Kong Miao

Architektonische Highlights, Qufu

Ban Bi Jie
Qufu, China
Informationen zu Kong Miao:

Über 690 m erstreckt sich vom mächtigen Stadttor aus Chinas größter Konfuziustempel mit knorrig-ehrwürdigem Baumbestand nach Norden. Das erste Tempeltor stimmt mit der Inschrift "Schall der Gongs und Vibrieren der Jade-Klingsteine" auf das Opfergeschehen ein. Nach weiteren sieben Toren gelangt man zur ersten Halle, der Bibliothek Kuiwenge aus dem Jahr 1191. Wie viel früher der Konfuziuskult begann, zeigen Steininschriften, deren älteste 56 n.Chr. entstand. Die bedeutendsten sind im folgenden Hof durch Pavillons geschützt. Nördlich davon wird die Anlage dreizügig. Der westliche Trakt ist gesperrt. Aus dem Brunnen im zweiten Hof des Osttrakts soll schon der Meister selbst getrunken haben. Der mittlere Trakt mit seinen kaisergelben Ziegeln wurde 1730 nach einem Brand erneuert. Eine Galerie, in der Inschriften und Steinreliefs verwahrt werden, umschließt einen Hof, in dem sich zur Opferfeier einst 1000 Mitwirkende versammelten. Die "Aprikosenterrasse" unter dem Pavillon in der Mitte spielt auf eine alte Textstelle an, wonach der Weise einst auf erhöhter Stelle im Kreis seiner Jünger saß und musizierte. Der beherrschende Bau ist jedoch die Opferhalle Dacheng Dian mit ihren prächtigen Drachensäulen. Die Innenausstattung fiel der Kulturrevolution zum Opfer, die pompösen goldenen Schreine und Figuren sind Nachschöpfungen. Die anschließende "Schlafhalle" enthält einen Schrein für Konfuzius' Frau. Als Letztes folgt die "Halle der Spuren des Weisen" mit in Stein geschnittenen Szenen aus seinem Leben. Auf den Steinabreibungen in der Bibliothek Kuiwenge sind sie wesentlich besser zu erkennen.

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