Online vs. offline Reisebuchung: online oder im Reisebüro?

„Reisebüro war gestern – heute ist online Buchen angesagt!“ Wirklich? Laut den Zahlen des Deutschen Reiseverbands hat die Zahl der Reisebüros 2019 nicht weiter abgenommen. Im Gegenteil: Etliche Urlaubswillige kehren zu dieser Form der Reisebuchung zurück. Wir verraten warum.

Reisebuchung: lieber online oder im Reisebüro? | © Daxus, iStock

„Online“ ist nicht immer gleichbedeutend mit „besser“. Diese Erfahrung mussten auch etliche Urlaubsaspiranten machen, die nun zu den wieder steigenden Kundenzahlen der stationären Reisebüros gehören. 2018 hatte die Zahl der Online-Buchungen die Zahl der im Reisebüro getätigten Buchungen erstmals überschritten (für mindestens fünftägige Reisen). Nun ist ein leiser Gegentrend zu spüren. Warum?

Viele Online-Bucher sind enttäuscht über die Unzuverlässigkeit der Angaben: Kaum hat man sich für eine Reise entschieden und alle Daten für eine abschließende Buchung endlich eingegeben, heißt es: „Leider ist diese Reise nicht mehr verfügbar.“ Oder: „Leider hat sich der Reisepreis in der Zwischenzeit geändert.“ Natürlich nach oben. Das ärgert den Kunden, lässt sich aber seitens der Suchmaschinen nicht so einfach beheben. Denn bei einer Masse von rund 35 Milliarden Reiseangeboten, die parallel im World Wide Web angeboten werden, können die Daten nicht minütlich aktualisiert werden. In der Regel geschieht das nur ein bis zwei Mal täglich. Da kommt es schon mal vor, dass man veraltete Daten angezeigt bekommt – ohne böse Absicht seitens der Veranstalter. Genau gesagt machen diese „Versehen“ inzwischen 48 Prozent aller Buchungsanfragen aus. Dagegen hilft nur eines: der Gang in ein altbewährtes Reisebüro. Dort erfolgt die Vakanzprüfung in der Regel vor dem Angebot an den Kunden – und beugt Enttäuschungen vor.

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von Solveig Michelsen

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