Umweltschutz Grüne Strände gegen den Klimawandel

Die Non-Profit-Organisation „Project Vesta“ will den Klimawandel auf ungewöhnliche Weise bekämpfen: mit grünen Stränden. Mithilfe des grünen Minerals Olivin soll der Luft Kohlendioxid entzogen werden. Diese „Negativ-Emissions-Strategie“ ist kostengünstig und nachhaltig.

Könnte den Klimawandel deutlich verlangsamen: grüner Sand | © Project Vesta

Grüne Strände sind nicht etwa der letzte Instagram-Schrei, sondern ein ehrgeiziges Projekt im Kampf gegen den Klimawandel: Sie sollen der Luft bis zu einer Billion Tonnen Kohlendioxid entziehen. Die Vision von Project Vesta stützt sich dabei auf das grüne Mineral Olivin, das einen natürlichen Prozess um ein Vielfaches beschleunigen soll.

Fällt Regen auf vulkanisches Gestein, wird dieses ein wenig aufgelöst und eine chemische Reaktion getriggert, bei der Kohlendioxid in Form von Bikarbonat ins Wasser gezogen wird. Viele Meerestiere verwenden dieses Bikarbonat, um Schalen zu bilden, die nach und nach zu Kalk auf dem Meeresboden werden.

Project Vesta will nun Olivin, ein günstiges und weit verbreitetes Mineral, großzügig an vielen Stränden verteilen, um die Bindung von Kohlendioxid zu beschleunigen. Studien haben die Wirksamkeit schon belegen können – nun muss die Praxis erprobt werden. Herausforderungen reichen dabei von der Finanzierung bis hin zum Durchdenken etwaiger ökologischer Konsequenzen.

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von Solveig Michelsen

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