Bahla

Geographical, Bahla


Bahla, Oman
Informationen zu Bahla:

Bahla ist eine Geisterstadt. Aber keineswegs verlassen und öde, im Gegenteil: Vital und lebendig geht es etwa freitags auf dem Wochenmarkt mit Viehauktion zu, wo Sie den Schustern und Schmieden über die Schulter blicken können. Auch in der Töpferei, in der Sie herzlich willkommen sind, geht es mit rechten Dingen zu. Aber warum dann die Nähe zum Übersinnlichen? Weil man manchen Einwohnern von Bahla magische Kräfte nachsagt! Die 13 km lange Stadtmauer etwa – die größte und längste des Landes – soll in einer einzigen Nacht entstanden sein. Und zwar mit Hilfe von Geistern, die sich offensichtlich auf Architektur spezialisiert hatten. Bekannt aber ist Bahla vor allem für die Festung Hisn Tamah. Sie ist die größte des Landes, wurde 20 Jahre lang bis 2015 restauriert, ist Unesco- Weltkulturerbe – und recht karg eingerichtet. Dennoch lohnt der Besuch: Die Fundamente gehen auf präislamische Zeiten zurück, das Fort war wiederholt Regierungssitz und wurde dementsprechend häufig erweitert. Der älteste Teil ist die Zitadelle (qasaba) mit grandiosem Eingangsbereich, der durch einen hoch gelegenen Lichtschacht eindrucksvoll beleuchtet wird. Der jüngste Komplex, dessen Eingang im interessanten Originalzustand erhalten blieb, ist das Bait al-Hadith: Hier fand 1972 die historische Begegnung zwischen dem jungen Sultan Qaboos und den einflussreichen Stammesführern der Region statt. Rechts neben der Festung steht ein unscheinbarer Lehmkubus, auf dessen Rückseite eine Fensterfront den Blick freigibt in das Innere einer Moschee aus der Frühperiode des Islam und einer mihrab (Gebetsnische) aus dem 14.Jh.

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