Ein Geheimtipp ist diese Insel im Atlantischen Ozean eigentlich schon lange nicht mehr: Als Naturparadies Portugals ist die Insel Madeira für exklusiven Natur-, Aktiv- und Wandertourismus bekannt. Dank angenehm warmer Temperaturen während des gesamten Jahres können Urlauber hier etwa 1.000 Kilometer südwestlich von der portugiesischen Hauptstadt Lissabon und 500 Kilometer westlich von der marokkanischen Küste unvergessliche Tage erleben. Denn Landschaftsbilder wie Naturschauspiele sind auf Madeira einzigartig und vielseitig: Von unberührten Buchten, malerischen Fischerdörfern, steilen Hängen im Vulkangebirge über tiefe Schluchten, beeindruckenden Wasserfällen bis hin zu einer atemberaubenden Pflanzenvielfalt ist alles auf 741 Quadratkilometern vorhanden.
Die auf Madeira heimischen Tier- und Pflanzenarten begeistern nicht nur Naturliebhaber. Nur hier konnte beispielsweise der Lorbeerwald (Laurissilva) überleben, während die Eiszeit ihn in ganz Europa zerstörte. Er bedeckt mit 150 Quadratkilometern ungefähr 20 Prozent der Inselfläche und lässt prachtvolle Baumarten wie den Azoren- oder Kanaren-Lorbeer (Laurus azorica) sowie den einheimischen Madeira-Lorbeer (Persea indica) wachsen. Daneben besitzt Madeira zahlreiche wunderschöne Gärten und Parkanlagen, die aufgrund des Klimas ganzjährig in voller Blüte stehen: Im Botanische Garten in Funchal – “Jardim Botânico – der seinen Besuchern über 2000 exotische Pflanzen bietet, dem exotischen Palheiro Garten „Jardins do Palheiro“, dem Orchideengarten Jardim Orquídea oder dem tropische Garten „Monte Palace“ oberhalb von Funchal ziehen prachtvolle Pflanzenfarben die Besucher in ihren Bann.
1982 wurden zwei Drittel der Insel zum Naturpark erklärt, der sich in verschieden streng geschützte Zonen, Schutzgebiete und Ruhezonen gliedert und auch die kleineren Nachbarinseln Madeiras einschließt. Auf der Hauptinsel befinden sich unter anderem das Meeresschutzgebiet Garajau an der Südküste, Rocha do Navio im Bezirk Santana und im Osten Madeiras das 1982 gegründete Naturreservat Ponta de São Lourenço.
Auf den vielen Wanderrundwegen ist man ständig in direktem Kontakt mit der beeindruckenden Natur und unberührten Landschaften. Ausgewählt werden können Wanderungen im Gebirge, durch Wälder, entlang der Küste oder einer Kombination von allen. Gewandert werden darf zudem entlang der Levadas, den kleinen Wasserkanälen, die bereits im 15. Jahrhundert angelegt wurden und bis heute als insgesamt 1.400 Kilometer lange Wanderwege liebevoll gepflegt werden. Dank dieser gelangt man zu Orten, von denen ein grandioser Blick auf die Schönheit der Insel möglich ist. Der Laurissilva-Wald zwischen Porto da Cruz und Santana im Norden wurde 1999 von der UNESCO zum Beispiel als Weltkulturerbe benannt. Beliebt ist außerdem die Bergwanderroute zwischen dem dritthöchsten Gipfel Pico do Arieiro und dem höchsten Berg Pico Ruivo.
Aktiv kann die Natur nicht nur auf den bis zu 1.862 grünen Bergen genossen werden, sondern auch im angenehm temperierten Wasser. Am Strand auf der zum Inselgebiet Madeira gehörenden kleinen Nachbarinsel Porto Santo finden sich zahlreiche Orte zum Schnorcheln und Tauchen. Südlich des Schutzhafens garantiert die Unterwasserwelt mit Schiffswracks echte Abenteuer im tiefblauen Meer. Auf Aktivtouristen wartet somit ein abwechslungsreiches Programm mit Trecking, Bergsteigen, Moutainbiken, Golfen, Canyoning oder mit Wassersporten wie Wasserski, Angeln, Segeln, Kanufahren sowie dem Bezwingen der Wellen an den Küsten von Jardim do Mar, Paul do Mar und São Vicente mit dem Surfbrett.
Natur- und Ökotouristen sollten unbedingt den Ökologischen Park von Funchal besuchen, in dem Aktionen für den Naturschutz und die Umwelterziehung entwickelt werden.
Aufgrund steigender Nachfrage wird die Inselhauptstadt Funchal mittlerweile drei bis vier Mal pro Woche von Deutschland aus angeflogen.
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