Der Kruger Nationalpark im Norden Südafrikas ist das schönste und größte Naturschutzgebiet des ganzen Kontinents. Hier erlebt der Besucher Wildnis pur.
Im Kruger, wie die Südafrikaner liebevoll den Park nennen, leben 130 Säugetierarten, dazu 48 Fisch-, 114 Reptilien- und 468 Vogelarten. Natürlich auch die Big Five (Löwe, Leopard, Nashorn, Büffel und Elefant), so genannt, weil das die begehrtesten Trophäen der Großwildjäger waren, als es diese Art des Zeitvertreibs noch im großen Stil in Südafrika gab. Das sinnlose Jagen veranlasste schon 1898 den damaligen Präsidenten des Landes, Ohm Kruger, das riesige Gelände zu einem Naturschutzgebiet zu erklären. Er wollte ein Stück unberührtes und ursprüngliches Afrika für seine Landsleute erhalten. Zum Dank wurde der Park nach ihm benannt. Bis heute erleben Besucher hier ein Stück wirkliches Afrika – auf ganz unterschiedliche Weise und für jeden Geldbeutel.
Tagesbesucher können auf einem sehr gut ausgebauten Straßennetz den Park auf eigene Faust erkunden. Das gilt auch für die Gäste, die in einem der staatlichen
Camps einige Tage verbringen. Dort werden ganz unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten angeboten: Cottages für große Familien, Bungalows für zwei bis fünf Personen und romantische Safari Zelte für zwei. Die meisten kleinen Camps sind für Selbstversorger, die großen wie Berg-en-dal, das zur Fußball-WM mit großem Aufwand renoviert wurde, Skukuza und andere haben auch Restaurants. Hier können auch Trips im offenen Geländewagen mit einem Ranger gebucht werden, Kosten für eine vierstündige Fahrt 20 Euro pro Person. Die Chancen viele Tiere zu sehen, sind unter fachmännischer Begleitung natürlich größer.
In der Mitte des Parks liegt das Olifants Camp oberhalb des gleichnamigen Flusses mit einer herrlichen Aussicht auf die Ebene und Wasserlöcher, zu denen am Abend große Elefantenherden und viele andere Tiere kommen. Im Olifants River leben
Flusspferde und Krokodile. Im Schnitt kostet die Übernachtung in diesen Camps 20 Euro pro Person und es ist bei dem Preis nicht verwunderlich, dass die Unterbringung eher einfach ist. Wie in allen staatlichen Parks Südafrikas muss früh gebucht werden. Für Gäste mit einem anspruchsvolleren Geschmack wurden in den letzten Jahren einige private Lodges im Park gebaut wie Singita Lebombo an der Grenze zu Mosambik und The Outpost ganz im Norden. Urlaub hier ist Luxus pur. Das Gebiet um die Lodges ist für andere Kruger Besucher nicht zugänglich und die Ranger dürfen mit ihren Wagen, anders als im Rest des Parks, querfeldein fahren. Unterbringung und Verpflegung sind natürlich erstklassig und einige der Lodges können angeflogen werden.
Text von Dagmar Schumacher, Kapstadt
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