Mexiko

Wer zum ersten Mal nach Mexiko kommt, reist mit einem Koffer voller Vorstellungen: Märkte, Sonne, Palmenstrände, Folklore, Maya-Pyramiden und Azteken-Tempel, Kolonialkirchen und gastfreundliche Menschen. Tatsächlich erfüllt das Land all diese unterschiedlichen Urlaubsträume.

Anreise

… mit dem Flugzeug aus Europa

Von mitteleuropäischen Flughäfen fliegen zur Zeit Air France, Aeromexico, British Airways, Iberia , KLM  und Lufthansa nach Mexiko-Stadt. Lauda Air verkehrt wöchentlich von Wien nach Cancún, Air Berlin und Condor von Düsseldorf und Frankfurt.

Die Flughafengebühr von 23 US-$ bei Ankunft und 18 US-$ vor Rückflug ist meist im Ticketpreis enthalten.

Flugkosten: Hin- und Rückflug ab ca. 800 €. Die Flugzeit von Frankfurt nach Mexiko beträgt nonstop ca. 11 Stunden.

… mit dem Flugzeug aus den USA

Aeroméxico und US-Fluggesellschaften verbinden viele Städte der USA (z. B. New York, Atlanta, Chicago, Miami, Dallas, San Francisco, Los Angeles) direkt mit Mexiko-Stadt sowie mit weiteren großen mexikanischen Städten (z. B. Acapulco, Cancún, Guadalajara, Mazatlán, Monterrey, Puerto Vallarta).

… mit dem Bus aus den USA

Von allen Grenzstädten fahren mexikanische Busgesellschaften der 1. und 2. Klasse nach Süden, teilweise direkt nach Mexiko-Stadt. Die modernste, komfortabelste und sicherste Firma ist ETN.

… mit der Eisenbahn aus den USA

Eisenbahnverbindungen bestehen an der mexikanischen Westküste von Nogales (Arizona) nach Süden: Guaymas, Los Mochis, Mazatlán; von Manzanillo nach Guadalajara; im Landesinneren von Ciudad Juárez (Grenzstadt: El Paso, Texas) und Ojinaga (Grenzstadt: Presidio, Texas) über Chihuahua (dort Abzweigung der Chihuahua al Pacífico-Eisenbahn durch die Sierra Madre nach Los Mochis) sowie Torreón, Aguascalientes, León und Querétaro nach Mexiko-Stadt; und von Piedras Negras (Grenzstadt: Laredo, Texas) über Monterrey und Ciudad Victoria zum Golfhafen Tampico. Nach der Privatisierung der Eisenbahn sind die meisten Strecken zurzeit ohne Betrieb.

… mit dem Pkw aus den USA

Die meisten US-Vermieter gestatten die Einreise mit Leihwagen nach Mexiko nicht. In Ausnahmefällen ist dies mit einer Extraversicherung möglich. Bei Wohnwagen wird der Übergang zumeist erlaubt. Wer von den USA per Pkw nach Mexiko einreisen möchte, benötigt die US-amerikanischen Zulassungspapiere und seinen nationalen Führerschein. An der Grenze erhält man ein Vehicle Permit (Sticker auf der Scheibe), mit dem man sechs Monate in Mexiko fahren darf. Verkauf des Fahrzeugs ist verboten. Für Fahrten nach Baja California und Sonora und innerhalb von 25 km ab Grenze ist kein Vehicle Permit erforderlich. Erforderlich ist auch eine auf den Fahrer des Wagens ausgestellte Kreditkarte, mit der Zollgebühren von 15 US-$ kassiert werden (ohne Kreditkarte 30 US-$). An der Grenze ist eine mexikanische Haftpflichtversicherung abzuschließen (ca. 100 US-$ bei Sanborns oder Banjercito).

… mit dem Bus aus Guatemala und Belize

Eine Touristenkarte für Mexiko sollte vorher im mexikanischen Konsulat in Belize City besorgt werden, da sie an der Grenze nicht immer vorrätig ist. Durchgehende Busverbindung von Guatemala-Stadt nach Mexiko- Stadt auf der Panamericana über San Cris tóbal de las Casas und Tuxtla Gutiérrez sowie Juchitán; von dort über Oaxaca oder Orizaba nach Mexiko-Stadt; Fahrtzeit 24 Std. Täglich bestehen mehrere Busverbindungen von Guatemala über Belize City nach Chetumal (Quintana Roo) auf der Halbinsel Yucatán; die Fahrzeit beträgt 4 Std. von Belize City.

… mit dem Frachtschiff aus Europa

Frachtschiffreisen nach Mexiko vermittelt Frachtschiff-Touristik Kapitän Zylmann, Mühlenstraße 2, 24376 Kappeln, Tel. 04642 965 50, Fax 04642 67 67, www.zylmann.de; eine 4–7-wöchige Fahrt von Bremerhaven nach Veracruz (mit vielen Stopps) in einer komfortablen Doppelkabine inklusive Vollpension kostet pro Person und Tag ca. 100 Euro.

Unterkunft

Hotels

Die mexikanische Tourismusbehörde klassifiziert die Hotels in Kategorien mit 1 bis 5 Sternen; darüber hinaus gibt es Luxushotels (GT = Gran Turismo) und die Kategorie ›especial‹ (besondere Häuser in ehemaligen Klöstern, Haciendas und Palästen). Die Klassifikation entspricht in etwa der weltweit üblichen. Die Preise können innerhalb einer Kategorie jedoch sehr unterschiedlich sein, denn sie hängen von der touristischen Attraktivität des jeweiligen Ortes ab. So kann ein Zimmer bei gleichem Standard in Acapulco sehr viel mehr als an einem weniger bekannten Ort kosten. Immer aber sind die Preise niedriger als in vergleichbaren Orten in Europa, Komfort und Service manchmal sogar besser. Besonders romantisch und dennoch erschwinglich sind die in Hotels umgewandelten Haciendas und Posadas.

Haciendas

Hacienda-Hotels vermitteln Geschichte. Die spanische Krone schenkte während der Kolonialzeit Land an Personen, die ihr Dienstleistungen erbrachten und Treue erwiesen. Haciendas sind Gebäude, die auf diesen ausgedehnten Ländereien errichtet wurden und den wirtschaftlichen Reichtum der Kolonialherren durch den Anbau von Mais, Agave, Henequén, die Herstellung von Pulque oder die Viehzucht vermehrten. Später standen die meisten lange leer und verfielen. In heutiger Zeit wurden viele renoviert, und als Luxushotels, Museen oder Privathäuser erinnern sie an den architektonischen Glanz dieser mexikanischen Epoche. Zwar sind Hacienda-Hotels in ganz Mexiko zu finden, vor allem jedoch in den Staaten Campeche, Morelos, Yucatán und Jalisco.

Jugendherbergen

In Mexiko gibt es Jugendherbergen (Asociación Mexicana de Albergues Juveniles – AMAJ) in allen größeren Städten, z. B. in Acapulco (60), Aguascalientes (72), Cabo San Lucas (164), Campeche (76), Cancún (600), Chetumal (70), Cuautla (48), Durango (80), Guadalajara (80), La Paz (60), Mexicali (52), Mexiko-Stadt (288), Morelia (72), Obregón (60), Playa del Carmen (192), Querétaro (72), San Luis Potosí (72), Tijuana (100), Tuxtla Gutiérrez (95), Veracruz (50), Zacatecas (60), Zihuatanejo (60); die Zahlen in Klammern stehen für die Bettenzahl.

Für ihre Benutzung ist der internationale Jugendherbergsausweis ratsam; er verbilligt die Übernachtung und verschafft leichteren Zugang. In den AMAJ-Jugendherbergen kostet die Übernachtung gewöhnlich 6–8 US-$, in einigen bei Reisenden beliebten Orten (z. B. in Acapulco, Cancún, Cabo San Lucas) verdoppeln sich die Preise. Auskünfte: AMAJ, Despacho 109-B, Insurgentes Sur 421, Col. Hipódromo Condesa, Tel. 55 55 64 03 33

Auskünfte über die zahlreichen privaten Jugendherbergen: Hostelling International Mexico, República de Guatemala 4, Colonia Centro, 06020 México D. F., Tel. 55 55 18 17 26, www.himexico.com

Pensionen

In vielen Orten Mexikos findet der Reisende einfache Gästehäuser, Casas de Huespedes, zum Teil mit Gemeinschaftsdusche und -WC, gelegentlich auch mit mehr Komfort. Es handelt sich oft um Familienbetriebe, die eine beschränkte Zimmerzahl im Angebot haben. Die Übernachtung ist meist sehr spartanisch, dafür aber durchaus preiswert, oft um 15 US-$ pro Zimmer und Nacht.

Camping

Zelten ist in Mexiko nicht verbreitet, aber man findet Campingplätze auf der Halbinsel Baja California und an den Küsten des Pazifiks. Meist erwarten diese aber die Wohnwagen von US-Touristen, gezeltet werden kann dort nur am Rande. Eine aktuelle Übersicht über alle mexikanischen Campingplätze bietet die vierte Auflage (2009) von ›Travelers Guide to Mexican Camping – Explore Mexico, Guatemala and Belize with your RV or Tent‹ von Mike and Terri Church, Rolling Homes Press, www.rollinghomes.com. Aber zunehmend lassen sich an bekannten Badestränden abseits der Hotelanlagen cabañas mieten, Palmblatt- oder Bretterhütten ohne Strom und Wasser, meist nicht abschließbar, mit Pritsche oder Haken für Hängematten.

Hängematten

Die eigene (oder gemietete) Hängematte lässt sich auf Campingplätzen, in Cabañas, auf speziellen Hängemattenplätzen und in einigen Gästehäusern im Garten oder auf der Terrasse gegen eine geringe Gebühr benutzen. Verlassen kann man sich auf das Vorhandensein solcher Übernachtungsmöglichkeiten nicht – am häufigsten gibt es sie an der Pazifikküste.

Ausgehen

In Bars und auf Plätzen

In den Badeorten der Pazifikküste und Yucatáns, in Los Cabos (Baja California) sowie in Mexiko-Stadt und in den Kolonialstädten des Hochlandes ist das Angebot besonders vielfältig. In Restaurants treten Musikgruppen auf, es gibt stimmungs volle Bars und Diskotheken, in denen neben lateinamerikanischer Musik auch die neuesten US-Hits gespielt werden.

In offenen Palapa-Bars am Meer trifft man sich zur Happy Hour auf eine Margarita oder eine Piña Colada. In der Hauptstadt und in Guadalajara haben mariachis Tradition, Musikergruppen, die auf öffentlichen Plätzen gegen Bestellung mexikanische Volkslieder schmettern; einzigartig und ein Muss für jeden Besucher. In Touristenorten treten mariachis häufig in Restaurants auf. Dagegen liebt man in den südlichen Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas Marimba-Musik. Man trifft sich nach Sonnenuntergang auf den Plazas und lauscht den Klängen.

Konzerte, Ballett, Oper und Livemusik

Die größte Auswahl an kulturellen Veranstaltungen findet man in der Hauptstadt. Im Palacio de Bellas Artes, einem wunderschönen Art-Nouveau-Gebäude von 1934, kann man zweimal wöchentlich das berühmte Ballet Folklórico mit Volkstänzen aus unterschiedlichen Bundesstaaten erleben (ähnliches Angebot in Oaxaca und Mérida). Der Palast der Schönen Künste bietet Konzerte und Opern. Weitere Häuser für (klassische) Konzerte und andere kulturelle Events sind das Polyforum Siqueiros an der Insurgentes Sur und das Auditorio Nacional im Chapul tepec-Park. Livemusik mit Rock und Latin Music konzentriert sich in Mexiko-Stadt auf die Stadtteile Coyoacán und San Ángel. Aktuelle Infos: ›Mexico City The News‹, ›Tiempo Libre‹.

Einkaufen

Hängematten …

… und Mexiko gehören zusammen. Die hamaca wird heute nicht mehr nur aus Sisal, sondern zunehmend auch aus Seide (teuer), Baumwolle oder Nylon (billig) gefertigt. Ihre Qualität wird auch von der Dichte der Knoten und damit der Enge der Maschen bestimmt. Europäer bevorzugen die Größe matrimonial, also das ›Ehebett‹.

Tipp: Statt im großen Touristengeschäft kaufen Sie Ihre Hängematte lieber vom Straßenhändler oder – noch besser – gleich beim Produzenten. Dies ist nicht nur preiswerter, sondern kommt auch der ärmeren Bevölkerung direkt zugute.

Keramikarbeiten …

… sind beliebte und schöne Mitbringsel. Töpferwaren sind überall für wenige Pesos erhältlich: Vasen, Geschirr und Dekorationsobjekte, darunter die farbenfrohen Lebensbaum-Keramiken. In Oaxaca versieht man Töpferwaren teilweise mit einem metallisch schwarzen Glanz. Sehr dekorativ sind Arbeiten aus Obsidian (vulkanisches Gesteinsglas). In Puebla ersteht man echte Talavera-Kacheln, kleine und unregelmäßig geformte Kacheln (azulejos) mit leuchtenden Farben und floralen Mustern.

Kunsthandwerk

Einen guten Überblick über das Kunsthandwerk Mexikos erhält man in den Museen mit dem Namen Museo de Arte Popular. Sie informieren umfassend über die artesanías und betreiben oft eine Verkaufsausstellung.

Lederwaren

Schuhe und Stiefel gibt es in großer Auswahl. Die Preisspanne variiert stark und geht bei besonders schönen Exemplaren aus weichem Leder bis zu 100 US-$. Taschen und Gürtel komplettieren das Angebot.

Märkte

Ein Fest für die Sinne sind die Markthallen und offenen Märkte der mexikanischen Orte. Aufgeschichteter Käse, Körbe mit Bohnen, Kaffee, Kakao, Gewürze, Pyramiden aus Orangen und Äpfeln, Chilischoten in Rot, Gelb und Grün, Limonen und alle Arten tropischer Früchte, Kräuter, Bündel von Zwiebeln und Knoblauch, dazu der Duft aus Kleinküchen. Die Palette an Heilkräutern und natürlichen Heilmitteln, an ›Pülverchen‹, Mixturen, Gräsern und Wurzeln ist ebenfalls riesengroß. Damit wird nicht nur Haarausfall behandelt, sondern auch dem Liebeskummer begegnet.

Auf den Märkten erhält man darüber hinaus auch Souvenirs, Kleidung, Lebensmittel und allerlei Waren aus zweiter Hand. In vielen Ortschaften werden an bestimmten Wochentagen mercados abgehalten, zu denen die Bevölkerung der umliegenden Dörfer kommt und lokale Produkte anbietet.

Souvenirs

Das mexikanische Kunsthandwerk ist sehr vielfältig, man muss sich nur ein wenig umsehen, um mit mehr als einem T-Shirt oder einer Flasche Tequila nach Hause zu kommen. Überall gibt es tiendas, die hochwertige artesanías anbieten, und fast jeder Ort besitzt einen Markt, auf dem auch lokales Kunsthandwerk angeboten wird. In Oaxaca z. B. lassen sich herrliche Keramikwaren erstehen, Michoacán ist bekannt für Kupferarbeiten, und auf der Isla Mujeres gibt es hölzerne Masken in großer Auswahl. Silber kommt häufig aus Taxco, wo das Silberschmiedehandwerk heute noch Tradition hat. Verkauft wird meist nach Gewicht. Bei allen Stücken sollte ein 925-Stempel die Echtheit garantieren.

Bizarre Souvenirs sind Objekte, die dem Día de los Muertos (Totentag) gewidmet sind: aus Pappmaché geformte Skelette in allen Größen, z. B. Miniatur-Skelette als mariachi-Kapellen.

Reisewetter

Im Norden Mexikos ist es meist trocken und heiß, im Sommer erreichen dort die Temperaturen 40 °C mit beträchtlichen Schwankungen zwischen Tag und Nacht. Im Süden ist das Klima tropisch-warm und feucht. Auch die niedrig gelegenen Küstengebiete verzeichnen hohe Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen. Über 1600 m Höhe ist das Klima ganzjährig warm, mit sonnigen Tagen und kühlen Nächten.

Die Regenzeit liegt in Mexiko zwischen Mai und Oktober. Im Osten des Landes, an der Küste des Golfs von Mexiko, und in den subtropischen Regionen des Südens, zum Beispiel in Palenque, regnet es auch zwischen November und April. ›Regen‹ heißt in dieser Region aber meist nur kurze, erfrischende Schauer am späten Nachmittag und nachts. Der Bundesstaat Chiapas ist der niederschlagreichste in ganz Mexiko. Hier regnet es zwischen September und November oft tagelang, sodass manche Verkehrswege nicht mehr passierbar sind.

Die Höhenlage bestimmt das Klima: Bis 800 m Höhe liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei 25 °C, die Luftfeuchtigkeit ist oft sehr hoch (Yucatán-Halbinsel, Tabasco, Ebenen von Chiapas). Zwischen 800 und 1600 m Höhe findet man eine jährliche Durch schnittstemperatur um 20 °C. Oberhalb von 1600 m fällt die durchschnittliche Jahrestemperatur auf 15 °C, abends kühlt es deutlich ab.

Hochsaison (bei den Preisen!) besteht zu Weihnachten und Ostern, von November bis April und zur mexikanischen Ferienzeit im August. In diesen Zeiten steigen die Übernachtungspreise und die Belegungszahlen. Die klimatisch beste Reisezeit ist der Winter, genauer die Monate November bis April. Aber weil das Klima in Mexiko insgesamt gesehen relativ mild ist, kann man das Land zu jeder Jahreszeit bereisen.

Von Mitte September bis Mitte November muss man an der Ostküste der Yucatán- Halbinsel (nämlich Cancún und Riviera Maya mit Playa del Carmen und Tulum) mit wiederholten, starken Regenfällen rechnen. Zudem gerät man dann in die Hurrikan-Saison, d. h. starke Wirbelstürme können die Region heimsuchen.

Mexiko: Klima

Tagestemperaturen in °C

  1. Jan 19
  2. Feb 21
  3. März 24
  4. April 25
  5. Mai 26
  6. Juni 24
  7. Juli 23
  8. Aug 23
  9. Sept 23
  10. Okt 21
  11. Nov 20
  12. Dez 19

Nachttemperaturen in °C

  1. Jan 6
  2. Feb 7
  3. März 10
  4. April 11
  5. Mai 12
  6. Juni 12
  7. Juli 12
  8. Aug 12
  9. Sept 12
  10. Okt 10
  11. Nov 8
  12. Dez 7

Sonnenschein Stunden/Tag

  1. Jan 7
  2. Feb 8
  3. März 7
  4. April 7
  5. Mai 6
  6. Juni 5
  7. Juli 5
  8. Aug 5
  9. Sept 5
  10. Okt 6
  11. Nov 7
  12. Dez 6

Niederschlag Tage/Monat

  1. Jan 2
  2. Feb 2
  3. März 3
  4. April 6
  5. Mai 13
  6. Juni 17
  7. Juli 21
  8. Aug 18
  9. Sept 15
  10. Okt 8
  11. Nov 3
  12. Dez 2

Gesundheit

Gesundheitstipps

Die hygienischen Verhältnisse bewegen sich in den großen Urlaubsgebieten auf hohem Standard. Dennoch: Polio- und Tetanus- Schutz sollten intakt sein, Hepatitis- und Typhus- Vorsorge nur dann, wenn man auf sehr bescheidenem finanziellen Niveau reist und sich landestypisch ernährt. In den tropischen Gebieten an der Golfküste und im Süden des Landes (unter 700 m) ist Malaria-Prophylaxe anzuraten. Ein Mittel gegen Durchfall gehört in die Reiseapotheke, denn ›Moctezumas Rache‹ trifft fast alle (in Mexiko wird Durchfall scherzhaft el turista genannt). Leitungswasser sollte nicht zum Zähneputzen benutzt werden; Eiswürfel, Salat und ungeschältes Obst vermeiden!

Gesundheitstipps für Fernreisen im Internet unter www.crm.de. Aktualisierte Informationen liefert das Auswärtige Amt.

Apotheken

Apotheken (farmacia) ähneln den US-amerikanischen Drugstores, und meist werden außer Medikamenten auch Spielwaren und Reinigungsmittel angeboten. Alle gängigen Arzneimittel sind (rezeptfrei) erhältlich, in der Regel wesentlich preiswerter als in Europa.

Ärztliche Versorgung

In der Regel sprechen die mexikanischen Ärzte kein Englisch. Ein Wörterbuch ist beim Arztbesuch ratsam. In größeren Städten kann man sich auf die Empfehlung des Hotels verlassen. Bei Problemen nennen die Botschaften Deutsch oder Englisch sprechende Ärzte.

In Mexiko-Stadt werden Touristen sehr gut in dem folgenden Krankenhaus behandelt: American British Cowdray (ABC) Hospital, Sur 126/Observatorio, Col. América, Tel. 55 52 30 81 61, www.abchospital.com. Typische Landes- und Touristenkrankheiten behandeln mexikanische Ärzte meist besser als der Doktor in der Heimat. Obwohl die Honorare mexikanischer Leistungen im Gesundheitsbereich niedrig sind, empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, da die heimische gesetzliche Krankenkasse Kosten nicht übernimmt und US-Ärzte in Mexiko teuer sind.

Notruf

Polizei: 060, 061
Feuerwehr und Ambulanz: 080, 065
Der Straßenhilfsdienst Ángeles Verdes ist unter Tel. 0155 52 50 82 21 zu erreichen.
Nottelefon für Touristen: gebührenfrei im gesamten Land 01 80 09 03 92 00 (24 Std.) 0155 52 50 01 23 und 52 50 04 93 (engl.).

Sicherheit

Verhaltensempfehlungen für ausländische Touristen bezüglich ihrer Sicherheit auszusprechen steht eigentlich nur den Mexikanern selbst zu. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der Grat zwischen nützlichen Hinweisen bzw. angebrachten Warnungen und Diskriminierung nur sehr schmal ist. Da ein Besucher von Mexiko-Stadt aber zur eigenen Sicherheit doch ein paar Vorkehrungen treffen sollte, hier ein Auszug aus der amtlichen Touristenbroschüre ›Bienvenido Amigo!‹:

»Vergessen Sie niemals, dass Sie eine der größten und geschäftigsten Städte der Welt besuchen, die somit leider auch ihre Kriminalitätsrate hat. Hier ein paar Hinweise für Sie: Nie, niemals sollten Sie direkt am Bordstein stehen, sondern immer einige Schritte zurück auf dem Bürgersteig. Deponieren Sie Geld, Reisepass, Flugtickets etc. im Hotelsafe. Tragen Sie Ihre Geldbörse nie in der hinteren Hosentasche, sondern immer in einer Seiten - tasche und halten Sie zusätzlich eine Hand darauf. Kameras, Taschen, Rucksäcke etc. sollten immer festgehalten werden und nie unbeaufsichtigt bleiben. In großen Menschenmengen sollten Sie diese Sachen vor der Brust tragen; lassen Sie sie nie an Ihrer Seite baumeln. Zeigen Sie niemals große Geldmengen in der Öffentlichkeit. Benutzen Sie niemals ein Taxi, in dem bereits ein Fahrgast sitzt. Sollten Sie von einem Polizisten gestoppt werden, notieren Sie sich seine Dienstnummer (die sichtbar an der Uniform angebracht ist). Bei ernsten Problemen kontaktieren Sie Ihre Botschaft.«

Wenn das Auto gestohlen scheint, nicht gleich verzweifeln: Es hat vielleicht im Parkverbot gestanden und ist von der Polizei abgeschleppt worden. Um das zu erfahren, sollte man in Mexiko-Stadt Locatel, Tel. 55 56 58 11 11, anrufen.

Essen & Trinken

Die mexikanische Küche

Hauptbestandteil der mexikanischen Küche ist Mais, der in allen Variationen zubereitet wird, meist als tortillas, einem dem Pfannkuchen ähnlichen Brotersatz. Tortillas mit eingewickelten Fleisch- oder Gemüsestückchen heißen enchiladas. Enchiladas suizas enthalten zusätzlich Käse und eine Soße. Tostadas, knusprige Tortillas, werden mit Bohnen, Salat, Käse und Tomaten belegt. Selbst eine Suppe, die sopa de aztecas, enthält als Grundlage Tortilla-Stückchen. Tamales nennt man eine Mischung aus Maisbrei, Rindfleisch, Huhn, Pfefferschoten, in Mais- oder Bananenblättern serviert. Quesadilla ist Tortillateig mit Käse und Gemüsen. Fritierte Tortillas heißen tacos, die zur Hälfte geklappt sind und Fleisch oder Gemüse enthalten.

Mole poblano, die berühmte Soße, besteht aus mehr als 20 Zutaten, u. a. Schokolade; sie wird nicht überall serviert, da die Zubereitung recht aufwendig ist. Frijoles (refritos), gebratener Bohnenbrei, kommt bereits zum Frühstück und zusammen mit fast allen Gerichten auf den Tisch. Guacamole nennt man ein Püree aus Avocados, Knoblauch, Tomaten und Zwiebeln. Chili relleno sind milde Pfefferschoten, gefüllt mit Hackfleisch oder Gemüse. Dünne Steakscheiben mit Gemüse und Chili nennen sich carne asada.

Eine Vorspeise aus rohen Meeresfrüchten sowie Limonensaft und Tomaten wird als ceviche bezeichnet. Als Vor- und Nachspeisen dienen auch die zahlreichen tropischen Früchte, u. a. Papayas, Mangos, Ananas und Kaktusfrüchte. Auch die mexikanische haute cuisine (alta cocina mexicana) wurzelt in den Gerichten und Traditionen der Volksküche. Die Kluft zwischen dem Speiseplan der Bevölkerung und der haute cuisine ist in Mexiko sehr klein.

Nationalgetränke: Mezcal, Pulque und Tequila

Äußerst beliebt ist bei Mexikanern der aus der Mezcal-Agave gewonnene Mezcal, ein klarer Schnaps. Kenner behaupten, dass die besten Sorten in Oaxaca gebrannt werden. Herkunftsnachweis und Garant für die Echtheit des Getränks ist ein Wurm, der gusano. Im Herzen der Mezcal-Agave zu Hause, landen die kleinen, fetten Würmer entweder als gebackene Knabberei in den cantinas, den Ausschankstuben des Mezcal, oder in den Mezcal-Flaschen selbst. Für eingefleischte Liebhaber des Schnapses ist der tote Wurm auf dem Flaschenboden ein Muss, der nach dem letzten Tropfen genüsslich zerbissen wird. Tierschützer greifen zum Mezcal ohne gusano – auch den gibt es.

Der milchig-vergorene Herzsaft der Pulque-Agave, schleimig und von geringem Alkoholgehalt, wird in speziellen pulquerías ausgeschenkt, cantinas, über und unter deren Schwingtüren man nur Hüte und Stiefel sieht. Männer sitzen vor einer Plastikkanne mit Pulque, die von Gläsern umringt ist. 800 dieser Spezialkneipen gibt es allein in Mexiko-Stadt, die meist von Ärmeren aufgesucht werden. Doch bevor das Getränk dort in großen Plastikkanistern angeliefert wird, ist im Verarbeitungsprozess schon allerlei geschehen.

Auf den Feldern der Maguey-Agave in Hidalgo und Jalisco wird den Pflanzen nach siebenjährigem Wachstum das große Herz herausgeschnitten. In der so entstandenen Öffnung am Boden der Pflanze sammelt sich eine zunächst klare und süße Flüssigkeit, aguamiel (Honigwasser) genannt. Diese wird von den tlachiqueros mit Plastikkalebassen herausgesaugt und in auf Eseln befestigte Gefäße (castañas) gefüllt. Dann ritzt der Arbeiter das Innere der Herzhöhle erneut mit einem Spezialmesser (raspador) auf, damit sich wieder Saft bildet. In diesem Verfahren produziert die Agave – bis zu ihrem Absterben – mehrere Monate lang viele hundert Liter Honigwasser.

Auf der Ranch wird der aguamiel in einer Halle, dem tinacal, in großen Plastikfässern gesammelt und innerhalb weniger Tage in einem einfachen Gärungsprozess mit Bakterien und Pilzen in Pulque verwandelt. Ein Liter blanco ist in der pulqería für einen Peso (ca. 8 Cent) zu haben, eine kleine Flasche Bier kostet das Mehrfache.

Das mexikanische Nationalgetränk Nummer eins ist Tequila. Er wird nicht aus Früchten oder Getreide hergestellt, wie oft angenommen, sondern aus dem Saft der blauen Maguey-Agave. Deren lange und scharfe Blätter bewahren eine Flüssigkeit, aguamiel (Honigwasser) genannt, die zu Tequila vergoren wird. Endlos ziehen sich die Agavenfelder die sanften Hügel Jaliscos hinauf und hinunter. Lange bevor die Spanier das mexikanische Hochland erreichten, verstanden es die indígenas, aus dem Agavensaft einen Schnaps herzustellen, der bei religiösen Ritualen und Zeremonien von Priestern und Offizieren und zur Opferung von Gefangenen getrunken wurde.

Der Legende nach war es ein Indígena-Ehepaar vom Stamm der Tiquila, Mayáhuetl und Patécatl, dem es erstmals gelang, den Saft aus dem Inneren der Pflanze zu gewinnen und durch Gärung ein weißes, klares und wohlschmeckendes Getränk zu schaffen. Diese Fertigkeit wurde innerhalb des Stammes, der am Tiquila-Vulkan lebte, kultiviert. Nach Ankunft der Spanier erhielt das Getränk seinen Namen.

Für die Verarbeitung der Agave zum hochprozentigen Getränk wird das große Herz der Pflanze herausgelöst, die sich darin sammelnde Flüssigkeit vergoren und destilliert. Teilweise werden auch die Fruchtstrünke der Agave zerkleinert, zerkocht, ausgepresst, dann der Saft vergoren und schließlich ebenfalls destilliert. Nach der Destillierung kann der klare Tequila sogleich getrunken werden.

Als Tequila bezeichnet man heute den aus dieser Region stammenden Agavenschnaps, eines der bekanntesten Exportprodukte des Landes. Der Name ist keine Bezeichnung für eine Getränkesorte, sondern ein Markenname, den nur wenige Hersteller der Region im Staate Jalisco führen dürfen. Die Länge der Lagerzeit bestimmt die Qualität: Der junge, weißliche Tequila wird nur kurz in Eichenfässern gelagert, ein goldener Schimmer dagegen verrät, dass das Destillat längere Zeit in einem Eichenfass ruhte. Rund 70 Mio. Liter werden in Jalisco jährlich gebrannt, die bekanntesten Hersteller sind Sauza und Cuervo. Man trinkt Tequila entweder pur oder als Cocktail, z. B. mit Limonensaft und Salz als margarita.

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