Imagine ... Paris ohne Autos

Das Auto soll das langsamste Fortbewegungsmittel werden. Straßen sollen auf ihre ursprüngliche Breite zurückgebaut werden. Und an Stelle der Parkplätze sollen Grünflächen und Spielplätze entstehen. Sollte die amtierende Bürgermeisterin Anne Hidalgo wieder gewählt werden, könnte Paris zum Vorbild für viele Städte werden.

Die Champs-Élysées: bald Spielstraße statt verstopfte Verkehrsader? | © dennisvdw, iStock

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat in Sachen Innenstadtverkehr bereits einiges erreicht: In nur einem Jahr ist die Anzahl der Pendler, die aufs Rad umgestiegen sind, um 50% gestiegen. Da mögen durchaus die wiederholten Streiks öffentlicher Verkehrsmittel mit hineingespielt haben. Aber eben auch der konsequente Ausbau neuer Radwege und die Sperrung eines Seine-Ufers für Autos. Die Nutzung der Pkws ist erstmals seit dem Jahr 1940 (!) rückläufig gewesen.

Sollte Anne Hidalgo eine weitere Amtszeit antreten dürfen, verspricht sie Zukunftsweisendes: Autos sollen nach und nach aus der Innenstadt verbannt werden, indem Parkplätze zu Grünflächen und Spielplätzen umgebaut, große Avenuen zu Spielstraßen werden. Fußgänger haben hier Vorrang und erlauben dann kein schnelles Durchkommen mehr.

Ursprünglicher Grund dieser Maßnahmen war die starke Luftverschmutzung; inzwischen geht es mehr um die Lebensqualität der Bewohner. Auch ohne Auto sollen alle nötigen Einrichtungen und Geschäfte innerhalb von 15 Minuten erreichbar sein. Mit dem E-Bike oder einem Roller ist das kein Problem. Auf den Illustrationen der Kommune ist viel Grün zu sehen – und ein gemütliches Leben auf der Straße, das sicher auch das soziale Miteinander stärken wird. Vielleicht schafft es Paris, diese Utopie eines lebenswerten Stadtlebens wirklich umzusetzen.

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von Solveig Michelsen

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