Quebrada de Humahuaca

Landschaftliche Highlights, San Salvador de Jujuy


San Salvador de Jujuy, Argentinien
Informationen zu Quebrada de Humahuaca:

Am Eingang des Flusstals, in der beeindruckenden Schlucht Quebrada de Humahuaca, beginnt das Reich Pachamamas. Eine Kette kleiner Indianerdörfer und die Reste inkaischer Festungen lassen erahnen, wie das Leben der Indianer in den Kolonialstädten einst ausgesehen haben mag. Die Ruta Nacional 9, die sich durch das langsam ansteigende Tal schlängelt, war im 17. Jh. die Hauptverkehrsader zu den reichen Minen Potosís und noch früher der Königsweg der Inkas. Tumbaya, das erste der Indianerdörfer, zählt 150 Ew., die auf 2100 m Höhe von der Weidewirtschaft leben. Am 15. September feiern sie in ihrer freskenverzierten, kleinen Kirche den Tag ihrer Schutzpatronin Virgen de los Dolores mit einer farbenfrohen Prozession. Hinter Tumbaya beginnt zwischen den roten Felsen die Kakteenwüste. Im Dorf Purmamarca bietet eine Übernachtung im Hotel El Manantial del Silencio die Gelegenheit, die stille Größe der Berglandschaft zu genießen. Am Fuß der bunt gestreiften Felswände des Cerro de los Siete Colores ducken sich die kleinen Häuser aus Lehm und Kaktusholz. Die schlichte Kirche von 1648 wird von einem noch älteren Johannisbrotbaum überschattet. Hier findet nachmittags ein bunter Indianermarkt statt. Es gibt gemahlene Gewürze, besonders scharfe Chilischoten und auch Kokablätter zu kaufen. Daneben werden Pullover, Ponchos, Decken und schöne Keramikarbeiten angeboten. Wenige Kilometer weiter gelangt man nach Tilcara (14 000 Ew.) auf 2460 m Höhe mit den Resten der alten Inkafestung El Pucará de Tilcara, deren Grundmauern sich über einen Bergrücken im Süden des Orts ziehen. Dem Wind ausgesetzt, überblickt man von der Pucará aus das gesamte Tal. Einige Behausungen sind originalgetreu mit Kaktusholz und Quadersteinen wieder aufgebaut worden. Zwischen Tilcara und dem nächsten Dorf Huacalera verläuft der Wendekreis des Steinbocks. In Uquía befindet sich in der kleinen Kirche von 1691 der älteste Altaraufsatz der Region. Am 3. Mai (Día de la Cruz) wird hier der Schutzpatron, San Francisco de Padua, pompös gefeiert. Inzwischen ist die Straße auf 2939 m angestiegen und erreicht den aus dem 16. Jh. stammenden Ort Humahuaca. 18 000 Menschen leben hier. Die schmalen Gassen und traditionell schlichten Häuser aus Adobe und Kaktusholz werden von einem kolossalen Denkmal zur Unabhängigkeit überragt. Zwischen den verwinkelten Häuserzeilen liegt Kopfsteinpflaster. Im Museo Torres Aparicio findet man eine reiche archälologische Sammlung der Indianerkulturen, die die Region bevölkerten, bevor die Spanier hier einen bedeutenden Handelsstützpunkt ausbauten. Auf dem Indianermarkt werden wertvolle Wandteppiche und Masken aus Kaktusholz angeboten. Durch die Quebrada de Humahuaca kommt man am besten mit dem Mietwagen. Verschiedene Buslinien verbinden jedoch auch alle Ortschaften untereinander und von San Salvador de Jujuy aus. Und bei schwierigen Wegstrecken, wie der Zufahrt zum Bergdorf Iruya auf der RP 13, die 25 km nördlich von Humahuaca ostwärts abzweigt, bevorzugen es viele Fahrer, sich der Erfahrung des Busfahrers anzuvertrauen.

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