Japan Hanami: Japans Kirschen blühen dieses Jahr verfrüht

Hanami heißt so viel wie „Blüten betrachten“. In Japan ist daraus eine ganze Tradition geworden. Die einsetzende Kirschblüte wird jedes Frühjahr ausgelassen begrüßt – mit Picknicks und Veranstaltungen in den weiß-rosa duftenden Parks. Wer dieses Jahr dem Großereignis beiwohnen möchte, sollte sich beeilen: Die Kirschen blühen früher als sonst.

Hanami: Nachts werden die Kirschbäume angestrahlt und in Szene gesetzt. | © y-studio, iStock

Seit Dorris Dörries Film „Kirschblüten – Hanami“ ist die japanische Art, den Frühling zu begrüßen, auch hierzulande bekannter geworden. Sobald die ersten weiß-rosa Knospen sich ans Sonnenlicht gekämpft haben, heißt es: Kirschblütenalarm! Denn wo es zuvor noch trist und grau ausgesehen hat, leuchtet es nun allüberall zartrosa. Besonders in den Parks wandelt man zwei Wochen lang durch ein Meer aus rosa Duftwolken, das die Japaner in den Ausnahmenzustand versetzt. Der Aspekt der Vergänglichkeit dieser Schönheit – die Kirschen tragen keine Früchte und leben somit allein für die zweiwöchige Blütezeit – spricht die japanische Seele dabei besonders an.

Nach dem kalten Februar lässt sich ab Ende März endlich der Frühling blicken. Und das tut er mit so einem fulminanten Auftakt, dass Hanami schon mindestens seit dem 8. Jahrhundert gefeiert wird. Meteorologische Institute geben dafür detaillierte Vorhersagen aus, wann und wo die Bäume in voller Blüte stehen. 2019 beginnt die Kirschblütenzeit überdurchschnittlich früh: Ab 19. März, heißt es derzeit, ist auf Fukuoka mit den ersten Blüten zu rechnen.

Hier geht es zur Cherry Blossom Forecast (auf Englisch).

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von Solveig Michelsen

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