Mit den berühmten Gasteiner Heilquellen, modernen Thermen, erstklassigen Wellnesshotels und „natürlichen“ Standortvorteilen wie dem Höhenklima bietet das Salzburger Land eine vielversprechende Basis für erholsamen Urlaub mit gesundheitlichem Nutzen. Eine Renaissance erlebt alpines Heilwissen. Im Pongau und Pinzgau sind Salzburgs Wellness-Hochburgen zu finden.
Seinen Ruf als Kurregion von Welt verdankt das Salzburger Land dem Gasteiner Tal mit seinen einzigartigen Radon-Quellen, die bis zu 46 Grad warm aus den Tiefen der Tauern an die Oberfläche sprudeln. Angereichert mit dem Edelgas Radon, regt das Thermalwasser als „natürlicher Heilsbringer“ die Abwehrkräfte an und bringt den Organismus in Schwung. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts, als Preußens Könige und Österreichs Kaiser Franz Joseph mit Gemahlin Elisabeth Gastein regelmäßige Kurbesuche abzustatten begannen, stieg das Pongauer Bergdorf zu einem der führenden Heilbäder Europas auf. Im Schlepptau der gekrönten Häupter kamen Aristokraten, Dichter, Maler, Komponisten sowie begüterte Kurtouristen und füllten die riesigen, an den Felshang gebauten Belle-Epoque-Hotels.
Heute liegt über Bad Gastein ein Hauch von Nachsaison und auch Verfall, und zur klassischen Kur hat sich längst Wohlfühlen in modernem Gewand gesellt. „Alpine Wellness“ stellt die Luxusvariante dar. Unter diesem Gütesiegel verwöhnen im Salzburger Land ein gutes Dutzend Hotels der Vier- und Fünfsterne-Kategorie ihre Gäste nach Strich und Faden und zu gesalzenen Preisen. Basis für „Alpine Wellness“ bildet die von Medi -zinern bescheinigte Erkenntnis, dass ein längerer Aufenthalt in den Bergen der Gesundheit gut tut. Aktiv zu sein ist allerdings Voraussetzung. So bietet beispielsweise das „Grand Park Hotel“ in Bad Hofgastein Wanderungen, Nordic Walking und Gymnastik an. Der Regeneration dienen Thermalwasserpools und Saunakammern, ein exquisites Wellnessund Beauty-Programm sowie eine Spitzenküche mit regionalen Akzenten. Besonders an „Alpine Wellness“ ist der Umstand, dass das übliche Wohlfühl-Angebot von Thalasso bis Ayurveda bewährte Heilmittel aus der Region ergänzen. In der „Übergossenen Alm“ in Dienten werden müde Wanderer beispielsweise mit Arnikawickeln und Murmeltieröl-Massagen wieder aufgepäppelt. Ringelblume, Arnika und andere alpine Heilpflanzen finden wiederum Eingang in kosmetische Naturprodukte. Für ein umfassendes und dabei auch verhältnis mäßig günstiges Angebot steht die „Alpentherme Bad Hofgastein“. Mit Blick auf die Bergwelt können die Gäste im Multimedia-Erlebnisdom abtauchen und auf 600 Quadratmetern in allen Abstufungen von sanft bis streng schwitzen. Die regionale Variante besteht in „alpinen“ Spezialaufgüssen – mit Bergkräutern. Im Winter wird das Gasteiner Tal zum Traum jedes Skisportlers: Von der Piste in die Alpentherme dauert es nur wenige Minuten. Diese Kom-bination wird bald auch im Pinzgau Wirklichkeit, wo die Kapruner „Tauern SPA World“ ihre Tore öffnet.
Vieles, was heute in neuer Verpackung angeboten wird, ist altbekannt. Dass Allergiker und Asthmatiker an den Krimmler Wasserfällen Linderung erfahren, wurde unlängst zwar wissenschaftlich bestätigt. Doch schon im Jahr 1806 hatte der Zeller Landarzt Paul Oberlechner die Nähe der Wasserfälle als Heilmittel empfohlen. Das Spritzbad übertreffe „alle Arzneien unter der Sonne“ bei „Nervenschwäche, welche aus dem Stadtleben, Vielsitzen, Ärgernis, Kummer … entspringt“, schrieb er. Wer bei seinem Salzburgurlaub an einem der zahlreichen Wasserfälle also einen „Selbstversuch“ wagt, kann sich kaum schaden.
Wellness mit „alpinem“ Angebot:
Alpentherme, Bad Hofgastein, www.alpentherme.com
Edelweiß, Großarl, www.edelweiss-grossarl.com
Grand Park Hotel, Bad Hofgastein, www.grandparkhotel.at
Mavida Balance Hotel & Spa, Zell am See, www.mavida.at
Übergossene Alm, Dienten, www.uebergossenealm.at
Allgemeine Informationen sind im Internet auf den Seiten www.wellness.salzburgerland.com und www.alpinewellness.com zu finden
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