So mancher reist nicht zuletzt auch aus einem Grund nach Kolumbien: dem Kaffee! Nicht, dass man den nicht auch in der Heimat schlürfen kann, aber nur in Südamerika können Kaffeefans hautnah erleben, wie und wo das weltweit beliebteste Heißgetränk entsteht.
Bekannt für den Anbau der qualitativ hochwertigen Bohnen ist vor allem das Kaffee-Dreieck in den Provinzen von Caldas, Quindío und Risaralda im Westen Kolumbiens. Dort gedeiht nach der Meinung von Kennern der beste milde Kaffee
der Welt und warum sich die Pflanzen hier so wohl fühlen, kann jeder mit seinen eigenen Sinnen vor Ort spüren! Die unglaublichen Landschaft mit ihren grünen Wegen und schneebedeckten Gipfeln sowie das Klima sind spürbar gut für die Kaffeepflanzen – und Menschen, wie jeder Besucher sofort merkt. Außerdem bietet das Kaffeedreieck in der Andenregion drei unterschiedliche Klimazonen mit Höhen zwischen 900 und 2.150 Metern für verschiedene Anbauplätze. Dass die braune Brühe so gut schmeckt, liegt allerdings auch daran, dass die Kolumbianer auf eine sehr lange Kaffee-Tradition zurückblicken, wodurch spezielle Anbau-, Ernte- und Verarbeitungstechniken entstanden.
Wer möchte, darf diese als Tourist hautnah miterleben: Zahlreiche Kaffeeplantagen haben ihre Höfe zu prachtvollen Haciendas umgebaut, in denen Gäste nun sehr luxuriös wohnen dürfen. Dank diverser Touren ist es hier möglich, den Weg der Kaffeebohne von der Pflanze bis in die Tasse zu verfolgen und selbst bei den diversen Arbeitsschritten Hand anzulegen. Denn das fleißige Landvolk weiht die Fremden gerne in ihre Geheimnisse der Kaffeekultur ein und bringt ihnen zudem die zahlreichen Lieder bei, die beim Anbau gesungen werden. Somit ist es nicht verwunderlich, dass diese Region das erste ländliche Touristenziel von Kolumbien wurde und es einen Großteil der Ausländer zuerst in diese Region zieht. Möglich ist solch ein Kaffee-Erlebnis unter anderem auf den Haciendas nahe der Stadt Fusagasuga, die wie alle anderen neben den ausführlichen Informationen selbstverständlich ausgedehnte Kaffeeproben anbieten.
Dank der guten Infrastruktur rund um die fröhlich buntbemalten Haciendas, können Touristen die zahlreichen Unterhaltungsangebote der Region problemlos wahrnehmen. Von Freizeitparks über riesige Golfanlagen, Extremsport,
Vogelbeobachtung, Bergtouren, Kunsthandwerk bis zu Ökotourismus-Möglichkeiten ist alles geboten. Außerdem lohnen sich Städtetouren wie nach Caldas, da dort unter anderem der Aussichtspunkt von Chipre, die ehemalige Seilbahnstation El Cable sowie die Kathedrale und Basilika der Stadt von Manizales besichtigt werden können. In Quindio, das neben dem Kaffee für seinen Anbau von Bananen, Kakao und tropischen Früchte bekannt ist, liegt zudem der Park der Kaffeekultur „Parque Nacional del Café“. Um die Nase vom Kaffeegeruch nach einem Besuch frei zu bekommen, bietet sich ein Spaziergang durch den Botanische Garten und das Schmetterlings-Vivarium von Quindío an.
Alles zum Thema bietet zudem der Kaffee-Nationalpark von Montenegro: Ein Kaffeemuseum, eine funktionierende Kaffeefarm mit diversen Sorten und ein Naturreservat zum Schutz und zur Beobachtung einheimischer Arten. Fortbewegt wird sich dort übrigens auf verschiedene Arten, wie mit dem Auto, zu Pferd, mit kleinen Eisenbahnen und sogar mit einer Seilbahn.
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