Parnidis-Düne

Touristenattraktionen, Nidden


Nidden, Litauen
Informationen zu Parnidis-Düne:

Fast 200 steile Stufen sind es hinauf zur Parniddener Düne, doch den Aufstieg belohnt ein grandioses Panorama von der Aussichtsplattform mit ihrer „verunglückten“ Sonnenuhr (ein schwerer Orkan stürzte 1999 den gerade aufgestellten steinernen Obelisken um) über die „litauische Sahara“. Weit fliegt der Blick nach Süden über das mächtigste Wanderdünenfeld Europas, die Hohe Düne (Didžiojikopa). Haff, Ostsee, Küstenwald und meilenweit Sand, pastellfarben schattiert und vom Wind in immerneue bizarre Formen geschliffen – ein Bild elementarer Kraft. Man ahnt, wie unaufhaltsam diese bleichen Ungeheuer einst über die Dörfer herfielen und 14 von ihnen verschluckten. Auch Nida, vormals Nidden, 1385 erstmals als Noyden erwähnt und damit eine der ältesten Siedlungen der Nehrung, versandete drei Mal. Die Wanderdünen sind eigentlich ein Werk ökologischen Raubbaus. Der Treibsand setzte sich erst in Bewegung, als Siedler und Kriegsleute im Mittelalter den Nehrungswald abholzten – bald türmte der Wind riesige Dünenketten auf, die Wald, Felder und Dörfer unter sich begruben. Erst im 19. Jh. gelang es ostpreußischen Förstern, dem Flugsand durch Bepflanzung mit Bergkiefern seinen Schrecken zu nehmen. Seither hat man die Nehrung so stark aufgeforstet, dass die berühmten Dünen nun ihrerseits bedroht sind – die Riesen verhungern! Die Hohe Düne hat in den letzten 25 Jahren fast 10 m an Höhe verloren. Nach dem Abstieg nehmen Sie am Ende der Treppe den Pfad nach rechts und wandern am Haffufer entlang zum steilen Sturzhang der Hohen Düne. Überwältigend! Beachten Sie aber die Verbotsschilder, die auf das Grobštas-Naturreservat hinweisen. Die Parniddener Düne erreichen Sie über den Wanderweg in Verlängerung der Naglių oder mit dem Auto von der Taikos aus.

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