Slow Travel Urlaubstrend: die neue Langsamkeit

Zahlreiche Menschen leiden – besonders im Urlaub – an FOMO: Fear of Missing Out. Diese Angst, etwas zu verpassen, befällt beileibe nicht nur Millennials, wie einen die Medien oft glauben lassen. Die beste Medizin dagegen? Slow Travel: bewusst langsam genießen statt die Erholungszeit mit Actionprogramm vollzustopfen.

Lesen statt Sightseeing: je langsamer, desto nachhaltiger der Urlaub | © mihtiander, iStock

Urlaub sollte sein: Tapetenwechsel vom Alltag. Frische Inspiration und Kraftquelle. Nachhaltiges Erleben, das zu bleibenden Erinnerungen wird. Das wissen wir. Gleichzeitig sorgt eine deutlich vernehmbare Stimme im Hinterkopf für Unruhe: „Ich will was Spektakuläres erleben! Ich will die Urlaubszeit so gut wie möglich nutzen!“ Und schon laden wir FOMO ein – die „Fear of Missing Out“, wie das Phänomen neuerdings genannt wird, obwohl es natürlich schon viel länger existiert.

Vielleicht trifft es die Deutschen, die weltweit für ihre Effizienz geschätzt werden, besonders hart: Auch der Urlaub muss schließlich optimal genutzt werden. Denn man hat einen teuren Flug bezahlt und ist ja nicht jeden Tag vor Ort. Es gäbe x Sehenswürdigkeiten … und schwupp, ist der Terminkalender schon wieder gefüllt.

Da hilft nur eines: aktives Gegensteuern, um das Rädchen, das sich im Alltag schnell genug dreht, auch mal anzuhalten. Genau dafür ist er ja da, der Urlaub. Aber wir müssen ein wenig nachhelfen und uns bewusst dafür entscheiden, alles ein wenig langsamer und entspannter anzugehen. Nur so kann Abstand vom Alltag wirklich gelingen. Also: Überraschen Sie sich selbst mit einer neuen Gelassenheit und fahren Sie einmal völlig unverplant in den Urlaub.

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von Solveig Michelsen

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