Bewusst genießen Slow Winter in Südtirol

Alles mal langsam, heißt es in Südtirol im Rahmen des „Slow Winter“-Mottos. Wer keine Lust auf großen Skizirkus hat, findet hier genügend Orte der Stille – beim Winterwandern, Eislaufen, auf Schneeschuhtour oder in Mikro-Skigebieten, die aus der hektischen Zeit gefallen zu sein scheinen.

Winterwandern am verschneiten und zugefrorenen Reschensee | © IDM Südtirol, Frieder Blickle

Große Skigebiete sind nicht jedermanns oder -fraus Sache. Viele möchten im Winterurlaub einfach abschalten und die weiße Jahreszeit ganz bewusst erleben: die Stille des Schnees, der alle Geräusche dämpft – in einer Zeit, in der man traditionell zur Ruhe kommt nach einem arbeitsamen Sommer. Einem solchen natürlichen Rhythmus lässt es sich zum Beispiel am Reschenpass nachspüren, auf 60 Kilometern gewalzter oder gespurter Winterwanderwege. Auch Eislaufen lässt es sich dort hervorragend auf dem zugefrorenen Reschensee. Das Gsieser Tal sowie das Villnösstal, die Heimat Reinhold Messners, bieten Möglichkeiten zum Schneeschuhwandern vor beeindruckender Dolomiten-Kulisse. Im Nationalpark Stilfser Joch kann man bei geführten Vollmond-Touren auch nachts durch den Schnee stapfen.

Wem das alles noch zu viel Action ist: Am 15. Dezember 2019 gibt es im Nationalpark den ersten Waldadvent. In Ulten stimmt man sich ab 14:30 Uhr mit Geschichten am Lagerfeuer, Hirtenspielen und adventlicher Musik auf das Weihnachtsfest ein. Und im März 2020 werden an der Bergstation Ratschings-Jaufen mehrere Termine angeboten, um sich bei Schalenfeuer, Atemmeditation und Tee auf seine fünf Sinne zu besinnen. Auch hier heißt es wieder: abschalten und auftanken.

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von Solveig Michelsen

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