Har haSetim

Landschaftliche Highlights, Jeruschalajim


Jeruschalajim, Israel
Informationen zu Har haSetim:

Östlich gegenüber der Altstadt, getrennt durch das Kidrontal, befindet sich eine Anhöhe, an deren Hängen im Garten Gethsemane die knorrigen Olivenbäume stehen, die dem "Berg" den Namen gaben. Der Garten ist ein Ort der Ruhe. Zwischen den beeindruckenden Olivenbäumen, deren hohes Alter man am Umfang ihrer Stämme erkennt, wurden schmale Kieswege angelegt. Niedrige Gitterzäune erinnern die Spaziergänger daran, die Wege nicht zu verlassen. Damit die Ruhe gewahrt bleibt, achten Wächter darauf, dass sich nur eine begrenzte Zahl von Besuchern im Garten aufhält. Auf dem Fußweg vom Stephanstor hinauf zum Ölberg passiert man mehrere Kirchen, deren Namen auf biblische Ereignisse hinweisen: die Kirche der Nationen (auch Basilika der Todesangst genannt), die Klosterkirche Dominus Flevit (hier beweinte Jesus das Schicksal Jerusalems), die russisch-orthodoxe Maria-Magdalena-Kirche mit ihren goldenen Zwiebeltürmen, die Himmelfahrtskirche (1910 von Wilhelm II. erbaut, nach Renovierungsarbeiten 1990 wieder geweiht) und die Paternosterkirche (hier soll Jesus die Apostel das Vaterunser gelehrt haben). Auf dem Gipfel des Ölbergs steht das in die Jahre gekommene große Hotel Seven Arches. Hier hat man den schönsten Blick auf die Altstadt. Besonders am Morgen erstrahlt die goldene Kuppel des Felsendoms für das beliebte Postkartenfoto. Weil der Messias nach seiner Ankunft von hier mit all den auferstandenen Toten in die ummauerte Altstadt einziehen und das Jüngste Gericht halten wird, lassen sich viele fromme Juden am Westhang des Ölbergs begraben. Auf diesem ältesten Friedhof Jerusalems werden schon seit biblischen Zeiten Tote beerdigt. Der Kalkstein machte es leicht, Gräber auszuheben. Und so erstreckt sich vom Tal hinauf ein Steinmeer aus Gräbern: mal höhere Sarkophage, mal flache Grabplatten. Wer ein bestimmtes Grab sucht, muss sich auskennen, denn es gibt keine Wege, oft sind die Inschriften ausgeblichen, viele Grabplatten zerbrochen. Normalsterbliche haben keine Chancen, nur Persönlichkeiten wie Israels Premier Menachim Begin finden hier ihre letzte Ruhe. In jüngster Zeit werden hier auch die Opfer von Terroranschlägen beerdigt. Gegenüber dem Ölberg liegt das Goldene Tor, durch das der Messias mit den Auferstandenen einziehen soll. Um das zu verhindern, mauerten im 7. Jh. die Muslime das Tor zu und legten davor einen muslimischer Friedhof an.

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