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Lago Maggiore
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Lago Maggiore 

von Aylie Lonmon

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Quelle: ©iStockphoto.com/Roberto Caucino

Unter Palmen bei Wassergeplätscher mit Blick auf die Berge einen Espresso oder einen Campari zu schlürfen, wenn es jenseits der Alpen noch oder schon fröstelt, versöhnt einen wieder mit der restlichen Welt.

Unglaublich schön

©iStockphoto.com/Matthew Dixon Bestechend ist die Farbenpracht, die unglaubliche Blütenfülle, das satte Grün, das tiefblaue Wasser vor der schneeschimmernden Alpenkulisse. Und wie aus einem Märchenbuch tauchen dann die Borromäischen Inseln auf.
Seit jeher übt der Lago Maggiore eine magische Anziehungskraft auf die verschiedensten Menschen aus. Liegt das an seinen Kontrasten? An der Nähe von Berg und See, von abgelegenen Bergdörfern und Palmen bestandenen Ufern, von wilden, verlassenen Gebieten und wachsenden Städten, von Tradition und Mondänität? Wie dem auch sei, seit über 200 Jahren zieht der Lago Schriftsteller, Künstler und Denker, Weltverbesserer und Träumer sowie gekrönte Häupter und andere Granden in seinen Bann.

Das östliche Ufer ist eher karg, zuweilen wild, während am vor kalten Winden geschützten Westufer touristenträchtige, malerische Städtchen neben prächtigen Villen mit üppigen Parks und Gärten um die Gunst der Besucher wetteifern. Die Alpen im Norden halten kalte Winde und Atlantikströmungen ab und das Gebirge im Westen samt dem Monte Rosa, dem zweithöchsten Berg Europas, helfen dem See im Sommer Wärme zu speichern.
So kommt es, dass Blumennarren von Stresa bis Brissago wunderbar angelegte botanische Gärten finden, in denen sie neben Kamelien, Magnolien, Azaleen und Rhododendrenarten in allerlei Schattierungen rare Pflanzen aus der ganzen Welt bestaunen dürfen.
Die Perlen im Lago Maggiore sind die kleinen Borromäischen Inseln, die die drei Seelen des Sees verkörpern: die raffinierte, künstliche Seele mit der fürstlichen Residenz auf der Isola Bella, die pittoreske auf der Isola dei Pescatori und die natürliche in der botanischen Landschaft der Isola Madre. Im 16. Jh. kamen die Inseln in den Besitz der Mailänder Borromeo, ursprünglich Untertanen der lombardischen Herrscherfamilie Visconti. Seit der Hälfte des 15. Jh. haben die Borromeo am Lago Maggiore “regiert” und ihre Inseln zunächst als militärische Stützpunkte benutzt. Seit dem 17. Jh. dient ihnen die prächtige Villa auf der Isola Bella als Sommerresidenz.

Wo findet man sonst auf so engem Raum eine so geballte Vielseitigkeit?

©iStockphoto.com/Roberto Caucino Die so vielseitige Natur und Landschaft mit einer spannungsgeladenen Mischung aus nördlichen und mediterranen Elementen bietet Bade-, Surf- und Segelfreuden, herrlich gelegene Golfplätze mit Seeblick, städtisches Ambiente mit Cocktails und Partys in Locarno, beschaulichere, ruhigere Orte am weniger touristischen Ostufer. Und auch heute gibt es in den abgelegenen Seitentälern Raum für Gruppen, die eine andere, alternative Lebensart suchen, wie schon zu Beginn des 20. Jh. im Tessin.

Atemberaubende Aussichten und Einsichten erwarten den Wanderer auf den Gipfeln und in den Tälern, in denen die einst intensive Almwirtschaft leider fast gestorben ist. Das Angebot reicht von gut markierten, leichten Wegen bis zu recht schwierigen, schlecht oder gar nicht ausgezeichneten Strecken, die dringend gute Karten, Erfahrung und Kondition erfordern.

Schlösser und Burgen

Am Ufer des Lago Maggiore stehen Schlösser und Burgen mit großartigen, alten Gemäuern wie die Rocca von Angera mit ihrem Puppen- und Spielzeugmuseum, stehen Kirchen, oft uralt, winzig und geschmückt mit erst kürzlich freigelegten Fresken und verschiedene, kleine, originelle Museen. An einer steilen Felsrand klebt überm Ostrand des Sees die kleine, uralte Klosteranlage Santa Caterina del Sasso in Reno, die vor allem am Nachmittag in ein besonders schönes Licht taucht.

Im Sommer gibt es auch hochkarätige Kulturereignisse, wie das alljährliche Filmfestival im August in Locarno. Es lockt Filmfans aus aller Welt an, die in 10 Tagen etwa 100 Filme ansehen können. Ein recht abwechslungsreiches Musikprogramm mit viel Klassik und Jazz findet Ende August seinen Höhepunkt in den Settimane Musicali in Stresa mit Solisten und Orchester ersten Ranges.

Tipp: Aus der Vogelperspektive

Nicht verpassen sollte man an einem Tag mit Klarsicht auf einen der Berge zu steigen oder zu fahren. Leicht zu erreichende Ziele mit großartigem Blick auf Seen und Berglandschaft sind z.B. der Mottarone oberhalb von Stresa oder der Sasso Ferro oberhalb von Laveno. (beide mit Seilbahn)
Nicht ganz so spektakulär wie von den Gipfeln, ist der Blick vom Monte San Salvatore oberhalb von Massino Visconti. Hier hat man von der Terrasse der Trattoria San Salvatore bei Polenta und Brasato eine atemberaubende schöne Sicht auf den Lago Maggiore bis weit in die Provinz von Varese (Tel. 0322 21 93 01 So abends u. Mo geschl, man muss vorbestellen) Your text to link here…

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