zurück zu den Reportagen zurück zu den Reportagen
Fleischgerichte
Vielen Dank für Ihre Bewertung

So schmeckt’s australisch 

von Bruni Gebauer und Stefan Huy

Bild 01_Australien_Cuisine
Quelle: ©DuMont Bildatlas / Clemens Emmler

Vor der Ankunft der Europäer basierte der Speiseplan der Ureinwohner auf dem, was die Natur hergab. Nach gut zweihundert Jahren erlebt die “Native Australian Cuisine” eine erstaunliche Renaissance.

Krokodile sind zum Fürchten – aber Australier haben sie inzwischen zum Fressen gern. Nicht nur weil das weiße Fleisch der Riesenreptilien mundet, sondern auch weil es fettarm und frei von hormonellen Zugaben oder Antibiotika ist. “Croc” essen ist gesund. Ebenso zu empfehlen sind Emu und Känguru.

Kurz Gebratenes

Das feste Fleisch der Kängurus hat viele Proteine, aber wenig Cholesterin, tut also Herz und Hüfte gleichermaßen gut. Laut einer neueren Studie der University of Western Australia sind in ihrem Muskelfett bis zu fünf Mal mehr ungesättigte Fettsäuren enthalten als zum Beispiel in dem der Schafe. Im Outback halten inzwischen nicht nur Naturschützer die Zucht von “roos”, wie die Beuteltiere im Volksmund genannt werden, für ökologisch sinnvoll. Das trockene Land käme mit seiner kargen Vegetation weniger zu Schaden als unter den Hufen der großen Rinder- und Schafherden. Oberstes Gebot bei der Zubereitung von Kängurufleisch: bloß nicht zu lange in der Pfanne lassen!

Emu-Fleisch, das in den Handel kommt, stammt generell von Farmen. Es wird als Geflügel deklariert, obwohl es im Geschmack mehr dem Rindfleisch ähnelt. Innen fast noch roh, schmeckt es aus der Pfanne oder vom Grill am besten. Auch Krokodilfleisch wird zäh, wenn es zu lange auf dem Herd gart. Es kommen nur gezüchtete Reptilien auf den Tisch. Delikat und ein seltener Leckerbissen sind Possums.

Besinnung auf “Native Foods”

Innovative Küchenchefs haben leckere Zutaten aus eigenen Landen neu entdeckt. In Kombination mit Rezepturen aus aller Herren Länder bringen sie seither moderne australische Küche auf den Tisch. Zum Beispiel mit asiatisch-italienischem Einschlag, wenn Känguru-Carpaccio unter einer Würze aus Ingwer, Koriander und Soja-Sauce den Gaumen betört. Und Australiens erster “indegineous” Chefkoch, der Aborigine Mark Olive, alias “The Black Olive”, mischt die kulinarische Szene inzwischen weltweit auf.

Fakten

Buchtipp: Kochen wie im Outback
Andrew Dwyer hatte die Idee, Outback-Kost für die häusliche Küche zu modifizieren. Ein gelungenes Experiment, wie zig Rezepte plus lesenswerte Anekdoten in seinem reich bebilderten Buch aufzeigen (“Outback – Recipes and Stories from the Campfire”, Miegunyah Press).

Anzeige

Weitere Inhalte

mehr Videos

Weitere Videos YouTube Logo

mehr Bilder

Twelve ApostlesMotion Above 100Benalla Monash BridgeMiss MarplesNed KellyDSC_0081.There is No Spoon-Melbourne 墨爾本 - FrankstonMelbourne 墨爾本 - FrankstonMelbourne 墨爾本 - Frankston
flickr Logo

Reisewetter

Sydney
Montag,
21.05.12
sonnig
9C / 20C
Dienstag,
22.05.12
heiter
8C / 21C
Mittwoch,
23.05.12
heiter
6C / 21C
Ausführliches Reisewetter auf wetter.net Logo