Namibia

Namibia: dieses Land steht für eine hohe kulturelle Vielfalt und ein breites Spektrum von verschiedensten, überwältigend schönen Landschaften: hohe Berge, endlose Dünenlandschaften, einsame Sandstrände, weite Savannen.

Anreise

Für die Einreise nach Namibia benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist und noch mindestens zwei freie Seiten für Ein- und Ausreisestempel enthält, bei geplanter Weiterreise in Nachbarländer sollten es mehr Seiten sein.

Die Anreise nach Namibia erfolgt in der Regel per Flugzeug. Kreuzfahrtschiffe legen in Lüderitz oder in der ehemaligen südafrikanischen Exklave Walvis Bay an.

...mit dem Flugzeug

Air Namibia fliegt 5 x pro Woche (Mo, Di, Do, Sa und So) in einem zehnstündigen Direktflug von Frankfurt nach Windhoek (zwischen 795 € und 1177 €). Air Berlin fliegt Di, Mi und So von München direkt nach Windhoek ab 730 €. South African Airways fliegt von Frankfurt nach Windhoek mit Stopp in Johannesburg zu einem Preis um 1500 €. Auch Lufthansa und British Airways haben Verbindungen von Frankfurt nach Namibia (British Airways über London) im Programm.

Flughafen Windhoek

Der Hosea Kutako International Airport befindet sich 42 km östlich der Stadt. Busse stehen nach der Ankunft bereit, um Touristen ins Zentrum von Windhoek zu bringen. Taxis sind hingegen sehr teuer. Am besten den Mietwagen gleich am Flughafen übernehmen.

...mit dem Auto 

Wer mit dem eigenen Fahrzeug nach Namibia, Südafrika, Botswana, Sambia oder Simbabwe einreist, benötigt ein Grenzpassierscheinheft (carnet de passage), das der einheimische Automobilclub ausstellt. Wer nur Namibia, Botswana und Südafrika bereist, benötigt aufgrund der Zollunion nur ein Carnet für alle drei Länder. Der Internationale Führerschein ist sowohl für Namibia als auch für Botswana und Sambia vorgeschrieben. Es wird eine Straßennutzungsgebühr (road tax) von 160 N$/Rand erhoben, wenn man mit einem Auto einreist, das nicht in Namibia zugelassen ist. Südafrikanische Autovermieter haben mitunter Fahrzeuge mit namibischen Kennzeichen in ihrer Flotte, die dann nicht bezahlen müssen. Die Quittung für die Gebühr, die man an der Grenze entrichtet, muss mitgeführt und bei Polizeikontrollen sowie bei der Ausreise vorgezeigt werden.

Unterkunft

In Namibia herrscht kein Mangel an stilvollen und interessanten Übernachtungsmöglichkeiten – von Luxushotels über exklusive, teilweise sehr teure Lodges bis hin zu kleinen, gemütlichen Guesthouses und Bed-&-Breakfast-Herbergen. Unter den Websites der Touristen-Informationen lassen sich unter ›Accomodation‹ weitere Unterkünfte aller Preisklassen finden. Diese werden meist auch im Foto gezeigt, sodass man sich im Internet ein Bild vom jeweiligen Quartier machen kann. Sinnvoll ist es, sich vor der Reise den jährlich neu aufgelegten Namibia Accomodation Guide for Tourists zu besorgen, der beim namibischen Fremdenverkehrsamt in Frankfurt/Main kostenlos erhältlich ist. Dort sind alle Unterkunftstypen und -preise aufgelistet. 

Hotels

Hotels findet man in den Städten und größeren Ortschaften des Landes. Ausstattung und Service entsprechen den internationalen Standards. Ein Swimming Pool ist meist vorhanden. Größere Hotels gibt es in Windhoek, Lüderitz, Swakopmund und Ondangwa. Doppelzimmer mit Frühstück kosten zwischen 800 und 1600 N$. Zimmer oder Häuschen für Selbstversorger 270 bis 400 N$.

Pensionen, B & B und Guesthouses

Diese privaten Unterkünfte werden meist von ihren Besitzern selbst geführt und verfügen nur über wenige Zimmer. Manchmal sind sie in historischen Gebäuden untergebracht. Bed & Breakfast-Unterkünfte (DZ mit Frühstück) kosten zwischen 500 und 1100 N$, je nach Lage und Ausstattung.

Lodges

Von rustikal bis luxuriös reicht der Charakter der über das Land verstreuten Lodges, die sich in aller Regel durch ein besonderes Ambiente, besten Service und eine gute Gastronomie auszeichnen. Am schönsten sind die meist wunderbar dekorierten und einsam gelegen Lodges, wo Gäste entweder in luxuriösen Zelten oder frei stehenden Häuschen untergebracht sind. Im Übernachtungspreis sind alle Mahlzeiten enthalten und meist ein bis zwei Aktivitäten pro Tag, wie Ausritte, Pirschfahrten mit Ranger im offenen Geländewagen oder begleitete Quadbike-Trips. Je nach Lodge zahlt man hier für zwei Personen zwischen 1200 und 7500 N$. Die größte Auswahl an stilvollen Lodges in Namibia (insgesamt zwölf) und Botswana (insgesamt 21) hat der Veranstalter Wilderness Safaris im Angebot. Alleine im Gebiet von Sossusvlei werden vier verschiedene exklusive Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. Die ausführliche Website in deutscher Sprache mit Detailfotos aller Camps und Lodges ist einen längeren Besuch wert. Wilderness Safaris Namibia, Windhoek, Tel. 061- 27 45 00, Fax 23 94 55, info@nts.com.na, www.wilderness-safaris.com

Aktivsport

In Swakopmund wird vom Gleitschirmfliegen bis zum Sandboarding in den Dünen vieles geboten. Mit meist blauem Himmel ist Namibia ein ideales Land zum Ballonfahren, was sich vor allem in der Namibwüste über den Dünen von Sossusvlei anbietet.

Enduro- und Motorradtouren

Aufgrund der hohen Versicherungsprämien können in Namibia derzeit keine Motorräder gemietet werden. Biker müssen in Südafrika ein Motorrad mieten und dann über Land einreisen. Der Deutsche Ralf Möglich organisiert mit seiner Firma Gravel Travel in Namibia Endurotouren auf speziell für den Wüsteneinsatz modifizierten Yamaha XT 600. Gefahren wird nach Roadbook und mit Begleitfahrzeug.

Gravel Travel, Infos in Deutschland: Tel. 058 22-17 17, Fax 058 22-94 68 10, info@graveltravel.de oder gravel@iafrica.com.na, www.gravel-travel.de.

Karoo-Biking: Observatory, Cape Town, Tel: 021-447 47 59, Fax 021-447 47 58, Mobil: 082-533 66 55, info@karoo-biking.de, www.karoo-biking.de, Informationen und Reservierung in Deutschland unter Tel. 0221-355 33 20 02. Das Unternehmen veranstaltet geführte BMW-Motorradtouren zwischen Kapstadt und Windhoek unter deutscher Leitung. Auch die Ausarbeitung individueller Touren mit dem Mietmotorrad ist möglich.

Golf

Golf könnte man aufgrund der oft gewaltigen Hitze in Namibia fast zu den Abenteuer- Sport arten zählen, speziell wenn man auf einem der Wüstenplätze mit Dünen im Hintergrund spielt. Die zwei bekanntesten Kurse sind: Windhoek Country Club, Tel. 061-205 59 11, www.legacyhotels.com und bei Swakopmund der Rossmund Golf Course, Tel. 064-40 56 44, rossmund@iafrica.com.na, der ursprünglich für Minenarbeiter gebaut wurde, aber nun auch Besuchern offensteht. Der Kurs ist einer von fünf registrierten Ganzgras- Wüstengolfplätzen der Welt. Es gibt nur zwei 18-Loch-Grasplätze in Namibia, beide sind anspruchsvoll. Schläger können gemietet werden, in den Clubhäusern gibt es Bars und Restaurants.

Über diese und weitere Golfplätze in Windhoek, Swakopmund, Henties Bay, Walvis Bay, Lüderitz, Tsumeb, Oranjemund und Katima Mulilo informiert die Namibia Amateur Golf Union, P. O. Box 2989, Windhoek, Tel. 061-23 50 79, Fax 293 31 78.

Jagen

Die Jagd ist für Namibia ein wichtiger Devisenbringer. So wird das Wild, vor allem das jagdbare, zu einer zunehmend wertvollen Ressource. Die Namibia Professional Hunting Association (NAPHA, P. O. Box 11291, Windhoek, Tel. 061-23 44 55, Fax 22 25 67) ist davon überzeugt, dass die Jagd notwendig ist, um ein intaktes Ökosystem zu erhalten.

Namibia hat ein strenges Jagdgesetz. Niemand darf ein Tier fangen oder töten, ohne die Erlaubnis dafür zu besitzen. Trophäentiere dürfen nach bestimmten Quoten geschossen werden. In diese Kategorie fallen: Elefanten, Breitmaulnashörner, Löwen, Büffel, Leoparden, Geparde, alle Antilopen (einschließlich speziell geschützter Arten wie Schwarzgesichtiges Impala oder Kirkdikdik) und das geschützte Hartmann’s Zebra. Die Jagdsaison für jagdbares Wild auf Farmen beschränkt sich auf Juni und Juli. Die schriftliche Einwilligung des Farmers, auf dessen Land gejagt wird, muss vorher eingeholt werden. Er entscheidet auch darüber, welche Tiere gejagt werden und wie hoch die Abschussprämie ausfällt. Die am häufigsten gejagten Tiere sind Warzenschweine, Springböcke, Kudus und Oryxantilopen.

Trophäenjäger dürfen außerhalb der Saison, außer im Dezember und Januar, auf die Jagd gehen, wenn sie das permit durch einen registrierten professionellen Jäger oder Jagdführer erworben haben. In Namibia gibt es einige spezielle Jagdfarmen. Wildvögel wie Frankoline, Perlhühner, Wild enten und -gänse, Wachteln und Flughühner sind während der Vogeljagdsaison im August und September zum Abschuss freigegeben.

Touren auf Quadbikes

Quadbikes, Fourwheeler oder ATVs sind kleine, einsitzige Fahrzeuge mit vier dicken, grobstolligen, mit wenig Luft gefüllten Reifen. Gas gegeben wird mit einem kleinen Hebel am rechten Lenkerende, die Gänge werden meist ohne Kupplung automatisch geschaltet. Selbst Unerfahrene haben den Dreh schnell heraus. Viele namibische Veranstalter bieten Touren an, meist durch die Dünen. Dank der weichen Reifen hinterlassen die Quadbikes kaum Spuren. Ranger wachen darüber, dass die Natur nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Veranstalter in Swakopmund (Desert Explorers, 2 Woermann Street, Rafters Action Pub Building, Tel. 064- 40 60 96, swkadven@iafrica.com.na, http://swakop.com/ADV/) und Walvis Bay (Kuiseb Delta Adventures, Tel. 063-2025 50, fanie@kuisebonline.com, www.kuisebonline.com) fahren zu versteckt gelegenen Plätzen, die sie regelmäßig neu auskundschaften. Zu sehen bekommt man dabei so spektakuläre Szenerien wie fast 2000 Pferdeskelette, die der Wind für kurze Zeit freigelegt hat.

Einige Lodges wie Le Mirage oder die Sossusvlei Desert Lodge bieten Quadbike-Trips an, bei denen die Gäste deutlich mehr gefordert sind. Sundowner auf dem Dünenkamm gibt es trotzdem.

Wassersport

Es gibt mehrere Anbieter, die entlang der Küste in Lüderitz, Walvis Bay und Swakopmund Bootstouren auf dem offenen Ozean anbieten, um Delfine, Robben und Pinguine zu beobachten (siehe entsprechende Kapitel). In der Lagune von Walvis Bay gibt es Sea Kayaking für Selbstfahrer, ideal zur Vogel - beobachtung und natürlich auch, um Delfine und Robben nahe zu kommen.

Wer Wildwasser mag, bucht eine Rafting-Tour auf dem Sambesi, dem Kunene oder dem Orange River, wobei in den beiden ersten Krokodile leben. Geruhsam sind dagegen die mehr tägigen Kanutouren auf dem Orange River, wo man hervorragend Vögel beobachten kann. Eine vier- bis fünftägige Tour kostet etwa 2500 N$. Fast alle Anbieter haben ihre Büros im südafrikanischen Kapstadt.

Die Atlantikküste Namibias ist ein attraktives Revier für Freizeitangler und Hochseefischer; Infos: West Coast Angling & Tours, 9 Roon St., Swakopmund, Tel. 064-40 32 77, Fax 40 25 32.

Einkaufen

Township-Art

Typisch für Namibia ist die Township-Art, aus Blechabfällen, Draht und Plastik gefertigte, originelle Dekoartikel und Schmuckstücke. In den Townships handbedruck te Stoffe gibt es meterweise oder bereits verarbeitet als Kissen oder Hemden.

Diamanten

Seit über 100 Jahren werden Diamanten in Namibia abgebaut, aber erst seit 1999 werden sie dort auch poliert und seither unter dem Banner Namibian Manufactured Fine Diamond vertrieben. Diamanten sollten nur bei lizensierten Händlern erworben werden. Es ist illegal, ungeschnittene Rohdiamanten in Namibia zu kaufen.

Wollprodukte

Bekannt ist Namibia für die Wollprodukte seiner robusten, wüstenerprobten Karakulschafe, die als Bekleidung und Teppiche, meist mit schönen afrikanischen Mustern und Motiven, im Angebot erhältlich sind. Sie werden unter ihrem Handelsnamen Swakara (South West African Karakul) verkauft. Die Weber sitzen in Dordabis und Karibib.

Elfenbein

Elfenbein- und Schlangenhautprodukte sind freiverkäuflich, deutlich günstiger als in Europa, wo sie allerdings nicht eingeführt werden dürfen. Auch wenn es Ihnen angeboten werden sollte, verzichten Sie darauf, Produkte zu kaufen, die aus Elfenbein oder anderen Teilen vom Elefant gefertigt sind. Dieser unterliegt wie zahlreiche andere Tiere dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Spätestens beim Zoll in Deutschland werden solche Käufe beschlagnahmt. Auch alle Felle gefleckter Katzen sind tabu.

Souvenirs

Beliebte Mitbringsel sind Halbedelsteine, Schmuck, Kunsthandwerk der verschiedenen Stämme wie die hübschen Herero-Puppen, Lederwaren wie Schuhe und Handtaschen aus Kuduleder oder Bettvorleger aus Springbockhäuten. Halbhohe Schuhe aus stabilem und bequemem Oryx- und Kuduleder trägt in Namibia fast jeder Ranger und Tourguide – ein ungewöhnliches Mitbringsel. Holzschnitzereien von den Kavango aus dem Caprivi-Streifen gibt es in Windhoek, Okahandja und Katima Mulilo zu kaufen. Beim Namibia Crafts Centre in Windhoeks Tal Street bekommt man kostenlos die Arts & Crafts Map mit Informationen und Adressen zu etwa 100 verschiedenen Künstlern. In Windhoek gibt es einige sehr gute Kunsthandwerkläden mit authentischen, afrikanischen Stücken, die teilweise sehr alt sind. Die Preise sind entsprechend hoch.

Mehrwertsteuer-Rückerstattung

Touristen bekommen die in Namibia bezahlten 15 % Mehrwertsteuer (VAT) bei der Ausreise am Hosea Kutako International Airport und an den Grenzposten Noordoewer und Ariamsvlei per südafrikanischem Rand- Scheck zurückerstattet. Vor dem Einchecken geht man mit den Rechnungen und den erworbenen Gütern zu dem ausgeschilderten VAT Refund Office, wo nach einer Stichproben-Kontrolle ein Rand-Scheck über den Mehrwertsteuer-Rückerstattungsbetrag ausgestellt wird.

Es gibt dabei allerdings einiges zu beachten: Mehrwertsteuer gibt es nur für Güter zurück, die tatsächlich ausgeführt werden, also Bücher, Kleidungsstücke, Schmuck, Diamanten, Kunsthandwerk usw., nicht für Restaurant-, Hotel- oder Mietwagen- Rechnungen. Die erworbenen Güter müssen bei der Ausreise vorzeigbar sein, dürfen also nicht im Hauptgepäck verstaut sein. Zurückerstattet wird ab einem Gesamt-Einkaufspreis von 250 N$. Zu jeder Ware muss eine Steuerrechnung (tax invoice) vorliegen, die der Verkäufer ausstellt. In der Rechnung müssen aufgeführt sein: das Wort Steuerrechnung (tax invoice), Preis der Güter, Mehrwertsteuerbetrag, VATNummer, Name und die Adresse des Verkäufers, eine genaue Beschreibung der gekauften Güter, Steuerrechnungsnummer und Ausstellungsdatum. Bei Waren, deren Wert 500 N$ übersteigt, müssen Name und Adresse des Käufers auf der Rechnung erscheinen. Was im ersten Moment kompliziert klingt, ist bei den meisten Verkäufern mittlerweile Routine, und der Aufwand lohnt sich, vor allem für Shopping-Fans.

Reisewetter

Namibias Klima ist gekennzeichnet durch ein heißes, trockenes Inland und eine kühlere Atlantikküste sowie zwei ausgeprägte Jahreszeiten: die trockene Zeit (Mai–Sept.) mit 20 bis 25 °C am Tag und kühlen bis kalten Nächten sowie die warme, regenreiche Zeit (Okt.– April) mit Temperaturen von 30 bis 40 °C. Die heftigsten Niederschläge fallen in der heißesten Zeit (Jan.–März) – der ungünstigsten Zeit für einen Namibia-Trip. Die Victoria-Fälle führen im März und April das meiste Wasser, lassen sich dann wegen der hohen Gischt aber nur vom Flugzeug aus komplett erfassen. Am niedrigsten ist der Wasserstand im November und Dezember, dann sind Spaziergänge bis an den Rand der Fälle möglich. Charakteristisch für das Klima Namibias sind lange Dürreperioden, die oft urplötzlich von heftigen Regenfällen unterbrochen werden, die Trockenflussbetten (riviere) in reißende Ströme verwandeln können. Deshalb campen Namibier nie in Trockenflussbetten. In den Schulferien sind Unterkünfte stark gebucht, was eine frühzeitige Reservierung notwendig macht. Die Hauptferienzeit liegt zwischen Anfang Dezember und Mitte Januar.

Namibia: Klima

Tagestemperaturen in °C

  1. Jan 30
  2. Feb 29
  3. März 27
  4. April 26
  5. Mai 23
  6. Juni 20
  7. Juli 20
  8. Aug 23
  9. Sept 26
  10. Okt 29
  11. Nov 30
  12. Dez 31

Nachttemperaturen in °C

  1. Jan 17
  2. Feb 16
  3. März 15
  4. April 13
  5. Mai 9
  6. Juni 7
  7. Juli 6
  8. Aug 9
  9. Sept 12
  10. Okt 15
  11. Nov 16
  12. Dez 17

Sonnenschein Stunden/Tag

  1. Jan 9
  2. Feb 8
  3. März 8
  4. April 9
  5. Mai 10
  6. Juni 10
  7. Juli 10
  8. Aug 10
  9. Sept 10
  10. Okt 10
  11. Nov 10
  12. Dez 10

Niederschlag Tage/Monat

  1. Jan 8
  2. Feb 9
  3. März 8
  4. April 4
  5. Mai 1
  6. Juni 0
  7. Juli 0
  8. Aug 0
  9. Sept 0
  10. Okt 2
  11. Nov 4
  12. Dez 5

Gesundheit

Impfungen

Für Namibia sind keine Schutzimpfungen vorgeschrieben.

Versicherungen

Zusätzlich zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung sollte auf jeden Fall eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen werden. Die Kosten für ärztliche Behandlungen liegen deutlich unter denen in Mitteleuropa.

Gesundheitsrisiken und Vorsichtsmaßnahmen

Das Land ist fast frei von tropischen Krankheiten, lediglich Besucher der nördlichen Landesteile sowie Botswanas und Sambias sollten sich der Gefahren durch Malaria bewusst sein. Während der Regenzeit ist Malaria ein Problem, vor allem im Norden (Kaokoveld, Damaraland, Ovamboland, Etosha, Kaudom und Caprivi), im Okavango-Delta und an den Victoria-Fällen. Die Einnahme der sehr starken Kombinationspräparate mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen ist umstritten. Vor allem deshalb, weil keine Prophylaxe einen 100%-igen Schutz bietet. Wenn dann trotz einer Vorbeugung Malaria ausbrechen sollte, ist sie schwieriger zu diagnostizieren und zu heilen.

Der mechanische Schutz wird viel stärker propagiert als früher, d.h. die Vermeidung von potenziell ansteckenden Insektenstichen. Zu diesem Zweck sollte man besonders in der Dämmerung langärmelige Hemden und lange Hosen tragen, am besten in hellen Farben. Bewährt hat sich auch das Abbrennen von sogenannten Moskito-Spiralen (außerhalb geschlossener Räume). In Räumen hilft Tea Tree- oder Lavendel-Öl in einer Duftlampe, außerdem ein paar Tropfen auf die Bettdecke und die Glühbirnen. Regelmäßige Einnahme von Knoblauchpillen reduziert Stiche ebenfalls, da die Moskitos den Geruch der Haut dann nicht mögen. Schlafen sollte man unter einem klassischen Moskitonetz.

Wer keine Prophylaxe betreibt, sollte etwa zehn Tage bis sechs Monate nach der Rückkehr aus einem gefährdeten Gebiet auf Symptome wie Gliederschmerzen, Schnupfen, Erkältung, Fieber usw. achten. Treten diese auf, sofort ein Tropeninstitut konsultieren und Malariaverdacht äußern, damit sehr schnell Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Innerhalb von 48 Stunden nach dem Eintreten der ersten Symptome ist Malaria völlig problemlos zu heilen. Grundsätzlich sollte jeder Tourist vor der Reise das Malaria-Risiko zusammen mit seinem Hausarzt erwägen. Seit einiger Zeit kann man in namibischen und südafrikanischen Apotheken einen einfachen Malaria-Selbsttest kaufen. Das spart die zeitaufwendigen und teuren Krankenhaus- Bluttests. Fällt der Test unterwegs positiv aus, nimmt man die beigefügten Tabletten ein und konsultiert sofort nach der Reise einen Arzt.

Bilharziose (bilharzia) wird durch einen Parasiten übertragen, der im Wasser lebt und Darm, Blase sowie andere Organe von Säugetieren, einschließlich Menschen, befallen kann. Nur im äußersten Nordosten Namibias (Caprivi) besteht Bilharziose-Gefahr, und zwar nur in der Nähe menschlicher Siedlungen. Man sollte also weder Wasser trinken, das unterhalb eines Dorfes fließt, noch darin baden oder sich damit waschen. Die Bilharziose-Symptome zeigen sich nach etwa sechs Wochen, eingeleitet durch eine gewisse Lethargie und Schwäche nach zwei bis drei Wochen. Bei Blut im Stuhl oder Urin unbedingt einen Arzt aufsuchen! Die Krankheit ist dann leicht und schnell heilbar.

Die Schlafkrankheit (sleeping sickness) wird durch einen Parasiten verursacht, der auf Menschen durch den Stich einer infizierten Tsetsefliege übertragen wird. Das Insekt ist etwas größer als eine Stubenfliege und sieht aus wie eine Pferdebremse. Aufgrund ihrer harten Körper lassen sich die Insekten nur schwer zerquetschen. Wie Bilharziose kommt die Schlafkrankheit nur im äußersten Nordosten Namibias (Caprivi) vor. Selbst dort ist sie durch häufiges Sprühen von Insektiziden sehr selten. Stiche können durch Tragen langärmeliger Hemden und langer Hosen in dunklen Farben und Auftragen von Insektenschutzmitteln vermieden werden. Nicht jeder der schmerzhaften Bisse führt zum Ausbruch der Krankheit. Sollte die Stelle allerdings anfangen sich zu entzünden oder sollten Symptome wie Lymphknotenschwellungen und starke Kopfschmerzen auftreten, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Arzt und Apotheken

Der Standard der ärztlichen Versorgung in den größeren Städten Namibias ist gut. In Windhoek gibt es zwei private Krankenhäuser mit Weltstandard. Die ärztliche Ausbildung ist ebenfalls auf Weltniveau. 90 % aller Notfälle können in Windhoek versorgt werden, die restlichen 10 % in Südafrika. 24 Stunden täglich im Einsatz sind Med Rescue International, ein medizinischer Flugrettungsdienst für das südliche Afrika, sowie die lokale Firma Aeromed Namibia, die mit dem weltgrößten Rettungsdienst, Europ Assistance, zusammenarbeitet. Der Service erstreckt sich bis in die entlegensten Landesteile und evakuiert Patienten mit Flugzeugen, Hubschraubern oder Ambulanzwagen. Versicherer in Deutschland arbeiten mit diesen Firmen zusammen. Apotheken heißen in Namibia chemists und finden sich praktisch in jedem größeren Ort. Alle wichtigen, internationalen Arzneimittel sind erhältlich, meist zu günstigeren Preisen als in Europa. Dennoch sollte man Medikamente, die man ständig braucht, von zu Hause mitbringen. Malariamittel sind frei verkäuflich in der Apotheke zu erhalten. In Namibia sind alle aus Europa gewohnten Medikamente erhältlich, es gelten die strengen Standards der amerikanischen Food and Drug Organisation. Importierte Medikamente werden vom lokalen Drug Control Board streng überwacht. Blutkonserven sind absolut sicher, sie unterliegen strengsten Untersuchungen und Kontrollen.

Wasser

Überall in Namibia kann das Wasser aus den Leitungen bedenkenlos getrunken werden.

Sicherheit

Namibia gilt nach wie vor als relativ sicheres Reiseland. Vorsicht sollte man lediglich abends in Windhoek, Swakopmund und Lüderitz walten lassen: Besser ohne Schmuck und Handtasche ins Restaurant gehen oder gleich mit dem Auto bis vor das Restaurant fahren bzw., wenn möglich, ein Taxi nehmen. Diebstähle und Raubdelikte gegen Touristen – vor allem Einzelreisende – nehmen in letzter Zeit zu. Von Spaziergängen in der Dunkelheit ist abzuraten. Die Autodiebstahlrate ist sehr hoch. Viele Vermieter geben deshalb eine Lenkradkralle mit, die immer angelegt werden sollte, wenn man den Mietwagen verlässt. Von Überlandfahrten während der Dunkelheit wird abgeraten. Neben erhöhter Gefährdung durch kriminelle Übergriffe besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen unbeleuchtet abgestellter Fahrzeuge und auf der Straße befindlicher Tiere. Vorsicht ist bei den kleinen, unbewirtschafteten Rastplätzen entlang der Landstraßen angebracht, wo es wiederholt zu Überfällen auf Touristen gekommen ist.

Wichtig ist, nicht als unbeholfener Tourist aufzufallen, wenn man durch eine Stadt läuft. Entgegenkommende Leute fixieren und anlächeln. Eine Route vorher festlegen, nicht unterwegs ständig in den Stadtplan starren. Wenn man sich verlaufen hat, ins nächste Café oder Geschäft gehen und dort nach dem Weg fragen. Wertgegenstände nicht offen tragen, sondern in einer zusammengeknüllten Plastiktüte oder in einem kleinen Rucksack. Falls es wirklich zu einem Überfall kommt, sollte man ein oder zwei Zehn-Dollar-Scheine lose in der Tasche haben und diese widerstandslos herausgeben, meist rennen die jugendlichen Täter damit sofort weg. Man sollte nachts nicht in abgelegene Gebiete und nicht mit unverschlossenen Fenstern und Türen fahren (besser ein Taxi zum Restaurant und zurück nehmen). 

wichtige Notrufnummern

Ambulanz (jeweils Vorwahl 061): Zentralkrankenhaus Windhoek Tel. 203 91 11, Städtische Ambulanz Tel. 203 22 70, Staatskrankenhaus Tel. 203 91 11, Medi-Clinic Tel. 22 26 87, Feuerwehr Tel. 21 11 11, Polizei Tel. 101 11.
Landesweiter Notruf: Tel. 101 11 und 110 23; Standort angeben, dann nach der örtlichen Polizeinummer (local emergency police number) fragen.

Essen und Trinken

Die namibische Küche

In Namibia haben es Vegetarier nicht ganz einfach. Fleisch steht bei der Nahrungsaufnahme an erster Stelle und kommt besonders gerne gegrillt auf den Teller. Neben Rind wird viel Wild serviert, von Kudu über Springbock bis Strauß. Die Küche ist international, da und dort mit der des afrikanischen Kontinents fusioniert. Die vielen Bevölkerungsgruppen, die sich mit der Zeit in Namibia niedergelassen haben, brachten natürlich alle ihre Spezialitäten mit. Italiener ihre Pasta und Pizze, nicht zu vergessen Espresso und Cappuccino, Deutsche Weißwürste, Frikadellen, Sauer- und Rotkraut, Wurst, Brötchen und nach dem deutschen Reinheitsgebot gebrautes Bier, Portugiesen knoblauchhaltige Fischspezialitäten usw.

Es gibt allerdings auch so etwas wie eine namibisch-südafrikanische Küche mit typischen Gerichten, die oft ›kapmalaiische Küche‹ (Malay food) genannt wird und für europäische Gaumen in der Regel etwas gewöhnungsbedürftig ist. Hier sind zunächst die bredies zu nennen, Eintopfgerichte mit Hammelfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Gemüse. Dann gibt es die raffiniert gewürzten boboties und leckere Desserts wie melktart. Dabei handelt es sich um eine Art burischen Käsekuchen, der mit Zimt bestreut wird. Beliebt ist Seafood (Fisch und Meeresfrüchte) in allen Variationen und natürlich Fleisch, mit Vorliebe von hier und in Südafrika und Botswana aufgewachsenen, garantiert BSE-freien Rindern. Im Land erzeugt und in den Restaurants frisch serviert wird neben Rind- auch Hammelfleisch. An Wild (venison) gibt es Strauß (ostrich), Kudu, Warzenschwein (warthog), Springbock, Oryx- und Elenantilope, Zebra und Fasan (guinea fowl), an Seafood Kabeljau (cob), Felshummer (crayfish) und Austern (oysters).

Namibianer sind wie die Südafrikaner echte Grillfanatiker. Fast alles, was sich bewegt, kommt auf den Rost. Barbecue wird hier Braai genannt und ist für Schwarz und Weiß eine fast kultische Handlung – und Sache der Männer. Wer nicht an einem traditionellen Braai teilgenommen hat, war nicht wirklich in Namibia. Gleichermaßen bei Schwarzen, Coloureds und Weißen beliebt, kommen beim Grillen sowohl Fleisch als auch Fisch auf den Rost, eine Spezialität sind die lecker gewürzten Bratwürste (boerewors). Dazu wird pap mit Sauce serviert, ein fester Maisbrei, der aussieht wie Kartoffelbrei.

Als Snacks für zwischendurch bieten sich an: das südafrikanische biltong (in Streifen getrocknetes, stark gewürztes Fleisch vom Rind, Springbock, Strauß oder anderen Tieren), droëwors (getrocknete und gewürzte Würste) oder deutsche Landjäger. Eine traditionelle Spezialiät sind potjiekos (sprich: ›boykies‹), im schmiedeeisernen, dreibeinigen Topf über dem offenen Feuer gegarte, gut gewürzte Eintöpfe mit Fleisch, Huhn oder Fisch. Typisch deutsche Spezialitäten wie Salamis und andere Arten von Würsten gehören genauso zur namibischen Küche wie die gut 20 im Land erhältlichen Brotsorten und die diversen Kuchen und Torten, wie die wahrscheinlich nirgendwo in Afrika authentischer schmeckende Schwarzwälder Kirschtorte.

Zum Frühstück gibt es Brötchen – die überall im Land auch so genannt werden –, belegt mit Käse, Eiern, Fleisch oder Salat. Trüffel, eine saisonale Spezialität, wachsen nach ausgiebigen Regenfällen und haben einen feinen nussigen Geschmack. Eine andere saisonale Spezialität sind die amajowas, große Pilze mit langen Wurzeln, die am Fuß von Termitenhügeln wachsen – und zwar nur im Februar, direkt nach dem Regen. Wer sie sammeln möchte, muss schnell sein, denn Antilopen mögen die Pilze mindestens genauso gerne wie Köche. Wagemutige sollten sich nicht scheuen, einmal – der tosende Beifall von Einheimischen ist ihnen garantiert – mopane caterpillar zu probieren, knallgelbe, dicke Würmer, die sich hauptsächlich von den Blättern des Mopanebaumes ernähren. Der proteinreiche Snack gehört zur Basisnahrung der Bevölkerung im Caprivi-Streifen und in Simbabwe. Er wird normalerweise über dem offenen Feuer geröstet oder zum späteren Verzehr sonnengetrocknet. In Restaurants ist er mit verschiedenen Saucen im Angebot. 

Einige amerikanische Fast-Food-Ketten, allen voran Kentucky Fried Chicken (KFC), haben die Vororte der Städte und die Shopping Malls erobert, das südafrikanische Hamburger-Schnellrestaurant heißt Wimpy (www.wimpy.co.za).  Leckere Hühnergerichte bekommt man in den Filialen von Nando’s Chicken. 

Im Restaurant

In den meisten namibischen Restaurants gilt wie in Südafrika ›Wait to be seated‹, das heißt, man setzt sich nicht selbst an einen scheinbar freien Tisch, sondern wird dort hingebracht und erhält gleich eine Speisekarte. Danach kommt die Bedienung, stellt sich vor und nimmt die Getränkebestellung auf. Sind diese serviert, erklärt sie die ›Specials‹, Gerichte, die nicht auf der Karte stehen oder gerade sehr zu empfehlen sind. Abends trägt man in Restaurants keine Shorts und T-Shirts. Vor allem in den populären Lokalitäten der größeren Städte ist zum Abendessen eine vorherige Reservierung dringend angeraten. Oft kann der eigene Wein mitgebracht werden. Es wird dann eine geringe corkage fee, eine Entkorkungsgebühr, berechnet. Das Trinkgeld (10–15 %, je nach Service-Qualität) ist normalerweise nicht im Rechnungsbetrag enthalten. Mit wenigen Ausnahmen: An manchen, eher touristischen Orten werden 10 % Bedienungsgeld am Ende auf die Rechnung gesetzt. Erfreulicherweise haben viele Gaststätten mittlerweile Raucherund Nichtraucher-Sektionen, was bis vor wenigen Jahren keineswegs üblich war.

Getränke

Wer nach Namibia reist, wird automatisch mit den zahlreichen in Südafrika angebauten weißen und roten Tropfen konfrontiert, wobei die Spannbreite vom einfachen Tafelwein bis zu Weltklasse-Weinen reicht. Wer sich etwas intensiver mit den Weinen auseinandersetzen möchte, kommt nicht um den ›Platter‹ herum. Er gilt mit Recht als die vinikulturelle Bibel Südafrikas. Das Büchlein erscheint jährlich neu. Regelmäßige Updates finden sich auf der Website www.platterwineguide.co.za.

Bierfreunde kommen in Namibia mühelos auf ihre Kosten. Sehr gut sind die Biere der Namibian Breweries, die ihr Windhoek-Bier seit Jahren nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 brauen. Es gibt vier Sorten: Windhoek Lager, Export, Special und Light. Außerdem wird dort das deutsche Holsten-Bier in Lizenz gebraut und verkauft. In Swakopmund wird das ebenfalls sehr süffige Hansa-Bier gebraut. Wer vor einem Restaurant die Ypsilons zählt, weiß schon vorher, was er später zu trinken bekommt: Y Bier nur zum Essen YY Wein und Bier werden verkauft YYY volle Alkohol-Lizenz

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