Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Di, 18 Mai 2021 15:02:14 +0200 Di, 18 Mai 2021 15:02:14 +0200 TYPO3 EXT:news Keine Tickets mehr im Zug /reise-news/detail/keine-tickets-mehr-im-zug.html Solveig Michelsen 5729 20210224T100200 So bequem geht das nur bei der Deutschen Bahn: spontan in den Zug steigen, Zugbegleiter aufsuchen und das Ticket an Bord nachlösen. Diese Option soll nun abgeschafft werden – die einzige Alternative für Spontanreisende ist eine digitale Lösung: Fahrkartenkauf per App.

Bislang ist es noch möglich, eine Fahrkarte im Zug nachzulösen, wenn es für einen Kauf am Automaten (der war vielleicht defekt) oder an einem Schalter (mit vielleicht zu langer Schlange) nicht gereicht hat. Zwar für einen deftigen Aufpreis von 17 Euro, aber immerhin wird man damit nicht gleich zum Schwarzfahrer.

Diese Option, die ursprünglich schon zum 1. Oktober diesen Jahres abgeschafft werden sollte, soll nun ab 1. Januar 2022 entfallen. Damit möchte die Deutsche Bahn die Kontakte im Zug reduzieren und den Fahrkartenkauf digitaler machen. Die Alternative nämlich lautet: eigener Fahrkartenkauf per App. Dieser soll bereits ab 1. April 2021 im Fernverkehr bis zu zehn Minuten nach Fahrtbeginn getätigt werden können – was denjenigen entgegenkäme, die buchstäblich in letzter Sekunden auf den Zug aufspringen mussten. Auch die lästige Zusatzgebühr würde damit entfallen.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG sieht dabei allerdings eine Menge Konfliktpotenzial zwischen Fahrgast und Zugbegleiter, zumal Letztere angeblich mit 3 Euro an jeder Fahrpreisnacherhebung beteiligt sein sollen. Außerdem setzt der Erwerb einer Fahrkarte über die Bahn-App den Besitz eines Smartphones voraus – und den versierten Umgang damit.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Aleksandar Malivuk, Shutterstock Wer zukünftig die Fahrkarte erst an Bord kaufen möchte muss schnell sein – und digital. Wer zukünftig die Fahrkarte erst an Bord kaufen möchte muss schnell sein – und digital.
High Tech auf dem Wasser: selbstfahrende Fähren /reise-news/detail/high-tech-auf-dem-wasser-selbstfahrende-faehren.html Solveig Michelsen 5717 20210122T111600 Die Norweger sind ein Volk der Seefahrer. Nicht nur aus diesem Grund setzen sie gerne Fähren ein. Ab 2021 sogar solche, die autonom unterwegs sind und damit teure Brücken ersetzen können. Wie zum Beispiel in Trondheim.

Norwegen mit seinen Fjorden, Meeresarmen und unzähligen Gewässern stellt Verkehrsplaner vor Herausforderungen: Brücken sind teuer und behindern den Schiffsverkehr. Trotzdem steigt der Bedarf an Fluss- und Kanalübergängen mit dem Wachstum der Bevölkerung. Was also tun? Forscher der Norwegischen Technischen Universität (NTNU) in Trondheim haben eine spannende Alternative entwickelt: Zeabuz, eine selbstfahrende Passagierfähre, die mit Hilfe vier verschiedener Sensor-Systeme Kajakfahrer und Boote „sehen“ und darauf reagieren kann.

Ihr erster Einsatz wird in Trondheim selbst sein, als Alternative zu einer geplanten Brücke über den Hafenkanal. „Dies ist ein High-Tech-Coup, um Verbindungen über das Wasser herzustellen. Wir glauben, dass emissionsfreie Fähren dazu beitragen können, die Lebensqualität der Stadtbewohner zu verbessern“, meint dazu Egil Eide, Privatdozent an der NTNU und für den Einsatz der selbstfahrenden Fähren zuständig. „Autonome Fähren können dazu beitragen, Regionen zu entwickeln, die zum Beispiel bisher aufgrund mangelnder Infrastruktur nicht mit Städten verbunden waren.“

Auch in anderen norwegischen Städten sowie entlang der Küste soll der Zeabuz-Wasserverkehr 2021 eingeführt werden.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© www.Zeabuz.com Wasserfahrzeuge statt Brücken: hier die autonome Fähre Zeabuz Wasserfahrzeuge statt Brücken: hier die autonome Fähre Zeabuz
Fliegen soll bis 2050 klimaneutral werden /reise-news/detail/fliegen-soll-bis-2050-klimaneutral-werden.html Solveig Michelsen 5714 20210127T111900 Die Pläne der Luftfahrtbranche stehen und klingen großartig: Fliegen soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Allerdings: Das sind noch fast 30 Jahre. Haben wir wirklich so lange Zeit?

Ende 2020 überraschte die Luftfahrtbranche mit grünen Nachrichten: Bis zum Jahr 2050 soll klimaneutral geflogen werden. Sprich, die Flugzeuge sollen bis dahin mit alternativen Antriebsarten zurechtkommen, zum Beispiel mit Wasserstoff oder synthetischen Kraftstoffen, die mit Hilfe von Strom gewonnen werden. Auch der Verbrauch der Flugzeuge soll weiter gesenkt und der EU-Luftraum neu organisiert werden. Damit ließen sich unnötige Warteschleifen vermeiden, heißt es. Solche und weitere Maßnahmen werden im Übrigen seit über 20 Jahren vom Umweltbundesamt empfohlen.

Was sich nachhaltig und umweltbewusst anhört, ist allerdings unter massivem Druck entstanden: Der Luftverkehr zeichnet für einen nicht unerheblichen Anteil der Kohlendioxidemissionen verantwortlich, was das wachsende grüne Gewissen der Bevölkerung – und damit der Politik – zunehmend besorgt. Darüber hinaus schreibt das europäische Klimagesetz insbesondere die Klimaneutralität der Europäischen Union bis 2050 rechtlich verbindlich fest.

Die Luftfahrtbranche muss also reagieren. Und zwar möglichst schnell. Derzeit ist die Technik für alternative Antriebsarten noch nicht einsatzfähig. Von Airbus zum Beispiel gibt es Ankündigungen, bis 2035 Flugzeuge mit Wasserstoff-Antrieb zu entwickeln. Danach folgt noch ein langer Weg bis zur Serienreife. Wollen wir hoffen, dass die Branche ihre kühnsten Entwicklungserwartungen übertrifft.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© shironosov, iStock Emissionsfrei fliegen – da bleibt es leider beim Träumen. Emissionsfrei fliegen – da bleibt es leider beim Träumen.
Taxifahrer auf Mallorca müssen Deutsch lernen /reise-news/detail/taxifahrer-auf-mallorca-muessen-deutsch-lernen.html Solveig Michelsen 5707 20201223T091200 Auf die Taxifahrer der mallorquinischen Gemeinde Calvià kommen ab der kommenden Saison etliche Neuerungen zu. Profitieren sollen durch die Maßnahmen nicht nur die Touristen, sondern auch die Chauffeure selbst, die sich dadurch von den inoffiziellen Fahrdiensten deutlicher unterscheiden lassen.

Die Gemeinde Calvià im Südwesten von Mallorca ist ein beliebtes Ziel für Touristen, allen voran deutschen. Diesen kommt die neue Regelung der Taxifahrer besonders zugute: Ab der kommenden Saison müssen Taxifahrer dort deutsche sowie englische Sprachkenntnisse nachweisen, um eine Lizenz zu er- bzw. behalten. Dabei ginge es nur um einfache Sätze wie eine Begrüßung oder die Klärung des Fahrtziels, betonte Vizebürgermeister Juan Recasens. Kostenlose Sprachkurse sollen den Fahrern den Zugang dazu erleichtern.

Das neue Regelwerk der Taxifahrer-Vereinigung, die 200 Chauffeure vertritt, enthält noch weitere Neuerungen: Die Fahrer sollen ebenfalls über Basiswissen zu kulturellen Hotspots der Gegend verfügen und eine einheitliche Uniform tragen. Das erleichtert das Identifizieren offizieller Fahrer – und das Aussortieren der schwarzen Schafe, die ohne Lizenz Touristen befördern möchten. Außerdem soll es in künftig in jedem Taxi möglich sein, per Kreditkarte zu bezahlen. Weiterhin wird es in Zukunft erlaubt sein, Gegenstände ohne menschliche Begleitung zu befördern, sodass vergessene Koffer beispielsweise schnell an den Flughafen gebracht werden können.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© VICTOR PELAEZ TORRES, iStock Die mallorquinische Gemeinde Calvià führt neue Regelungen für Taxifahrer ein. Die mallorquinische Gemeinde Calvià führt neue Regelungen für Taxifahrer ein.
Das Comeback der Nachtzüge /reise-news/detail/das-comeback-der-nachtzuege.html Solveig Michelsen 5703 20201215T130300 Überraschend hat die Deutsche Bahn ihren Wiedereinstieg ins Nachtzug-Netz verkündet. Ab Ende 2021 sollen wichtige europäische Städte miteinander verbunden werden und attraktive Alternativen schaffen zu Flugverbindungen. Auch ÖBB, SBB und SNCF sind beteiligt.

2016 verkündete die Deutsche Bahn ihren endgültigen Ausstieg aus dem Nachtzug-Geschäft: zu wenig lukrativ, zu wenige Passagiere. Nur vier Jahre später hat sich das Blatt gewendet. Die Klimakrise, die Folgen der Corona-Epidemie für die Fluggesellschaften und nicht zuletzt der Druck der Politik sorgten für eine überraschende Entwicklung: Vier große europäische Bahnen – die Deutsche Bahn, die österreichische ÖBB, die Schweizer SBB sowie der französische SNCF – kündigten Anfang Dezember an, ein gemeinsames Nachtzug-Netz auf die Beine zu stellen, um 13 europäische Metropolen miteinander zu verbinden. Auch für Europa ist das ein starkes Zeichen.

Ab Dezember 2021 sollen zunächst zwei Nightjet-Linien starten. Die erste verbindet Wien über München mit Paris, die zweite führt von Zürich über Köln nach Amsterdam. Ende 2022 soll Letztere über Mailand nach Rom erweitert werden; im Dezember 2023 möchte man Berlin mit Brüssel und Paris verbinden. Ende 2024 ist die Verbindung Zürich – Barcelona angepeilt. Richard Lutz, DB-Vorstandsvorsitzender, äußerte sich dazu: „Europas führende Bahnen vereinen ihre Kräfte für den Nachtzug. Das ist ein guter Tag für das Klima, unsere Kunden und das Zusammenwachsen Europas auf der Schiene.“ Auch auf das moderne Design der neuen Nightjets darf man gespannt sein.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Deutsche Bahn AG Die neuen Nachtzug-Verbindungen der Bahn Die neuen Nachtzug-Verbindungen der Bahn
Quarantänefrei nach Island /reise-news/detail/quarantaenefrei-nach-island.html Solveig Michelsen 5701 20201215T125900 Auch wenn wir vernünftigerweise erst einmal alle Zuhause bleiben: Reisen sind allen Einschränkungen zum Trotz noch nicht unmöglich. Nur ziemlich unattraktiv, wenn man die lokalen Quarantäneregelungen befolgen muss. Für Island gibt es ab 10. Dezember 2020 nun eine Sonderregelung – für alle, die bereits mit Covid-19 infiziert waren.

Die Immunität nach einer überstandenen Covid-19-Krankheit ist zwar umstritten; trotzdem baut Island offensichtlich genau darauf und hat neue Einreiseregelungen ab 10. Dezember 2020 erlassen: Wer ab diesem Zeitpunkt ins Land reisen möchte und bereits mit Covid-19 infiziert war, braucht sich nicht den üblichen Quarantänevorschriften zu unterwerfen. Sprich, man spart sich als Ex-Infizierter mindestens fünf wertvolle Urlaubstage, sofern man ein entsprechendes Zertifikat darüber vorlegen kann (z.B. einen positiven PCR-Test, der über 14 Tage zurückliegt und in englischer Sprache Auskunft gibt).

Für allen anderen Reisewilligen gilt in Island: 14 Tage Quarantäne nach Ankunft oder ein PCR-Test plus 5-6 Tage Quarantäne und ein weiterer PCR-Test im Anschluss. Vom 1. Dezember 2020 bis 31. Januar 2021 ist der PCR-Test bei der Einreise immerhin kostenfrei. Kinder, die nach 2005 geboren worden sind, sind ebenfalls von der Quarantäne und den Tests befreit – werden aber wohl oder übel doch bei ihren Eltern bleiben müssen.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© HannamariaH, iStock Island erleichtert ehemaligen Covid-19-Infizierten die Einreise. Island erleichtert ehemaligen Covid-19-Infizierten die Einreise.
Ab auf die Kanarischen Inseln? /reise-news/detail/ab-auf-die-kanarischen-inseln.html Solveig Michelsen 5696 20201125T121000 Die Kanarischen Inseln gelten seit Ende Oktober nicht mehr als Risikogebiet. Das macht sie umso interessanter, weil nicht nur die Corona-Fallzahlen niedrig sind, sondern auch die Rückreise nach Deutschland erleichtert wird: Urlauber müssen nach ihrer Heimkehr nicht in Quarantäne.

Die Kanarischen Inseln erfreuen sich niedriger Corona-Fallzahlen – im Gegensatz zum spanischen Festland. Dadurch sind sie vom Status eines Risikogebiets ausgenommen und für Urlauber wieder interessant. Denn mit dieser Einstufung muss nach der Rückkehr in die Heimat keine Quarantäne abgesessen werden. Einen kleinen Haken gibt es dabei trotzdem: Ein negativer PCR-Corona-Test muss für die Einreise vorgelegt werden.

Diese Regelung gilt ab 23.11.2020 für ganz Spanien; für die Kanarischen Inseln waren bisher auch Antigen-Schnelltests erlaubt, die schneller und günstiger zu haben waren und in vielen Fällen auch vor Ort durchgeführt werden konnten. Die etwas aufwändigeren PCR-Tests sind in der Regel selbst zu bezahlen (rund 150 Euro), gelten aber als zuverlässiger. Der Test darf dabei nicht älter als 72 Stunden sein; sein Ergebnis muss auf Englisch oder Spanisch vorliegen. Wer ohne Test einreist, muss mit einer vierstelligen Geldbuße rechnen und in Quarantäne auf eine selbst finanzierte Analyse warten.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© virga8, iStock Jetzt wieder möglich: Urlaub auf den Kanarischen Inseln Jetzt wieder möglich: Urlaub auf den Kanarischen Inseln
Mauro Morandi: der Eremit vom rosa Strand /reise-news/detail/mauro-morandi-der-eremit-vom-rosa-strand.html Solveig Michelsen 5689 20201109T101700 Mauro Morandi lebt seit 31 Jahren als einziger Mensch auf einer kleinen Insel vor Sardinien und schützt dort aktiv die Natur. Weil diese aber zum Nationalpark erklärt wurde, darf die Insel nicht mehr bewohnt werden. Mit einer Petition wehrt sich der Einsiedler nun gegen seinen Rauswurf.

Budelli ist eine winzigkleine Insel nördlich von Sardinien. Nur zwei Kilometer lang, eineinhalb Kilometer breit. Trotzdem ist Budelli vielen Menschen ein Begriff. Und das liegt nicht nur am rosa Sandstrand, der als Seltenheit im Mittelmeerraum gilt. Sein einziger Bewohner, Mauro Morandi, setzt sich seit über 30 Jahren für den Naturschutz vor Ort ein. Besucher klärt er zum Beispiel über die Fragilität dieses Paradieses auf oder pfeift sie zurück, wenn sie die Absperrung zum rosa Sandstrand ignorieren oder ein wenig davon nach Hause mitnehmen wollen. Das ist wesentlich effektiver und nachhaltiger als etwa eine Überwachung per Videokamera.

Trotzdem soll der 81-jährige Eremit sein Paradies verlassen. Seit die Insel dem Nationalpark des Maddalena-Archipels zugeschlagen wurde, gilt das Gesetz, wonach in streng geschützten Gebieten niemand dauerhaft wohnen darf. Bislang wurde Morandi geduldet, da er aktiv zum Erhalt dieses Kleinods beigetragen hat. Doch damit soll nun endgültig Schluss sein. Vorerst wurde er wegen Umbaumaßnahmen des einzigen Gebäudes aufs Festland ausquartiert; seine Sorge ist allerdings, dass man ihn danach nicht mehr zurücklässt und dies nur als Vorwand benutzt. Während sich die einen aufs Nationalpark-Gesetz stützen, werfen ihm andere vor, als Nicht-Sarde auf einer sardischen Insel nichts zu suchen zu haben. Der Umweltschützer wehrt sich nun in Form einer Petition, die bis dato schon über 70.000 Unterschriften hat.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© salva.tours, Shutterstock Der rosa Sandstrand ist eine Besonderheit der sardischen Insel Budelli. Der rosa Sandstrand ist eine Besonderheit der sardischen Insel Budelli.
Essenziell und kostenlos: Lawinenschulungen /reise-news/detail/essenziell-und-kostenlos-lawinenschulungen.html Solveig Michelsen 5680 20201028T085900 Die Risiken abseits der Piste werden noch immer von zahlreichen Freeridern und Tourengehern unterschätzt. Selbst für Experten ist die Einschätzung der Lawinengefahr keine einfache Sache. Unabdingbar ist deshalb eine Lawinenschulung, die Interessierte mit dem nötigen, im Ernstfall überlebensnotwendigen Wissen ausstattet.

Immer mehr Menschen reizt die Abfahrt abseits der Piste. Was gleichbedeutend ist mit: abseits des Trubels, mitten in der Natur, auf sich allein gestellt. Aber eben auch ein großes Risiko beinhaltet, das von vielen vernachlässigt wird, weil es nicht sichtbar ist. Bzw. erst dann, wenn es zu spät ist: die Lawinengefahr.

Da ihre Beurteilung sehr komplex ist, reicht es nicht, die aktuell ausgegebene Lawinenwarnstufe zu kennen. Auch ein aufblasbarer Lawinen-Rucksack bietet nur ein kleines Plus an Sicherheit. Relevant ist das Urteilsvermögen der jeweiligen Situation vor Ort.

Das Angebot an Lawinenschulungen ist dennoch eher dünn gesät. Der Bergsport-Ausstatter Ortovox möchte mit seinen Avalanche Nights Wissenslücken füllen und bietet zwischen Oktober und Januar 2021 in zahlreichen deutschen, österreichischen und Schweizer Orten kostenlose Workshops in teilnehmenden Sportgeschäften an. Dort schulen Bergführer in interaktiven dreistündigen Kursen und vermitteln den Teilnehmenden Grundlagen der Lawinen- und Schneekunde sowie die richtige Tourenplanung – selbstverständlich mit speziellem Hygienekonzept.

Termine und Orte gibt es hier.

Update 30.10.:

Die Avalanche Nights mussten aufgrund der neuen Corona-Verordnungen leider abgesagt werden. Wer sich trotzdem in Sachen Sicherheit und Lawinenkunde auf den Winter vorbereiten möchte, kann dies über die digitale Lernplattform SAFETY ACADEMY LAB SNOW tun oder sich – ebenfalls kostenlos – hier das Buch downloaden.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Hansi Heckmair, Ortovox Beim Freeriden fährt immer die Lawinengefahr mit. Beim Freeriden fährt immer die Lawinengefahr mit.
Rom: Flughafen für Corona-Konzept ausgezeichnet /reise-news/detail/rom-flughafen-fuer-corona-konzept-ausgezeichnet.html Solveig Michelsen 5666 20200921T093100 Als erster Flughafen wurde Rom Fiumicino für seine Corona-Sicherheitsmaßnahmen mit dem Fünf-Sterne-Rating der Luftfahrt-Agentur Skytrax ausgezeichnet. Untersucht wurde unter anderem die Effizienz der Covid-19-Schutzmaßnahmen, aber auch die Verständlichkeit spezieller Hinweisschilder.

Dass der Flughafen Rom Fiumicino, auch bekannt unter dem Namen „Leonardo da Vinci Airport“, seine Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen sehr ernst nimmt, merken auch die Besucher. Rund 40 Beschäftigte kümmern sich ausschließlich darum, dass Sicherheitsstandards wie das Abstandsgebot und das Tragen der Masken eingehalten werden. Das Reinigungspersonal ist gehäuft anzutreffen; zudem kommen spezielle UV-Desinfektionsmethoden zum Einsatz. Die Effizienz der Maßnahmen wurden mit so genannten ATP-Tests nachgewiesen. Überall sind Schilder in etlichen Sprachen zu entdecken, die einfache und unmissverständliche Hinweise geben. Ankommende und abfliegende Passagiere werden nun noch stärker voneinander getrennt.

Sämtliche Maßnahmen zusammengenommen haben dem Flughafen in Rom nun die Fünf-Sterne-Auszeichung eingebracht. Zum Vergleich: London Heathrow wurde lediglich mit drei Sternen ausgezeichnet.

Hier können Sie selbst die Ratings der einzelnen Flughäfen einsehen (wird nach und nach vervollständigt): www.skytraxratings.com/about-covid-19-airport-ratings

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© ambrozinio, Shutterstock Der Flughafen in Rom wurde für seine Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen mit 5 Sternen ausgezeichnet. Der Flughafen in Rom wurde für seine Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen mit 5 Sternen ausgezeichnet.
Sightseeing unter Corona-Bedingungen /reise-news/detail/sightseeing-unter-corona-bedingungen.html Solveig Michelsen 5664 20200915T155900 Seit Anbeginn des Tourismus wie wir ihn heute kennen hat noch nichts die Reisewelt so erschüttert wie die Auswirkungen von Covid-19. Die meisten Menschen haben ihren Bewegungs- und Urlaubsradius deutlich eingeschränkt. Das macht einige stark besuchte Hot Spots um ein paar tausend Besucher ärmer – und für einige damit doppelt so attraktiv.

Neuschwanstein

Neuschwanstein und das Oktoberfest – das sind zwei Begriffe, die man auch im außereuropäischen Ausland gut kennt. Neuschwanstein als Inbegriff einer Märchenburg, die auf einem spitzen Felsen thront, ist nicht erst seit Walt Disney's Cinderella-Schloss beliebt bei US-Amerikanern; bei den meisten Asiaten steht es sowieso auf der Bucket List. Von den sonst jährlich 1,5 Millionen Besuchern kommt nur die Hälfte aus Europa. Das reduziert die Besuchermassen während Corona deutlich. Obendrein sorgen die Corona-Auflagen für stark reduzierte Führungsgruppen: Nur mehr 10 Personen dürfen daran teilnehmen; vor Ausbruch der Pandemie waren es 58. Auch die Taktung ist geschrumpft, sodass seit 2. Juni, dem Tag der Wiedereröffnung, nur noch 10% der bisherigen Besucher durch die Gemächer geführt werden. Eine einmalige Chance, diese einzigartige Sehenswürdigkeit unter ruhigeren Vorzeichen kennen zu lernen.

Rothenburg ob der Tauber

Ähnlich verhält es sich mit der lieblichen Fachwerk-Stadt Rothenburg. Normalerweise ein Touristenmagnet für Amerikaner und Japaner, verzeichnet sie dieses Jahr nur rund 10% der Touristen. Was für Gaststätten, Hotels und Geschäfte, die auf viele tausend Besucher eingestellt sind, ein Fiasko ist, bedeutet für andere eine einmalige Gelegenheit: einsam durch historische Gassen schlendern oder kurzfristig ein gutes Zimmer bekommen.

Berliner Mauer

Ein Minus von fast 60% der Besucherzahlen musste die Bundeshauptstadt Berlin im ersten Halbjahr hinnehmen. Das zieht immerhin noch ein paar zusätzliche Deutsche an, die sich die Reste der Berliner Mauer, das Brandenburger Tor oder andere Sehenswürdigkeiten in Ruhe ansehen wollen. So wenige Touristen hatte es zuletzt im Jahr 2004 gegeben.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© btrenkel, iStock So „einsam“ bekommt man Schloss Neuschwanstein selten zu Gesicht. So „einsam“ bekommt man Schloss Neuschwanstein selten zu Gesicht.
Legal campen in wilder Natur /reise-news/detail/legal-campen-in-wilder-natur.html Solveig Michelsen 5636 20200727T094900 Den Gedanken teilen viele: Campen ist die ideale Urlaubsform in Zeiten von Corona. Aber nicht auf überfüllten Zeltplätzen. Am liebsten in freier Natur. Nur ist das nicht erlaubt in Deutschland. Oder vielleicht doch? „Hinterland“ hat einen möglichen Weg gefunden.

Die Mission von Hinterland lautet „Sommer 2020 retten“. Gemeint ist damit das Urlaubsgefühl in Zeiten von Corona. Das einen zu privateren, abgeschiedeneren Urlaubsformen veranlasst, die nur leider nicht immer erlaubt sind in Deutschland. Zum Beispiel das wilde Campen in freier Natur. Aus dieser Sehnsucht hat Hinterland eine Vermittlungsplattform geschaffen, die Menschen mit Wald- und Wiesengrundstücken mit Campern zusammenbringt.

Noch finden sich nur wenige Angebote auf der Webseite www.hinterland.camp, doch die Idee ist so einfach wie genial und kostet weder den Anbieter noch den Interessenten etwas. Besitzer eines Gartens oder eines freien Grundstücks können auf der Plattform ihr Angebot mit Foto(s) hochladen – zu ihren Bedingungen und Preisen. Der Zelter oder Wohnmobilist kann dann über eine Deutschlandkarte oder direkt über die Angebote suchen, was ihm zusagt. So lassen sich vielleicht nicht nur schöne private Flecken zum Zelten finden, sondern auch noch nette Gastgeber. Denn die wahre Würze eines Urlaubs ist doch immer wieder eine schöne Begegnung mit Menschen vor Ort.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Ina Peter, iStock Privat zelten im fremden Garten? Kein Problem mit Hinterland.camp Privat zelten im fremden Garten? Kein Problem mit Hinterland.camp
Die sichersten Urlaubsländer in Zeiten von Covid-19 /reise-news/detail/die-sichersten-urlaubslaender-in-zeiten-von-covid-19.html Solveig Michelsen 5635 20200707T082900 Corona alias Covid-19 beeinflusst unser Urlaubsverhalten gehörig. Schließlich gibt es etliche Lieblingsdestinationen, die momentan nicht gerade zu den sicheren Reiseländern zählen. Doch wo lässt es sich entspannt urlauben? Wir haben ein paar Oasen ausfindig gemacht.

Die Wahl des Urlaubslands läuft dieses Jahr ganz anders ab als sonst: Die reine Attraktivität tritt zurück hinter Faktoren wie vertretbare Anreise, medizinischer Standard vor Ort und Infektionszahlen im Land. Dies führt natürlich zu ganz anderen Ergebnissen – und vielleicht auch überraschenden Destinationen, denen man unter anderen Umständen keinen zweiten Gedanken geschenkt hätte.

Corona-frei: Island

Als erstes europäisches Land konnte Island Ende Mai den Status „coronafrei“ vermelden; am 4. Juli 2020 gab es nur drei neue Infektionsfälle im ganzen Land. Damit dies so bleibt, wird die Einreise streng gehandhabt: Der Besucher hat die Wahl zwischen einer zweiwöchigen Quarantäne – was wohl die wenigsten Urlauber in Betracht ziehen – und einem Corona-Test, der seit 1. Juli kostenpflichtig ist (9000 SEK, knapp 60 Euro). Dafür kann man sich dann vor Ort maskenfrei bewegen, mit einem Sicherheitsabstand von zwei Metern. Darüber hinaus wird sich der Island-Urlauber ohnehin vorwiegend draußen aufhalten: Dank einer überwältigenden Natur stehen Outdoor-Sportarten an erster Stelle. Eine Ansteckung erscheint damit extrem unwahrscheinlich.

Ohne Maskenpflicht: Dänemark

Für viele bedeutet Urlaub Entspannung. Die für manche von der lästigen Maskenpflicht vereitelt wird. Warum also nicht nach Dänemark fahren? Dort kann man sich komplett maskenfrei bewegen (außer am Flughafen) – mit der Begründung, dass der Nutzen nicht einwandfrei bewiesen sei. Lediglich die Abstandsregel von einem Meter gilt es hier einzuhalten. Auch die Möglichkeit zur Autoanreise mag für viele ein positives Argument sein. Die Zahl der Neuinfektionen lag zuletzt (Stand 3. Juli 2020) bei 17 fürs gesamte Land.

Einsamkeit statt Massenauflauf: Baltikum

Auf viele wirken die Bilder von überfüllten Stränden – ob in Italien oder England – abschreckend. Was viele nicht wissen: Auch im Baltikum – den Ländern Estland, Lettland und Litauen – kann man im Sommer hervorragend in der Ostsee baden. Und noch vieles mehr. Die Hauptstädte Riga, das Jugendstilzentrum von Lettland, das mittelalterliche Tallinn in Estland und die Kirchenstadt Vilnius in Litauen sind unbedingt einen Besuch wert. Die Zahlen der Neuinfektionen waren zuletzt (4. Juli 2020) ebenfalls sehr niedrig: Estland 1, Lettland 0, Litauen 3.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© anshar73, iStock Auch Tallinn, Hauptstadt von Estland, hat einiges zu bieten. Auch Tallinn, Hauptstadt von Estland, hat einiges zu bieten.
Einreise nach Island: Test statt Quarantäne /reise-news/detail/einreise-nach-island-test-statt-quarantaene.html Solveig Michelsen 5627 20200625T125200 Statt einer Quarantäne bietet Island bei einer Einreise eine Alternative an: Wer sich einem Corona-Schnelltest unterzieht (und diesen mit negativem Ergebnis besteht), darf ohne Auflagen einreisen. Hier die Details dazu.

Island war eines der ersten Länder weltweit, die sich Ende Mai die Errungenschaft „coronafrei“ auf die Fahnen schreiben konnten. Dank einer schnellen Reaktion auf das Virus – Rückkehrer aus Tirol wurden zum Beispiel bereits ab Ende Februar in Quarantäne gesteckt, obwohl erst am 7. März der erste offizielle Ischgl-Corona-Fall bestätigt wurde – und einer umfangreichen Testung (17% der Bevölkerung unterzogen sich Covid-19-Tests) konnte die Ausbreitung früh eingegrenzt werden – sogar ohne dabei Grundschulen oder Restaurants zu schließen.

Um sich diesen Status zu bewahren, werden die Grenzen nicht geschlossen, aber Einreisende vor die Wahl gestellt: zweiwöchige Quarantäne oder Corona-Schnelltest. Um das Testverfahren zu beschleunigen, wird Flugpassagieren das Ausfüllen eines Voranmeldeformulars empfohlen. Dies umfasst persönliche Kontakt- und Fluginformationen sowie Reisedaten und Adressen während des Aufenthaltes in Island und ist auf www.covid.is abrufbar.

Bis zum 30. Juni werden diese Tests kostenlos angeboten; danach wird eine Gebühr von 15.000 ISK (knapp 100 Euro) fällig. Kinder der Jahrgänge 2005 und jünger sind von dem Prozedere befreit.

App mit wichtigen Informationen zur aktuellen Covid-19-Situation auf Island soiwie Kontaktdaten zu den Gesundheitsbehörden: www.covid.is/app/de

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© HannamariaH, iStock Seit Ende Mai bereits coronafrei: Island Seit Ende Mai bereits coronafrei: Island
Skurrile Museen – endlich wieder geöffnet /reise-news/detail/skurrile-museen-endlich-wieder-geoeffnet.html Solveig Michelsen 5626 20200622T124500 Post Corona: Langsam kehrt das kulturelle Leben wieder zurück. Unter Auflagen geöffnet werden dürfen zum Beispiel die Museen. Wer bislang an verstaubte Ausstellungsstücke gedacht hat, hat die Chance, sich endlich eines Besseren belehren zu lassen. Zum Beispiel bei einem Besuch des Dackelmuseums in Passau. Oder dem Schweinemuseum in Stuttgart.

Attraktive Museen lassen sich sehr oft in zwei Sparten unterteilen: Die einen überzeugen durch Interaktivität, also Einbeziehung der Besucher. Die anderen besetzen eine extreme Nische, die ihnen einen begeisterten Fanclub beschert. Skurrile Museen tummeln sich auf dem zweiten Feld und versprühen damit einen ganz besonderen Charme, dem sich auch Menschen jenseits der eingefleischten Fangemeinde nicht entziehen können.

Beispiel gefällig? Der Dackel – neben dem Schäferhund der Deutschen liebstes Hundehaustier – hat in Passau 2018 ein eigenes Museum bekommen. Mehrere tausend Exponate sind in den Räumen am Residenzplatz zu bewundern. Die beiden Gründer Josef Küblbeck und Oliver Storz, selbst Dackelbesitzer, haben die Stücke über Jahrzehnte zusammengetragen, von Flohmärkten und Antiquariaten, sogar eine umfangreiche Schenkung eines Dackelfans ist dabei. Seit der Barockzeit sei der Dackel vor allem bei Adelsfamilien beliebt, erzählen die Initiatoren. Auch heute noch gilt der „Wursthund“, wie er im Englischen genannt wird, als Inbegriff bayerischer Gemütlichkeit.

Einem anderen Tier ist das Museum in Stuttgart gewidmet: dem Schwein. Hier geht es nicht nur um Devotionalien, sondern auch um Schweinerassen, die Wildschweinjagd oder Glücksschweine. 45.000 Objekte sind in insgesamt 27 Räumen zu besichtigen; für Sonderausstellungen werden immer wieder bekannte Künstler gewonnen. Der Untertitel „Kunst, Kultur und Kitsch“ verspricht mit einem Augenzwinkern: Hier hier darf voyeuristisch gegafft, gelacht, aber auch gelernt werden.

Mehr skurrile Museen finden Sie im DuMont Geschenkbuch „Schräge Museen“.

Informationen zu aktuellen Öffnungszeiten und mehr finden Sie unter www.dackelmuseum.de und www.schweinemuseum.de

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Schweinemuseum Stuttgart Die beiden Gründer des Dackelmuseums, Josef Küblbeck und Oliver Storz, statten dem Schweinemuseum einen Besuch ab. Die beiden Gründer des Dackelmuseums, Josef Küblbeck und Oliver Storz, statten dem Schweinemuseum einen Besuch ab.
Zero Real Estate: Hotel-Biwak in den Schweizer Bergen /reise-news/detail/zero-real-estate-hotel-biwak-in-den-schweizer-bergen.html Solveig Michelsen 5625 20200629T125400 Ist das noch Übernachtung oder ist das schon Kunst? Die Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin sowie der Hotelexperte Daniel Charbonnier stellen mit ihrem Projekt die Frage: Was ist Luxus eigentlich? Ihre eigene Antwort darauf gibt es ab 1. Juli in sechs Schweizer und einer Liechtensteiner Destination zu bewundern und auszuprobieren.

Was heißt Luxus, insbesondere in puncto Übernachtung? Können unsere Hotelstandards diesem Anspruch überhaupt genügen? Solche und ähnliche Fragen führten die Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben und den Hotelexperten Daniel Charbonnier, Minds in Motion SA, zum Konzept der „konsequenten Immobilienbefreiung“. „Die Landschaft der Schweiz wird zur Tapete“, erklären die Künstler. Damit wachse die Region zu einem imaginären Gebäude zusammen. Was 2016 als Kunstinstallation begann, ist heute ein heiß begehrtes Übernachtungskonzept: Drei der sieben Natur-Suiten, die ab 1. Juli 2020 in der Ostschweiz sowie Liechtenstein zu haben sind, sind bereits ausgebucht.

Auch für das aktuelle Hygiene- und Sicherheitskonzept ist diese Übernachtungsform bestens geeignet. Die einzige Kontaktperson ist der persönliche Butler, dessen Dienste im Übernachtungspreis von 295 Franken/Doppelbett inbegriffen sind und der den Gästen auf künstlerisch-kreative Art gegenübertritt. Zum Beispiel als Wettermoderator durch ein ausgedientes Fernsehgerät. Sollte das Wetter die Traumnacht vereiteln, stehen übrigens Backup-Räume zur Verfügung.

Weitere Infos unter www.zerorealestate.ch

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Appenzellerland Tourism Switzerland 2020 Neue Formen der Übernachtung: Komfort im Freien Neue Formen der Übernachtung: Komfort im Freien
Wochenend-Eskapaden: Lüneburger Heide /reise-news/detail/wochenend-eskapaden-lueneburger-heide.html Solveig Michelsen 5614 20200514T112100 Lüneburger Heide – da denkt man schnell an Kaffee- und Kutschfahrten älterer Jahrgänge. Die gibt es auch. Doch wer zwei Tage Zeit mitbringt, kann auf einem Stück des Heidschnuckenwegs eine ganz private Seite der Heide kennenlernen – auf Du und Du mit der großartigen Landschaft. Am besten zur Blüte Ende August.

So wie es in der Lüneburger Heide aussieht – weite, leicht wellige Flächen, die durch das Heidekraut einen lila Schimmer bekommen – sah es bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts fast überall in Norddeutschland aus. Eine Wanderung auf einem Abschnitt des Heidschnuckenwegs ist also auch eine Zeitreise zu einem Naturrelikt, das später stark romantisiert wurde, unter anderem durch Maler wie Arnold Lyongrün und zahlreiche Filme, die den Naturschauplatz Lüneburger Heide als idyllischen Drehort wählten.

Die gesamten 235 Kilometer des Heidschnuckenwegs erfordern viel Ausdauer; einen hervorragenden Eindruck bekommt man auch mit nur zwei Tagen Investition (rund 36 Kilometer). Zwischen Wesel und Behringen befindet sich ohnehin das Highlight des Wegs, der sprichwörtliche Gipfel: Der 169 Meter hohe Wilseder Berg entlockt Bergsteigern zwar nur ein müdes Lächeln, dem Heidewanderer jedoch bietet er einen wunderbaren Blick über weite Heideflächen und die berühmten Heidschnucken – nordische Kurzschwanzschafe, die hier zu Hause sind. Ist man Ende August/Anfang September unterwegs, leuchtet die Vegetation in lilafarbenen Tönen. Wer braucht da schon die Provence?

Mehr inspirierende Ideen für Wochenend-Ausflüge in Deutschland finden Sie hier.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Thorsten Link, Shutterstock Blühende Lüneburger Heide Blühende Lüneburger Heide
Wochenend-Eskapaden: faszinierende Sächsische Schweiz /reise-news/detail/wochenend-eskapaden-faszinierende-saechsische-schweiz.html Solveig Michelsen 5613 20200518T134500 Felsformationen, wie man sie nicht unbedingt aus Deutschland kennt: bizarr verwitterte Türme, ulkig gestapelte Pfannkuchen aus Stein – wer Freude an solchen Landschaften hat, wird in der Sächsischen Schweiz glücklich. Die umgebenden Wälder samt vorbeifließender Elbe sind so malerisch, dass sie schon etliche Künstler inspiriert haben.

Sandstein ist ein tolles Spielzeug für die Kräfte des Wetters: Er lässt sich zu ulkigen bis schauerlichen Formen erodieren, die die Menschen zu Legenden, Sagen und Geschichten inspiriert haben. Allein die phantasievollen Namen sind schon Zeugnis davon: Affensteine, Raubschloss, Kaiserkrone oder Hohe Liebe heißen sie. Die bekannteste Formation ist die viel besuchte Bastei mit der weit reichenden Aussicht über das Elbtal.

Im Elbsandsteingebirge, das neben der Sächsischen auch noch die Böhmische Schweiz umfasst, wird das Freiklettern groß geschrieben. Es gelten nach wie vor strenge Regeln und die Routen sind hier nur sehr spärlich abgesichert, was schon so manchen Profi in die Flucht geschlagen hat. Da wenden wir uns lieber den wildromantischen Wanderwegen zu, die an diesen spannenden Felsen vorbei- und hindurchführen. Die anspruchsvolleren unter ihnen werden „Stiegen“ genannt – dort heißt es dann doch Hand anlegen. Aber auch für gemäßigte Wanderer gibt es genug Auswahl: 1100 Kilometer an ausgeschilderten Wanderwegen zählt die Sächsische Schweiz. Einen einzelnen davon herauszupicken, fällt schwer. Besonders abwechslungsreich, aber eine Herausforderung für Menschen mit Höhenangst, ist die 10-Kilometer-Strecke über den Kleinen Winterberg, das Hintere Raubschloss und den Großen Zschand zurück ins Kirnitzschtal.

Mehr inspirierende Ideen für Wochenend-Ausflüge in Deutschland finden Sie hier.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© SunnyWindow, iStock Die Bastei ist der beliebteste Aussichtspunkt der Sächsischen Schweiz. Die Bastei ist der beliebteste Aussichtspunkt der Sächsischen Schweiz.
Wochenend-Eskapaden: Wandern in Bayerns Urwald /reise-news/detail/wochenend-eskapaden-wandern-in-bayerns-urwald.html Solveig Michelsen 5612 20200529T082200 Gibt es in Bayern wirklich noch Urwald? Und ob! Sogar Luchse und Wölfe sind dort inzwischen wieder heimisch: im Bayerischen Wald, der 1970 zum ersten Nationalpark Deutschlands ernannt wurde. Besonders dicht ist er nahe der tschechischen Grenze. Wanderer finden in Finsterau einen idealen Ausgangspunkt.

Entgegen seinem lautmalerischen Namen ist es in Finsterau keineswegs dunkel, sondern hell und licht. Sattgrüne Wiesen stimmen auf eine Wanderung in die unmittelbare Umgebung ein. Davon gibt es eine Menge, sodass sich eine Übernachtung in dem kleinen Dorf lohnt.

Eine beliebte Tour führt auf den Siebensteinkopf (1263 m) nahe der tschechischen Grenze. Entlang des Reschenbachs, der wildromantisch über seine Steine hüpft und immer wieder durch die Blätter blitzt, geht es zunächst zur Reschenbachklause, einem künstlichen Stausee, der früher zur Holztrift gebraucht wurde. Von dort windet sich der Weg bergan bis zum Siebensteinkopf-Gipfel, der Blicke ins Nachbarland hinüber gewährt. Wer auf der anderen Seite hinunter in Richtung des ehemaligen Grenzorts Bučina läuft, kann den Nachbau eines Grenzpostens sehen, der von meterhohem Stacheldraht umgeben ist. Wer auf deutscher Seite bleiben möchte, wendet sich hier zur Teufelsklause, einer kleinen Schlucht, bevor es über das Finsterauer Filz wieder zurück zum Ausgangspunkt geht. Für die hier beschriebenen 9,2 Kilometer und 320 Höhenmeter braucht ein durchschnittlich trainierter Wanderer drei Stunden.

Mehr inspirierende Ideen für Wochenend-Ausflüge in Deutschland finden Sie hier.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Tim Vedeshkin, Shutterstock Einer der letzten deutschen Wälder mit Urwald-Anteil: der Bayerische Wald Einer der letzten deutschen Wälder mit Urwald-Anteil: der Bayerische Wald
Schwarzwald: Mountainbiken trotz Corona /reise-news/detail/schwarzwald-mountainbiken-trotz-corona.html Solveig Michelsen 5602 20200512T080300 Die Urlaubsaussichten sind derzeit sehr beschränkt – nämlich auf Deutschland. Zeit, ein paar Gebiete genauer unter die Lupe zu nehmen, die man sonst links liegen gelassen hat. Zum Beispiel den Schwarzwald. Dass der viel mehr kann als Kuckucksuhren, erzählt Patrick Schreib (45), Tourismus-Chef von Baiersbronn und begeisterter Mountainbiker, in einem Interview über den Stand der Dinge.

Normalerweise startet in Baiersbronn die Bike-Saison traditionell im April. Wie sieht es derzeit im Nordschwarzwald aus?

Sehr ruhig. Unsere Hotels haben gerade alle geschlossen und bereiten sich auf die Zeit vor, wenn sich die Tourismuswelt wieder zu drehen beginnt. Dann erwartet unsere Gäste ein bestens gepflegtes Streckennetz von 440 Kilometer Länge. Übrigens: Bei uns in Baiersbronn sind alle beschilderten Trails zu 100 Prozent legal!

Wie sehen Sie die Zukunft nach Corona?

Ich hoffe, dass sich die Menschen neu besinnen. Und merken, wie schön, abwechslungsreich – aber auch anspruchsvoll – es bei uns im Nordschwarzwald ist. „Urlaub in der Heimat" könnte ein neues Erfolgsmodell werden. Baiersbronn liegt weniger als eineinhalb Autostunden von Stuttgart, Karlsruhe und Straßburg entfernt. Und bietet auf kleinstem Raum überraschend viel Erlebnis – und das direkt in der Nachbarschaft.

Baiersbronn hat in Sachen Mountainbiken Leuchtturmcharakter für ganz Baden- Württemberg. Wie wichtig ist denn das Thema E-Biken und E-Mountainbiken für die Region?

E-Biken und E-Mountainbiken wird für uns natürlich immer wichtiger. Der Nordschwarzwald rund um Baiersbronn ist schließlich prädestiniert für E-Mountainbiker. Wir haben keine Liftanlagen, aber dafür kurze und knackige Anstiege, die man mit Elektrohilfe regelrecht hochfliegen kann. Oben angekommen, warten dann schöne Einkehrhütten wie z.B. die „Sattelei“ – und anschließend superflowige Singletrails, die alle sternförmig wieder nach Baiersbronn hinunter führen. E-Mountainbiker sind meist auch Genießertypen. Und Baiersbronn ist bekannt für seine vielen Top-Restaurants. Nirgendwo in Deutschland leuchten so viele Sterne am Gourmethimmel wie bei uns. Die perfekte Selbstbelohnung nach einem erlebnisreichen E-Bike-Tag!

» Mehr spannende DuMont Reise-News

© Andreas Kern, Baiersbronn Bike-Spaß in Deutschland, genauer gesagt im Nordschwarzwald Bike-Spaß in Deutschland, genauer gesagt im Nordschwarzwald
Lissabon: European Green Capital 2020 /reise-news/detail/lissabon-european-green-capital-2020.html Solveig Michelsen 5593 20200326T081600 Mit dem Titel „European Green Capital“ werden Städte ausgezeichnet, die trotz wirtschaftlichem Wachstum signifikante Beiträge zum Umweltschutz leisten – und damit zur Lebensqualität der Bewohner. Während bislang die „grünen Hauptstädte“ vor allem im nördlichen Europa zu finden waren, wurde für das Jahr 2020 erstmalig eine südeuropäische Hauptstadt ausgewählt: Lissabon.

Nicht, dass Lissabon touristischer Aufmerksamkeit bedürfte. Wie viele andere Städte leidet auch die portugiesische Hauptstadt unter Overtourism. Doch bei dem Titel der Umwelthauptstadt Europas geht es vielmehr darum, ein leuchtendes Beispiel zu küren, wie wirtschaftliches Wachstum und Umweltschutz miteinander harmonieren können – zugunsten der Lebensqualität der Einwohner.

Die Grüne Hauptstadt Europas hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen um 60% zu senken, bis 2025 ein Verteilungsnetzwerk zur Wiederverwertung von Wasser zu installieren und in die Entwässerungsanlagen der Stadt zu investieren, um Überschwemmungsschäden zu verhindern, und bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury, Lissabon den Titel der „Umwelthauptstadt Europas“ zu verleihen, waren vorbildliche Praktiken in Sachen intelligenter Bürgerbeteiligung, grünes Wachstum, Öko-Innovation, alternative Mobilität, nachhaltige Bodennutzung, Anpassung an den Klimawandel und kommunale Abfallentsorgung.

Für das Jahr 2021 wurde das finnische Lahti zur European Green Capital auserkoren.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© andriybozhok, iStock European Green Capital 2020: Lissabon European Green Capital 2020: Lissabon
Reiseziele für virtuelle Reisen /reise-news/detail/reiseziele-fuer-virtuelle-reisen.html Solveig Michelsen 5592 20200323T080100 Erstmal ist Sofa angesagt statt Urlaub. Wer trotzdem auf Reisen gehen möchte, braucht darauf dank moderner Technik nicht zu verzichten: Zahlreiche Sehenswürdigkeiten präsentieren sich virtuell im 360-Grad-Modus. Und das gilt längst nicht nur für Museen. Wie zeigen Ihnen, was sich in Österreich alles genießen lässt.

Wonach sehnt man sich am meisten, wenn man sich auf die eigenen vier Wände beschränken soll? Bei vielen heißt die Antwort: nach Weite und Natur. Wie wäre es deshalb, die Krimmler Wasserfälle zu besuchen, die Weißseeer Gletscherwelt zu erkunden oder putzigen Murmeltieren einen Besuch abzustatten? Virtuell, versteht sich. Hier kommt man zu den virtuellen Nationalpark-Welten Österreichs. Um die 360-Grad-Projekte zu realisieren, wurden eigens Aufnahmegeräte mit zwölf Kameras auf einem Ring angefertigt. Was ursprünglich den Menschen dienen sollte, die nicht mehr selbst auf Reisen gehen können, leistet momentan allen Fernwehgeplagten gute Dienste.

Auch das Salzkammergut, der Wörther See oder die Eisriesenwelt in Werfen lassen sich auf diese Weise entdecken – und inspirieren vielleicht für den nächsten Urlaub.

Kulturinteressierte statten der Albertina oder dem Kunsthistorischen Museum in Wien einen virtuellen Besuch ab, Schloss oder Tiergarten Schönbrunn. Für Sisi-Fans gibt es ebenso einen Rundgang durch ihr Leben wie für Mozart-Anhänger. Die virtuellen Reiseerlebnisse Österreichs finden Sie unter dieser Adresse: www.austria.info/de/virtuelle-erlebnisse-in-oesterreich

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© coehm, iStock Mögliches Ziel virtueller Reisen: die Krimmler Wasserfälle Mögliches Ziel virtueller Reisen: die Krimmler Wasserfälle
Paris ohne Autos /reise-news/detail/paris-ohne-autos.html Solveig Michelsen 5579 20200226T091700 Das Auto soll das langsamste Fortbewegungsmittel werden. Straßen sollen auf ihre ursprüngliche Breite zurückgebaut werden. Und an Stelle der Parkplätze sollen Grünflächen und Spielplätze entstehen. Sollte die amtierende Bürgermeisterin Anne Hidalgo wieder gewählt werden, könnte Paris zum Vorbild für viele Städte werden.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat in Sachen Innenstadtverkehr bereits einiges erreicht: In nur einem Jahr ist die Anzahl der Pendler, die aufs Rad umgestiegen sind, um 50% gestiegen. Da mögen durchaus die wiederholten Streiks öffentlicher Verkehrsmittel mit hineingespielt haben. Aber eben auch der konsequente Ausbau neuer Radwege und die Sperrung eines Seine-Ufers für Autos. Die Nutzung der Pkws ist erstmals seit dem Jahr 1940 (!) rückläufig gewesen.

Sollte Anne Hidalgo eine weitere Amtszeit antreten dürfen, verspricht sie Zukunftsweisendes: Autos sollen nach und nach aus der Innenstadt verbannt werden, indem Parkplätze zu Grünflächen und Spielplätzen umgebaut, große Avenuen zu Spielstraßen werden. Fußgänger haben hier Vorrang und erlauben dann kein schnelles Durchkommen mehr.

Ursprünglicher Grund dieser Maßnahmen war die starke Luftverschmutzung; inzwischen geht es mehr um die Lebensqualität der Bewohner. Auch ohne Auto sollen alle nötigen Einrichtungen und Geschäfte innerhalb von 15 Minuten erreichbar sein. Mit dem E-Bike oder einem Roller ist das kein Problem. Auf den Illustrationen der Kommune ist viel Grün zu sehen – und ein gemütliches Leben auf der Straße, das sicher auch das soziale Miteinander stärken wird. Vielleicht schafft es Paris, diese Utopie eines lebenswerten Stadtlebens wirklich umzusetzen.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© dennisvdw, iStock Die Champs-Élysées: bald Spielstraße statt verstopfte Verkehrsader? Die Champs-Élysées: bald Spielstraße statt verstopfte Verkehrsader?
El Hierro will zu 100% nachhaltig werden /reise-news/detail/el-hierro-will-zu-100-nachhaltig-werden.html Solveig Michelsen 5572 20200219T091000 Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt im Sommer 2019 beschließt die kanarische Insel El Hierro, in Zukunft zu 100% nachhaltig zu werden. Das bedeutet konkret: ausschließliche Nutzung erneuerbarer Energien, Zero-Waste-Programm, biologische Landwirtschaft und naturverträglicher Tourismus.

Die Pläne, möglichst umweltfreundlich zu arbeiten und zu wirtschaften, gibt es auf der kanarischen Insel El Hierro nicht erst seit gestern. Sie sind also keine Antwort auf die immer größer werdende globale Sorge um das weltweit schwankende Klima und seine Folgen, aber dafür ein leuchtendes Beispiel in Zeiten wie diesen. Bereits 1997 beschloss die Inselverwaltung, energieautark zu werden, möglichst wenig Abfall zu produzieren, biologisch zu landwirtschaften und nachhaltigen Tourismus zu fördern. Nicht so einfach. Selbst das ehrgeizige Windwasserkraftwerk „Gorona del Viento (GdV)“ brachte es nur auf eine Substitutions-Quote von 50%; der restliche Strom musste mit Dieselgeneratoren produziert werden.

Im Sommer 2019 gelang El Hierro nun ein einzigartiges Pilotprojekt: 24 Tage lang bezogen die Insulaner ihren gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Ressourcen. Das spornte die zweitkleinste kanarische Insel an, ihr ehrgeiziges Umweltprojekt weiterzuführen. El Hierro möchte die erste, vollständig nachhaltige Insel der Welt werden. Dazu gehört auch ein umweltverträglicher Tourismus, denn auf zwei Millionen Einwohner kommen jährlich bis zu 15 Millionen Touristen. Als UNESCO-Biosphärenreservat fühlt man sich doppelt verpflichtet. Dazu gehören zum Beispiel strenge Regeln im Tauchreservat, kleine Pensionen statt große Hotels und die Förderung lokaler Produkte und Handwerke. Beim Transport setzt man auf die Biodieselstrategie – altes Pflanzenöl wird als Kraftstoff genutzt – oder auf Elektromobilität. Für Touristen soll die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie die Benutzung von Sammeltaxen gefördert werden.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Charles03, iStock El Hierro möchte die erste, vollständig nachhaltige Insel der Welt werden. El Hierro möchte die erste, vollständig nachhaltige Insel der Welt werden.
Interessante Fakten zu Athen /reise-news/detail/interessante-fakten-zu-athen.html Solveig Michelsen 5556 20200123T083000 Athen gilt als „Wiege der Demokratie“. Trotzdem hat es sämtliche Regierungsformen durchlaufen. Ein alter Hut? Wussten Sie, dass die antiken Olympischen Spiele niemals dort stattgefunden haben? Oder warum es so viele Menschen in den Urlaub dorthin zieht?

Athen gilt als Geburtsort der Demokratie. Im 5. Jahrhundert vor Christus bildete sich dort die antike Attische Demokratie heraus, die männlichen Einheimischen über 30 Jahren ein Mitbestimmungsrecht zusicherte. Laut dem Demokratieindex leben heutzutage übrigens weniger als 5% aller Menschen weltweit in einer vollwertigen Demokratie.

Kein Punkt in Griechenland ist mehr als 137 Kilometer vom Meer entfernt. Und wer von Athen aus startet, hat es gar nicht mehr weit. Glyfada Beach südlich des Zentrums ist nur einen Katzensprung entfernt, und zahlreiche Inseln lassen sich schnell mit der Fähre erreichen.

Ein weiterer Grund, warum es Urlauber immer wieder nach Griechenland und Athen zieht: Die jährliche Sonnentage der Stadt belaufen sich auf 348!

Im Juli und August ist es auch den Griechen oft zu heiß in der Stadt, die sich mitsamt dem Smog schnell auf über 40 Grad erhitzt. Selbst nachts beträgt die Temperatur oft noch über 30 Grad Celsius. Da freut man sich über nahes Wasser.

Die antiken Olympischen Spiele werden oft fälschlicherweise in Athen verortet. Dabei deutet der Name schon darauf hin: Das einstige Olympia war der Austragungsort. Heute befindet sich die Stadt Archea Olymbia in der Nähe.

Dafür geht der berühmte Marathonlauf auf die Strecke Marathon–Athen zurück, die genau 42 Kilometer misst und heute durch eine weiße Linie auf der Straße gekennzeichnet ist – dort, wo man verschiedenen Legenden nach den Weg des einstigen Läufers vermutet.

Athen war 1985 die erste Stadt, an die der Titel „Kulturhauptstadt Europas“ verliehen wurde.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© mfron, iStock Die Akropolis gehört zu den am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten weltweit. Die Akropolis gehört zu den am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten weltweit.
"Holland" gibt es nicht mehr /reise-news/detail/holland-gibt-es-nicht-mehr.html Solveig Michelsen 5555 20200116T121000 Waren Sie auch schon mal in Holland? Verzeihung, in den Niederlanden? Seit 1. Januar 2020 nimmt man es mit der offiziellen Länderbezeichnung ganz genau. Neben dem Wunsch nach der korrekten Bezeichnung haben noch weitere Gründe für ein konsequentes Umdenken gesorgt.

Wurden zuvor die beiden Begriffe „Holland“ und die „Niederlande“ gleichermaßen benutzt, um das kleine Königreich im Nordwesten Europas zu benennen, soll ab sofort klar differenziert werden: Das eigentliche Holland, aus einer ehemaligen Grafschaft hervorgegangen, macht gerade einmal zwei der zwölf Provinzen der Niederlande aus. Der Großteil des Landes bleibt also unberücksichtigt bei dem Begriff, der sich nicht nur im Ausland als Synonym für die Niederlande eingeprägt hat.

Schuld daran sind unter anderem Marketing-Maßnahmen, die die Bezeichnung „Holland“ mit sehr touristischen Assoziationen wie Tulpen und Windmühlen aufgeladen haben. Inzwischen fühlt man sich allerdings auf genau diese Klischees reduziert. Und in Zeiten des Overtourism sollen Besucher auch auf den Rest des Landes aufmerksam gemacht werden.

Deshalb werden ab sofort in sämtlichen offiziellen Dokumenten nur noch „Die Niederlande“ benutzt. Auch die niederländische Tourismusbehörde wird sich einen neuen Namen geben müssen – sie läuft derzeit noch unter www.holland.com.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Jag_cz, iStock Die Niederlande wollen nicht mehr mit Klischees assoziiert werden und verbitten sich nun das Synonym „Holland“. Die Niederlande wollen nicht mehr mit Klischees assoziiert werden und verbitten sich nun das Synonym „Holland“.
Drei Wege auf die Riegersburg /reise-news/detail/drei-wege-auf-die-riegersburg.html Solveig Michelsen 5553 20200130T083300 Als „stärkste Feste der Christenheit“ wurde die Riegersburg einst bezeichnet. Imposant thront sie auf einem 200 Meter hohen Basaltkegel im Südosten der Steiermark und zieht die unterschiedlichsten Besucher an. Zu bieten hat sie neben historischen Mauern drei Museen, mehrere Klettersteige und eine Greifvogelwarte.

Nicht von ungefähr gehört die Riegersburg zu den bekanntesten Touristenattraktionen der Steiermark. Schon von Weitem zieht sie alle Blicke auf sich – erhaben thront sie auf einem 200 Meter hohen Basaltfelsen, der aus der lieblichen steirischen Hügellandschaft ragt. Und für Besucher hat sie einiges zu bieten, sodass der Tagesausflügler entscheiden muss: die alten Gemäuer durchstreifen oder eines der Museen besuchen? Burgmuseum, Waffenmuseum oder gar das Hexenmuseum, das Einblick in die schaurigen Hexen- und Zaubererprozesse im 17. und 18. Jahrhundert gibt.

Das Spannendste aber bleiben die unterschiedlichen Wege auf die Riegersburg. Wer es bequem mag oder mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs ist, benutzt den Panorama-Schrägaufzug. Zu Fuß steigt man einen 20-minütigen Felsenweg bergan. Alternativ hat die Riegersburg aber noch mehrere Klettersteige zu bieten. Zwei von ihnen enden direkt im Gastgarten der Burgtaverne, wo man mit einer Glocke sein Kommen ankündigen kann und somit nicht lange auf sein Bier warten muss.

Die Schwierigkeit des Leopold-Klettersteigs (ca. 45 Minuten) bewegen sich bis zu Grad C, eine Variante (+10 Minuten) enthält D/E-Stellen. Kurz vorm Ausstieg ist noch eine einstündige Verlängerung über den Heinrich-Klettersteig (C/D) möglich. Der Jungfernsteig, ein weiterer Klettersteige der Klasse C, ist nur geführt begehbar. Und für Kinder gibt es den kurzen Rittersteig.

Weitere Infos unter www.dieriegersburg.at

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Thermen- & Vulkanland Steiermark/Eisenberger Imposant thront die Riegersburg auf einem Basaltmonolith. Imposant thront die Riegersburg auf einem Basaltmonolith.
Wo es die Berliner Mauer noch zu sehen gibt /reise-news/detail/wo-es-die-berliner-mauer-noch-zu-sehen-gibt.html Solveig Michelsen 5547 20191228T084800 Genau 30 Jahre ist es her, dass die Berliner Mauer zu Fall gebracht wurde. Viele Menschen haben sich ein Stück als Erinnerung herausgebrochen; etliche Teile wurden in die ganze Welt verkauft oder verschenkt. In Berlin selbst ist es heute schwierig, überhaupt noch einen Blick auf das einstige Grenzbauwerk zu erhaschen. Hier ein paar Tipps.

In 40 Ländern rund um den Globus kann ein Stück der Berliner Mauer besichtigt werden. Zahlreiche Länder und Institutionen hatten sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 darum bemüht, einen Teil des Mauerkuchens abzubekommen. Wer nicht nach Südafrika oder Argentinien reisen möchte, um ein Stück deutscher Geschichte zu begreifen – im wörtlichsten Sinn –, sollte sich vorab gut informieren, wo in Berlin noch Teile davon zu sehen sind.

Insgesamt sind nur drei am Originalstandort erhalten gebliebene Teilstücke bekannt. Das längste davon befindet sich an der Bernauer Straße, ist aber sehr lückenhaft. Ein Teil des erhaltenen Mauerstücks wurde in die dortige Gedenkstätte integriert. Der mit rund 200 Metern fast ebenso lange Abschnitt an der Niederkirchnerstraße beim Ausstellungsgelände der „Topographie des Terrors“ steht heute unter Denkmalschutz. Ebenfalls denkmalgeschützt ist der kurze Abschnitt an der Liesenstraße.

Im Hinterland gibt es mit der „East Side Gallery“ rund 100 Murals zu bewundern – großflächige Graffiti, die nach dem Fall der Mauer aufgesprüht wurden und die Wiedervereinigung visuell kommentieren. Auch am Potsdamer Platz und am Checkpoint Charlie, einem der wichtigsten damaligen Grenzübergänge, sind Teile der Mauer ausgestellt. Eine vollständige Übersicht aller Mauerreste findet sich auf Wikipedia.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© umut rosa, Shutterstock Von der Berliner Mauer ist nicht mehr allzu viel zu sehen in Berlin. Von der Berliner Mauer ist nicht mehr allzu viel zu sehen in Berlin.
"Landschaftskinowege" in Bayern /reise-news/detail/landschaftskinowege-in-bayern.html Solveig Michelsen 5546 20191218T085300 Landschaftskinowege sind Premiumwanderwege, die entlang der schönsten Landschaften Oberbayerns führen – versteckt und ruhig gelegen, gut geschützt vor Stress und Lärm. So heißt es in der Beschreibung der Touren. Neben dem „Kino für den Kopf“ auf den Logenplätzen und Sonnenlichtpunkten wird mit gemütlichen Einkehrmöglichkeiten auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Landschaftskino – was darf man sich darunter nun vorstellen? Nehmen wir an, Sie spazieren in tief verschneiten Winterwäldern vor sich hin. Plötzlich tut sich eine helle Lichtung auf und gibt den Blick frei auf ein Panorama, das postkartentauglich ist. Das ist dann “Landschaftskino“. Die so genannten Landschaftskinowege können aber noch mehr. Für eine Auszeichnung mit diesem Prädikat muss es mindestens eine ansprechende Einkehrmöglichkeit auf der Tour geben, die Wege sind gut präpariert und einfach erreichbar, die Streckenführung abwechslungsreich. Beispiele dafür sind der Premium-Winterwanderweg Panorama bei Reit im Winkl im Chiemgau, der sechs Kilometer auf der tief verschneiten Hemmersuppenalm entlangführt, oder der Burghausener Panoramaweg entlang der weltlängsten Burg und durch die mittelalterliche Altstadt der bayerisch-österreichischen Grenzstadt.

Das Gleiche gibt es noch einmal für Langläufer und heißt dann Landschaftskinoloipen. Auch hier stehen lichte Aussichtspunkte, Bergpanorama, ursprüngliche Dörfer, gemütliche Stuben und warmherzige Gastgeber im Vordergrund. Eine gute Präparierung, eine vorbildliche Ausschilderung und nur leichte Steigungen sorgen für den Premiumcharakter. Sanft eingebettet in eine Hügellandschaft ist zum Beispiel die Langlaufloipe Hohenpeißenberg im Pfaffenwinkel, die auf sieben Kilometern an Bergen und einem malerischen See vorbeiführt. Als besonders schneesicher gilt die Kloo-Ascher-Runde in Bayrischzell.

Mehr Infos zu Landschaftskinowegen und -loipen unter www.oberbayern.de/winter/.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Peter von Felbert, Tourismus Oberbayern München e.V. Ein „Logenplatz“ eines Landschaftskinowegs Ein „Logenplatz“ eines Landschaftskinowegs
Parma: italienische Kulturhauptstadt 2020 /reise-news/detail/parma-italienische-kulturhauptstadt-2020.html Solveig Michelsen 5541 20191211T084200 Parma kann weitaus mehr als Parmesan und Parmaschinken. Die Stadt des guten Geschmacks ist zur italienischen Kulturhauptstadt 2020 gewählt worden und lässt den Besucher mit über 400 Veranstaltungen an ihren kulturellen Schätzen teilhaben.

270 Kilometer Spaghetti werden in der größten und ältesten Pastafabrik in Parma hergestellt – wohlgemerkt pro Stunde! Daneben rund 340 Parmesan-Käsereien und die berühmte Kochschule Alma und Barilla – kein Wunder, dass Parma als einzige Stadt des Landes von der UNESCO die Auszeichnung „Creative City for Gastronomy“ erhielt. Doch das Kulinarische soll nicht von den kulturellen Schätzen ablenken, die die oberitalienische Großstadt mit knapp 200.000 Einwohnern zu bieten hat. Der prächtige Dom mit seinem Platz, der Palazzo della Pilotta und das Baptisterium in zartrosa und cremeweißem Verona-Marmor sind nur einige der sehenswerten Gebäude.

Im Kulturhauptstadtjahr 2020 dominieren jedoch Events und Veranstaltungen, die einen neuen Blickwinkel auf die alten Schätze bieten. Die Ausstellung „Die Zukunft des Gedächtnisses“ (24.04.-10.10.2020, Ospedale Vecchio) erinnert an das ehemalige Krankenhaus, das dort untergebracht war. Die Ausstellung „Time Machine“ (12.01.-03.05.2020, Palazzo del Governatore) widmet sich der Frage, wie Kino, Fernsehen und Videoinstallationen unsere Wahrnehmung der Zeit verändert haben. In Zusammenarbeit mit jungen italienischen Künstlern entstehen in den Vororten neue Begegnungsorte zwischen Menschen: „Temporary Signs“ (01.04.-30.09.2020). Und in der Abtei von Valserena ist die Installation „Design! Objekte, Prozesse, Erfahrungen“ (28.05.-06.09.2020) zu sehen. Zum Jahresende lädt die Ausstellung „Das Unsichtbare sehen“ (03.10.-20.12.2020) ins APE Parma Museum ein.

Wie schwärmte schon der deutsche Romantiker Ludwig Tieck: „Niemand sage, er habe Italien gesehen, wenn er nicht dich besucht hat, Parma, und deinen Dom.“

Mehr Infos zum Programm der Kulturhauptstadt 2020 unter www.parma2020.it (leider nicht auf Deutsch).

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© APT Servizi Regione Emilia Romagna Parma hat weitaus mehr zu bieten als nur Parmesan und Schinken. Parma hat weitaus mehr zu bieten als nur Parmesan und Schinken.
Gigantisches Lichterfest in Lyon /reise-news/detail/gigantisches-lichterfest-in-lyon.html Solveig Michelsen 5527 20191119T084500 Vom 5. bis 8. Dezember 2019 findet in Lyon wieder die „Fête des Lumières“ statt, ein gigantisches Lichterfest, das Besucher aus aller Welt anzieht. Häuser- und Kirchenfassaden werden mit bunten Lichtershows bespielt; die Einwohner tragen mit Kerzen und Windlichtern in den Fenstern zum einzigartigen Ambiente bei. Nirgendwo anders strahlt der Advent so hell.

Die „Fête des Lumières“, Lyons einzigartiges Lichterfest, das dieses Jahr vom 5. bis zum 8. Dezember stattfindet, rühmt sich, das weltweit drittgrößte nicht-religiöse Festival zu sein – nach dem Karneval in Rio und dem Oktoberfest. Mehrere Millionen Besucher strömen an dem langen Wochenende um Mariä Empfängnis in die Stadt, um ein wahrlich eindrucksvolles Lichterspektakel zu erleben. Maria ist es auch zu verdanken, dass es dieses Fest überhaupt gibt: Im 17. Jahrhundert erhörte sie die Bitten der Lyoner, sie vor der Pest zu bewahren. Im 19. Jahrhundert erinnerte man sich dieses Ereignisses und begann, ihr an Mariä Lichtmess mit Kerzen und Windlichtern in den Fenstern zu huldigen. Ab 1989 nahm das Fest größere Ausmaße an – Häuser- und Kirchenfronten werden seitdem mit Lichtershows bespielt, die sich jedes Jahr zu übertreffen scheinen.

Der „Ball der Lichter“ entführt in eine magische Welt, wenn Wände lebendig werden und zu tanzen beginnen – allein mithilfe von Lichtanimationen und musikalischer Untermalung. Pro Tag gibt es rund zehn Animationen zu bestaunen. Auf dem Place des Terreaux, am Brunnen Bartholdi, findet außerdem ein Wasserballett statt. Die Fassaden der Kathedrale Saint-Jean spielen mit der Geschichte: 3D-Animationen lassen verschiedene Jahrhunderte fließend ineinander übergehen.

Wer Lyon in dieser Zeit einen Besuch abstatten möchte, sollte sich baldmöglichst um eine Unterkunft bemühen. Die französische Eisenbahngesellschaft SNCF bietet während des Festes in Regionalzügen übrigens 50% Ermäßigung bei allen Hin- und Rückfahrkarten nach Lyon.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Brice Robert, ONLY LYON Lichter-Spektakel auf dem Place des Terreaux Lichter-Spektakel auf dem Place des Terreaux
Slow Winter in Südtirol /reise-news/detail/slow-winter-in-suedtirol.html Solveig Michelsen 5520 20191107T092300 Alles mal langsam, heißt es in Südtirol im Rahmen des „Slow Winter“-Mottos. Wer keine Lust auf großen Skizirkus hat, findet hier genügend Orte der Stille – beim Winterwandern, Eislaufen, auf Schneeschuhtour oder in Mikro-Skigebieten, die aus der hektischen Zeit gefallen zu sein scheinen.

Große Skigebiete sind nicht jedermanns oder -fraus Sache. Viele möchten im Winterurlaub einfach abschalten und die weiße Jahreszeit ganz bewusst erleben: die Stille des Schnees, der alle Geräusche dämpft – in einer Zeit, in der man traditionell zur Ruhe kommt nach einem arbeitsamen Sommer. Einem solchen natürlichen Rhythmus lässt es sich zum Beispiel am Reschenpass nachspüren, auf 60 Kilometern gewalzter oder gespurter Winterwanderwege. Auch Eislaufen lässt es sich dort hervorragend auf dem zugefrorenen Reschensee. Das Gsieser Tal sowie das Villnösstal, die Heimat Reinhold Messners, bieten Möglichkeiten zum Schneeschuhwandern vor beeindruckender Dolomiten-Kulisse. Im Nationalpark Stilfser Joch kann man bei geführten Vollmond-Touren auch nachts durch den Schnee stapfen.

Wem das alles noch zu viel Action ist: Am 15. Dezember 2019 gibt es im Nationalpark den ersten Waldadvent. In Ulten stimmt man sich ab 14:30 Uhr mit Geschichten am Lagerfeuer, Hirtenspielen und adventlicher Musik auf das Weihnachtsfest ein. Und im März 2020 werden an der Bergstation Ratschings-Jaufen mehrere Termine angeboten, um sich bei Schalenfeuer, Atemmeditation und Tee auf seine fünf Sinne zu besinnen. Auch hier heißt es wieder: abschalten und auftanken.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© IDM Südtirol, Frieder Blickle Winterwandern am verschneiten und zugefrorenen Reschensee Winterwandern am verschneiten und zugefrorenen Reschensee
Überraschungen im Ticket-Dschungel /reise-news/detail/ueberraschungen-im-ticket-dschungel.html Solveig Michelsen 5512 20191021T083600 Das Tarifsystem der Deutschen Bahn ist nicht gerade für seine Einfachheit bekannt. Schnäppchenjäger auf der Suche nach dem günstigsten Preis müssen sich dafür schon mal durch viele verschiedene Optionen klicken. Doch dabei tut sich auch die eine oder andere Überraschung auf: Schon mal was vom EgroNet-Ticket gehört oder dem Herbst-Spar-Tarif?

Die Deutsche Bahn ist immer wieder für Überraschungen gut – selbst für eingefleischte Bahnfahrer. Denn wer sich durch die Vielzahl an Sonderticket-Angeboten klickt, wird schnell feststellen: Von manchen hat man noch nie gehört. Allein im Bundesland Bayern wartet die Deutsche Bahn derzeit mit 27 unterschiedlichen Regionaltickets auf. Da gibt es zum Beispiel das Bayern-Böhmen-Ticket, das auch in Tschechien gilt, oder das Happy-Hour-Ticket Niederbayern, das Hopper-Ticket für einen Umkreis von bis zu 50 Kilometern oder das Oberstdorfer Ski-Ticket. Und dann noch das ominöse EgroNet-Ticket. Dieses beinhaltet Bahn, Straßenbahn und Busverkehr in Bayern, Sachsen,Thüringen und Tschechien und kostet kaum mehr als ein Bayern-Ticket, ist dafür aber nicht online zu bekommen.

Da greifen wir doch lieber beim Herbst-Spar-Ticket zu, das noch bis zum 30. November gültig ist: Zwischen 9 und 15 Uhr lässt es sich damit für 14,90 Euro durch Rheinland-Pfalz und Saarland reisen. Wer jetzt noch wissen möchte, was ein Bernsteinticket beinhaltet oder ein Stadt-Land-Meer-Ticket ist – einfach unter www.bahn.de nachschauen und dann ab zum Bahnhof, um auf den Schienen das Land zu erkunden!

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© coco194, iStock Die Deutsche Bahn überrascht mit vielseitigen Angeboten. Die Deutsche Bahn überrascht mit vielseitigen Angeboten. | © coco194, iStock
Smart Cities: Auszeichnung für zukunftsweisenden Tourismus /reise-news/detail/smart-cities-auszeichnung-fuer-zukunftsweisenden-tourismus.html Solveig Michelsen 5507 20191014T161900 Seit 2019 gibt es eine neue Auszeichnung für europäische Städte, die sich digital, nachhaltig und zugänglich zeigen: den EU Capitals of Smart Tourism Award. Was bekommt der Besucher dabei geboten? Einladende Städte, die sich ihm öffnen und einfach zu bereisen sind.

Was macht eine Stadt „smart“? Was macht intelligenten Tourismus aus? Eine EU-Kommission hat sich auf vier tragende Säulen geeinigt: Digitalisierung, Zugänglichkeit, Nachhaltigkeit sowie Kreativität und Bewahrung des kulturellen Erbes. Bezogen auf den Tourismus ergeben sich ganz unterschiedliche Konzepte. Insbesondere die beiden 2019 als „EU Capitals of Smart Tourism“ gekürten Städte – Helsinki und Lyon – sind sehr verschieden in ihren Ansätzen. Helsinki setzt stark auf Digitalisierung und Innovation, bietet dem Besucher zum Beispiel die Meta-Transport-App Whim, die die Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel, der Fähren, der Mieträder, der Taxis und sogar von Mietwägen bündelt und damit viel Zeit spart. „Wie komme ich von A nach B?“ ist im Nu beantwortet und mit neuen, interessanten Optionen verbunden: Warum nicht einmal eine Etappe mit dem City Bike zurücklegen?

Lyon ist sich seiner kulturellen Schätze sehr bewusst und lässt den Besucher behutsam daran teilhaben. So etwa in den UNESCO-geschützten „Traboules“ – schmale Passagen, die von einer Straße zur anderen führen und einst für einen gemeinschaftlichen Zugang zu einem Brunnen gebaut wurden. So genannte City Helpers sorgen dafür, dass das Verhältnis zu den Anwohnern entspannt bleibt, versorgen die Besucher außerdem mit weiteren Informationen und befragen diese nach ihren Wünschen und Erfahrungen.

Auch in den Einzelkategorien wird jeweils eine Sieger-Stadt gekürt. So stach 2019 Ljubljana beim Thema Nachhaltigkeit hervor, Málaga beim Thema Zugänglichkeit. Kopenhagen bekam die Auszeichnung für Digitalisierung und Linz für die Säule „kulturelles Erbe und Kreativität“.

Seit 9. Oktober stehen auch schon die Gewinner für 2020 fest. Über alle Bereiche hinweg als herausragend wurden befunden: Göteborg (Schweden) und Málaga (Spanien). Die Einzelsieger sind diesmal: noch einmal Göteborg (Nachhaltigkeit), Breda (Zugänglichkeit), Ljubljana (Digitalisierung) und Karlsruhe (kulturelles Erbe und Kreativität). Städte unter einem ganz bestimmten Gesichtspunkt zu bereisen, kann eine spannende Erfahrung sein – probieren Sie es aus!

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Quentin Lafont, ONLY LYON Das Musée des Confluences in Lyon: innovativ und barrierefrei Das Musée des Confluences in Lyon: innovativ und barrierefrei | © Quentin Lafont, ONLY LYON
Oodi – Helsinkis neuester Hot Spot /reise-news/detail/oodi-helsinkis-neuester-hot-spot.html Solveig Michelsen 5502 20191002T124100 Hinter dem Namen „Oodi“ verbirgt sich eigentlich eine Bibliothek – aber was für eine! Hier treffen Architekturfreunde auf Gaming-Experten, Künstler auf Handwerker und Familien auf Individualisten. Möglich macht's ein spannendes Konzept, das als Wunschkonzert der Bibliotheksbesucher geboren wurde.

Show-Küchen, Gaming Rooms und 3D-Drucker, Kino, Café und Aufnahmestudio – was hat das alles mit einer öffentlichen Bibliothek zu tun? Helsinkis „Oodi“ versteht sich nicht als bloße Bücherei, sondern als kultureller Treffpunkt, als Einladung zum Kreativ-Werden und Sich-Weiterbilden, quer durch alle Bevölkerungsschichten. Neben den zu erwartenden rund 100.000 Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, Noten und Filmen – allesamt präsentiert in einem modernen und hellen Bau aus Holz und Glas – überrascht der Kreativbereich: Hier proben Bands und nehmen ihre erste CD auf, handwerklich Interessierte bedienen den Lasercutter oder die Stanzmaschinen, Spielefreunde erproben sich im Virtual-Reality-Raum. Alles völlig kostenfrei.

Experimentierfreudige drucken auf A0-Größe, auf Stoff oder gar mit dem 3D-Drucker aus. Eine Küche kann für Vorführungen oder Kurse genutzt werden, ein Programmkino sorgt für Unterhaltung. Für Kinder gibt’s einen eigens gestalteten Bereich mit Spielteppich und einen Märchenraum hinter einer geheimen Tür; Erwachsene freuen sich über das Café, das sich bei schönem Wetter bis auf die Dachterrasse erstreckt und dann auf das gegenüberliegende Parlamentsgebäude blicken lässt – auf Augenhöhe, das ist den Finnen wichtig. Dazwischen: viel Raum zum Arbeiten, so einladend gestaltet, dass man am liebsten gleich loslegen möchte. Schuld daran ist sicher auch die ansprechende Einrichtung: viel Licht, echte Pflanzen und originelles Design. Wer Helsinki verlässt, ohne Oodi gesehen zu haben, ist selbst schuld.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Kuvio Oodi, Vorzeigeobjekt der Architektengruppe ALA Architects Oodi, Vorzeigeobjekt der Architektengruppe ALA Architects
Neue deutsche UNESCO-Stätten /reise-news/detail/neue-deutsche-unesco-staetten.html Solveig Michelsen 5480 20190719T080900 28 neue Orte wurden auf die Liste des UNESCO-Welterbes kürzlich aufgenommen, darunter auch zwei in Deutschland: Augsburgs historisches Wassermanagementsystem sowie die deutsch-tschechische Bergbauregion Erzgebirge/Krušnohoří zählen ab sofort als schützenswerte Kulturdenkmäler. Zeit für einen Besuch.

Augsburgs Wassermanagementsystem: 46 Welterbe-Stätten hat Deutschland inzwischen zu verzeichnen. Bei einigen ist der Status offensichtlich gerechtfertigt – wie z.B. dem Kölner Dom –, bei anderen muss man schon genauer hinsehen. So auch in Augsburg. Seit 1545 bereits gibt es dort eine Trennung von Brauch- und Trinkwasser, lange bevor die Relevanz einer guten Hygiene weithin bekannt war. Mithilfe fortschrittlicher Hydraulik-Methoden pumpte man schon im 15. Jahrhundert das Wasser erst in Türme und leitete es dann zu den Menschen weiter. Auch zur Kühlung von Lebensmitteln sowie zum Abfall-Abtransport diente das ausgeklügelte System an Kanälen und Wasserwerken. Besucher können diese Besonderheit an 22 Stationen in und um Augsburg erkunden.

Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří: Ab dem 11. Jahrhundert wurde in der sächsisch-böhmischen Region Bergbau betrieben. Zahlreiche Bauten, die davon zeugen, sind teilweise originalgetreu erhalten geblieben. Als „Meisterwerk menschlicher Kreativität“ sind die insgesamt 22 Bestandteile betitelt worden, die in ihrer Verbindung den UNESCO-Titel erhalten haben: Baudenkmäler, Landschaften, Städte, Haldenzüge und Bergwerke. 17 davon befinden sich auf deutscher, fünf auf tschechischer Seite.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Matyas Rehak, Shutterstock Zählt nun zum UNESCO-Welterbe: Augsburgs ausgeklügeltes Wassermanagementsystem Zählt nun zum UNESCO-Welterbe: Augsburgs ausgeklügeltes Wassermanagementsystem
Alpine Pearls und Bergsteigerdörfer /reise-news/detail/alpine-pearls-und-bergsteigerdoerfer.html Solveig Michelsen 5479 20190802T081600 Der Wunsch nach intakter Natur und Nachhaltigkeit wächst unter den Bergurlaubern. Halligalli-Installationen waren gestern, heute sind Authentizität, Ursprünglichkeit und Natürlichkeit angesagt. Wie gut, dass sich manche Orte schon früh darauf besonnen und den allgemeinen Rummel nicht mitgemacht haben. Unter den Marken „Alpine Pearls“ und „Bergsteigerdörfer“ haben sie sich organisiert.

Alpine Pearls: Die „alpinen Perlen“ entstammen einem Mobilitätskonzept aus dem Jahre 2006. Zwei EU-Projekten ging es um die Förderung eines innovativen, nachhaltigen Tourismus, der die Sehenswürdigkeiten mit sanfter Mobilität erreichbar macht. Das heißt: verkehrsberuhigte Ortskerne, Transferservices, umweltfreundliche Freizeitangebote, eine Mobilitätsgarantie ohne Auto sowie ökologische Mindeststandards. 23 Gemeinden aus fünf Alpenstaaten haben sich inzwischen der Kooperation angeschlossen, darunter Bad Reichenhall und Berchtesgaden in Deutschland, Hinterstoder, Mallnitz, Neukirchen am Großvenediger, Weißensee und Werfenweng in Österreich. Die meisten Perlen sind in Italien zu finden.

Bergsteigerdörfer: Der Zusammenschluss der so genannten Bergsteigerdörfer setzt auf einen nachhaltigen und sanften Tourismus, der für die Führung des Titels strengen Kriterien genügen muss: schnuckelige Pensionen statt Bettenburgen, traditionelle Schmugglerpfade statt planierte Forststraßen und umweltbewusste Beförderungsmöglichkeiten statt Autoschlangen. Großer Wert wird auf den Erhalt von Kultur und Brauchtum gelegt sowie der Berglandwirtschaft. Diese darf nicht zur touristischen Kulisse verkommen, sondern soll auch authentisch gelebt werden. 27 Orte in den Alpen bilden dieses Ideal ab. In Deutschland sind das Kreuth, Ramsau bei Berchtesgaden, Sachrang und Schleching; neben 21 Gemeinden in Österreich gibt es noch drei in Südtirol und zwei in Slowenien.

Mehr Infos unter:

www.alpine-pearls.com

www.bergsteigerdoerfer.org

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Mthaler, iStock Berchtesgaden gehört zu den Alpine Pearls; auch auf dem Königssee ist man per Elektromotorboot unterwegs. Berchtesgaden gehört zu den Alpine Pearls; auch auf dem Königssee ist man per Elektromotorboot unterwegs.
Als Greeter kann man was erleben ... /reise-news/detail/als-greeter-kann-man-was-erleben.html Solveig Michelsen 5473 20190712T082100 Greeter sind ehrenamtliche Stadtführer, die einzelnen Gästen ihre Stadt auf ganz persönliche Art und Weise nahe bringen: Mal gibt es einen Spaziergang zu den schönsten Plätzen und Winkeln, mal ist Kaffeehaus-Hopping angesagt. Je nach Wünschen der Gäste wird ein individuelles Programm gestrickt – das oft auf beiden Seiten starken Eindruck hinterlässt. Ein paar Anekdoten ausgewählter Greeter erzählen davon.

Ein Greeter aus Bonn erzählt:

„Die Familie war noch nie weiter als 100 Kilometer von ihrem Dorf am Lago di Bolsena (Mittelitalien) entfernt gewesen. Wir sind von Beuel Süd Richtung Innenstadt spaziert, und sie waren schwer beeindruckt. Dann mit der Personenfähre rüber auf die andere Rheinseite. Der italienische Familienvater begrüßte den Schiffsführer Herrn Schmitz und seine Frau mit Handschlag, wohl weil er meinte, das sei hier ein Dorf wie bei ihnen zu Hause und jeder kennt jeden und zwar richtig gut. So ähnlich wie in 'Crocodile Dundee in New York'.“

Ein Greeter aus Hamburg erzählt:

„Ich machte einen Rundgang durch St. Pauli – mit einem Blinden und seiner Begleiterin. Das war sehr interessant für mich, ganz anders zu denken und zu erzählen – zu beschreiben. Eine tolle Erfahrung für mich. (…) Die unaufgeregte Zone des ehemaligen Brauereiviertels und dann plötzlich die Reeperbahn – laut, Hektik. Ich beschrieb die Reeperbahn und den Spielbudenplatz und berichtete über den jetzigen Leerraum der ehemaligen Esso-Tankstelle. Ich fand es jedenfalls faszinierend zu erleben, wie ein Blinder hört, Eindrücke fühlt und einsortiert.“

Ein Greeter aus Kassel erzählt:

„Eine junge Polin hat, um sich und ihren Vater durchzubringen, eine Betreuungsstelle bei einem demenzkranken Herrn in Kassel angenommen. Sie hat so gut wie keine Freizeit und wenn doch, geht sie zum Bahnhof – nur um mal unter Menschen zu sein. Irgendwie wird sie auf die Greeter aufmerksam und fragt für ihren letzten Tag einen Greet an. Zu zweit zeigen wir ihr die Stadt. Sie fasst zunehmend Vertrauen und man merkt ihr an, dass es ihr im Grunde weniger um die Stadt als um menschliches Verständnis geht. Bei einer Pause lehnt sie zunächst eine Einladung ab, bestellt sich aber auf unser Drängen doch ein kleines Getränk. Bevor wir weitergehen, überreicht sie uns ein winziges Gläschen mit Marmelade als Dankeschön für den Greet.“

Wer selbst an einem Greet interessiert ist oder als Greeter arbeiten möchte, kann sich unter www.deutschland-greeter.de und www.internationalgreeter.org informieren.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Chicago Greeters Ein Greet: als würde man seinem besten Freund die Stadt zeigen Ein Greet: als würde man seinem besten Freund die Stadt zeigen
McDonalds als Außenstellen für die US-Botschaft /reise-news/detail/mcdonalds-als-aussenstellen-fuer-die-us-botschaft.html Solveig Michelsen 5469 20190705T074400 Was zunächst wie ein schlechter Witz anmutet, ist in Wahrheit eine neue Kooperation zwischen der US-Botschaft und der Fastfood-Kette. US-amerikanische Bürger können sich ab sofort bei Passverlust an eine österreichische McDonalds-Filiale wenden – ganz gemütlich bei Burger und Pommes.

Österreichische McDonalds-Filialen fungieren seit 15. Mai 2019 quasi als Außenstellen der US-Botschaft. Das Personal der 194 Fastfood-Filialen ist damit verpflichtet, in Not geratenen US-Amerikanern ihre Hilfe anzubieten, insbesondere bei Passverlust oder ähnlichen Widrigkeiten. Allerdings werden keine Kompetenzen des Konsulats übernommen, nur der Kontakt zu einer Auslandsvertretung soll über eine 24-Stunden-Hotline hergestellt werden. Für Notpässe und ähnliche Dienstleistungen muss der Weg zum Konsulat weiterhin eingeschlagen werden. Ebensowenig werden die Filialen nun zum US-amerikanischen Hoheitsgebiet, wie manche mutmaßen mögen.

Der Grund für die Wahl der amerikanischen Fastfood-Kette sei ihre Bekanntheit und ihre flächendeckende Präsenz, heißt es. "Die Bitte wurde vom US-Konsulat an uns herangetragen", bestätigte McDonald's-Sprecher Wilhelm Baldia dem „Standard“. Im Netz wird fleißig über „McPassport“ gewitzelt, was den Betroffenen im Fall des Falles aber sicher entgegenkommen wird.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© cookelma, iStock Ein Burger und ein Pass bitte? Über die neue Kooperation wird viel gewitzelt. Ein Burger und ein Pass bitte? Über die neue Kooperation wird viel gewitzelt.
Der neue Liechtenstein-Weg /reise-news/detail/der-neue-liechtenstein-weg.html Solveig Michelsen 5464 20190628T084000 Liechtenstein ist ein Land, aus dem man nur selten etwas hört. Ende Mai 2019 wurde dort ein neuer Weitwanderweg eröffnet, der auf 75 Kilometern alle Gemeinden und viele historische Stätten miteinander verbindet. Ein Grund mehr, dem kleinen Staat einen Besuch abzustatten.

Wer Liechtenstein und seine 300-jährige Geschichte kennenlernen möchte, sollte das am besten zu Fuß tun. Seit 26. Mai 2019 verbindet der neue Liechtenstein-Weg 147 ausgewählte historische Stätten und Ereignisse miteinander. Das summiert sich zu einer Strecke von 75 Kilometern und rund 2000 Höhenmetern, die bequem in fünf Tagesetappen erwandert werden können. Sogar mit Gepäcktransport, wenn einem der Rucksack zu schwer wird. Die Streckenwanderung führt dabei einmal quer durchs 160 Quadratkilometer große Fürstentum – in etwa halb so groß wie München.

Herzstück des Wanderwegs sind die so genannten Erlebnisstationen, die durch die begleitende App "LIstory" digital ergänzt werden. Diese erzählt Geschichten, die die Vergangenheit aufleben lassen und erweckt historische Stätten mittels Inszenierungen zu neuem Leben. Um alle Altersgruppen anzusprechen, arbeitet die App mit Augmented-Reality-Inhalten, die die unmittelbare Umgebung miteinbeziehen und ein spannendes Geschichtserlebnis vermitteln. Selbstverständlich kann der Wanderweg auch ohne Benutzung der App erwandert werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Tourismus-Website des Fürstentums Liechtenstein.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Liechtenstein Marketing Auch am Schloss Vaduz führt der Liechtenstein-Weg vorbei. Auch am Schloss Vaduz führt der Liechtenstein-Weg vorbei.
Österreichs schönste Plätze – laut CNN /reise-news/detail/oesterreichs-schoenste-plaetze-laut-cnn.html Solveig Michelsen 5452 20190607T085800 Internationale Touristen haben oft wenig Zeit für die einzelnen Stationen in Europa. Da kommen Best-of-Listen sehr gelegen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzuhaken. CNN hat eine solche für Österreich erstellt – und überrascht mit seiner Auswahl von Altbekanntem und Noch-nie-Gehörtem.

Unter den Highlights, die CNN seinen Lesern empfiehlt, sind etliche Städte. Darunter die üblichen Verdächtigen wie Wien, Salzburg, Graz und Innsbruck, aber auch Alpbach und Rattenberg. Noch nie gehört? Alpbach ist ein kleines, schmuckes Dorf in den Kitzbüheler Alpen, in dem sich vor allem niederländische Skitouristen gerne vergnügen. Es gilt als ursprünglich und authentisch. Und Rattenberg ist mit etwas über 400 Einwohnern die kleinste Stadt Österreichs mit einem historischen Zentrum im Inn-Salzach-Stil.

Als Ausflugsziel darf Hallstatt auf der Liste natürlich nicht fehlen; auch die Großglockner-Hochalpenstraße wird einem ans Herz gelegt. Doch Dürnstein in der Wachau ist nicht jedem ein Begriff – neben der historischen Stadt mit Stift und Burg lockt auch der Wachauer Wein hierher. Die Semmeringbahn, seit 1854 im Einsatz und damit älteste Gebirgsbahn weltweit, gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe und weckt nostalgische Gefühle bei der Fahrt über den landschaftlich sehenswerten Semmering.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Pratchaya, iStock Für viele Touristen ein Erlebnis: die Großglockner-Hochalpenstraße Für viele Touristen ein Erlebnis: die Großglockner-Hochalpenstraße
Kurioses aus Österreichs Hauptstadt /reise-news/detail/kurioses-aus-oesterreichs-hauptstadt.html Solveig Michelsen 5428 20190408T115500 Kennen Sie die „Wiener Null“? Wir sprechen hier weder von einer Bar noch von einer gänzlich untalentierten Person. Und wie wär's mit den Besonderheiten des Jörgerbads? Wissen Sie den Namen des Flusses, der mitten durch Wien fließt? Wir hätten da ein paar interessante Fakten rund um Wien, mit denen Sie selbst Einheimische noch überraschen können.

Die „Wiener Null“ ist ein eigenes Höhenbezugssystem in Wien, das bis heute noch gültig ist. Es basiert auf dem Mittelwasser des Donaukanal-Pegels bei der Schwedenbrücke und entspricht damit einer Höhe von 156,68 Metern über der Adria.

Das Jörgerbad ist nicht nur das älteste noch bestehende Hallenbad in Wien, sondern auch das erste ohne Geschlechtertrennung. Als Premiere wurde dort zum ersten Mal auch ein Kinderbecken eingebaut, sodass das Schwimmen familientauglich wurde. Sehenswert ist es von innen wie von außen.

Die Universität von Wien besaß bis 1783 ein eigenes Universitätsgericht samt eigener Rechtsprechung. Auch der Nachlass der Mitglieder wurde hier geregelt.

In vielen Kreuzworträtseln gilt die Antwort: Wien liegt an der Donau. Aber wenn man genauer hinsieht, stellt man fest, dass sich das meiste Stadtleben südwestlich davon abspielt. Dennoch gibt es einen kleinen Fluss, der mitten durch die Stadt fließt und anschließen in den Donaukanal mündet: Er heißt – ebenso wie die Stadt – Wien und bringt Wasser aus dem Wienerwald.

Auch ein paar Superlative hat Wien zu verzeichnen: In vielen Rankings gilt Wien als eine der lebenswertesten Städte der Welt. Mit 1,9 Millionen Einwohner ist Wien nicht nur die größte Stadt Österreichs, sondern auch die einzige Millionenmetropole. Und die meisten Übernachtungsgäste kommen nicht etwa aus dem eigenen Land, sondern aus Deutschland. Einer der Anziehungspunkte ist der berühmte Prater mit dem zweithöchsten Kettenkarussell der Welt, dem 120 Meter hohen Praterturm.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© josefkubes, shutterstock 120 Meter hoch ist der Praterturm, das Kettenkarussell am Wiener Prater. 120 Meter hoch ist der Praterturm, das Kettenkarussell am Wiener Prater.
Durch Österreichs wilde Mitte: der Weg des Luchses /reise-news/detail/durch-oesterreichs-wilde-mitte-der-weg-des-luchses.html Solveig Michelsen 5427 20190422T075700 Der neue Luchs Trail führt vom Nationalpark Kalkalpen in den Nationalpark Gesäuse und von dort weiter ins Wildnisgebiet Dürrenstein – alles Habitate der scheuen Raubkatze. Selbst wenn man den Luchs beim Erwandern der elf Tagesetappen nicht zu Gesicht bekommt, durchstreift man doch sein Wohnzimmer in der Gewissheit, ihm ganz nah zu sein.

Rund 200 Kilometer lang führt der Luchs Trail auf den Spuren der größten Katze Europas. In Deutschland ist sein Bestand auf rund 65 Exemplare geschrumpft; in Österreich schätzt man seine Zahl nur noch auf 20-25. Da der Luchs ein sehr scheuer und nachtaktiver Einzelgänger ist, ist eine Begegnung mit ihm ein seltener Zufall. Trotzdem durchstreift man Österreichs erstes Weltnaturerbe, die Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen, mit dem Gefühl, dem Luchs ganz nahe zu sein, vielleicht sogar von ihm beobachtet zu werden.

Die elf Tagesetappen beinhalten auch anspruchsvolle Passagen und sind mit insgesamt 10.000 Höhenmetern nur geübten Wanderern zu empfehlen. Allerdings ist es möglich, den Trail samt Gepäcktransport zu buchen. Bei der Durchquerung eines wahrlich noch wilden Teils von Österreich gibt es neben dem Luchs noch weitere seltene Tiere zu entdecken: Die Bechsteinfledermaus (aus der Gattung der Mausohren und Familie der Glattnasen) sowie der Maivogel-Schmetterling sind ebenfalls hier zu Hause.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Max Mauthner, Oberösterreich Tourismus Elf Tagesetappen umfasst der neue Luchs Trail. Elf Tagesetappen umfasst der neue Luchs Trail.
Der bunteste Ort Europas /reise-news/detail/der-bunteste-ort-europas.html Solveig Michelsen 5400 20190315T084800 Bunt macht fröhlich. Das allein sollte Grund genug sein, sich die kleine Fischerinsel Burano anzusehen, eine halbe Bootsstunde von Venedig entfernt. Die Häuser dort sind in knalligen Farben kunterbunt gestrichen – aus einem witzigen Grund.

Venedig kennt jeder, Murano ist dank seiner Glaskunst und der Nähe zu Venedig fast ebenso bekannt. Aber wer hat schon einmal von Burano gehört? Die kleine Insel nordöstlich von Venedig wird vor allem für ihre bunten Häuser und die Kunst des Spitzenklöppelns besucht. Während vom alten Handwerk nicht mehr allzu viel übrig geblieben ist, können die quietschbunten Fischerhäuser bis heute bewundert werden.

Eine Legende besagt, dass die Fischer, die nach einem gelungenen Fang gelegentlich noch einkehrten und dann bei Nacht und Nebel nach Hause zu finden versuchten, ihre eigene Anlegestelle nicht immer fanden. Mit den knallbunten Anstrichen wollte man ihnen die Heimkehr erleichtern – und sie vor einigen Peinlichkeiten bewahren. Heute haben sie vor allem auf Touristen eine magische Anziehungskraft. Und eigentlich fragt man sich, wieso es nicht mehr solcher Städtchen gibt mit fröhlichen farbigen Häusern.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Adisa, Shutterstock Die bunten Fischerhäuser von Burano Die bunten Fischerhäuser von Burano
Innsbruck: auf den Spuren von Zaha Hadid /reise-news/detail/innsbruck-auf-den-spuren-von-zaha-hadid.html Solveig Michelsen 5395 20190226T092600 Wer von Innsbrucks Architektur schwärmt, hat sicher nicht nur das Goldene Dachl im Kopf. Die gesamte Stadt besteht aus einer gelungenen Verbindung zwischen historischen Altbauten und mutigen, modernen Gebäuden, die einen spannenden Kontrast bilden und der Alpenstadt etwas Großstädtisches verleihen. Doch über allem thronen zwei Meisterwerke der Stararchitektin Zaha Hadid.

Bergiselschanze

Zum neuen Wahrzeichen der Stadt avanciert ist die Bergiselschanze, die 2002 von der Architektin Zaha Hadid neu errichtet wurde. Besondere Herausforderung bei einer Skisprungschanze sind die strengen Gestaltungsvorgaben, die der Sport und seine notwendigen Bewegungsabläufe mit sich bringen: 90 Meter Anlauflänge bei einer Neigung von exakt 35 Grad. Trotzdem ist es Zaha Hadid gelungen, die Dynamik des Springens in der Gebäudeform einzufangen: Anlauframpe und Turm wurden durch eine fließende Stahlverkleidung miteinander verschmolzen. Von einigen wird die Schanze deshalb mit einer lauernden Cobra in Hab-Acht-Stellung verglichen.

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Staatspreis für Architektur, gilt die Sprungschanze als eines der bedeutendsten Sportbauwerke Österreichs und weckt nicht nur bei Sportlern großes Interesse. Die Formschönheit zieht auch Architekturbanausen in den Bann, und die fantastische Aussicht vom 43 Meter hoch gelegenen Restaurant reicht vom Stadtpanorama bis hin zu den umliegenden Bergen.

Hungerburgbahn

Gegenüber, auf der anderen Talseite, fährt die Hungerburgbahn von der Innenstadt zum Stadtteil Hungerburg hinauf. Die 2007 neu errichtete und neu trassierte Standseilbahn verbindet die Stationen Congress, Löwenhaus, Alpenzoo und Hungerburg miteinander. Auch hier ist deutlich die Handschrift der 2016 verstorbenen Architektin Zaha Hadid zu sehen: Über den einzelnen Stationen wölben sich organisch geformte weiße Glasschalen, die an Gletscherbewegungen erinnern sollen. Diese fließenden Schalenformen kontrastieren mit dem grauen Sichtbeton, der den fluiden Dächern Bodenhaftung verleiht.

Obwohl der Neubau der alten, bereits 1906 erbauten Hungerburgbahn höchst umstritten war, gehört die Bahn mit ihren Stationen und der S-förmig geschwundenen Schrägkabelbrücke heute zu den touristischen Highlights der Stadt.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Innsbruck Tourismus Gletscherformen nachempfunden: die neue Bergstation der Hungerburgbahn Gletscherformen nachempfunden: die neue Bergstation der Hungerburgbahn
Oberstdorf: Winterendspurt oder Frühlingsanfang? /reise-news/detail/oberstdorf-winterendspurt-oder-fruehlingsanfang.html Solveig Michelsen 5382 20190212T084200 Winterende – das ist die Zeit, in der der Schnee vielen lästig wird, die schon kräftig wärmende Sonne Matsch daraus macht und einen aktiven Menschen vor schwierige Fragen stellt: Wintersport oder Frühlingsgefühle? Oberstdorf im Allgäu hat auf beides eine Antwort.

Wer noch das Letzte aus dem Winter herausholen möchte und besonders die Firnabfahrten auf den Pisten genießt, findet rund um Oberstdorf zahlreiche Betätigungsmöglichkeiten. In sechs Skigebieten herrschen auch unter der wärmenden Märzsonne noch gute Bedingungen – im Skigebiet Nebelhorn sogar bis zum 1. Mai. Gleich ums Eck, im Kleinwalsertal, finden von 22. bis 24. März 2019 die ALPIN Tiefschneetage statt, ein Mischmasch aus Touren, Workshops und Geselligkeit zu einem unschlagbaren Preis. Mutige können sogar an einer winterlichen Biwaknacht teilnehmen. Ein paar Tage später lockt ebendort das Telemarkfest von 27. bis 31. März – dieses Jahr mit Karibik-Motto.

Wanderfreunde indessen wissen: Jetzt ist eine der schönsten Zeiten, um auf Tour zu gehen. Wenn die Berggipfel noch weiß angepinselt sind, im Tal aber schon das erste Grün sprießt, ergänzen sich die Farben zu einer bunten Gesamtkomposition. Mit 140 Kilometern verfügt die Zweiländerregion Oberstdorf/Kleinwalsertal über eines der größten Winterwanderwegnetze in den Alpen, zum Beispiel die Runde von der Oberstdorfer Mühlenbrücke durch das Trettachtal über Gruben und entlang des malerischen Moorweihers wieder zurück nach Oberstdorf. Etwas anspruchsvoller ist der Wallrafweg, der vom Breitenberg durch dichten Nadelwald auf der Westseite des Rubihorns bis zur Gaisalpe führt.

Auch etliche Radwege sind ab März schon wieder befahrbar: zum kristallklaren Christlesee, zum Sonthofener See oder zum Großen Alpsee, dem größten Natursee des Allgäus. Zum Baden freilich ist es noch etwas frisch, aber dafür heißt es dann: im Sommer wiederkommen.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Alexander Rochau, Shutterstock Oben weiß, unten grün: Radfahren im frühlingshaften Allgäu Oben weiß, unten grün: Radfahren im frühlingshaften Allgäu
Schloss Neuschwanstein wird bis 2022 restauriert /reise-news/detail/schloss-neuschwanstein-wird-bis-2022-restauriert.html Solveig Michelsen 5378 20190225T093100 Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Europa muss sich einer Frischekur unterziehen. Rund 60 Millionen Besucher haben der Inneneinrichtung von Schloss Neuschwanstein im Lauf der Jahre zugesetzt. Aber auch in den Mauern bröckelt es. Nun wird umfangreich saniert.

Rund 1,5 Millionen Touristen jährlich lassen sich auf einer Führung den überbordenden Prunk des Märchenkönigs zeigen, der das Schloss Neuschwanstein selbst nur an rund 170 Tagen bewohnt hat. Die Inneneinrichtung im Stil des romantischen Eklektizismus wird deshalb auch von 1,5 Millionen Nasen jährlich „beatmet“, sprich die Feuchtigkeit der Atemluft schlägt sich auf Teppiche und Stoffe, Tapeten und Wandfarben nieder. Nach 130 Jahren wurde deshalb eine umfangreiche Restaurierung nötig: 93 Räume und über 2300 Einzelobjekte sollen bis 2022 in einen optisch ansprechenderen und stabileren Zustand versetzt werden.

Auch die äußeren Mauern bröckeln, Buntglasfenster entzweien sich und Wandfarben verblassen. Um den Besichtigungsbetrieb nicht zu beeinträchtigen, wird parallel zu den Führungen saniert. Während sich einige Besucher an den Gerüsten und Aufbauten stören, freuen sich andere über die Möglichkeit, mehr über die Restauration zu erfahren, die derzeit im Sängersaal angekommen ist.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© btrenkel, iStock Schloss Neuschwanstein wird restauriert – aller Voraussicht nach noch bis 2022. Schloss Neuschwanstein wird restauriert – aller Voraussicht nach noch bis 2022.
Die umweltfreundlichsten Hauptstädte /reise-news/detail/die-umweltfreundlichsten-hauptstaedte.html Solveig Michelsen 5373 20190205T090500 Auf den ersten Blick scheint es ein Widerspruch in sich zu sein: Hauptstädte sind groß, dicht, voller Verkehr und Smog – aber nicht umweltfreundlich. Oder doch? Eine britisches Unternehmen hat Europas Hauptstädte untersucht und miteinander verglichen: Welche Stadt ist die grünste?

Um es gleich vorwegzunehmen: Klarer Sieger der europäischen Hauptstädte, die das britische Unternehmen Compare the Market genau unter die Lupe genommen hat, ist Wien. Und zwar sowohl im Gesamtranking als auch in mehreren Einzelkategorien, die dafür untersucht wurden. So punktet Wien nicht nur mit der höchsten Trinkwasserqualität, sondern auch mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß, der weniger als die Hälfte der zweitplatzierten Hauptstadt beträgt (309 kg pro Person). Auch bei der Kilometer-Anzahl der zur Verfügung stehenden Radwege spielt Wien mit 1300 Kilometern ganz vorne mit.

Über Platz 2 freut sich Bern, das trotz eines CO2-Ausstoßes von 780 kg/Person und nur 400 Kilometer Radwegen eine grüne Lunge hat: Sowohl die Wasser- als auch die allgemeine Lebensqualität sind sehr hoch. Außerdem benutzen 71% aller Arbeitnehmer öffentliche Verkehrsmittel, das Rad oder gehen zu Fuß; die Staurate beträgt deshalb moderate 20 Prozent.

Platz 3 nimmt Helsinki ein, das 1200 Kilometer Radwege aufzuweisen hat und eine CO2-Ausstoß von 422 Kilogramm pro Person. Berlin landete auf Platz 9. Dazwischen finden sich auffällig viele skandinavische Hauptstädte: Stockholm auf Platz 4, Kopenhagen auf Platz 5, Amsterdam auf Platz 6, Oslo auf Platz 7 und Luxembourg auf Platz 8.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© pressdigital, iStock Die umweltfreundlichste Hauptstadt Europas: Wien Die umweltfreundlichste Hauptstadt Europas: Wien
Barcelona – Liebeserklärung an eine Stadt /reise-news/detail/barcelona-liebeserklaerung-an-eine-stadt.html 5133 20180302T000000 „Barcelooona!“ – Wer schon einmal die kraftvolle Liebeserklärung von Freddie Mercury und Montserrat Caballé vernommen hat, ahnt es: Dieser Stadt ist man schnell verfallen. Lebendig, farbenfroh, entspannt, jung, trendig und einladend. Barcelona vereint den Charme historischer Bauwerke mit den fantasiebeflügelten Kreationen junger Architekten und bietet prickelndes Leben neben idyllischen Rückzugsgebieten. Wer kann da widerstehen?

Barcelona: Highlights und Geheimtipps Kunstbegeisterte, Architekten und Modebewusste zieht es ebenso nach Barcelona wie Nachtschwärmer, Tagträumer, Feinschmecker und Genießer. Die Stadt ist so vielfältig, dass nicht wenige der jährlich sieben Millionen Besucher zum Wiederholungstäter werden. Schier unerschöpflich scheinen die Attraktionen, aus denen wir „Must dos“ und weniger Bekanntes ausgewählt haben.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Barcelona entdecken

Antoni Gaudí Der Stararchitekt Barcelonas (1852-1926) prägte das Stadtbild entscheidend mit. Seine Werke stehen auf dem Pflichtprogramm jedes Besuchers, allen voran die Sagrada Familia, die bis heute unvollendete Kirche, deren unendliche Formenvielfalt beispiellos ist. Trotz langer Schlangen also ein Muss! Auch La Pedrera (oder Casa Milà) wird viel besucht, das populärste von Gaudí entworfene Mietshaus, das 1984 als erstes Gebäude des 20. Jahrhunderts zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Besonders die skurrile Dachterrasse mit den bizarren Wächtern lädt zu einem faszinierenden Spaziergang ein. Noch eigenwilliger gibt sich das modernistische Casa Battló mit seinen amorphen Formen und bunten Kacheln. Wenig bekannt ist das erste Werk Gaudís, das Casa Vicens im Stadtviertel Gracia, das als Privathaus nur von außen besichtigt werden kann. Parks Was wäre Barcelona ohne seine grünen Oasen! Der fantasievolle Parc Güell ist zurecht der meistbesuchte. Von der berühmten Schlangenbank aus buntem Kachelbruch hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und das Meer. Im Casa Museu Gaudí sind persönliche Dinge und Möbel des Vorzeigearchitekten ausgestellt. Der Parc del Laberint d'Horta ist nicht nur der älteste Park Barcelonas, sondern auch der romantischste. Zentraler Bestandteil ist das 1792 angelegte Labyrinth aus hohen Thujen. Hier wurde auch eine Szene des Films „Das Parfüm“ gedreht. Da er etwas abseits im Norden liegt und öffentlich nicht ganz so gut zu erreichen ist, wird er von vielen Touristen links liegen gelassen – was den Ruhesuchenden wiederum freut. Der Weltausstellung von 1888 ist der innerstädtische Parc de la Ciutadella zu verdanken, der mit einem kleinen See und dem berühmten Wasserfall, der Cascada von Fontserè i Mestre, aufwartet. Den See mit einer Fülle von exotischen Pflanzen und Tieren kann man mit einem Ruderboot befahren; integriert in die Anlage ist auch der Parc Zoològic de Barcelona, in dem über 500 Tierarten zu bestaunen sind. Stadtviertel Das Barri Gòtic ist sicherlich das bekannteste Stadtviertel Barcelonas. Das Flair der verwinkelten kleinen Gassen versetzt einen in die Zeit des Mittelalters, als sich die Stadt auf dem Höhepunkt ihrer Expansionspolitik befand. Es gehört zu den geschlossensten und unversehrtesten gotischen Bauensembles Europas, das zahlreiche historische Zeugnisse der mittelalterlichen Königs- und Handelsstadt bewahrt hat. Zentrum kreativen Lebens und Szenestadtteil ist das kleine Quartier El Born. Die Mischung aus originellen Kunst- und Handwerks-Läden, Galerien und kuriosen Boutiquen sorgt für pulsierendes Leben bis spät abends, danach finden sich zahlreiche Bars und Kneipen, um die Nacht ausklingen zu lassen.

Stadttour: Bummel durch das modernistische Barcelona Schwimmen Über einen Kilometer lang ist Barcelonas Strand, an dem sich im Sommer viele Menschen tummeln. Das Kunstwerk „Homage to Barceloneta“ von Rebecca Horn (1992) ist einen zweiten Blick wert. La Barceloneta, die ehemalige Fischersiedlung, die auch Namensgeber des Strands ist, lädt übrigens auch Gourmets zum Verspeisen von allerlei Meeresfrüchten ein. Wer sich abseits des Rummels bewegen möchte, zieht das Olympische Schwimmbad auf dem Montjuïc vor. Die großzügige Anlage wird hauptsächlich von Einheimischen besucht und garantiert olympisches Flair. Aussichtspunkte Der Montjuïc und der 512 Meter hohe Tibidabo, auf dem der Funkturm bestiegen werden kann, gehören zu den besten Aussichtspunkten der Stadt – und sind dementsprechend gut besucht. Viel weniger Trubel umgibt die Bunkeranlage im Stadtteil El Carmel, unweit des Parc Güell. Mit einem 360°-Blick auf Barcelona und das Meer zieht die graffitigeschmückte Anlage vor allem Ortsansässige an. Tapas Wer in Barcelona weilt, möchte natürlich auch von den köstlichen Tapas kosten. In manchen Bars wird die Tradition, zu einem Bier kostenlose Tapas zu reichen, noch hochgehalten. Aber Vorsicht! Hier bekommt man nicht unbedingt die erste Wahl, sondern eher ein Resteessen serviert. Wer also wirklich Schmackhaftes probieren möchte, sollte ein paar Euro mehr investieren und die Touristenfalle gegen eine richtige Tapas-Bar eintauschen. Gute Adressen sind zum Beispiel das Quimet & Quimet (hervorragende Käse-Variationen), die Bar Celta Pulperia (köstliche Seafood-Tapas) und La Cova Fumada im Stadtteil La Barceloneta. Originelle neue Kreationen findet man in der Bar Tapeo, anem de tapes im szenigen El Born. Weitere Sehenswürdigkeiten Port Vell, der alte Hafen, lädt zu einem Bummel, einem Restaurantbesuch oder zum Eintritt ins faszinierende Aquarium ein. Für Kunstinteressierte ist das Museu Picasso ein Muss, ebenso wie die Fundació Joan Miró. Letzterem gewidmet ist auch der Parc de Joan Miró im Eixample, dem größten im Jugendstil gestalteten Stadtviertel Europas. Im mittelalterlichen Kloster Monestir de Pedralbes findet man Stille am Rande der Stadt. Der informative Audioguide gibt interessante Auskünfte; auch die idyllische Nachbarschaft ist einen Spaziergang wert. Eine Großstadt wie jede andere – was kann man da schon falsch machen? Natürlich wird Ihnen (fast) jeder die typischen Touristen-Fehler verzeihen – trotzdem: Ein paar Dinge sollten Sie im Hinterkopf behalten, damit Sie den Städtetrip reibungslos genießen können.

Was Sie nicht tun sollten in Barcelona Eine Großstadt wie jede andere – was kann man da schon falsch machen? Natürlich wird Ihnen (fast) jeder die typischen Touristen-Fehler verzeihen – trotzdem: Ein paar Dinge sollten Sie im Hinterkopf behalten, damit Sie den Städtetrip reibungslos genießen können. Barcelona ist seit 1977 wieder stolze Hauptstadt der autonomen Provinz Katalonien, wo nicht Spanisch, sondern Katalanisch die erste Landessprache ist. Entgegen der häufig geäußerten Vermutung ist Katalanisch kein Dialekt des kastilischen Spanisch, sondern eine völlig eigenständige Sprache, die nach dem Verbot unter der Militärdiktatur Francos (1939-75) nun zu neuer Blüte gelangt ist. Mit Ihrem Schulspanisch kommen Sie zwar ebenso gut zurecht wie mit Englisch, aber die Barcelonesen freuen sich trotzdem über eine Begrüßung in ihrer Muttersprache. „Das Reh springt hoch, das Reh springt weit – warum auch nicht, es hat ja Zeit.“ Ringelnatz könnte bei diesem Spruch durchaus an die Barcelonesen gedacht haben, die so viel Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen, dass man sich ruhig ein wenig davon abgucken kann. Kaum einer beschleunigt seine Schritte, wenn der Bus abzufahren droht – wartet man eben auf den nächsten! Und ebenso geht es im Restaurant zu – für den deutschen Touristen manchmal gewöhnungsbedürftig. Versuchen Sie, die positive Seite dieser Entspanntheit zu sehen, wenn das Essen nicht sofort auf dem Tisch steht! Apropos Essen: Die Mehrheit der Deutschen ist es gewohnt, relativ früh zu Abend zu essen, und wird erstaunt feststellen, dass viele Restaurants abends erst um 20 Uhr wieder öffnen. Hier hat man die Wahl: Entweder man passt sich den hiesigen Gepflogenheiten an oder man verlegt sich auf Tapas, die es rund um die Uhr gibt. Natürlich existieren genügend Lokale, die die ausländischen Sitten übernommen haben und rund um die Uhr Essen servieren; allerdings sollte man hier auf Abstriche bei der Qualität gefasst sein. Auf der Suche nach authentischen Tapas sollte man der Versuchung widerstehen, in jenen Bars hängen zu bleiben, die zu einem Bier noch kostenlose Tapas servieren. Denn hier werden oft nur Reste verwertet, um Touristen mit Schnäppchenpreisen anzulocken. Wer wirklich Schmackhaftes probieren möchte, sollte ein paar Euro mehr investieren und die Touristenfallen gegen richtige Tapas-Bars eintauschen. Zu guter Letzt noch ein Tipp, den man für fast alle Großstädte dieser Welt beherzigen kann: Viel besser als mit dem Auto lässt sich auch Barcelona mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Das spart nicht nur enorm Nerven, wenn man sich im unbekannten Großstadtdschungel zurechtfinden möchte, sondern auch Parkgebühren und etwaige Strafzettel, die man aus Unwissenheit bekommt. Für den ersten Barcelona-Besuch empfiehlt sich einer der Hop-on-Busse, die gegen ein Entgelt von rund 24 € für einen Tag (bzw. 30 € für zwei Tage) alle bekannten Sehenswürdigkeiten abklappern.

Mehr Informationen zu Barcelona

Routenplaner Barcelona

von Solveig Michelsen

Die schönsten Sehenswürdigkeiten Barcelonas © Fernando Alonso Herrero, iStock Die schönsten Sehenswürdigkeiten Barcelonas © Fernando Alonso Herrero, iStock
Hamburger DOM - Das größte Volksfest im Norden /reise-news/detail/hamburger-dom-das-groesste-volksfest-im-norden.html Jasmin Ruhland 5104 20180409T000000 Eine empfehlenswerte und allseits beliebte Attraktion auf St. Pauli, ist der Hamburger Dom. Auf Norddeutschlands größtem Volksfest tummeln sich Familien, verliebte Pärchen und Freunde. Während Adrenalin-Junkies in schwindelerregende Höhen geschleudert werden und gruselige Momente erleben, freuen sich kleine Besucher und deren Eltern über duftende Naschereien, spannende Erlebniswelten und die glitzernden Lichter der zahlreichen Attraktionen.

Da das Volksfest einen so eindrucksvollen Umfang an Fahrgeschäften und Erlebniswelten bietet, finden Sie hier einen kleinen Ausschnitt der Attraktionen die Sie auf dem Hamburger Dom erwarten. Auch dieses Jahr gibt es wieder viel Neues zu entdecken. Ein Besuch lohnt sich.

Adrenalin vorprogrammiert

Mit der "Königin der Riesenschaukel", der Best XXL Exklusive schweben Sie 45 Meter über dem Boden. Wenn das noch nicht genug ist, sorgt die "No Limits" mit einer Beschleunigung von 90km/h für noch mehr Adrenalin. Als Versuchskaninchen sitzen Sie in der "Teststrecke" und erproben, ob Sie nach dem Doppel-Looping noch unversehrt aus dem Wagen steigen können.

Familienabenteuer

Von wegen Kindergarten. Mit dem neuen "Alpen Coaster" geht es steil und rasant durch etliche Kurven. Diese Achterbahn ist für die Abenteuerlustigen ab sechs Jahren ein Highlight des Volksfestes. Danach beweisen die Kids ihren Mut bei den "DOM Geistern". Diese Geisterbahn bietet Gruselspaß für die ganze Familie. Eine weitere Attraktion ist das Laser-Tag-Spielen. Hier treten von jung bis alt Zweierteams gegeneinander an, besiegen die Gegner und beschützen die eigene Mannschaft.

Drei Mal im Jahr

Normalerweise finden Volksfeste zwei Mal im Jahr statt. Nicht aber der Hamburger Dom. Im Frühling, Sommer und Winter erfreuen sich die Besucher der Darbietungskombination aus Action, Genuss und Spaß. Die Veranstaltungstermine für dieses Jahr stehen auch schon fest.

Frühlingsdom: 23.03.2018 bis 22.04.2018 Sommerdom: 27.07.2018 bis 26.08.2018 Winterdom: 09.11.2018 bis 09.12.2018

Atemberaubende Feuerwerke

Die Hamburger lassen es krachen. Jeden Freitag findet um 22.30 Uhr ein Feuerwerk der Extraklasse statt, welches die Hafenstadt erstrahlen lässt.

Wussten Sie schon?

Mittwochs ist Spartag. Für alle Besucher gibt es mittwochs spezielle Angebote. Sowohl bei den Fahrten und an den Buden, als auch bei der Dom-Gastronomie gibt es ermäßigte Preise.

  • Kinder – Finder. Auf dieses spezielle Armband können Eltern ihre Mobilnummer schreiben. Sobald ein Kind den Kontakt zu seinen Eltern verliert, können Dom-Besucher, Polizei oder die Rettungssanitäter vor Ort die Eltern telefonisch erreichen. Dieser kostenlose Service ist an den vorderen Geschäften der Eingänge erhältlich.
  • Auto und Parken. Online finden sich die geeigneten Parkhäuser. Allerdings ist die Anzahl der Parkplätze sehr begrenzt. Es bietet sich an, etwas außerhalb zu parken und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Heiligengeistfeld zu kommen, oder direkt die Alternative Bus und Bahn zu wählen.
  • Warum Hamburger Dom. Die Anfänge des heute bekannten Hamburger Dom fanden bereits im 11. Jahrhundert im Hamburger Marien-Dom statt. Damals suchten Händler, Handwerker und Schausteller Schutz vor Wind und Wetter. So entstand ein Markt im Marien-Dom, bis der Bau im Jahr 1804 abgerissen wurde. Ohne festen Standort zogen die Händler und Schausteller durch die Hamburger Stadtteile, bis sie sich 1893 auf dem Heiligengeistfeld niederließen und nun seit mehr als 100 Jahren dort verweilen.

Der Winterdom (Dommarkt), der Sommerdom (Hummelfest) und der Frühlingsdom (Frühlingsfest) sind bis heute nicht nur ein Bestandteil der Hamburger Geschichte, sondern eine absolut sehenswerte Attraktion, die bei keinem Urlaubstrip fehlen sollte.

Mehr Informationen zu Hamburg

Sehenswürdigkeiten in Hamburg

© bluecrayola, Shutterstock Der Hamburger Dom Der Hamburger Dom
Der Buckingham Palace: 10 überraschende Fakten /reise-news/detail/der-buckingham-palace-10-ueberraschende-fakten.html Franziska Kammleiter 5063 20171212T193200 London, das sind Big Ben, Notting Hill, das London Eye, Pubs, Greenwich – und eben der Buckingham Palace. Besonders für die Royal-Fans unter den Besuchern der englischen Metropole ist ein Abstecher zum Palast ein Muss. Wir haben 10 überraschende und unterhaltsame Fakten zusammengetragen, die garantiert jedem Lust machen, der Stadt und dem Palast einen Besuch abzustatten.

Wussten Sie, ...

1. ... dass die Zeit im Buckingham Palast ein Vollzeitjob ist?

Rund 1.000 Uhren soll es im Besitz der britischen Monarchin geben, knapp die Hälfte davon befinden sich in der Londoner Residenz. Und all diese Zeitmesser wollen regelmäßig aufgezogen, gewartet und gelegentlich auch repariert werden. Deshalb gehören zu den unzähligen Angestellten, die im Palast leben und arbeiten, unter anderem auch zwei Uhrmacher, die rund um die Uhr dafür Sorge tragen, dass in den historischen Gemäuern die Zeit nicht stehen bleibt.

2. ... wie der Buckingham Palace bei besonderen Ereignissen mit dem Volk kommuniziert?

Auch wenn die Royal Family sowohl eine eigene Website als auch einen Facebook-Account besitzt, einen YouTube-Kanal betreibt, auf Twitter inzwischen 2,78 Millionen Follower hat und die persönliche Assistentin der Queen dafür Sorge trägt, dass das Smartphone der Monarchin geladen ist: Wenn es wichtige Ereignisse wie Geburten oder Todesfälle zu verkünden gibt, wird Tradition im Königshaus großgeschrieben. Dann wird die Öffentlichkeit auch heute noch als allererstes mit einem Aushang auf einer Staffelei vor den Toren des Palasts informiert.

3. ... woher die Queen ihr Bargeld bekommt?

Ja, auch im Königshaus spielt Geld eine Rolle und wie jeder Normalsterbliche, so benötigen wohl auch die Queen und ihre Familie, zumindest aber ihre Angestellten, ab und an Bargeld. Aber dafür das Haus, bzw. den Palast, verlassen zu müssen - das wäre natürlich viel zu umständlich. Und deshalb hat Coutts & Co., die Bank der Queen, im Buckingham Palace tatsächlich einen Bankautomaten aufgestellt. Das nennt man Kundenservice!

4. ... dass auch Kunst und Kultur im Palast ihren Platz haben?

Nicht nur was den schnöden Mammon anbelangt, sind die Bewohner des Buckingham Palace nicht auf die „Außenwelt“ angewiesen, auch wenn ihnen der Sinn nach den schönen Künsten steht, ist der Palast bestens ausgestattet. In der Gemäldegalerie hängen unter anderem Meisterwerke von Rembrandt und Rubens und im Musikzimmer steht selbstverständlich ein Flügel bereit. Aber sogar eine Orgel gibt es hier! Seit 1855 befindet sich das Instrument, das ursprünglich für den Royal Pavilion in Brighton gebaut wurde, im Ballroom. Bereits vor 1855 gab es übrigens eine Orgel im Palast, auf der auch weltberühmte Komponisten wie Mozart, Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy spielten. Diese befindet sich heute in der Deutschherrenkapelle in Saarbrücken.

5. ... was unter der Oberfläche des Palastes schlummert?

Auch unterhalb des Buckingham Palace gibt es einiges zu entdecken: Hier liegt ein Labyrinth geheimer Tunnel und Verbindungsgänge führen zu den Houses of Parliament und zum Clarence House, der Residenz von Prince Charles. Angeblich erkundeten die Mutter der Königin und ihr Mann, der damalige König George VI, einmal diese Gänge und trafen dabei auf einen sehr netten Mann aus Newcastle, der hier unten lebte! Und auch ein kleiner Fluss, der Tyburn, fließt auf seinem unterirdischen Weg durch London unter dem Palast entlang. Immer wieder wird auch darüber spekuliert, ob es wohl Tunnel gibt, die den Palast mit einer der Stationen der Tube verbindet oder ob sich sogar eine geheime Haltestelle hier befindet, Belege für diese Gerüchte gibt es aber bisher nicht.

6. ... dass Gäste, die zu einem Bankett in den Palast geladen werden, vorher ihre Französischkenntnisse auffrischen sollten?

Jahrhundertelang galt die französische Küche als das Vorbild für die gehobene Küche und Französisch als die internationale Küchensprache. Spätestens seit den Zeiten Königin Viktorias wurden die Menükarten im Buckingham Palace deshalb in französischer Sprache verfasst und da Tradition auf der Insel eine große Rolle spielt, hat sich daran auch bis heute nichts geändert. Ausnahmen bestätigen bekanntlicherweise die Regel und so wurden die Menükarten 2005 zu einer besonderen Gelegenheit in englischer Sprache gedruckt, nämlich als die Queen anlässlich der Olympia-Bewerbung Londons zum Bankett geladen hatte. Mit Paris als Konkurrent um die Austragung der Sommerspiele war in diesem Fall der Patriotismus wohl von größerer Bedeutung als die Tradition.

» Das hat London außerhalb der Palastpforten kulinarisch zu bieten

7. ... dass der Palast immer wieder von ungebetenen Gästen heimgesucht wird?

Königin Viktoria hatte einen besonders entschlossenen Besucher. Dreimal wurde ein Jugendlicher namens Edward Jones während ihrer Herrschaft im Palast gestellt, vermutlich hatte er sich aber deutlich öfter unbemerkt Zutritt verschafft. Auch in neuerer Zeit gelang es immer wieder, die Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. So schaffte es ein Eindringling in den 80ern sogar bis ins Schlafzimmer der Queen und 2003 schlich sich ein Reporter mithilfe gefälschter Referenzen in den Palast ein und arbeitete dort einige Zeit als Hausdiener. Insgesamt haben es seit 1914 mindestens 12 Menschen geschafft, sich unbefugt Zutritt zum Palastgelände zu verschaffen.

8. ... dass das Changing of the Guard kein reines Zeremoniell ist?

Der täglich um 11:00 Uhr stattfindende Wachwechsel vor dem Buckingham Palace ist eine komplexe und jahrhundertealte Zeremonie, die jährlich Millionen von Touristen anzieht. Die wenigsten wissen jedoch, dass die Wachen mit ihren charakteristischen Bärenfellmützen keine rein symbolische Rolle erfüllen, sondern tatsächlich hervorragend ausgebildete Soldaten mit Kampferfahrung sind, die einen Bestandteil der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Königsfamilie bilden.

» Weitere royale Highlights auf einer Stadttour entdecken

9. ... welche bizarre Erinnerung an König Charles I am Eingang zu finden ist?

Während zum Gedenken an verstorbene Könige, Königinnen und andere bedeutende Persönlichkeiten üblicherweise Statuen errichtet oder Museen und Parks nach ihnen benannt werden, ist dieses „Denkmal“ etwas anders geartet. Charles, der den englischen Bürgerkrieg auslöste und wegen Hochverrats angeklagt und zu Tode verurteilt wurde, wurde am 30. Januar 1649 um 14:00 Uhr enthauptet. Die Uhr über dem Eingang zum Buckingham Palace und St James Park erinnert an dieses Ereignis durch eine schwarze Markierung auf der Zwei. Wer diese Geschichte nicht kennt, der wird die Markierung aber höchstwahrscheinlich entweder gar nicht bemerken oder aber einfach für einen Schmutzfleck halten.

10. ... dass ganz einfach zu erkennen ist, ob die Queen zuhause ist?

Dazu muss man gar nicht an der Tür klingeln (falls der Palast überhaupt eine Klingel besitzt), sondern nur einen Blick nach oben, zum Dach des Palastes werfen. Im Buckingham Palace werden nämlich zwei Flaggen dazu verwendet, anzuzeigen, ob die Königin anwesend ist oder nicht: Weht der Union Jack, also die rot-weiß-blaue Nationalflagge, bedeutet dies, dass die Queen nicht anwesend ist. Wenn hingegen die Royal Standard-Flagge mit den Wappen von England, Schottland und Nicht nur der Nordirland gehisst ist, dann befindet sich die Monarchin im Palast. Für das Hissen und Einholen der Flaggen ist übrigens der sogenannte „flag sergeant“ zuständig.

Natürlich gibt es noch viel mehr spannende Fakten rund um die Residenz der Königin. Am besten entdeckt man dieses beeindruckende Gebäude und weitere royale Highlights also selbst bei einem Besuch der Weltstadt an der Themse.

» London: Die besten Sehenswürdigkeiten

» Mehr spannende DuMont Reise News

Von Franziska Kammleiter

© Alex Segre, shutterstock Wachen vor dem Buckingham Palace Wachen vor dem Buckingham Palace
Hätten Sie das gewusst? 10 kuriose Fakten zur Toskana /reise-news/detail/haetten-sie-das-gewusst-10-kuriose-fakten-zur-toskana.html Dorothea Neu 4979 20190918T152800 „Die Toskana liegt nicht in Italien, sondern Italien liegt in der Toskana." - Schon Goethe war überzeugt, die Toskana vereine all die schönen Seiten Italiens. Wir wollen ihm da auch gar nicht widersprechen. Und haben 10 interessante und überraschende Fakten zur Toskana zusammengetragen, die garantiert noch mehr Lust darauf machen, dieses wunderschöne Fleckchen Erde einmal näher zu erkunden.

Wussten Sie, dass...

... die Toskana mehr als 300 Küstenkilometer hat?

Toskana, das verbinden viele in erster Linie mit Museen, architektonischen Highlights, kulinarischen Gaumenfreuden und natürlich den grünen welligen Hügel, durchzogen von piniengesäumten Straßen. Aber die Toskana bietet auch alles für einen abwechslungsreichen Strand- und Badeurlaub. Die Mittelmeerküste lockt mit hellem Sand, feinem Kies oder beeindruckenden Klippen und für Familien gibt es zahlreiche Strandbäder, „bagni“ genannt. Die Strände der Naturparks mit ihren angrenzenden Pinien- und Kiefernwäldern hingegen sind ein beliebtes Ziel bei Naturliebhabern und Romantikern. Neben dem Festland gehört übrigens auch der Toskanische Archipel mit der Insel Elba zur Toskana. Zusammen mit diesen Inseln verfügt die Region sogar über 600 Kilometern Küstenlinie.

... die Toskana ungefähr so groß ist wie Mecklenburg-Vorpommern?

Und etwa halb so groß wie die Schweiz. Etwas mehr als 3,7 Millionen Menschen leben in der Toskana. Hauptstadt und gleichzeitig auch größte Stadt ist Florenz, gefolgt von Livorno und Prato. Berühmte Städte sind auch die Städte Pisa und Siena.

... es in der Toskana die älteste Geldbank der Welt gibt?

Die „Banca Monte dei Paschi di Siena“ in Sienna gilt als älteste noch existente Geldbank der Welt und ist auch heutzutage noch eines der größten Kreditinstitute Italiens. Sie wurde im Jahre 1472 gegründet und ist damit rund 400 Jahre älter als die erste Bank, die in den USA gegründet wurde.

... die Toskana als Ursprung der italienischen Sprache gilt?

Genauer gesagt ist es Florenz: Das heutige Italienisch soll angeblich auf die Aussprache des gebürtigen Florentieners Dante Aligheri zurückgehen.

... die bekannte Designer-Marke Gucci aus der Toskana stammt?

Sie wurde in Florenz gegründet. Überhaupt ist Florenz die Geburtststätte oder Wahlheimat zahlreicher bekannter Persönlichkeiten wie bspw. Michelangelo, Galileo Galilei, Niccolò oder Donatello.

... Pinocchio aus der Toskana stammt?

Nicht nur bekannte Wissenschaftler oder Künstler sind mit der toskanischen Hauptstadt eng verbunden – auch die kleine Holzfigur Pinocchio hat ihre Ursprünge in der Toskana: Pinocchio wurde ursprünglich von Carlo Collodi erfunden, einem Schriftsteller aus Florenz. Im Jahre 1883 schrieb er das Buch „The Adventures of Pinocchio“. 1940 wurde die Geschichte von Disney animiert und erlangte so ihre weltweite Berühmtheit.

... es nicht nur einen schiefen Turm von Pisa gibt?

Auch wenn es DER Schiefe Turm von Pisa zur weltweiten Berühmtheit gebracht hat – er ist nicht der einzige schiefe Turm in Pisa. So haben beispielsweise die Glockentürme der Kirchen San Michele degli Scalzi und San Nicola ebenfalls eine leichte Schieflage.

... Florenz die erste Stadt mit gepflasterten Straßen war?

Was für uns heute eine Selbstverständlichkeit ist, war damals eine kleine Sensation: Im Jahre 1339 war Florenz die erste Stadt in ganz Europa mit gepflasterten Straßen.

... die Toskana vor Kunst und Kultur nur so strotzt?

Toskana war Inspiration und Muße für zahlreiche Künstler. Das zeigt sich auch in den UNESCO-Welterbestätten: In der Toskana gibt es mehr Sehenswürdigkeiten, die zum UNESCO-Welterbe gehören, als bspw. in ganz Argentinien, Südafrika oder Australien. Und auch in Ägypten gibt es zahlenmäßig nur eine von der UNESCO ausgezeichnete Sehenswürdigkeit mehr.

... in der Toskana die drittgrößte Kirche der Welt steht?

Und zwar die Kathedrale Santa Maria del Fiore in Florenz. Sie ist die größte Kirche in Florenz und drittgrößte Kirche der Welt. Größer sind nur der Petersdom in Rom und die St Paul’s Cathedral in London.

» Mehr spannende DuMont Reise News

Von Dorothea Neu

© Shaiith, iStock.com Sonnenuntergang in der Toskana. Sonnenuntergang in der Toskana.
Sightseeing gratis: Die beliebtesten Highlights in Deutschland /reise-news/detail/sightseeing-gratis-die-beliebtesten-highlights-in-deutschland.html Solveig Michelsen 4943 20170803T131300 Wer Deutschland abseits der ausgetretenen Touristenpfade oder mit klammem Geldbeutel erkunden möchte und die Augen und Ohren ein wenig offen hält, wird überrascht sein, wie viele Attraktionen ohne Geld zu haben sind. Das Vergleichsportal Netzsieger hat die Top 10 der kostenlosen Touristenattraktionen zusammengestellt.

Wer Städte oder Regionen kennen lernen möchte, muss keine Museen besichtigen oder Führungen buchen. Oft ist der Flair eines Ortes viel besser im Freien zu begreifen, an den Orten, wo sich auch die Einheimischen treffen, wo das Leben pulsiert und immer etwas los ist: Parks, Märkte und öffentliche Plätze sind die Treffpunkte schlechthin. Das Vergleichsportal netzwelt.de hat die beliebtesten Sehenswürdigkeit in den deutschen Bundesländern zusammengestellt, die ohne Eintritt zu haben sind:

  • München: Englischer Garten, Marienplatz und Viktualienmarkt
  • Baden-Baden: Lichtentaler Allee und Merkurberg
  • Berlin: Plenarbereich des Reichtagsgebäudes und Brandenburger Tor u
  • Potsdam: Sanssouci und Holländisches Viertel
  • Bremen: Schnoor-Viertel und Bürgerpark
  • Hamburg: Hafen und Speicherstadt
  • Kassel: Bergpark und Herkules-Statue
  • Warnemünde: Ostseebad, Alter Strom und Strand
  • Hannover: Maschsee
  • Bonn: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und Freizeitpark Rheinaue
  • Bernkastel-Kues: Moseltal und mittelalterlicher Marktplatz
  • Mettlach: Saarschleife
  • Sachsen: Nationalpark Sächsische Schweiz
  • Quedlinburg: Altstadt
  • Lübeck: Altstadt und Dom
  • Erfurt: Krämerbrücke, Domplatz und Domberg

Durch die Altstadt zu schlendern, lauschige Plätze zu finden und Kleinode zu entdecken funktioniert aber auch in jeder anderen Stadt. Nehmen Sie sich Zeit und legen Sie bewusst lange Pausen ein, lassen Sie die Atmosphäre einer Stadt auf sich wirken, versuchen Sie zu ergründen, was den Reiz eines Ortes ausmacht – Sie werden überrascht sein, wie gut Sie dabei eine Stadt kennen lernen!

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© manfredxy, iStock Am Münchner Marienplatz ist immer etwas geboten. Am Münchner Marienplatz ist immer etwas geboten.
Neues Wikinger-Museum in Stockholm /reise-news/detail/neues-wikinger-museum-in-stockholm.html Solveig Michelsen 4728 20170130T081100 Schon wieder ein Museum? Und dann über die „bekannten“ Wikinger? Das neue Stockholmer Museum, das Ende April 2017 seine Pforten öffnen wird, möchte mit den gängigen Klischees ein für alle Mal Schluss machen und lädt dazu ein, sich ein Bild jenseits von behörnten Helmen und rohen Beutezügen zu machen.

Die Wikinger trifft ein ähnliches Schicksal wie die Indianer: Meist wird die Vorstellung von ihnen auf wenige Klischees reduziert, die Filme und Bücher bis in unsere Zeit transportiert haben. Außerhalb Skandinaviens zeichnet sich deshalb schnell ein bestimmtes Bild im Kopf ab: Helm mit Hörnern, kampfeslustig und hart im Nehmen und ständig auf Beutezügen unterwegs.

Damit will das Vikingaliv, das neue Erlebniszentrum in Stockholm, nun aufräumen. Besucher werden ins Jahr 963 zurückversetzt und multimedial durch ein wahres Wikinger-Leben geführt. Im Ausstellungsbereich kann man sich über die Rolle von Frauen und Kindern informieren oder über die neuesten Forschungsergebnisse. Wer dann noch Zeit findet, hat es nicht weit zur nächsten Sehenswürdigkeit: Das Wikingermuseum befindet sich auf der Ausflugsinsel Djurgården, gleich zwischen dem Vasa-Museum und dem Vergnügungspark Gröna Lund. Ab 29. April ist es täglich von 10 bis 20 Uhr zu besuchen.

mehr Infos unter: www.vikingaliv.se

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© CoreyFord, iStock Das neue Vikingaliv klärt über das wahre Leben der Wikinger auf. Das neue Vikingaliv klärt über das wahre Leben der Wikinger auf.
Helsinki empfängt „harte Kerle“ /reise-news/detail/helsinki-empfaengt-harte-kerle.html 4722 20161228T112000 Helsinki gehört im Winter nicht gerade zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen: Es ist sehr kalt, ziemlich dunkel und recht nass. Wer sich trotzdem in die finnische Hauptstadt wagt, wird auf besondere Art und Weise begrüßt: “Nobody in their right mind would come to Helsinki in November. Except you, you badass. Welcome.”

Tristesse kann man nur mit Humor schlagen. Dachten sich wohl die Finnen, als sie vor dem Flughafen folgendes Willkommens-Banner aufhängten: “Nobody in their right mind would come to Helsinki in November. Except you, you badass. Welcome.” Das ist als humorvolle Respektbezeugung zu verstehen. Man hätte natürlich auch schreiben können „Toll, dass Sie auch im November zu uns kommen!“, aber das würde nicht annähernd dem finnischen Humor entsprechen.

Während sich einige Besucher geschmeichelt fühlen, als „badass“ bezeichnet zu werden, zeigen sich andere etwas verärgert. Meist sind es diejenigen, die „bad“ und „ass“ separat übersetzt und zu einem unflätigen Schimpfwort wieder zusammengesetzt haben. Dabei heißt „badass“ in der Jugendsprache nichts anderes als „harter Kerl“. Das ist ganz sicher anerkennend gemeint. Und gilt auch für die weiblichen „badasses“, die sich im Winter in die feuchte Dunkelheit Helsinkis gewagt haben. Chapeau!

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© scanrall, iStock In Helsinki wird man im Winter als „harter Kerl“ empfangen. In Helsinki wird man im Winter als „harter Kerl“ empfangen.
Die größte Bibliothek der Welt /reise-news/detail/die-groesste-bibliothek-der-welt.html Solveig Michelsen 4601 20180724T000000 In der Antike galt die Bibliothek von Alexandria als größter Speicher verschriftlichten Wissens. Heute steht die größte Bibliothek der Welt in Englands Hauptstadt: die British Library. Über 170 Millionen Medien sind dort aufbewahrt. Nicht nur deshalb lohnt ein Besuch des gigantischen Gebäudes.

Nicht die schönste, aber eindeutig die größte Bibliothek der Welt: die Nationalbibliothek des Vereinigten Königreichs, die British Library in London. Ein Grund mehr, die Hauptstadt Englands zu besuchen. Unter den über 170 Millionen Medien, die in ihrem Bestand sind, sind nur 25 Millionen Bücher. Der Rest besteht aus Zeitschriften, Zeitungen, Broschüren, Tonaufnahmen, Patenten, Datenbanken, Karten, Briefmarken, Kunstdrucken und Gemälden – in allen möglichen Sprachen. Auch das älteste gedruckte Buch der Welt wird dort ausgestellt. Lange vor Guttenberg war nämlich der Buchdruck mit beweglichen Lettern schon in China bekannt, wo im Jahr 868 die so genannte Diamanten-Sutra, eine Schriftrolle mit einem buddhistischen liturgischen Text, veröffentlicht wurde. Wer's nicht gar so alt mag: Auch handschriftliche Beatles-Texte werden hier verwahrt.

Doch nicht nur der Inhalt, auch die schiere Größe ist überwältigend: Die Bücherregale würden – aneinandergereiht – eine Länge von 625 Kilometern ergeben. 1200 Leser finden in den elf Lesesälen Platz. Nur zur groben Einordnung: Würde man sich täglich fünf Medien widmen, bräuchte man sage und schreibe 80.000 Jahre, um den Bestand durchzuforsten. Die 8.000 Neuzugänge pro Tag (!) nicht mitgerechnet.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Kalulu, iStock Die umfangreichste Bibliothek der Welt: die British Library in London Die umfangreichste Bibliothek der Welt: die British Library in London
Außergewöhnlicher Weihnachtsmarkt in Graz /reise-news/detail/aussergewoehnlicher-weihnachtsmarkt-in-graz.html 3897 20151214T150300 Eigentlich gibt es nicht einen Weihnachtsmarkt in Graz – es gibt ganze 14 davon! Und die haben es in sich: Auf dem Kopf hängende Christbäume, die größte Eiskrippe der Welt, einen Bummelzug und sogar ein Büro für Weihnachtslieder hat das adventliche Graz zu bieten. Wenn das keine winterliche Reise wert ist!

Graz, die Hauptstadt der Steiermark, putzt sich in der Adventszeit auf besondere Weise heraus. Natürlich gibt es einen schmucken Christbaum mit abertausenden von Lichtern. Aber da ist noch mehr zu entdecken in den malerischen Altstadt-Gässchen: Im Renaissance-Arkadenhof des Landhauses zum Beispiel steht die größte Eiskrippe der Welt. 50 Tonnen wiegen die lebensgroßen Figuren, die je nach Temperaturlage schon mal ausgetauscht werden müssen.

Auch ihrem Ruf als UNESCO City of Design wird Graz auf weihnachtliche Weise gerecht: In der Herrengasse gibt es die „falling x-mas trees“ – Nadelbäume, die über Kopf hängen, und zu neuen Betrachtungen des Christbaum-Symbols anregen. Dabei ist die Idee schon alt: Früher, als in so mancher Stube nur wenig Platz war, hängte man den Weihnachtsbaum regelmäßig verkehrt herum an die Decke.

Am Mariahilferplatz lockt ein Riesenrad die Kinder an – und eine Eisstockbahn die Erwachsenen. Am Schlossberger Weihnachtsmarkt wird heimisch Erzeugtes verkauft: Kürbiskernöl, Kunsthandwerk, Gestricktes und Gebranntes. Wer nicht mehr laufen mag, lässt sich vom Bummelzug zur nächsten Attraktion tragen. Oder lauscht einfach einer der zahlreichen Live-Musik-Darbietungen. Ach ja, und wer den Text zum Mitsingen vergessen hat: Es gibt sogar ein eigenes Büro für Weihnachtslieder in Graz. Die Experten des Steirischen Volksliedwerks stellen Liedtexte, Melodien und Sprüche kostenlos zur Verfügung.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Flavio Vallenari, iStock Die Grazer Weihnachtsmärkte haben viel zu bieten. Die Grazer Weihnachtsmärkte haben viel zu bieten.
Monsterwald bei Rom stellt Experten vor Rätsel /reise-news/detail/monsterwald-bei-rom-stellt-experten-vor-raetsel.html Jonathan Berg 3835 20151118T102400 Achtzig Kilometer außerhalb der italienischen Hauptstadt gibt es einen Wald mit merkwürdigen Skulpturen von Ungeheuern. Deren Inschriften haben Forscher bis heute nicht entschlüsselt.

Bei einem Spaziergang durch den „Sacro Bosco“ kann einem ganz schön mulmig werden. Der „Heilige Wald“ liegt rund achtzig Kilometer nördlich von Rom, in der Nähe des Ortes Bomarzo, und zählt zu den skurrilsten Sehenswürdigkeiten Europas. Auf dem etwa zwei Quadratkilometer großen Gelände reihen sich monsterähnliche Skulpturen aneinander.

Adeliger ließ Monsterpark bauen

Man kennt zwar heute die Entstehungsgeschichte der grotesken Monumentalskulpturen, was sie aber zu bedeuten haben, stellt Experten allerdings bis heute vor große Rätsel. Der Park wurde im 16. Jahrhundert von dem italienischen Feudalherren Vicino Orsini in Auftrag gegeben. Dreißig Jahre dauerten die Arbeiten an dem „Heiligen Wald“.Doch der Park geriet für Jahrhunderte in Vergessenheit – die Skulpturen waren inzwischen großteils von Wildwuchs bedeckt – und wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Nachdem der Künstler Salvador Dali den Park in der Nähe von Rom besuchte und einige Bilder nach Motiven der bizarren Skulpturen entwarf, kam wieder Interesse an dem Gruselwald auf.

Salvador Dali sorgte für Wiederentdeckung

In den 1950er Jahren erwarb ein italienisches Ehepaar den „Sacro Bosco“ und kümmerte sich in den folgenden Jahren um die Instandsetzung der Anlage. Heute ist das Gelände wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und zählt zu den größten Touristenmagneten Italiens.Doch Historiker rätseln nach wie vor über die Bedeutung der Figuren. Insbesondere die Inschriften auf den zahlreichen Skulpturen von antiken Göttern, Fabelwesen und Ungeheuern bereitet den Wissenschaftlern Kopfzerbrechen. Eine These der Forscher kann jedoch überzeugen: Der Park sei mit der Absicht erbaut worden, den Betrachter zu verwirren und um den Verstand zu bringen.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

Von Jonathan Berg

© Thinkstock Den Park betritt man durch das Maul von Unterwelt-Gott Orcus. Den Park betritt man durch das Maul von Unterwelt-Gott Orcus.
Geheimnisvolles Deutschland: Elbsandsteingebirge /reise-news/detail/geheimnisvolles-deutschland-elbsandsteingebirge.html Solveig Michelsen 3786 20151015T095500 Für spektakuläre Landschaften braucht man nicht immer weit zu fahren – auch Deutschland hat Großes zu bieten. Besonders geheimnisvoll und märchenhaft geben sich die abertausende Türmchen des Elbsandsteingebirges, vielen auch unter „Sächsische Schweiz“ bekannt. Wenn der Herbst dann noch die Blätter bunt färbt und Nebelschwaden durch die bizarre Feldlandschaft ziehen, ist die Kulisse perfekt.

Das sollten Outdoorurlauber nicht verpassen: Zusammen mit der Böhmischen Schweiz beheimatet die Sächsische Schweiz das Elbsandsteingebirge, dass sich bei Rad- und Wanderbegeisterten immer größerer Beliebtheit erfreut. Obwohl die höchste Erhebung dieses „Gebirges“ nur 723 Meter über dem Meeresspiegel misst, gehört es zum Eindrucksvollsten, was die Natur in Sachen Fels und Erosion zu bieten hat: Aus dem weichen Sandstein sind in jahrhundertelanger Abtragung durch Wind und Wetter über 1000 Türmchen entstanden. Tafelberge, enge Schluchten und weite Ebenen ergänzen die Landschaft zu so großer Vielfalt, dass der Sächsischen Schweiz 2008 das Prädikat „Ort der Vielfalt“ von der Bundesregierung verliehen wurde.

Auch das Betätigungsfeld ist vielfältig: Unter Kletterern ist das größte Klettergebiet Europas mit über 12.000 Routen schon lange kein Geheimtipp mehr. Aber auch wer nicht gleich zum Seil greifen will, kommt hier voll auf seine Kosten: Spannende und abwechslungsreiche Wege führen durch Schluchten, zu Höhlen und an mal mehr, mal weniger ausgesetzten Felsbändern entlang. Spaziergänger genießen die Aussicht von den bestens eingerichteten Wegen, und sogar hoch zu Ross kann man das Elbsandsteingebirge erkunden.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© SunnyWindow, iStock Ein Ort der Vielfalt: das Elbsandsteingebirge Ein Ort der Vielfalt: das Elbsandsteingebirge
Die schönsten Herbstausflüge in Bayern /reise-news/detail/die-schoensten-herbstausfluege-in-bayern.html Solveig Michelsen 3776 20151006T135200 Die Sonne strahlt, das Laub verfärbt sich – der Herbst hat viele schöne Stimmungen zu bieten. Wer sich dafür auch noch den richtigen Ort aussucht, kann bleibende Eindrücke sammeln. Wir haben die schönsten Ausflugsorte im herbstlichen Bayern dafür ausgesucht.

Königssee mit Watzmann

Eine Schifffahrt auf dem Königssee gehört nicht nur für internationale Touristen zum Pflicht-Programm. Mit der Kapelle von St. Bartholomä sowie der hoch aufragenden Watzmann-Ostwand im Hintergrund gibt er ein perfektes Postkartenidyll ab. Der fjordartige Königssee, der zu den Top 15 Sehenswürdigkeiten in Deutschland zählt, gehört außerdem zu den saubersten Seen und ist ganze 190 Meter tief.

Tegernseer Hütte

Für aktive Wanderer gibt es nur wenige Ziele, die es der Tegernseer Hütte gleichtun: Wie ein Adlerhorst thront sie zwischen Roß- und Buchstein in den Bayerischen Voralpen. Wer die 2,5 Stunden Aufstieg erfolgreich hinter sich gebracht hat, darf sich auf ein kühles Bier freuen, das von wahrhaft alpiner Kulisse umrahmt wird. Bis 1. November hat die Hütte noch geöffnet.

Ahornboden im Karwendel

Genau genommen liegt der Ahornboden im Karwendel bereits in Österreich; die einzige Zufahrt erfolgt allerdings von Deutschland aus. Seit 1972 gilt er als Naturdenkmal: Die bis zu 600 Jahre alten Ahornbäume geben vor der dramatischen Felskulisse ein eindrucksvolles Bild ab. Besonders farbenprächtig zeigen sie sich im Herbst, wenn die Blätter bereits verfärbt sind. Auch das historische Almdorf in der Eng ist einen Besuch wert.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Daniel-Van-Gravel, iStock Eine Postkartenidylle: der Königssee Eine Postkartenidylle: der Königssee
"Deutschlands schönste Wanderwege 2015" sind in der Eifel /reise-news/detail/deutschlands-schoenste-wanderwege-2015-sind-in-der-eifel.html Michaela Laux 3676 20150816T141700 "Deutschlands schönste Wanderwege 2015" stehen fest. Laut der Zeitschrift "Wandermagazin" ist die Eifel der ultimative Liebling beim Wandern. Gleich zwei Touren in der Region wählte das Publikum zu den schönsten schönstem Wanderwegen Deutschlands.

Von Anfang Januar bis Ende Juni 2015 konnte gewählt werden. Rund 16.800 Wanderer beteiligten sich an der Abstimmung und gaben ihre Stimme für eine von zehn nominierten Tagestouren und für einen von fünf nominierten Weitwanderwegen ab, die ihnen am besten gefielen. Der Pyrmonter Felsensteig zählte dabei mit 30,61 % in der Kategorie Tagestouren, der Eifelsteig mit 53,57 % unter den Weitwanderwegen zu den Lieblingen der Wanderfans. Dass mit der Eifel eine einzige Region in beiden Kategorien den ersten Platz erzielt hat, ist in der zwölfjährigen Geschichte der Wahl um Deutschlands schönste Wanderwege eine Premiere.

Über Platz zwei in der Kategorie Tagestouren darf sich die Traumschleife Ehrbachklamm bei Boppard in Rheinland-Pfalz freuen, über den dritten Platz der Premiumweg Gletscherblick bei Reit im Winkl in Bayern. Bei den Weitwanderwegen schaffte es der Goldsteig in Bayern auf Platz zwei, der Lahnwanderweg (Nordrhein-Westfalen/Hessen/Rheinland Pfalz) auf Platz drei.

Die Urkunden erhalten die Vertreter der jeweils drei erstplatzierten Wege am 05.September 2015 im Rahmen der Wander- und Trekkingmesse "TourNatur" in Düsseldorf von Wandermagazin-Autor Manuel Andrack.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Michaela Laux

Wandern in der Eifel steht dieses Jahr hoch im Kurs © LifesizeImages / iStock.com Wandern in der Eifel steht dieses Jahr hoch im Kurs © LifesizeImages / iStock.com
Geht es bald nur noch mit Ticket auf den Markusplatz? /reise-news/detail/geht-es-bald-nur-noch-mit-ticket-auf-den-markusplatz.html Johannes Streng 3419 20150720T134800 Venedig gehört unbestritten zu den schönsten Städten der Welt. Doch das hat seinen Preis: Jedes Jahr kommen immer mehr Touristen in die Lagunenstadt und gefährden somit deren Existenz.

"Die durchschnittliche Erfahrung eines Touristen in Venedig ist meiner Meinung nach ein Alptraum geworden, brutal hässlich." sagt der US-Blogger und Autor Steven Varni gegenüber DPA. Kein Wunder: Kamen früher auf einen Stadtführer rund ein Dutzend Besucher, sind es jetzt etwa 100 auf einmal. Viele der Einwohner Venedigs haben die Stadt bereits verlassen, da der Tourismus das Leben verteuert und andere Arbeitsplätze kaum noch zu finden sind.

Der neue Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, bringt nun eine Idee ins Spiel, die nicht ganz neu, aber auch nicht unumstritten ist: Die Zahl der Touristen an Hotspots der Stadt, wie dem Markusplatz, soll eingeschränkt werden. "Wir wollen den Druck von manchen Gegenden im historischen Zentrum nehmen", erklärt Brugnaro. Zum Einsatz soll dabei ein spezielles Buchungssystem kommen.

Einheimischen, Hotelgästen und Pendlern wird unter gewissen Voraussetzungen uneingeschränkter Zutritt gewährt. Tagestouristen dagegen müssten vorher einen Besuch buchen. Ob dieser dann kostenpflichtig ist, steht allerdings noch nicht fest. Auch für die Wasserbusse, die Vaporetti, plant Brugnaro eine Neuerung: Mit Extra-Schlangen sollen die Einwohner Venedigs Priorität beim Betreten der Schiffe haben. "Mein Ziel ist es, Venedig ein bisschen normaler zu machen." so die Begründung des Bürgermeisters.

Ob sich Luigi Brugnaro mit dieser Idee durchsetzen kann, wird sich noch zeigen. Erste Kritik übte bereits der Kulturminister Italiens, Dario Franceschini, der diese Ideen für die falsche Methode hält. Tickets für das historische Zentrum würden den Eindruck einer "geschlossenen Stadt hinterlassen".

» Mehr spannende DuMont Reise-News

Von Johannes Streng / dpa

gregobagel, iStock Darf der Markusplatz bald nur noch mit Ticket betreten werden? Darf der Markusplatz bald nur noch mit Ticket betreten werden?
Berliner Gruselpark wieder für Öffentlichkeit zugänglich /reise-news/detail/berliner-gruselpark-wieder-fuer-oeffentlichkeit-zugaenglich.html Jonathan Berg 3411 20150720T125900 Der Spreepark, ein verfallener Rummel im Berliner Plänterwald, soll nun wieder für Besucher geöffnet werden. Allerdings nur vorübergehend. Die meisten Attraktionen sind nach wie vor desolat und von Wildwuchs befallen. Das beliebte Theaterstück „Spuk unterm Riesenrad“ soll dafür wieder aufgeführt werden.

Seit 13 Jahren liegt das Gelände des ehemaligen Spreepark Berlin brach. Nach der Wende wurde der im einstigen Ost-Berlin gelegene Freizeitpark nach westlichem Vorbild umgestaltet. Doch nach und nach blieben die Besucher aus und die Betreiber mussten wirtschaftliche Einbußen verzeichnen.

Thriller-Kulisse Spreepark

Seit der Schließung im Jahr erfreut sich der Park allerdings zunehmend an Popularität. Unter anderem deshalb, weil der Spreepark mit seinen verlassenen Attraktionen gerne als gruselige Kulisse in heimischen und internationalen Filmproduktionen genutzt wird.

Nach langem Streit um die Eigentumsverhältnisse kaufte das Land Berlin Anfang 2014 das Erbbaurecht zurück. Seitdem sind Touren auf dem Gelände nicht mehr möglich. Die Grün Berlin GmbH soll das Areal nun wieder langfristig für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Das kann allerdings noch eine Weile dauern.

In diesem Sommer kann man dafür Wiederaufführungen von „Spuk unterm Riesenrad“ sehen. Allerdings dürfen maximal 200 Besucher pro Vorstellung auf das Areal. Geht es nach Grün Berlin Geschäftsführer Christoph Schmidt, soll sich schon ganz bald das Riesenrad auch wieder drehen. Doch um das Rad endgültig wieder in Gang zu bringen, müssen noch etliche Verhandlungen geführt werden.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

Von Jonathan Berg

© thinkstock Der Spreepark öffnet im Sommer 2015 seine Pforten, allerdings nur kurz. Der Spreepark öffnet im Sommer 2015 seine Pforten, allerdings nur kurz.
Hamburger Speicherstadt ist Weltkulturerbe /reise-news/detail/hamburger-speicherstadt-ist-weltkulturerbe.html Hannah Sommer 3407 20150708T153500 Der Ausgang um die Olympia-Bewerbung 2024 ist noch offen, doch einen vielleicht noch wichtigeren Titel hat Hamburg nun sicher. Die weltberühmte Speicherstadt und das angrenzende Kontorhausviertel wurden von der UNESCO zum Welterbe ernannt. Es ist die 40. Welterbestätte in Deutschland.

Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem berühmten Chilehaus stehen künftig unter dem besonderen Schutz der Vereinten Nationen. Das Welterbekomitee der UNESCO hat die Wahrzeichen der maritimen Vergangenheit der Hansestadt in seine Liste aufgenommen. Es ist das erste Weltkulturerbe für Hamburg und die 40. derartige Stätte in Deutschland, die nun in einer Reihe mit den Pyramiden von Gizeh steht.

Das Komitee würdigte Speicherstadt und Kontorhausviertel als einzigartige Symbole der „Folgen des rasanten internationalen Handelswachstums im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert“. Die zwischen 1885 und 1927 errichteten Backsteinspeicher mit Kanälen und Brücken bilden das weltweit größte zusammenhängende, einheitliche Ensemble seiner Art. Das benachbarte Kontorhausviertel war Anfang des 20. Jahrhunderts das erste reine Büroviertel in Europa.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sagte zu der Entscheidung: „Wir sind uns der großen Ehre bewusst und nehmen nun gern die Verantwortung für den Schutz und die Vermittlung dieses Erbes wahr.“ Das Chilehaus war bereits 1999 von Deutschland für die UNESCO-Liste vorgeschlagen worden. 2007 wurde die Bewerbung um Speicherstadt und Kontorhausviertel erweitert.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

Von Hannah Sommer

© thinkstock Die roten Backsteingebäude der Speicherstadt sind weltberühmt. Die roten Backsteingebäude der Speicherstadt sind weltberühmt.
Spektakuläre Architektur: das Opernhaus in Oslo /reise-news/detail/spektakulaere-architektur-das-opernhaus-in-oslo.html Solveig Michelsen 3381 20150616T145800 Wie ein gewaltiger Eisberg mutet die weiße Halbinsel in Oslo an – künstlich erschaffen für das neue Wahrzeichen der norwegischen Hauptstadt: das Opernhaus. Seine begehbare Dachfläche aus weißem Marmor macht das Gebäude zum Lieblingsplatz vieler Besucher; Architekten reisen von weit her an, um sich inspirieren zu lassen.

Im Jahr 2008 wurde in Oslo das 520 Millionen Euro teure Gebäude – wobei man sich unter „Gebäude“ schon etwas ganz Falsches vorstellt – offiziell eingeweiht: fünf Monate vor der errechneten Fertigstellung. Allein dies ist schon sehr ungewöhnlich. Alles andere aber auch. Denn das Opernhaus, das unmittelbar neben dem Hafen errichtet wurde, protzt nur so vor Superlativen. Da wären zum Beispiel die 36.000 weißen Marmorplatten aus Carrara, die dem architektonischen Wunderwerk einen klaren, eleganten Touch verleihen – und für die Eisberg-Optik verantwortlich sind. Oder die 20.000 Quadratmeter Dachfläche, die öffentlich begehbar sind und für spektakuläre Aussichten auf den Hafen und die Umgebung sorgen.

Wer nach dem Auftakt auf dem marmornen Laufsteg ins Innere des Opernhauses vordringt, wird von einer lichten Halle aus Glas und Holz empfangen mit mikadoartigen Stützen. Die Sanitärtrakte sind frei in den Raum gestellt; die Garderobe besteht aus frei zugänglichen Haken. Auch hier weht skandinavischer Design-Geist und führt vor, wie es eben auch möglich ist. Und was für Architekten eine Reise wert ist, ist auf jeden Fall ein Highlight für alle Oslo-Besucher: Unbedingt ansehen!

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© pitr134, iStock Auf der Dachfläche des Opernhauses in Oslo Auf der Dachfläche des Opernhauses in Oslo
Hamburger Hafengeburtstag mit „Queen Elizabeth“ /reise-news/detail/hamburger-hafengeburtstag-mit-queen-elizabeth.html Hannah Sommer 3323 20150430T172900 Bald feiert Hamburg seinen 826. Hafengeburtstag. Da darf es an gutem Programm und natürlich insbesondere an prominenten Gästen nicht fehlen. Die Königin unter den Kreuzfahrtschiffen gibt sich zu diesem Anlass ebenfalls die Ehre.

Jan Delay vertraut dem „Sound aus Hamburg-City“. Für Sylvie Meis ist die Stadt „ein Märchen“. Musiklegende Tom Waits erinnert sich vor allem an wenige Erinnerungen langer Nächte in der Hansestadt und Ex-Beatle John Lennon sagte einst, er wäre in Liverpool geboren, aber in Hamburg aufgewachsen. Doch nicht nur Prominente lieben die Stadt am Meer. Die nordische „Perle“ zählt allgemein zu den beliebtesten Städten Deutschlands.

Bei so viel Zuspruch und Popularität darf man sich auch hin und wieder einmal selbst feiern, und das tut Hamburg anlässlich seines 826. Hafengeburtstags nun auch gebührlich. Vom 8. bis 10. Mai feiert die Stadt diesen erfreulichen Ehrentag nun mit bestem Unterhaltungsprogramm und gleich einer ganzen Flotte „Schiffsprominenz“- allen voran das elegante Luxus-Kreuzfahrtschiff „Queen Elizabeth“.

Doch auch andere bekannte Kreuzfahrtschiffe zeigen sich beim angeblich „größten Hafenfest der Welt“. Unter den insgesamt 300 Schiffen, die sich in Hamburg aus nächster Nähe beobachten und sogar besichtigen lassen, werden sich auch die „MS Europa 2“, die „Artania“ und die „Amadea“ unter den Besuchern finden. Auch das Segelschulschiff „Gorch Fock“ gibt sich an Hamburgs großem Wochenende die Ehre. Ebenso schickt auch das Partnerland, die Niederlande, viele holländische Schiffe zu der Veranstaltung.

An Highlights mangelt es am Geburtstag der Hansestadt nicht, denn davon stehen ungefähr 200 auf dem Programm, darunter auch das Hamburger Schlepperballett, ein Segeljacht-Rennen und ein Feuerwerk. Musikalisch findet sich hier alles von Folk bis Jazz. Für Kinderprogramm, maritime Märkte, Fahrgeschäfte und kulinarische Highlights ist ebenfalls gesorgt. Dieser Geburtstag kann kommen. Hamburg, ahoi!

» Mehr spannende DuMont Reise-News

Hannah Sommer

© fallbrook, iStock Beehrt Hamburg zum Hafenfest – der Kreuzfahrtriese „Queen Elizabeth“. Beehrt Hamburg zum Hafenfest – der Kreuzfahrtriese „Queen Elizabeth“.
Europas Ruhepole unter den Urlaubszielen /reise-news/detail/europas-ruhepole-unter-den-urlaubszielen.html Hannah Sommer 3318 20180708T000000 Übervolle Strände, lautes Kindergeschrei, übereifrige Animateure – all das gehört für viele Menschen nicht unbedingt zu einem angenehmen Urlaub. An diesen besinnlichen Urlaubsorten können Sie ganz bei sich und für sich sein.

Gute Freizeitplanung im Urlaub sieht meist für jeden anders aus. Gerade Urlauber vom Land möchten in ihren Ferientagen vor allem unterhalten werden, Dinge erleben und ausprobieren, die auf dem Land oft nicht möglich sind. Und dann gibt es da noch die, in deren Leben sich im Alltag oft so viel abspielt, dass für sie der größte Luxus vor allem Einsamkeit, Ruhe und Stille bedeutet. In Lettland, Italien und Irland findet man besonders schnell wieder zu sich selbst.

Jurmalciems in Lettland

Hoch oben an der südlichen Ostseeküste Lettlands liegt der kleine Ort Jurmalciems. Das kleine Fischerdorf gehört zu den entlegensten Ecken und zeichnet sich vor allem durch den kleinen Hafen, die Räucherei und die Fischer aus, die in den Bootshallen ihre Netze flicken. Es passiert nicht viel in Juralciem, und das ist genau das, wofür das Dorf von Urlaubern so geschätzt wird. Stundenlange Spaziergänge, ohne jemandem zu begegnen, kann man nur an wenigen Stränden der Welt genießen. Günstig ist Jurmalciems obendrein.

Monte Isola in Italien

Wer vor allem dem Verkehrslärm und der miefigen Stadtluft entkommen möchte, der ist in Monte Isola genau richtig: Von Verkehrslärm keine Spur, denn Autos sind hier verboten. Die Einheimischen behelfen sich vor allem mit Motorrollern. Mit diesem Ort hat es außerdem eine besondere Bewandtnis auf sich: Er ist nämlich Europas größte südlichste Binneninsel und liegt mitten im See Lago Iseo. In kleinen Pensionen lässt es sich bequem, zünftig und günstig wohnen. Spaziergänge, Wanderungen und Fahrradtouren fördern die Entspannung. Abends lässt sich hier vor allem der frische Fisch genießen.

Aran Islands in Irland

Auf der kleinen Inselgruppe vor der Westküste Irlands im Atlantik scheint die Zeit stillzustehen. Altehrwürdige irische Traditionen und sogar die gälische Sprache existieren hier noch. Fortbewegung findet vor allem mit Kutschen statt. Einige wenige Pensionen bieten eine Unterkunft an. Abends gibt es dann das deftige Nationalgericht, das Irish Stew, mit einem echten Guinness Bier. Dazu spielen irische Seebären auf der Gitarre und singen uralte gälische Volkslieder. Die endlosen saftig-grünen Wiesen, die raue See und die Abgeschiedenheit geben dabei das Gefühl, an eines der schönsten Enden der Welt geflüchtet zu sein.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

Von Hannah Sommer

© Andrew_Mayovsykyy, iStock Auf der italienischen Insel Monte Isola kommen Sie ganz sicher zur Ruhe. Auf der italienischen Insel Monte Isola kommen Sie ganz sicher zur Ruhe.
Dolce Vita in den Abruzzen /reise-news/detail/dolce-vita-in-den-abruzzen.html Solveig Michelsen 3303 20150420T161900 Gardasee, Toskana und Sizilien – das kennt mal als Italienurlauber noch. Aber wie steht es um die Abruzzen? Die weitläufigen Sandstrände an der Ostküste Italiens stehen bei den Einheimischen hoch im Kurs, und auch die beeindruckenden Naturparks sind eine Reise wert. Dazu kommt mediterranes Lebensgefühl pur und authentisches Flair – was will man mehr?

Die Abruzzen sind zuletzt wegen eines tragischen Ereignisses in die Schlagzeilen geraten: Die Kulturstadt L'Aquila – das „Salzburg der Abruzzen“ – wurde im Jahr 2009 durch ein schweres Erdbeben zu großen Teilen zerstört und ist auch heute noch von einem normalen Alltag weit entfernt. Die Touristen zieht es also an die Strände und in die Naturparks, die rund ein Drittel der gesamten Landesfläche ausmachen. Das bekannteste Naturschutzgebiet unter ihnen ist der Gran-Sasso-Nationalpark, der aus einer wilden Landschaft besteht, geprägt von gezackten Gipfeln, Kämmen und senkrecht abfallenden Wänden. Auch das „Tal der hundert Wasserfälle“ beeindruckt jeden Besucher.

Eigentlicher Anziehungspunkt der meisten Urlauber aber sind die weitläufigen Sandstrände der beschaulichen Küstenorte, die eine hervorragende Wasserqualität zu bieten haben, gepflegt und mit der nötigen Infrastruktur ausgestattet sind. In Cafés und Clubs trifft man fast ausschließlich auf Italiener, die einem das „dolce vita“ vorleben – authentisches Flair ist also garantiert. Im Sommer pulsiert das Leben, in der Nebensaison beginnt man zu ahnen, weshalb die Abruzzen noch als „Geheimtipp“ gehandelt werden ...

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

© Ary6 , iStock Strand und Berge auf engstem Raum: Die Abruzzen haben einiges zu bieten. Strand und Berge auf engstem Raum: Die Abruzzen haben einiges zu bieten.
Historische Bahnreisen durch Italien /reise-news/detail/historische-bahnreisen-durch-italien.html Solveig Michelsen 3302 20150421T161100 „Turismo slow“ wird die gemächliche Art des Reisens in Italien genannt. Genau dieses Ziel verfolgen die historischen Zugfahrten, die auf vier verschiedenen Strecken wieder angeboten werden – mit Waggons aus den 1920er- bis 1950er-Jahren. Ein Fest für Nostalgiker und Eisenbahnfreunde.

Wohin soll's denn gehen? Um den von hohen Bergen umrahmten Iseosee in der Lombardei? Durch's malerische Val d'Orcia von Siena nach Monte Antico in der Toskana? Durch die Abruzzen oder an der Südküste Siziliens entlang? Die vier historischen Bahnreisen verlaufen zum Teil auf stillgelegten Strecken, immer aber durch beeindruckende Landschaft. Auch eine Teilstrecke der 1872 erstmals eröffneten Bahnverbindung von Siena nach Grosseto ist dabei. Aus dem Zugfenster schweift der Blick dann über toskanische Landschaften: die sanften Hügel der Crete Senesi mit ihren Zypressen, ockerfarbenen Häusern und Weinhängen.

Gezogen werden die antiken Waggons aus unterschiedlichen Jahrzehnten (1920 bis 1950) von einer 55 Jahre alten Diesellok. Sie stammen aus dem Fuhrpark der Stiftung der italienischen Staatsbahn. In historische Bahnreisen wolle man hier verstärkt investieren, heißt es vom Minister für Tourismus und kulturelle Angelegenheiten Dario Franceschini. Das zu hören wird viele freuen: Eisenbahnfreunde, Nostalgiker und Anhänger eines nachhaltigen Tourismus-Modells.

» Mehr spannende DuMont Reise-News

von Solveig Michelsen

nähere Informationen auf Englisch unter: www.ferrovieturistiche.it/en

© scorton, iStock Genüsslich durch die Toskana zuckeln ... Genüsslich durch die Toskana zuckeln ...
Dinosaurierpark öffnet seine Pforten /reise-news/detail/dinosaurierpark-oeffnet-seine-pforten.html Jonathan Berg 3259 20150414T141700 Jurassic Park in der Eifel? Warum eigentlich nicht, dachte sich das Naturparkzentrum Teufelsschlucht und versah den Park mit zahlreichen Modellen der Urzeit-Echsen. Ab Anfang April ist der Park für Besucher geöffnet.

Das Wort „Dinosaurier“ kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Schreckensechse“. Wer dem neuen Dinosaurierpark im Eifeler Naturzentrum Teufelsschlucht einen Besuch abstattet, wird sich selbst ein Bild machen können, wie gut diese Bezeichnung tatsächlich zutrifft.

Auf dem 1,5 Kilometer langen Rundweg begegnet man insgesamt 100 detailgetreuen Nachbildungen von Dinosauriern aus den unterschiedlichsten Erdzeiten. Auch Amphibien und Rieseninsekten, Flugsaurier und natürlich ein Tyrannosaurus Rex sind vertreten. Sogar das Modell eines Eifelosaurus, einem Vorgänger der Dinosaurier, der vor 250 Millionen Jahren in der Eifel lebte, werden Besucher im Naturzentrum bewundern können. Bruno Zank, Geschäftsführer vom Felsenland Südeifel bestätigt: „Es ist eine Reise durch 420 Millionen Jahre Erdgeschichte“.

Hinzu kommt, dass die Tiermodelle wissenschaftlich und detailgetreu nachgebaut worden sind. Das bestätigt Sven Neumüller, dessen Firma Wolter Design aus Rehburg-Loccum verantwortlich für den Bau der Nachbildungen ist. Er bezeichnet sie als „wissenschaftlich korrekt“ und betont, dass die Anfertigungen auf den Vorlagen von Experten und Forschern beruht und die Modelle durch Änderungen gegebenenfalls auf den neusten Stand der Wissenschaft gebracht werden sollen.

Die aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigten Dinosaurier-Modelle kosteten den Park rund 160.000 Euro. Es wird erwartet, dass sie im Jahr um die 50.000 Besucher mehr anlocken als zuvor. Der Park wird am Ostersamstag, dem 4. April 2015, eröffnet. Der Eintritt für Erwachsene liegt bei 9 Euro, für Kinder bei 7,50 Euro.

» Mehr spannende DuMont Reise News

Von Jonathan Berg

© Symbolbild: mastersimon78, iStock 100 detailgetreue Dino-Modelle können in der Eifel bestaunt werden. 100 detailgetreue Dino-Modelle können in der Eifel bestaunt werden.
Skigebiet Kopaonik: Serbiens „St. Moritz“ /reise-news/detail/skigebiet-kopaonik-serbiens-st-moritz.html Hanna Sommer 3236 20150411T141300 Serbien hat weit mehr zu bieten als Gulasch, Honigschnaps und einen zugegebenermaßen mäßigen Ruf – das allerdings zu Unrecht: Das größte Ski-Gebiet im Balkan kann es ohne Weiteres mit dem wintersportlichen Unterhaltungsgrad von „St. Moritz“ aufnehmen und das zu wesentlich günstigeren Preisen.

„Mit dem Rücken zur Welt“, beschrieb 2001 die Journalistin Asne Seierstad die Lebensmentalität der Serben. Davon kann im serbischen Skigebiet Kopaonik im Jahr 2015 allerdings ganz und gar nicht die Rede sein. Wer hier seinen Skiurlaub verbringt, den werden die serbischen Lebensgeister auf jeder Abfahrt beflügeln.

Der 2.000 Meter hohe Berg, an der kosovarischen Grenze ist ein gleichermaßen beliebtes Reiseziel für Familien als auch für betuchte Prominente aus Belgrad. Für das deutsche Portemonnaie sind die Preise recht erschwinglich, gehen aber trotzdem nicht mit mangelndem Ski-Komfort einher. Ganze acht Kilometer Piste und 23 Lifte finden sich in dem Skigebiet in Serbien. Wunderschöne sanfte Waldabfahrten in der Nähe der Hotelsiedlung garantieren gemütliches Skifahren für Familien, während es an den Nordhängen des Pancicev Vrh oder des Ledenica für fortgeschrittene Pistenprofis reichlich präparierte schwarze Pisten, inklusive Beschneiungsanlagen, gibt.

Kopaonik – unkonventionell und vielseitig

Der neue Sessellift mit Namen „Gvozdac-Express“ bietet zwischen den Fahrten Sitzheizung, freies WLAN und Wetterschutzhauben. Dank Vertrag mit einem Radiosender bieten die Skilifte außerdem musikalische Unterhaltung. Für wen auch das Après-Ski auf jeden Fall zum Urlaub dazugehört, der begibt sich in eine der zahlreichen Kneipen. Ob Livemusik oder Discocharts, Stimmung kommt überall auf, und das nicht zuletzt wegen der günstigen Bierpreise von um die 1,50 Euro pro Glas.

Neben dem Skifahren gibt es außerdem auch winterliche Beschäftigungen abseits der Pisten. Eine Wanderung mit Schneeschuhen, eine Fahrt mit dem Schneemobil oder doch lieber mit der Bergachterbahn? In Kopaonik wird Ihnen alles davon geboten, außerdem sind Langlaufen und Snowtubing hier ebenfalls sehr beliebt.

Einen Tagespass für Erwachsene kann man bereits ab 27 Euro erstehen. Ein Fünftagepass ist ab 85 Euro erhältlich.

» Mehr spannende DuMont Reise News

Von Hannah Sommer

© EXTREME-PHOTOGRAPHER, iStock Spaß im Schnee in Serbien. Spaß im Schnee in Serbien.
Schokoladenhotel in Portugal: ein Muss für jeden Kakao-Fan /reise-news/detail/schokoladenhotel-in-portugal-ein-muss-fuer-jeden-kakao-fan.html Hannah Sommer 3144 20150220T095000 Pralinen und Konfekt auf dem Nachttisch, Kakaobohnen-Peeling im Spa und sehr, sehr viel heiße Schokolade im Restaurant – das ist das Hotel Fábrica do Chocolate im portugiesischen Viana do Castelo.

Hier werden nicht nur Kinderträume wahr: Das Hotel Fábrica do Chocolate zeigt sich für alle seine Besucher von seiner buchstäblichen Schokoladenseite. Was einst vor ca. 100 Jahren von José Lima als erste Schokoladenfabrik erbaut wurde, beschert heute kulinarischen Urlaubern zuckerige Ferienfreuden.

Schon am Morgen können Besucher hier in den Genuss von exzellentem Schokoladenkuchen und Kakao kommen. Die „figurbewusstere“ Frühstücksalternative kommt in Form eines ewig fließenden Schokobrunnens daher, in den man seine morgendliche Obstration tunken kann. Am Nachmittag lohnt sich ein Besuch des hauseigenen Schokoladenmuseums mit anschließendem Souvenir-Shopping im Hotelgeschäft, das mit ganz und gar schokoladigen Mitbringseln aufwarten kann. In der „Willy Wonka“-Suite träumt es sich des Nachts besonders süß, vor allem dann, wenn man sich vor dem zu Bett gehen noch mit einem Kakaobohnen-Peeling verwöhnt hat. Als Betthupferl findet sich ganz sicher etwas für jeden Geschmack in der Minibar – was, das versteht sich von selbst.

Das Hotel Fábrica do Chocolate im Norden Portugals verzaubert mit süßem Schokoladenduft, dank eines extra kreierten Schokoladen-Parfums, und begeistert seine Hotelgäste mit den liebevoll eingerichteten Zimmern mit jeweils anderem Schoko-Motto. Für Fans der süßen braunen Masse ist das Hotel Fábrica do Chocolate ein Hotel-Tipp mit absoluter Priorität.

» DuMont Reise Handbuch Portugal

Von Hannah Sommer

© ValuaVitaly, iStock Schokoladenmassage zur Entspannung. Schokoladenmassage zur Entspannung.