Unsere AutorenSusanne Lipps

© Susanne Lipps

Susanne Lipps ist für DuMont Reise unterwegs in Spanien und Portugal.

Was hat Sie zum Reisen und Schreiben gebracht?

Nach Beendigung meines Studiums der Geografie entschloss ich mich, den klassischen Schwerpunkt meines Fachs – die Länderkunde – zum Beruf zu machen, auch und gern in Kombination mit dem Wandern. So schnupperte ich in die Tourismusbranche hinein, indem ich erste Erfahrungen mit dem Leiten von Studien- und Wanderreisen machte, zunächst auf Madeira und den Kanarischen Inseln, dann auch auf Mallorca und den Azoren.

Wie kam es zu Ihrem ersten Reiseführer bei DuMont?

Damals nannte ich schon einige DuMont Reiseführer mein eigen, darunter auch einen Landschaftsführer über die Kanaren. Er war mir während eines Praktikums, das mich bezüglich des Studiums auf die Inseln führte, ebenso ein treuer Begleiter wie auf weiteren, selbst organisierten Erkundungstouren. Also suchte ich den Kontakt zu DuMont. Meine Qualifikationen passten, und bald darauf hielt ich den ersten Vertrag über einen Wanderführer „Pyrenäen“ in den Händen – auch dies eine meiner Lieblingsdestinationen, die ich schon mehrmals bereist hatte. Danach wurde die Tätigkeit zum Selbstläufer. Es folgten Bände über verschiedene Kanareninseln, Madeira, die Azoren, Kapverden, Mallorca und Andalusien.

Welche Beziehung haben Sie zu Ihren Reisegebieten?

Zu vielen dieser Ziele führt mich immer wieder auch die Tätigkeit als Studienreiseleiterin. Oder ich fahre los, um zu recherchieren, treffe unterwegs reisende Kollegen oder vor Ort lebende Freunde und bin ständig auf der Suche nach neuen Aspekten und verborgenen, unbekannten Winkeln, von denen es auch nach rund 20 Jahren immer wieder einige in „meinen“ Reisegebieten zu entdecken gibt.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Inhalte Ihres Reiseführers aus?

Über die wichtigen Sehenswürdigkeiten hinaus, die selbstverständlich abgedeckt sein müssen, richte ich mich oft nach meiner Intuition. Ich versuche mich in die Rolle eines Lesers zu versetzen und wähle Inhalte aus, die ich selbst gern in einem Reiseführer finden würde, sollte ich ein Land bereisen, das ich entweder noch nicht kenne oder neu entdecken möchte. Dabei kann es sich um die Auswahl von Spaziergängen und Wanderrouten handeln, um die Empfehlung eines netten Hotels oder Restaurants oder auch um ganz praktische Hinweise, die vor Ort oft von unschätzbarem Wert sind.

Was packen Sie in Ihren Koffer, wenn Sie nach Spanien oder Portugal fahren?

Die gleichen Dinge, die auch ein Tourist mitnehmen würde. Wanderschuhe und natürlich mein eigener Reiseführer sind ganz wichtig.

Was ist in Ihrem Koffer, wenn Sie zurückkommen?

Jede Menge Prospekte und Visitenkarten, die ich unterwegs eingesammelt habe.

Was tun Sie, wenn Sie selbst Zeit haben?

Bei Recherchen in großen Städten halte ich gern für ein paar Minuten inne und genieße die Stille in einem der wunderbaren subtropischen Gärten und Parks. Habe ich tagsüber viel im Auto gesessen, um entlegene Ecken zu erkunden, laufe ich abends noch durch meinen Übernachtungsort. Dabei entdecke ich immer etwas Neues, das in mein Buch einfließen kann.

Was war Ihr eindrücklichstes Erlebnis?

Eindrückliche Erlebnisse gibt es immer wieder, oft sind es kleine Dinge am Rande. Ein Erlebnis aus jüngerer Zeit war die völlig unerwartete Begegnung mit zwei Käuzchen an einer verfallenen Ruine in Andalusien – und das am helllichten Tag. Erst als ich den Fotoapparat zückte, flogen die winzigen Eulenvögel davon.

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