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Andalusien ist eine besonders vielfältige und - vor allem für Reisende, die bereit sind, ab und an die touristischen Trampelpfade zu verlassen - eine bereichernde Region. Für Kenner ist es das Bilderbuchspanien schlechthin. Der Bogen der sehenswerten Kulturgüter spannt sich weit: von den Resten der ältesten spanischen Siedlung am Atlantik, über die von den Phöniziern gegründete Stadt Cádiz, die Hauptstadt Sevilla mit ihrem reichen Erbe aus arabischer bzw. maurischer Zeit, die 1000-jährige Kalifenstadt Córdoba und die Universitätsstadt Granada, in der die berühmteste aller Maurenburgen an 1001 Nacht erinnert, bis hin zum neuen Picasso-Museum in der Hafenstadt Málaga. Daneben laden Hunderte schöne Küstenkilometer an Atlantik und Mittelmeer zu einem erholsamen Strandurlaub ein. Die besondere Liebe der Autorin gilt jedoch nicht zuletzt dem ländlichen Andalusien, den weißen Dörfern und faszinierenden Gebirgslandschaften, wo sich in den letzten Jahren eine kleine, aber feine touristische Infrastruktur etabliert hat.
Die andalusischen Must-sees, die man gut zu einer Rundreise verbinden kann, werden sehr ausführlich im DUMONT Reise-Taschenbuch Andalusien behandelt. Überhaupt setzt das Buch in Anbetracht der Fülle des Stoffs deutliche Schwerpunkte. Sie liegen eher auf den überschaubar gebliebenen Küstenorten als auf den berüchtigten »Bettenburgen«. Und immer wieder werden dem Reisenden ungewöhnliche Abstecher empfohlen, auf denen man der Seele Andalusiens näherkommt oder die Natur zwischen Sumpflandschaften und Wüsten, heißen Ebenen und schneebedeckten Dreitausendern aktiv erkunden und erleben kann.
Die zahlreichen Exkurse und Reportagen setzen sich mit dem heutigen Andalusien auseinander: mit Naturschutz und Wasserknappheit, mit der alten Kultur der Ölbäume und der arabischen Gärten ebenso wie mit dem neuen raumgreifenden Gemüseanbau, mit den andalusischen Gitanos und dem Flüchtlingsdrama afrikanischer Immigranten, oder sie präsentieren die Dichter und Denker der Region wie García Lorca.
Besonderes Gewicht legt die Autorin auf ausgewählte Wohlfühladressen - Unterkünfte mit Charme und Stil, die nicht teuer sein müssen -, und auf das kulinarische Andalusien. Sie stellt Tapas-Lokale ebenso vor wie Sterne-Restaurants, selbstverständlich darf auch ein Besuch der Sherry-Kellereien nicht fehlen. Nicht zu vergessen sind die niveauvollen Tablaos, die den Flamenco als Kunstform statt als Touristenshow begreifen, die netten Ausgehadressen für den Abend und die Hinweise auf besondere Geschäfte für Culinaria, Gitarren oder Töpferwaren.
Der Reiseführertext und ein aktueller 10-seitiger Reiseatlas sind durch Seiten- und Koordinatenangaben auf praktische Weise miteinander verknüpft - schnelles Auffinden wichtiger Orte und Sehenswürdigkeiten sowie perfekte Orientierung vor Ort sind garantiert. Elf Pläne der wichtigsten Städte, viele geprüfte Web-Adressen sowie ein kleiner Sprachführer mit Begriffen aus dem Reisealltag ergänzen den Band.
Die Autorin, die in Spanien gelebt hat, bereist Andalusien nunmehr seit fast 20 Jahren regelmäßig, um die Entwicklung der Region und der touristischen Infrastruktur zu verfolgen und den Reiseführer regelmäßig zu aktualisieren, wobei sich im Laufe der Jahre viele spanische Freunde als regelmäßige Mithelfer eingespielt haben.