Jeder hat bestimmt schon einmal vom sagenumwobenen Brocken gehört. Im Volksmund wird der Berg auch Blocksberg genannt.
Doch egal, wie er genannt wird, er ist der magischste Ort des Harzes. Denn in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird dort Walpurgisnacht gefeiert. Der Dichter Wilhelm Busch schrieb einmal zur Walpurgisnacht folgenden Vers:
“In der ersten Nacht des Maien
Läßts den Hexen keine Ruh;
Sich gesellig zu erfreuen,
Eilen sie dem Brocken zu.
Dort haben sie ihr Kränzchen.
Man verleumdet, man verführt,
Macht ein lasterhaftes Tänzchen,
Und der Teufel präsidiert.”
Die Hexen treffen sich also auf dem Brocken, um dem Teufel zu huldigen und zu feiern. Warum gerade der Brocken für solche Sagen und Mythen herhalten muss, ist schnell erklärt. Zunächst einmal herrscht auf dem Berg 300 Tage im Jahr Nebel.
Es gibt viele Berichte über das Brockengespenst, das man immer wieder auf dem Berg umhergeistern sieht. In Wahrheit ist das nur eine optische
Täuschung. Das Licht der unter- bzw. aufgehenden Sonne trifft auf eine Person oder einen Gegenstand auf der Brockenspitze und projiziert den Schatten auf die Nebelwand. Durch verschiedene Luftströme verändert sich die Position des Schattens, dadurch wirkt es so als würde sich das “Gespenst” bewegen. Geprägt wurde der Name “Brockengespenst” übrigens durch den Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe. Dieser besuchte oftmals den Harz und war so begeistert, dass er sogar die Szenerie seines Werkes “Faust” in den Harz verlegte und die Walpurgisfeier auf dem Brocken beschrieb.
Wer auch einmal auf Goethes Spuren wandeln möchte, kann den Aufstieg zum Brocken über den Goetheweg versuchen. Dieser startet im kleinen Örtchen Torfhaus und endet schließlich am Wolkenhäuschen auf dem Gipfel. Zunächst wandert man am Großen Torfhausmoor vorbei und weiter zum Abbegraben. Dann folgt der Quitschenberg mit der Quitschenberg-Klippe. Weiter geht es zum Eckersprung und am Hang des Königsberges vorbei. Dieser Weg verläuft zum Teil parallel zur Brockenbahn. Hier wird der Weg etwas steiler. Auf einer Höhe von 1.030 Metern trifft der Goetheweg schließlich auf die Brochenstraße, die zum Gipfel führt.
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