Glawny schtab

Museen, Sankt-Peterburg

Dvortsovaya Ploshchad 6-8
Sankt-Peterburg, Russland
Telefon: +7 812 710-90-79
Website:
Informationen zu Glawny schtab:

Äußerlich sieht man es dem streng-erhabenen Generalstabsgebäude nicht an: Seine Osthälfte ist seit 2014 das zweite Standbein der Eremitage. Bei der aufwendigen Sanierung wurden fünf Innenhöfe überglast. Eine Art Fußgängerbrücke durch gigantische Tore verbindet sie, dazwischen entstand, was auf der anderen Seite des Schlossplatzes immer fehlte: Großzügige, zeitgemäße Räume für Installationen und kulturelles Sperrgut. Aber bei aller Architektur-Moderne - wie im Winterpalast ist die Orientierung nicht einfach! Als Dauerausstellung sind zunächst eine kleine Jugendstil-Exposition (2. Stock) und eine Etage höher eine Empire-Ausstellung in den würdigen Wohnräumen des einstigen Zaren-Außenministers Karl Nesselrode zu finden. Ebenfalls im 3. Stock: umfangreiche Sammlungen an westeuropäischer Kunst des 19. Jhs. Wer hier bereits angesichts von acht Caspar-David-Friedrich-Gemälden tief beeindruckt ist, wird sich schwer tun, den vierten Stock zu verkraften: Hinter dem sperrigen Namen Gedenkgalerie für Sergej Schtschukin und die Brüder Morosow (russiche Sammler, deren Kollektionen nach 1918 verstaatlicht wurden) verbirgt sich der beeindruckende Bestand der Eremitage an Werken französischer Impressionisten und Postimpressionisten: 29 Bilder von Picasso füllen vier Räum, von Matisse gibt es 24 Werke, Renoirs Signatur sieht man 18 Mal, auch Werke von Cézanne, Gauguin und Monet gibt es jeweils mindestens im Dutzend ... Integriert in diese völlig neu arrangierte Schau von Kunstwerken im Marktwert wohl mehrerer Milliarden Euro sind Bilder aus einst geheimen "Beutekunst"-Beständen, die 1995 erstmals von der Eremitage gezeigt wurden, so Edward Degas schnappschusshaftes Werk "Place de la Concorde".

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