Istanbul Minarett der Blauen Moschee bröckelt

Die Sultan-Ahmed-Moschee in Istanbul, vielen unter dem Namen Blaue Moschee geläufig, gilt als Prachtwerk osmanischer Architektur aus dem 17. Jahrhundert. Ihre Besonderheit: Sie besitzt sechs Minarette. Doch nun beginnt eines davon zu bröckeln. Um die Gefahr zu minimieren, wurde die Spitze des Turms bereits abgebaut.

Eines der Minarette der Blauen Moschee beginnt zu bröckeln. | © Nikada, iStock

Mehrere Millionen Touristen besuchen Istanbuls Hauptmoschee, die ihren Namen „Blaue Moschee“ aufgrund der zahlreichen blau-weißen Fliesen in ihrem Inneren bekam. Aber auch ihr Äußeres ist sehr eindrucksvoll: Sechs Minarette recken sich in den Himmel und rahmen das architektonisch gelungene Bauwerk ein. Doch nun scheint einer der mehr als 60 Meter hohen Türme zu wackeln. Steine hätten sich bereits aus dem Turm gelöst und seien nach unten gefallen – eine große Gefahr für alle Besucher der Moschee. Deshalb, so berichtete die Zeitung „Hürriyet“, wurde die marode Spitze des Minaretts vorsorglich abgebaut. Eine Stabilisierung des gesamten Turms ist in Arbeit.

Glaubt man der Legende, bekam die Moschee ihre sechs Minarette übrigens nur aufgrund eines Budgetproblems: Hofchronisten berichteten, dass der Sultan den Architekten Mehmet Aga angewiesen hatte, die Minarette zu vergolden. Dieser Wunsch brachte ihn gehörig in die Bredouille, denn das ihm zur Verfügung stehende Geld hätte niemals dafür ausgereicht. Also beschloss der findige Architekt, sich zu „verhören“ und machte aus dem türkischen Wort altin („Gold“) die Zahl alti („sechs“).

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von Solveig Michelsen

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