Church of the Holy Sepulchre

Architektonische Highlights, Jeruschalajim


Jeruschalajim, Israel
Informationen zu Church of the Holy Sepulchre:

An den Ort, an dem sich nach christlichem Glauben das Schicksal Jesu erfüllt hat – sein Opfertod am Kreuz, seine Grablegung und schließlich die Auferstehung –, strömen seit 1700 Jahren Christen aus aller Welt. Auf Wunsch seiner Mutter Helena ließ Kaiser Konstantin 326 am Berg Golgatha jene Kirche errichten, die ihre heutige Form erst 1149 durch die Kreuzfahrer erhielt. Eingeengt zwischen Bazar, Klöstern und Kapellen ist die Grabeskirche mit ihren schönen Steinmetzarbeiten an der Eingangsfassade erst zu erkennen, wenn man im Vorhof vor der Kirche steht. Über mehrere Stockwerke verteilt und teilweise sehr verschachtelt, beherbergt sie im Inneren 30 Kapellen, die sich sechs christliche Konfessionen (Armenier, Äthiopier, Griechisch-Orthodoxe,Römische Katholiken, Kopten und syrische Jakobiten) teilen. Ein nicht enden wollender Streit zwischen den Konfessionen hatte jahrhundertelang einen Wettstreit der rechten Gläubigkeit ausgelöst, der in der Kirche zu Auseinandersetzungen zwischen den Konfessionen und zu einer Anhäufung unterschiedlicher Heiligenverehrungen führte. Im Kampf um die Plätze in der Kirche fielen den Armeniern, Katholiken und Griechisch-Orthodoxen schließlich das Hauptschiff, den Kopten, Äthiopiern und syrischen Jakobiten die Seitenschiffe und die Empore zu. Nur das heilige Grab in der Mitte der Kirche gehört allen sechs gemeinsam. Um die Streitigkeiten zu beenden, übergab Sultan Saladin im 12. Jh. die Schlüsselgewalt über die Heilige Stätte einer muslimischen Familie in Jerusalem. Ihre Nachkommen haben bis heute die Aufgabe, jeden Morgen das Portal der Kirche zu öffnen und am Abend wieder zu verschließen. Nachts bleiben von jeder Konfession mehrere männliche Mitglieder in der Kirche. Im Zentrum der Grabeskirche befindet sich das heilige Grab. Von hier führt ein schmaler Gang zur Grabkammer, die nur mit Kerzen erhellt wird. Vor ihr bilden sich meist lange Schlangen, weil sich nur maximal fünf Personen gleichzeitig in der engen Kammer aufhalten können. Ein Rundgang durch die Grabeskirche gleicht einer Wanderung durch ein Labyrinth überladener Religiösität. Damit man den Überblick nicht verliert, sollten sich Besucher einer Führung anschließen oder die Kirche erst am späten Nachmittag besuchen, wenn sich nur noch wenige Betende in ihr aufhalten. Täglich um 16 Uhr halten die Franziskaner in ihrer Kapelle eine Messe. Im Anschluss ziehen sie in einer feierlichen Prozession mit Kerzen durch die Kirche.

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