Ob es stürmt oder schneit, ob heiße Sommertage oder frische Herbstwitterung – in Höhlen und alten Bergwerksstollen herrschen fast gleichbleibende Temperaturen. Unter Tage sind auch im Sommer warme Oberbekleidung und festes Schuhwerk unverzichtbar!
Begeben Sie sich in einer der ältesten Schauhöhlen des Harzes in eine faszinierende Welt aus Tropfsteinen und versteinerten Wasserfällen im Reich des sagenhaften Zwergenkönigs Hübich. In den Tiefen des 380 Millionen Jahre alten Korallenriffes erwarten Sie ein über 200 Meter langes Höhlensystem mit einer weltweit einzigartigen geologischen Entstehungsgeschichte. Bei dem Bau eines Zugangsstollen wurde zufällig ein Teil des mittelalterlichen Eisenbergwerks „Gelber Stieg“ entdeckt. Dieses ist ein Zeugnis für den Harzer Bergbau, der bereits vor mehr als 2000 Jahren in den Naturhöhlen des Ibergs betrieben wurde.
Erleben Sie die Iberger Tropfsteinhöhle mit dem neu errichteten HöhlenErlebnis-Zentrum. Die größte Attraktion des HöhlenErlebnis-Zentrum ist ein begehbarer Nachbau der Lichtensteinhöhle. In der kleinen Höhle am südlichen Harzrand wurden vor einigen Jahren 40 Skelette sowie Schmuck und Werkzeug aus der Bronzezeit entdeckt. Eine faszinierende und erlebnisreiche Ausstellung zu den weltweit bedeutenden Funden aus der Lichtensteinhöhle vermittelt einzigartige Einblicke in Leben und Umwelt von den Menschen aus der Bronzezeit. Einblicke in die Jahrhunderte alte Harzer Bergbautradition bieten die historischen Besucherbergwerke „Aufrichtigkeit“ und der „Hauptmann-Spazier-Stollen“. Der aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts stammende „Aufrichtigkeiter Tiefen Stollen“ ist eine montanhistorische Sehenswürdigkeit. Auch über Tage sind noch viele Spuren der Bergleute zu finden. Gut erhaltene oder gut rekonstruierte Stolleneingänge, Schächte und ausgeschilderte Erlebnispfade sind nicht nur für montanhistorisch Interessierte ein Weg zum Kennenlernen der Lebensbedingungen unserer Vorfahren.
Die Höhle ist ein natürlich entstandener Raum im Zechsteindolomit der Permzeit. Diese ca. 270 Millionen Jahre alten Gesteine des ausgehenden Erdaltertums treten gürtelförmig am südwestlichen Harzrand zutage. Die Verwitterung des Gesteins über die Jahrtausende hat zur Bildung eines verzweigten Höhlensystems mit großen Hallen und Domen geführt, die durch flache Gänge miteinander verbunden sind. Ihren Namen verdankt die Höhle dem Umstand, dass sie im 16. Jahrhundert genutzt wurde, um nach Einhornknochen zu graben. Denn Knochen des Einhorns waren als Medizinzusatz damals sehr begehrt. Wirkliche Einhörner wurden in der Höhle zwar nicht gefunden, aber Knochenreste von über 70 anderen Tierarten, wie Höhlenbären und -löwen. Funde von Steinwerkzeugen sind außerdem ein Indiz dafür, dass die Einhornhöhle auch von den Neandertalern genutzt wurde.
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