Ithomi

Geographical, Ithomi


Ithomi, Griechenland
Informationen zu Ithomi:

In den Bergen nördlich des Messenischen Golfs liegt knapp 50 km nordwestlich das kleine Dorf Mavromáti wie ein Theater mit Meerblick hoch über der grünen Küstenebene. Es steht an der Stelle des 369 v. Chr. gegründeten antiken Messíni (Messéne). Die Stadt trug auch den noch älteren Namen Ithómi und war seit spätklassischer Zeit die Hauptstadt Messeniens. Seit 1987 führen griechische Archäologen umfangreiche Ausgrabungen durch, die sich über mehrere Quadrat kilometer erstre- cken. Mit EU-Geldern konnten viele der antiken Bauten teilrestauriert werden, so dass hier eine der schönsten archäologischen Landschaften des Peloponnes entsteht. Ein weiter Blick in die Natur und bis aufs Meer hinaus gehört dazu. Mindestens vier Stunden sollten Sie für einen Besuch einplanen. Die Zufahrt erfolgt am besten vom großen Dorf Meligalás aus. Kurz vor dem nächsten Dorf, Neochóri, führt das Sträßlein über eine eigenartige, dreischenklige Brücke aus der Antike, die exakt über den Zusammenfluss zweier Flüssegebaut wurde. Sie erreichen das Stadtgebiet des antiken Messíni am Arkadischen Tor, dem best­ erhaltenen Stadttor Griechenlands. Noch 7 m hoch stehen seine sorgfältig gearbei­ teten und völlig ohne Mörtel gefügten Mauern. Auf der anderen Seite des Tors gabelt sich die Straße. Fahren Sie nach rechts, kommen Sie nach 1 km zu einer Castle genannten Stelle, an der die Stadt­mauer noch besonders gut erhalten ist. Fahren Sie nach links, kommen Sie ins Dorf Mavromáti. Nach rechts unten biegt am Ortseingang eine kleine Straße zum Grabungsgelände ab. Es zieht sich einen sanften Hang hinunter und ist von viel Grün umgeben. Zunächst sehen Sie rechts ein in den Hang hinein gebautes Theater, dann links ein Brunnenhaus, das mit seinen drei Zisternen zur Wasserver­ sorgung der Stadt beitrug. Sie kommen auf den antiken Marktplatz. Er war einst von vier Säulenhallen umgeben, in sei­ ner Mitte stand ein Tempel für Götterva­ ter Zeus. Daran schloss sich das Asklipíon an, ein ebenfalls von Säulenhallen um­ standener Hof mit einem Tempel für den Heilgott Äskulap und einem zweiten, kleineren Theater an seiner Ostseite. Am unteren Rand der Ausgrabungen haben die Archäologen exzellent restauriert. 18 steinerne Sitzreihen blieben erhalten, von bis zu 110 m langen Säulenhallen sind die Grundmauern zu erkennen. Ach­tung: Es gibt keine Toiletten auf dem Gelände. An der Hauptstraße folgt sofort nach der Abzweigung zu den Ausgrabungen das Archäologische Museum. Bedeutendstes Ausstellungsobjekt ist die kopf-­ und fußlose Marmorstatue eines Speerträgers aus dem 1. Jh. Sie gilt als Kopie eines bronzenen Meisterwerks des berühmten antiken Bildhauers Polyklet, der sie um 440 v. Chr. schuf. Sie galt vie­len antiken Griechen als Idealbildnis ei­nes jungen Mannes schlechthin. An der Hauptstraße im Dorf liegen die beiden einzigen Pensionen des Orts: über der gleichnamigen Taverne Ithómi und, nur mit zwei Zimmern mit Etagenbad, Zeus. Hier zweigt ein Sträßlein nach links oben ab, das nach 1500 m das Lakonische Tor passiert. Dort beginnt ein Pfad, der entlang der antiken Stadtmauer in etwa einer Stunde auf den Berg Ithómi führt. Oben stehen die Reste der Akrópolis und ein verlassenes Kloster aus dem 14. Jh.

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