Religiöse Beleidigung Myanmar verweist Tourist mit Buddha-Tattoo des Landes

Hierzulande gelten Buddha-Tattoos als trendiger Körperschmuck – der religiöse Aspekt spielt für viele Träger jedoch eine untergeordnete bis gar keine Rolle. Anders sieht es in buddhistischen Ländern wie Myanmar aus.

Im buddhistisch geprägten Myanmar gilt die Darstellung von Buddha als heilig. | © Thinkstock

Erneut ist ein Tourist aufgrund einer Buddha-Tätowierung in Myanmar des Landes verwiesen worden. Im Norden des Landes riefen Einwohner die Polizei, nachdem sie ein Tattoo auf dem Bein eines Besuchers aus Italien entdeckten und dieses als religiöse Beleidigung auffassten.

Es drohen empfindliche Strafen

Dem 34-Jährigen blieb keine andere Wahl, als das Land zu verlassen. Wer dort buddhistische Symbole ohne religiösen Hintergrund zur Schau stellt, muss sich dem Vorwurf der Religionsbeleidigung stellen. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein Mann aus Neuseeland zu zehn Monaten Zwangsarbeit in einem Gefängnis verurteilt. Er hatte ein Buddha-Foto zu Werbezwecken genutzt – darauf trug der Religionsstifter Kopfhörer.

Vorsicht ist geboten

Was viele Touristen nicht wissen: Auch in Ländern wie Thailand oder Sri Lanka sind buddhistische Tattoos nicht gern gesehen. Die Symbole, dazu zählt im Übrigen auch die Lotusblüte, haben religiösen Anhängern zufolge nichts auf der als unrein empfundenen Haut zu suchen. Daher sollten Reisende ihre Tätowierungen aus Respekt gegenüber den Bürgern verdecken. Ebenfalls ungern gesehen sind buddhistische Symbole auf der Kleidung sowie Dekorationsstücke – auch wenn diese überall angeboten werden.

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