Unsere AutorenMichaela Namuth

Michaela Namuth ist für DuMont Reise unterwegs in Florenz.

Autorin der DuMont-Reiseführer:

Was hat Sie zum Reisen und Schreiben gebracht?

Ich bin Journalistin und Korrespondentin in Italien. In den 90-er Jahren begann ich, über Wirtschaft und Medien, Fiat und Berlusconi zu berichten. Erst später entdeckte ich den Genuss, einfach mal durch “meine” Stadt Rom zu schlendern und Bilder zu beschreiben – ohne mich um Unternehmensdaten und Interviews kümmern zu müssen. So entstanden die ersten Reisegeschichten.

Wie kam es zu Ihrem ersten Reiseführer bei DuMont?

So kam es auch, dass ich Kontakt zum DuMont-Verlag aufnahm: Mittlerweile kenne ich ja meine Heimat wie das Innere meiner Hosentasche, und durch meine eigenen Reiseerfahrungen weiß ich bestens Bescheid, welche Informationen man sich als Reisender wünscht. Nach einiger Zeit kam die Anfrage, ob ich einen Reiseführer in der Serie DuMont Direkt über Wien schreiben könnte. Es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu verfassen. Wahrscheinlich kann sich niemand vorstellen, wie aufwändig es ist, 120 Seiten sorgfältig zusammenzustellen, unendlich viele Details sind sorgfältig zu prüfen und zu beschreiben. Doch als ich das Werk schlussendlich in den Händen hielt, fand ich: Die Mühe hat sich gelohnt.

Welche Beziehungen haben Sie zu Florenz?

Die Stimmung schwankt zwischen Ärger und Momenten der puren Freude. Einerseits die dunklen und engen Gassen der Renaissance-Architektur, in denen man zwischen knatternden Rollern, eiligen Bikern und drängelnden Touristengruppen kaum vorwärts kommt. Andererseits die Ruhe in der Basilika S. M. Novella am frühen Morgen und der freie Blick auf die Dom-Kuppel von der Terrasse einer Bar. Da geht einem das Herz auf.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Inhalte Ihres Reiseführers aus?

Es muss eine gute Mischung aus Pflicht und Kür sein. Kein Florenz-Führer kommt ohne den Dom und die Uffizien aus. Aber genauso wichtig sind mir eigene Entdeckungen von skurrilen Orten und Personen, die Beschreibung der Stadt aus der Sicht der Bewohner und eine Tour durch Läden und Lokale - die gut, aber nicht unbedingt teuer sind.

Was packen Sie in Ihren Koffer, wenn Sie nach Florenz fahren?

Sonnenbrille, bequeme Schuhe, Kamera, kleine Wasserflasche für die Handtasche und nichts zum Lesen, weil ich sowieso wieder neue Bücher über die Stadt und ihre Geschichten kaufe.

Was ist in Ihrem Koffer, wenn Sie aus Florenz zurückkommen?

Eine neue Ledertasche, noch mehr Bücher über Florenz und eine Flasche echter und inzwischen seltener Chianti Riserva.

Was unternehmen Sie, wenn Sie Ihre Recherche vor Ort beendet haben?

Ich setze mich in eine der Bars an der Piazza Santo Spirito und genieße die letzten Sonnenstrahlen des Tages.

Ihr schönstes oder beeindruckendstes Erlebnis in Florenz?

Der Plausch mit einem 90-jährigen Florentiner beim Frühstück morgens um sieben im Mercato Centrale.

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