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Köstlichkeiten
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Mehr als eine Sünde wert 

von Stefan Spath

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Quelle: DuMont Reiseverlag/Christina und Toni Anzenberger

Um „Original Salzburger Mozartkugel“ und Salzburger Nockerln sollte niemand einen Bogen machen – sie gehören zu einem Besuch in der Mozart-Stadt einfach dazu.

Quelle: DuMont Reiseverlag/Christina und Toni Anzenberger Ihr Äußeres besteht aus einer Schicht dunkler Zartbitterschokolade. Darunter verbergen sich feinster Nougat und ein hellgrüner Kern aus aromatischem Marzipan mit einem Schuss Pistazie. Die Rede ist von Salzburgs wohl berühmtester Botschafterin – der „Original Salzburger Mozartkugel“, die der Salzburger Konditor Paul Fürst 1890 kreierte. Bis heute ist die Mozartkugel Verkaufsschlager des Hauses – und eine der zartesten Versuchungen Salzburgs. Rezept und Herstellung sind bis heute unverändert geblieben. Der zu einer Kugel geformte Kern aus Pistazienmarzipan wird mit Nougat umhüllt, auf ein Holzstäbchen gespießt und anschließend in dunkle Kuvertüre getaucht. Die Kugel ruht auf einem Brett, bis der Mantel erstarrt ist. Dann wird das Stäbchen entfernt und das Loch mit Schokolade verschlossen – an die zwei Millionen Mal pro Jahr. Der Verzicht auf künstliche Konservierungsstoffe bewirkt, dass das Original weniger lange hält als industriell erzeugte Ware. Aus diesem Grund verkauft sie Fürst auch nur in seinen vier Salzburger Filialen. Und anstatt mit ihrer Paradepraline eine ruhige Kugel zu schieben, werden weiter süße Verführungen kreiert.

FÜR DENGIGEN GENUSS

Quelle: DuMont Reiseverlag/Christina und Toni Anzenberger Während sich die „Original Salzburger Mozartkugel“ sechs bis acht Wochen hält, geht es bei einer anderen Salzburger Spezialität um Minuten: Die Rede ist von „Salzburger Nockerln“. Sie sind eines der beliebtesten Desserts in der Salzachstadt. Das im Wesentlichen aus Eiern, Zucker und Mehl bestehende Gericht ist delikat – auch in der Zubereitung, die stets „à la minute“ erfolgen muss. Nur mit einem eingespielten Team und einer gut ausgestatteten Küche kann man das Traditionsdessert auf die Speisekarte setzen. Beispielsweise im Spitzenhotel „Goldener Hirsch” in der Getreidegasse, zur Festspielzeit Dreh- und Angelpunkt der Society.

FAKTEN

Original Salzburger Mozartkugeln
Café-Konditorei Fürst, Alter Markt (sowie Verkaufslokale Ritzerbogen, Getreidegasse und Mirabellplatz), Tel. 06 62/84 37 59, www.original-mozartkugel.com

REZEPT

Salzburger Nockerln nach Art des „Goldenen Hirschen“:
Zutaten (für 2 Personen): 1/8 l und ½ Eiweiß, 4 EL Zucker, 3 Eigelb, 20 g Mehl, Vanillezucker, 20 g Butter, Prise Salz, 2 EL Milch, geriebene Zitrone

Zubereitung: Milch, 1 EL Zucker und Butter in eine feuerfeste Form geben, das Ganze gut verkochen lassen, bis es am Rand leicht karamellisiert. Das Eiweiß mit einer Prise Salz und Zucker aufschlagen; Eigelb, das Mehl sowie den Vanillezucker
und geriebene Zitrone darunterziehen. Aus der Masse die Nockerln formen und in die vorbereitete feuerfeste Form geben, anzuckern und bei 250 °C ca. 5 Min. backen. Sofort servieren.

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