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Flanderns KücheMehr als Fleisch in Bier mit Bier

Quelle: © Tourismus Flandern-Brüssel - Restaurant Volta in Gent

Wie wichtig den Flamen das Essen ist, lassen schon alte Gemälde erahnen, die Szenen von der Tafel oder aus der Vorratskammer zeigen. Die Küche der Region hat einen deftigen Ruf und ist doch vielfältig und raffiniert. Ein Klischee stimmt aber: Bier ist in Flandern fast immer dabei.

Wie wäre es mit Muscheln in Bier? Oder Fasan in Gerstensaft? Es gibt kaum ein Nutztier, das in Flandern nicht im Biersud zubereitet wird. Kein Wunder, hatte doch früher jedes Dorf seine eigene Brauerei. Diese Zeiten sind zwar vorbei. Aber noch immer spielt das Bier in all seinen vielen Variationen eine große Rolle in Flanderns Küche. Eine Stadt hat sich dabei besonders einen Namen gemacht: Mit Bierwanderungen, Brauereiführungen, Biermenüs und Bierarrangements ist Leuven, ohne Zweifel, die Bierhauptstadt im Bierkönigreich Belgien. Der “Oude Markt” als längster Tresen der Welt und der Unternehmenssitz der weltgrößten Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev tragen dazu bestimmt nicht unwesentlich bei.

Auf den Tafeln der Kneipen und Restaurants stehen Spezialitäten wie mit Kirschsaft vergorenes Bier (Kriek) oder Witbier, ein gewürztes Weizen. Es gibt Abteibiere, Trappistenbiere, Amberbiere und Saisonbiere. Dazu essen Flamen Käse oder gewürzten Zwieback (Brugs beschuit). Und alles andere.

Viel Fisch, frisch auf dem Tisch

Zum Beispiel Seezunge auf Oostender Art, das bedeutet mit Krabben, Miesmuscheln und Sahnesauce. Oder Paling in’t groen, Aal mit grüner Sauce. Fisch und Meeresfrüchte haben eine große Bedeutung in der flämischen Küche. Jeden Tag werden frische Schollen, Seezungen und Nordseekrabben von lokalen Fischern auf Märkten in Oostende, Nieuwpoort und Zeebrugge verkauft. Wenn ab September die Muschelsaison beginnt, kann man sich an Mosselen met frietjes trauen. Miesmuscheln, die in einem Gemüsesud gegart werden. Dazu gibt’s Pommes frites, wir sind schließlich in Belgien.

Aber auch dem Fleisch ist der Flame nicht abgeneigt. Spezialitäten sind etwa Mechelse Koekoek, ein in Bier mit Räucherspeck geschmortes Hühnchen, das in Sahnesauce mit Pilzen serviert wird. Ebenso lecker ist Faisan à la brabançonne, gebratener Fasan mit geschmortem Chicoree. Dazu werden Kartoffeln in allen Formen gereicht: als Salzkartoffeln, als Püree, Pommes oder Kroketten.

Vegetarisch schlemmen auf flämische Art

Gesunde Ernährung wird in Flandern groß geschrieben: Obst und Gemüse wachsen auf vielen Plantagen und Gent ist für Vegetarier der Bio-Himmel. Neben zwölf rein vegetarische Restaurants, diversen Bio-Läden und einem richtigen Bio-Supermarkt hat Gent einen offiziellen Veggie-Tag. An Schulen und in öffentlichen Diensten widmet man sich donnerstags dem vegetarischen Gedanken und in den Kantinen wird ausschließlich vegetarisches Essen ausgeteilt. Eine vegetarische Spezialität: Witloof gestoofd, geschmorter Chicoree. Wem das zu fad ist, der kann das Ganze auch mit Schinken und Käse überbacken genießen.

Als Nachtisch bestellt der Besucher am besten Flanderns Nationaldessert: Waffeln. Sie werden mit Zucker, Kirschen, Sahne, Sirup oder Schokolade kombiniert. Naschkatzen müssen aber nicht bis zum Nachtisch warten. Schließlich ist Belgien die Heimat der Praline. Im ganzen Land soll es mehr als 2.000 Schokoladengeschäfte geben. Wem das Schlemmen irgendwann auf den Magen schlägt, der greift zum Genever. Der mit Wacholderbeeren aromatisierte Kornschnaps ist ebenfalls ein flämisches Original.


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Anreise Flandern
Flandern ist aufgrund seiner überschaubaren Größe bequem zu bereisen. Fast überall wird sowohl Deutsch als auch Englisch gesprochen und die Flamen sind freundliche und aufgeschlossene Menschen, die gerne jederzeit weiterhelfen.
Ab 19 Euro reisen Sie beispielsweise von Köln, Bonn oder Düsseldorf nach Flandern, ab 39 Euro zum Beispiel von Frankfurt nach Flandern (jeweils einfache Fahrt). Kleiner Tipp für Familien: Kinder und Enkel bis einschließlich 14 Jahre reisen kostenlos mit! Einfach bei der Buchung mit angeben.

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