Norwegen

Die Landschaftsbilder wechseln oft auf engstem Raum: Genießt man gerade noch das Gegenspiel schwarzer Schluchten und farbenfroher Blumentäler, so schon wenig später den Blick auf weite Tundrasteppen zwischen eisverzierten Riesen.

Anreise

… mit dem eigenen Fahrzeug

Seit Fertigstellung der neuen Øresund-Verbindung zwischen Dänemark und Schweden (www.oresundsbron.com, Tel. 0045-70 23 90 60) gelangt man auch ohne Fähre nach Norwegen, doch ist diese Variante weder billiger (Mautpflicht: 43 € je Pkw, 86 € je Caravan/ Wohnmobil) noch schneller. Zudem ist eine Schiffsreise ein schöner Auftakt für einen Norwegen-Urlaub. Bei Anreise zwischen dem 15. Juni und 15. August sollte man jedoch frühzeitig reservieren, da sonst eventuell Wartezeiten in Kauf zu nehmen sind.

Welche der rund ein Dutzend Verbindungen bevorzugt wird, hängt vom Wohnort, der Routenwahl und vom Geldbeutel ab. Ein Preisvergleich lohnt: Man sollte sich in einem Reisebüro beraten lassen oder Angebote der verschiedenen Gesellschaften einholen (es gibt zahlreiche Spartarife). Außerdem sollte man das Ticket bereits vor der Abreise erstehen, was gleichfalls online möglich ist: Das ist in vielen Fällen bis zu 30 % billiger, als die Passage erst am Fährhafen zu zahlen. Generell: Für Reisende aus dem Osten Deutschlands bietet es sich an, von Sassnitz/Rügen oder von Rostock nach Trelleborg/Schweden überzusetzen. Für die Übrigen empfehlen sich Puttgarden/Fehmarn, Travemünde, Kiel, Hirtshals und Frederikshavn.

Die Distanz von Trelleborg nach Oslo (via E 6) beträgt rund 650 km, ab Helsingborg sind es 550 km, ab Halmstad 450 km, ab Varberg 380 km, ab Göteborg rund 300 km.

… mit der Bahn

Die Anreise per Bahn ist mit Abstand die teuerste Alternative. Die internationalen Züge fahren entweder via Hamburg, Kopenhagen und Göteborg oder via Berlin, Sassnitz/Rügen (Eisenbahnfähre nach Trelleborg/S), Malmö und Göteborg nach Oslo. Mit der schnellsten Verbindung benötigt man von Hamburg aus rund 16, von Zürich ca. 26 und von Wien ca. 28 Stunden. Außerdem kann man per Bahn von Hamburg nach Hirtshals oder Frederikshavn/DK fahren und von dort aus mit einer Fähre (s. o.) nach Oslo, Kristiansand, Larvik, Egersund oder Bergen übersetzen.

Den ScanRail Pass gibt es seit 2007 nicht mehr, stattdessen wird nun der InterRail One Country Pass empfohlen, der von Erwachsenen jeden Alters gekauft werden kann; auch 1. Klasse. Informationen in allen DB-Reisezentren sowie unter www.bahn.de (man kann auch online buchen) und der offiziellen Interrail-Webseite www.interrailnet.com.

… mit dem Bus

Oslo kann von den meisten Großstädten Deutschlands, der Schweiz und Österreichs aus problemlos erreicht werden, die einfache Strecke ab Berlin beispielsweise kostet ca. 80 €. Es wird fast immer nachts gefahren. Hauptanbieter für Busfahrten ist die Deutsche Touring, die mit Eurolines zusammenarbeitet:

Deutsche Touring: Am Römerhof 17, D- 60486 Frankfurt, Tel. 069 790 35 01, www.touring.de.

… mit dem Flugzeug

SAS (Scandinavian Airlines) fliegt (in Zusammenarbeit mit Lufthansa) täglich von zahlreichen deutschen Städten sowie u. a. von Wien, Zürich, Amsterdam, Kopenhagen und Stockholm aus direkt nach Oslo, Stavanger, Bergen und Trondheim. Aufgrund der großen Entfernungen ist der Flug eine attraktive Alternative zur Anreise mit Auto oder Bahn. Verschiedene Tarife helfen Geld zu sparen, am billigsten ist es, online zu buchen. Informationen und Reservierungen über folgende SAS-Servicenummern: in Deutschland Tel. 01805 11 70 02, in Österreich Tel. 0168 055 44 66, in der Schweiz Tel. 0848 11 71 00, www.flysas.com.

Seit Sommer 2011 fliegt Air Berlin bis zu dreimal tgl. nach Oslo. Da man mit dieser Linie Anschluss von den meisten Großstädten Deutschlands (19 Flughäfen), der Schweiz (2 Flughäfen) und Österreichs (6 Flughäfen) hat, bietet sie damit ein umfassendes Netz, und zwar zu derzeit recht günstigen Preisen: Ab Berlin zahlt man je Weg ab etwa 40 €, ab Düsseldorf 50 €, ab Zürich 90 € – buchen am billigsten online über www.airberlin.com, ansonsten über die gängigen Reisebüros sowie über die Service-Telefonnummern 01805 73 78 00 (Deutschland), 0820 73 78 00 (Österreich), 0848 73 78 00 (Schweiz).

Sehr günstige Flüge bietet Ryanair, der tgl. ab ca. 20 € die Strecken Bremen–Oslo-Torp (gleich Sandefjord) sowie Berlin und Frankfurt- Hahn nach Oslo-Rygge (bei Moss) bedient. Ab Torp gibt es einen Buszubringer nach Oslo, der 200 NOK kostet (www.torpekspressen.no), außerdem kann man etwa stdl. in den Zug Richtung Kristiansand/Stavanger oder Oslo steigen. Ab Rygge verkehren Züge im Stundentakt (1 Std., 144 NOK) nach Oslo, zum Flughafen Oslo Gardermoen geht es stdl. mit dem Flughafenbus (2 Std., 260 NOK) oder dem Zug (2 Std., 240 NOK). Infos und Buchung (auch von Hotels und Mietwagen vor Ort) über: Ryanair, www.ryanair. com, außerdem über die Servicerufnummern 0900 116 05 00 (Deutschland), 0900 21 02 40 (Österreich), 0900 80 80 08 (Schweiz).

Mit Abstand das dichteste Netz für Flüge nach Norwegen hat die norwegische Gesellschaft Norwegian gespannt, die mehrmals wöchentlich bis tgl. ab etwa 80 € auf den Strecken von Köln direkt nach Oslo sowie von München, Hamburg, Berlin und Salzburg nach Oslo, Bergen und Trondheim fliegt. Man kann online und telefonisch buchen www.norwegian.no, Tel. 81 52 18 15 (innerhalb Norwegens), Tel. 0047 21 49 00 15 (vom Ausland aus).

Unterkunft

Hotels

Die Bezeichnung Hotel ist in Norwegen ein gesetzlich geschütztes Gütezeichen, das an Betriebsführung und Ausstattung hohe Anforderungen stellt. Daher ist der Standard in norwegischen Hotels entsprechend hoch. Gleichfalls hoch sind die Hotelpreise außerhalb der Saison, wenn vorwiegend Geschäftsleute unterwegs sind. 1300 oder 1600 NOK für ein Doppelzimmer sind dann durchaus normal, und gäbe es während der Sommermonate keine Rabattsysteme, würden die Hotels in dieser Zeit wahrscheinlich vollkommen verwaist dastehen.

Gasthäuser, Pensionen und Privatzimmer

Unterkünfte, die sich in Norwegen nicht als Hotel bezeichnen dürfen, tragen unterschiedliche Namen, so etwa Pensjon (Pension), Gjestgiveri (Gasthaus), Hospits (Hospiz), Turistheim, Gjestgård oder Gård (Gasthof) sowie – im Gebirge – Fjellstue (Bergstube) oder Seter (etwa: Almhütte). Sie alle bieten weniger Komfort als Hotels und sind entsprechend preiswerter (ca. 600–1000 NOK/DZ). Die Zimmer sind üblicherweise mit Dusche und Bad ausgestattet, Mahlzeiten (das Frühstück ist oft inklusive) werden aber nicht immer angeboten. Eine ebenso preiswerte wie komfortable Alternative bieten die rund 170 Bed & Breakfast-Unterkünfte des Landes, in denen man ebenfalls etwa 600–1000 NOK je DZ bezahlt. Informationen und Online-Buchung über www.bbnorway.com.

Die günstigsten Unterkünfte verbergen sich hinter Aufschriften wie Rom, Overnatting oder Værelser – das sind allesamt Umschreibungen für private Übernachtungs - möglich kei ten –, und während der Saison ist es kein Problem, an den Hauptstraßen solche Schilder zu entdecken. Auch in den lokalen Touristenbüros erhält man in aller Regel eine Liste mit Privatquartieren (EZ ab etwa 400 NOK, DZ ab 500 NOK) und kann sie dort auch gleich buchen.

Ferienhäuser

Hytteferie ist die traditionelle Art des Urlaubmachens in Norwegen, und wer als ausländischer Tourist von dieser gleichermaßen romantischen und praktischen, recht komfor - tablen wie günstigen Alternative Gebrauch machen will, sollte rechtzeitig buchen.

Feriehytter gibt es überall im Land, sie bestehen üblicherweise aus Küche, mehreren Schlafzimmern, WC und Wohnzimmer (meist mit Kamin), die Preise liegen zwischen 4000 und 20 000 NOK pro Woche – je nach Ausstattung, Lage, Mietdauer und Saison; eine durchschnittliche Hütte für 4–6 Personen ist in der Hochsaison durchaus schon für 4500–6000 NOK pro Woche zu haben.

Rorbuferie

Ferien in einer rorbuer (wörtlich: Wohnstätte für die Ruderer), einst für die Lofot-Fischer eingerichtete Hütten, erfreuen sich größter Beliebtheit in Nordland, insbesondere im Lofoten- und Vesterålen-Archipel. Die meist rot gestrichenen Holzhütten stehen alle am Meer, doch längst nicht mehr unbedingt auf Pfählen darin, wie traditionell üblich. Von der Ausstattung her können sie denkbar einfach bis überaus komfortabel sein, entsprechend variieren die Preise von ca. 600 NOK (2–4 Personen) bis über 2500 NOK/Nacht (8 Personen); ein Ruderboot ist meist inklusive.

Jugendherbergen

Die Familien- und Jugendherbergen (vandrerhjem), unabhängig von Mitgliedschaft oder Alter jedem offen stehend, bieten mit Preisen zwischen 200–320 NOK (Schlafsaal) und ca. 500–800 NOK (DZ mit Bad/WC) recht günstige Unterkünfte. Landesweit gibt es 79 dieser modern eingerichteten und meist schön gelegenen Häuser, nicht selten mit einem großen Aktivitätsangebot. Das Frühstück ist oft inklusive (sonst um 60 NOK), in den meisten werden auch warme Mahlzeiten serviert (etwa 120–180 NOK).

Mitglieder von Jugendherbergsverbänden erhalten eine Ermäßigung von 10 %; Kinder unter 3 Jahren übernachten kostenlos, Kinder zwischen 4 und 15 Jahren erhalten 50% Rabatt. Weitere Informationen bei Norske Vandrerhjem/Hostelling International Norway, Postboks 53 Grefsen, 0409 Oslo, Tel. 23 12 45 10, www.hihostels.no.

Camping/Campinghütten

Über 1000 klassifizierte Campingplätze laden landesweit zu Camping und Caravaning ein. Den meisten Anlagen sind mehrere 2- bis 4- Bett-Holzhütten angeschlossen, die zwar schlicht eingerichtet sind (Bettzeug ist in der Regel selbst mitzubringen), aber auch Reisenden ohne spezielle Ausrüstung die Benutzung der Campingplätze für relativ wenig Geld ermöglichen (ca. 300–800 NOK pro Hütte). Die Campgebühren eines 2- bis 3- Sterne-Platzes liegen bei etwa 120–160 NOK pro Fahrzeug, Zelt und Tag, auf einem 4- bis 5-Sterne-Platz bei 180–300 NOK.

Je nach Ausstattung des Campingplatzes trägt er ein bis fünf Sterne: Ein Stern steht für Basiskomfort (WCs und Waschgelegenheiten müssen vorhanden sein), zwei Sterne garantieren das Vorhandensein von Wasch- und Duschräumen sowie Räumen zum Wäschewaschen und Bügeln, drei Sterne schließlich bedingen warmes Wasser in Duschen und Waschbecken, außerdem Aufenthaltsraum, Kochgelegenheit, Telefon, Lebensmittelverkauf, ständige Aufsicht; weitere Sternchen stehen für zusätzliche Einrichtungen.

Auf vielen Plätzen ist die ›Camping Card Scandinavia‹ obligatorisch. Sie kann direkt vor Ort erstanden werden, des Weiteren online über www.camping.no, kostet 120 NOK/ Jahr und gilt in ganz Skandinavien.

Informationen sowie kostenlose Campingführer gibt es beim Norwegischen Fremdenverkehrsamt sowie bei Reiselivsbedriftenes Landsforening (www.camping.no) und dem Norges Automobil Forbund (www.nafcamp.com).

Ausgehen

Im Sommer, wenn die lichten Abende die Nächte mit umfassen oder gar das Goldlicht der Mitternachtssonne den Himmel ausleuchtet, lebt man zeitlos in Norwegen und werden Touristen wie Einheimische schnell zu Nachtmenschen. Von einem Nachtleben im üblichen Sinn kann aber außerhalb der wenigen Großstädte des Landes dennoch keine Rede sein, denn Sommernachtleben in Norwegen, das steht vor allem für Lagerfeuerromantik und Grillfreuden, ›Nacht‹-Wanderungen und -Bootstouren.

Wenn man ausgeht, dann in die Natur, und lediglich in den urbanen Zentren wie Oslo, Bergen und Stavanger, Trondheim und Trom - sø unterscheidet sich das Nightlife nicht wesentlich von demjenigen in Mittel- und Südeuropa. Es locken Kinos und Straßencafés, Gartenrestaurants und Jazzkeller, Nightclubs, Bars und Diskos; insbesondere in Oslo und Bergen braucht auch der verwöhnte Nachtmensch heute auf nichts mehr zu verzichten, was er von zu Hause oder bedeutenden Weltstädten her gewohnt ist.

Anders allerdings als in den meisten anderen Ländern Europas ist in Norwegen Jugendlichen unter 18 Jahren meist der Eintritt in ausgewiesene Nachtlokale strikt untersagt, auch der Ausschank von Alkohol ist an das Mindestalter 18 gebunden. Zudem gibt es nicht wenige Clubs, Bars und Discos, in die man erst ab 21 (teils ab 26) Jahren eingelassen wird, Ausweiskontrollen sind die Regel. Fast stets wird in den Nachtlokalen Eintrittsgeld verlangt (um 60–200 NOK), das meist nicht mit einem Getränk verrechnet wird.

Einkaufen

Lebensmittel

In dem Nicht-EU-Land Norwegen sind die Preise für Lebensmittel seit jeher höher als in den Mitgliedsländern der Union, doch ist der Aufschlag seit Einführung des Euro in der Währungsunion zumindet etwas ›moderater‹ als noch vor wenigen Jahren; er liegt nun bei etwa 30–40 %, bei manchen Produkten bei über 50 %. Grundsätzlich sollte man möglichst nur in größeren Ortschaften einkaufen, dort dann bevorzugt in großen Supermärkten, denn die kleineren Läden, mit Matsenter, Land han - del, Daglivarer oder Handel angeschrieben, sind nicht selten bis zu 50 %, die den Tankstellen oder Campingplätzen angeschlossenen Geschäfte sogar bis zu 100 % teurer!

Auch Preisvergleiche in den Supermärkten vor Ort ist von enormem Vorteil: Zu min - dest in größeren Städten gibt es häufig mehrere, die meist schön nebeneinander in der Peripherie liegen, und es ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel, dass die Preis unterschiede für absolut identische Waren von Laden zu Laden erheblich sein können.

Wochenmärkte

Wochenmärkte gibt es in Norwegen außerhalb der Großstädte nur selten, und generell sind sie kaum billiger als Supermärkte. Auch die Straßenstände, an denen im Sommer Obst und Gemüse feilgeboten werden, haben zumeist ein hohes Preisniveau; lediglich die mobilen Fischhändler, die während der Sommersaison unterwegs sind und in den Städten meist auf dem torget (Marktplatz) stehen, fallen mitunter unter die Kategorie ›günstig‹. Ansonsten bekommt man Fisch in mit Sjømat oder Ferskvar, Fisk oder Torks (Dorsch) betitelten Läden, außerdem in Supermärkten (oft aber nur tiefgekühlt). Am günstigsten (etwa ab 80 NOK/kg Seelachs, ab ca. 120 NOK/ kg Dorsch) ist es jedoch stets an einer fiskebrygge oder feskarbrygge, wo die Fischer ihren Fang landen.

Alkohol

Alkohol ist extrem teuer, denn wie alle Skandinavier haben auch die Norweger ein zwiespältiges Verhältnis zum Alkohol. Der Stoff, der das Walhalla der Wikinger erst zum Paradies machte, floss einst so reichlich durch des Nordmanns Kehle, dass gegen Ende des 19. Jh. Tausende Familien vor dem Ruin standen. In der Folge entstanden zahlreiche Ab s tinenzlerbewegungen, und heute sind Spirituosen und Wein nur noch zu hohen Preisen sowie ausschließlich in den sehr rar gesäten (staatlichen) Alkoholläden mit Namen Vinmonopolet erhältlich. Diese findet man nur in Städten mit Stadtrechten.

Leichtbier bekommt man auch in den Supermärkten, doch ob dort auch Bier verkauft wird, hängt von der jeweiligen Kommune ab. Wenn nicht, dann steht der Gerstensaft im Ølutsalg zum Verkauf, in beiden Fällen muss man mindestens 25–30 NOK für 0,5 l ansetzen. Je nach Sorte (auch die meisten deutschen Brauereiprodukte sind erhältlich) werden bis zu 50 NOK für die Dose bezahlt, die Flasche Wein (0,7 l) bekommt man nicht unter 80 NOK. Hochprozentiges schlägt ab etwa 300 NOK für 0,7 l zu Buche, für Marken- Spirituosen sind mehr als 400 NOK zu berappen.

Öffnungszeiten

Geschäfte: Mo–Fr 9/10–16/17 Uhr, Do bis 19/20 Uhr, Sa bis 13 Uhr, So geschl.

Supermärkte: Mo–Fr 9/10–20/21 Uhr, Sa bis 18 Uhr, So geschl.

Staatliche Alkoholläden: meist Mo–Fr 10– 16 Uhr, Sa bis 13 Uhr, So geschl.

Souvenirs

Überall im Land laden Kunstgewerbegeschäfte ein – oft mit Husfliden angeschrieben –, wo typisch norwegische Produkte angeboten werden. So etwa die berühmten Strickpullover, Strickjacken etc. im Norweger- Muster, überhaupt Strickwaren jeder Art sowie Bronze-, Glas- und Zinnwaren, Tafelsilber und Porzellan, gewebte Wandteppiche nebst handbemalten Holzgegenständen, Schmuck und Textildrucken, Keramiken und anderen Waren mehr.

Auch Trolle werden im ›Land der Trolle‹ natürlich allerorten angeboten, und je weiter nördlich man kommt, desto mehr Rentierfelle und -Geweihe sind in Geschäften und Ständen am Straßenrand zu entdecken. Überall bieten außerdem Sportgeschäfte eine üppige Auswahl an qualitativ hochwertigen Messern mit handgeschmiedeten Klingen an. Handgeschmiedete Samen-Messer gibt es vorzugsweise in der Finnmark, so in Kautokeino und Karasjok. Beliebte Mitbringsel für die Daheimgebliebenen sind auch Angel-Utensilien jeder Art.

Tax free

Preisbewussten Urlaubern sei empfohlen, in Geschäften zu kaufen, die dem Tax-free-System angeschlossen sind: Beim Kauf von Waren im Wert ab 315 NOK stellen viele Geschäfte (erkennbar an den Tax-free-Aufklebern) ›Tax-free-Schecks‹ aus, mit denen an Fähr- und Flughäfen sowie an größeren Grenzübergängen die norwegische Mehrwertsteuer abzüglich einer Gebühr zurückvergütet wird. Voraussetzung: Man muss seinen Wohnsitz außerhalb Skandinaviens haben und seinen Pass oder Personalausweis vorlegen. Zudem darf die Ware vor der Ausreise nicht in Gebrauch genommen und muss spätestens vier Wochen nach Kauf ausgeführt werden. Auskünfte erteilt Tax Free Worldwide Norway AS, Nedre Slottsgate 13, 0157 Oslo, Tel. 21 99 54 60, www.taxfreeworldwide.com.

Reisewetter

Frühjahr und Frühsommer

Wie es heißt, kommen und gehen die Touristen mit den Mücken, und in der Tat sind vor Mitte/Ende Juni und nach Ende August nur relativ wenige Reisende unterwegs, obwohl sich das Land gerade in der Nebensaison besonders reizvoll präsentiert. Im Frühsommer etwa, der von Mitte Mai bis Mitte Juni herrscht, erblühen im Fjordgebiet und in den Tälern von Süd- und Ostnorwegen die Blumen und Obstbäume (insbesondere in der Telemark und am Hardangerfjord), während die Berge noch weitgehend ein Schneekleid tragen. Die Tage sind schon lang, und es regnet wenig, statistisch betrachtet viel seltener als im Juli und August.

Hochsommer

Wer unbedingt ein Bad im Meer nehmen will, sollte – ebenso wie der Kulturreisende (die Museen öffnen oft erst Mitte Juni), der Bergwanderer und der vorwiegend nordwärts orientierte Besucher – lieber dem Hochsommer den Vorzug geben. Dann allerdings, vorwiegend im Juli, wenn auch die meisten Norweger Urlaub im eigenen Land machen, trifft das Gros aller Urlauber ein, und auf vielen Straßen fährt man dann im Konvoi dahin. Die Unterkünfte sind jetzt oft komplett belegt, auf den Campingplätzen sind die Nachbarn näher als vielleicht erwünscht, vor den Fährstationen bilden sich nicht selten Warteschlangen, und die berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes kann man meist nur in ›Prozession‹ besuchen. In vielen Landesteilen kommen während dieser Zeit auf einen Norweger nicht selten zehn Ausländer, auf dem Nordkap-Parkplatz geht es wie auf einer Wohnmobil-Ausstellung zu.

Ab Mitte August, dem Beginn des Spätsommers, ist der Rummel dann jedoch schon wieder vorbei, obwohl der sommerlichen Wetterlage noch zwei (Nordnorwegen) bis vier Wochen verbleiben. Kaum ein Gang abseits der Straße, von dem man jetzt nicht etwas Schmackhaftes aus dem großen Wildgarten der norwegischen Natur mitbringen könnte, und wer Pilze, Blaubeeren, Rauschund Krähenbeeren mag, der kann sich in Norwegen bis weit in den September hinein, wenn auch die letzten Preiselbeeren reif sind, im Paradies wähnen.

Herbst

Anfang September, die Touristen sind größtenteils wieder abgereist, streift das Land sein farbenfrohes Herbstkleid über, und wer je das flammende Feuermeer des ›Indian Summer‹ erlebt hat, der wird immer wieder kommen. Insbesondere im Norden, Schwerpunkt Finnmark, bewegt man sich dann wie in einem Farbtraum. Weil es nachts, wenn nicht selten schon das Polarlicht über den Himmel zieht, bereits empfindlich kalt wird, kann man sich morgens oft am Gegenspiel rot glühender Bäume und von Raureifschichten überzogener Berge erfreuen.

Die Wetterlage ist ziemlich stabil, aber in den Bergen fällt spätestens Mitte September der erste Schnee, der die Hochpassstraßen unter sich begräbt. In den geschützten Landesteilen aber, etwa am Oslofjord, kann man mittags durchaus noch ein warmes Sonnenbad genießen, vielleicht sogar noch einmal einen Sprung ins Salz- oder Süßwasser riskieren.

Spätherbst und Winter

Gegen Ende September, dem Beginn des Spätherbstes, wird der Himmel von Tag zu Tag wetterwendischer. Sturm und Regen wechseln sich mit mehr oder weniger kurzen Sonnenperioden ständig ab, und im Oktober gerät das Land zunehmend in den Einflussbereich atlantischer Tiefausläufer, die bald mit solcher Häufigkeit kommen, dass oft den ganzen Monat lang keine Sonne zu sehen ist. Der Wind frischt auf, bläst aus meist westlicher und südwestlicher Richtung, und mit Sturm bis Orkanstärke und sintflutartigen Regenfällen dämmert das Land in den schneereichen Winter hinüber, der in den Bergen sowie im Norden des Landes bis in den Mai währt, in den Tälern bis Anfang April.

Von Mitte Februar bis Ende März (wenn die Tage schon wieder rund zwölf Stunden lang sind) herrscht Wintersport-Saison, doch die Schneeferien (Ende Februar bis Anfang März) sowie die Ostertage sollte man meiden: Die Preise sind dann bis zu 50 % höher als üblich, und es kann mitunter ein Problem sein, überhaupt freie Unterkünfte zu finden.

Norwegen: Klima

Tagestemperaturen in °C

  1. Jan -2
  2. Feb -1
  3. März 4
  4. April 10
  5. Mai 16
  6. Juni 20
  7. Juli 22
  8. Aug 21
  9. Sept 16
  10. Okt 9
  11. Nov 3
  12. Dez 0

Nachttemperaturen in °C

  1. Jan -7
  2. Feb -7
  3. März -4
  4. April 1
  5. Mai 6
  6. Juni 10
  7. Juli 13
  8. Aug 12
  9. Sept 8
  10. Okt 3
  11. Nov -1
  12. Dez -4

Sonnenschein Stunden/Tag

  1. Jan 1
  2. Feb 3
  3. März 4
  4. April 6
  5. Mai 7
  6. Juni 8
  7. Juli 8
  8. Aug 7
  9. Sept 5
  10. Okt 3
  11. Nov 2
  12. Dez 1

Niederschlag Tage/Monat

  1. Jan 10
  2. Feb 7
  3. März 9
  4. April 7
  5. Mai 8
  6. Juni 10
  7. Juli 11
  8. Aug 10
  9. Sept 11
  10. Okt 11
  11. Nov 10
  12. Dez 9

Gesundheit

Gesundheitsvorsorge

In Norwegen wird seit mehreren Jahren die Europäische Versicherungskarte (European Health Insurance Card) akzeptiert, die von den Krankenkassen ausgestellt wird. Dieser Anspruchsnachweis ist vor der Behandlung von einem an das rikstygdeverket (nationale Versicherungsbüro) angeschlossenen Arzt oder bei Einlieferung in ein Krankenhaus zu zeigen; dies gilt jedoch nicht für den Zahnarzt, da zahnärztliche Behandlungen nicht zulasten der norwegischen Krankenversicherung erbracht werden.

Auch mit diesem Anspruchsnachweis aber muss man für erbrachte Leistungen zuzahlen: Eine normale Arztkonsultation kostet 136 NOK, der Besuch beim Facharzt wird mit 210 NOK in Rechnung gestellt. Für Medikamente sind generell 38 % der Gesamtkosten selbst zu zahlen (maximal 520 NOK), keine Eigenbeteiligung fällt bei einem Krankenhausaufenthalt an. Empfehlenswert ist der Abschluss einer privaten Reise-Krankenversicherung, da die deutschen Kassen z. B. den Rücktransport eines Erkrankten ins Heimatland nicht mehr bezahlen.

Nähere Infos erteilt die DVKA (Deutsche Verbindungsstelle für Krankenversicherung im Ausland): Tel. 02 28-953 00, www.dvka.de.

Ärztliche Versorgung

Wer ärztliche Hilfe benötigt, wende sich an die legevakt (Arztvermittlung) der jeweiligen Kommune, die in aller Regel rund um die Uhr besetzt ist, oder an ein legesenter oder legekontor (Ärztestation), das örtliche Krankenhaus (sjukehus oder sjukestue) bzw. an einen Zahnarzt (tannlege) bzw. die Zahnarztstation (tannklinikken, tannhelsetjenesten). Die Telefonisten sprechen (wie auch die Ärzte) oft Deutsch, auf jeden Fall aber Englisch.

Die Mitnahme einer umfangreichen Reiseapotheke ist unnötig, da die Apotheken (apotek) in aller Regel gut bestückt sind – allerdings nur mit Pharmapräparaten: Homöopathische Medikamente sowie Gesundheitstees sind weitgehend unbekannt.

Wer auf die Einnahme bestimmter Medikamente angewiesen ist, sollte diese bereits in ausreichender Menge von zu Hause mitbringen: Einerseits bekommt man die meiste Medizin nur auf Rezept eines norwegischen Arztes, andererseits ist das norwegische Medikamentengesetz eines der strengsten der Welt, weshalb viele bei uns übliche Präparate hier nicht zu finden sind. In Ortschaften, in denen es keine Apotheke gibt, bekommt man Medikamente im Medisin-Utsalg (Medizinverkauf), der häufig dem Supermarkt angeschlossen ist (Hinweisschilder zeigen das an).

Sicherheit

Wo kann man das sonst noch finden in Europa: Häuser, die nicht abgeschlossen sind, Autos, die mitsamt Zündschlüssel abgestellt werden, ungesicherte Kanus, Boote …? – Kurz und gut: Norwegen ist eines der sichersten Reiseländer der Welt, doch gilt auch hier der Grundsatz, dass Gelegenheit Diebe macht. Deshalb tut man stets gut daran, die üblichen Sicherheitsvorkehrungen zu ergreifen. Insbesondere voll gepackte Autos sollten nicht unbeobachtet abgestellt werden; Mountainbikes sind überaus begehrte Objekte und sollten deshalb immer angekettet werden.

Notruf

Feuerwehr: 110
Polizei: 112
Krankenwagen: 113

Essen & Trinken

Hausmannskost kulinarisch verfeinert

Die typisch norwegische Küche entstammt, anders als in vielen anderen europäischen Ländern, nicht der des Hofes, sondern der ländlichen Küche und ist entsprechend bodenständig. Doch seit einigen Jahren bemühen sich die Köche vor allem in den Metropolen und Touristenzentren um eine Verfeinerung der traditionellen Hausmannskost. Die Spitzengastronomie wird insbesondere von Frankreich beeinflusst, doch auch aus Italien und Spanien wurden kulinarische Bereicherungen in die sogenannte neonorwegische Küche aufgenommen. Die japanische Sushi-Tradition hat ebenfalls viele Freunde gewonnen, und die leichte Thai-Küche ist schon seit Jahren ›hip‹. So multikulturell wie zumindest das urbane Norwegen heute ist, wird auch gekocht und gespeist.

Zwischen Frühstück und Middag

Die meisten Unterkünfte Norwegens bieten morgens ein Frühstück (frokost) an, das in Buffetform serviert wird. Außer Säften und Kaffee, Milch und Tee lockt zumeist eine Auswahl an Brötchen und verschiedenen Brotsorten; dazu gibt es Butter und Margarine, natürlich Marmeladen, Cornflakes und Müsli, Salate, Käse, Wurst und Eier, aber auch kalte Fleischgerichte sowie eingelegten Hering (sild) in allen möglichen Variationen.

Das Mittagessen (lunsj) wird zwischen 12 und 14 Uhr serviert und im Sinne des englischen Lunch verstanden, ist also eher ein kleiner Imbiss, ein Salat oder Obstteller. Viele Restaurants bieten ein stets günstiges dagens rett (Tagesgericht), auch als dagens tallerken (Tagesteller) bezeichnet. Oft sind im Preis Brot, Salat, Wasser und Kaffee inklusive. Alternativ wird das smørbrød angeboten, bei dem es sich keineswegs um ein schlichtes ›Butterbrot‹ handelt, sondern um ein mit Käse und Wurst, Lachs, Garnelen und Salatblättern verfeinertes Brot oder Brötchen. Nicht zu verwechseln übrigens mit dem smørbrødsbuffet, worunter das berühmte skandinavische Buffet verstanden wird.

Die warme Hauptmahlzeit des Tages heißt hier middag. Anders als der Name es vermuten ließe, wird sie nicht mittags, sondern in den meisten Familien zwischen 16 und 18 Uhr eingenommen. In den Restau - rants wird middag im Sinne von Dinner verstanden und in der Regel zwischen 18 und 21 Uhr serviert. Verglichen mit dem Lunch (s. o.) ist dieses stets ein wesentlich teureres Vergnügen – selbst dann, wenn es, wie zumindest in den gehobenen Adressen üblich, nicht mit einer Flasche Wein genossen wird.

Kjøttretter

Kjøtt heißt ›Fleisch‹, kjøttretter entsprechend ›Fleischgerichte‹, und um blodpudding (Blutpudding) und lungemos (Lungenhaschee) zu mögen, muss man wohl als Norweger geboren sein. Kjøttkaker (Hackbällchen, ähnlich Frikadellen) hingegen, meist mit Erbsenpürree und dicker brauner Sauce serviert, schmecken auch den meisten Ausländern und haben fast schon den Rang eines Nationalgerichts inne, wurden sie doch im Rahmen einer Repräsentativumfrage von 65 % aller Norweger als typischste Landesspeise ausgewählt. 36 % erklärten fårikål zum Favoriten, also Weißkraut mit Hammelfleisch, das ähnlich preiswert ist.

Wo immer fenalår – gesalzene und geräucherte Hammelkeule – angeboten wird, sollte man sich dies nicht entgehen lassen, denn der Geschmack ist köstlich, wie auch pinne - kjøtt (›Stäbchenfleisch‹), gedämpfte oder auch mal gebratene Hammelrippe, in jedem Fall zu empfehlen ist.

Auch spekemat (gepökeltes Dörr- oder Rauchfleisch) sollte man mal probieren, gut und immer günstig ist betasuppe (Gemüsesuppe mit Fleisch), und als sehr delikat gelten elgstek (Elchbraten) sowie rype (Schneehuhn), meist mit tyttebær (Preiselbeeren) serviert, was auch zu reinsdyr (Rentier) und – äußerst selten und extrem teuer – bjørn, also Bär, zu empfehlen ist.

Fiskeretter

Wer kein Risiko eingehen will, der wählt Fisch, der in Norwegen, dem Land der Lachse und Forellen, Dorsche und Steinbeißer, Heringe, Makrelen, Flundern, Köhler, Steinbutts, meist frisch auf den Tisch kommt. Die bekannteste und teuerste Fischspezialität aus Norwegen ist røkelaks (Räucherlachs), die im Land vielleicht populärste und billigste heißt fiskeboller (aus durchgedrehter Fischmasse bestehende Klößchen) oder auch fiskekaker (Fisch-Frikadellen) sowie fiskepudding. Als die ›seltsamsten‹ Fischgerichte gelten rakørret (gesalzene und angegorene Forelle, die mehrere Monate in einer Salzlake gelegen haben muss) wie auch lutefisk (gewässerter und aufgequollener Stockfisch), der den meisten Touristen, die ihn kosten, buchstäblich den Magen verdreht, doch in Norwegen derart beliebt ist, dass er als Weihnachtsessen auf die Festtafel kommt: Er präsentiert sich als dicke und schwabbelige weiße Masse, die obendrein ganz mächtig stinkt.

Nicht jedermanns Geschmack sind auch torsketunger (Dorschzungen), die meist gebraten oder gekocht serviert und mit saurer Sahne aufgetragen werden: Innen haben sie eine gallertartige Konsistenz. Aus Fischköpfen, Kochfisch und Meeresfrüchten bereitet man fiskesuppe, die allerdings nicht so raffiniert schmeckt wie die berühmte Bouillabaisse, die, wie auch die portugiesische Klippfischspezialität bacalao oder bacalhau, mittlerweile in keinem norwegischen Fischrestaurant fehlt. Auch lever, meist torsklever (Dorschleber), ist auf den meisten Speisekarten zu finden, sie wird meist gekocht serviert, wohingegen der rogn vorzugsweise gebraten wird.

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