Sumhuram

Architektonische Highlights, Salala


Salala, Oman
Informationen zu Sumhuram:

An den Ufern der Bucht Khor Ruri liegt auf einem Hügel, die antike Hafenstadt Sumhuram. Ihre Handelsverbindungen reichten ab dem 3.Jh.v.Chr. über Nordoman nicht nur bis in die Golfregion, sondern auch in den Mittelmeerraum und bis nach Indien. Damit war sie einer der wichtigsten Weihrauchhäfen dieser Zeit. Verschiedene Fundstücke wie Münzen, Amphoren oder Halbedelsteine belegen die Bedeutung Sumhurams ebenso wie seine Erwähnung – unter dem Namen Moscha Limen – in dem Schriftstück „Periplus Maris Erythraei“ (1. Jh.n.Chr.), das die wichtigsten Seehandelsrouten rund um das Rote Meer beschreibt. Die Hafeneinfahrt zwischen den beiden Felsen am Strand ist heute durch eine Sandbank versperrt und musste schon damals aufwendig offen gehalten werden. Zu der von der Unesco als Weltkulturerbe geführten Stadt gehörten neben dem Hafen mit Lagerhallen für den Weihrauch auch Wohnkomplexe und eine Tempelanlage mit großem Brunnen. Sumhuram entstand als Außenposten des jemenitischen Königreichs Hadramaut, das mit diesem Bau seine Vormachtstellung im Weihrauchhandel zu sichern hoffte. Am Ufer der Lagune unterhalb der befestigten Hafenstadt liegt das sehenswerte, aber wegen der Klimaanlage lausig kalte Museum, in dem viele Artefakte und eine Modellanlage des Hafens ausgestellt sind. Die Schautafeln an den Wänden informieren allerdings mehr über die Entwicklung des gesamten Sultanats als über die antike Weihrauchmetropole.

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