La Bassa

Geographical, Modena


Modena, Italien
Informationen zu La Bassa:

Denken Sie bloß nicht, die flache Ebene zum Po hin, Bassa genannt, sei eintönig: Hier begegnen Ihnen die imposanten Burganlagen der mittelalterlichen Dynastien, die ihre Festungen in der Renaissance zu stilvollen Residenzen umwandelten. Und bei allen Burgen finden Sie einladende Trattorien. Zudem ist Giuseppe Verdi ein reizvoller Leitfaden durch die Ebene zu kleinen Orten, großen Schinkenplatten und an den trägen Po: Für die Bassa und Parma ist der Opernkomponist das, was Richard Wagner für Bayreuth ist: ein Markenzeichen und Pilgerort der Opernfans. Im rund 25 km westlich gelegenen Fontanellato beeindruckt die ursprünglich mittelalterliche Dorfanlage, deren Häuser mit ihren Laubengängen die mächtige Renaissancewasserburg Rocca Sanvitale einfassen. Den Kontrast zwischen mittelalterlicher Wehrburg von außen und der höfischen Eleganz der Renaissanceresidenz im Innern unterstreichen die anmutigen Fresken in der Saletta di Diana e Atteone, die Parmigianino um 1523 malte, womit dem großen Künstler Parmas ein herausragendes Beispiel des italienischen Manierismus gelang. 4 km südlich nahe Fontevivo taucht man ein in die exzentrische Kunstwelt des Labirinto della Masone: In diesem größten Labyrinth Europas umzingeln Sie 200 000 Bambuspflanzen. Sein Schöpfer, der Kunstsammler und Verleger Franco Maria Ricci, hat zudem ungewöhnliche Skulpturen und Gemälde vom 17. bis ins frühe 20. Jh. zusammen getragen. Außerdem kann man hier im Café und im Restaurant gut essen. Die nächste Burg, Rocca Meli Lupi, liegt in Soragna. Soragna war im 16. Jh. Zufluchtsort einer großen jüdischen Gemeinde, die per Dekret aus Parma vertrieben worden war - davon zeugen die Synagoge und das Museo Ebraico Fausto Levi. Im Rundbau einer alten Käserei gibt das Museo del Parmigiano-Reggiano. Einblicke in die sorgfältige Herstellung des italienischen Superkäses. Nach weiteren 5 km in Richtung Busseto erreichen Sie das Dorf Roncole Verdi mit dem schlichten, bäuerlichen Geburtshaus von Giuseppe Verdi. In die Trattoria Campanini im 3 km entfernten Ortsteil Madonna dei Prati kommen die Leute von weit her wegen der Platten mit dem edlen culatello- Schinken aus dem eigenen Reifekeller - daher unbedingt reservieren! In der Kleinstadt Busseto dreht sich alles um Verdi - der Meister in Bronze sitzt vor dem hübschen Stadttheater, Schauplatz von Konzerten und dem Verdi-Festival im Oktober, und zu Verdi-Klängen genießt man Schinkenplatten und Wein in den typischen Porzellanschalen in der urigen Salsamenteria Baratta unter den Arkaden. Zu den Verdi-Orten gehört auch der Palazzo Barezzi, das Haus seiner Gönnerfamilie und ersten Schwiegereltern, das - neben dem Klavier Verdis - zeigt, wie prachtvoll das Bürgertum des 19. Jhs. hier einst gelebt hat. Ein Verdi-Museum gibt es in der stattlichen Villa Pallavicini. Auskunft und Sammeltickets bei der Touristeninformation. Hier kann man auch Räder mieten und die ausgeschilderten Verdi-Orte über Landsträßchen und Radwege abklappern. Fahren Sie noch 10 km weiter, sind Sie im Dörfchen Zibello am Po, das italienweit berühmt ist für den besten Schinken des Landes, den culatello. Sie bekommen ihn am beschaulichen Dorfplatz in der gemütlichen Trattoria Locanda Leon d’Oro mit Bar und Ladengeschäft. Der Po ist nicht weit, die Auen mit Büschen und Pappeln flankieren Deiche, auf denen man radelt und spazieren geht. In dieser Landschaft versteckt sich bei Polesine Parmense der besonders schöne Landgasthof Antica Corte Pallavicina mit preisgekrönter Traditionsküche und einem legendären Keller, in dem 5000 culatello-Schinken in aller Ruhe heranreifen und den man besichtigen darf.

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