Komodo Indonesische Waran-Insel soll gesperrt werden

Komodowarane sind schuppige Echsen von bis zu drei Metern, die der Vorstellung eines Drachens schon ziemlich nahe kommen. Leider gehören sie auch zu den gefährdeten Arten, weshalb die indonesische Insel Komodo – wo die Tiere zu Hause sind – voraussichtlich eine einjährige Besucherpause einlegen will. Danach soll der Eintritt in den eigens geschaffenen Nationalpark verfünfzigfacht werden …

Warane sind wahre Urzeittiere und deshalb ein Touristenmagnet. | © pius99, iStock

Östlich von Bali sind die Komodowarane auf der Insel Komodo zu Hause. Um die gefährdete Art zu schützen, wurde bereits 1980 ein Nationalpark eingerichtet. Trotzdem dezimiert sich ihre Anzahl stetig. Erst kürzlich wurden Schmuggler dabei erwischt, 41 Tiere außer Landes bringen zu wollen. Und bei der lokalen Bevölkerung sind die Warane nicht sonderlich beliebt: Sie reißen auch größere Nutztiere und sollen schon frisch bestattete Leichen ausgegraben und gefressen haben.

Um die „letzten Drachen der Welt“ nun zu erhalten bzw. aus ihnen erst richtig Profit zu schlagen, wird der Park für das Jahr 2020 geschlossen bleiben. Einerseits möchte man Bäume pflanzen under Natur eine Chance zur Regenerierung geben, andererseits die touristische Infrastruktur weiter ausbauen. Und dann die Preise kräftig anheben. Bisher lag der Eintrittspreis für den Nationalpark bei rund 9 Euro. Nach der Neueröffnung sollen Besucher mindestens 500 US$ (etwa 445 Euro) zahlen, wenn sie die Warane zu Gesicht bekommen möchten. "Das ist ein ganz besonderer Ort, also nur für Leute, die genug Geld haben", sagte dazu der Gouverneur der dortigen Provinz Viktor Laiskodat. "Wer nicht genug Geld hat, braucht nicht zu kommen."

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von Solveig Michelsen

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