Weitwandern Durch Österreichs wilde Mitte: der Weg des Luchses

Der neue Luchs Trail führt vom Nationalpark Kalkalpen in den Nationalpark Gesäuse und von dort weiter ins Wildnisgebiet Dürrenstein – alles Habitate der scheuen Raubkatze. Selbst wenn man den Luchs beim Erwandern der elf Tagesetappen nicht zu Gesicht bekommt, durchstreift man doch sein Wohnzimmer in der Gewissheit, ihm ganz nah zu sein.

Elf Tagesetappen umfasst der neue Luchs Trail. | © Max Mauthner, Oberösterreich Tourismus

Rund 200 Kilometer lang führt der Luchs Trail auf den Spuren der größten Katze Europas. In Deutschland ist sein Bestand auf rund 65 Exemplare geschrumpft; in Österreich schätzt man seine Zahl nur noch auf 20-25. Da der Luchs ein sehr scheuer und nachtaktiver Einzelgänger ist, ist eine Begegnung mit ihm ein seltener Zufall. Trotzdem durchstreift man Österreichs erstes Weltnaturerbe, die Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen, mit dem Gefühl, dem Luchs ganz nahe zu sein, vielleicht sogar von ihm beobachtet zu werden.

Die elf Tagesetappen beinhalten auch anspruchsvolle Passagen und sind mit insgesamt 10.000 Höhenmetern nur geübten Wanderern zu empfehlen. Allerdings ist es möglich, den Trail samt Gepäcktransport zu buchen. Bei der Durchquerung eines wahrlich noch wilden Teils von Österreich gibt es neben dem Luchs noch weitere seltene Tiere zu entdecken: Die Bechsteinfledermaus (aus der Gattung der Mausohren und Familie der Glattnasen) sowie der Maivogel-Schmetterling sind ebenfalls hier zu Hause.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

Mehr Reise-News & Reportagen

Nach oben