Terrassen, Internet) und zum B&B individuelle Beratung und Reisebetreuung. Tel. 0020 2 23 59 07 49, 3Sh. 84, Kairo-Maadi, im Sommer bis Okt. in Deutschland Tel. 089 74 10 0248, www.kairo-erleben.com.

Ferienwohnungen

Ferienwohnungen und Häuser gibt es allmählich auch in Ägypten; das Internet hat den idealen Marktplatz dafür geschaffen. Fündig wird man in Kairo, Alexandria, Hurghada, Sharm el Sheikh und Dahab. Von verbindlichen Anmietungen, ohne die Wohnung gesehen zuhaben, muss man abraten, will man böse Überraschungen, was Ausstattungund Zustand angeht, vermeiden. In Hurghada und El Gouna boomt der Markt mit Kaufwohnungen. Sommerwohnungen kann man auch am Mittelmeer in den neuen Feriensiedlungen bei El Alamein mieten. Makler inserieren u.a. im Anzeigenteil von »Egypt Today«.

Jugendherbergen

Offizielle »Youth Hostels« gibt es nur in Kairo, Hurghada, Ismai’liya und Sharm el Sheikh. Infos bei der Egyptian Youth Hostel Association, Tel. 02 27 96 17 38, Fax 27 95 03 29, www.egyptyha.com.

Campen

Organisierte Campingplätze (u. a. Luxor) werden von den Tourismusmanagern eher boykottiert als gefördert. Man findet sie unter www.travellerspoint.com/campsites-en-co-61.html. Die Übernachtung gibt es ab ca. 40 LE. Campen ist in Ägypten übrigens grundsätzlich verboten. In besiedelten Gegenden, und noch wahrscheinlicher in Gebieten mit hoher Militärpräsenz, wie auf dem Sinai und am Roten Meer, bezahlt man wildes Campieren wahrscheinlich mit einem mittellangen Aufenthalt bei der Polizei. Da aber auch das Militär nicht allgegenwärtig ist, ist es an vielen Stränden kein Problem mehr, insha’allah (so Gott will).

Freizeit

Baden

Der Sand am Roten Meer ist etwas grobkörniger als am Mittelmeer. Es gibt nur wenige Kiesstrände in Ägypten. An öffentlichen Stränden ist die Bekleidung streng islamisch, d. h. Frauen und Mädchen gehen bekleidet ins Wasser. Badeanzüge sind daher fehl am Platz, im Gegensatz zu privaten Stränden. Wenn in Alexandria an den Strand, dann in Montazah. Marsa Matruh am Mittelmeer ist sehr sauber, das Meer türkisblau. Einer der bezauberndsten Badeorte ist Dahab. Basata ist ein bekanntes Ökocamp mit schönem Strand. Im Nil oder stillen Gewässern schwimmt man nicht, denn die gefährliche Wurmkrankheit Bilharziose ist weit verbreitet.

Ballonfahrten und Rundflüge

Über dem Nil schweben, Luxor und das Tal der Könige von oben sehen – möglich macht’s eine Ballonfahrt. Morgens steigen in Luxor die Ballone auf. Legend of the Nile Travel (LONT) bietet Rundflüge mit dem Wasserflugzeug an, Tel. 02 26 90 65 96, www.lonttravel.com.

Golf

Schöne Golfplätze sind in Sharm el Sheikh, Luxor, bei Safaga (Soma Bay) und in Katameya bei Kairo (Tel. 02 37 5805 12/17, www.katameyaheights.com) zu finden. Kairos traditionsreichste Anlage liegt unterhalb der Pyramiden und gehört zum Mena House Oberoi Hotel. Ein schönes Golfhotel ist das Steigenberger Golf Resort El Gouna. Schön liegt der Golfplatz Taba Heights.

Nationalparks

Wegen seines reichen Unterwasserlebens zählt Ras Mohammed, südlich von Sharm el Sheikh und Ägyptens erster Nationalpark, zu den großen Meeresparks der Erde. Im ganzen Land gibt es inzwischen über 20 Naturschutzparks.

Reiten

Der Ritt auf dem Kamel gehört zum Spaßprogramm bei den Pyramiden. Der Kairoer Reitstall FB Stables ist auch auf große Gruppen und Wüstentouren mit Pferd, Kamel oder Quad spezialisiert. Auf dem Sinai und am Roten Meer vermieten Hotels und Beduinen Pferde für Wüstenausritte, in El Gouna Yalla Horse Stables.

Segeln

Das Rote Meer ist berüchtigt für seinen Nordwind. Ungestört kann man hier vom Boot angeln, Korallenriffe und Schiffswracks betauchen, Delfine sehen. Agenturen vermieten Jachten ab 21 m Länge. Die Schiffe sind ausgestattet mit TV, Video und Satellitennavigation (Alles-inklusive-Preise 80–600 € pro Person und Nacht). El Gouna hat zwei Häfen. Der Hafen Abu Tig Marina (Tel.065 358 00 73, Fax 065 358 00 40, info@abutig-marina.com) ist der erste Segelhafen am Roten Meer und verfügt über Liegeplätze für 125 Boote.

Surfen

Windsurfen: Hurghada, Safaga und Dahab sind die Hotspots für die Surfergemeinde. Es weht ein ständig ablandiger Wind, der manchmal so heftig ist, dass Anfänger nicht aufs Meer hinaus dürfen. Anfängerkurse ab 140 €. Eines der schönsten Surfreviere, schwören eingefleischte Surfer, findet sich in unmittelbarer Nähe vor dem Magawish-Club im südlichen Hurghada; ein Tipp ist das etwas abgelegene Ras Sudr an Sinais Westküste.

Kite-Surfen: Ein schönes Revier bietet Dahab. Das in Sachen Wind ruhigere El Gouna ist für Anfänger attraktiv; Kiteboarding Club in Mangroovy Beach. Der Basiskurs (10 Std.) kostetrund 180 €, Infos www.kiteboardingclub.de.

Tauch- und Schnorchelreviere

Die wundervolle Unterwasserwelt des Roten Meeres kann man schnorchelnd oder tauchend erkunden. Schon ein Schnorchler kann am Hausriff einem Napoleonfisch und kleinen ungefährlichen Haien begegnen. Anfängerkurse kosten für fünf Tage inkl. Ausrüstung 250–350 €, der achttägige Divemaster-Kurs (Diplom) ca. 300 €. Die Leihausrüstung kostet pro Tag ca. 30 €, ein Tauchtag auf dem Boot (zwei Tauchgänge) ab 40 € (Check-Dive ab 30 €). Rabatte gibt es häufig bei Onlinebuchung.

Wandern

Der Sinai lockt mit einer bezaubernden Wüsten- und Bergwelt, die man in mehrtägigen Ausflügen erkunden kann. Diese Wanderungen sollte man nie ohne beduinische Begleitung unternehmen. Schön ist eine Wanderung auf den Mosesberg.

Einkaufen

Ägypten ist ein kleines Einkaufsparadies. Aber Vorsicht: Es gibt viele Fälschungen begehrter Markenartikel (Mode, Accessoires, DVDs, Software).

Geld
Das ägyptische Pfund (LE = Livre Egyptienne, auch EGP) ist unterteilt in 100 Piaster (PT). Im Umlauf sind Münzen zu 5, 10, 20, 25 PT und 1 LE, Noten zu 1, 5, 10, 20, 50 und 100 LE sowie 10, 25 und 50 PT. Der Umtauschkurs lag 2011 bei 1 LE = ca. 0,12 €./0,15 CHF. Zahlreiche Geschäfte und Restaurants sowie internationale Hotels akzeptieren Kreditkarten (American Express, Visa, MasterCard, Diners). Mit der Master-Card und Visa kann man bei vielen Banken Bargeld abheben. Für Visa, EC-Karte (mit Maestro-Logo) und MasterCard befinden sich Bankautomaten (ATM) überall im Land.

Reisewetter

Ägypten lässt sich ganzjährig bereisen. Das Klima reicht von mediterran im Norden bis subtropisch im Süden, wo nur selten Regen fällt und das Thermometer im Sommer schon mal 50 °C anzeigt. Tagestemperaturen von 20 bis über 40 °C erwarten einen das ganze Jahr über am Roten Meer. Aufgrund der Nähe zur Wüste kann es dort nachts abkühlen. In Kairo hingegen bildet eine kühlere Nacht die Ausnahme. Am Mittelmeer sind die Winter kühl, regnerisch. Zu den Eigenheiten des ägyptischen Klimaszählt der Wüstenwind Chamasin, dessen Stürme im März/April rund 50 Tage lang das Land mit Wüstensand überziehen und abwechselnd kalte und heiße Luft mit sich bringen.

Ägypten: Klima

Tagestemperaturen in °C

  1. Jan 19
  2. Feb 21
  3. März 23
  4. April 28
  5. Mai 32
  6. Juni 34
  7. Juli 34
  8. Aug 34
  9. Sept 33
  10. Okt 30
  11. Nov 25
  12. Dez 20

Nachttemperaturen in °C

  1. Jan 9
  2. Feb 10
  3. März 12
  4. April 15
  5. Mai 18
  6. Juni 20
  7. Juli 22
  8. Aug 22
  9. Sept 20
  10. Okt 18
  11. Nov 14
  12. Dez 10

Sonnenschein Stunden/Tag

  1. Jan 7
  2. Feb 8
  3. März 9
  4. April 9
  5. Mai 10
  6. Juni 12
  7. Juli 11
  8. Aug 11
  9. Sept 9
  10. Okt 9
  11. Nov 8
  12. Dez 6

Niederschlag Tage/Monat

  1. Jan 1
  2. Feb 1
  3. März 0
  4. April 0
  5. Mai 0
  6. Juni 0
  7. Juli 0
  8. Aug 0
  9. Sept 0
  10. Okt 0
  11. Nov 0
  12. Dez 1

Gesundheit

Prophylaxe und Reiseapotheke

Empfehlenswert sind Schutzimpfungen gegen Polio und Tetanus, für Wüsten- und Oasentrips Malaria- und Hepatitis-Prophylaxe. Unbedingt Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sunblocker für den Strand und einen Hut einpacken. Die häufigste Erkrankung auf einer Ägyptenreise ist der Durchfall. Essen Sie kein ungeschältes Obst, Salate, rohes Gemüse, Speiseeis, Eiswürfel und trinken Sie nur Mineralwasser. Nehmen Sie vorsorglich Medikamente gegen Durchfallerkrankungen mit.

Im Krankheitsfall

Bei nicht allzuschweren Verletzungen und Erkrankungen rufen Hotels den Arzt. Sollten Sie ernsthaft erkrankt oder verletzt sein, erfahren Sie über die Botschaft Adressen kompetenter Ärzte. Operationen sollte man, wenn vermeidbar, nicht im Lande durchführen lassen. Lieber den Rückflug erwägen.

Allgemeinmedizin und Kinder

Dr. Mona Abu Zekry (deutschsprachige Vertragsärztin der Deutschen Botschaft, Vertrauensärztin der Lufthansa): Kairo, 7, Sh. el-Zouhour, Mohandessin, Tel. 0237 60 01 01, mobil 012 214 26 69.

Sicherheit

Übergriffe auf Ausländer kommen selten vor. Auf den Straßen kann man sich in allen Touristenorten sicher fühlen. Das gilt auch fort, seit infolge der Revolution 2011 die Präsenz der im Lande verhassten und quasi über Nacht verschwundenen Polizei sichtbar abgenommen hat. Üblicherweise wird die Strecke Kairo–Luxor per Flugzeug zurückgelegt. Aktuelle Infos: Reisehinweise des Auswärtigen Amtes, www.auswaertiges-amt.de.

In Notfällen helfen Botschaften und Konsulate. Die Sperrung der meisten Spar-, Bank-, Geld- und Kreditkarten veranlassen Sie über den »Sperrnotruf 116 116«, www.sperr-notruf.de), aus dem Ausland 0049 1805 021 021.

Notrufnummern: Polizei: 122, Feuerwehr: 125, Krankenwagen: 123

Essen & Trinken

Restaurants und Hotelküche

Das kulinarische Angebot in Ägypten ist vielseitig, international und gut. Es gibt erstklassige Restaurants, Gaststätten, Bistros, urige und schicke Bars. Sie sollten aber Straßenrestaurants meiden, um Magenbeschwerden vorzubeugen. Die Hotelgastronomie hat sich Urlauberbüfetts verschrieben, die von chinesischer über orientalische Küche bis zum fangfrischen Tagesfisch reichen.

Vegetarisch und kalorienreich

Weil Fleisch für die Mehrheit der Ägypter teuer ist, hat sich eine schmackhafte vegetarische Küche entwickelt, die lecker ist, doch vor Kalorien strotzt. Viel Öl, Sesam und Kümmel verleihen den Speisen den orientalischen Geschmack.

Vor- und Hauptspeisen

Die ägyptische Küche wartet mit einer besonders großen Auswahl an Vorspeisen (mezze) auf, die man, auf kleinen Tellern serviert, nach Landessitte mit dem Fladenbrot (aish balladi) isst. Oft wird eine Auswahl dieser Vorspeisen den Hauptgang völlig überflüssig machen. Unter den mezze finden sich häufig auch ful (Bohnenbrei) und tameya (Gemüsefrikadellen), für einen Großteil der armen Ägypter tägliches Frühstück und wichtigste Hauptmahlzeit. Ful ist das Nationalgericht und gilt als das Fleisch der Armen. Fleisch von Lamm, Huhn und Rind wird meist auf dem offenen Feuer gegrillt oder im Ofenrohr gebrutzelt wie kebab und Hackfleischbällchen (kofta).

Fisch und Meeresfrüchte

Mehr kulinarische Freude hat man an der Fischküche des Mittelmeeres und des Roten Meeres, in der Barrakudas, Tintenfische, Krabben, Garnelen und Hummer je nach Küstenregion verschieden zubereitet werden. Eine Spezialität der Mittelmeerküste ist der stark gepökelte fessich, ein Fisch, der entsetzlich riecht, jedoch auf der Zunge zergeht. Beliebt sind auch gambari, Garnelen.

Kaffee, Tee und Wasser

Zum Essen trinkt der Ägypter meist Wasser oder Softdrinks, danach süßen türkischen Kaffee oder Tee. Das ägyptische Nationalgetränk ist der shai, schwarzer Tee, mit nanaa (frischen Pfefferminzblättern). Gut schmeckt auch karkadee, ein Tee aus Hibiskusblüten, der heiß oder kalt serviert wird. Trinken Sie kein Leitungswasser.

Alkoholische Getränke

Die ägyptischen Weine (meist als unvergorener Most importiert) und Crudes Ptolemées (aus dem Nildelta) haben brauchbare Tafelweinqualität, kosten in der Ladenkette »Drinkies« um die 70 LE je Flasche und im Restaurant bis zu 80 LE pro Glas. Gute Nachrichten auch für Biertrinker: Stella und die Marken Saqqara und Meister lassen einen gerne auf teure Exportbiere verzichten; für Weizenbier-Fans: Luxor probieren!

Essgewohnheiten

Wichtiger Ausdruck der Gastfreundschaft ist das gemeinsame Essen. Große private und religiöse Feste begeht man häufig mit einem gemeinsamen Mahl der Großfamilie. Ägypter lieben Fast Food. An jeder Straßenecke bieten kleine Lokale oder Imbisse Sandwiches mit shawarma, tameya und ful an. Dazu gibt es aish balladi, Fladenbrot, das der Ägypter in seine mezze tunkt. Das entspricht ägyptischer Tischsitte; ansonsten sind aber Löffel, Gabel und Messer zu benutzen. Besondere Straßenrestaurants kochen koshari, ein scharfes Nudelgericht mit Linsen und Reis. Ägyptische Art ist es, den Teller in Lagen zu beladen, unentwegt nachzulegen und Sie aufzufordern: kul, kul, zu Deutsch: iss, iss. Wenn Sie eingeladen werden, kommen Sie hungrig, essen Sie langsam und lernen Sie den Satz anashaaban, »Ich bin satt«. Vielleicht stoppt das Ihren Gastgeber beizeiten.

Bezahlen

Gute Restaurants akzeptieren Kreditkarten. Trotzdem sollten Sie immer Bargeld in der Tasche haben. Wer in größerer Runde einzeln zahlen möchte, macht gleich bei der Bestellung darauf aufmerksam, ansonsten kommt eine Rechnung für alle.

Öffnungszeiten

In der Regel haben die Restaurants mittags von 12–16 Uhr und am Abend ab 18/19 Uhr geöffnet. Ägypter essen spät, mittags gegen 15/16 Uhr, abends zwischen 21 und 23 Uhr, im Ramadan die ganze Nacht durch. Frühstück, iftar, gibt es dann vor Sonnenaufgang.

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  • Sabine Barth
    Sabine Barth Unterwegs in Island und Grönland

    Sabine Barth ist für DuMont Reise unterwegs in Island und Grönland.

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