Topkapı Sarayı

Architektonische Highlights, İstanbul

Topkapı Sarayı Yolu
İstanbul, Türkiye
Telefon: +90 212 512 0480
Fax: +90 212 528 5991
Website:
E-Mail: topkapisarayimuzesi@kulturturizm.gov.tr
Informationen zu Topkapı Sarayı:

Über vier Jahrhunderte war der Topkapı-Palast das Zentrum der osmanischen Weltmacht. Hier lebten der Sultan, politisches und geistliches Oberhaupt der Muslime, und seine Haremsfamilie, hier wurden die Reichsgeschäfte geführt, die Spitze der osmanischen Bürokratie ausgebildet und das Elitekorps des Sultans, die Janitscharen, untergebracht. Obwohl die Palastanlage großen Raum einnimmt - zeitweilig lebten mehr als 5000 Menschen innerhalb der Mauern -, wirkt sie nicht monumental. Die Gebäude sind durchweg ein- oder zweistöckig und bestechen eher durch ihre filigrane Architektur als durch majestätische Wucht - eine Stein gewordene Zeltstadt meinen einige Besucher darin zu erkennen. Obwohl im Laufe der Jahrhunderte immer um- und angebaut wurde, hat sich an der Grundstruktur der Palastanlage bis heute nichts geändert. Topkapı Sarayı ist in vier Höfe gegliedert. Der erste Hof, den man durch das Bab-ı Hümayun, das "Kaiserliche Tor", betritt, war in osmanischer Zeit der Stützpunkt der Janitscharen. Die nach Betreten des Hofs linker Hand liegende Irenenkirche (Aya Irini), die aus dem 8. Jh. stammende "Kirche zum Himmlischen Frieden", wurde von den Soldaten als Zeughaus und Waffenkammer gebraucht. In ihrer Ursprünglichkeit ist sie einer der beeindruckendsten byzantinischen Sakralbauten, und kann seit 2014 auch von innen besichtigt werden. Am Ende des ersten Hofes, am Bab-ı Selam, dem "Friedenstor", beginnt das eigentliche Museum. Der zweite Hof, den Sie nun betreten, war der Geschäftsbereich des Osmanischen Reichs. Hier tagte das Kabinett (diwan), hier wartete man auf eine Audienz, und hier waren auch die Henker untergebracht, die die Urteile des Sultans im ersten Hof vollstreckten. Auf der linken Seite, diagonal gegenüber dem Eingangstor, ist der "Diwan". An einer Ecke befindet sich ein Gitterfenster, durch das der Sultan die Kabinettssitzungen insgeheim im Auge behalten konnte. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hofes liegt der riesige Küchentrakt, in dem für mehrere Tausend Menschen meisterhaft gekocht wurde. Die Kuppeln der Küche sind vom Marmarameer aus besonders gut zu sehen. Dort ist heute die größte chinesische Porzellansammlung der Welt außerhalb Chinas untergebracht. Leider wird von den über 10.000 Exemplaren nur ein kleiner Teil ausgestellt. Ebenfalls vom zweiten Hof aus betritt man den sagenumwobenen Harem, die Privatsphäre des Sultans, die kein anderer Mann außer ihm und seinen Söhnen betreten durfte. Hier haben sich die Sultane Hunderte von Frauen gehalten, hier nahmen die Palastintrigen ihren Ausgang, und hier herrschte der "Schwarze Eunuch", der Hüter des Harems. Eigentliche Herrscherin im Harem aber war die Valide Sultan, die Sultansmutter. Die Führung durch den Harem zeigt luxuriöse Bäder, herrliche Aufenthaltsräume und ein wunderbares Empfangszimmer, vermittelt aber auch einen Eindruck von der Enge, in der die Frauen hier leben mussten. Auf ca. 6700 m2 waren mehr als 300 Räume untergebracht. Der Ausgang führt auf den dritten Hof, den wichtigsten Ausstellungsbereich des heutigen Museums. Direkt hinter dem Tor zum dritten Hof, dem Bab-ı Saadet, dem "Tor der Glückseligkeit", liegt der Audienzraum des Sultans, in dem der ursprüngliche Thron noch zu bewundern ist. Höhepunkt jeder Besichtigung sind die Säle, die den Hof an der rechten Seite abschließen. Hier sind die schönsten Kleider, die seltensten Waffen und die kostbarsten Schätze des Osmanischen Imperiums ausgestellt. U.a. kann man den berühmten Topkapı-Dolch, juwelenbesetzte Federbüsche und einen 86-karätigen Löffeldiamanten bewundern. Auf der anderen Seite des Hofs befinden sich die religiösen Schätze, darunter Reliquien wie das sprichwörtliche Barthaar des Propheten, ein Fußabdruck Mohammeds und Teile von Toren der Kaaba in Mekka. Hier wird auch während der Besuchszeiten aus dem Koran rezitiert. Der letzte, sogenannte vierte Hof ist kein geschlossenes Gelände mehr, sondern ein großer Garten, in dem mehrere Pavillons der Entspannung und Erholung der Sultane dienten.

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