Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Do, 21 Mär 2019 19:04:20 +0100 Do, 21 Mär 2019 19:04:20 +0100 TYPO3 EXT:news Ein Drittel aller Himalaya-Gletscher schmilzt bis 2100 https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/ein-drittel-aller-himalaya-gletscher-schmilzt-bis-2100.html Solveig Michelsen 5399 20190308T083100 Die bisher umfangreichste Studie über die Zukunft des Himalaya und des Hindukush hat alarmierende Ergebnisse hervorgebracht: Selbst bei Einhaltung des ehrgeizigen Ziels, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken, wäre bis ins Jahr 2100 ein Drittel aller Gletscher in den beiden Gebirgen abgeschmolzen.

Über 300 Wissenschaftler haben fünf Jahre lang die beiden Gebirge Himalaya und Hindukush genauer unter die Lupe genommen, insbesondere unter dem Aspekt des Klimawandels. Der Auftrag des International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) hat allerdings wenig Erfreuliches hervorgebracht. Selbst bei einer schon fast unrealistischen Einhaltung der 1,5-Grad-Celsius-Grenze bezüglich des globalen Temperaturanstiegs würde ein Drittel aller Gletscher im Himalaya und im Hindukush bis 2100 abschmelzen. Geht man von einem allgemeinen Temperaturanstieg von fünf Grad aus, werden sogar zwei Drittel aller Gletscher in Wasser verwandelt.

Die Folgen für die sehr armen Länder (Afghanistan, Pakistan, Indien, China, Nepal, Bhutan, Myanmar) fangen beim ausbleibendem Expeditionstourismus an und reichen bis zur völlig veränderten Nahrungsmittel- und Energieproduktion. Der prognostizierte Rückgang der Vor-Monsun-Wassermenge in den Flüssen würde dem bereits bestehenden Problem der Unterernährung weiter den Weg bereiten. Existenzielle Bedrohungen können auch schnell zu Konflikten zwischen den einzelnen Regionen führen.

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von Solveig Michelsen

© AlexBrylov, iStock Was wäre der Himalaya ohne seine Gletscher?
Hanami: Japans Kirschen blühen dieses Jahr verfrüht https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/hanami-japans-kirschen-bluehen-dieses-jahr-verfrueht.html Solveig Michelsen 5398 20190301T080800 Hanami heißt so viel wie „Blüten betrachten“. In Japan ist daraus eine ganze Tradition geworden. Die einsetzende Kirschblüte wird jedes Frühjahr ausgelassen begrüßt – mit Picknicks und Veranstaltungen in den weiß-rosa duftenden Parks. Wer dieses Jahr dem Großereignis beiwohnen möchte, sollte sich beeilen: Die Kirschen blühen früher als sonst.

Seit Dorris Dörries Film „Kirschblüten – Hanami“ ist die japanische Art, den Frühling zu begrüßen, auch hierzulande bekannter geworden. Sobald die ersten weiß-rosa Knospen sich ans Sonnenlicht gekämpft haben, heißt es: Kirschblütenalarm! Denn wo es zuvor noch trist und grau ausgesehen hat, leuchtet es nun allüberall zartrosa. Besonders in den Parks wandelt man zwei Wochen lang durch ein Meer aus rosa Duftwolken, das die Japaner in den Ausnahmenzustand versetzt. Der Aspekt der Vergänglichkeit dieser Schönheit – die Kirschen tragen keine Früchte und leben somit allein für die zweiwöchige Blütezeit – spricht die japanische Seele dabei besonders an.

Nach dem kalten Februar lässt sich ab Ende März endlich der Frühling blicken. Und das tut er mit so einem fulminanten Auftakt, dass Hanami schon mindestens seit dem 8. Jahrhundert gefeiert wird. Meteorologische Institute geben dafür detaillierte Vorhersagen aus, wann und wo die Bäume in voller Blüte stehen. 2019 beginnt die Kirschblütenzeit überdurchschnittlich früh: Ab 19. März, heißt es derzeit, ist auf Fukuoka mit den ersten Blüten zu rechnen.

Hier geht es zur Cherry Blossom Forecast (auf Englisch).

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von Solveig Michelsen

© y-studio, iStock Hanami: Nachts werden die Kirschbäume angestrahlt und in Szene gesetzt.
Das sind die nächsten europäischen Kulturhauptstädte https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/das-sind-die-naechsten-europaeischen-kulturhauptstaedte.html Sarah Uhrig 4955 20170717T090000 Mit der Auszeichnung zur Kulturhauptstadt möchte die EU ihre Vielfalt feiern, kulturelle Gemeinsamkeiten stärken und Städten eine Gelegenheit zur Entwicklung geben. Zwei Städte tragen seit 2007 jedes Jahr den Titel und bieten 12 Monate lang ein abwechslungsreiches Programm aus Theater, Musik, Performance und Kunst. Welche Städte dürfen sich die nächsten Jahre mit dem Titel "Europäische Kulturhauptstadt" schmücken?

2018: Leeuwarden (Niederlande), Valletta (Malta)

Nächstes Jahr teilen sich eine niederländische und eine maltesische Stadt den Titel und lösen damit die Kulturhauptstädte Paphos (Zypern) und Aarhus (Dänemark) ab: Leeuwarden liegt im Norden der Niederlande, in der Provinz Friesland. Die Stadt hat ca. 110.000 Einwohner und wird malerisch von Grachten durchzogen. Der mittelalterliche Stadtkern, stattliche Bürgerhäuser, Museen und historische Gebäude locken Touristen von der Friesischen Seenplatte nach Leeuwarden. Als Provinzhauptstadt bezieht Leeuwarden ganz Friesland mit in das Programm ein.

Co-Kulturhauptstadt Valletta ist Maltas Hauptstadt und war der einzige maltesische Kandidat, der sich um den Titel der Kulturhauptstadt beworben hat. Valletta ist die kleinste Hauptstadt der EU und seit 1980 UNESCO-Welterbe. Mittelalterliche Bollwerke umgeben den charmanten historischen Kern, der ab 1566 erbaut wurde. Beide Städte stecken schon mitten in den Vorbereitungen und veranstalten ab Januar Musikfestivals, Kulturnächte, Theater- und Opernaufführungen.

2019: Matera (Italien), Plowdiw (Bulgarien)

Im Jahr 2019 sind es zwei Städte aus Europas Süden, die zur Kulturhauptstadt gekürt werden. Matera in der süditalienischen Region Basilikata ist bekannt für ihre Altstadt mit den Felsenwohnungen, die in diversen Bibelfilmen als Kulisse dienten. Sie gehören seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe, doch es ist noch gar nicht lange her, dass sie auch bewohnt wurden. Erst in den 1950ern wurden die letzten Bewohner umgesiedelt. Matera gilt außerdem als eine der ältesten Städte der Welt.

Plowdiw ist die zweitgrößte Stadt Bulgariens und blickt auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte zurück. Im Archäologischen Museum kann der berühmte Goldschatz von Panagjurischte besichtigt werden, ein antikes Trinkservice, kunstvoll gearbeitet und aus purem Gold. Daneben gibt es ein römisches Amphitheater, thrakische Siedlungsreste und osmanische und bulgarische Baudenkmäler zu bestaunen.

2020: Galway (Irland), Rijeka (Kroatien)

Die grüne Insel ist wieder mit dabei – diesmal vertreten durch eine Stadt an ihrer Westküste: Galway ist berühmt für seine Musikszene und seine Bevölkerung hat dank zweier Universitäten ein recht niedriges Durchschnittsalter. Sprach man hier zu Beginn des letzten Jahrhunderts noch vorwiegend Irisch-Gälisch, hat sich spätestens seit den 1950ern auch in der Stadt an der Mündung des Corrib das Englische durchgesetzt. Das Kulturprogramm steht unter dem Motto „Wellen schlagen“: Wellen der Kreativität, welche die in der Stadt gelebte Digitalkultur, aber natürlich auch die lebendige Musikszene einer europäischen Öffentlichkeit präsentieren.

Die kroatische Stadt Rijeka, die zweite Kulturhauptstadt 2020, liegt an der Kvarner-Bucht. Erste Besiedlungsspuren reichen in die Steinzeit zurück, und seitdem waren es unter anderem die Illyrer, Römer, Kroaten, Habsburger und Franzosen, die die Hafenstadt prägten. Rijeka besitzt den wichtigsten Hafen Kroatiens und ist drittgrößte Stadt des Landes. Bis 2020 sollen zahlreiche Kulturzentren von Grund auf renoviert werden – einer der Gründe, warum sich Rijeka gegen seine Mitbewerber durchsetzen konnte.

2021 sind es dann übrigens drei Städte, die den Namen „Kulturhauptstadt Europas“ tragen dürfen. Erstmals geht mit Novi Sad in Serbien der Titel auch an einen Beitrittskandidaten der EU. Zukünftige Mitgliedsstaaten können so schon einmal ihre kulturelle Nähe zu Europa zeigen und werden bereits vor ihrem Beitritt an die Europäische Union herangeführt. Die serbische Stadt teilt sich den Titel mit Elefsina in Griechenland und Timisoara in Rumänien.

Von Sarah Uhrig

Matera in Süditalien wird 2019 europäische Kulturhauptstadt. Foto: bluejayphoto, iStock
Extreme Bahnstrecken – zum Staunen und Fürchten https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/extreme-bahnstrecken-zum-staunen-und-fuerchten.html Solveig Michelsen 4951 20170817T064400 Bahnfahren ist nicht nur der Landschaft wegen ein Erlebnis. Einige Eisenbahnstrecken treiben den Passagieren den Angstschweiß aus den Poren – trotz gleichzeitiger Faszination und Bewunderung der technischen Meisterleistung. Andere wiederum sind höchst amüsant, wie etwa die thailändische Bahn durch den Maeklong-Markt, für die Händler innerhalb kürzester Zeit ihre Stände abbauen müssen.

Die heftigste Bahnstrecke der Welt: Ecuador

Der steile Abschnitt ist nur kurz, hat es aber in sich: Die zwölf Kilometer zwischen Alausi und Sibambe gelten als Meisterleistung in Sachen Schienenbau. Innerhalb einer halben Stunde wird hier eine Höhendifferenz von 500 Metern überwunden, das übliche Maximum von 4% Steigung also deutlich überstiegen. Möglich gemacht wird die schnelle Steigung durch übereinander liegende Spitzkehren, die der Zug im Zick-Zack-Verfahren befährt.

Für die Anwohner der beiden Orte war die Bahn, die 1908 erstmals in Betrieb genommen wurde, ein Segen. Davor konnten sie aufgrund des tiefen Taleinschnitts nicht einmal reitend zueinander kommen. Die 4000 jamaikanischen Arbeiter, die zum Bau der Eisenbahnlinie mit großen Versprechungen ins Land gelockt wurden, kamen zum Großteil dabei um. Auch deshalb heißt der Berg, den die Eisenbahn zum „Aufstieg“ benutzt, Teufelsnase – Nariz del Diablo.

Die skurrilste Bahnstrecke der Welt: Thailand

Der über 100 Jahre alte Maeklong-Markt, 80 Kilometer südwestlich der thailändischen Hauptstadt Bangkok, ist für seine Eisenbahn berühmt, die mittendurch fährt. Es heißt, die Marktverkäufer seien aus Trotz hier geblieben, nachdem die Eisenbahnlinie gebaut worden war. Nun teilen sie sich die Schienen mit der Bahngesellschaft – und ziehen damit Touristen aus aller Welt an. Denn wenn der achtmal am Tag verkehrende Zug eintrifft, müssen die Stände schnell eingeklappt und die Früchte und das Gemüse in Sicherheit gebracht werden. Deshalb heißt er auch „Talad Rom Hoop“, also „Schirm-klapp-weg“-Markt. Dabei beweisen die thailändischen Marktverkäufer perfektes Augenmaß: Nur wenig Feilgebotenes kommt unter die Räder.

Die steilste Bahnstrecke der Welt: Österreich

Die steilste Adhäsionsbahn der Welt fährt vom Hauptplatz in Linz in rund 20 Minuten auf den idyllischen Pöstlingsberg – mit sagenhaften 10,5 Prozent auf fast der gesamten Strecke. Als Adhäsionsbahn gilt übrigens eine Bahn, die sich ohne Zahnrad oder Seilzug fortbewegt, allein durch die Haftreibung der Räder auf den Schienen. Neben der Retrobahn und der schönen Aussicht am Pöstlingsberg ist auch die „Erlebniswelt Pöstlingsberg“ mit Bergbahn, Grottenbahn und einem Museum einen Besuch wert.

Die höchste Bahnstrecke der Welt: China

Eines der größten Eisenbahnbauprojekte des 21. Jahrhunderts – der zweite Abschnitt wurde erst 2005 fertig gestellt – ist die Lhasa- oder Tibet-Bahnstrecke zwischen Xining und Lhasa mit knapp 2000 Kilometer Länge. Ab Golmud beginnt die Eisenbahn zu „klettern“: von 2828 Meter bis auf 5071 Meter auf der Tanggula-Passhöhe. Diese „allerhöchste Eisenbahn“ hat aber noch eine ganze Reihe weiterer Rekorde zu verzeichnen: Der Neue-Guanjiao-Tunnel ist mit 32.600 Metern der längste Eisenbahntunnel Chinas, der Fenghuoshan-Tunnel ist der höchste Tunnel der Welt (4905 m) und Tanggula (5.068 m) darf sich „höchstgelegener Bahnhof der Welt“ nennen.

Die gefährlichste Bahnstrecke der Welt: Japan

Der Trans-Kyushu-Express fährt am aktiven Vulkan Aso vorbei. So harmlos grasbewachsen er auch aussieht, so faustdick hat er es unterm Krater: Unkontrolliert austretendes Gas und herumfliegende Gesteinsbrocken können gefährlich werden, weshalb die vulkanischen Aktivitäten engmaschig mittels Sensoren überwacht werden. Dafür gibt es im November, wenn das trockene Gras an den Flanken des Bergs entzündet wird, nächtliche Sonderzüge, um das Spektakel zu bestaunen. Die Strecke von Hitoyoshi nach Beppu hat noch ein weiteres Highlight zu bieten: Beppu ist landesweit bekannt für seinen heißen Quellen (Onsen): 2800 wurden gezählt, allein im Stadtgebiet.

Die lustigste Bahnstrecke der Welt: China

In einer der größten Städte Chinas, in Chongqing, herrscht Platzmangel. Dem ist es geschuldet, dass die Stadtbahn mitten durch ein Wohnhaus fährt. Sogar eine Haltestelle gibt es in dem 19-stöckigen Gebäude. Gemeinsam mit dem Architekten des Hauses wurde die Streckenführung geplant. Was für viele wie ein Alptraum anmutet, ist für die meisten Anwohner aber ein klarer Vorteil: Die Strecke zur Haltestelle ist denkbar kurz. Und der Zug angeblich so leise wie eine Geschirrspülmaschine. Auch Vibrationen, heißt es, soll es keine geben.

Völlig exotisch? Mitnichten! Auch in Berlin gibt es eine U-Bahn, die durch ein Gebäude fährt. Allerdings sieht es dort längst nicht so spektakulär aus, weil das Viadukt geschlossen ist und man dadurch den Zug nicht in das Mietshaus einfahren sieht. Die Bewohner der Dennewitzstraße 2 sind mehrheitlich zufrieden damit. Auch hier soll es im Haus sehr ruhig zugehen.

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von Solveig Michelsen

© sihasakprachum, iStock Durch den thailändischen Maeklong-Markt fährt eine Bahn – Händler müssen schnell reagieren.
Japan plant „unsichtbare“ Schnellzüge https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/japan-plant-unsichtbare-schnellzuege.html Jonathan Berg 4291 20160607T105400 Futuristisches Design und extrem rasant unterwegs: Schon jetzt sind japanische Schnellzüge ein echter Hingucker und lassen die Schienenfahrzeuge anderer Länder ganz schön alt aussehen. Doch das, was die Japaner jetzt für das Jahr 2018 auf die Schienen bringen wollen, stellt alles in den Schatten: Praktisch unsichtbare Schnellzüge.

Das, was das Eisenbahnunternehmen „Seibu Railway“ bereits vielversprechend in einer Pressemitteilung ankündigt, klingt schon mal spannend. Ein Zug, der praktisch eins mit seiner Umgebung wird, wenn er mit halb verspiegelter, halb transparenter Hülle die Landschaft um sich herum reflektiert – und somit für das Auge des Betrachters fast unsichtbar ist. Ein Zug mit Chamäleon-Effekt, so die Grundidee einer neuen Generation von Schnellzügen, die das Unternehmen 2018 auf die Schienen Japans schicken will. Die Züge sollen mit der Umgebung verschmelzen, heißt es bei Seibu Railway. Und zwar in urbaner und ländlicher Kulisse.

Koexistenz von Zug und Landschaft

Beauftragt mit dieser ungewöhnlichen Idee wurde Kazuyo Sejima. Für die preisgekrönte Architektin, die unter anderem das New Museum of Modern Art in New York entwarf, war es das erste Projekt dieser Art. Und damit eine große Herausforderung. Schließlich wechsele ein Zug im Gegensatz zu einem Gebäude ständig den Ort, sagt sie in der öffentlichen Stellungnahme. „Ich dachte, es wäre gut, wenn der Zug sanft mit der Vielfalt der Landschaft koexistieren kann.“ Um den Chamäleon-Effekt zu erreichen, habe sie stark reflektierende Materialien gewählt. Runde, weiche Formen sollen außerdem im Kontrast zur „Coolness“ anderer Züge stehen, verriet sie. Und im Inneren des Technik-Wunderwerkes? Da soll es vor allem gemütlich sein, fast wie in einem Wohnzimmer, inklusive Sessel. Klingt verlockend.

Vorzeigeprojekt zum Geburtstag

Der Zeitpunkt für diese Innovation ist nicht zufällig gewählt: Das Unternehmen Seibu Railways feiert seinen 100. Geburtstag – und läutet mit dem Prestige-Projekt eine neue Ära ein. Allerdings in limitierter Auflage, denn erst mal sind „nur“ sieben Züge mit jeweils acht Wagen geplant, die bis 2019 auf die Schienen gebracht werden sollen. Sie folgen auf das Modell „Red Arrow“, das bisher das Aushängeschild des Unternehmens war. Weitere technische Details wurden bisher noch nicht offiziell bekanntgegeben. Auch nicht, wie schnell der neue Zug sein soll.

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Von Jonathan Berg

© Thinkstock Die Vision eines unsichtbaren Schienenfahrzeuges könnte in Japan Realität werden.
Bizarre Wüsten unserer Erde https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/bizarre-wuesten-unserer-erde.html Solveig Michelsen 4225 20170604T101700 Nicht alle Wüsten bestehen nur aus Sand und Sanddünen, wie man sie sich klassischerweise vorstellt. In einigen dominieren bizarre Felsformationen, in anderen wird der Sand durch Salz ersetzt. Wir stellen fünf bizarre Wüstenexemplare vor.

Bolivien: Salar de Uyuni

Boliviens berühmteste Wüste ist ein Salzsee mit einer Ausdehnung von über 10.000 Quadratkilometern – eine größere Fläche als Niederbayern. Auf einer Höhe von über 3600 Metern sticht einem das Naturwunder buchstäblich ins Auge, denn die weiße Salzoberfläche reflektiert die Sonne und blendet die Besucher im wörtlichsten Sinne. Die rund 30 Zentimeter dicke Salzkruste, die in der trockenen Jahreszeit sogar von Bussen und Lkws befahren werden kann, ist vor über 10.000 Jahren durch das Austrocknen des Paläosees Tauca entstanden. Heute hält der See noch geschätzte zehn Milliarden Tonnen Salz, wovon rund 25.000 Tonnen jährlich abgebaut werden.

Ägypten: Weiße Wüste

Ebenfalls weiß ist die Weiße Wüste in Ägypten, die durch ihre bizarren Felsskulpturen berühmt geworden ist. Die Monolithen bestehen aus zu Kalk gewordenem Plankton, der sich am Ende der Kreidezeit (vor 80 Millionen Jahren) dort abgesetzt hat. Wind und Wetter haben sie unterschiedlich erodieren lassen, sodass heute eine ganze Menge interessanter Formationen dort gibt.

Mongolei: Gobi/Khongoryn Els

Die Wüste Gobi ist eher eine Geröllwüste oder Steppe. Und das auf einer Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern. Bemerkenswert darin ist ein Dünenstreifen, der aus Sand besteht – und zwar aus singendem! Bei bestimmten Windverhältnissen gibt er tiefe, melodische Brummgeräusche von sich, die ihm den Namen „Singing Desert“ eingebracht haben. Ein magisches Erlebnis!

Australien: Nambung-Nationalpark

Im Westen Australiens, nicht weit von Perth, befindet sich der Nambung-Nationalpark, dessen Hauptattraktion die bis zu fünf Meter hohen verwitterten Kalksteinsäulen, die „Pinnacles“, sind. Die Felstürme, die oft aussehen wie Finger, werden aus diesem Grund auch oft mit „Finger Desert“ tituliert. In jedem Fall sind die bizarren Gebilde einen Besuch wert.

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© simongurney, iStock Boliviens berühmteste Wüste: die Salar de Uyuni
Transocéanica – die längste Linienbusstrecke der Welt https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/transoceanica-die-laengste-linienbusstrecke-der-welt.html Solveig Michelsen 4221 20160508T101600 Einmal quer durch den Kontinent: 6200 Kilometer in 102 Stunden hat die längste Buslinie der Welt zu bieten. Außerdem verbindet sie zwei Sehenswürdigkeiten miteinander: Der Zuckerhut im Osten und Machu Picchu im Westen. Oder: Atlantik und Pazifik. Oder ganz einfach: Rio der Janeiro und Lima.

Erst seit wenigen Jahren existiert eine durchgehend asphaltierte Straße zwischen Rio de Janeiro (Brasilien) und Lima (Peru) – die Transocéanica. Und auch die gibt es eigentlich nur außerhalb der Regenzeit vollständig, wenn die Wassermassen die schlechten Verbindungsstücke unberührt lassen. Umso spannender ist eine Reise auf der Marathonroute durch die Sojaregionen Brasiliens, über Andenpässe bis auf 4600 Meter Höhe und durchs Amazonasgebiet.

Man hofft, durch die Busverbindung auch Reisende ins Hinterland zu locken. Denn in Rio mangelt es nicht an Touristen, die den Zuckerhut oder die Copacabana sehen wollen. Und auch in Lima wimmelt es vor Machu-Picchu-Besuchern, die hier eingeflogen werden. Aber dazwischen? São Paulo, Campo Grande, Cuiaba, Porto Velho, Puerto Maldonado, Cusco, Nasca – wem sagen diese Namen schon etwas? Doch gerade hier wird es für Individualreisende interessant.

Nicht nur, weil die Busfahrt nur umgerechnet 185 Euro kostet und eine günstige Alternative zum Flug darstellt. Sondern auch, weil man genau hier ein Stück authentisches Südamerika zu sehen bekommt. Und das in bester Gesellschaft Einheimischer: 44 Sitzplätze und 12 Schlafsitze teilen sich diejenigen, die sich auf ein großes Abenteuer einlassen.

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© JohanSjolander, iStock Von Rio de Janeiro geht es westwärts – 6200 Kilometer!
Kostenlos in die US-Nationalparks https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/kostenlos-in-die-us-nationalparks.html Solveig Michelsen 4206 20160412T110900 Zum 100. Geburtstag des National Park Service haben Besucher dieses Jahr an 16 Tagen freien Eintritt in alle der insgesamt 409 Nationalparks der USA. Wenn Sie also gerade eine Reise in die USA planen – schauen Sie unbedingt auch bei den Naturschönheiten vorbei!

Einige der US-amerikanischen Nationalparks haben es zu Weltruhm gebracht. Mit den Namen Yellowstone, Yosemite oder Grand Canyon verbindet wohl jeder etwas. Nach einem Besuch bleibt der Eindruck von Größe und Weite lang in der Erinnerung haften. Wie viel unterschiedliche Facetten der Natur die USA dem Besucher zu bieten hat, das zeigt allein schon die hohe Anzahl an bestens organisierten Nationalparks: 409 Stück sind es insgesamt.

Nun bekommen Touristen zum 100-jährigen Jubiläum die Gelegenheit, dieses Terrain gänzlich kostenlos zu beschnuppern – an 16 Tagen in 2016, und zwar am 18. Januar, vom 16. bis 24. April, vom 25. bis 28. August und am 11. November. Pro Eintritt können bis zu 30 US-Dollar gespart werden. Vor Ort werden umfangreiche Programme der Ranger angeboten – von begleiteten Ausflügen, Lagerfeuer-Gesprächen und Vorträgen bis hin zu Kinder-Rätsel-Programmen, bei denen diese eigene Junior-Ranger-Abzeichen erwerben können.

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© Gary Tognoni, iStock Nicht nur bei Kletterern beliebt: der Yosemite-Nationalpark
Alle 16 UNESCO Cities of Design https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/alle-16-unesco-cities-of-design-1.html Solveig Michelsen 3961 20160127T102000 Die UNESCO Cities of Design sind weltweit bedeutende Städte, die sich durch eine vielfältige und lebendige Kreativszene im Bereich Design hervorgetan haben. Durch Aufnahme in das Programm „Creative Cities“, das neben dem Bereich Design noch sechs weitere Sparten umfasst – Musik, Film, Gastronomie, Medienkunst, Handwerk und Literatur –, verpflichten sich diese Städte, ihr kreatives Potenzial nachhaltig und nah am Menschen umzusetzen – als Vorbild und Vision für viele weiteren Städte.

Das UNESCO-Programm schreibt sich Großes auf die Fahnen: Die Cities of Design sollen als Modell fungieren für viele weitere Städte, die unter Kreativität mehr als nur die „Behübschung“ der Oberfläche verstehen. Design soll auch die Bedürfnisse der dort wohnenden Menschen berücksichtigen, ihre Wünsche und Träume miteinbeziehen und im besten Fall Motor für eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung sein. Das Spannende: Nicht allen der derzeit 16 Städte sieht man dieses Potenzial an. Es lohnt sich also, bei einigen genauer hinzusehen!

Berlin, Deutschland: Gerade nach der Wende ist das experimentelle Klima der deutschen Hauptstadt geradezu explodiert: Günstige Mieten, außergewöhnlicher Flair und eine Aufbruchstimmung lockten Kreative aus aller Welt an, die künstlerische Zentren und Netzwerke wie Pilze aus dem Boden schießen ließen. 2006 erhielt Berlin dafür als bisher einzige deutsche Stadt den Titel „City of Design“.

Bilbao, Spanien: Von der grauen und schmutzigen Industriestadt zur offenen und dynamischen Metropole – Bilbao hat einen großen Wandel durchgemacht. Beeindruckend sind die unterschiedlichsten architektonischen Stile, die nicht nur optisch, sondern auch praktisch die Lebensqualität der Bewohner erhöhen. Schmucke Gebäude aus dem 19. Jahrhundert werden kontrastiert vom bombastischen Guggenheim-Museum von Frank O. Ghery; die Zubizuri (Weiße Brücke) erleichtert das Leben auf ansprechende Weise ebenso wie die Design-Metro von Norman Foster.

Buenos Aires, Argentinien: Die drittgrößte Stadt Lateinamerikas wurde als Erste 2005 mit dem UNESCO-Titel ausgezeichnet. Vier Prozent aller Arbeitsplätze sind Design-Jobs, und die unterschiedlichsten Strömungen – die 1950er-Bewegung, das Contemporary Design und die Youngsters – sind allüberall spür- und sichtbar. Auch regelmäßige Veranstaltungen wie der Design Month belegen die starke und gewachsene Bindung zum Thema Design.

Curitiba, Brasilien: Noch nie davon gehört? Die Stadt in Brasilien hat 1,8 Millionen Einwohner und zahlreiche Kulturschätze zu bieten. Curitiba hat früh erkannt, welch positive Wirkung man durch die Förderung von Design erzielen kann und gilt heute als eine der lebenswertesten Städte Brasiliens. Ein lebendiges und attraktives Stadtleben, das den Bürger in den Mittelpunkt stellt und sich mit der Umwelt vereinbaren lässt, ist ihr ein großes Anliegen.

Dundee, Schottland: Dundee mit seinen knapp 150.000 Einwohnern fällt hier völlig aus der Reihe. Auch die Gründe für die Ernennung zur „City of Design“ sind ganz unterschiedlicher Natur: Anerkannt wurden unter anderem Innovationen in den Bereichen Comic (Beano und Dandy), Videospiele (Lemmings und Grand Theft Auto), Orangenmarmelade (!) und der medizinischen Forschung (Aspirin und Krebsmedikamente). Die Designszene ist aber auch anderweitig sehr aktiv und gut vernetzt. Vom Urban Gardening über Design-Kollektiven bis hin zur kreativen Stadtplanung lässt die verhältnismäßig kleine Stadt hier aufhorchen.

Graz, Österreich: Die Auszeichnung für Design in allen Lebensbereichen ist auch als Aufforderung zu verstehen. Graz möchte sich nicht mit dem UNESCO-Etikett schmücken, ohne die gelebte Haltung zu demonstrieren, die in einer aktiven urbanen Kultur sichtbar wird. Ob Gestaltung öffentlicher Plätze, humorvolle Schilder, innovative Architektur, Upcycling oder Lebensmittel-Design – Graz hat eine breite Palette für Anwohner und Besucher zu bieten.

Helsinki, Finnland: Auch Helsinki versteht Design nicht nur als etwas Optisches, sondern als Möglichkeit, eine Stadt noch zugänglicher und erfreulicher zu machen. Sie setzt deshalb auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Designer und Stadtplaner. Trotzdem: Auch fürs Auge ist so viel geboten, dass sich eine Städtereise allemal lohnt. Und nicht zu vergessen: für den Gaumen!

Kobe, Japan: Kobe, in etwa so groß wie München, wurde 1995 von einem verheerenden Erdbeben erschüttert. Im Anschluss daran begann man, die Stadt wieder neu aufzubauen – moderner und attraktiver. Auch wenn der Name der Stadt eher mit Rindfleisch verbunden wird, ist sie innerhalb Japans vor allem für ihre Erfolge in Sachen Mode bekannt. Im Kobe Fashion Museum lässt sich dies ansprechend nachvollziehen.

Montréal, Kanada: Montréal ist eine Multi-Kulti-Stadt, die aufgrund ihrer Immigrationsgeschichte von vielerlei Einflüssen profitiert hat. Ihr Fokus liegt auf der Innenarchitektur, was beim „International Fair of Interior Design“ deutlich wird. Aber auch Mode und Grafikdesign wird groß geschrieben. Vier Universitäten bieten Ausbildungen in den Bereichen Design, Architektur und Stadtplanung.

Nagoya, Japan: Mit Nagoya hat sich gleich eine zweite japanische Hafenstadt den Titel „City of Design“ gesichert. Design-Events, Design-Wettbewerbe und internationale Workshops streben danach, die Bedeutung von Design über seine strikte Definition hinaus zu erweitern – hin zu sozialer Interaktion und der Vermischung unterschiedlicher Kulturen und Disziplinen.

Peking, China: Einst Mittelpunkt einer Weltkultur, stellt Peking (oder Beijing) heute immer noch das kulturelle Zentrum Chinas dar. Mehr als 800 Unternehmen im Bereich Design bieten eine fruchtbare Umgebung für kreative Köpfe, die es in die Millionen-Metropole zieht. Highlight ist unter anderem die jährliche Design Week, die einen internationalen Austausch fördert.

Saint-Etienne, Frankreich: Die alteingesessene Saint-Etienne Higher School of Art and Design (gegründet 1803!) und der noch junge Erfolg der Biennale Saint-Etienne International Design tragen beide zum Ruf der Stadt als Design City bei. Besondere Anliegen von Saint-Etienne sind der Erfindergeist und die soziale Funktion von Design, zum Beispiel bei der Gestaltung und Nutzung öffentlicher Plätze.

Seoul, Südkorea: Großzügig unterstützt von der Regierung wird in Koreas Hauptstadt das industrielle Design. Technologische Entwicklungen werden mit den höchsten Design-Standards verknüpft, und die Lebensqualität in der Stadt ist ihnen ein großes Anliegen. Auch der Studentenaustausch wird aktiv gefördert, um neue und kreative Ideen zu generieren.

Shanghai, China: Shanghai ist eine Stadt der Widersprüche: Mit rund 23 Millionen Einwohnern ist sie ein Koloss, der aber aufgrund der wirtschaftlichen Attraktivität ungebremste Anziehungskraft ausübt – und damit die größten „Creative Clusters“ weltweit vorweisen kann. Trotz der unterschiedlichen Größe steht sie in regem Design-Austausch mit dem österreichischen Graz.

Shenzhen, China: China ist das einzige Land, das gleich drei Cities of Design vorzuweisen hat. Das gerade mal etwas über 35 Jahre alte Shenzhen wurde einst am Reißbrett geplant und gehört heute zu den am schnellsten wachsenden Städten der Welt. Bereits 2003 hat die Stadt vier kulturelle Hauptziele formuliert: Ihre Streben zur "Library City," zur "Piano City," zur "City of Design" und zur "Cartoon Animation Base." Im „Creative December“ werden jedes Jahr Kreativ-Wettbewerbe unter der Bevölkerung abgehalten.

Turin, Italien: Turin ist schon lange nicht mehr nur „Autostadt“. Aus der stark industriell geprägten Vergangenheit ist aber eine Menge Wissen über Produktionsprozesse und Design erhalten geblieben und kommt nun neuen Zielen zugute. Besonderes Anliegen der Stadt ist es, die Jugend zu fördern – zum Beispiel mit Online-Design-Wettbewerben.

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von Solveig Michelsen

© Ladiras, iStock Auch Turin gehört seit 2014 zu den UNESCO Cities of Design.
Singapur feiert 50 Jahre Unabhängigkeit https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/singapur-feiert-50-jahre-unabhaengigkeit.html Michaela Laux 3674 20150811T143100 Hunderttausende Menschen zogen sich rote T-Shirts an, legten den Kopf in den Nacken und bestaunten das Feuerwerk. Singapur hat sein 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Über der Stadt blitzte und knallte es, unten jubelten hunderttausende Menschen. Singapur hat am 9. August mit großem Pomp den 50. Jahrestag seiner Unabhängigkeit gefeiert. Unter anderem gab es in dem Stadtstaat große Feuerwerke, eine Militärparade und eine Video-Hommage an den im März im Alter von 91 Jahren gestorbenen Staatsgründer Lee Kuan Yew. Die frühere britische Kolonie hatte sich am 9. August 1965 aus der Föderation Malaysia gelöst und zum selbstständigen Staat erklärt.

Die Militärparade nahm Lees Nachfolger als Regierungschef, sein Sohn Lee Hsien Loong, ab. Anwesend waren Spitzenpolitiker der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean), Vertreter Chinas, Australiens und Japans sowie der britische Außenminister Philip Hammond. Das britische Königshaus wurde von Prinz Andrew repräsentiert.

Unter Staatsgründer Lee wandelte sich Singapur von einer verschlafenen Hafenstadt in eine moderne Handelsmetropole und ein internationales Finanzzentrum. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in dem Zwergstaat mit seinen knapp 5,5 Millionen Einwohnern - davon zwei Fünftel Ausländer - gehört heute zu den höchsten weltweit.

Bürgerfreiheiten sind in der glitzernden Welt der Wolkenkratzer allerdings weiter kleingeschrieben, die Bevölkerung wird gegängelt, die Opposition verfolgt. Meinungsfreiheit steht zwar in der Verfassung, wird aber durch Gesetze eingeschränkt. Demonstrationen sind nur in einer Parkecke erlaubt, die Medienbehörde MDA überwacht Webseiten mit politischem Inhalt, und Verleumdungsklagen treiben Regierungskritiker in den Bankrott. "Der Justiz fehlt Unabhängigkeit, sie urteilt systematisch im Sinne der Regierung", so die Organisation Freedom House. Die Regierung verwahrt sich gegen solche Kritik.

Die Leute werden die Gängelei offenbar leid. Die seit 50 Jahren regierenden Lee-Partei PAP bekam 2011 einen saftigen Denkzettel: mit gut 60 Prozent das schlechteste Ergebnis aller Zeiten. Das politische System sorgt zwar dafür, dass die Partei trotzdem mehr als 90 Prozent der Parlamentssitze behielt. Aber die Regierenden waren alarmiert. "Wir scheinen in einer Midlife-Krise zu stecken", warnte Ex-Regierungschef Goh Chok Tong 2013. "Die Leute wollen mehr Freiheit, um ihr Leben selbst zu bestimmen, wollen mehr politische Mitsprache."

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von Michaela Laux

Mit einem großen Feuerwerk begrüßte Singapur den Tag, an dem sich die Unabhängigkeit des Stadtstaates zum 50. Mal jährt © hockhow, iStockcom
Einmaliges Erlebnis: Sonnenaufgang auf der Zugspitze https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/einmaliges-erlebnis-sonnenaufgang-auf-der-zugspitze.html Hannah Sommer 3385 20150616T150400 Der höchste Berg Deutschlands, ein bilderbuchreifer Sonnenaufgang, eine klare Sicht und das nicht nur auf den Münchener Fernsehturm, sondern auch auf ein bemerkenswertes Naturerlebnis. Erleben Sie einen Sonnenaufgang auf der Zugspitze.

Die dunkelste Stunde ist immer die vor dem Sonnenaufgang, heißt es im Volksmund. Diese Weisheit ist im frühen Morgengrauen auf dem Weg zur Zugspitze in erster Linie wörtlich zu nehmen. Denn wer den Sonnenaufgang an einem der 12 Termine in diesem Sommer erleben will, der muss schon des Nachts die Anreise auf sich nehmen.

Das Angebot der Zugspitzbahnen ist diese Strapaze allerdings wert. Wenn die Gondeln der Tiroler Zugspitzbahn sich für die frühmorgendliche Fahrt mit den Gipfelbesuchern in Bewegung setzt, ist es meist noch stockdunkel auf dem Berg. Auch Minusgrade sind hier selbst im Sommer keine Seltenheit. In einer Höhe von 2.950 Metern und auf einer Strecke von 3,6 Kilometern fahren die Gäste dann durch den dichten Nebel in Richtung des höchsten Punktes des Berges. Auch auf frische Winde muss man hier oben gefasst sein.

Gänsehaut-Feeling auch für Nicht-Bergsteiger

Doch sobald sich der Horizont langsam erhellt, der Himmel sich rosa färbt und die ersten Sonnenstrahlen sich durch die Wolken ihren Weg bahnen, haben sich die Unannehmlichkeiten gelohnt. Der Blick auf den Fernsehturm von München, den Alpenhauptkamm und dem Großglockner beschert auf der Aussichtsterrasse auch so manchem Nicht-Bergsteiger eine Gänsehaut. Von der Plattform aus gelangt man mit ein bisschen Ehrgeiz und gutem Schuhwerk zum vergoldeten Gipfelkreuz in 2.962 Metern Höhe.

Nach dem Sonnenaufgang geht es für Liebhaber eines ausgedehnten Frühstücks dann noch ins Panorama Gipfelrestaurant auf der Plattform, wo man den beeindruckenden Ausblick auf die alpine Hochgebirgswelt bei einem schmackhaften Frühstücksbuffet genießen kann. Hier lässt es sich gemütlich und rustikal ab 18 Euro pro Person speisen, in aller Frühe auf dem höchsten Berg Deutschlands.

Informationen zu den Terminen zum Sonnenaufgang auf der Zugspitze finden Sie unter: www.zugspitze.de oder www.zugspitze.at.

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Von Hannah Sommer

© flocu, Thinkstock Beinahe schon mystisch: der Sonnenaufgang auf der Zugspitze.
Eröffnung der Aussichtsplattform vom One World Trade Center https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/eroeffnung-der-aussichtsplattform-vom-one-world-trade-center.html Hannah Sommer 3371 20150528T092600 Bald ist es soweit: Das One World Trade Center auf dem Ground Zero in New York öffnet seine Pforten für die Besucher der neuen Aussichtsplattform, die mit spektakulärer Aussicht auf den Big Apple auffahren kann.

Wahrscheinlich gibt es keine Stadt auf der Welt, die New York City in Sachen coole Rooftop-Bars und Aussichtspunkten das Wasser reichen kann. Zum berühmten Empire State Building und dem Rockefeller Center gesellt sich nun die neueste Attraktion am Ground Zero: Am 29. Mai wird dort nämlich die neueste Aussichtsplattform der Stadt eröffnet.

Nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 wurde am Ground Zero, wo einst das World Trade Center stand, ein neues Gebäude mit Namen One World Trade Center errichtet, das erst letztes Jahr fertiggestellt wurde. Hier können Besucher auf dem Hauptaussichtspunkt in der 100. Etage eine atemberaubende Aussicht über die Stadt, die niemals schläft, genießen. Nach oben gelangt man in genau 47 Sekunden mit dem „schnellsten Fahrstuhl der westlichen Hemisphäre“, wie der Besucherdienst mitteilt.

Wo Geschichte und Gegenwart sich vereinen

Wer aus 382 Metern Höhe die Stadt von oben sehen möchte, kann das an jedem Wochentag für umgerechnet 29 Euro in Angriff nehmen. Wenn man es ganz genau nimmt, sind die allerdings hier besser angelegt, als bei einem Besuch des Empire State Buildings, dessen Plattform rund 9 Meter tiefer liegt, als die des neuen World Trade Centers. Neben dem Ausblick zahlt der Besucher mit dem Eintritt auch für den „Stimmen“-Raum, in dem Ingenieure und Architekten über den Bau des One World Trade Centers berichten, und einer eindrucksvollen Filmsequenz im Fahrstuhl, die den Bau der weltberühmten Stadt über 500 Jahre veranschaulicht.

Der Bau des One World Trade Centers, von dem aus man einen 80 Kilometer weiten Blick genießen kann, verschlang rund 3, 1 Milliarden Euro. Die krumme Zahl der exakten Höhe des Gebäudes, das 1.776 Fuß (541 Meter) misst, war kein Zufall: Im Jahre 1776 erklärten die dreizehn britischen Kolonien in Nordamerika ihre Unabhängigkeit von Großbritannien und gründeten so einen souveränen Staatenbund.

Bereits vor der Eröffnung der neuen Aussichts-Plattform wurden 350.000 Karten verkauft. Ein Museum und das Empty Sky Memorial, ein Mahnmal, das unter Anderem an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September erinnert, befinden sich in nächster Nähe.

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Von Hannah Sommer

© batuhanozdel, Thinkstock Soll die Besucher anlocken: das One World Trade Center.
Québec bekommt neuen Nationalpark https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/quebec-bekommt-neuen-nationalpark.html Solveig Michelsen 3317 20150429T110300 Schon mal von Laurentides gehört? Nein? Diese Region im Süden Québecs ist Anziehungspunkt vieler Naturliebhaber: Felsige Plateaus, verwunschene Seen und weite Wälder machen ihren Reiz aus. Nun soll sie mit dem Status „Nationalpark“ besonders geschützt werden – ab 2017 unter dem Namen „Parc National d'Opémican“.

Im Süden der frankokanadischen Provinz Québec soll im Jahr 2017 ein neuer Nationalpark eingeweiht werden: Der Parc National d'Opémican wird dann mit 253 Quadratkilometern der 26. Nationalpark der Provinz sein. Charakteristisch für ihn sind seine Rot- und Weymouth-Kiefern, die weite Flächen bedecken, unterbrochen von felsigen Plateaus und Abbrüchen sowie vom See Témiscamingue und dem Fluss Kipawa – alles alte indianische Siedlungsgebiete.

Naturfreunde und Wanderer genießen die schier endlos scheinenden Weiten, Angler und Rafter freuen sich über die abwechslungsreichen Gewässer im Park. Im Winter kommen Langläufer, Skifahrer und Snowboarder auf ihre Kosten: Der Mont Tremblant ist als Wintersportort bekannt. Selbst für Gourmets hält der Nationalpark Sinnliches bereit: Auf der Feinschmecker-Route lassen sich regionale Spezialitäten verkosten.

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von Solveig Michelsen

© SHSPhotography, iStock Ein Paradies für Naturliebhaber: die Region Laurentides im Süden Québecs
Mode-Designer Ralph Lauren eröffnet Restaurant in New York https://www.dumontreise.de/reise-news/detail/mode-designer-ralph-lauren-eroeffnet-restaurant-in-new-york.html Jonathan Berg 3177 20150225T185500 US-Modemacher Ralph Lauren ist nicht mehr nur für Textilien, sondern auch für Gaumenfreuden zuständig. Kürzlich eröffnete er ein eigenes Restaurant in New York, das Fashion-Victims und Food-Fans gleichermaßen begeistern dürfte.

Wer sich demnächst in New York auf der „55th Street“ aufhält, findet dort nur einige Meter entfernt von dem großen „Ralph Lauren Flagship Store“ auf der berühmten „Fifth Avenue“ das im Januar eröffnete Restaurant des Modemachers. Wen wird es wundern - die „The Polo Bar“ wirkt wie die gastronomische Inkarnation eines Polospiels.

Wer dieses Haus betritt, fühlt sich, als wäre er gerade von einer gräflichen Fuchsjagd auf dem reinrassigen englischen Vollblut nach Hause gekommen: Stühle und Sofas sind mit hochwertigem Leder bezogen, handgemalte Pferdeportraits, Pokale und poliertes Mahagoni-Holz glänzen in der bernsteinfarbenen Beleuchtung um die Wette. Dazu gibt es ein Feuer im Kamin und Sättel an den Wänden.

Doch der Genuss in der „Polo Bar“ kommt nicht nur den Augen zugute. Wer klassisch amerikanische Gerichte wie Burger, vegetarische Salate, ein Clubsandwich mit Rind und geschmolzenem Schweizer Käse, ein Ranch House Chili, oder saftige Krabben mit Senfsoße mag, wird sich über die Karte des Restaurants freuen. Laurens Lieblingsgericht ist das „extra dünn geschnittene Rind, halb irisch, halb jüdisch“. Aber auch den Kaffee eigener Marke weiß er zu schätzen. Wer alkoholische Getränke bevorzugt, der findet auf der elfseitigen Getränkekarte sicher etwas Passendes. Günstig sind die Cocktails jedoch nicht – ein „Prince of Wales“ kostet ungefähr 18 Euro.

Trotzdem ist Laurens Restaurant für Fans von aristokratisch anmutenden Etablissements und Reitsport in jedem Fall einen Besuch wert. Vergessen Sie nur ja nicht ihren Tweed-Anzug und parken Sie ihr Ross vor der Tür.

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Von Jonathan Berg

© kupicoo, iStock Ralph Lauren verwöhnt jetzt auch den Gaumen.