An die Berghänge des Südharzes geschmiegt liegt Sangerhausen. Die Stadt beherbergt die weltgrößte Rosensammlung im Europa-Rosarium.
Mehr als 8.300 verschiedene Rosensorten entfalten hier Jahr für Jahr ihre Pracht und verzaubern die Besucher durch betörende Düfte und einmalige Farben. 300 verschiedene und vor allem seltene Baum- und Straucharten dienen als Kulisse für sage und schreibe 75.000 Rosenstöcke. Wer den Park im Juni besucht, wird Zeuge einer ganz besonderen Pracht: 850 verschiedene Kletterrosensorten werden zu Pyramiden und Säulen gebunden. Weitere Highlights sind unter anderem die grüne und die schwarze Rose und die kleinste Rose der Welt.
Die Berg- und Rosenstadt Sangerhausen wird auch die “tausendjährige Stadt” genannt. Die Ortschaft Sangerhus im Friesenfeld entstammt einer fränkischen Gründung. Aufzeichnungen über die Ortschaft, die im Kloster Hersfeld gefunden wurden, stammen aus den Jahren 881 bis 899. Im Jahr 1194 wurde dem Ort das Stadtrecht verliehen. In der Altstadt können noch heute vollständig erhaltene Gebäude aus dem 15. bis 18. Jahrhundert bewundert werden, wie zum Beispiel das alte Rathaus, das um 1550 gebaut wurde. In der Stadt befinden sich drei Kirchen, die noch aus dem Mittelalter stammen und den für diese Zeit typischen Baustil aufweisen: Die Marktkirche Sankt Jakobi, Sankt Ulrici und die Marienkirche. Sankt Ulrici ist eine im Kern romanische Pfeilerbasilika. Der mittelalterliche Stadtkern beherbergt außerdem Bürgerhäuser die aus der Renaissance stammen.
Ein Besuch im Heimatmuseum – dem Spengler-Museum – das nach dem Sangerhäuser Heimatforscher Gustav Adolf Spengler (1869–1961) benannt wurde, lohnt sich immer. Denn dort befindet sich zum Beispiel das vollständig erhaltene Skelett eines Alt-Mammuts. Etwas, was man nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt. Trotz der zentralen Lage bietet Sangerhausen viele schöne Flecken, wo man in Ruhe die Natur genießen und vom Alltag abspannen kann.
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