Norddeutschland Wochenend-Eskapaden: Lüneburger Heide

Lüneburger Heide – da denkt man schnell an Kaffee- und Kutschfahrten älterer Jahrgänge. Die gibt es auch. Doch wer zwei Tage Zeit mitbringt, kann auf einem Stück des Heidschnuckenwegs eine ganz private Seite der Heide kennenlernen – auf Du und Du mit der großartigen Landschaft. Am besten zur Blüte Ende August.

Blühende Lüneburger Heide | © Thorsten Link, Shutterstock

So wie es in der Lüneburger Heide aussieht – weite, leicht wellige Flächen, die durch das Heidekraut einen lila Schimmer bekommen – sah es bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts fast überall in Norddeutschland aus. Eine Wanderung auf einem Abschnitt des Heidschnuckenwegs ist also auch eine Zeitreise zu einem Naturrelikt, das später stark romantisiert wurde, unter anderem durch Maler wie Arnold Lyongrün und zahlreiche Filme, die den Naturschauplatz Lüneburger Heide als idyllischen Drehort wählten.

Die gesamten 235 Kilometer des Heidschnuckenwegs erfordern viel Ausdauer; einen hervorragenden Eindruck bekommt man auch mit nur zwei Tagen Investition (rund 36 Kilometer). Zwischen Wesel und Behringen befindet sich ohnehin das Highlight des Wegs, der sprichwörtliche Gipfel: Der 169 Meter hohe Wilseder Berg entlockt Bergsteigern zwar nur ein müdes Lächeln, dem Heidewanderer jedoch bietet er einen wunderbaren Blick über weite Heideflächen und die berühmten Heidschnucken – nordische Kurzschwanzschafe, die hier zu Hause sind. Ist man Ende August/Anfang September unterwegs, leuchtet die Vegetation in lilafarbenen Tönen. Wer braucht da schon die Provence?

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von Solveig Michelsen

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