Unsere AutorenDieter Losskarn

Quelle: © Dieter Losskarn

Dieter Losskarn ist für DuMont Reise unterwegs in Südafrika, Namibia und Botswana.

Was hat Sie zum Reisen und Schreiben gebracht?

Schon während meines Geografie- und Geologie-Studiums hatte ich sehr viel Spaß daran, das auf den verschiedenen Exkursionen Gesehene und Erlebte zu beschreiben. Nach meinem Studium begann ich daher ein Volontariat bei einem renommierten Stuttgarter Verlag. Das Fotografieren habe ich mir über die Jahre selbst beigebracht.

Wie kam es zu Ihrem ersten Reiseführer bei DuMont?

Während einer Reportage vor den ersten demokratischen Wahlen in Südafrika im Dezember 1993/Januar 1994 verliebte ich mich in das Land am Kap. Als Reisejournalist und -fotograf hatte ich fast die ganze Welt gesehen. In Südafrika, genauer gesagt in Kapstadt, wollte ich bleiben. Aufgrund der weltweiten Sanktionen gegen den Apartheid-Staat gab es nach dem demokratischen Wandel keinen Reiseführer. Das war meine Chance, bei DuMont einzusteigen, wo ich mittlerweile fast alle Reiseführer zum südlichen Afrika verfasst habe. Ich habe den Schritt nie bereut und liebe meine neue Heimat noch immer wie am ersten Tag. Die Zuneigung erstreckt sich auch auf Südafrikas wunderbare Nachbarländer Namibia und Botswana.

Was interessiert Sie am Reiseführerschreiben?

Die Möglichkeit, das Land, das ich liebe, interessierten Lesern näher zu bringen, ohne dabei die Realität zu verzerren. Ich teile mein Insider-Wissen mit potentiellen Südafrika-, Namibia- und Botswana-Reisenden, die das zu schätzen wissen. Am schönsten ist es natürlich, ab und zu von den Reisenden ein (positives) Feedback zu erhalten. Oder jemanden mit meinem Buch herumlaufen zu sehen.

Welche Beziehung haben Sie zu Südafrika, Namibia und Botswana?

Ich lebe seit 1994 permanent an der Kaphalbinsel, südlich von Kapstadt, und reise mindestens einmal im Jahr in die Nachbarländer Botswana und Namibia.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Inhalte Ihrer Reiseführer aus?

Ich versuche immer weitestgehend aktuelle Bezüge in die Neuauflagen der Bücher mit aufzunehmen. Und bei Übernachtungen und Restaurants bin ich ebenfalls immer auf der Suche nach Neuem und Interessantem. Im Vordergrund steht die Begegnung mit Einheimischen. Dazu der eine oder andere Tipp, von jemandem, der vor Ort lebt.

Was packen Sie in Ihren Koffer, wenn Sie nach Namibia und Botswana fahren?

Neben meinem Reiseführer natürlich meine EOS D5 Mark II und einen guten Roman, möglichst mit Bezug zu Land und Leuten, ein Fernglas, Wanderschuhe und Badezeug.

Was ist in Ihrem Koffer, wenn Sie aus Namibia zurückkommen?

Dadurch, dass ich in Kapstadt wohne, deutsche Schokolade, die man in Windhoek bekommt. Ein USB-Stick mit hoffentlich gut gelungenen Fotos.

Was unternehmen Sie, wenn Sie die Recherche vor Ort beendet haben?

Auf den Tafelberg wandern. Nach Franschhoek zu einem relaxten Mittagessen fahren. Am Kap in einem der wunderbaren Gezeitenpools baden. Nachmittags mit einem Cabrio oder einer Harley-Davidson ums Kap fahren, mit einem Sundowner am Chapman’s Peak Drive, kurz vor meiner Haustüre, als Höhepunkt.

Ihr schönstes Erlebnis während der Recherche?

Mit dem Geländewagen durch die absolute wilde und abgelegene Region des Richtersvelds im Nordwesten Südafrikas, an der Grenze zu Namibia fahren. Einmal wollte ich mein Auto, ein klassisches Original New Yorker Checker Taxi, Bj. 1976, tief im Landesinneren so richtig ausfahren, trotz generellem Tempolimit von 120 km/h. Bei etwa 160 kmh sprang dann ein schwarzer Polizist aus einem Busch, mitten im Nichts. “You drove 160 km/h on my road.” Er öffnete die hintere Türe, machte es sich bequem und meinte trocken: “Do it again.” Diese Art von Humor ist einer der Gründe, weshalb ich Südafrika so liebe.

Ein besonderer Autoren-Tipp

Ein Trip um die Kaphalbinsel mit meinem New Yorker CheckerTaxi – dem einzigen in Afrika. Ich hole Sie stilvoll an Ihrem Hotel ab. Wir machen eine Weinprobe mit Käse- und Schinkenplatte auf einem neuen Weingut in Constantia, besuchen die Pinguine in Simonstown, die Paviane am Kap und erleben grandiose Landschaften. Dabei können Sie mich alles fragen, was Sie über Südafrika wissen wollen. Ich freue mich, Sie persönlich kennenzulernen.

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