Versunkene Städte gibt es nicht nur im Meer. Erst kürzlich wurde das Atlantis von Oman entdeckt – eines der vielen Zeugnisse der reichen Geschichte des Wüstenstaates.
Das Sultanat Oman ist stolz auf sein reiches kulturelles und archäologisches Erbe. Dazu zählen vor allem die mehr als 500 Festungen und Burgen aber auch antike Ausgrabungsstätten, die Weihrauchstraße und die versunkene Stadt Ubar. Gelebte Tradition erfahren Kulturliebhaber in den zahlreichen Souks, in Beduinenlagern, einer traditionellen Dhau-Werft oder in Sohar, der Heimat von Sindbad dem Seefahrer.
In zahlreichen Ausgrabungs- und altertümlichen Stätten lässt sich das Erbe Omans hautnah erleben. Viele der kulturellen Orte wurden von der UNESCO unter besonderen Schutz gestellt und in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu zählen die archäologischen Stätten von Bat in Al Dahira, wo die 3.000 Jahre alten Grabmähler Al-Khutm und Al-Ayn in mühsamer Kleinstarbeit wieder zu Tage befördert wurden. Ebenso eindrucksvoll ist die Weihrauchstraße, die älteste Handelsstraße der Welt, auf der das heilige Harz aus seinem Anbaugebiet Dohar bis ans Mittelmeer befördert wurde. Auf der Strecke wurde erst vor kurzem die versunkene Stadt Ubar entdeckt, die vor etwa 2.000 Jahren im Sand von Dohar versank und bereits von Marco Polo im Jahre 1260 beschrieben wurde. Auch die Festung Bahla zählt zum Weltkulturerbe. Wie viele Burgen liegt sie in Al Dakliya, wo die ältesten, schönsten und imposantesten Festungen Omans zu finden sind.
In die immer noch lebendige Geschichte Omans tauchen Kulturliebhaber am besten auf einem der zahlreichen Souks oder den Beduinenlagern in Wahiba Sands ein. Der älteste Souk Omans ist der Muttrah in Muscat, der Hauptstadt des Landes, die mit prächtigen Moscheen, Burgen, Festungen, Wehrtürmen und Museen beeindruckt. Auch einen Besuch wert ist die Stadt Sohar, die im 10. Jahrhundert völlig zerstört wurde. In dem in Al Batinah gelegenen damaligen wichtigsten Seehafen Omans soll schon Sindbad zu seinen legendären Reisen aufgebrochen sein. Nicht ohne Grund wird die Stadt mit ihrer mit imposanten fünf Wehrtürmen erbauten Festung auch heute noch als „Hafen nach China“ bezeichnet. Wer sich für historische Schiffe interessiert ist in Al Sharqiyah richtig. In Sur werden auf einer Dhau-Werft noch heute traditionelle Fischerboote wie Dhaus und Sambuks gebaut – ein perfekter Abschluss für eine Reise durch das kulturelle Oman.
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