Gosudarstvenny Ermitash

Museen, Sankt-Peterburg

Dworzowaja Ploschtschad 2
Sankt-Peterburg, Russland
Telefon: +7 812 710-90-79
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Informationen zu Gosudarstvenny Ermitash:

Für Kunstfreunde ist allein die Eremitage schon Grund genug, nach Sankt Petersburg zu kommen, denn dieses überwältigende Museum steht zu Recht auf einer Stufe mit Louvre, Prado oder dem "Met" in New York. Vor allem westeuropäische Gemälde von Weltrang, von Da Vinci bis Picasso, hängen hier dicht an dicht. Doch ist die Eremitage weit mehr als nur ein mit Kulturschätzen üppig bestücktes Museum: Der Winterpalast und seine Anbauten, die einstige Hauptresidenz der Zarendynastie, stellen selbst das prächtigste unter den gezeigten 60.000 Exponaten dar. Den Grundstock für diese gewaltige Sammlung legte Katharina II., die 1764 beim Berliner Kaufmann Johann Gotzkowski 225 Gemälde erwerben ließ. Im gleichen Jahr begann neben dem Winterpalast der Bau der Kleinen Eremitage. Hier genoss die Zarin ihre Kunstschätze allein oder im intimen Kreis - daher der Name Eremitage. Die Kunstsammlung des Zarenhofes wuchs und damit auch ihr Platzbedarf: Zunächst entstand ab 1770 die Alte Eremitage entlang des Newa-Ufers, dann im rechten Winkel dazu die Raffael-Loggien - und schließlich die Neue Eremitage des Münchner Architekten Leo von Klenze. Deren von zehn Atlanten getragener Paradeeingang hatte seinen Sinn: 1852 machte der Hof seine Sammlungen teilweise der Öffentlichkeit zugänglich. Der während der Oktoberrevolution 1917 erstürmte Winterpalast wurde danach in das verstaatlichte Museum integriert. Nun gelangten viele beschlagnahmte Kunstschätze von Adel und Kirche in die Eremitage. Den Zweiten Weltkrieg überstand die teils in den Ural ausgelagerte Kollektion - anders als die Gebäude - relativ unbeschadet. Besucher betreten vom Schlossplatz durch ein prächtiges Tor zunächst den weiten Innenhof des Winterpalastes. Dieses barocke Schloss mit über 1000 Räumen wurde 1754-1762 von Francesco Rastrelli "zum Ruhme Russlands" errichtet. Ein Großbrand 1837 zerstörte allerdings das gesamte Innenleben des Palastes, das später von Baumeistern wiederhergestellt wurde. Nach der Kassenhalle schreiten Sie über die pompöse Jordan-Treppe ins erste Obergeschoss hinauf, wo sich die Wege verzweigen: Geradeaus geht es in die großen Säle auf der Newa-Seite, wo Sonderausstellungen stattfinden. Nach links gelangt man in einige der reichsten Räume des Palastes: in den Peter-Saal, den von vergoldeten Säulen flankierten, festlichen Wappensaal, dann in die imposante Militärgalerie von 1812, schließlich in den Georgssaal mit dem Zarenthron. Wer sich nach der Jordan-Treppe zweimal nach links wendet, findet die spektakuläre Kollektion französischer Impressionisten aus Beutekunst-Beständen, die die Eremitage erstmals 1995 zeigte. Unvergessen bleibt auch der dann folgende, im maurischen Stil errichtete Pavillonsaal in der Kleinen Eremitage. An einer großen grünen Malachitvase angekommen, sollten Sie sich entscheiden, was Sie weiter ansehen möchten: Geradeaus weiter folgt in der Alten Eremitage die italienische Abteilung mit zwei Da-Vinci-Madonnen und den Raffael-Loggien. Nach rechts führt der Weg zur holländischen und flämischen Malerei. Wer an der Vase jedoch treppab geht, gelangt in die weitläufige Antikenabteilung in der Neuen Eremitage. Oder Sie gehen zurück in den Winterpalast: Auf dem gleichen Stockwerk befinden sich prachtvoll ausgestattete Gemächer der Zaren. Das Erdgeschoss birgt die prähistorischen Schätze sowie die Schatzkammer. Besonders beeindruckt hier das 2500 Jahre alte "Gold der Skythen": Das Reitervolk aus dem Süden Russlands hinterließ fantastische Goldarbeiten, v.a. mit kunstvollen Tiermotiven. In den eher schmucklosen Räumen des zweiten Obergeschosses stößt man auf die weitläufige orientalische Sammlung sowie die hauseigenen "Franzosen" des 19. und 20. Jhs.

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