Sommer, Sonne, Sonnenschein Sommerfrische an Südtirols Bergseen

Wenn es im Tal unerträglich heiß wird, sehnt man sich nach kühler Frische. Die wartet ein Stockwerk weiter oben in Form eines Bergsees: kaltes Wasser vor grandioser Kulisse, die sich auf der klaren Oberfläche spiegelt. Das weckt alle unsere Sinne und macht uns noch empfänglicher für die Schönheit der Berge ringsum. Selbst das gebirgige Südtirol hat hier einiges zu bieten.

Antholzer See: ein Bergsee wie aus dem Bilderbuch | © Mau47, Shutterstock

Antholzer See, Pustertal

Eines der beliebtesten Ausflugsziele des Pustertals befindet sich direkt an einer (kleinen) Straße: Auf gut 1600 Meter Höhe liegt im Naturpark Riesenferner-Ahrn ein Bergsee wie aus dem Bilderbuch. Sandstrände kontrastieren mit alpinem Ambiente, zahlreiche Bäume spenden Schatten. Mit 44 Hektar ist der See nicht mehr ganz klein – er nimmt sogar Platz 3 der größten Seen Südtirols ein. An seinem Ufer entlang windet sich ein Naturerlebnispfad mit Schautafeln zur heimischen Flora und Fauna, zu der auch hier gedeihende fleischfressende Pflanzen gehören. Beim Tannenzapfenwerfen und Bachsteinhüpfen wird auch dem Nachwuchs auf der rund 1,5-stündigen Wanderung nicht langweilig.

 

Toblacher See, Höhlensteintal

Im Höhlensteintal liegt ein leicht erreichbarer See auf nicht ganz 1300 Meter Höhe, der als Naturdenkmal geschützt ist: der Toblacher See. Zwischen den Dolomitengipfeln der zwei Naturparks "Drei Zinnen" und "Fanes-Sennes-Prags" erfreut er mit türkisblauem Wasser und üppiger Ufervegetation. Durch diese verläuft ein Naturlehrpfad, auf dem man rund 2 Stunden unterwegs ist. Und auch an Geschichte hat er einiges zu bieten: Rund um den Toblacher See wurden fünf Bunker gebaut, womit Mussolini 1939 die Zufahrtswege nach Italien schützen wollte. Im Sommer lässt er sich am besten per Boot erforschen, das man vom Bootsverleih bekommt. Im Winter sind Curling und Eislaufen angesagt. Auch die Haupt-Langlaufloipe des Hochpustertales verläuft um den Toblacher See.

 

Durnholzer See, Sarntal

Ebenfalls mit dem Auto anfahrbar ist der idyllische Durnholzer See, der allerdings am Ende einer langen Sackgasse liegt. Auch er kann in rund 1,5 Stunden zu Fuß umrundet werden – die meisten Besucher ziehen das einem recht kalten Bad vor. Schließlich befindet auch er sich auf knapp 1550 Meter Höhe und wird auf drei Seiten von Berggipfeln eingerahmt. Im Winter lädt der zugefrorene See zu einem romantischen Eislaufen im alpinen Ambiente ein.

 

Wuhnleger Weiher, Seiser Alm

Ein Winzling unter den Seen und nicht mal zum Baden gedacht. Wieso der Wuhnleger Weiher trotzdem so viel Besuch bekommt? Von keinem anderen Ort bekommen man einen besseren  Blick auf das Rosengarten-Massiv wie am Wuhnleger Weiher. Der ganze Gebirgsstock spiegelt sich sogar darin, was zahlreiche Fotografen und Naturgenießer dazu veranlasst, zum Abendrot das bekannte Rosengarten-Glühen zu dokumentieren oder zumindest fest auf der inneren Festplatte abzuspeichern. Ein bisschen anstrengen muss man sich für das Vergnügen in diesem Fall: 45 Minuten sind es zu Fuß von St. Zyprian, 60 Minuten von Tiers.

 

Spronser Seen, Texelgruppe

Wesentlich weiter laufen muss man zu den Spronser Seen im Naturpark Texelgruppe: Von der Bergstation der Hochmuth-Seilbahn sind es immer noch 700 Höhenmeter und 2,5 bis 3 Gehstunden. Zehn kleine Seen bilden auf einer Höhenlage zwischen 2100 und 2600 Metern die größte hochalpine Seenplatte der Ostalpen. Bis in den Juli hinein liegt deshalb oft noch Schnee. Die beiden größten Gewässer der Gruppe sind der Langsee und der Grünsee, immerhin 45 und 29 Meter tief. Statt Baden heißt es hier also genießen, beobachten und die Stimmungen aufsaugen.

 

Pragser Wildsee, Pragser Tal

Den Pragser Wildsee zu beschreiben, hieße Eulen nach Athen tragen. Doch auch der Instagram-Hotspot darf bei den schönsten Südtiroler Bergseen nicht fehlen. Man muss nur dafür sorgen, besonders früh oder spät anzukommen und Wochenenden und Stoßzeiten zu meiden. Denn nicht umsonst ist der See als Teil des UNESCO-Welterbes Dolomiten so beliebt. Der größte natürliche Dolomitensee besitzt eine traumhafte Bergkulisse und magisch anziehendes Wasser – das allerdings wie bei den anderen Seen zu kalt zum entspannten Baden ist. Deshalb lieber ein Ruderboot mieten und dem Trubel ein bisschen entkommen.

 

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