Früh unterwegs Reisen fördert die kindliche Entwicklung

Reisen erweitert den Horizont, stößt neue Türen auf und öffnet frische Kraftquellen. Dieses oft zu hörende Mantra begeisterter Globetrotter gilt jedoch nicht nur für Erwachsene. Auch Kinder profitieren vom Unterwegssein. Verhaltensbiologin Dr. Gabriele Haug-Schnabel hat dies im Gespräch mit dem Ferienunterkunftsportal HomeToGo erläutert.

Auf Reisen gibt es für alle Altersstufen viel zu entdecken. | © Andrew Rich, iStock

Es gibt zahlreiche Eltern, die Bedenken haben, ihr Kind aus einem geregelten Alltag herauszureißen, es mit unbekannten und ungewohnten Dingen zu konfrontieren, wie es auf Reisen nun einmal unumgänglich ist. Dabei fördert der Kontakt mit neuen Situationen – solange er kindgerecht dosiert wird – die kindliche Entwicklung sogar. Die Verhaltensbiologin Dr. Haug-Schnabel hat in Zusammenarbeit mit HomeToGo eine ganze Reihe von Vorteilen erläutert:

  • Aktivierung des Gehirns: Durch die Modi Spielen und Suchen werden bei Kindern Gehirnstrukturen im limbischen System aktiviert, die Oxytocin, Dopamin und Opioide ausschütten – Stoffe, die den Stress abbauen und das Wohlbefinden steigern.
  • Entspannung: „Bis auf wenige Ankomm-, Weiter- und Rückreisezeiten werden eher erholsame Abschnitte – ohne Blick auf die Uhr – den Tagesablauf dominieren, was viele Babys und Kleinkinder sofort spüren und durch ebenfalls ruhigeres Verhalten spiegeln.“
  • Kreativität und Offenheit: Neue Eindrücke und Situationen aktivieren auch die geistige Mobiliät.
  • Verstärkte Bindung: „Wenn weniger Alltagsroutinen den Tag diktieren, können sich Eltern leichter auf das Spiel und die Aktivitätswünsche der Kinder einlassen. Sie beeinflussen durch ihre Gelassenheit  und durch sanfte Rhythmisierung die Ausdauer und das Wohlbefinden der Kinder.“ Das stärkt auch die familiäre Bindung.

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von Solveig Michelsen

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