01_2012_Türkei
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Kappadokien
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Die wundersamste Landschaft Anatoliens 

von DuMontReise.de

Bild 01_01_2011_Special Türkei_Kappadokien
Quelle: ©Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei

Vulkanlandschaften, Höhlenkirchen und unterirdische Städte: Die türkische Region Kappadokien besticht mit einer einmaligen Verschmelzung aus Natur und Kultur und gehört damit zu den faszinierendsten Schauplätzen der Welt – eine touristische Perle im Herzen Anatoliens, die längst zum Welterbe der UNESCO zählt.

©Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei Einst wurde Anatolien von tropischen Sümpfen und Seenplatten bestimmt, bis sich das Taurusgebirge in die Höhe faltete und große Massen Lava an die Erdoberfläche drückte. Auf diese Weise entstand im heutigen Kappadokien eine Vulkanlandschaft, die im Laufe von Millionen von Jahren fantastische Formen hervorgebracht hat. Aber auch die Menschen haben ihre Spuren in den Felsformationen hinterlassen: Mehr als 600 Felsen- und Höhlenkirchen sowie 150 unterirdische Städte zeugen von der bewegten Geschichte der Region, die heute im wesentlichen die Provinzen Aksaray, Nevşehir, Niğde, Kayseri und Kirşehir im Zentrum der Türkei umfasst. Der einmaligen Naturlandschaft als auch den steinernen Zeugnissen menschlicher Zivilisation ist es zu verdanken, dass Kappadokien bereits seit 1985 zum Weltkultur- und Naturerbe der UNESCO gehört und Besucher aus aller Welt begeistert.

Faszinierende Unterwelt

Im Zentrum von Kappadokien befindet sich in Nevşehir der Göreme Nationalpark, dessen Landschaft von Tälern mit markanten Tuffstein-Formationen geprägt ist. Bereits 4.000 vor Christus begannen Menschen die kegel- und pyramidenförmigen Felsen aus weichem Vulkangestein auszuhöhlen und ganze unterirdische Städte wie etwa bei Kaymakli, Derinkuyu und Özkonak anzulegen. Zu römischer Zeit boten die architektonischen Meisterwerke Zuflucht und Wohnraum für bis zu 10.000 Christen, welche die Anlagen ausbauten und dabei eindrucksvolle Höhlen- und Felsenkirchen mit farbenfrohen Fresken schufen. Weltweite Bekanntheit erlangten die ausgehöhlten Tuffsteinfelsen auch als sogenannte „Feenkamine“ – ein märchenhaftes Bild das jedem Reisenden in den Sinn kommt, wenn er den Rauch der Küchenfeuer aus den zum Teil immer noch bewohnten Felsen aufsteigen sieht.

Einmalige Naturlandschaft

©Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei Ob beim Wandern oder auf Trekking-Tour durch die Vulkanlandschaft – auch an der Oberfläche hat Kappadokien einiges zu bieten: Neben seiner faszinierenden Unterwelt bietet das Göreme-Tal ein Netzwerk aus gut markierten Trekking-Wegen, sowie zahlreiche Hotels, Pensionen und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Auch das 14 Kilometer lange und bis zu 150 Meter tiefe Ihlara-Tal ist ein wahres Wanderparadies, das auch als „Grand Canyon“ der Türkei bekannt ist. Am nördlichen Ende des gleichnamigen Orts führen rund 400 Stufen in die Schlucht hinab, die byzantinische Mönche ab dem siebten Jahrhundert besiedelten und etwa 50 Felsenkirchen und zahlreiche Höhlenbauten im Tuffgestein hinterließen. Von einem friedlichen Miteinander von Christen und Muslimen zeugt eine Inschrift in der St. Georgs Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die sowohl den Sultan Masud II. als auch den byzantinischen Kaiser Andronikos erwähnt.

Zu Besuch in Avanos

©Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei Auf etwa 920 Metern Höhe liegt in der Provinz Nevşehir die Kleinstadt Avanos, die jedes Jahr im August ein Kunst- und Tourismusfestival veranstaltet. Die Stadt am Kızılırmak – dem längsten Fluss der Türkei – ist bekannt für sein traditionelles Töpfer- und Ziegeleihandwerk, das Besucher in Kursen selbst ausprobieren können. Dies gilt auch für das internationale Weinfest, das jedes Jahr im Oktober stattfindet: Neben der Weinprobe können Besucher die Herstellung aus nächster Nähe betrachten und der Prämierung der besten Weine beiwohnen. Nur sechs Kilometer östlich von Avanos befindet sich der Karawanenhof Sarıhan aus dem 13. Jahrhundert, in dessen Innenhof regelmäßig Tänze der Ordensgemeinschaft der Derwische aufgeführt werden. Wer nun noch hoch hinaus will, der sollte sich eine Fahrt mit dem Heißluftballon über den Göreme Nationalpark nicht entgehen lassen!

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